Wege einer Kriegerin

Ronya Sotan

Wege einer Kriegerin

Beitrag von Ronya Sotan »

Aufgeweckt von krakehlenden Vögeln , machte sich Ronya an diesem Morgen auf, ein wenig Wild zu Jagen und hinterher zuzubereiten.
kurz erst war Ihre Anwesenheit in diesem , für Sie , unbekannten Land.
Sie Ritt in das kleine Wäldchen hinter der Brücke nahe Berchgard und erlegte dort einige Rehe und ein paar Kaninchen.
Es muss wohl mal wieder geregnet haben, denn Ronya schaffte es nicht ein Lagerfeuer zu entfachen um das erbeutete Fleisch zu braten.
Eigentlich regnete es ja dauernd auf dieser Insel , das von den umliegenden Inselbewohnern , Festland genannt wurde.
Unwillkürlich musste Ronya lachen.
Das sollte ein Festland sein?
Bestenfalls eine etwas größere Insel mitten im nirgendwo.
Da wo sie herkam konnte man 10 Tage reiten um von einer Küste zur anderen zu gelangen.
Dazwischen lagen unendlich tiefe Wälder und weiter Südlich eine lebensfeindliche Wüste.
Wie alle Inselbewohner die sie auch aus anderen Gegenden kannte , waren auch diese Bewohner ein ganz besonderer schlag Mensch.
Die meisten waren Arrogant und bildeten sich sonstwas drauf ein wer Sie waren.
Seit Sie hier war hatte sie keinen sehnlicheren Wunsch als das doch noch mehr der Schwestern überlebt haben mögen und den Weg hierher fanden.
Leider war es nur eine , Torina.
Sie stellet sich vor wie es wäre mit den anderen Schwestern durch die Wälder dieser Insel zu reiten und nicht vor jeden dahergelaufenem Mitglied irgendeines Clanes katzbuckeln zu müssen , noch dazu vor einem Mann.
Mit diesen Gedanken machte Ronya sich auf nach Berchgard.
Die überaschenderweise fleissigen Handwerker , die dort Ihr tagwerk verichteten , unterhielten ein ständiges Lagerfeuer, dort wollte Sie ihre Beute zubereiten.
Sie stellte Ihr pferd an die Seite und lud das Fleisch ab und sortierte es nach größe.
Dann nahm sie Ihren Speer wieder in die Hand und wollte grade aufstehen um ihn wieder in die Halterung am Pferd zu befestigen als eine Meute von Männern auf sie losstürmte.
" Die Waffe weg " brüllte ein junger bursche der wohl scheinbar noch nicht mal seinen ersten Bartwuchs hatte .
" Ich fordere euch hiermit auf " setze ein zweiter an " gemäss dem gesetz das wie folgt lautet ........ " der rest ging im Gebrüll des jüngeren Unter.
Der dritte stand abseits und hatte eine hand am Schwertknauf und schaute Sie finster an.
" Hey hey , nun aber mal langsamm was soll der aufstand ?" Fragte Ronya aber scheinbar wollte man sie nicht verstehn.
" Sofort die Waffe runter sagte ich " rief der jüngere wieder.
" Kann man das auch bitte etwas freundlicher sagen mein Junge ? " fuhr Ronya den Mann überaschenderweise höfflich an.
In ihrer heimat wäre er jetzt bereits am boden und würde bluten für seine Anmassung sie anzubrüllen.
Der zweite zitierte noch immer das gesetz und endlich kam auch der dritte näher und stellte sich neben den jungen Burschen .
Erst jetzt bemerkte Ronya das sie ja noch den Speer in der Hand hatte , den sie eigentlich grade ablegen wollte.
Scheinbar war es den gardisten völlig egal was Ronya sagte denn ihre wiederholte bitte doch nicht alle gleichzeitig auf sie einzureden wurde ignoriert und auch der Ton wurde immer schärfer.
Jetzt platzte ihr der kragen.
Jemand der Ronya kannte , wusste das sie überaschen ruhig auf das ganze reagiert hatte , doch was genug war das war genug.
Sie erhob sich nun und schaute dem Jüngling der wohl keine 20 Sommer alt war eiskalt an.
" Jungchen ich rate Dir dich etwas höfflicher zu verhalten oder einfach die Klappe zu halten ." Sie machte auf der hacke kehrt und ging zwei schritte in Richtung Pferd.
Geschickt zog sie sich mit der rechten hand hoch und stützt sich dabei mit dem Speer den sie in der linken trug am boden ab.
" So mein kleiner also können wir nun vernünftig und vor allem zivilisiert reden ? " Fragte sie den jünglich.
Dieser wurde zornsrot.
Er Zog sein schwert und hielt es dem Pferd an den hals.
Das war etwas was Ronya nun so gar nicht mochte, sollten die gardisten sie doch vom pferd holen , sie sogar einsperren oder Foltern , das w3ar ihr egal doch dem Pferd etwas anzutun das wäre zuviel gewesen.
" Verletzte das Pferd und du bist des Todes jungchen " Sie fauchte den gardisten mehr an als das sie sprach.
Dabei schaute sie ihn mit einem Blick an der keinen Zweifel an ihren worten lassen sollte.
Ehe der Junge Bursche noch etwas erwiedern konnte , zog sie an den Zügeln , der junge Bursche sprang zurück und Ronya ritt , nicht eilig aber etwas schneller um das Feuer und somit umd ie Gardisten herum.
" Halt Weib ich befehle dir stehen zu bleiben"
" Wie war das ? Weib ? D u wagst es mich so zu nennen ,du dreckskerl ?"
" Wie war das ? Dreckskerl ? " Der Gardist lief rot an.
Etwas wenig Beherschung für einen Gardisten stellte Ronya nebenbei fest.
Aus dem Augenwinkeln sah Sie das Toria und Erinna dazu kammen.
Sie nickte beiden zu und gabe dem pferd einen leichten aber energischen tritt , rechts und links in die Seiten und stob davon.

- wird fortgesetzt -
Zuletzt geändert von Ronya Sotan am Sonntag 12. März 2006, 12:11, insgesamt 2-mal geändert.
Ronya Sotan

Beitrag von Ronya Sotan »

Unweit von Berchgard , kam Ronya endlich wieder etwas zu atem und lies das Pferd vom Galopp in en ruhigen trab wechseln.
Die gardisten würden sie kaum verfolgen mit ihren schweren Plattenpanzern und zu fuss.
Denoch hielt sich Ronya nahe des Waldrandes um bei gefahr direkt in selben zu verschwinden.
Einige Minuten mochten vergangen sein als sie Pferdegetrappel vernahm.
torina und Erinna waren es die den Weg entlang ritten und dabei nach allen seiten ausschau hielten.
" Sucht Ihr mich ? " Fragte Ronya und gab sich zu erkennen.
" DIe garde ist noch in Berchgard , da solltest du dich in nächster zeit nicht blicken lassen." meinte Erinna
" Wir werden sehen, ich hab schon andere abgeschüttelt die weitaus schlauer waren als diese Soldaten." Erwiederte Ronya nur gelassen.
" Ich soll Euch beide zum Clan einladen " warf Erinna dazwischen ein.
Torina und Ronya wechselten kurz einen Blick und nickten anschliessend.
" Warum auch nicht , so sind wir hier erst mal weg und heute abend werden die Wogen sich geglättet haben."
Also ritt man gemeinsamm einen Umweg um Varuna herum durch den Wald in Richtung des Clanlandes.
Es war ein recht nettes Treffen und Rpnya hatte am ende das gefühl das sie Willkommen war und das dieser Clan vielleicht eines Tages sowas wie freunde werden könne.
Die beiden Frauen ritten nun zurück und machten unterwegs einen abstecher zum Bader.
Ronya lies sich die Haare färben und kaufte kaufte sich ein recht vornehm aussehendes Kleid.
Nach etwa 3 Stunden waren beide soweit.
" Ich werde nun mal nach Varuna reiten und mich auf dem dortigen Markplatz umschauen."
Angekommen auf dem Markt beschloss Sie , noch mehr Kleidung zu kaufen um in nächster zeit nicht aufzufallen.
Die Garde suchte immerhin nach einer Schwarzhaarigen Kriegerin und nicht nach einer feinen Dame.
Und wie vermutet lies man sie auch völlig unbeheligt passieren.
Auch auf dem Markplatz gingen die Gardisten an Ihr vorbei, sogar zwei derer die sie vor einigen Stunden noch festnehmen wollten , würdigten sie keines Blickes.
Am Schneiderstand jedoch sollte es zu einem Tumult kommen.
Grade war Ronya dabei sich ein Kleid schneidern zu lassen , erblickte sie Torina und etwas abseits auch Erinna.
Schon näherte sich die Garde und legte hand an beide.
" Ihr werdet uns jetzt folgen " Tönte einer und schickte sich an Torina festzunehmen.
Von der anderen seite hörte man Erinna laut die namen warscheinlich anderer Mitglieder Ihres Clans schreien.
Ronya wurde immer nervöser.
Sie bezahlte das Kleid und schwatzte noch eine weile mit der Händlerin.
Sie hörte ihr nur halb zu und beobachtete was weiter um den Stand herum geschah.
Schon schien alles zu spät für Torina als mehrer Clanmitglieder auftauchten die scheinbar von anderen Ständen herüberkamen ,ob des gekreiches von Erinna.
Ronya musste etwas tun.
Sie beschloss sich zu stellen , nur so würden die garden von Torina ablassen.
Langsamm schlenderte sie also zu Ihrem Pferd und stieg auf.
Grade wollte sie sich das Kleid vom Körper reissen , denn da drunter trug sie die kleidung welche sie am vormittag auch an hatte und mit der man sie erkennen würde , als es Torina gelang sich loszureissen , zu ihrem Pferd zu eilen und mit geschwinden Galopp die Stadt zu verlassen.
Ronya atmete auf und schaute weiter was nun mit Erinna los war.
Doch scheinbar brauchte diese keine Hilfe denn einige Clanmitglieder diskutierten lautstark mit den Gardisten.
Nach einer weile liessen diese von Erinna ab und es kehrte wieder ruhe auf dem Markt ein.
" Sie haben dich laufen gelassen ? " fragte Ronya beiläufig als Erinna an einem der Stände die Waren begutachtete.
" Ja aber sie kennen nun Deinen namen " eriwederte sie .
Ronya machte große Augen und schaute ungläubig.
" Woher , dieser wurde doch nie genannt und nur dein Clan kennt ihn"
Erinna zuckte nur mit den schultern und verschwand wieder im gedränge des Marktes.
Falk trat auf sie zu und machte eine geste die in Richtung Stadttor verwies.
" Ich muss Euch sprechen unter vier augen " meinte er und schritt voran gen Süden zum Stadttor.
Draussen angekommen ging er noch ein paar schritte und wandte sich dann apruppt zu Ihr um.
" Ich will icht das ihr meine Tochter in etwas hineinzieht " meinte er.
Ronya schaute ihn ungläubig an.
" Ich habe Erinna nirgens reingezogen wenn die Garde das behaubtet dann lügt sie."
Falk wiegte den Kopf .
" Ich habe den gardisten euren namen genannt , nur so konnte ich meine tochter aus den Fängen der Gardisten befreien."
Ronya wurde zornsrot.
" Ihr habt mich veraten ? " fragte sie ungläubig.
" Ihr habt mich veraten um die haut eurer Tochter zu retten ? "
" Ich hatte bis vorhin gedacht wir sind als eine art Freunde ausseinander gegangen aber scheinbar hab ich mich geirrt in Euch." Erwiederte sie.
" Es hätte sicher andere möglichkeiten gegeben als den gardisten meinen Namen zu nennen."
Sie drehte sich um und lies den Mann einfach stehen.

Viele möglichkeiten blieben nicht mehr , doch beschloss sie gemeinsam mit Torina eine weile in Bajard zu verbringen.
Zumindest so lange bis sie endlich das material für ein zelt zusammen hatten das sie sich irgendwo im wald bauen wollten.
Ab jetzt wusste sie das die Garde Varunas sie Jagen würde .
Denen ging es nicht darum das sie eine Waffe trug in einem der Provinzdörfer.
Denen ging es nur darum ein Exempel zu statuieren weil sie es wagte ihnen zu wiedersprechen und weil sie sich weigerte den Befehlen eines jünglings in gardeuniformen zu folgen , dabei hätte dieser Bursche ihr Sohn sein können.
Doch noch gab es ein paar möglichkeiten und wenn sie je einen Gardisten aus Varuna in Bajard erblicken sollte blieb ihr noch immer Rahal.
Diese Stadt würde der letzte zufluchtsort sein , denn immerhin redete jeder in Varuna und den umliegenden Orten nur hinter vorgehaltener Hand von diesem Ort und mehr als einmal hatte man sie gewarnt diese Stadt zu meiden.
Wenn sie irgendwo Zuflucht fand , dann dort , zumindest bis Sie den Plan vollendet hatten und die Schwesternschaft aus der Asche auferstehn würde.
Ronya Sotan

Beitrag von Ronya Sotan »

Monate waren vergangen .............

Ronya lebte in Rahal unbeachtet und meistens auch ungesehen - zumindest dachte Sie das.
Sie wusste natürlich das Sie hier beobachtet wurde und wer weis , vielleicht hatte irgend jemand bereits ihren Aufenthaltsort an die Garde Varuna's veraten.
Die letzten Monate lebte sie von dem was der Wald bescherte und was sie sich mühsamm irgendwo erjagte.
Oft beobachtete Sie Erinna wie sie das Lager der Hinrah verlies , doch traute sie sich nicht sie anzusprechen.
Sie wollte der kleinen nicht noch mehr ärger bereiten als Sie es ohnehin schon getan hatte.
Drum hielt Sie sich zurück und erfreute sich an den Fortschritten ihrer Freundin.
Sie wurde von tag zu tag geschickter mit dem Bogen - warscheinlich war der Clan für dieses Mädchen doch besser als Ronya anfangs dachte.
Es war nun eine lange Zeit vergangen , zeit sich wieder etwas weiter weg von Rahal oder dem Wald des Hinrah Clans zu bewegen.
Was aus Torina geworden war wusste sie nicht , hatte man sie gefangen?
Sass sie eventuell im Kerker ?
Wo befand sich Alassea - lebte Sie noch und wenn ja wo?
Das galt es herauszufinden.
Dabei konnte ihr nur eine Person helfen - Erinna.
Ronya beschloss das junge Mädchen zu suchen und sie unbeobachtet Ihres Clans zu treffen.
Sie sollte keinen ärger bekommen , und schon gar nicht hatte Ronya lust - sich mit Falk anzulegen.
Dieser Mann hätte ein wertvoller freund sein können , wenn er sie nicht an die Garde Varunas veraten hätte.
Doch nachtragend war Ronya nie , Die sache war vergessen es war viel Zeit vergangen und sie hatte ihm für diesen Verat vergeben.
Vielleicht würde auch er Ihr vergeben können , für den ärger den Ronya einem seiner schützlinge bereitete.
Also machte sich an diesem Tag eine Reiterin auf den Weg ihre einzige Freundin in diesem Land zu suchen.
Sie brauchte antworten und diese würden darüber entscheiden was und wie sie ihr weiteres leben hier in diesem Land weiterführen würde.
Ronya Sotan

Beitrag von Ronya Sotan »

Irgendwie war sie froh Rahal verlassen zu haben . diese Stadt war wie jede andere und ihre Gardisten waren auch nicht besser als die Varuna's.
In den Monaten ihres Exils hatte sie viel angesammelt und von all dem zeug baute sie sich ein kleines Zelt auf der anderen seite des Flussufers bei Rahal.
Eine Weile lebte sie dort und erkundete das land inzwischen.
Viel Hatte sich verändert.
Varuna war neu aufgebaut und Berchgard hatte nun eine Stadtmauer und noch mehr einfältige Gardisten.
Als ihre Schritte sie nach Bajard führten , sah sie eine Siedlung aus zelten bestehend.
Sie besah sich diesen ort und fast war es als wäre sie daheim.
Daheim bei ihren Schwestern den Kriegerinnen.
Doch nachdem dieser kurze moment vorbei war , sah sie das es nur eine zeltsiedlung war und doch hatte sie etwas heimisches an sich.
Nachdem Ronya sich auch Bajard angesehen hatte und hier aber nichts anders war als sonst , beschloss sie heraus zu finden wer in diesen Zelten lebte.
Irgendwas lies ihr keine Ruhe , sie fühlte sich hingezogen zu dem ort.
Es waren mit sicherheit Krieger die dort wohnten und das machte diese zu den ersten sympatischen Menschen die sie hier vor fand , mal abgsehen von Erinna kannte sie ja niemanden sonst hier im Land.

Wochen vergingen und Ronya hatte endlich erfahren das es sich bei den Bewohnern des Zeltlagers um Söldner handelte.
Eine Bunte Truppe von denen jedes mitglied warscheinlich über ein eigenes Talent verfügte .
Eine Mischung aus rauhen Kriegern und Abenteurern die eh nichts zu verlieren hatten.
Sie erkundigte sich in den drauf folgenden Wochen wer das sagen hatte und wie man sich denen anschliessen konnten.
Einst als junges ding war sie schon mal in einer Söldnertruppe gewesen - das leben war hart aber niemals langweilig.
Denn niemand redet gerne drüber das er Söldner anheuert.
Diese Krieger tun all jene arbeiten die andere nicht machen wollen oder aus irgendeinem Grunde nicht dürfen weil sie einem Kodex unterliegen.
Meistens nannte man Söldner nur Ehrloses Gesindel doch was die wenigsten wussten - Söldner hatten eine Ehre.
Sie kämpften nicht nur für Gold sondern auch um des Kampfes willen und kein Söldner würde seinen Kameraden im stich lassen , gleichwohl sein eigen leben in gefahr war.
So waren die Söldner damals und Ronya beschloss herauszufinden ob diese hier genauso waren .
Ronya Sotan

Beitrag von Ronya Sotan »

Nach ein paar Tagen traf sie dann doch endlich jemanden im Lager der Söldner an und ohne große umschweife , stellte Sie diesem Mann all ihre fragen.
Sie wollte wissen wie man hier lebt , was es zu bachten gäbe und weclhe art regeln oder Kodex diese Gruppe Söldner für sich lebte.
Was sie hörte gefiel Ihr und schon bald darauf unterzeichnete Ronya den Vertrag als Rekrutin bei den Sturmkrähen.
Sicher würde das hier anders sein als Sie es noch bis vor kurzen gewohnt war , hier führten Männer das Wort.
Letzteres bereitete Ihr anfangs zwar kopfzerbrechen doch schon bald merkte sie auch das diese Männer die hier etwas zu sagen hatten , sich stark von den Großspurigen Kriegern abhebten denen sie sonst so begegnet war.
Diese Männer hier waren keine , die den ganzen tag von ihren heldentaten prahlten oder bei denen jedes zweite Wort nur irgendeinem Götzen geweiht war .
Auch der begriff Ehre war hier selten bis nie zu hören.
Doch von früher wusste Ronya nur zu gut das Söldner einen Kodex besitzen das sie nach einer art unausgesprochener Kriegerregel lebten.
Unter Rittern nannte man dies warscheinlich Regeln der Ehre aber unter wilden Kriegern die keinem adligen Herrn verpflichtet waren - war es die normalste Sache der welt.
Man schlug keine wehrlosen nieder oder überfiel Frauen und Kinder wie es oft die grobschlächtigen Gardisten der Städte taten.
Man war einfach nur Krieger und lebte nach seinem besten wissen und gewissen.
Sicher wusste Ronya auch aus früherer Söldnerzeit das der eine oder andere Auftrag , sie sicherlich das schwert auch mal gegen einen wehrlosen richten lies.
Doch konnte man sich ausmalen das dieser dann sicher kein armer bauer war oder gar ein kleines Kind.
Wer einen Söldner anheuerte brauchte entweder Schutz oder war sich zu fein seine drecksarbeit selber zu erledigen.
Sie würde es herausfinden und sie wusste auch das ihr gewissen hier fehl am Platz sein würde.
Im Grunde war es wie einst unter den Schwestern , der Kiegerinnengruppe , welche sie einst anführte.
Sie beschloss nicht allzuviel ihrer Vergangenheit preiszugeben , denn schon oft fiel sie dadurch gar in Misskredit wie es ihr erst vor geraumer zeit im Clan Hinrah passierte.
So genoss Ronya also das Söldnerleben in vollen Zügen und seit langem fühlte sie sich endlich wieder zu etwas nutze.
Sie war Mitglied einer Gruppe deren leben zwar einfach war doch mangelte es nicht an arbeit oder abenteuern.
Sie war endlich wieder unter Ihresgleichen , eine Kriegerin unter echten Kriegern die nicht bei jedem kleinen gefecht ,von einem barden eine Lobeshymne auf ihre taten schreiben liesen.
Ronya Sotan

Beitrag von Ronya Sotan »

"Ein guter Haufen diese Söldner" dachte Ronya still für sich als sie über die letzten Tage nachdachte.
Man gab ihr nicht das Gefühl nur ein Rekrut zu sein auch wenn Sie erst wenige tage hier im Söldnerlager lebte.
Warscheinlich mochte es auch am alter liegen denn die meisten waren mindestns 10 Jahre jünger als Sie selber , scheinbar war dies der Grund.
Vielleicht waren diese leute aber auch einfach nur und akzeptierten jemanden ohne das sie groß Fragen stellten.
Vom ersten tage an hatte Ronya das gefühl hier willkommen zu sein und auch das Training machte spass.
Sicher sie war fortgeschrittener als die meisten anderen Rekruten aber denoch betrachtete sie es als ihre Pflicht trotzdem teilzunehmen.
Ihre alte stärke hatte Ronya fast wieder erlangt , die schmerzen in der linken Schulter spürte sie ab und an nur noch und denoch waren sie der Grund für ihr mangelndes geschick.
Doch mit jedem Tag führte sie das Schwert sicherer - fast so sicher wie damals , nicht mehr lange und sie war wieder in der lage zu Dingen von denen sie jetzt nur träumen konnte.
Fast jeden tag machte sich Ronya auf ins Lager der Ausgestossenen unweit des Sumpfes auf halben Wege nach Rahal.
Hier traf sich jeden tag der Abschaum dieses Landes.
Geächtete und gejagte aus Rahal und Varuna traffen sich hier zusammen um ihre Schmuggelgeschäfte zu erledigen oder um einfach nur ihre nächsten Raubzüge zu planen.
Schnell und hart schlug Ronya zu sobald die Posten , die dieses Lager bewachten in ihre nähe kamen.
Lautlos zog sie ihr Messer durch die Kehle eines Postens und fing den erschlafften Köpfer auf um laute Geräusche zu vermeiden.
Sie zog ihn ins Dickicht einige Meter weit weg und nahm sich dessen Kleidung.
Sie zog die Kaputze wie er sie trug , tief ins Gesicht und setzte seine Runde fort.
Ein beobachter würde sie für einen der Wächter halten und genau so sollte es auch sein.
Sie ging die runde ums haus und traf auf einen anderen Posten.
Grade wollte dieser den Mund aufmachen etwas zu sagen als Ronya flink den Umhang nach hinten warf und ihr kurzschwert das sie drunter verbarg , ihrem gegenüber in den Körper warf , wo es stecken blieb.
Noch bevor dieser den boden erreichte war Ronya bei ihm , drehte die klinge , und zog sie , sich mit dem fuss auf seiner brust abstützend mit einem Ruck wieder raus.
Jetzt war sie entdeckt denn das gurgelnde Geräusch des sterbenden war laut genug gewesen.
Die Tür der Hütte vor ihr wurde aufgestossen und drei bewaffnete stürmten heraus.
Der erste rannte auf Ronya zu und ging alsbald zu boden denn er rannte in ihre Klinge.
Sie bückte sich ,rollte sich ab und ergriff dabei die klinge des mannes der am boden lag.
Der zweite rechnete nicht mit dieser Reaktion und seine waffe schlug ins leere.
Ronya kniete sich mit einem einen aufgstellten bein neben dem leichnam und Rammte dem vorbeigelaufenen die waffe in den oberschenkel.
Auch dieser fiel und schrieh vor schmerz udn griff an den schaft der waffe die in seinem bein steckte.
Genug zeit für Ronya sich um den dritten zu kümmern der bisher noch an der Tür der Hütte stand.
Sie stand auf - griff hinter ihren nacken und umfasste den griff ihres schwertes das dort in einer Rückenhalterung ruhte.
Mit einem grinsen zog sie das schwert und drehte es ein paar mal in der hand.
Der mann schien verwirrt und fasste sich , er griff an seinen Gürtel zog seinen Dolch und ging in Position.
" Was willst du mit deinem Brotmesser ? " fragte Ronya und bereuhte fast diese frage gestellt zu haben.
Das messer sausste sehr schnell auf sie zu und ehe sie ausweichen konnte , bohrte es sich in das leder ihres Hosenbeines und druchdrang es.
Dann rannter der Kerl ins Haus und zog die Türe ran.
mit schmerzverzehrten Gesicht zog Ronya den Dolch aus dem bein , und warf ihn achtlos beiseite.
Der schmerz brannte furchtbar und doch wollte sie sich diesem nicht ergeben , nicht hier vor den augen dieses einzigen noch lebenden Bastards der nun feige in seiner Hütte auf sie wartete.
Sie nahm ihr Schwert fester und riss die Türe auf , keinen augenblick zu früh warf sie sich neben der Türe gegen die Wand , denn ein Bolzen flog an Ihr vorbei.
jetzt oder nie , sagte sich Ronya und stürmte mit lautem geschrei herein.
Der Mann stand an der hinteren Wand des Raumes und spannte eilig seine Armbrust .
Sie musste schnell sein denn wenn er zum schuss kam , sah es schlecht aus.
Doch grade als er soweit war und die Armbrust hob , war Ronya auch schon an ihm dran.
Mit dem schwert schlug sie die Waffe weg und setzte ihm die Klinge mit der spitze voran an die Kehle.
" Dachtest wohl du hast mich erwischt ? " fragte sie ihn.
Der Mann schaute zu ihr auf , war er doch einen kopf kleiner als Sie und erstarrte förmlich als er das kalte Metall an seinem Hals spürte.
" Ich glaube ich lass dich am leben " meinte Ronya und grinste den Mann an.
Dieser schien erleichtert denn er atmete erleichtert wenn auch vorsichtig aus.
" Aber wenn ich es mir recht überlege ......... " Ronya schaute ihm tief in die Augen. " ....... ich hab keine Lust morgen wieder deinen Spielchen zu ertragen ." Noch ehe der Mann reagieren konnte stiess sie das Schwert zu und der Mann sackte zu boden.
Er schaute noch einmal kurz auf und es schien als wolle er etwas sagen.
Dann brach sein Blick und der Körper erschlaffte und fiel in die Blutlache.
Ronya durchkramte die Hütte , fand etwas schmuck hier , einige Edelsteine da und noch einen dicken Beutel Gold.
Angscliessend sammelte sie die Waffen ein und lud alles aufs Pferd.
Sie wusste nun sie war fast wieder in alter form und doch wusste sie auch das sie nur glück hatte , denn diese Gegner waren kaum geübte Krieger gewesen - es war zu leicht sie zu töten.

Zufrieden ritt sie denoch nach Bajard um dort die Beute in Ihrer Kiste im Keller der Bank zu verstauen und sich dann einen wohlverdienten tropfen Wein zu gönnen.
Ronya Sotan

Beitrag von Ronya Sotan »

Die tage vergingen die Aufträge waren mässig bis zu dem Tag als es hies man würde die Söldner als Stadtgarde in Bajard brauchen.
Ronya fluchte , denn sie wusste das solche undankbaren und langweiligen Aufgaben meistens immer bei denen hängen blieben, die neu in einer Truppe waren.
Und genauso sollte es auch kommen.
tag für Tag stand Ronya mit den anderen Rekruten am Tor Bajards und drehet runde um runde durch die Stadt.
Langsamm begriff sie warum die gardisten in Städten allgemein als mürisch und übereifrig bezeichnet wurden.
Die arbeit war langweilig und wenn dann doch mal passierte , dann stürmten direkt 2 gardisten auf das arme opfer denn jeder wollte ein wenig abwechslung vom stupiden wache stehen.
Doch Ronya machte ihren Dienst und murrte nicht.
Sie erledigte die eine oder andere Aufgabe und schon bald genoss sie das vertrauen der Stadtführung Bajards und auch farbianos der mittlerweile das Kommando seitens der Söldner über die Stadtwache inne hatte.
Man bot ihr sogar einen hohen Posten an und Ronya verbrachte Nächte damit dieses zu überdenken.
Sie war ein Kind des Waldes und nicht der Stadt.
Normalerweise hasst sie Städte und Gardisten noch viel mehr und es verging kein Tag an dem sie sich nicht erneut überwinden musste.
Ronya Sotan

Beitrag von Ronya Sotan »

Ein Tag wie viele , neigte sich dem Ende und wieder war er genauso langweilig wie der Tag zuvor und der davor.
Doch an jenem Tag solte etwas passieren das in dne folgenden Wochen ihr leben verändern würde.
Zwar ahnte Ronya davon nichts doch die Person die in Ihr leben treten würde , sollte dieses grundlegend verändern auf eine Weise die selbst Ronya niemals glauben würde , hätte man ihr einen Blick in die zukunft gestattet.
Ein kleiner Junge , zersaust und dreckig , schlenderte durch Bajard.
Es war bereits dämrig und man konnte ohne Fackel oder Laterne , keine 20 schritt mehr weit sehen.
" Halt " donnerte Ronya i die dunkelheit und hoffet das dieser kleine Taugenichts stehenblieb.
Doch weit gefehlt , er rannte los und verschwand kurz darauf durch das Tor der Stadt.
Ronya hasste Kinder , sie konnte nie mit ihnen und doch schien grade sie diese kleinen Gören anzuziehen wie das licht die Motten.
Wenn irgendwo ein kind losrannte war garantiert das ziel Ronya.
Also ob diese kleine brut genau wusste das Ronya sie nicht leiden konnte und sie sie deswegen ärgern wollten.
Warum Ronya kinder hasste ?
Sie wusste es selber eigentlich nicht doch wenn sie lange drüber nachgedacht hätte dann wüsste sie es sicher.
Sie hatte den einizigen Mann den sie je wirklich liebte aufgegeben für etwas das niemand ersetzen konnte.
Sie hatte nie wieder zeit oder Musse sich einen Mann zu suchen oder eine Familie zu gründen.
Die Kriegerinnen um sie herum waren ihre Familie und gemeinsamm lebten sie wie eine solche.
Kinder waren nie ein Thema.
Sie fluchte und beschloss ab sofort jedes herrenlose Kind ins Waisenhaus zu bringen das nach einbruch der Dunkelheit noch in den Gassen Bajards herumirrte.
Ronya Sotan

Beitrag von Ronya Sotan »

Wieder und wieder hörte sie von den anderen kameraden das Herrenlose Kinder in Bajrd gesehen wurden und mehr als einmal schaffte man diese in die obhut des Waisenhauses.
Doch ein Kind ,entzog sich diesem vorgehen dauernd.
Ein kleiner völlig verdreckter Junge , er war flink und er war aufgeweckt .
Nich älter als vielleicht 4 Jahre war er und doch gelang es ihm immer wieder die Wachen auszutricksen .
Schliesslich eines tages geland es dann doch diese Jungen festzuhalten , doch welch geschrei stimmte er an als Ronya ihm sagte das er heute nacht bei den Kindern im Waisenhaus schlafen sollte.
Er schien regelrechte Panik zu bekommen und Angst war in seinen jungen zu sehen.
Was hatte man dem jungen blos erzählt ?
Kein ort war sicherer für so einen Wildfang als eben jenes Waisenhaus wo er saubere Sachen und regelmässig zu essen bekam.
Ronya beschloss dem Jungen eine chance zu lassen und sagte ihm das er wenn es dunkelte und er noch immer hier in Bajard verweilte dort hingebracht werden würde.
So klein und jung er war , er schien es zu verstehen.
Und tatsache als es abend wurde war er nicht mehr in den Gassen zu sehen.
Doch als Ronya nach ihrem Dienst wie immer einen schluck Wein in der Taverne trinken wollte , sass er dort in den armen einer Frau.
Sie schien sich des Jungen angenommen zu haben und nach einem kurzen gespräch darüber mit eben jener Frau , bestätigte sich diese Feststellung.

Tage vergingen erneut und scheinbar war der Junge nun endlich bei Leuten die sich um ihn kümmerten.
Bis er eines Tages wieder auftauchte , wieder war er sehr verdreckt und wieder war es fast dämrig als er noch immer herumirrte.
Ronya nahm den Jungen also an die Hand und brachte ihn Heim .
Unterwegs erfuhr sie wo er wohnte und das schien ihr alles andere als gut zu sein.
Keine 50 schritt vom Lager der wegelagerer und am Sumpf vorbei dessen bewohner schon manch Reisenden in stücke rissen.
Miki , so hies der Junge , erklärte stolz wie er an jenen Echsenwesen am Sumpf vorbeigerannt war um Bajard zu erreichen , mit den Echsen im Nacken.
Sicher Ronya war alles andere als ein freund diesder kleinen Bälger und doch sagte ihr irgendwas im inneren das diese Gegend für einen so aufgeweckten Jungen zu hart war.
Wenn er denn im Hause blieb oder eben nicht nach Bajard wollte - wäre diese gegend sicher in ordnung gewesen aber das hätte auch bedeutet den kleinen den ganzen tag unter obhut zu behalten.
Und eben dies schien hier niemand zu tun.
Angekommen am Haus lies sie ihn an der Türe zurück und beobachtet von ferne noch wie er in das Haus schlüpfte .
Voller Sorge die sich selber nicht erklären konnte , machte sich Ronya auf den Heimweg.

Es sollten wieder einige Tage vergehen und erneut kam der Junge ins gespräch.
Als Ronya mal wieder wie jede Woche ein wenig ihres erbeuteten Goldes und ein wenig Nahrung ins Waisenhaus brachte , sah sie dort den Jungen liegen.
Gebettet zwischen den Fellen und fiebrig.
Eine Platzwunde am Kopf und sein Bein sah auch sehr verletzt aus.
Shanna , erklärte ihr was es damit auf sich hatte und war auch recht erbost darüber das eben jene Frau , die sich bisher um den Jungen kümmerte, diesen mehr oder weniger Lieblos einfach der Sorge des Waisenhauses überlies , statt sich seiner anzunehmen.
Sie verfügte sicher über mehr mittel als das Waisenhaus Varunas das auf Spenden angewiesen war und doch lies sie den Jungen einfach zurück.
Um ihn dann am nächsten tag , wieder einzufordern.
Ein streit entbrannte und das objekt dieser Streites war Miki.
Die menschen im Waisenhaus weigerten sich den Jungen wieder herauszugeben an jene Frau und diese wiederum wollte gar vor den Hohen rat Varunas klagen.
Doch zwischen all dem lag der Junge , verängstigt wenn er jene Frau sah und Fiebrig.
Nichts errinerte mehr an den kleinen aufgeweckten Kerl der es immer wieder schaffte die halte Wachmanschaft Bajrds in trab zu halten.
Vor ihr lag ein verletztes Kind , und seine verletzungen schienen im inneren stärker zu sein als die sichtbaren.
Warum Ronya es tat und weshalb wusste sie selber nicht.
Sie handelte Instinktiv wie meistens und so kam es das sie sich dieses Kind in ihre Obhut nahm .
Zum einem um das Waisenhaus zu entlasten , denn Ronya verfügte über erhblich mehr mittel dem Kind eine kostspielige Pflege zuteil werdne zu lassen und zum anderem weil die Gefahr bestand das diese Frau wiederkehrte und sich den Jungen einfach holte.
Sicher da war die Möglichkeit , den Jungen in Bajrd zu lassen bei Leanne doch schnell wurde klar das dies unmöglich war.
Diese Junge Frau war mit dingen belastet die Ronya Tag um Tag das staunen lehrten.
Sie führte eine ganze Stadt , diskutierte mit Rahal und Varuner Würdenträgern und sass mit wichtigen Persönlichkeiten an irgendwelchen verhandlungstischen um das geschick Bajards zu lenken.
Der junge indess , fand ein Heim.
Sein Fieber sank und Dank einer Kräuterkompresse aus den Geschickten Händen Karl Goldheilungs , konnte Ronya auch eine Infektion der Platzwunde am Kopf des Jungen verhindern.
Das vermeintlich gebrochene Bein indess , stellte sich letztlich nur als stark verstaucht heraus und war für Ronya nicht wirklich ein Problem.
Zwar war sie keine heilerin im klassischen Sinne und verstand nur wenig von den Kräutern des Waldes , doch wusste sie wie man verletzungen heilte und angeknackste Knochen richtete.
In ihrem Leben hatte sie dies so oft getan , das sie damit spielend fertig wurde.
In ein Par tagen würde er zwar noch nicht hüpfen aber zumindest wieder anfangen können langsamm zu laufen.
Doch was sollte danach passieren ?
Der Streit um den Kleinen Miki war noch lange nicht verebbt , im gegenteil , er nahm langsamm immer hässlichere Formen an.
Und Ronya ?
Sie lag Nachts neben dem Jungen , und wechselte seine Wadenwickel die das Fieber senkten und mehr als einmal verlor sich ihr blick in den kleinen unschuldigen Augen dieses Jungen die in so kurzer Zeit schon soviel leid gesehen haben mussten.
Eine veränderung ging in Ihr vor , eine Veränderung die sie selber nicht erkannte aber die andere ihr mitteilten.
Shanna , ihre einstige Kampfgefährtin und beste Freundin die sie hier hatte , die sie jemals hatte , machte sie ohne hehl drauf aufmerksamm.
Und Ronya war wehrlos wie nie zuvor in ihrem leben.
Sie wusste , wenn sie dieses Kind behalten würde , wäre es mit ihrem bisherigen leben vorbei.
Sie hatte dann verantwortung und konnte sich nicht mehr todesmutig irgendwelchen übermächtigen Monstern stellen um diese zu vernichten.
Sie hatte dann die Verantwortung für ein Kind.
Die Ratsfrau aus Varuna , machte dem streit ein ende.
Sie besah sich Ronyas karges aber sauberes Heim und befragte den Jungen.
Am ende bekam Ronya das einweilige Sorgerecht für Miki.
Sie war nun eine Mutter - würde sie sich dieser Aufgabe gewachsen fühlen?
Sie die lieber mit irgendwelchen Zweiköpfen kämpfte als offen irgendwem ihre wahren gefühle zu zeigen und ihr innerstes zu öffnen.
Dem kleinen würde sie dies nicht verheimlichen können , wie sie dachte und fühlte denn grade er brauchte all jenes was Ronya bisher in ihrem innersten verbannt hatte - Liebe.
Ronya Sotan

Beitrag von Ronya Sotan »

Eine Hochzeit , viele Gäste und ein Fest ....

Vor Jahren hatte sie sich nichts sehnlicher gewünscht als genau dies selber zu erleben.
Nun war sie auf der wer weis wievieltesten Hochzeit als Gast .... mal wieder.
Jung war sie gewesen als sie von zu Hause aufbrach.
Zuhause ?
Wo zum geier war das ?
oft stellte sich Ronya diese Frage und wie so oft bekam sie nur eine Antwort .
Ihr einziges Zuhause das sie kannte nachdem man Ihr Ihres nahm , war das Lager der Schwestern im Wald.
Sie waren wie eine Familie und obwohl sie damals das Oberhaubt dieser gemeinschaft war - so waren doch alle anderen ihre Mutter und ihr vater , ihre Stütze.
Sicher irgendwo hier auf Gerimor lebte noch ihr Bruder , aber er zog es vor den Leuten in den Hintern zu Kriechen , die Ronya abgrundtief hasste.
Er trieb sich irgendwo in Berchgard oder Varuna herum und es war ihr eigentlich gleich , Sie fühlte sich von Ihm veraten.
Damals als sie noch 12 Jahre alt war , da war die welt noch in Ordnung.
Bis zu dem Tag als einer der Kunden des Vaters mit einer abgebrochenen Klinge in die Schmiede kam und ihre Vater dafür verantwortlich machte das er einen Kampf fast verlor weil die Klinge schlecht gearbeitet gewesen sei.
Diese eingebildete Adlige Jungspund führte sich auf wie ein betrunkener Seemann.
Schalt den Vater einen Stümper und lies sich nicht mal mit dem Angebot besänftigen eine Neue klinge kostenlos anzufertigen.
Ein wort ergab das nächste .
Noch heute sah Ronya in Ihren Träumen wie der Vater mit mit eben jener abgebrochenen Klinge im Leib , zu Boden sackte.
Der Ernährer der Familie , die Stütze.
Er verblutete noch ehe man einen Heiler holen konnte und dieser Adlige dreckskerl ward nie gefasst.
Damals begann Ronya all dieses Aristokratische Pack zu hassen.
Als ein Jahr drauf auch noch die Mutter starb und Ihr Bruder meinte , sie solle doch auf sich selber achtgeben , sie sei ja schlieslich alt genug , damals begann sie auch ihn zu hassen - sie wollte nur noch fort.
Weg von all dem , weg von dem Ort den sie mitsammt seinen Adligen Menschen hasste.
13 War sie als sie ein schiff bestieg und dem Kapitän das letzte bischen Gold gab das sie hatte.
Zu irgendeiner der nahen Inseln wollte sie , fort von hier , in den Wald.
Sie sollte auf sich alleine aufpassen ?
Das konnte sie .
Sie schlug sich durch und irgendwann lernte sie die Frauen kennen die im Wald lebten.
Kriegerinnen , großartige Kriegerinnen.
Viele konnten geschickt mit dem Bogen umgehen , andere mit dem Schwert.
Sie lernte was es heisst zu überleben und sog jedes bischen was man ihr beibrachte in sich auf.
Liebe ?
Sie verschwendete keine minute an dieses gefühl.
Hass war ihr Antrieb und die Aussicht darauf eines Tages zurück zu kehren und Rache zu nehmen am Mörder ihres Vaters oder an irgendwem aus dieser Familie.
Sie sollten den Schmerz spüren wie sie einst , sie sollten spüren was es heisst ,die Familie zu verlieren.
Sicher gab es den einen oder anderen Mann den Ronya kennenlernte und wie jedes Junge Mädchen zeigte sie auch interesse an eben jenen doch war es eher Neugier .
Echte hingabe war es nie was sie spürte und echte geborgenheit fühlte sie nur wenn sie mit den anderen Kriegerinnen unterwegs war.
25 war sie damals , als sie die Spitze der Kriegerinnen einnahm.
Sie dachte wenig an die Kindheit zurück und doch war etwas in Ihr das sich jedesmal verkrampfte wenn sie auch nur einen dieser
" Hochwohlgeborenen " sah.
Jedes mal musste sie sich aufs neue zusammenreissen , nicht einfach einen Dolch zu nehmen und zuzustechen.
Die Jahre als Anführerin dieser Kriegerchar waren nicht immer einfach und am ende verlor sie ein zweites mal Ihre Familie.
Ein Angriff aus dem Hinterhalt , eine offene Schlacht .....
All jene Männer deren Frauen in der Kriegergemeinschaft ein neues zuhause fanden waren es die Rache nahmen.
Am ende waren es nur Drei ... Drei von 25 die sich retten konnten.
Blutig , schwer verletzt und als einziges Ziel , das Land was Ronya hasste.

Wieder kam damals die Rache in ihr auf , war es das schicksal das sie leiten wollte ?
War es Ihr ziel endlich Rache zu nehmen ?
Doch an Wen ?
Der Kerl von damals mochte heute ein alter mann sein , wenn er denn überhaubt noch lebte.
Einen Namen kannte sie nicht , doch würde sie ihn wiedererkennen auch nach so vielen Jahren.
Die Augen eines Mörders vergisst man nie , sagte man.

Jede Nacht quälten sie seither Alpträume.
Sie sah in die entsetzten gesichter der Toten Schwestern , die kaum eine Chance hatten sich zu erwehren.
Dazwischen sah sie immer wieder die Szene ihres Vaters der zu Boden sackte und hörte das lachen des Mannes der sein Mörder war.

Etwas war anders die letzten Tage.
Seit Miki bei Ihr war , schlief sie ohne diese Bilder im Kopf.
Sie lauschte des Nachts vor dem einschlafen dem zufriedenen Atemzügen des kleinen Jungen in ihrem Arm.
Sie wusste nicht genau welches Schicksal dieser kleine hinter sich hatte , doch wollte sie alles dran setzen das ihm Ihr leid erspart bliebe.
Sein lächeln seine unbefangenheit und seine kleinen Kindlichen Gesten , wie die Blume die Ronya jeden Morgen in der Vase fand ....
All das lies Ronya nach nur so kurzer Zeit , ein wenig inneren Frieden finden.
Vor kurzen noch hatte sie Pläne , Sie wollte erneut all jene Frauen um sich versammeln die geschunden und oftmals verachtet durch das Land zogen.
Oft genug sah sie junge Frauen die sich für eine nacht verkauften und noch öfter sah sie wie einige von ihnen Elend in den Gassen bettelten und mühsamm gesammelte Kräuter feilboten um zu überleben.
Doch jetzt ?
Sollte sich ihr leben so ändern ?
Sie würde für den Jungen da sein und versuchen eine Mutter für ihn zu sein - obwohl sie gar nicht wusste wie eine Mutter zu sein hatte.
Mutter - sie fühlte sich plötzlich so alt als sie dieses Wort hörte.
Doch in ihrem inneren war die vernunft erwacht.
Sie wollte dem jungen eine bessere Zukunft bieten als sie hatte.
Er sollte nicht unter ihren eigenen zwängen leiden und wenn er eines Tages meinte zu Temora oder Alathar zu beten , so war das seine entscheidung , Sie würde ihn nicht davon abhalten aber auch nicht ermutigen.
Ihr glaube starb an jenem Tag als ihre Familie starb und ihr Mut wurde zur Verzweiflung als ihre Zweite Famile starb .... sie würde es mit allen Mitteln zu verhindern wissen , sie würde um diesen kleinen Jungen Kämpfen wie sie noch nie um etwas gekämpft hatte.
Ronya Sotan

Beitrag von Ronya Sotan »

Zeit .
Dieses Wort kannte Ronya die letzten Tage kaum noch.
Ein Ereigniss jagte das nächste.
Erst meinte ein Zwerg und sein unverschämter Freund ärger zu machen und die halbe Wache in Bajard auf den Beinen zu halten und dann noch diese gerichtsverhandlung für den selben.
Alles war vorbereitet und dann kam es zum Eklat.
Leanne , jene Frau die Ronya selber als Freundin ansah , schien überzureagieren.
Tat völlig irrationale Dinge die niemand und Ronya am wenigsten von ihr erwartet hätten.
Der so Hoffnungsvoll begonnene tag endete mit einem Desaster.
Zwei drittel der wachmanschaft warfen ihre uniform hin und gingen.
Niemand hatte mehr lust diese ständigen beleidgungen und beschimpfungen über sich ergehen zu lassen und sich dann am ende noch vor augen fremder massregeln zu lassen.
Ronya quitierte als letzte den Dienst und ging geknickt.
Sie hatte all ihre hoffnungen und all Ihre kraft in den Aufbau einer vernünftig agierenden Wache für Bajard gesteckt.
Wenn der Dienst vorbei war , sich abends um Miki gekümmert und dann fast wie in Trance in die Felle gefallen um am nächsten tag das selbe Spiel zu beginnen.
In all jenen Wirren jedoch stellte sich heraus , das Sie nun Miki für immer haben würde.
Es war nur noch eine reine Formsache die es zu bewältigen galt und das war einen Antrag auf Addoption zu stellen.
Dies jedoch brachte neue probleme.
Wenn sie den Jungen adoptieren wollte ,so brauchte er einen Namen.
Alle kannten ihn nur als Miki und selbst Ronya bezweifelte das dies sein ganzer Name war.
Vielmehr wars ein kürzel.
Wie hies der Junge wirklich ?
Warscheinlich würde man es nie erfahren und vielleicht war das auch gut so.
Doch wenn sie ihn adoptieren wollte so brauchte er einen familiennamen.
Ihren Familiennamen.
Wieder erschienen bei dem Gedanken daran jene Bilder in ihrem Kopf.
Sie sah wieder ihren Vater auf dem Boden leigend im eigenem Blut - die Klinge ragte aus ihm heraus.
Schmerzlich sah sie wieder diese Szene die sie immer und immer verdrängte so oft sie konnte.
Leise formte sie mit den Lippen wortlos den Namen.
Als sie 12 war sprach man sie das letzte mal damit an und seither war es nur ihr Bruder der diesen benutzte.
Sie wollte Rache üben von Kindheit an und ohne ihren Namen war es einfacher sich unbemerkt dieser rache hinzugeben doch nun ?
Sie musste es tun , ohne ihren Familiennamen würde man die Adoption ablehnen.
Miki wäre nur ein weiteres Kind ohne Familie , zwar mit einem Zuhause aber wenn er älter war - würde er wie viele da draussen nur mit dem Vornamen angeredet werden.
Nein ......
Wieder und wieder formten ihre Lippen dies Wort und endlich sprach sie ihn laut aus .
Sotan.
Sie lauschte dem Klang dieses Wortes.
Ronya Sotan , sagte sie laut vor sich her und mit jedem mal das sie es tat schien eine last von ihr zu fallen.
Es war als nähme ihr jemand einen schweren Rucksack vom Rücken.
Sie brauchte sich eigentlich nie für diesen namen zu schämen doch was würde passieren wenn dieser Mann , der Mörder ihres Vaters ihn hört ?
Falls er noch lebte bestand immerhin die gefahr das er sie suchen würde , denn sie war die einzige noch lebende Zeugin dieses Mordes.
Was wenn " Er " diesen namen irgendwo aufschnappte.
Ronya schob diesen Gedanken fort.
Der Mann musste mittlerweiele mindestens 50 Jahre alt sein oder noch älter , und warscheinlich war er wie die meisten Adligen dieses alters , 50 Kilo zu schwer und hatte feiste pausbacken .
Eine gefahr sollte ein so alter Kerl nicht darstellen , sie war zwar auch schon mitte dreissig doch war sie im Training jeden Tag.
Sie würde sich der Rache stellen , wenn er tatsächlich noch lebte.
Für Miki jedoch bedeutete es , er würde nun endlich einen Namen haben.
Miki Sotan - sprach sie es leise aus und lächelte.
Ja es klang gut.
In einigen Jahren würde eh niemand mehr fragen ob er ihr leiblicher Sohn war oder nicht.
Er würde als ein junger Mann mit einem Familiennamen aufwachsen und sie als seine Mutter sehen.
So war es also beschlossen.
Ronya erhob sich und ging zur Türe , Sie nahm das schild ab und schrieb ihren Nachnamen ebenfalls drauf.
Ronya Sotan und Miki - konnte man kurz drauf lesen .... Bald würde dort stehen ....... Familie Sotan.
Zwar war es eine Familie ohne Mann im haus aber wer brauchte schon einen Mann.
Selbst wenn Ronya gewollt hätte , es gab da draussen nur schwächliche jünglinge , die meisten kaum ihrem Alter entsprechend und wenn dann waren es Handwerker ... pah ... sie war durchaus in der Lage für Miki , Mutter und Vater zu sein..... und wer weis eines Tages ... vielleicht erwies sich ja doch irgendwe da draussen als wirklicher mann und nicht als greinendes Kind wie die meisten.
Ronya Sotan

Beitrag von Ronya Sotan »

Vielleicht war es das erscheinen Seraya's , Ronya wusste es nicht.
Das auftauchen einer weiteren überlebenden Ihrer alten Kriegergemeinschaft sorgte dafür das sich Ronya tag für tag mehr zurückzog.
Eigentlich hätte sie jubeln sollen , eigentlich in Freude ausbrechen eine zweite ehemalige Kampfgefährtin lebend zu wissen.
Doch die anfängliche Freude wich mehr udn mehr grüblerischen nachdenken.
Ob es nun Tatsache an Serayas erscheinen lag oder diesem miesem Ränkespiel seitens Rahal , sie zog sich zurück und die anderen Söldner merkten es.
Die Rahaler wurden agressiver mit jedem Tag und Ronya wusste das es richtig war , Varuna und Berchgard zu warnen.
Es ging ihr schon lange nicht mehr nur ums Gold wie zu anfang.
Je länger sie zurückdachte an die alten Zeiten , umso mehr wusste Sie was ihr wirklich fehlte.
Ein Ziel.
Früher mit den anderen Kriegerinnen , da hatten sie ein ziel.
Sie kämpften gemeinsamm FÜR etwas und lebten miteinander.
Ihre Gruppe war stark genug , kleineren Dörfern hilfe anzubieten und diese gegen Plündernde banden zu unterstützen.
Sie gingen in die Höhlen und wenn auch nur eine gefährtin in not war so war jede andere bereit diese mit dem eigenem leben zu beschützen.
Mit einer gefährtin im Rücken brauchte sie sich seinerzeit nie umzudrehen.
Sie wusste das man ihr dne Rücken decken würden und andere wussten dies von Ihr.
All jenes fehlte ihr schon lange.
Sie war es leid von allen als verachteter Söldner gesehen zu werden und sie war es noch mehr leid , sich vor irgendwelchen Emporkömmlingen zu Katzbuckeln.
All diese Politik und diese verlogene diplomatie um sie herum , machten sie krank.
Ronya war sich sicher das sie dem druck nicht mehr lange standhalten würde und wollte.
Es musste etwas passieren , bevor dies in einer Katastrophe endete.
Sie redete lange mit Errina und Xinthra und überaschenderweise waren diese beiden sofort bereit ihr zu folgen.
Ronyas größtes Problem lag darin , ihren Entschluss farbiano , Magnus und auch karl nahezubringen.
Grade farbiano setze großes Vertrauen in Sie und es tat Ihr jetzt schon weh , ihm ihren entschluss mitzuteilen.
Doch es musste sein - Sie konnte es nicht mehr und grade die letzten tage hatten ihr gezeigt das sie nicht länger spielball irgendwelcher machtspielchen sein wollte.
Sie wollte für sich selber entscheiden auf wessen seite sie im Falle eines krieges stehn wollte und nicht für andere sprechen und schon gar nicht durch Bezahlung für die dreckigen spielchen Rahals unter druck setzen lassen.
Sie wollte es für sich entscheiden dürfen und sich selber dem anschliessen der es verdiente.
Ronya Sotan

Beitrag von Ronya Sotan »

Der Krieg war seit wochen vorbei, der schmerz um Mikis tod sass noch immer tief aber irgendwie musste es ja weitergehen.
Wochenlang war sie im Wald - wollte vergessen und nachdenken, doch so recht wollte es ihr nicht gelingen.
In den Ruinen westlich varunas wo sie nächtigte, verging keine Nacht in der sie nicht an die Vergangenheit dachte.
Was würde sie dafür geben die zeit um nur ein oder zwei jahre zuückdrehen zu können.
Statt den Kampf aufzunehmen mit der Siedlung in der nähe des Lagers, hätte sie damals schon mit allen Kriegerinnen nach Gerimor aufbrechen sollen.
Dann würden sie noch leben und es wäre mehr als fraglich, das man sie dann hier auch so behandelte wie es jetzt der Fall war.

Sie kehrte zurück, doch schon bahnte sich neuer Ärger an.
Diesmal war es Erinna die Probleme hatte .
Nachts schlief Ronya unruhig.
Bei jedem laut schreckte sie auf immer die gefahr witternd und wenn das nicht passierte, kam sie nicht in den schlaf weil sie in ein leeres Zelt blickte.
Auf der Komode stand noch ein spielzeug Miki's.
Sie wollte hier nur noch weg.
Scheinbar war sie mit diesem Wunsch nicht alleine, denn auch Erinna wollte fort.
Dann trieben sich mehr und mehr fremde am lager herum und ein jeder meinte irgendeien art beschützer spielen zu wollen.
"Verdammt , ich brauche keinen beschützer. " knurrte Ronya und ihr entschluss stand fest.
" Wir ziehen um " verkündete sie am Morgen.
Erinna hatte wohl auch schon einige Pläne dieser art im Kopf gehabt udn so zog man an den Rand des Elfenlandes.
Die zelte waren schnell wieder aufgestellt und auch die Kisten auszupacken dauerte nicht lange.
Ronya war zwar nicht oft in der nähe einer Sttadt aber denoch war es wenn überhaubt meistens Bajard.
Boten gaben ihr Nachrichten von der Stadtführung, wollten hintergründe zum Tode ihres Sohnes wissen.
" Verdammt was geht die das alle an , was mischt sich jeder in mein leben ein "
Mehr als einmal brummte sie diese worte vor sich her.
Und dann noch die Briefköpfe.

Werte frau Sotan . . . . . . . . .

Ronya fluchte, ich bin nicht Frau Sotan ich bin Ronya.
Sie hatte jenen nachnamen nur um der adoption willen angenommen und das auch nur damit Miki eines Tages einen Familiennamen haben sollte, den er weitergeben konnte.
Doch jetzt ?
Er war tod und Ronya war es leid mit namen angesprochen zu werden.
Ihre Familie war Tod, seid 20 Jahren schon und irgendwo gab es noch ihren Bruder der sie nicht interessierte.
Warscheinlich buhlte er mit dem Varuneser Adel herum und hinterlies eine Schleimspur.
Sie war keine Sotan mehr, war es seit dem tod des Vaters und der Mutter nicht mehr.
Sie war Ronya , die kriegerin , die Anführerin einer gemeinschaft.
Das war sie die letzten Jahre und das würde sie wieder sein.
Ronya Sotan

Beitrag von Ronya Sotan »

Der Streit mit dem spitzohrigen Elfenvolk war zwar nicht vorbei aber denoch war diese Sache nun endlich nicht mehr ihr problem.
Elfen - einst hatte sie jene mystische wesen deren existenz sie nur aus kindergeschichten kannte für weise und edel gehalten.
Die letzten Tage jedoch hatten ihr das gegenteil gezeigt.
Weise waren sie sicher, da bestand kein zweifel aber mussten sie deswegen alle anderen als dumm betrachten und als unwissende kinder behandeln ?
kein wunder das die meisten menschen jenes volk nicht unbedingt respektierten.
Auf der einen seite verstand Ronya die elfen.
Sie fühlten sich in ihrem lebensraum bedroht und warscheinlich hatten sie in ihrem leben schon genug beteuerungen von anderen menschen gehört das dem nicht so sei.
Doch auf der anderen seite - wie sollte es jemals zu einer freundschaft zwischen menschen und elfen kommen , wenn sie derart misstrauisch waren und alle mitglieder ihres volkes in einen topf waren und ihnen gar dinge unterstellten, noch bevor sie geschahen ?
Ronya hackte dieses Kapitel ab und sortierte es für dich unter Erfahrungen ein.
Sie würde in zukunft jenes Volk meiden ,denn sie hatten nichts gemein und glauben würde man ihr eh nicht.

Da standen sie nun auf der neuen Lichtung.
Die Zelte waren schnell aufgebaut und erfreulicherweise verkündete die Junge Bardin die seit einiger zeit im Lager zu gast weilte , das sie nun gerne dauerhaft bleiben wollte .
Natürlich zeigte Ronya sowas wie offene freude selten doch innerlich war sie zufrieden und froh darüber.
Ihre kleine Gemeinschaft war wieder um weiteres Mitglied gewachsen.
Nicht mehr lange und es sollten noch mehr werden.
Wie früher würden all jene Frauen und Mädchen zu ihnen stossen, die genug von einem leben hatten in der sie kaum etwas besseres als dienstboten für Männer waren.
Hier wollte sie Kriegerinnen ausbilden.
Kriegerinnen die eines Tages stark genug waren, das man sie nicht mehr belächelte wenn eine Frau mit einer Waffe versuchte umzugehen.
Das Turnier vor einigen Monden hatte es gezeigt.
Fast nur Männer traten an.
Zwar waren Turniere nicht das was Ronya wirklich interessierte, denn sie hasste dieses kräftemessen im Rahmen eines Wettbewerbes.
Eines Tages jedoch , das wusste sie ,würden sie gemeinsamm so wie andere Clans es taten , antreten.
So setzte sie sich in ihrem zelt an das schreibpult um die zukünftigen Regeln und Gesetze der Gemeinschaft niederzuschreiben.
In wenige tagen wollte sie damit beginnen den Grundstein zu legen.
Eine Holzhütte würden sie bauen und dort sollte der Stein stehen an dem jeder Name der kriegerinnen eingemeisselt würde.
Doch neue Sorgen machten sich breit.
Verlangte sie zuviel von den anderen ?
Ihre alte gemeinschaft war weit gewesen und dir mitglieder dort hatten nicht den einfluss solcher Städte wie Varuna oder Rahal unterlegen.
Der glaube der hier auf Gerimor eine Führende Rolle einnahm , war dort nur zweitrangig gewesen.
Die menschen hatten gar keine andere wahl dazu , denn die insel war zu klein und nur gemeinsamm konnten sie alle überleben.
Auf Glaubensunterschiede rücksicht zu nehmen , hätte allen geschadet also verzichtete man darauf.
Doch heir auf gerimor sah das anders aus.
Fremden misstraute man und unterstellte ihnen erst mal das schlimmste.
Jede seite für sich führte eine wahre Hexenjagt gegen andersgläubige.
Waren die herzen der vielleicht zukünfigen Mitglieder schon vergiftet oder betsand die chance das sich noch wesen mit verstand zu ihnen gesellten?
Ronya beschloss einen absatz in den gesetzen zu verfassen der es allen mitgliedern die menschlichen ursprungs waren , gestattete , sich der gruppe anzuschliessen.
Vielleicht würde ja eines tages eine Menekanierin , eine Angurin oder gar eine Tiefländerin ihren weg hierher finden.
Sicher würde das eher unwarscheinlich sein aber denoch wusste Ronya genau , das man niemals aufhören sollte zu hoffen.
Schliesslich waren all jene auch Menschen.
Sie hatten andere lebensweisen und kulturen , waren dunkelhäutig oder größer aber sie waren menschlciher abstammung.
geflissentlich schrieb Ronya hierzu eine zeile aufs Pergament.
Die Ganze nacht sollte es noch dauern und dann wenn alles fertig war wollte sie dieses schriftstück den anderen Präsentieren.
Ronya Sotan

Beitrag von Ronya Sotan »

Wie lange war es nun her ?
Wochen ?
Monate ?
Oft wenn sie morgens aus dem zelt trat und über die Lichtung schaute, schien es fast wie damals.
Das einzige was fehlte war eine Palisade und die Wachtürme an den Ecken auf denen je eine Schützin stand , wie früher.
Die Zelte wirkten befremdlich , Ronya wusste das es nur notunterkünfte waren.
Irgendwann wenn das Lager geschützt war ,würden auch die weichen,doch das hatte noch Zeit.
Lameriast .
Sie konnte sich gar nicht mehr erinnern wann sie diesen Namen das erste mal hörte und von wem.
Irgendwer erwähnte ihn irgendwo einmal und seither nannte ein jeder diese Insel so.
Das unweite Dorf war mittlerweile voller leben.
Zwar hatte sie insgeheim gehofft das sich dort Familien niederliessen aber stattdessen emigrierten ganze scharen an Bauern ,Knechten und Mägden aus Gerimor.
Bauern , wichtig waren sie ohne frage doch waren sie auch jene die sich den Luxus leisteten das fremde sie beschützen mussten.
Selber zu schwach und ungeübt etwas anderes als eine Sense zu führen ,bestellten sie ihre Felder und genossen fast selbstverständlich die Freiheit das man auf sie acht gab.
mit Torinas Rückkehr , waren sie nun 3 der " alten " .
Und wie Ronya es fast befürchtet hatte , kam es anfangs zu fragen udn Ängsten der anderen.
Sie glaubten natürlich das die " alten " mehr zu sagen hätten.
Das man sie den anderen vorzog.
Kaum kehrte Ruhe ein ,zogen neue Wolken auf.
Mal war es Xinthra die selbtsmitleidig darüber jammerte das sie keiner ernst nimmt.
Dann war es Erinna die aus irgendwelchen Gründen ein Gesicht zog als würde grade ein Ork ihre Katze verspeist haben.
Und wieder andere Tage spürte man eine allgemeine Anspannung unter allen zusammen.
Sie hatten doch ein Ziel.
Hatten das alle vergessen ?
Wo war die anfängliche Euphorie hin ,die alle mitriß und die alle dazu bewog an ihre Grenzen zu gehen und dafür zu schuften das man bald ein geschützes Lager hatte ?
Dann kam das was Ronya am meisten hasste.
Sie schob es immer und immer wieder auf doch eines Tages musste es eben sein - Diplomatie.
Alleine das Wort klang schon nach schwäche.
Sie traf sich mit denen von der Eisenwart ,welche sich im nachhinein als vernünftiger herausstellten als sie anfangs glaubte.
Dann die Hinrahs.
Ausgerechnet die auf die sie persönlich die größten Hoffnungen legte einen Freund der Gemeinschaft zu finden ,stellte sich als Kriegstreiber heraus.
Sicher konnte niemand verlangen das sie ihre alten Bündnisse auf Gerimor aufgaben aber warum blieben sie dann nicht dort ?
Was wollten sie hier , wo ihr Feind doch dort lebte ?
Wollten sie die Insel zu Ihrer persönlichen Feste machen ?
Ronya fing an dem Clan mit jedem Gespräch mehr zu misstrauen.
Nicht das sie den Eisenwarts mehr vertrauen entgegenbrachte ,doch sprachen jene wenigstens offen und unverholen aus ,was sie dachten.
Sie versteckten sich nicht hinter einer Fassade aus Traditionen und Kriegsgeschrei.
Sie sog die Luft tief ein während sie die morgenliche Stille genoss.
Würden sie es schaffen das Lager zu sichern , bevor die ersten Städter ihre gierigen Finger nach der Insel ausstreckten ?
Und wenn nicht ,was dann ?
Ronya hatte wie immer einen zweiten Plan in der Hinterhand.
Auch wenn Falk sie als undiplomatisch ansah ,was ihr nur Recht ward ,so hatte sie immer mindestens zwei Pläne für das erreichen eines Zieles erarbeitet.
Sollte der Clan sie für einfältig halten , gut so.
Falk der achso große Anführer , spielte sich auf weil er eine Tradition als Anführer fortsetzte.
Er war kaum älter als sie.
Und sein gehabe war reines männliches Machtgehabe.
Täglich führte ihr weg nach Gerimor ,nur wenige wussten wohin.
Sie kniete wie jeden tag am grab ihres toten Sohnes nieder und erneuerte die Blume in der Vase gegen eine neue.
So wie er es damals für sie tat.
Er sagte auf diese Weise danke zu ihr und sie sagte auf diese weise danke zu ihm.
Danke für die ,wenn auch wenigen Tage , voller Freude und ungewohnten Gefühle ,die er in ihr weckte.
Die Mine ,welche man kürzlich entdeckte ,war in Betrieb und nur wenige Tage kamen auch schon die ersten Städter.
Wie nicht anders erwartet bauten sie ihre Häuser direkt an der Küste beim Hafen.
Oh was für dummköpfe.
Sollte jemals eine feindliche Streitmacht über die Insel herfallen ,würden das die ersten Opfer sein.
Aber sie hatte nicht die Macht es zu verhindern.
Sie masste sich nicht an wie der Clan es tat ,noch bevor er überhaubt hier war , sich als Herrn der Insel anzusehen.
Sie blieb im Hintergrund und lies die Menschen gewähren.
Sie wusste genau das sie ,wenn sie mit ihrer Gemeinschaft im hintergrund blieb , am ende den größten Vorteil davon haben würde.
Sollen die anderen sich doch bei den neuen Siedlern anbiedern, Sie wusste das ihre Aufgabe eine andere war.
Still geworden war es um jene ,die der eigentliche Grund waren warum Ronya das Lager unbedingt hier aufbauen lies.
Manche Sternenklare Nachte trug der Wind , den klang der Trommeln aus dem Lager der Eingeborenen herüber aber das Dorf schien seither niemand mehr verlassen zu haben.
Es wurde Zeit sich diesen Menschen zu nähern.
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