Gebrochen...

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Eldir

Gebrochen...

Beitrag von Eldir »

Langsam öffneten sich Eldir's grüngräulichen Augen und starrten durch die Finsterniss, leise rang er sich aus dem ihm fast zu weichen Bett und griff den Stab. Als er die Tür des Schlafhauses erreicht hatte vergewisserte er sich, das das Atmen der anderen noch genauso ruhig war wie zuvor, dann öffnete er die Tür und schritt in die Nacht.
Lange hatte er nichtmehr die Gemeinschaft sovieler Menschen genossen, trotzdem zog es ihn noch immer in den Wald und welcher Wald konnte besser sein um die Stille und Unangetastete Natur zu genießen als der Nebelwald. Schritt für Schritt mühte er sich tiefer in den Wald, wohl wissend wonach er suchte, als er schließlich einen umgefallenen Baumstamm erreichte und sich niederlies, war der Mond schon über den Zenit. Langsam zog er den Beutel von seiner Schulter und holte die beiden Stücken seines reich mit Zeichen und Bildnissen verzierten Stabes herraus, ruhig sah er sich um ehe er die Teile langsam auf dem Stamm niederlegte auf dem er saß.
"Hier hab ich dich her, von jenen wurdest du geformt, hier sollst du wieder her zurückkehren",
flüsterte er leise mehr zu sich, als auch als Bestätigung für sein tun.
Nachdem er sich wieder zum gehen bereit gemacht hatte, fiel ihm plötzlich ein Ast auf, es war ein weit vom Stamm strebender Ast, Arm an Abzweigungen. Eldir huschte ein Gedanke in den Sinn, so schnell es sein zermatschtes Bein zu lies humpelte er zu dem Baum, an dem er den Ast erblickt hatte. Seine Augen, in denen sich der Schein des Mondes spiegelte, war ein funkeln zu sehen, in seinen Gedanken huschten schon seine Hände über den Ast und formten ihn. Vorsichtig legte er die Hand an den Baumstamm und schwor in seinen Gedanken dem Baum, das er einst den Ast zurückbringen würde wie er es mit dem Stab tat.
Anschließend griff Eldir in seine Gürteltasche und legte Hand an den Ast, ihn so vorsichtig es eben ging von dem Baum abzulösen. Die Frische Wunde am Baum, versorgte er schließlich mit einer Harzmischung die er schon oft verwand hat. Den Ast in Händen mühte er sich Humpeln Heim, als er schließlich angekommen war am Haus ging schon die Sonne am Horizont auf. Leise schlich er sich zurück in das Bett und stellte den Ast an die Wand, festen Willens ihn zu formen sobald er die Augen wieder öffnen würde. Für ihn war klar, das er hätte nirgendwo besseres Holz und einen besseren Ast finden können, es war Bestimmung... die Sehne seines alten Bogens wäre zu kurz für jenen langen Ast, da müsste er noch für Ersatz sorgen. Doch eins war klar die Natur hatte ihm jenen Ast offembart, als er sein Versprechen, das er einst dem Baum aus dem sein Stab entnommen war gegeben hatte, erfüllte.
Er würde den Ast in den ein kunstvolles Meisterwerk verwandeln, wie es nur die Geister der Wälder selbst übertreffen hätten können, nicht mehr und nicht weniger war er dem Baum schuldig.
Eldir

Beitrag von Eldir »

Langsam öffneten sich Eldir's grüngräuliche Augen und wurden von der Sonne im Raum geblendet, er hatte nicht lange geschlafen, etwas in ihm, in seinen Gedanken verhinderte es. Als er sich aufsetzte fiel sein Blick auf den Ast, der letzten Nacht, auch im Licht der Sonne hatte er nichts an ihm auszusetzen, es war das perfeckte Bogenholz.
Träge reckelte er sich aus dem Bett und griff nach dem Stab unter dem Bett, als er dann es dann in den Stand geschaft hatte griff er mit der anderen Hand den Ast und stapfte mühevoll ins Freie.
Die vom Tau genässte Wiese war wie ein erfrischendes Bad unter dem Wasserfall und weckte alle Geister in seinen Gedanken. Er wollte all seine Kunst all sein Handwerk und sein Wissen im Bau von Bögen in den Ast einfließen lassen. Als er schließlich an jenem kleinen See in mitten der Häuser und am Fuße des Berges saß und den Ast betrachtete schweiften seine Gedanken ab. Sein Blick lag auf dem See in dem sich sein Gesicht spiegelte, leicht bläulich mit einem Hauch grün blickte ihn der Mann, seiner selbst an. Es war als schaue er nicht nur in den See sondern auch in seine eigenen Gedanken, die über und über waren voll der Ideen, die er sich gemacht hatte, seitdem er bei der Blechburg war. Es waren keine guten Gedanken, nichts worüber er hätte nachdenken sollen, ein Gedanke der ihm primitiv und fremd vorgekommen war.

Rachegedanken waren es die sich in seine Seele fraßen, voller Hunger diese für sich einzunehmen, diese Seele die nur das heil der Natur im Sinne hatte, diese Seele die voller guter Absichten nach dem Ast gegriffen hatte der nun vor ihm auf dem Schoß lag.
Was hatte er sich nicht alles überlegt, er wollte ihnen auflauern, einzeln sie spüren lassen wie grausam die Natur sein kann wenn man sie nicht zu schätzen weis. Er wollte ihnen den Respekt verwehren, den sie ihm verwehrt hatten, als er von ihnen in Stein und Blech gesperrt wurde.

Sich selbst dabei beobachtend wie sich seine Gedanken veränderten starrte er ins Wasser, betrachtete das Gesicht dieses leicht bläulichen mit einem Hauch grünen Spiegelbildes, wie es sich von ihm abzuwenden drohte. Als ihn das ferne Wolfsgeheul aus diesen finsteren Gedanken riss und ihm klar machte, das er nochnicht bereit war.
Nochnicht bereit den Ast zu formen, er durfte dieses Werk nicht verderben, indem er es mit dunklen Gedanken füllte, sein Geist musste rein sein im Moment der Fertigung, sonst würde der Bogen auch nichts gutes Bewirken, sondern einst schreckliches Unheil. Ausserdem gehörte auch das zu seiner Schuld, dem Baum gegenüber, den würde er in schlechter Absicht sein Holz verarbeiten, würde er den Baum verderben und somit der Natur schaden. Das konnte er nicht zulassen, so erhob er sich schweren Mutes und setzte den Schritt wieder gen des Waldes, um dort zu Meditieren und seine Gedanken zu reinigen.
Eldir

Beitrag von Eldir »

Leise Schritt für Schritt schlichen seine kleinen Füße über das weiche Moos, mit der Zeit zog der Vollmond auf und der Wald schien in seinen Augen heller zu werden. Da war es auch, wonach er die ganze Zeit gesucht hatte, die Hirschherde die er schon einmal im Wald gesehen hatte, leise kletterte Eldir auf einen Baum, am Rande der Lichtung setzte er sich auf einen Ast und beobachtete die Herde. Es vergingen einige Stunden die er nur da saß und jedes Tier ganz genau beobachtete, schließlich nahm er leise den Bogen vom Rücken und zog einen Pfeil aus dem Köcher spannte die dünne Sehne langsam bis sie knirschend ganz straff wurde, er spürte wie seine Arme die Kraft verließen, als er so die Spannung hielt. Ein Auge zukneifend zielte er über seine kleine kindliche Hand auf einen alten Hirsch, das Fell auf dem Rücken war schon grau, sein Geweih war ein mächtiger Sechszehnender und trohnte weit über den Geweihen der anderen Tiere. Schließlich ließ Eldir los, zischend durchstach er die dünne leicht neblige Luft und verschwand scheinbar im Nichts.

Der Wald verwusch, vor seinen Augen seine Hand wuchs und alterte in seinem Blick. Bilder bauten sich auf in der Ferne war ein Tumult, etwas schien zu kämpfen, umso näher er Schritt umso deutlicher sah er es..
ein rostbrauner Wolf stand still geduckt und sprungbereit vor dem mächtigen Geweih eben jenen Hirsches, auf den Eldir seinen Pfeil angesetzt hatte. Die Szene verwusch immer wieder unter Eldirs hecktischen Blicken, der Hirsch hatte das Geweih zur Abwehr gesenkt und schwang es schwungvoll und bedrohlich gen dem Wolf, der seinerseits die Zähne fletschte und die Sabberfäden durch lautes Knurren vibrieren ließ. Langsam umkreisten sich die beiden Kontrahenten, der Wolf schnellte immerwieder kurz vor um vor dem Geweih zurück zu schrecken. Plötzlich sprang der Wolf um und machte seinen Satz auf Eldir zu ehe er reagieren konnte ... schrack er hoch, der Raum war dunkel und nicht war zu hören, er saß aufrecht im Bett und perlenweise ronn der Schweiß über sein Gesicht...
Eldir

Beitrag von Eldir »

Träge humpelte Eldir durch den Wald in Richtung Süden, der Himmel über ihm wurde schon allmählich dunkel und die schlieren des Nebels schufen ein schimmerndes rot-bräunliches Zwielicht zwischen den Bäumen. Nachdenklich betrachtete er die Büsche und Sträucher, zwischen deren nach ihm greifenden Ästen und Zweigen, er sich hindurch schlängelte, so gut es eben mit dem Stab und dem zermatschten Bein ging.
Er dachte immer noch über seine Begegnung mit dieser Lilie des Waldes nach, sie schien so sehr eins zu sein mit der Natur, das es schier schwer fiel ihre zarten Züge aus dem Hintergrund des Waldes zu trennen. Hätte er zu tiefe Züge der nebligen Luft eingesogen, wäre er sicher gewesen, das dieses zerbrechliche Wesen hinweg geweht worden wäre.
Hätte er nicht doch ihr Angebot annehmen sollen? Sein Bein fühlte sich in letzten Tagen seltsam taub an,ohne seine Meditation und das ein oder andere betäubende Kraut hätte er wohl kaum mehr die Kraft sich derart viel zu bewegen. Bei dem Gedanken an die Schmerzen und an diese dunkle kalte Gruft unter der Blechburg, verfinsterte sich sein Blick und seine Gedanken gleichermaßen wie der Himmel dunkler und wolkenverhangener wurde, ehe die Wolken ihre Tore öffneten und ein kalter harter Herbstregen sich auf den Wald niedersenkte. Der Nebel gab einem dichten Vorhang aus Regentropfen nach und das leise monotone Rauschen des fallenden Regens begleitete jeden Schritt den er tat. Vom Regen durchnässt durchschritt Eldir die Hecke und suchte das trockene innere des Schlafhauses auf, dort angekommen zog er die nassen Ledersachen aus und trocknete sich in einem der Handtücher die neben seinem Bett lagen. Schwerfällig ließ er sich in seinem Bett nieder und zog die dicke warme Decke über sich, von der einkehrenden Wärme ermüdet schloss er die Augen und glitt langsam in die Traumwelt ab...

Seine Träume rankten sich um den vergangenen Tag, er sah diese Lichtung am See, wo er im von der Sonne warm gekitzelten Gras lag und sich entspannte, sein Bein war gesund und er fühlte keinerlei Schmerz.
Den Blick so zum Himmel, sah er wie sich dieser langsam rot-schwärzlich verfärbte, erschrocken erhob sich Eldir und starrte durch den verschwimmenden Wald, der um ihn herrum zu einem schmalen Pfad sich zu formen schien. An dessen einen Ende nicht mehr als das schwarze Nichts zu sehen war, wohingegen dessen anderes Ende durch zwei schwere schwarze Bäume, die mit dornige Ranken verflochten waren und so ein Tor formten, abgeschlossen war. Erst leise, dann immer lauter drang ein gewaltiges Knurren aus dem Dunkel zwischen den Bäumen bis hin zu Eldir, schließlich formte sich die Schnautze eines rost-braunen Wolfes, der langsam zwischen den Ranken durchgestriffen kam. Den kräftigen Kiefer zu blanken gelblichen Zähnen gefletscht fixierte er Eldir, die Nackenhaare des Wolfes standen bis weit am Rücken hoch und sein Speichel tropfte bereits auf den Waldboden und hinterließ wo er aufkam, blos mehr vertrocknetes Gras. Voller Panik stolperte Eldir zurück und rannte los in Richtung des schwarzen Nichts, hinter sich hörte er blos noch wie der Wolf laut knurrend hinter ihm her hetzte. Der Wald raste an ihm vorrüber, er brauchte nicht zurückschauen, er konnte den Gestank des Wolfes beinahe fühlen, als er angsterfüllt durchs Gehölz stolperte.
Sein Atem stand ihm im Hals, er konnte kaum mehr einen Schritt machen, ohne fast zu fallen. Ein Stein! ... Er fiel... schnappte nach Luft, rang um Atem, den Blick zurück... sah er den Wolf.... Baaaaaaaarrrrrrr, brüllte er aus vollem Halse
durch die kleine Kammer in der er aufwachte, in dem feinen Bett... dessen Decke auf dem Boden lag. Zitternd vor Anspannung prasselte der ganze Schmerz wie ein Hagelschauer in sein Bein das er schweißnass wie er war aus dem Bett schwang. Tief atmend griff er den Stab und warf sich eine Robe über, ehe er schnell aus dem Haus humpelte und sich davor auf die Treppe setzte, um die kalte vom Regen noch klarere Nachtluft einzuziehen...
Zuletzt geändert von Eldir am Donnerstag 25. Oktober 2007, 18:41, insgesamt 1-mal geändert.
Siobhan Dandreon

Beitrag von Siobhan Dandreon »

Unter eben jenem Haus, hatte sich der alte ungewöhnliche grosse dunkelbraune Waldwolf verkrochen.
Als über ihm der Mensch im Schlaf brüllte jaulte er leise auf und senkte den Kopf wieder auf seine verletzte Pfote.
Hier hatte ihn der kranke kleine Wolf erwischt ehe seine zweibeinige Gefährtin ihn mit einem Pfeil zu Boden strecken konnte.

Eine ganze Weile noch hatte er die Ohren aufrecht stehen, eh er wieder seine Augen schloss. Kurz hob er den Kopf als er die Tür zur Hütte aufgehen hörte und betrachtete den Mann mit seinem Stab. Dieser roch nach Angst und auch nach krank sein. Beute für ihn? Er beobachtete den Mann wie er sich auf die Treppe setzte, schüttelt dann seinen Kopf. Er roch seine zweibeinige Gefährtin in der Nähe, hier war ihr Bau, und der Mann da gehörte hier hin.

Er leckte sich mehrmals über seine Pfote, eh er wieder den Kopf senkte.
Eldir

Beitrag von Eldir »

Sein Blick wanderte ruhig zum Himmel, die Scheibe Tauchte an den Wipfeln der langen Bäume langsam in den Wald ein und seufztend, erhob er sich schwerfällig. Die Lilie des Waldes hatte ihn nicht gefunden, ein leichtes Lächeln zog sich auf seine Züge als er den Wald verließ und gen der Hecke humpelte. Kannte er jetzt wohl einpaar Waldblumen und auch wenige Rosen, doch in all der Zeit die verstrich sah er die eine Lilie nicht wieder, "fei" dachte er, "sie sagten bereits es könnte sein das ich lange warte, wenn dem so ist... ist dem wohl so...". Mit jenem Gedanken bog er die Äste beiseite und schritt durch die Hecke, den Blick auf die wenigen Schritt vor ihm gerichtet, humpelte er zu der Schlafhütte, als da seine Aufmerksamkeit auf den Teich fiel, vielmehr um die dort Anwesenden. Er hatte sie nichteinmal bemerkt, bis sich wie Wortfetzen zu ihm trugen, er wurde wirklich träge... dachte er bei sich, dann erblickte er sie, mit dem Teich im Rücken waren ihre Konturen deutlicher auszumachen, ob gleich es nicht nötig gewesen wäre, der Anblick allein reichte sie zu erkennen. Sie musste wohl hier gewartet haben,"schon seltsam, wie man sich verfehlen kann", dachte er doch nun war die Lilie hier. Langsam humpelte er ihr entgegen und sie wanderten hinüber zum Lagerfeuer, die anderen mussten nicht umbedingt sehen wie er Schmerzen ertrug, dort angekommen begann sie mit der Untersuchung des Beines. Eldir schloss die Augen, versuchte ruhig zu atmen, kaum merklich waren ihre Berühungen sein Bein entlang, wie ein Tuch, das sein Bein hinauf glitt. Bis zu seinem Knie, doch plötzlich verspürte er den Schmerz deutlich, tief ausschnaufend bemühte er sich den Schmerz zu ertragen. "stark Gequetscht", hörte er ihre zwarte Stimme im Wind sprechen, "Es wird eine Weile brauchen, ich werde dir noch eine Salbe mischen", langsames nicken kam als Antwort seinerseits. Schließlich bereitete sie alles vor, er konnte blos zusehen und ihren geschickten Handgriffen folgen. Sie rieb das Bein ein, wobei es auch hätte der Wind selbst sein können der die Salbe über sein Bein pustete, schließend verband sie es und schiehnte es.

So ruhig wie sie da saßen, wurde Eldir nachdenklich gestimmt, seine Gedanken wanderten zu den Träumen die er des Nachts hatte doch ehe er die Frage an sie richten konnte, fiel ihm ein... er wusste nichtmal ihren Namen, sie hatte sich so fein um ihn gekümmert, aber wie sollte er sie Zukünftig rufen? "Lilie des Waldes? Bar, ihr Verwandter warf ihm schon einen derart verwirrten Blick zu als er ihn als Rose des Waldes betitelte...", fiel es ihm ein. So fragte er schlielich lächelnd nach ihrem Namen und sie entgegnete "Sternentraum", vom Namen her angespornt zögerte er noch eine Weile eh er ihr von seinen Träumen berichtete. Lange sprachen beide darüber, sie brachte ihn zum grübeln, war er der Wolf? War da eine Entscheidung vor der er Stand oder sollte er an seiner Entscheidung von damals zweifeln?
Tief in Gedanken verschollen trennten sich schließlich ihre Wege als die Nacht herrein brach und Eldir ließ sich unruhig in sein Bett fallen...
Eldir

Beitrag von Eldir »

Es war nun schon eine Weile vergangen, seit Eldir seinen Verband vom Bein gewickelt, die beiden Stöcke säuberlich beiseite gelegt und schließlich langsam das Laufen wieder erlernt hatte. Von Tag zu Tag ging es besser und schließlich war der Zeitpunkt gekommen, an dem er den langen Ast nahm, den er sich für seinen neuen Bogen erwählt hatte und sich aufmachte, zu seinem Bau wo ihn das Rudel schon erwartete, mit dem er sich die Höhle teilte. Wuselnd kamen zwei junge Wölfe, die er hat aufwachsen sehen, auf ihn zu zerrten an der Hose und den Lederriehmen an ihr. Direkt am Eingang der Höhle stand das Oberhaupt des Rudels, er und Eldir blickten sich lange in die Augen, schließlich wand sich der Wolf um und Eldir folgte ihm in die Finsterniss der Höhle. Am Ende der Höhle angekommen, schritt er um einen großen Brocken Fels zu der schmalen Tür, die in seinen Bau führte. Endlich wieder "zuhause", dachte er bei sich, als er die dünne Staubschicht von dem Tisch fegte. Doch eins würde ihm gewiss irgendwo fehlen, die Gemeinschaft dort, keine Nadua die einen mitten in der Nacht nochmal sorgsam zudeckt. Kein Kanubio, der einem gesellschaft leistet und so das ein oder andere Leckerli dabei hat zur versorgen. Sicher würde ihm noch so das ein oder andere Wuseln im Lager fehlen, doch wozu hatte er einen Freund wie Tirûun, der ihn jederzeit überall hin tragen würde um seine Freunde zu treffen.Mit diesen Gedanken legte sich Eldir schließlich auf seinen Fellen nieder, nah seinem Oberschenkel bettete ein Wolfsweibchen den Kopf in eben selbten Fellen. Langsam glitten seine Gedanekn in die Träume ab...

...ein verschleierter alter Wald..weit in der Ferne ein Jaulen..hier und da Bäume, die den Himmel mit ihren Kronen verbergen..schließlich eine Lichtung..langsam ging er auf sie zu, nah am Wald tauchte der weiße Hirsch aus seinen Träumen auf, ruhig stand er ihm gegenüber, der leicht nervös wirkende Hirsch trabte etwas auf der Stelle, doch allmählich, schien er sich zu beruhigen. Er und Eldir blickten sich eine Weile in die Augen, schließlich senkte sich Eldirs Blick.. doch was er zu seinen Füßen sah, waren nicht seine Füße, es waren eben jene rostbraunen Pfoten.. die zu dem Wölfischen Antlitz gehörten das er schließlich vor sich sah...

...langsam öffneten sich seine Augen, Wurzeln.. Dunkelheit und das leise Schnarchen der Wölfin, er war wach. Eigendlich war er noch müde, doch nun wusste er was er zutun hatte, sein Traum war im Einklang, keine Flucht, keine Wut und keine Furcht. Die Zeit war da den Ast aus dem Nebelwald zu bearbeiten, der nun gut getrocknet und bereit zur Bearbeitung nah der Tür lehnte. Er würde einen Bogen schaffen, wie keinen anderen, ein Meisterwerk und er hatte alles was er dafür brauchte. Einen Ast von einem ehrwürdigen Baum, biegsam, stabil und fest, eine Sehne die irgendwo zwischen den Wurzeln seiner Höhle von der Decke baumelte, wohl stabiler als jede andere Sehne, stammte sie doch von einem Drachen. Noch einmal schloß er konzentriert die Augen, bevor er eine Schale Fett auf die Feuerstelle setzte und erwährmte, direkt daneben erwärmte er eine größere Schale mit Wasser, in dessen Dampf weichte er das Holz wieder auf und begann es von der Rinde zu trennen und schließlich grob in die Form eines Bogens zu schnitzen. Als de rohe unverziehrte Grundform des Astes stimme hing er ihn so über den aufsteigenden Wasserdampf, mit wenigen Gewichten so beschwärt, das sich die typische Bogenbiegung langsam formte. Den Prozess des Holzes genaustens im Auge behaltend nahm Eldir die Sehen, weichte sie im warmen Fett neu auf und schnitt sie zurecht, auf die benötigte Länge. Schließlich nahm er die Gewichte vom Holz und die Sehne zwischen die Lippen, ging einige Schritte und fügte die Sehne dann erst am einen und dann, unter großer Spannung und Mühe am anderen Ende an das Holz des Bogens.
Der Bogen war gespannt und so griff Eldir ihn am Holz und trat mit ihm aus der Höhle herraus in die Dunkelheit der Nacht, vor der Höhle stehend, strich er über das Holz und griff schließlich an die Sehne, ihn leicht spannend. Leicht musste Eldir grinsen, so gut war ihm der Bogen gelungen, doch eines Fehlte noch und daran wollte er sich etwas fern ab von der Höhle machen. So ging er gen Norden zu einem Steinkreis im Wald, der Ort hatte etwas was Eldir tief traf und zu einer meditativen Ruhe verhalf. Dort sitzend, begann er das Bogenholz von den Enden zur Mitte arbeitend, mit kunstvollen Verziehrungen zu überziehen. Aussen schmückten schon bald Efeublätter das Holz, die sich schwungvoll und fließend in einen Hirsch mit mächtigem Geweih über gingen, aus dem sich ein Adler erhob. Fließend erwuchsen aus den Flügelfedern der Adler schließlich ein Wolfsfell, die Wolfköpfe bildeten die Randverziehung des Griffes, was den Bogen letztendlich abrundete. Mit dem fertigen Bogen in Händen, machte sich Eldir auf den Rückweg zu seinem Bau wo er sich ohne weitere Umwege in die Felle warf, den Bogen an eine nahe Wurzel gelehnt.
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