Der Fluch des Stabes - Druiden vs. Krathoris

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Anveena Midame

Der Fluch des Stabes - Druiden vs. Krathoris

Beitrag von Anveena Midame »

Endlich war es soweit, die dunkelste Stunde trat immer näher.
Die Vorbereitungen liefen bestens, auch die Forschungen waren abgeschlossen und es konnte beginnen.
Anveena stieg die Treppen hinauf, Loreen, ihre Meisterin, begrüßte Sie abermals.
"Du bist heute die Zeremonienmeisterin", gab Sie kühl wieder und Anveena fühlte den Stolz dieser Bürde, aber auch die Angst, zu versagen.
Die Zutaten wurden bereit gelegt, alles war da...alles, bis auf das Herz eines Singvogels.
Eines Singvogels? Zu dieser Jahreszeit? In dieser dunklen Stunde.
Dann musste etwas anderes her.
Anveena verliess den Turm, streifte durch den Wald, lautlos, dabei die Bäume musternd.
Dann fand Sie einen, das schien er zu sein. Ein Loch prägte seinen Stamm und Anveena trat näher.
Ihr rechter Arm hob sich, wie der Körper einer Schlange, wenn es seine Beute entdeckt hat.
Dann, blitzschnell, stieß jener Arm in das Loch des Baumes und kam langsam wieder heraus.
Es zirrpte kurz, schlug mit den Flügeln, doch die Finger haben sich fest um den Hals der Elster gelegt.
Dann drückte Sie ihre Hand zusammen, ein leises Knacken verriet den Bruch des Genickes vom Vogel.
Das sollte als Ersatz dienen und Anveena trat wieder hoch auf den Turm.
Es war Vollmond und das Licht jenen Mondes liess die Turmspitze erleuchten.
JA, die Zeit war ideal.
Die anderen Brüder und Schwestern traten hoch, insgesamt 5 an der Zahl, 4 an jedem Punkte und Anveena in der Mitte. So solle der Kreis aussehen.
Anveena griff in ihre Tasche und holte einen Beutel heraus, öffnete ihn und legte ihn neben sich. Dort waren Sie, die Zutaten:
-totes Geässt, als Zeichen für das Sterben statt Leben
-ein Knochen, als Zeichen für Wunden statt Heilung
-vergammeltes Obst , als Zeichen für das Vergängliche statt Wohlstand
-das Herz eines Vogels, als Zeichen für Leid und das es enden kann.
Ja, es war alles vorbereitet und es konnte beginnen.
Der Kreis stand, alle waren bereit.
Anveena beginn den Stab zu nehmen und zu beginnen.
Zuerst rief Sie zu ihren Herren, zum Raben, Krathor. Es war Zeit für die Beschwörung seiner Gunst, in welcher die Diener ihrem Meister zeigen, was geschehen soll.
So flehte Sie um erhöhr und erklärte.
Der Stab eines Druidens, leichtsinnig ihr überlassen, solle als Brücke zu eben jenen Dienen und seinen neuen Stab verfluchen.
Jene Gutmütigkeit des Mannes, der Serendo hiess, würde nun verherrende Konsequenzen für ihn bedeuten.
So solle die Magie zweider Glaubenden sich verbinden und gemeinsam eben jene Brücke erstellen.
Dann trat Anveena in den Kreis, welcher sofort geschlossen wurde und es began die Beschwörung.
Zwei Seelen sollten gerufen werden als Träger des Fluches und Überquerer der Brücke.
Sie sollten es sein, die den Fluch auf den neuen Stabe legen sollten.
Doch Seelen wollen brechen und bei der immensen Kraft, die die Diener durch Anveena in den Stab tragen sollten, muss der Kreis die Seelen und die Energien Krathors halten.
So hob sie die Zutaten und liess Sie nach und nach auf den am Boden liegenden Stab fallen.
Beschwörungen rief Sie, welche im Chor wiederholt wurden.
Die Kraft stieg an, die Diener merkten, wie etwas an ihnen zog, ihre Kraft raubte. Sie mussten stand halten, durften es nicht brechen lassen.
Weiter sprach Anveena, führte das Ritual fort.
Ein weißer Schleier bildete sich zwischen ihre Füßen, während der Wind zu nahm, die Umhänge der Beteiligten tanzen liess, jene, die mit aller Kraft gegen die Erschöpfung kämpften.
Anveena hob die Hände, beschwor die Macht Krathors, zwei Seelen zu schicken als Träger des Fluches und sie würde jene beschwörung bezahlen.
Ihre wehnen platzten auf, Blut rann ihren Armen hinab und tropften auf den Boden, während der Wind stärker wurde.
Ein jaulen, gequälte Schreie und aus dem weißen Nebelschleier erhoben und formten sich zwei Gestalten. Seelen, versuchend zu brechen, zurück zu kehren.
Sie umkreisten Anveena, stiessen gegen die Mauer des Kreises, die die Diener gebildet haben. Sie waren wütend, voller Hass und Zorn gegen ihre Beschwörer, so wie es sein sollte, denn auch so würden sie die Brücke überqueren können.
Der Stab am Boden liegend began zu leuchten.
Der Wind schien zu drehen, schien aus allen Richtungen gen der Mitte des Kreises zu wehen.
Die Diener hatten mühen, neben den immensen Kraftverlust das Gleichgewicht zu halten, während der Wind wie ein Wirbel in der Mitte die Seelen trug.
Anveena, schwitzend, blutend und schwer atment, vollführte nun den letzten Teil: Die Transferierung.
Alles musste in den Stab, musste die Brücke bilden und hinüber gleiten.
Sie senkte ihre Arme, ein Lichtstrahl, hell und blendend, konnte man dennoch nicht wegsehend, da er so schön war.
Die Seelen jaulten, und die Zutaten wie der Stab erhoben sich.
Der Wind glich einem Tornado, doch noch standen Sie alle.
Dann hellte das gleissende Licht weiter auf, es schien wie eine Druckwelle von der Mitte und stieß Anveena zurück.
Ruhe....stille.
Nicht einmal der Wald machte ein Geräusch.
Vor ihr lag eine winzige Spur aus Asche, dort, wo der Stab einst lag, als wäre jener verbrannt, nicht mehr.
Die Diener sackten zusammen oder stützten sich auf ihren Stäben ab.
Viele waren verwundet.
Anveena riss die Maske von ihrem Kopf und strich sich über die schwitzende Stirn, was das Blut auf jener verschmirrte.
Sie fühlte sich ausgelaugt, kraftlos und leer und dennoch, lächelte sie leicht.
Es hat geklappt, das Ritual war erfolgreich und die Brücke wurde aufgebaut.
Nun hiess es zu warten und zu beobachten, welche Auswirkung der Druide zu spüren bekommt.
Serendo Radil

Re: Der Fluch des Stabes - Druiden vs. Krathoris

Beitrag von Serendo Radil »

(Welt im Wandel-quest. Enthält ein zwei kleine Verbindungen hier zu)
http://www.alathair.de/forum/viewtopic.php?t=25159&start=15

Die Auswirkung des Bannes

Auch wenn er der Erzdruide es noch als zu früh ersonn, beschwerte die Fügung ihm und auch Akurios etwas anderes.
So entsann Sie Serendo an seinem Tiefpunkt jene Stütze die er brauchte.

Doch vermochte sich der geschwächte Druide nicht um seine Ausbildung kümmern.
Jener erschreckende Fluch, welcher über ihm lag, galt es zu ergründen gar zu verstehen.
Warum er auf ihn eilte und vor allem welche folgen er für den Altern hatte.

Alles pflanzliche Leben in seinen Händen. Seine Gabe, etwas übernatürlich rasch wachsen zu lassen, bedeutete Fäulnis und Tod für jenes Leben.
Sich auf seine geschwächte Aura zu besinnen, ihr von innen durch Meditation und seinem um die Klänge des Lebens kraft zu schenken, war gleich dem selber zudrücken eines Dolches, welcher in seinem Fleisch steckte.

Der Derwyddon suchte ruhe und Einsamkeit im verborgenen Haine, Vernementons.
Doch der Ort an dem er ruhte, glich bereits einem vermodernden Kompost.
Denn jedes Mal er sich auf seine heilende Naturgabe besonn, sank er zu Boden. Und das Gras verdorrte.
Die Klänge, welche sich bei seinem Wirken und dem Sterben der Pflanzen, formten vermischten sich stets mit einem inneren Schmerz, nach welchem schlicht und ergreifend Ruhe und Stille herrschte. Einzig leblose elementare Klänge, fern ab von einer Struktur, welche ein Wissender als Klang des Lebens beschreiben würde.
Nach außen hin mochten diese Augenblicke nur ein Bruchteil einer Sekunde andauern. Doch in seinem innern eine ganze Ewigkeit anhalten.

Ein halber Tageslauf mochte vergangen sein, bis schließlich auch den sonst so besonnenen und wissenden Derwyddon ein Augenblick, beruhend auf dieser gewissen Art Hilflosigkeit, des Zornes und der Wut ereilte.

Die vom Gebirge eingeschlossene Insel Vernementon, erschütterte einen Moment unter den geballten Fäusten des Erzdruiden.
Doch ehe etwas viel schlimmeres sich vollzog, blickte der Druide sich im Kreis drehend, die Hände von sich gespreizt, durch den stillen Wald.

Weniger hielt ihm die eigentliche Nüchternheit seiner Reife davon ab etwas schlimmeres geschehen zu lassen, als vielmehr die so leicht und plötzlich wirkende destruktive Kraft.

Innere und äußere Ruhe machte sich wieder breit.
Klarheit und eine Folge einiger Gedankengänge schenkten Serendo nun die kommenden Augenblicke seiner Einsamkeit.



So gestaltete sich wieder einmal sinnbildlich der Kreislauf allen Seins.
So man nach etwas verlangt und es sich nimmt oder es einfach bekommt, verlagert sich das Gewicht auf eine Seite.
Doch es entsteht kein leerer Raum. Es ist vielmehr der Platz geschaffen für alles andere, welches diesen freien Raum auffüllt.
Die zerreisende Suche, nach einer vermeidlichen Antwort dieses destruktiven Fluches, zollte seinen Tribut und verlangte nach einem Ausgleich…

So musste erst etwas geschehen, was dem Druiden sonst so fremd ist. Wonach er niemals strebt.
Es schaffte ungewollt Platz.
So ist es dem Druiden versagt, zu diesem Tage versagt, lebende „Magie“ zu wirken.
Doch verlagerte es sogleich sein inneres Kräfteverhältnis, welches die lodernden, aufbrausenden, nach Raum drängenden elementaren Klänge seiner selbst leichter erwecken ließ.

Doch galt es nun zu Ruhen, zu verstehen, sich dieser Kraft, dem treibenden Feuer in ihm achtlos hinzugeben.

Stille und Ruhe mag das Meer ereilen. Keine Möwe mag mehr über die See gleiten. Und kein Fisch sich in das zurückweichende Wasser wagen.
Doch auch jede noch so ruhige und schwach wirkende Woge kehrt am Zenit ihres höchsten Standes erstarkt und unaufhaltsam zurück…
Wijay Loreen

Beitrag von Wijay Loreen »

Anveenas Plan, in welchem ihr der Zufall glücklicherweise zu Hilfe kam war äußerst kreativ, das Ritual sorgfältig durchdacht und die Durchführung dank der Hilfe ihrer Glaubensbrüder und -schwestern perfekt. Ja, Anveena war soweit.

Nach Beendigung des Rituales rief Wijay ihre Schülerin in die Bibliothek. Sie mochte wohl nicht erahnen was ihre Meisterin von ihr wollte, doch war es an der Zeit die Bande zu lösen, sofern es Anveenas Wunsch war.

"Du hast viel gelernt, und dein Ritual hat mir gezeigt, dass du so weit bist. Ich stelle dir die Wahl, ob du nun künftig deine eigenen Wege gehen willst oder, doch dann sei dir größeren Fleißes bewusst, welchen du aufbringen musst, deine Lehre fortzusetzen. Ich kann dir Wege zeigen, die du beschreiten magst. Doch sind diese mit viel Kräfteverzehr zu zollen"

"Ihr seid meine Meisterin. Alles was ich weiß habe ich von Euch gelernt. Und selbst wenn die Bande gelöst werden sollten, werde ich Euch stets dienstlich sein, wenn es verlangt wird."

Eine sehr befriedigende Antwort. Damit war Anveena nicht länger in Ausbildung und konnte ihren Weg fortsetzen, doch sicherlich mag man dereinst weiter voneinander lernen.

Die Auswirkungen waren wohl interessant.
Serendo Radil

Beitrag von Serendo Radil »

Ein toter Holzstab ruhte angelehnt an der Schulter des Derwyddon. Ungewohnte Stille herrschte im Haine Vernementons. Gar die Vögel und jene anderen Bewohner hüllten sich in einem, von einer trauernden Vorahnung geprägtem, Schweigen.
Die weiße Kapuze des Umhanges hing tief im Gesicht Serendos.
Er mochte keinen Wimpernschlag von sich geben, währenddessen seine Augen leer und ohne einen festen Punkt zu Boden blickten.
Für niemanden im Hain sollte dies bis zu diesem Punkt als ungewöhnlich erscheinen.
Hatte er doch allen Grund dazu die Tage mit Nachdenken über die ganzen Geschehen zu verbringen.


Der Schmerz des Fluches mochte ihn ab und an aus seinen Gedanken reißen.
Erinnernde Bilder an jenen Moment, wo er das erste Mal zusammenbrach ereilten den Druiden.
Von Schmerz und leid tragende Klänge ereilten ihm in diesem Moment.
Und dem Erzdruiden erschienen vor seinem geistigen Blick jene zwei gequälten Seelen, welche Serendo an dem besagten Tage heimsuchte.
Es mochte dem Alten sich ein Bild über dem Hergang dieses Fluches formen.

Nach weiteren Momenten der inneren Suche, verspürte er nun die Anwesenheit jener beiden Seelen so deutlich wie ihr Lied selbst.
Auch wenn ihre Klänge gar lautlos erschienen, spürte er wie sie sich an seiner Aura festhielten, gar daran gedrückt wurden.
Eben jene Seelen waren dafür verantwortlich, dass jedes Erfassen der lebenden Klänge für Serendo unmöglich war. Sie saugten sie förmlich auf und stießen jene zerrissene und von elementaren Klängen geprägte Melodie wieder aus.
Nun verstand der Erzdruide vollens. Es würde ihm nun ein leichtes sein, jene zwei Seelen von ihm zu lösen.
Doch würde er noch etwas damit warten. Niemals zuvor hatte der Derwyddon auch nur einen Gedanken daran verloren, die Kraft zweier Seelen toter Geschöpfe, für das Erlangen eines Zieles, zu nutzen.
Doch alles Sein, alles Wirken geschah auf einem Geben und nehmen.
Serendo würde es nicht wagen, sich einzig der umkehrenden Kraft dieser Seelen zu bedienen, und sie darauf, ohne ihnen etwas zu geben, von sich zu lösen. Sie gar für ihre Tat zu strafen. Denn spürte er die Zwänge die sie bei ihm hielten deutlich.
Er würde sich ihrer Kraft annehmen, sie gar um etwas Bitten… Ehe er sie von sich löst und ihnen die Erlösung und ihren Frieden auf eine besondere Weise schenken mag…
Anveena Midame

Beitrag von Anveena Midame »

Aus weiter entfernung konnte Anveena die Spitze des Turmes sehen. Entlich war Sie wieder da, ihr neues Heim, der Turm des Mondes.
Sie war einige Tage zu Studienzwecken verreist, besuchte Bibliotheken in weit entfernten Ländern und kam erschöpft, doch mit einem lächeln wieder.
Ein Lächeln, dass schnell verlosch, als Sie den Turm in seiner gänze sah.
Menschen eilten auf der Spitze umher, während Sie beobachten konnte, wie Ranken, aus dem Boden ragend, sich an die Mauern hafteten und sich weiter hoch rissen.
Was war dort los?
Sie rannte, liess ihre Bücher fallen und zog ihren Dolch.
Die Ranken hatten sich über die Tore gelegt, sie erhob ihren Stab und liess einige Schädelbomben erscheinen, die sie gegen das Tor schleuderte.
Doch anstatt, dass die Ranken explodierend verschwanden, tauchten mehr Ranken dort auf.
Unwissend, was geschehen war, stürmte sie los und began die Ranken mit dem Dolch wegzuschneiden und reissen.
Doch es schien aussichtslos.
Je mehr Ranken Sie vernichtete, umso mehr kamen.
Nur mit viel Mühen schaffte Sie es, das Tor einen Spalt zu öffnen und hinein zu huschen^, als die Ranken es wieder gänzlichst versperrten.
Vor ihr, im Bibliothekszimmer, zeigte sich ein Bild des Schreckens.
Überall...ja überall, waren Pflanzen durch den Boden gedrungen und wuchsen auf allem, was Sie fanden:
Tische, Stühle, Regale.
Vögel zirrpten, während flauschige Hoppelhasen, ja gar ein Rehkitz durch die Räumlichkeiten streiften.
Sie nahm die Treppe, rannte hinauf, wo Sie Stimmengewirr hörte und sah auf der Spitze, wie gerade der Kreis zu einem Gegenritual geformt wurde.
Sie stellte sich dazu, ohne groß zu fragen und ihr Blick viel auf ihre ehemalige Meisterin Loreen, die das Ritual führte.
Alle gaben ihre Kraft, sprachen ihre leisen, gar stummen Gebete an Krathor, damit jener Fluch endete.
Doch es geschah das Gegenteil.
Sie alle merkten, wie ihre Kraft genommen wurde, wie man an ihnen zerrte, doch anstatt den Tot zu bringen, wuchsen mehr und mehr Pflanzen, erschienen aus jenen mehr und mehr Tiere.
Sie musste es stoppen, was zur Hölle war hier geschehen?
Sie musste die Bindung trennen, sie musste ihre Macht auis dem Ritual lösen, sie durfte nicht mehr Energie verlieren.
Sie sah, wie einige schon bewusstlos umkippten, andere sich mit letzter Kraft an ihrem Stabe hielten, ja gar Loreen zu Boden sank, Kraftlos und geschwächt vom Ritual.
Anveena hob ihre Arme, sie schien, gegen etwas zu drücken, als ob zwei Mauern sie von den Seiten erdrücken wollte.
Schweiß rann ihre Stirn hinab, ihre Adern pulsierten vom Kraftaufwand hervor. Sie atmete schwer, jappste nach Luft, ehe sie dann von der erdrückenden Energie zurückgeworfen wurde und gegen den Steinsims knallte.
Langsam, benommen, erhob Sie sich, ihre Hand glitt zu ihrem Stabe, sie blickte zum Ritualkreis, er war besiegt.
Dann schoss es ihr durch den Kopf.
Der Fluch, das Ritual...es war ihr Fluch, ihr Ritual, was Sie gegen die Druiden hervorrief.
Sie mussten es entdeckt haben, das Geheimnis und haben es zurück geschickt.
Statt Tot, die die Magie der Diener wirkte, kam nun Leben. Die Energie, die ihnen absorbiert wurde, wurde genutzt, um all das Grünzeugs und all die Tiere zu schaffen.
Die Brücke...doch was nutzten Sie als Brücke?
Sie kroch vor, zu Loreen und hob ihren Kopf.
Sie sah zu den letzten, die standen und dagegen ankämpften, unwissend, dass Sie mit ihrer Magie all das hier erschaffen würde.
Anveena schrie Sie an, nicht dagegen zu wirken, die Magie sinken zu lassen da es jene ist, die all das hier hervorrief, doch Sie waren wie in Trance, hörten nicht und wirkten weiter.
Loreen öffnete kurz ihre Augen und sprach leise gen Anveena:
"Der Stab...dein Stab...zerstöre ihn..."
Da schoß es Anveena durch den Kopf, die Brücke verlief zurück, so wie Sie sie geschickt hatten, über ihren Stab.
Sie nickte und erhob sich mit letzter Kraft. Sie nahm den Stab in beide Hände und hielt ihn empor.
Augen fest verschlossen, ihre Hände begannen zu glühen, konzentrierte sie sich darauf, ihn zu zerstören.
Das Licht wurde heller, gleissender und für die Augen beissender, als ein Knall ertönte und Anveenas Hände leicht zu rauchen schienen.
Doch der Stab, er war nicht zerstört, nein, der alte, vermodderte Knorrenstab, das tote Holz, schien wieder zu Leben, bekam sogar Blätter.
Es war zum verzweifeln, die Magie wirkte auch dort umgekehrt.
Sie schaute sich um, ein weiterer Bruder kippte Ohnmächtig zusammen.
Dann fiel es ihr ein, die Umkehr, der Spiegel.
Abermals nahm sie mit letzter Kraft den Stab empor, ihre Hände leuchteten wieder und abermals ein Knall.
Der Stab zerfiel in seine Einzelteile, bis er sich dann gänzlichst auflöste.
Sie hatte einen Schutzzauber auf ihn gelegt, das Gegenteil, er wurde zerstört.
Das Wuchern began aufzuhören, doch durch die Baurt des Turmes, hallte die Magie noch einige Zeit wieder, weshalb nur langsam und spärlich man den Turm vom Leben befreien konnte.
Loreen kam auch zu kräften, began dann aber weiter zu ruhen.
Anveena setzte sich zu ihr, ein Lächeln im Gesicht, mit einer Antwort von Loreen, die Sie ohne Worte aus ihrem Gesicht lesen konnte:
Was gäbe es da zu lachen?
"Es hat funktioniert. Die Druiden hatten mächtig Ärger. Das, was wir erlebten mit dem Leben, erlebten Sie mit dem Tot und viele Seelen wurden unserem Herren gebracht, Seelen, die auf das Konto der Druiden geht."
So erhob Anveena sich, einige Schnittwunden und verletzungen am Körper und stieg die Treppen hinab.
Bis in den Keller, sah Sie noch ihre Brüder und Schwestern, wie Sie gegen den Wildwuchs ankämpften und langsam die Oberhand gewonnen haben, ehe Sie sich dann zur Ruhe legte, mit dem Wissen, dass all dies, wenn nicht sogar schlimmer, die Druiden und Serendo durchmachten mussten.
Dann schlief Sie ein.
Der Erzähler

Beitrag von Der Erzähler »

Sie wanden sich in ihrem Gefängnis, blind, hasserfüllt. Gebunden durch einen größeren Willen, nagten die körperlosen Seelen an den engen Grenzen ihres Daseins. Lauerten auf nachlassende Wachsamkeit, getrieben von Zorn auf alles Lebendige, alles das es wagte zu besitzen, was ihnen genommen wurde.

Plötzliche Unruhe. Etwas griff nach ihnen, sanft und doch unbeugsam. Der Geist ihres lebendigen Gefängnisses, ihr Wirt beobachtete sie, rief nach ihnen. Tonlos heulten die ruhelosen Seelen auf, vergebens gegen den Zugriff ankämpfend. Doch der Wille des Druiden legte sich wie eine warme, ruhespendende Decke über sie. Überraschtes Innehalten, Stille. Hass zerfaserte wie Nebel, gegenstandslos und unbedeutend. Tiefe Ruhe senkte sich über die gequälten Seelen, als wären dissonante Noten aus dem Lied ihres Daseins verschwunden. Ihr Gefängnis öffnete sich einladend, wo sie zuvor heulend vor Zorn an unnachgiebige Wände gestossen waren. Zuerst zögernd, dann glühend in der Wärme der neu erworbenen Freiheit schwangen sich die Seelen empor, den Segen des Druiden mit sich nehmend.

Tastend, suchend, prüfend erspähten sie die Klänge derjenigen, die sie gebunden hatten. Sie hatten etwas zurück zu geben, ein Geschenk. Dort! Düster, von schwarzen Vögeln umgeben, lockte der Turm mit einer Verheissung. Die Seelen waren an ihrem Ziel. Samen begannen zu keimen, rankten sich als blühende Lianen über tote Mauern. Bodenplatten sprangen, als kümmerliche Pflanzen zu sprießen begannen, Tiere wurden von den vertrauen, wohltuenden Klängen und Gerüchen angezogen. Ein Gemäuer, einst erfüllt vom Tod, wurde von Leben erfüllt.

Gleichgewicht, so fragil und doch notwendig. Man konnte nicht geben, ohne zu nehmen.
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