I: „Ankunft in Rahal“ oder „Auf Rettung hoffend“

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Akela Kheldis von Varanor

I: „Ankunft in Rahal“ oder „Auf Rettung hoffend“

Beitrag von Akela Kheldis von Varanor »

I: „Ankunft in Rahal“ oder „Auf Rettung hoffend“

Irgendwie…irgendwas war falsch…

Akela Kheldis lag mit dem Gesicht auf den Boden und schmeckte Blut auf ihrer Zunge. Oh ja, ein warmer vertrauter Geschmack! Doch für den Moment unerwünscht.

Wo war sie nur?

Die Umgebung kam ihr nicht vertraut vor. Sie versuchte sich zu bewegen, doch jeder Versuch sich zu bewegen schien Feuer durch ihre Muskeln zu senden. Verdammt, wer hatte sie so zugerichtet? Sie fühlte sich so schlimm wie lange nicht mehr.

Was war nur passiert?

Das bläuliche Flackern in Sichtweite der heiligen Stadt hatte sie zur Vorsicht gemahnt, doch dann als die Erde bebte und die Kriegerin zu Boden geworfen hatte, musste sie mit dem Kopf gegen einen Stein gestoßen sein. Ihr schwindelte. Als sie mit der Hand tastend über den Körper fuhr, entrann ihr ein Fluch.

Es brauchte nicht fiel um zu erkennen, dass sie überfallen worden war! Schwert und Schild waren fort. Selbst die Rüste ihrer Familie war ihr vom Leib gestohlen worden! Alles was sie am Leib trug, waren seltsam gefärbte zerfetzte Kleidungsstücke. Was für ein bitter Scherz war das?

So hatte sie sich ihre Ankunft in Rahal nicht vorgestellt! So konnte sie nicht vorstellig werden, nein… Hart pressten sich ihre vollen Lippen aufeinander, als sie versuchte aufzustehen, doch es gelangt ihr nicht. Zahlreiche Wunden, Schnitte und unzählige Prellungen bedeckten ihren mageren Körper, der vom Kampf so stark gekräftigt war, dass man entweder nur Muskeln sah, welche unter ihrer gebräunten Haut spielten oder die Knochen selbst. Ein Anblick der abstoßend und zugleich anziehend zu wirken vermochte.

Erneut machte Akela Kheldis einen Versuch aufzustehen, doch kam noch nicht mal auf die Knie… als die Dämmerung sich herabsenkte, wurde ihr bewusst, dass sie hier liegen bleiben würde bis sie jemand fand… wenn sie jemand fand. Ein Gefühl der Hilflosigkeit bemächtigte sich ihrer.

Ihre Finger schlossen sich um den Siegelring ihres Vaters. Wer immer ihr das angetan hatte, würde bezahlen. Oh, ja das würde er. Im Namen des Einen, das schwor sie sich.
Qan ap Cayia

Beitrag von Qan ap Cayia »

Wie ein Pfeil flogen Reiter und Reittier über die spärlich bewachsene Ebene. Kaum berührten einzelne Hufen des Mustangs den weichen Grasboden, ehe sie erneut emporschnellten, um sich in die Lüfte zu erheben. Das Beben der Hufen, sowie das scharfe Zischen der Reiterpeitsche hallten über die menschenleere Gegend, klangen befremdend zu der stillen Idylle des bäuerlichen Landstriches vor Rahal.

Als der Reiter plötzlich Richtung Küste abbog und die steilen Küstenklippen passierte, riß er unerwartet die Zügel zurück, um seinen Blick über das Meer streichen zu lassen und für einen Moment in Erinnerungen zu schwelgen, während der Mustang leise schnaubend in einen langsamen Trab verfiel.

So es das Schicksal will, würde er vielleicht gar die am Boden liegende Gestalt zufällig entdecken oder vielleicht doch unwissend seinen Ritt zur heiligen Stadt wieder fortsetzen?
Akela Kheldis von Varanor

Beitrag von Akela Kheldis von Varanor »

Die Gestalt, die in der Dämmerung des noch jungen Tages mit einer riesigen Stachelbesetzen Keule auf eine Übungspuppe eindrosch, war im ersten Moment nicht als die junge Frau zu erkennen, die noch vor drei Tagen halbnackt und bewegungslos an den Klippen vor Rahal gelegen hatte.

Noch immer waren ihren Bewegungen steif und das Keuchen was stetig von ihren Lippen ausging war nicht zu überhören, doch die blauen Flecke beganngen sich langsam grün und gelb zu färben. Die Schnitte waren davor bereits geheilt und der Trank den Zak ihr - wenn auch zunächst gegen ihren Willen - eingeflößt hatte, hatte sein übriges getan. Dennoch fühlte sie sich schwach, ausgelaugt und kaum in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen. Selbst die Visionen, die sie sonst stetig fast heimgesucht hatten, bleiben aus.

Zudem hatte der Überfall ihr mehr zugesetzt, als sie sich bisher eingestanden hatte. Und ihr Zorn schien keine Grenzen zu kennen. Nur, so mußte sie sich eingestehen, würde es schwer sein Täter zu jagen, die sich nichtmal gesehen hatte. Ein Umstand der die Übungspuppe vor ihr noch mehr "leiden" ließ. In Varanor hätte sie gewußt was nun zu tun wäre, dort hätte sie die Dörfer zur Fuße der Burg so lange durchkämmt, bis sie gehabt hätte, was sie wollte. Ein tiefer Blick, ein falsches Zögern. Akela war nicht zimperlich.

Hier aber war sie fremd. Die Stadt, die wunderschöne heilige Stadt, erschaffen aus der Kraft des einen, war voll gedrängt mit Gestalten, so dass es unmöglich war überhaupt auch nur eine Person in der Menge länger als einen Moment auszumachen. In den Straßen fegen die Reiter fast schon rücksichtslos umher und einen so vollen Marktplatz wie am gestrigen Abend hatte die junge Frau wahrlich noch nicht gesehen!

Und ohne Zak und die Statthalterin wäre sie mehr eine Bettlerin gewesen, als eine Kriegerin aus dem Geschlecht Varanor, die nach Rahal gekommen war um der Stimme in ihren Visionen Folge zu leisten. Einer Stimme, die schwieg, seit dem sie Rahal erreicht hatte, wie sie bitter in Gedanken hinzufügte. Vielleicht war sie falsch hier? Vielleicht hatte die Stimme gar nicht Rahal gemeint, als sie vom Zentrum der Macht sprach?
Und wem sollte sie sich anvertrauen? Im selben Moment schmunzelte sie bitter. Allein das Wort Vertrauen schien ein Hohn an sich zu sein. Und seit dem Tag, da Alatar ihren Zwillingsbruder zu sich nach Nileth Azhur rief, hatte sie nicht mehr über die Visonen gesprochen.

Es war Zeit dem Alka vorstellig zu werden. Es war an der Zeit von der Befriedung ihrer Baronie im Sinne Alatars um den Preis des Todes ihres Vaters und ihres Zwillingsbruders zu berichten.

Und vielleicht würde sie dann die Bilder in ihrem Kopf verstehen.

Doch vorher war es Zeit Danke zu sagen. Auf ihre eigene ganz eigene Art. Und als Akela die Schnallen ihrer neu geschmiedeten Rüstung schloss, glaubte sie für einen Moment eine Berührung ihrer Schwerthand zu spüren.

Die Berührung verschwand. Ihr Lächeln jedoch bleib.
Qan ap Cayia

Beitrag von Qan ap Cayia »

[url=http://www.alathair.de/forum/viewtopic.php?t=26496]Auszug aus "Auf dem Weg zu Dir, Vater"[/url]
Qan ap Cayia hat geschrieben:Die Abenddämmerung würde bald von der Nacht abgelöst werden. Sie tauchte den westlichen Horizont in ein dunkles Orangerot, während man im Osten schon Ansätze eines Sternenhimmels erkennen konnte.
Es war der vierte Tag nach der Nacht, als er diesen Makel erhalten hatte.

Schweigend stand er vor dem Spiegel und wischt sich eine lose Strähne von der Stirn, um einen freien Blick auf sein eigenes Gesicht werfen zu können. Die dünnen, unauffälligen Brauen zogen sich kaum merklich zusammen beim Anblick, das sich ihm bot: Sein ehemals jugendliches Gesicht, das sich über die Jahre hinweg trotzig gegen das ansteigende Alter gewehrt hatte, wirkte eingefallener und verbrauchter als noch vor einigen Tagen. In seine femininen Züge hatte sich eine gewisse Härte eingeschlichen und das dünne kleine Nässchen wirkte nun seltsam fehl am Platz.
Nach einigen Momenten des nachdenklichen Starrens schließlich zog die blutige rote Schliere an seiner Wange seine volle Aufmerksamkeit auf sich. Von der Dicke her konnte man die Wunde nicht mehr als einen Kratzer nennen und im Laufe seines Lebens hatte er sich schon viele Kratzer eingefangen, die allesamt nach dem Auftragen von Heilsalbe in wenigen Tagen verschwunden waren. Aber diese Wunde wiedersetzte sich stur allen Behandlungsmethoden, die ihm in den Sinn kamen- nein, schlimmer gar: Er hatte sogar das Gefühl, dass sie umso mehr blutete, je mehr Aufmerksamkeit er ihr schenkte. Manchmal konnte die Wunde, deren Öffnung weder verkrustete, noch eiterte schier ununterbrochen bluten. Aber manchmal verhielt sie sich ruhig, auch wenn sich winzige perlenartige Blutstropfen entlang der Wunde abzeichneten. Jegliche Regungen in seinem Gesicht wurden zur Qual – jedes Verziehen des Mundwinkels löste einen stechenden Schmerz aus, den man der Größe der Wunde kaum zutraute und der ihn jedes Mal dazu ermahnte, sein gewohntes schiefes Grinsen zu unterlassen.
Nicht dass er es unbedingt darauf abgesehen hätte, etwaige Freudenmomente mittels Mimiken anderen Menschen aufzuzwingen. Ebenfalls war er nicht darauf angewiesen, anderen Menschen seine Gefühle zu vermitteln. Er fühlte sich schlichtweg nackt und schutzlos, als es ihm irgendwann gewahr wurde, dass er sein Mienenspiel auf einfache Bewegungen seiner Brauen reduzieren musste und dass sein Gesicht nunmehr eine leere emotionslose Maske sein würde. Für jemand, der sein Leben lang vom Vortäuschen falscher Emotionen gelebt hatte förmlich ein Genickbruch.

Und das alles für einen schlichten Zeremoniendolch, den er nicht einmal auf dem Schwarzmarkt verhökern konnte. Er schimpfte sich selbst einen Narren, als er so bereitwillig in jener Nacht die Kuh eines Kuhhandels gemimt hatte.

Als sie das Labyrinth unter dem Hafenviertel erschlossen, fanden sie einen alten gefallenen Templer vor, dessen Jahrhunderte langer Aufenthalt in den kalten feuchten Gemäuern der Krypta ihn so weit degenerierte, dass sein Verstand nur noch auf seine tierischen Instinkte beschränkt war. Im Besitz des alten Templers befand sich ein Langdolch- womöglich für ein Ritual zu gebrauchen, denn die Clerica Laraanji zeigte ein ausgeprägtes Interesse an der an sicht wertlos aussehenden Waffe. Und er Idiot hatte sich dazu überreden lassen, sich selbst gegen den Dolch eintauschen zu lassen. „Vertrau dem Rat und der Entscheidung des Herrn“ hatte ermutigend Auron zu ihm geflüstert. Und er hätte es besser wissen müssen! ‚Selbstlosigkeit ist eine Tugend der Dummen’, hatte er sich schon sein Leben lang eingeredet. Hätte er als mittelloser Waise damals den Überlebenskampf auf den Straßen von Rabenfurth überlebt, wenn er jemals selbstlos gewesen war?
Natürlich hatte es gewisse Vorteile, sich zu opfern und darauf zu hoffen, dass seine Mitstreiter den Dolch erlangten, ohne dass der alte Templer ihn vorher in Stücke zerriß- vielleicht war es der sehnliche Wunsch um die Anerkennung der schönen Clerica zu buhlen? Vielleicht aber auch wirklich der aufkeimende Glaube an die schwarze Festung und dass Alatar sicherlich einen Haufen Jungfrauen in seiner Festung beherbergte.

Aber was wäre wenn nicht...?

Der Zweifel, der anfangs noch in ihm geschlummert hatte, wurde unerwartet größer, als er sich in den Klauen des alten Templers widerfand und dieser sein grässliches Maul aufriss, um ihm wohl den Kopf abzubeißen.

Was wäre wenn?

Die Hilfe, die er erwartet hatte ließ auf sich warten, während die scharfen Eckzähne des missgestalteten alten Mannes seine zarte Wange entlang streiften.
Hohl und dumpf klang das Wimmern, das aus seinem Mund kam und sich fremd und unendlich weit entfernt anhörte.

Was wäre wenn?

Die scharfen Eckzähne des Templers bohrten sich in das weiche Fleisch seiner Wange, zogen eine ungleichmäßige dünne Rille über seine Gesichtshaut, ehe die mächtigen Kiefer zusammenschnappten und die beiden Bisslinien sich zu einer Durchgehenden zusammenfügten.

Was wäre wenn?

Er spürte förmlich wie sich seine Pupillen unnatürlich weiteten. „Ich will nicht wie Schweinefraß enden“, betete er leise vor sich hin und als der gefallene Templer erneut sein Maul aufriss, sah er schon den nahenden Tod vor sich.
„Akela“, schoss es ihm durch den Kopf und wahrscheinlich hatte er den Namen in diesem Moment auch unbewusst ausgesprochen.
Die wenigen Momente, die er mit der Blutgeborenen von Varanor verbracht hatte, strichen in verschwommenen Bildern verpackt an seinem geistigen Auge vorbei, als durchlebe er sie in Zeitraffer und unsortiert wieder.

Er erinnerte sich, wie er das tapfere aber dennoch zerbrechlich wirkende junge Ding vor Rahal aufgabelte. Wer hätte damals gedacht, dass sich eine angebliche Adelige unter den Lumpen verbarg? Wehrlos lag die junge Frau vor ihm im Gras- sprichwörtlich im Fetzen gehüllt und ihm völlig wehrlos ausgeliefert. Er hätte leicht seinen Vorteil aus der Situation ziehen können, doch aus irgendeinem Grund tat er es nicht. War es die angebliche Treue zu Rahal, die er sich in den letzten Wochen so oft einbildete oder hatte er plötzlich ein Faible für muskulöse Frauenschenkel entwickelt?

Offene Antworten, deren Fragen für ihn offen blieben und erst recht nicht in diesem Moment seiner größten Bedrängnis beantwortet werden konnten. Er sah die scharfen Zahnreihen des alten Templers immer näher an sich heranrücken und bevor er sich versah verlor er den Halt, um schließlich mit dem Rücken unsanft auf dem Boden zu landen. Er hörte das scharfe fast synchrone Zischen mehrerer Klingen, die gleichzeitig die dünne Luft in der kleinen Kammer zerteilten und den darauffolgenden gellenden Todesschrei des Templers...


Dem Tod war er entronnen, aber die Wunde an der Wange- der Makel blieb, ohne zu verheilen.
Akela Kheldis von Varanor

Beitrag von Akela Kheldis von Varanor »

Akela Kheldis von Varanor stand am Fuße der Klippen, die sich vor Rahal ins Meer herabstürzten. Unweit von der Stelle, da Zak sie gefunden hatte und starrte in die tosende Gischt unter ihr, als lägen da die Antworten, die sie suchte. Doch wenn sie ehrlich zu sich war, waren es keine Antworten die sie suchte. Alle Antworten, die sie gesucht und verlangt hatte, hatte sie gestern vom Alka bekommen. Durch seine Berührung war die Blutgeborene erblüht, wie ein junge Knospe, die ihre Blütenblätter dem Licht entgegenstreckte.

"Das heilige alatarische Reich gebiert nur die reinsten und besten Streiter die selbst denken können. Dumme Befehlsempfänger werden in Veruna ausgebildet."

Nein, die Kriegerin suchte die Konfrontation. Ihre Faust ballte sich stetig um den Griff des einfachen Schwertes. Sie brüllte seinen Namen in die Wellen unter ihr, so wütend war sie auf ihn.

Rayrrak Rasakar...

Seine ihr direkt ins Gesicht gesprochene Drohung, hämmerte in ihrem Kopf. Kurzerhand stürmte sie davon, dem Sumpf entgegen, einen Hügel hinauf, dann in den Wald. Wohin sie lief war ihr egal, sie musste nur rennen, die Luft in ihren Lungen spüren, das Rauschen des Blutes in ihren Ohren. Wenn sie ihm jetzt noch einmal gegenübertreten würde, könnte sie für ihre Handlungen nicht garantieren. Und den Alka enttäuschen? Niemals!

Doch wenn sie jetzt nach Rahal zurückgehen würde, wäre der Mann, von dem der Alka lobend gesprochen hatte, den er ihr gar als Getreuen ans Herz gelegt hatte, in Gefahr. Ihr Zorn würde ihn töten. Ihn oder sie.

Und sie… sie hatte dem Auserwählen ohne Worte versprochen zu überleben.

Die Kriegerin rannte und rannte, doch die erhoffte Befriedigung blieb aus. Doch blieb Akela nicht stehen, immer weiter ging es. Weder Stock noch Stein hinderten sie und die Schwerthand um die mit Leder umwickelte Klinge in ihrer Hand war fest geschlossen.

Zak, wie geht es Dir?

Er war versorgt, zumindest hoffte die junge unbestätigte Erbin der Baronie Varanor das. Sie hatte ihr letztes Gold und eine Nachricht für ihn dem besten Heiler gegeben, den sie in Rahal so rasch hatte auftreiben können. Wenn es bloß kein Scharlatan gewesen war! Die Wunde an Zaks Wange war immer wieder aufgegangen, die Blutung stoppte nur selten und das Tuch war immer und immer wieder benetzt worden. Blutrot. Eine ihrer Wappenfarben. Wer immer das getan hatte, würde bald ihren Namen kennen.

Die Worte, die zwischen ihr und dem „Gärtner“ an diesem Abend gefallen waren, hätten sie schockieren sollten, doch sie taten es nicht. Es war seine Art zu töten, war es doch, oder? Sie konnte sich nichts drunter vorstellen. Die Kriegerin kannte nur die Geschichten. Geld, das man an verstecken Stellen deponierte und später vernahm, dass sie Unfälle erlitten. Bedauerlich. War das seine Art? Sie wusste es nicht. Sie hatte nur seine Worte und die Worte, die der unbekannte Schreiber in dem Brief niedergelegt hatte. Und war Sekretär der Statthalterin letztlich auch nur ein anderer Begriff für Unkrautvernichter? Und wann, welche Bedingungen machten ein Lebewesen zu Unkraut?

Ihr Lauf beschleunigte sich. Sie spürte wie ihre Beine anfingen zu schmerzen, doch Akela rannte weiter. Die Kriegerin genoss die erste Welle des Schmerzens, ließ sich auf ihr treiben. Das lange schwarze Haar, wehte einer Mähne gleich, hinter ihr her und verschmolz mit der Dunkelheit in der man später nur noch das Geräusch von Stahl auf blanken Knochen hörte.

Die Kriegerin war in ihrem Element.

Kampf um des Kampfes willen.

[img]http://img159.imageshack.us/img159/272/akelathronsaalim5.jpg[/img]
Zuletzt geändert von Akela Kheldis von Varanor am Freitag 23. November 2007, 20:38, insgesamt 3-mal geändert.
Qan ap Cayia

Beitrag von Qan ap Cayia »

Eine Nacht vorher:

Er hatte Annalisa ziehen lassen, ohne auch nur den Versuch zu wagen, sie aufzuhalten. Nichts als ein kümmerliches unentschlossenes ‚Danke’ hatte er sich abgerungen, während er krampfhaft versuchte seine Miene so versteinert wie möglich zu halten. Der pochende Schmerz an seiner rechten Wange verstärkte sich, je länger er versuchte, seine Emotionen zu verbergen. Für gewöhnlich hätte er sich hinter einem schiefen Grinsen oder einem verwegenen selbstbewussten Lächeln versteckt, doch das eigene Mienenspiel vollends zu unterbinden stellte sich als schwieriges Unterfangen aus.
Augen logen nie und so hatte er immer wieder versucht, sich dem stechenden Blick Annalisas zu entziehen, soweit er nur konnte. Sie wusste schon zuviel über ihn und eigentlich hätte er sie umbringen sollen, wenn nicht jeder zweite Gardist auf dem Marktplatz gesehen hätte, wie sie zusammen in seinem Haus verschwanden...
Und so ließ er sie ziehen, starrte ihr hinterher und sah schweigend zu, wie ihre Umrisse in der Dunkelheit verschwanden.
‚Annalisa!’ hatte er ihr nachgerufen, doch klang der Ruf zu entschlossen und obligatorisch, als wollte er noch einen Hauch Anstand vor ihr wahren, ehe er sie wie faules Fallobst von sich geschmissen hatte.

Sein Dank war ehrlich gemeint gewesen und zu gerne hätte er sich ihr weiter anvertraut, hätte ihr seine Sorgen gebeichtet und den verstehenden, scharfsinnigen Blick der jungen Frau auf sich ruhen lassen.

Er hatte noch nie jemandem vertraut...

Was wusste er schon über sie, dass er sich erlauben konnte, sich vor ihr so zu öffnen?
Es war richtig gewesen sie ziehen zu lassen und sie in dem Glauben zu belassen, alles was er ihr erzählte sei eine Lüge- es war überlebensnotwendig die Grenzen zwischen Wahrheit und Lüge zu verwischen.

Als er sich wieder ins Innere des Raumes begab und die Holztür leise hinter sich zudrückte, fiel sein Blick auf das Aquarium. Akela mochte das Aquarium nicht, aber sie konnte ihm nicht sagen wieso. Er hatte ihr einmal erzählt, dass Fische dumm seien und nicht wüssten, dass sie in einem gläsernen Gefängnis eingesperrt sein würden. Auch wenn er oberflächlich etwas anderes behauptete, hasste er ebenfalls dieses Aquarium und trotzdem konnte er sich nicht von ihm trennen. Je länger er für die Statthalterin tätig war, desto mehr wurde ihm bewusst, dass er an die Wände seines eigenen Aquariums anstieß- schlimmer noch: Er würde nicht lange brauchen, um diese Tatsache immer wieder zu vergessen- schon alleine um die unangenehmen Zweifel, die ihn materten, auszumerzen.

Müde schleppte er sich nach oben, die Treppe hinauf...

Starr beobachtete er das Flackern des Kamins. Er lauschte oft dem Knistern und Prasseln des Feuers, fühlte gerne die Wärme der Flammen während er sich in Gedanken verlor. Das Feuer, nur noch durch einen halbverkohlten Holzscheit genährt, würde in einigen Stunden abschwächen und dann erlischen, um nichts als verkohlte Brocken zu hinterlassen.

Von unten hörte er das leise Knartschen der Türangeln, ehe die Tür wieder mit einem Poltern ins Schloss fiel. Dumpfe schwere Schritte drängten sich die Treppe empor, verrieten ihm, dass der unangekündigte Besuch schwer gerüstet war.
Lautlos schlich er zur Treppe, und verbarg sich hinter zwei Truhen am Ende der Stufen, während die schlangenförmige Klinge mit einem routinierten Handgriff aus dem weiten Ärmel seiner Robe rutschte.
Die Stufen ächzten leise, als sich das Holz unter dem Gewicht der schweren Schritte verbog. Ruhig durchatmend, winkelte er beide Knie an, so dass er jederzeit einen Satz vormachen konnte, um seinem nächtlichen Besucher die Klinge in die Kehle zu stoßen. Die Treppe hatte elf Stufen und stumm zählte er die Schritte, die gemacht wurden...

vier...

fünf...

sechs...


Mit der freien Hand griff er in seine Robentasche hinein, um die kleine Phiole mit der abgefüllten Frostessenz zu ergreifen. Sollte er seinen Gegner im Überraschungsmoment nicht töten können, würde er mit der Phiole für Ablenkung sorgen und über das Fenster aus dem Haus flüchten.

sieben...

acht...

neun...

Eine dunkle ihm bekannt vorkommende Mähne kam zum Vorschein. Ein erleichtertes Seufzen, als er Akela erkannte, die sich mit ihrer schweren Rüstung etwas unbeholfen die Treppe empor plagte. Augenblicklich verschwand die Klinge wieder im Ärmel...



Er hatte noch nie jemandem vertraut...
Akela Kheldis von Varanor

Beitrag von Akela Kheldis von Varanor »

Im Morgengrauen des nächsten Tages:

Die Nacht war verflogen und hatte Akela förmlich mit sich gerissen. Bis zur völligen Erschöpfung war sie gerannt, nur um dannach in einen Kampfesrausch zu verfallen. Es war nur niedere Untote gewesen, halbverweste Skelette, die sich ihr in den Welt stellten, doch war es genau die Art von Kampf gewesen, den sie gebraucht hatte. Gegner die ihr ernsthaft hätten zusetzen können, hätten sie in dieser Nacht wohl leicht töten können.

Zu heiß ihr Blut, zu ungestüm ihre Art, zu pochend das Herz. Alles verglühend in dem Zorn, der gänzlich von ihr Besitz ergriffen hatte. Von ihm ließ sie sich treiben, hieß jeden Schmerz willkommen, denn die niederen Kreaturen ihr zu nahe rückten. Ließ sie gar näher und näher kommen, ließ sich einkesseln, an die Höhlenwand drücken, nur um sich dann brachial aus der Umklammerung zu befreien und hervorzustoßen.

Letzt lag die junge Erbin mit dem Rücken halb an der Höhlenwand, halb auf dem Höhlenboden und bewegte sich nicht. Aus zahlreichen kleineren Wunden sickerte langsam Blut. Die Lippe war aufgeplatzt, die Mähne wild zerzaust. Nur ihre Augen verrieten das noch Leben in ihr war. Aufmerksam beoachtete sie den Höhleneingang. Immer wachsam, immer auf der Lauer, wild und entschlossen, jedem dem gar aus zu machen, der sich ihr ohne ihre Erlaubnis nähern würde.

Doch niemand kam.

Doch war dies gleichbedeutet für sicher? Seit dem Tod ihres Zwillingsbruders mit dem sie stets Rücken an Rücken geschlafen hatte, hatte es keine Sicherheit mehr für sie im Schlaf gegeben. Die blutigen Finger um den Griff ihrer Klinge bewegten sich kurz, dann lagen sie wieder still.

Zak, war Eurer Haus sicher gewesen?

Oder hatte er nur gewartet, daß sie einschläft, hatte hinter ihr gelauert? Wie konnte sie einen Mann vertrauen, der im Schlaf tötete? Konnte sie überhaupt vertrauen? Es kam ihr lächerlich vor. Da er nicht wußte, was zwischen ihr und dem Ritter vorgefallen war, glaubte er nun vielleicht sie sei wegen ihm fort? Dabei war sie nicht fort, sie wollte nur... sie mußte nur schlafen. Seit dem sie in Rahal war, hatte sie nur gedöst, den Rücken zu Wand, die Klinge in der Hand. Erholung hatte ihr das nicht gebracht. Es half dem Körper nur gerade so nicht zusammen zubrechen.

Sie hatten an diesem Abend auch über Vertrauen gesprochen...

Doch sie wußte nicht, ob das was sie von ihm war, auch wirklich er war? An diesem Abend war er anders gewesen, kein schiefes Grinsen, kaum Minenspiel! Wegen der Wunde? Schmerzte sie so sehr? Oder war es ein Spiel. Und wenn es so wäre? Dann würde sie spielen. Das beherrschte sie, gar freute sie sich auf den Tanz! Und nichts würde die Gebote der Höflichkeit mehr verletzten als seine Gastfreundschaft mit Füßen zutreten. Aus welchen Gründen auch immer er sie ihr gewährte.

Doch jetzt würde es bald kein zurück mehr geben, der Schlaf würde sie übermannen. Akela fürchte sich vor nichts mehr, als diesem Moment. Der Schlaf war ihr Feind, doch ihn zu bekämpfen ein unmögliches unterfangen. Schon sank ihr Kopf nach vorne. Doch noch einmal schaffte sie es das Ruder rumzureißen, die Augen offen zu halten.

"Alatar, erhöre meine...."

Und schon war sie eingeschlafen. Die Kriegerin hatte den letzten Kampf an diesem Morgen verloren.
Zuletzt geändert von Akela Kheldis von Varanor am Samstag 24. November 2007, 09:08, insgesamt 1-mal geändert.
Qan ap Cayia

Beitrag von Qan ap Cayia »

Der dritte Tag verstrich und Akela war immer noch nicht ‚heimgekehrt’. Er konnte sich ein kurzes Stirnrunzeln nicht verkneifen, als er daran dachte was er sein... nein... ihr ‚Heim’ nannte. Nicht mehr als ein bürgerliches Haus mit zwei Etagen und sicherlich beengend für eine Adelige, die pompöse Festsäle, geräumige Ruhezimmer und lange sich ewig durch das Schloss schlängelnde Fluren gewohnt war. Vielleicht hatte der Alka sie zu sich geladen und sie würde eine Weile bei seiner Heiligkeit verweilen- aber wofür?

Vielleicht wurde sie aber auch wieder das Opfer eines Überfalls?

Der aufkeimende Gedanke in ihm, ihr würde etwas geschehen, ohne dass er nur den Hauch einer Ahnung hatte was er tun konnte, ließ ihn rasend werden. Gewiss war die robuste und drahtig wirkende Akela durchaus selbst in der Lage sich zu verteidigen, wenn es darauf ankam. Aber wie stark war sie wirklich? Die wenigen zerbrechlich wirkenden Facetten die durch ihre harte Oberfläche durchschienen waren über die letzten Tage hinweg beinahe verschwunden. Für kurze Zeit blieb sie das junge in Lumpen gehüllte Mädchen, das er damals am Strand vorfand, ehe sie sich über die letzten Tage hinweg zu einer unnahbaren Persönlichkeit entwickelte, die sich in ihren wenigen schwachen Momenten in Wut und Bitterkeit verlor.

Akela, fehlt es dir an nichts?


Das natürliche Misstrauen in ihm mahnte dazu, alles zu hinterfragen und anzuzweifeln. Gar den Gedanken wieder aufzugreifen, sie sei eine Spionin Varunas.
Weder die Augen und Ohren der Stadt, die in zwielichten Ecken der ‚Taverne zum Meeresblick’ für Gold Informationen ausspuckten, noch die Gardisten vor dem Stadttor gaben hilfreiche Auskunft über den Verbleib der Blutgeborenen.
Immer öfters verbrachte er nun seine schlaflosen Nächte damit, alleine in die Wildnis auszureiten.

Nicht selten passierte er den Hof der van Gwinheers erst als sich die Dunkelheit längst über das Umland Rahals gelegt hatte. Und auch an diesem Abend kam er ein Stück vom Weg ab, um von der Ferne aus den Blick über den Hof streichen zu lassen. Vereinzelte dünne Rauchfäden, die sich aus dem Schornstein herausquälten und sich im fahlen Mondschein in alle Richtungen verstreuten. In der Nähe befand sich am Rande einer mit Unkraut zugewachsenen Ruine eine Bodensenkung, an deren Ende man eine Quelle und der von ihr gespeiste Teich vorfand.
Als er langsam in Richtung der Quelle ritt, um seinem Reittier ein Schluck frisches Wasser und sich selbst eine kurze Pause zu gönnen, musste er unweigerlich an die zierliche blonde Bäuerin mit den markant edel wirkenden Zügen denken. Der verschwitzte Hengst, der vom scharfen Galopp einen Halbkreis beschreibend in den Trab verfiel stieß ein erfreutes Schnauben von sich, als das Tier das vertraute Plätschern des kühlen Nasses hörte, während er selbst- der Reiter- sich etwas weiter über den Sattelknauf lehnen musste, um die undeutlichen Lichter des Hofes aus der Entfernung auszumachen. Soweit er urteilen konnte brannte nur noch ein schwaches Licht im Haupthaus, wohingegen die vom Hof ausgehenden Geräusche sich über die Distanz und wegen den schlagenden Wellen im Hintergrund verloren. Stumm starrte er auf das einsame Licht in der Ferne- das einzige Licht in der Umgebung, das sich in dieser wolkenlosen Nacht bemerkbar machte.
„Zakalwve“ hallte die vertraute Stimme Annalisas in seinem Bewusstsein wieder. Manchmal klang es klagend, manchmal eindringlich und manchmal gar erbost, aber beinahe jedes Mal schwang ein gewisser Unterton in ihrer Stimme mit, den er – so sehr er sich dagegen sträubte - nicht ignorieren konnte.
Und als er sich beim letzten Treffen beinahe eindeutig zu ihr bekannt hatte, sollte er nicht ahnen, dass der Name Annalisa van Gwinheer nicht mehr so schnell aus seinem Kopf gehen würde...
Aber vorerst musste er Akela suchen und er hoffte dass Annalisa ihm nicht anmerkte, dass seine Sorge um Akela ihm keine klaren Gedanken fassen ließ.
Und dann war da noch sein ungeklärtes Verhältnis mit Alin...

Das Licht auf dem Hof erlosch und auch der Rauch wurde ein allerletztes Mal aus dem Schornstein gehustet...

...Mit einem stillen Seufzer riss der Reiter an den Zügeln, gab einen brutalen Hackenstoß in die Flanken seines Reittiers, ehe er getragen auf dem Rücken des Mustangs erneut über die Ebene schoss..
Akela Kheldis von Varanor

Beitrag von Akela Kheldis von Varanor »

Der rote Schleier um die Augen der Blutgeborenen lichtete sich nur langsam. Die Tage zogen dahin, die Nächte wanderten davon, doch Akela gönnte sich keine Ruhe trieb sich voran, peinigte ihren Körper durch Kampf und Entbehrung, vielleicht sogar schlimmer als ihr Hoher Vater es jemals getan hatte. Damit jedoch belog sie sich selbst. Das wusste sie. Dies hier war das dringend benötigte Training was sie brauchte um wieder gänzlich zu genesen. Nicht als süße Rechtfertigung um sich zugrunde zurichten. Gleichzeitig jedoch ging eine Wandlung mit ihr durch, als sei es ein Weg auf dem sie langsam zu ihrer alten Form zurückfand. Doch strauchelte sie, viel die Strafe umso härter aus.

„Alatar,“ murmelte die Kriegerin, als sie die Tore von Rahal durchschritt. Ein Pferd wäre ihr recht gewesen, ein hohes schwarzes Ross, doch das war gleichzeitig so unbedeutet, dass sie über sich selbst lachen musste. So vieles lag vor ihr, so vieles was es zu erledigen und zu „organisieren“ gab, dass sie ihre Prioritäten sicher nicht von ihren Launen leiten lassen würde.

War sie zurück, oder kam sie gerade erst richtig an? Spielte es überhaupt eine Rolle?

Leise sprang der Schlüssel im Schloss um und öffnete ihr die Tür zu Zak´s Haus. Mit schweren Stiefelschritten trat sie ein und ließ Waffengurt und Schwertscheide auf dem Mamortisch im Eingangsbereich fallen.

Wenn er zu Hause war, hätte er sie nun zweifellos gehört…

Oder?

Mit dem Rücken zur Wand lehnte sie sich neben das Aquarium und begann die verkleben Lederarmschienen zu lösen. Aus zahlreichen kleineren Wunden sickerte langsam Blut. Die Lippe war aufgeplatzt, die Mähne wild zerzaust, aber sie lächelte.

Die Kriegerin war zurückgekehrt.
Qan ap Cayia

Beitrag von Qan ap Cayia »

Die wenigen spärlichen Sonnenstrahlen, die vom westlichen Horizont ausgingen, verabschiedeten in einer würdevollen Zeremonie die Sonne, die sich langsam Zakalwves Blick entzog.
Der leichte Nieselregen wurde allmählich durch etwas abgelöst, das er schon seit jeher verabscheute- Schnee.
Schweigend zog er den zierlichen Körper Annalisas näher zu sich, vordergründig um die Nähe zu ihr zu suchen, vielleicht aber auch- und das wollte er sich keineswegs eingestehen- um den herabfallenden Schneeflocken eine möglichst geringe Angriffsfläche zu bieten.
Wenn er gekonnt hätte, so hätte er diesen Moment in ewiges Eis gefroren, um ihn festzuhalten.
Mit wohltuender Zufriedenheit genoss er die Wärme, als sie sich an ihn schmiegte und sich beinahe lückenlos in seine Umarmung einfügte.
Die Linke führte er in einer vorsichtigen Bewegung ihren Rücken herab, bis die Hand sich mit einem sanften Druck an ihre Taille drückte, während die Rechte geöffnet war, um die herabfallenden Schneeflocken in seiner Handfläche aufzufangen.
Winzige, formschöne Eiskristalle, jedes auf seiner Art einzigartig. Zusammen bildeten sie ein größeres Muster, das der Form eines springenden Raubtieres ähnelte. Gerade als er die Hand zurückziehen wollte, um Annalisa das Muster zu zeigen, zerflossen die Schneeflocken zu Wasser...

Schmerzlich verzog er das Gesicht, um die aufkommende Enttäuschung zu verbergen.

Er verabscheute Schnee...
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