Gerade hatte Hein wieder einen der bunten Vögel ausgenommen, so richtig wusste er nicht mehr warum er eigentlich die schönen Singvögel mit seiner Pistole aus den Bäumen geschossen hatte.
Da sah er seine kleine Heidi, ansich war sie nichtmal klein sogar größer als er, jedoch jünger und irgendwie rief ihr Anblick in seinen Augen eine Art Vatergefühle wach.
Er wusste noch, was er wollte, er war die letzten Tage dabei gewesen zu hamstern, Schießpulver, etliche Nahrungsmittel, Wasser und Unmengen von Rum. Er hatte großes vorgehabt. So ging es recht schnell das er sie einfach schnappte und in sein kleines Häuschen brachte. Dort erläuterte er ihr seine Pläne, warum das ganze, warum er immer so selten zu sehen war und wenn keine Zeit dafür hatte ein Wort zu wechseln. Er wollte frischen Wind, eigentlich wollte er überhaupt wieder Wind um seinen Kopf haben. Etwas das der junge Perera ihm nicht geben konnte. Ein Weiberheld, soll er doch daran krepieren...er ließ sich, wenn man ihn sah, von irgendwelchen Frauen verwöhnen und verschwand beim ersten Anzeichen von Dunkelheit mit den besagten Frauen in seiner Kaschemme. Ohja, groß war sie, größer als die eines jeden anderen Piraten. Nein, so konnte es nicht weiter gehen, Rum abstottern und wenn es ihm beliebte wollte er sogar noch Gold von seinen Piraten und was bekamen die Piraten dafür? Nichts...
Keine Kaperfahrten, kein Rum, keine Beute, keine Frauen und das schlimmste: kein Gold!
Hein hielt sich durch kleine Gaunerein über Wasser, es stinkte ihm. Er war nicht dafür gemacht in das Land zu ziehen und irgendwelche Bauern um ihre Habe zu erleichtern, er gehörte auf See.
So erläuterte er seiner kleinen Heidi sein Vorhaben. Der junge Perera war eine Schande für die Piraten, sein Vater hingegen hatte großes geleistet und nur wegen seinem Ansehn hatte es sein Sohn zum Piratenkönig geschafft.
Allerdings war die Schonfrist für den jungen Burschen abgelaufen, es passierte nichts und es herrschte Flaute. Die Insel starb, starb an Anarchie die sich breit machte unter den Piraten. Ein lockerer Haufen der ging und kam wie es ihnen beliebte. Jeder hielt sich irgendwie über Wasser, klar aber das war nicht das Ziel, dass sich Hein vor Augen hielt.
Der Bursche muss weg, sterben oder ausgesetzt war ihm egal. Es musste eine neue Hierachie her. Kapitäne! Das war es, ein Kapitän pro Schiff. Schlecht das sie nur eines hatten, wenn sie den Bengel enteignen würden.
Somit hieß es Kapern! Aye, kapern.
Nach und nach würde man Kapitäne einsetzen, jeder Kapitän bezieht dann eine Position in einem Piratenrat, welcher fortan über die Insel regieren würde. Kaperfahrten könnte jeder Kapitän, mit seiner Mannschaft und Schiff selbst bestimmen, wenn es größere Ziele gäbe müsste man eben einen anderen Kapitän zu Rate ziehen...
Schnell verging die Zeit, Hein nüchterte langsam aus, irgendwie war er wieder aufs Festland geraten. Egal, zurück auf die Insel...
Dort traf er Vincent und nach etlichen Flaschen Rum wurde Hein wieder klar im Kopf, Vincent schien die selbe Idee gehabt zu haben...
Hmm irgendwo gabs wieder Streit, doch der Alkohol-Rausch ließ es nicht zu, dass Hein sich aufregen würde.
Streit...Kopfschmerzen...Hein haute auf den Tisch und äußerte sich knapp.
"Joa, ick heff de Idee och jehabt...naja kann men nechts mokn!"
Ihm war es wichtig, dass wieder ein Wind wehte, er würde einen der Kapitäne geben ob nun den ersten oder den letzten, das war ihm egal.
Buntes treiben auf La Cabeza
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Vincent Vandera
Manchmal konnte einem Hein etwas Ärger einhandeln auch wenn er es sicher nicht gewollt hatte. Constanza rauschte wütend aus der Taverne, stapfte fort und Vincent hinterher …
Doch wie es dazu kam, das fand vorher seinen Ursprung. Vincent hatte La Cabeza schon lange Zeit intensiver beobachtet, vor allem in den letzten Wochen hatte er eines immer mehr festgestellt; die Insel versank in einer chaotischen Ruhe die alles andere als gut war. Kaperfahrten waren Mangelware, die Tesoro Negro blieb im Hafen und von Perera wenige Spuren. Der Sohn des alten Pereras hatte die Insel nicht mehr richtig im Griff, dauernd war er bei den Weibern, kümmerte sich kaum um die anderen Piraten, er war zu still. Es musste etwas geschehen und hier hatte er einen Denkgenossen gefunden der wie er dachte; Hein. Es war an jenem Abend als er mit ihm sprach, die Problematik ihm und Joshua erläuterte und von Hein seine Zustimmung erhielt. Was Hein nicht erwähnte, und was noch eine fatale Folge werden sollte, war die Tatsache dass der alte Seebär exakt die gleiche Idee schon einmal hatte und sie auch jemanden genannt hatte, doch dazu später mehr.
Vincent hatte mit dem Alten zusammen den Beschluss gefasst; Perera musste weg und am Besten so schnell wie nur möglich. Vincent wäre es am liebsten gewesen ihn zu erschießen, denn der Kapitän dem er damals die Treue geschworen hatte, von jenem war heute keine Spur mehr zu finden. Vincent wusste ebenso dass er und Hein Unterstützung haben würden und zwar nicht wenige, die meisten hier würden sich auf ihre Seite stellen und wie es der Zufall wollte traf an jenem Abend auch eine große Gruppe der Freibeuter in der Taverne ein, unter ihnen auch Ludwigo, mit welchem Vincent die Sache vorerst alleine klären wollte um zu wissen ob er ihm helfen würde.
Danach war es an der Zeit die anderen darüber zu unterrichten; die Idee zu verkünden, das Ziel dass er Perera stürzen würde und danach das Rätesystem einführen wollte. Und hier begannen die ersten kleinen Missverständnisse zu funken als Constanza ihm vorwarf Ideen zu klauen und ein unheimlicher Egoist zu sein. Vincent, der bis zu jenem Moment kein Stück wusste dass Hein jene Idee ebenfalls hatte, diskutierte heftig mit Constanza, das Ergebnis ihr besagter Fortgang und ein fluchender Vincent der ihr hinter her eilte.
Das anschließende Gespräch zwischen den beiden gab Vincent etwas zu denken auch wenn er hoffte das eine oder andere Missverständnis zu klären. Constanza hatte jedoch auch recht, er hatte nur von sich gesprochen, dachte er doch er wäre der alleinige Gründer jener Idee. Vielleicht war es auch nur ein alter Traum aus vergangenen Zeiten, in welchen der Pirat an der Spitze über ihnen allen stand; aber Vincent war Realist und er wusste dass er jene Position niemals halten können würde, noch dass es auf lange Sicht gut gehen würde. Und so hatte er Constanzas Protest nachgegeben und Hein die Wahl der Kapitäne die später hervortreten sollten, überlassen. Letztendlich wollte er nur Änderungen für diese Insel und solange es einen Weg gab diese Änderung herbeizuführen, würde er alles dafür tun.
Das Fazit war trotz allem zufriedenstellend. Alle die er auf die Idee angesprochen hatte waren bereit an jener Sache mitzumachen und waren auch bereit das Rätesystem anzunehmen. Nun galt es nur noch eines; einen Plan auszudenken wie alles von Statten gehen sollte und etwas Zeit. Und schon bald würde auf La Cabeza ein neuer Wind wehen und er würde seine Position in diesem neuen Sturm haben, in welcher Art und Weise, das würde sich noch zeigen.
Doch wie es dazu kam, das fand vorher seinen Ursprung. Vincent hatte La Cabeza schon lange Zeit intensiver beobachtet, vor allem in den letzten Wochen hatte er eines immer mehr festgestellt; die Insel versank in einer chaotischen Ruhe die alles andere als gut war. Kaperfahrten waren Mangelware, die Tesoro Negro blieb im Hafen und von Perera wenige Spuren. Der Sohn des alten Pereras hatte die Insel nicht mehr richtig im Griff, dauernd war er bei den Weibern, kümmerte sich kaum um die anderen Piraten, er war zu still. Es musste etwas geschehen und hier hatte er einen Denkgenossen gefunden der wie er dachte; Hein. Es war an jenem Abend als er mit ihm sprach, die Problematik ihm und Joshua erläuterte und von Hein seine Zustimmung erhielt. Was Hein nicht erwähnte, und was noch eine fatale Folge werden sollte, war die Tatsache dass der alte Seebär exakt die gleiche Idee schon einmal hatte und sie auch jemanden genannt hatte, doch dazu später mehr.
Vincent hatte mit dem Alten zusammen den Beschluss gefasst; Perera musste weg und am Besten so schnell wie nur möglich. Vincent wäre es am liebsten gewesen ihn zu erschießen, denn der Kapitän dem er damals die Treue geschworen hatte, von jenem war heute keine Spur mehr zu finden. Vincent wusste ebenso dass er und Hein Unterstützung haben würden und zwar nicht wenige, die meisten hier würden sich auf ihre Seite stellen und wie es der Zufall wollte traf an jenem Abend auch eine große Gruppe der Freibeuter in der Taverne ein, unter ihnen auch Ludwigo, mit welchem Vincent die Sache vorerst alleine klären wollte um zu wissen ob er ihm helfen würde.
Danach war es an der Zeit die anderen darüber zu unterrichten; die Idee zu verkünden, das Ziel dass er Perera stürzen würde und danach das Rätesystem einführen wollte. Und hier begannen die ersten kleinen Missverständnisse zu funken als Constanza ihm vorwarf Ideen zu klauen und ein unheimlicher Egoist zu sein. Vincent, der bis zu jenem Moment kein Stück wusste dass Hein jene Idee ebenfalls hatte, diskutierte heftig mit Constanza, das Ergebnis ihr besagter Fortgang und ein fluchender Vincent der ihr hinter her eilte.
Das anschließende Gespräch zwischen den beiden gab Vincent etwas zu denken auch wenn er hoffte das eine oder andere Missverständnis zu klären. Constanza hatte jedoch auch recht, er hatte nur von sich gesprochen, dachte er doch er wäre der alleinige Gründer jener Idee. Vielleicht war es auch nur ein alter Traum aus vergangenen Zeiten, in welchen der Pirat an der Spitze über ihnen allen stand; aber Vincent war Realist und er wusste dass er jene Position niemals halten können würde, noch dass es auf lange Sicht gut gehen würde. Und so hatte er Constanzas Protest nachgegeben und Hein die Wahl der Kapitäne die später hervortreten sollten, überlassen. Letztendlich wollte er nur Änderungen für diese Insel und solange es einen Weg gab diese Änderung herbeizuführen, würde er alles dafür tun.
Das Fazit war trotz allem zufriedenstellend. Alle die er auf die Idee angesprochen hatte waren bereit an jener Sache mitzumachen und waren auch bereit das Rätesystem anzunehmen. Nun galt es nur noch eines; einen Plan auszudenken wie alles von Statten gehen sollte und etwas Zeit. Und schon bald würde auf La Cabeza ein neuer Wind wehen und er würde seine Position in diesem neuen Sturm haben, in welcher Art und Weise, das würde sich noch zeigen.
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Vincent Vandera
Die Nacht war über La Cabeza hereingebrochen. Eine malerische, wunderschöne Kulisse aus dutzenden Sternen am Himmelszelt verschönerte das kleine tropische Paradies selbst während der Abwesenheit der Sonne. Es war still auf der westlichen Seite der Insel, wo eigentlich die meisten Anwohner der Insel ihre Zimmer bezogen hatten, beinahe wie ausgestorben. Nur ein Haus schien bewohnt, es war nahe des Leuchtturmes, gebaut auf einer Erhöhung, aus den Fenstern schien Licht und ein jeder Anwohner wusste wer hier lebte; Joaquin Amado Perera, Piratenkönig. Wie so oft in den letzten Wochen war der junge Piratenkönig erst seit kurzer Zeit wieder in seinem Haus gewesen, den Rest des Tages verbrachte er bei Madame Minfay und ihren Mädchen, die Insel schien in seinen Augen gut zu laufen, Handlungsbedarf bestand keiner und was wollte man noch mehr? Er griff ruhig nach seiner Rumflasche schenkte sich etwas ein und lehnte sich zurück, der Blick aus dem Fenster gerichtet, was ein schöner Abend es doch heute war.
Zur gleichen Zeit geschah jedoch auch etwas an der Ostseite der Insel. Die Dunkelheit nahe der Taverne wurde erhellt durch mehrere Fackeln, getragen von einem guten Dutzend an Piraten. Sie alle standen ruhig da, die Mienen entschlossen und die Augen kalt, ein jeder wusste was heute Nacht geschehen würde und ein jeder wusste um die Konsequenz jener Tat. Sie alle schritten ruhig in Richtung Westseite, die Fackeln bildeten einen gespenstischen Zug in der Dunkelheit und jener Fackelzug näherte sich immer mehr seinem Ziel; der einzigen Hütte in welcher noch ein Licht brannte.
Sie schritten näher und vor der Hütte verharrten sie, wortlos und nachdenklich blickten viele auf die Hütte deren Türe sich nun öffnete. Das fragende Gesicht des jungen Piratenkönig blickte hinab zu ihnen, der Mund wollte sich zu einer Frage öffnen doch als er in die Augen der Versammelten blickte wurde ihm eines schlagartig klar; es lief gar nichts so gut wie er es sich gedacht hatte. Vielleicht war für ihn alles in Ordnung aber die Mienen jener Menschen da unten sprachen eine andere Sprache. Unter ihnen waren einige neue, unbekannte Gesichter und viele altbekannte Mienen, Menschen die ihm einst die Treue schworen und die nun nicht mehr an seiner Seite standen. Er musste nicht einmal sprechen, er wusste was das hier war; Meuterei und er war derjenige der nun daran glauben würde. Unter seinem Vater wäre es niemals so weit gekommen, das wurde ihm nun schlagartig klar und vielleicht war er einfach nicht so wie sein großer Vater.
Er sah auf die Menge, sah wie sie jemanden Platz machten. Eine Gestalt trat näher, schon älter und so vertraut dass der Anblick fast schmerzte. Ambrosio der Wirt trat in Begleitung seiner Tochter näher, in der Hand ein Glas mit einer rumfarbenen Flüssigkeit, der Rest der Versammelten hielten in der anderen Hand ebenfalls eine Flasche. Schlagartig begann der Piratenkönig wieder zu grinsen. „Ihr habt mir nen ganz schönen Schrecken eingejagt …“. Ambrosio grinste zu Perera auf und hob eine Flasche an. „Auf unseren Piratenkönig, auf Joaquin Armado Perera!“ und sie alle hoben ihre Flaschen an und prosteten ihm zu. Ein erhebender Moment der damit endete dass der Piratenkönig sein Glas mit einem Zug leerte und hinab grinste. „War das alles? Lasst uns weitersaufen … und ….“ Der Rest ging unter in einem Keuchen, in einem Würgen und letztendlich fiel der Leib Pereras die kleine Leiter seines Hauses hinab vor die Füße Ambrosios.
Dieser hob seine Flasche an und sah in die Runde. „Auf die Revolution, auf einen neuen Anfang. Auf La Cabeza!“
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Constanza Aynina
Sie konnte das Lichtermeer, welches in der Ferne neben dem glanze der Sterne leuchtete, von ihrer Terrasse aus erblicken.
Es war soweit. Der Fall Pereras hatte begonnen.
Der Piratenkönig hatte seine Bleibe nicht weit von ihrer entfernt. Zu oft sah sie sein ein und ausgehen mit den Dirnen von Minfay. Zu oft erlebte sie, wie er mehr die Leiter empor kroch, oder gänzlich im Sand vor seiner Hütte schlief.
Es war ein erbärmliches Bild, was dieser Piratenkönig aufzeichnete.
Bedauerlich, das es für ihn ein Ende nahm.
Während sie die Leiter hinab stieg, die Tür hinter sich ins Schloß fielen lies, die Füße in den weichen Sand eintauchte, dachte sie an die Möglichkeiten des Abgangs von Perera.
Was stand zur Auswahl? Ein kaltblütiger Mord, liegend in seinem warmen Blut oder ein sanfter, gar friedliches dahinscheiden, im Augenmeer seiner Mannen?
Aye, es teilten wohl viele die Ansicht, das trotz des Versagens, ihm ein gebührlicher Abschied zustand.
Und was lies nicht jedes Piratenherz aufschlagen, als eine gut gefühlte Flasche von Ambrosios Rum?
Erst das auflachen und johlen der anderen lies Constanza aus ihren Gedanken aufschrecken.
Da standen sie nun, versammelt vor der Hütte des Piratenkönigs.
Er schien ziemlich erschrocken, als ein jeder seine Waffe zog und sie auf ihn gerichtet hielt.
Nun gut, wem würde nicht das Herz in die Hose rutschen, wenn mehrere kalte Eisen auf einen gezielt ruhten.
Tauschen, wollte nun wahrlich keiner.
Oh wie sie diesen Blick liebte, jenen, an den die Kerle grinsten über beide Wangen und die Augen aufleuchteten wie von kleinen Kindern. Schon erbärmlich, das erwachsene Männer beim Anblick von Rum, zu liebes gleichen Kindern wurden. So wie jetzt.
Alle hielten die Pullen in die Höhe. Ein jeder grinste über das Gesicht hinweg und hebte den Blick hoch empor zum König der Piraten.
Was er wohl gerade denkt? Vermutlich glaubte er, beim Anblick der grinsenden Fratzen, das alle glücklich und zufrieden waren. Das sie einfach nur mit ihrem Kapitän feiern wollten.
Glücklich. Aye das waren sie. Glücklich, das in wenigen Momenten eine neue Zeit begann.
Glücklich das Altes ruhte und Neues begann.
Glücklich schien ein jeder zu sein, oder nicht?
Erneut riss es sie aus den Gedanken. Der Aufprall Pereras erhalte in der Luft.
Ruhe trat ein.
Alle Augen lagen auf dem am Boden liegenden Piraten.
Es schien eine Weile zu vergehen, als die ersten in wilden Jubel verfielen.
Es war getan.
Die neue Zeit begann.
Was sie mit sich bringen sollte, würde man sehen.
Man oder eher Constanza konnte nur hoffen, das sie besseres vorschrieb.
Es war soweit. Der Fall Pereras hatte begonnen.
Der Piratenkönig hatte seine Bleibe nicht weit von ihrer entfernt. Zu oft sah sie sein ein und ausgehen mit den Dirnen von Minfay. Zu oft erlebte sie, wie er mehr die Leiter empor kroch, oder gänzlich im Sand vor seiner Hütte schlief.
Es war ein erbärmliches Bild, was dieser Piratenkönig aufzeichnete.
Bedauerlich, das es für ihn ein Ende nahm.
Während sie die Leiter hinab stieg, die Tür hinter sich ins Schloß fielen lies, die Füße in den weichen Sand eintauchte, dachte sie an die Möglichkeiten des Abgangs von Perera.
Was stand zur Auswahl? Ein kaltblütiger Mord, liegend in seinem warmen Blut oder ein sanfter, gar friedliches dahinscheiden, im Augenmeer seiner Mannen?
Aye, es teilten wohl viele die Ansicht, das trotz des Versagens, ihm ein gebührlicher Abschied zustand.
Und was lies nicht jedes Piratenherz aufschlagen, als eine gut gefühlte Flasche von Ambrosios Rum?
Erst das auflachen und johlen der anderen lies Constanza aus ihren Gedanken aufschrecken.
Da standen sie nun, versammelt vor der Hütte des Piratenkönigs.
Er schien ziemlich erschrocken, als ein jeder seine Waffe zog und sie auf ihn gerichtet hielt.
Nun gut, wem würde nicht das Herz in die Hose rutschen, wenn mehrere kalte Eisen auf einen gezielt ruhten.
Tauschen, wollte nun wahrlich keiner.
Oh wie sie diesen Blick liebte, jenen, an den die Kerle grinsten über beide Wangen und die Augen aufleuchteten wie von kleinen Kindern. Schon erbärmlich, das erwachsene Männer beim Anblick von Rum, zu liebes gleichen Kindern wurden. So wie jetzt.
Alle hielten die Pullen in die Höhe. Ein jeder grinste über das Gesicht hinweg und hebte den Blick hoch empor zum König der Piraten.
Was er wohl gerade denkt? Vermutlich glaubte er, beim Anblick der grinsenden Fratzen, das alle glücklich und zufrieden waren. Das sie einfach nur mit ihrem Kapitän feiern wollten.
Glücklich. Aye das waren sie. Glücklich, das in wenigen Momenten eine neue Zeit begann.
Glücklich das Altes ruhte und Neues begann.
Glücklich schien ein jeder zu sein, oder nicht?
Erneut riss es sie aus den Gedanken. Der Aufprall Pereras erhalte in der Luft.
Ruhe trat ein.
Alle Augen lagen auf dem am Boden liegenden Piraten.
Es schien eine Weile zu vergehen, als die ersten in wilden Jubel verfielen.
Es war getan.
Die neue Zeit begann.
Was sie mit sich bringen sollte, würde man sehen.
Man oder eher Constanza konnte nur hoffen, das sie besseres vorschrieb.
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John Gabbelbart
Die Sonne verschwand langsam hinter den Bergen und die Insel wurde nach und nach von einem dunklen Schatten umhüllt.
Hin und wieder hörte man das Geschrei aus der Taverne in der nähe des Steges.
Auf der Insel selber sah man hin und wieder einzelne Gestalten umher wandern.
Fast schon geisterhaft und kaum zu erkennen in dem eher faden Licht.
Mit der Laterne bewaffnet schritt “Jonny” wie sie ihn derweil alle nannten über die Insel zu seinem Ausguck wo er sich vor kurzem etwas eingerichtet hatte.
Dort angekommen widmetet dieser sicher seiner Muskete und fing an jene zu reinigen und auf ihre Funktion zu überprüfen.
Während der Arbeit leerte er die ein oder andere Rumflasche.
Nach einer weile wurde der Lärm immer lauter vorauf er sich erhob und sich umblickte und man in der Ferne eine Lichterkette in seine Richtung schlängeln sah.
Mit einem kurzem zögern baute er rasch die Muskete zusammen eher er sie sich über die Schulter warf und in die Richtung der Lichterkette bewegte.
Dort angekommen verhielt er sich eher im Hintergrund und beobachtete das treiben vor dem Haus des derzeitigen Königs der Piraten.
Skeptisch blickte er zwischen den anwesenden hin und her bis zu dem Punkt als der Joaquin Armado Perera sein Haus verließ.
Die Menge wurde leise und es entstand ein kleines Gespräch zwischen der Gruppe und Joaquin Armado Perera.
Nachdem diese anstoßten und das Gespräch in ein heiteres Lachen umschwenkte, wollte sich Jonny eigentlich wieder zurück ziehen, als er diesen dumpfen Schlag vernahm und sich nochmals umdrehte. Seine Augen fielen sofort auf die Person die dort am Boden lag.
Er blickte dann zu den anderen, diese machten keinerlei Regung und schauten nur gespannt zu der Person am Boden.
Als er genauer hinschaute, sah er deutlich das es Joaquin war der dort im Dreck lag. Er hob darauf kurz beide Augenbraue an und verschwand rasch in der Dunkelheit wie er gekommen war.
Am nächsten Morgen stand er auf seinem Ausguck in der linken Hand einen Skorpion haltend, betrachtete jener durch das Fernglas das Haus von Joaquin Armado Perera, dort lag noch immer der zusammen gesackte Körper vor dem Haus.
Darauf blickt er wieder zu dem Skorpion und meinte dann
“ Aye…. Wia sacht man so schoen, hoch steigen sie alle aber die meisten kommen nisch lebend wieda runter!”
Darauf warf er den Skorpion vom Ausguck runter.
Hin und wieder hörte man das Geschrei aus der Taverne in der nähe des Steges.
Auf der Insel selber sah man hin und wieder einzelne Gestalten umher wandern.
Fast schon geisterhaft und kaum zu erkennen in dem eher faden Licht.
Mit der Laterne bewaffnet schritt “Jonny” wie sie ihn derweil alle nannten über die Insel zu seinem Ausguck wo er sich vor kurzem etwas eingerichtet hatte.
Dort angekommen widmetet dieser sicher seiner Muskete und fing an jene zu reinigen und auf ihre Funktion zu überprüfen.
Während der Arbeit leerte er die ein oder andere Rumflasche.
Nach einer weile wurde der Lärm immer lauter vorauf er sich erhob und sich umblickte und man in der Ferne eine Lichterkette in seine Richtung schlängeln sah.
Mit einem kurzem zögern baute er rasch die Muskete zusammen eher er sie sich über die Schulter warf und in die Richtung der Lichterkette bewegte.
Dort angekommen verhielt er sich eher im Hintergrund und beobachtete das treiben vor dem Haus des derzeitigen Königs der Piraten.
Skeptisch blickte er zwischen den anwesenden hin und her bis zu dem Punkt als der Joaquin Armado Perera sein Haus verließ.
Die Menge wurde leise und es entstand ein kleines Gespräch zwischen der Gruppe und Joaquin Armado Perera.
Nachdem diese anstoßten und das Gespräch in ein heiteres Lachen umschwenkte, wollte sich Jonny eigentlich wieder zurück ziehen, als er diesen dumpfen Schlag vernahm und sich nochmals umdrehte. Seine Augen fielen sofort auf die Person die dort am Boden lag.
Er blickte dann zu den anderen, diese machten keinerlei Regung und schauten nur gespannt zu der Person am Boden.
Als er genauer hinschaute, sah er deutlich das es Joaquin war der dort im Dreck lag. Er hob darauf kurz beide Augenbraue an und verschwand rasch in der Dunkelheit wie er gekommen war.
Am nächsten Morgen stand er auf seinem Ausguck in der linken Hand einen Skorpion haltend, betrachtete jener durch das Fernglas das Haus von Joaquin Armado Perera, dort lag noch immer der zusammen gesackte Körper vor dem Haus.
Darauf blickt er wieder zu dem Skorpion und meinte dann
“ Aye…. Wia sacht man so schoen, hoch steigen sie alle aber die meisten kommen nisch lebend wieda runter!”
Darauf warf er den Skorpion vom Ausguck runter.
Zuletzt geändert von John Gabbelbart am Dienstag 20. November 2007, 11:04, insgesamt 2-mal geändert.