Freiheit - Ein zu hoher Preis...?

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Eliane Liathar

Freiheit - Ein zu hoher Preis...?

Beitrag von Eliane Liathar »

Dunkle Gewitterwolken zogen über den Himmel von Lameriast. Dunkel... wie ihr Empfinden. Schmerzhaft umkrampfte ihre Hand die linke Seite. Dieser Streit, dieser unsinnige Streit... Langsam sickerte das Blut durch die Verbände und netzte ihre Hand. Es war egal... sie hieß den Schmerz willkommen, der den Schmerz, der orkanartig in ihrem Inneren tobte verdrängte. Peitschend hallten Moiras Worte durch ihre Seele.

"Du bist schuld, das unsere Eltern so geworden sind!"
-War es wirklich ihre Schuld...?
"Wenn du nun gehst, gehe ich ebenfalls!"
-Schwanger, allein im Winter? Das wäre Moiras sicherer Tod...
"Du hast immer nur an dich gedacht!"
-An sich gedacht? Alles was sie je getan hatte, war für Moira geschehn...

Sie hatte resigniert... sie würde bleiben. für moira würde sie alles tun. gebrochen blickten ihre augen hinaus, als habe sie etwas unendlich kostbares aufgegeben... ihre freiheit. Moiras Stimme, sie hatte das Blut gesehen, bat sie sich hinzulegen. Dann, Thorans Stimme, hart, kalt. Sie würde auf ihre Schwester fallen, wenn sie nun fallen würde. Widerspruchslos ging sie nach oben. Ließ sich die Bandagen wechseln. Ihr Leben... ihre Freiheit... doch wenn das der Preis war, den sie zu zahlen hatte, damit es Moira gut ging... dann war es so. Für ihre Zwillingsschwester... für Moira...
Thoran Wynther

Beitrag von Thoran Wynther »

Frauen versteht man nicht Mann muss sie so nehmen wie sie sind - hatte Vater immer gesagt aber dass es so schwierig sein würde hätte er nicht gedacht. Hatte er ihr nicht am gestrigen Abend ihr das Leben gerettet? Viel Blut hatte sie verloren ehe er die Pfeilspitze entfernen konnte und als sie dann aufsprang war sie ohnmächtig geworden, hatte die Nacht und den Tag geschlafen. Nachdem sie wach wurde hatten sie sich lange unterhalten und es gefiel ihm nicht grade was sie tat aber er konnte sie auch nicht der Tür weisen. Nun hatte er Eliane zu ihrer Schwester begleitet und war Zeuge ihres Streitgespräches geworden.

Er verstand sie nicht dass sie sich so darüber aufregte bei ihrer Schwester zu bleiben. Er hatte doch auch seine Freiheit trotzdem er in der Akademie war. Und er hatte auch seine Abwechslung sollte ihm sein Dach auf den Kopf fallen. Dann verschwand er halt in den Höhlen. Aber diese Weigerung Einsicht zu beweisen begriff er nicht. In dem Moment wo sie ihrer Schwester gegenüberstand schien sie vergessen zu haben wie knapp sie dem Tot entronnen war und dann schrie sieauch noch heraus sie brauche von niemandem Hilfe und rannte raus. Das traf nicht nur Moira sondern auch ihn der sich die Nacht und den halben Tag gemüht hatte ihr Fieber zu senken.

Wenn Moira nicht so traurig geschaut hätte wäre er auch garnicht hinaus in den Sturm gegangen. Grummelnd folgte er Moiras Bitte sich mit Eliane zu unterhalten die grade wutentbrannt aus dem Haus gestürmt war. In solchen Momenten hasste er sein weiches Herz dass ihn immer wieder nötigte Hilfe zu leisten.
Gestern abend noch hatte er Eliane das Leben gerettet indem er ihr zumindest notdürftig die offene Wunde behandelt hatte und jetzt einen Tag später stand er nun vor Moiras Haus, den Mantel enger ziehend ob des kalten Windes. Noch dachte er sich nichts dabei und ging zu Eliane ans Ufer.
Was sollte er ihr bloss sagen? Er sollte sie wieder hineinholen und lachte bei diesem Gedanken innerlich. Sie schien doch eh nur zu tun wozu ihr grade war ... aber gut.

Moira stand im Inneren des Hauses am Fenster und beobachtete die beiden wie sie am Ufer sassen und sich unterhielten. Und nun begann es auch noch zu regnen. Wieder verfluchte er seine Hilfsbereitschaft als der eiskalte Regen ihm ins Gesicht schlug. Schreiend musste er sich mit Elina unterhalten da der Wind nun immer heftiger wehte und da sich nun auch schon Schneeflocken in den Regen mischten wurde er langsam unwirsch.
Plötzlich sprang Eliane auf und ging - nein sie rannte - zu Moira die nun hinter ihnen stand, hochschwanger wie sie war. Mit mütterlicher Entschlossenheit zog sie Moira zurück ins Haus, sie tadelnd ob ihrer Unvernünftigkeit und er sass perplex am Ufer. Völlig durchnässt, den eiskalten Wind im Rücken und nun völlig sauer. Wie ist er bloss in dieses Familiendrama hineingeraten? Was hatte es ihn eigentlich zu scheren ob Eliane das Weite suchte und Moira sich vor Sorgen verückt machte. Es war nicht seine Familie! Es war nicht sein Problem!
Und trotzdem ging er nicht nach Hause sondern schlug dreimal mit Kraft gegen die nicht abgeschlossene Tür, die daraufhin nachgab und vom Wind getrieben weit aufschlug und den Sturm ins Haus brachte. Er musste sich gegen die Tür drücken um sie wieder zu schliessen und stand einen Moment nachdenklich im Raum. Er ging nach oben wo Eliane versuchte Moira dazu zu bewegen sich trockenes anzuziehen um das Kind nicht mit einer Erkältung zu gefährden. Doch weigerte diese sich. Am oberen Treppenende erhebte er nun seine Stimme - laut aber nicht schreiend - fragend ob beide denn nun so weit wären sich vernünftig zu unterhalten. Beide verstummten. Moira begann nun trockene Kleidung herauszusuchen und gab auch ihm welche. Wortlos nahm er sie und ging nach unten sich umziehen und die nassen Sachen vor dem Ofen ausbreitend.

Nachdenklich stand er am Fenster und dachte an sein Haus und an Marina die draussen am Anbindepfosten stand. Hoffentlich suchte sie sich einen sicheren Platz. Angebunden war sie nicht und er musste sie mit Sicherheit suchen gehen. Am liebsten wäre er gleich gegangen doch der Blick nach draussen gebot der Vernunft es sofort zu verbieten. Somit setzte er sich und wartete was denn nun passieren würde.

Schweigend sassen beide nun am Tisch und schwiegen sich an. So langsam hatte er keine Lust mehr und setzte grad zu einer Standpauke an als Eliane ganz leise, einem schuldigen ertappten Mädchen gleich, sagte "Moira ... du hast gewonnen!" Dann schlich sie halb nach oben und stand nun schmollend oben an der Treppe. Leise unterhielt er sich mit Moira und blickte hin und wieder zu ihr hinauf. Sollte sie sich ihre Gedanken machen vielleicht kam sie ja noch zur Vernunft. Spätestens wenn Moira sie zur Tante gemacht hatte sollte es ihr schwer fallen nicht hierbleiben zu wollen.

Plötzlich wurde er wieder aufmerksam als Eliane ihre rechte Hand sinken liess. Die Hand war rot vom Blut und er sah sie schon wieder fallen. Moira folgte seinem Blick und sprang schneller als es für sie gut war auf und rannte zu ihrer Schwester. Er stellte sich hinter sie und fuhr Elina nun in barschem Ton an sie solle nach oben gehen ehe sie auf ihre Schwester falle. Oben wechselte er wieder ihren Verband und versuchte auf Elina einzureden sie möge doch einen Heiler zu sich lassen ehe sie im Wundbrand ins Fieber fallen würde. Doch vergeblich. Ihr Starrsinn faszinierte ihn und regte ihn zu gleichen Teilen auf doch ihre fiebrig glänzenden Augen und die blasse Haut sprachen eine eindeutige Sprache: sie musste zum Heiler. Doch konnte er sie nur verbinden und schlafen legen. Danach ging er wieder hinunter.

Lange noch unterhielt er sich mit Moira doch konnte er ihr nicht helfen da auch er nicht wusste was in Eliane vor sich ging und so blieb ihm nichts anderes übrig als erstmal wieder nach Hause zu gehen. Dankend schlug er Moiras Angebot aus in ihrem Haus zu übernachten, da ihn die Sorge nach Hause zog und so machte sich auf den Weg über die verwüstete Insel nach Neuhaven zu seinem Haus. Überall lagen umgestürzte Bäume aber es war beunruhigend ruhig. Nach dem Sturm schienen alle Geräusche verloren gegangen. Weggeweht und aufs Meer hinausgetragen. Als er an Andreanas Haus vorbeikam schauderte ihm als er die Schäden sah und auch die anderen Häuser an denen er vorbeikam sahen nicht besser aus. So erstaunte ihn der Anblick seines Hauses nicht.

Marina stand zitternd und völlig durchnässt auf der Veranda gegen die Tür gedrückt. Er nahm sie für die Nacht mit ins Haus. Die Laternen aussen am Haus fehlten alle. Das Fenster an der Rückseite des Hauses war zerbrochen und ein darunter war es nass von der Gischt die der Wind gegen das Haus getrieben hatte. Einige Schindeln fehlten auf dem Dach aber nachdem er alles begutachtet hatte fand er dass er noch Glück gehabt hatte.
Eliane Liathar

Beitrag von Eliane Liathar »

Den Blick weit in die Ferne gerichtet stand Eliane am Bug des Schiffes. Nach Bajard wollte sie, ein paar Dinge erledigen, ehe sie nun vollständig bei Moira bleiben würde. "Das Kind soll nicht ohne seine Tante aufwachsen!" hatte Moira gesagt. Aber... auch nicht ohne eine solche Tante wie sie es gewiss wäre? Diese Gedanken spukten in ihrem Kopf herum, als sie von Bord ging. Xervath... sie musste ihn aufsuchen. Sich dafür entschuldigen, dass sie ihn gestern versetzt hatte, dass sie nicht hatte kommen können. Doch was sollte sie sagen?

Als sie dann plötzlich vor ihm stand, zögerte sie. Ihm die Wahrheit sagen? Die ganze Wahrheit? Würde er sie nicht auch hassen? Stockend erklärte sie ihm, sie müsse nun bei Moira bleiben, sie habe es versprochen. Er reagierte unwirsch, sagte, sie solle ihm die ganze Wahrheit erzählen, nicht immer darum herum reden. Resignierend erklärte Eliane sich einverstanden. Die kommenden Entwicklungen ließen sich ohnehin nicht mehr aufhalten, einer Lawine gleich trafen sie sie und begruben ihr Leben unter sich. Aber nicht hier... nicht mitten in Bajard. Also machten sie sich auf den Weg zu Xervath. Die Zähne zusammen beissen. Keinen Schmerz empfinden, keine Verzweiflung... wenn das nur so einfach wäre.

Draußen unter einer Laube machten sie es sich bequem, so gut das eben in solch einer Situation möglich war. Erst stockend, dann immer schneller berichtete sie ihm von ihrem Leben. Von ihrem Fortlaufen von zuhause, ihrer Ausbildung in der Gemeinschaft der Nachtgreifer, ihren Taten. Davon, wie sie ihren Ausbilder getötet hatte, den Mann, der ihre Schwester verlangt hatte. Davon, dass die Nachtgreifer sie aufgrund dessen töten wollten. Und letztendlich von dem Versprechen, dass sie Moira gegeben hatte, für immer bei ihr zu bleiben. Er verstand ihre Einstellung nicht, wie könnte er auch. Wie könnte jemand das Gefühlschaos, welches in ihrem Inneren herrschte, verstehen. Er sagte, sie solle ihre Waffen nicht niederlegen. Denn, so argumentierte er, wenn man wirklich nach ihrem Leben trachtete, so müsse sie sich und Moira schützen. Moira jedoch würde das niemals verstehen.

"Ich muss gehn... muss Moira verlassen. Irgendwann muss sie es akzeptieren." murmelte Eliane. Dann: "Ich suche mir irgendwo ein Zimmer in einem Gasthaus... Nicht zu Moira zurück... zu ihrem Besten..." "Warum schläfst du nicht bei mir?" fragte Xervath. Unsicher blickte sie ihn an. "Wie kannst du mich noch in deiner Nähe wollen, nun, im Angesicht dieser Wahrheit?" fragte sie leise. "Jetzt wo du ehrlich zu mir warst, erst recht." erwiderte er und zog sie in Richtung des Hauses.

Wie gut, dass sie aus Gewohnheit stets alles was sie brauchte bei sich hatte. Sie entkleidete sich und schaute nochmal nach der Wunde. Es hatte aufgehört, zu bluten. Kein Blut sickerte mehr durch den Verband. Trotzdem erneuerte sie jenen gewissenhaft und zog sich dann ihr Nachthemd über. Müde sank sie aufs Bett nieder. Xervath, der es ihr gleichtat, fiel sogleich in einen tiefen Schlummer. Lange noch blickte sie ihn an, während ihre Gedanken schweiften. Dann setzte sie sich auf und begann, einen Brief an Moira und Ragenzo aufzusetzen, einen Brief, der, wie sie hoffte, ihre Entscheidung erklären würde. Leise seufzte sie , doch dann setzte sie die Feder auf, begann zu schreiben...

Geliebte Schwester, lieber baldiger Schwager...

Mir fällt es so schwer, diese Zeilen zu schreiben, doch muss es sein. Lasst mich eines vorwegnehmen. Als ich heute das Haus verließ, hatte ich die feste Absicht, noch vor Einbruch der Dunkelheit zurück zu kehren. Jemand hat mir jedoch eines klar gemacht. Mein stilles Ausharren würde mehr Gefahr über euer beider Leben bringen, als meine Abwesenheit. Ihr habt euch ein so wunderbares Leben aufgebaut, wollt heiraten, und erwartet sogar ein Kind. Liebe bedeutet nicht, stillschweigend zu akzeptieren, Liebe bedeutet, für das Wohl des anderen zu arbeiten. Eben deswegen kann ich nicht still schweigend akzeptieren, was du, Moira von mir verlangst. Ich tue dies nicht für mich, auch wenn du mir dies nicht glauben magst. Ich tue es, um für euer beider Leben das Beste zu ermöglichen.
Moira, nun ist es für dich an der Zeit, dich auf dein Leben zu konzentrieren, und das meine ruhen zu lassen. Du bist meine Schwester, ich liebe dich mehr als alles andere auf der Welt. Deine Vorwürfe jedoch hallen schwer in meiner Seele wieder. All dies, was du mir zur Last legst, all diese Fragen habe ich mir selbst schon lange gestellt. Wenn du wirklich dieser Meinung bist, wie kannst du mich dann noch lieben? Jedoch... sei es drum. Dies ist nicht weiter von Belang. Ich weiss, du kannst meinen Antrieb nicht verstehen, doch bitte ich dich, es zu akzeptieren. Ich werde nicht zurück kehren zu jenen, die mir nach dem Leben trachten, doch kann ich auch nicht zu dir zurück kehren. Zu vieles steht nun unausgesprochen zwischen uns. Ich weiss, dass du mir dieses Versprechen aus den besten Bewegsgründen abverlangtest, doch... es zerstört mich. Eher würde ich mein Leben geben, als meine Freiheit und die Möglichkeit, dich zu schützen. Und doch kann ich eines für dich tun. Ich weiss, dass jene, die meinen Tod wünschen, kommen werden. Nicht nur ich, auch du wirst in Gefahr schweben. Ich kann nicht einfach meine Waffen niederlegen. Mein oberstes Gebot soll es nun sein, dein Leben zu schützen. Ich möchte dir ein ruhiges, schönes Leben ermöglichen. Ich werde Wacht halten, und stets im Hintergrund bleiben. Ich hoffe, dass du mein Tun eines Tages akzeptieren kannst.
Ragenzo, nach all diesen leeren Versprechungen hältst du wohl kaum viel von mir. Das verlange ich auch garnicht. Auch nicht, dass du versuchst, es zu verstehen. Ich werde lediglich eine Bitte an dich richten. Pass auf Moira auf! Behüte sie vor jeglichem Unheil und bereite ihr ein schönes Leben. Sie braucht dich! Lass nicht zu, dass sie aufgrund dieses Briefes etwas unüberlegtes tut. Ich habe euch beiden schon zu viel Unheil bereitet. Nun jedoch wird dies ein Ende haben, dessen bin ich fest entschlossen.
In der Hoffnung, dass ihr beiden ein erfülltes Leben haben werdet verbleibe ich nun so...

In Liebe,


 Eliane Liathar

Sorgsam versiegelte sie den Brief, um ihn gleich am folgenden Morgen nach Lameriast zu Moira und Ragenzo überbringen zu lassen. Dann ließ sie sich wieder ins Bett zurück sinken, ihr Blick streifte dabei kurz Xervath, der nach wie vor in tiefem Schlummer lag. Er hatte ihr geholfen, einen Anflug von Ordnung in das Gefühlschaos, das orkanartig in ihr tobte, zu bringen. Die erste Entscheidung war getroffen. Eine Entscheidung, die ihr Leben verändern würde. "Danke..." flüsterte sie, dann kuschelte sie sich unter die Bettdecke, den dunklen Schlaf willkommen heissend, der Vergessen schenkte.
Ragenzo Dragane

Beitrag von Ragenzo Dragane »

Die Nacht kaum geschlafen war seine Aufmerksamkeit fast die ganze Nacht auf die Haustür und auf den Kamin fixiert, wo Eliane die Nacht zuvor schlief. Sie versprach ihm, ihr Wort diesmal zu halten, sie wolle nicht weit weg gehen und schon bald zurück sein, aber es war mal wieder nur eine Bestätigung seiner Enttäuschung. Besorgt ruht sein Blick auf Moira die noch seelenruhig neben ihm schlummert. Schon bald wird sie aufwachen und feststellen, dass Eliane nicht da ist. Was soll er ihr denn nur sagen? Dass e sie fortgingen ließ mit dem Wissen dass sie sicher ihr Wort eh nicht halten wird? Sanft streichelt er ihr über die Wange ehe er sich aus dem Bett erhebt. Vielleicht war sie ja doch da, vielleicht schlief er als sie kam und sie sitzt unten. Langsam tritt er die Treppen hinab, den Blick nochmal besorgt Richtung Bett schweifn lassend ehe er nach unten geht und sich suchend umschat. Eliane war natürlich nicht da, sie war nirgends zu sehen, nicht mal eine Spur. Langsam tritt er zur Tür, öffnet diese und schreitet hinaus, sich vergewissernd auch draußen umher sieht. Nichts, keine Spur von ihr. Enttäuscht schüttelt er nur den Kopf, wieder wurde seine Meinung über ihr "Wort" und ihr "Versprechen" bestätigt. Als er sich wieder zum Haus wendet, kommt der Bote auf ihn zu und überreicht ihm den Brief. Langsam laß er den Brief, seine Augen weiteten sich zunehmens mehr. Moira erzähle ihm bereits im Vertrauen was Eliane macht, aber dass jemand den beiden Schwestern nach dem Leben trachten würde, das waren neue Erkenntnisse. Nun verstand er Elianes Entschluss noch weniger, wie wollte sie Moira schützen wenn sie nicht mal in ihrer nähe ist? Gut, die suchenden werden wohl in erster Linie nach Eliane suchen, doch was ist wenn sie Moira zu erst entdecken, die beiden miteinander verwechseln? Er kann und will Moira doch nicht für immer zu hause einsperren. Mit täglicher Gefahr zu Leben, war ihm nicht fremd. Gut, niemand trachtete ihm nach dem Leben aber seine Familie, das Reisevolk, war nicht überall gerne gesehen und willkommen. Wegelagerer gab es auch überall und zu genüge die nur darauf warteten ihre Waffen zu ziehen und unvorbereitete Reisende zu überfallen, doch war es jedes mal der gleiche Grund wie sie die Sitution überstanden, Zusammenhalt! Allein ist jeder schwach doch zusammen konnte ihnen noch nie jemand etwas anhaben. Als er das klacken der Tür hinter sich vernahm, wendete er sich um und Blickte Moira an Ihr Blick war voller Trauer, voller Sorge, sie wusste bereits dass Eliane nicht mehr da sein, es war schließlich offensichtlich. Langsam ging er auf sie zu und nahm sie erst mal feste in die Arme. Kein Wort fiel doch waren die Gedanken beider offensichtlich. Mit sehr unruhigem Gefühl und fast leicht zitternder Hand reicht er dann den Brief an Moira weiter, er wusste nicht was sie wohl machen würde wenn sie die Zeilen liest doch war ihm bewusst, dass er es nicht verschweigen konnte. Es dauerte nicht lang und sie brach in Verzweiflung und voller Tränen aus. Erneut schloss er sie feste in seine Arme, sie eng an sich drückend. "Sie wollte schnell wieder kommen als ich sie raus ließ" meint er leise wohl auch Schuldbewusst. "Wir müssen jetzt zusammen halten, du und ich, bitte tu nichts was nun auch mir noch mehr Sorgen bereitet, tu nichts was mir Kummer und Schmerz zufügt"haucht er leise mit großer Besorgnis in der Stimme. Langsam trägt er sie dann hinein, sich mit ihr vor dem Kamin nieder lassend und sie weiter in den Armen hält um sie ein wenig zuberuhigen, doch noch ziemlich lange vergebens bis sie erschöpft einschlief...
Moira Liathar

Beitrag von Moira Liathar »

Mit Tränen in den Augen wachte sie wieder auf und starrte zum feuer ,dann nahm sie den brief nochmal und liest ihn durch die Tränen tropften auf den brief und sie überlegt die ganze zeit was sie jetzt tun sollte.Zwischen durch schaute sie zum Ragenzo der neben ihr fridlich schlief sehr sanft und vorsichtig streichelte sie ihm über die wange und hauchte ihm ein zärtlich kuss ehe sie sich langsam erhebte und runter zum tisch ging.Sie legte den brief auf den tisch und versteckte ihr gesicht ihn die Hände.Was habe ich nur getan? Wie könnte ich Ihr nur sagen das sie dran schult ist das unsere eltern angefangen haben zu trinken?
Das stimmt überhaubt nicht sie ist nicht dran schult.Wieso war ich nur so blöd und wollte sie einspären? Wo ich weis wie sie ist und das sie ihre freichet braucht.Sachte schüttlet sie ihren kopf und zäriesst den brief aus wut an sich selbst . Ich werde es ihr beiweisen das sie nicht dran schuld ist ich werde unsere Eltern hier her holen ja das werde ich.Sie nickte sachte und entschliesst sich einen brief an ragenzo zu schreiben .Solange er noch oben schleft musste sie es schafen sich leise rauszuschleichen.Sie wuste das er sich grosse sorgen machen wirdt doch sie musste etwas tun,sie will ihre schwester nur beweisen das sie auch auf sich selbst aufpassen kann und sie sich englich keine sorgen mehr um sie machen muss.Langsam begang sie den brief an Ragenzo zuschreiben.


Liebling bitte sein mir nicht böse doch möchte ich zumeine eltern fahren und sie her holen ich werde auf mich gut aufpassen so auch auf unser kind bitte sag meine schwester das ich sie sehr Liebe habe und bald mit unseren Eltern zurück sein werde. Ich Liebe dich über alls und ich freu mich sehr auf unsere Hochzeit mit unsere ganze familie .

*sie legt den brief offen auf den tisch und ging nochmal auf um sich umzuziehn sie blickte zu ihm nochmal und lächelt sanft ehe sie wieder runter ging und leise die tür hinter sich schliesste*
Moira Liathar

Beitrag von Moira Liathar »

Und da sitzt sie nun im Hafen von Berchgard ein schiff nach dem andern fährt vorbei und sie sitzte im regen auf einer kalten sitztbank und überlegte was sie nun tun soll. Was mach ich jetzt?Wen ich jetzt gehe wirdt Ragenzo sich nicht nur sorgen machen sondern auch sehr wütend werden und ich weis nicht was er dann macht wen er wütend wirdt aber wen ich hier bleibe werde ich nie meiner schwester beweisen können das ich auch auf mich alleine aufpassen kann und sie wirdt nie mir glauben wen ich ihr sage das sie nicht an unsere eltern und deren tun schuld ist.Sie sengte den kopf ihre sachen so wie ihre haare sind durchnesst aber trozdem blieb sie auf der bank sitzen und schaute immer wieder um her und hoffte das einer von den beiden bald kommt.Wen Ragenzo den brief zu Eliane bring dann wirdt sie wissen welchen schiff ich nehme und wo ich bin den da sind wir angekommen als wir hier her gereist sind.Sie ziehte ihren umhang eng an sich und blieb weiter auf der bank sitzen dabei schaute sie weit ins meer.
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