>>Zerstört es...nichts soll davon übrig bleiben...<<
Die Worte klangen in ihren Gedanken auf während sie an den Abend zurück dachte. War sie erschrocken gewesen? Amüsiert zuckten die Mundwinkel in die Höhe und schließlich konzentrierte sie sich wieder. Schritte wurden geplant und in die Wege geleitet. Viele mussten ihren Teil dazu beitragen und wahrlich, sie wäre nicht erfreut so sie es nicht taten. Worte, Gesten und Blicke sprachen Bände. Hier und da wurde degradiert, nachgefragt unter die Arme gegriffen und endlich schien sich das Bild zu festigen. Viele Chancen waren mit den Aufgaben verbunden und langsam zeigte sich wie sehr jeder Arkorither ihnen gewachsen war. Sich reckend umgriffen die blassen Finger den Edelstein der Halskette. Wie immer war der Kopf hierbei etwas gesenkt und sie schien auf etwas zu lauschen während sie mit Leander weit ab der störenden Gedankenwelt durch die Gassen Rahals schritt. Bald würde der Orden sich der Stadt widmen. Bald würde man überaus zerstörerisch auf sie einwirken. Nichts sollte zurückbleiben... nichts... Verrat?
Abermals schweiften ihre Gedanken ab. Soviele Erinnerungen gab es an verschiedene Orte der Stadt und mit ihrem Verschwinden würden sie eines Tages verblassen - bedauerlich. >>Geeignet<< Mit einem Nicken wurde die Frage beantwortet doch wenngleich die Aussage zutreffend schien war der Ort nicht perfekt. Schritt für Schritt passierten sie alle Gassen, Plätze, gesellige und weniger gesellige Orte. Schließlich hatte man drei Orte gefunden die überaus geeignet schienen und kehrte der Stadt den Rücken. Der Abend barg noch einige Überraschungen. Manche sagten ihr zu.. andere nicht. Zumindest der halbnackte Krieger vor dem Kaminfeuer war überaus störend. Warum hatten sie überhaupt einen Diener des Herrn für derlei Experimente benutzt? Bequemlichkeit? Kaltzherzigkeit? Gleichgültigkeit? Mit einem Schulterzucken tat sie es ab. Immerhin, er würde nicht daran zu Grunde gehen und interessant war die Wirkung allemal. Der Umstand jedoch ihn beständig vor der Nase zu haben war ihr ein Dorn im Auge. Störend... war noch milde formuliert denn schließlich hatte man die Tage genug zu tun.
Kurzerhand wurde er alleine gelassen. In seinem Zustand konnte er ohnehin nicht viel anstellen.. zumindest... hielt sie an dem Gedanken fest während die Tür ins Schloss viel. Bald schon war sie in der Dunkelheit nicht weiter auszumachen. Kein einziger Laut erklang während sie den Weg zur Burg zurück legte. In die Tiefen zog es sie und bald schon stieg sie den geheimen Abgang zu den Katakomben hinab. Fackel für Fackel entzündete sich um den Gang zu erhellen. Warum hatte man überhaupt das Verborgene gewählt so ohnehin in einigen Tagen... sie brach den Gedanken ab und Schritt schneller daher. Einem Fluch gleich erschien ihr die Tage ihre stärkste Eigenschaft und wahrlich manchmal wünschte sie die Entscheidung nicht selbst treffen zu müssen die eine Figur auf dem Brett bewegte. Nach unzähligen Abzweigungen war sie endlich am Ziel. Unscheinbar, schmal und überraschend sauber zeigte sich der Raum von seiner besten Seite. Einige Kessel waren am Brodeln und ein Blick auf die Maestra bestätigte das alles seinen Lauf nahm. Nur noch wenige Zutaten fehlten. Asterath war der Letzte der seine Aufgabe noch zu erfüllen hatte. Man würde sehen ob er es schaffte. Lange sprachen die Frauen hier in aller Abgeschiedenheit ehe Lanaya sich nach dem Fallen der Entscheidung zurückzog.
Die Burg schien Stunden später ein geneigter Ort. Kalt, düster und vor allem ruhig nahm das Gemäuer die unruhigen Schritte der Maga auf. Sie wanderte. Von der Bibliothek in den Ritualraum und zurück durch die Bibliothek in das Labor. Jeder der diesen Zustand bereits kannte zog es vor einen Bogen zu machen - was sie keinesfalls beruhigte. Noch scheute sie sich zu nutzen was das Labor an Möglichkeiten bot doch würde es unweigerlich nötig sein wenn sie in den nächsten Tagen ruhigen Schlaf finden wollte. Vorerst jedoch ging die Wanderung durch die Burg weiter, Schritt für Schritt.
Wenn das Feuer brennt
-
Lanaya Shevanor
Nervös war kein Wort mehr das umschreiben konnte wie die jüngsten Talente des Ordens sich vermutlich gerade fühlten. Wahrlich ihre Laune war noch immer überaus zauberhaft und eine gewisse Ungeduld ob der sichtlichen Fragezeichen die sich in ihren Augen spiegelte war kaum zu verbergen. Herrgott nochmal so schwer war es doch wirklich nicht, leichte Lektüre die sie zu verinnerlichen hatten. Wie bei Alatar sollte sie von ihnen verlangen was sie vollbringen mussten so selbst derlei kompliziert erschien? Einzig Lucan schien an ihrer Laune nichts sonderbares zu finden und ob diverser Reaktionen stieg die Anspannung gewaltig. Hell traten die Knöchel hervor während die Hände mit gezwungener Ruhe übereinander gelegt wurden. Nein, sie war nicht zufrieden, diesmal nicht. Vorsichtig und nervös schienen die Beiden nach Stunden froh heil aus dem Raum zu kommen.
Lanaya selbst ließ die Türe zuknallen ohne sich darum zu scheren und eilte die Stufen hinab. Unruhig nahm sie die Wanderung im Burghof auf und wartete. Lange wie es schien.. wenngleich es nicht einmal einen Stundenlauf dauerte ehe der junge Adept zurück kehrte. >>Sie erwartet euch zu jeder Zeit<< Mit einem Nicken nahm sie die Kunde auf und verließ letztendlich den Sitz des Ordens. In dieser Nacht würde sie die Templerschaft nicht weiter behelligen. Viel mehr ging es darum die Vorbereitungen abzuschließen. Auch die Maestra hatte einen der erwählten Plätze als passend bekundet und somit war es an ihr die der Wahl nachzukommen. Vermutlich erschien sie den Wachen recht unfreundlich als sie ohne jegliches Zeichen des Grußes an ihnen vorbei eilte. Erst als sie erreicht hatte was das Ziel gewesen war wurde sie ruhiger. Die Fäuste entspannten sich und mit jedem Atemzug schien eine gewisse Spannung von ihr abzufallen. Endlich... endlich konnte man beginnen.
Hier nun vollkommen ruhig wirkend hielten die blassen Finger den hellen Kreidestift während sie die ersten Linien zog. Ohne abzusetzen nahmen die Linien mehr und mehr Form an und man erkannte bald schon ein verschlungenes Pentakel. Das innere Pentalpha jedoch war wesentlich komplizierter als gewöhnlich. In jedem der Zeichen erkannte man die Großrune der Arkorither. Diesmal brauchte sie sehr lange das Grundzeichen zu ziehen doch letztendlich war es perfekt. Zufrieden glitt der Blick über das Symbol und vorsichtig hob sie die Robe an um über die Linien zu treten. Sorgsam wurde das Gebilde mit den üblichen Schritten einer Symbolweihe in den Klängen verankert ehe sie das Ganze zu Ende brachte und wieder über die Linien hinaus trat. Prüfend wanderten die Augen über das Werk ehe sie sich ein Lächeln gestattete und sich abwandte. Es war vollbracht was erwartet wurde und sie war gewiss das so kurzfristig kaum jemand die Pläne durchkreuzen konnte.
Ruhe brachte die Nacht jedoch nicht. Alpträume plagten sie wie eine schlimme Vorahnung. Beständig sah sie das Kommende vor sich und die vertrauten Gesichter ihres Traumes waren am Tage eine Qual. Flammen die den blassen Körper einhüllten, dunkel – blau wie einst.. in der Vergangenheit. Haut die sich zusammenzog und Blasen warf ehe sie schwarz und trocken zu schmerzlichen Falten ward. Entstellt und unbrauchbar wandten die Leute den Blick ab. Sahen fort von dem Schmerz der sich ihnen bot. Schwitzend wachte sie auf und schlug die Decke zurück. Eine Hand an die Stirn führend schob sie die nassen Haare zurück und beschloss aufzustehen. Wie lange hatte sie geruht? Müder als vor dem Schlaf zog es sie zurück in die Burg. Dumpf klang das Geräusch des Stabes auf der schwer auf die Steine pochte während sie die Treppen zum Dach empor stieg. Erst hier ließen die Spuren des Traumes nach. Mit wehender Robe näherte sich die Maga den Zinnen um ihre Hände darauf zu legen. Die Frische Luft tat gut und nachdem sie das helle Haar eine weile dem Wind überlassen hatte schloss sie sogar die Augen.
Nur noch wenige Tage waren auszuhalten. Wie sehr würde sie sich von einem Traum beeinflussen lassen? Ablenken? Nicht nur ihr Befinden stand auf dem Spiel. Der Tag brach an und die Sonne tauchte die Wellen in betörende Farben. Nahm sie die Schönheit war oder trübten die Gedanken den Blick? Erst Stunden später wandte sie sich ab und suchte die Bibliothek auf. Zumindest hier gab es Ablenkung und als sie am Mittag ging hinterließ sie Magister Linari eine Nachricht. Er sollte sie zur Templerschaft begleiten....
Lanaya selbst ließ die Türe zuknallen ohne sich darum zu scheren und eilte die Stufen hinab. Unruhig nahm sie die Wanderung im Burghof auf und wartete. Lange wie es schien.. wenngleich es nicht einmal einen Stundenlauf dauerte ehe der junge Adept zurück kehrte. >>Sie erwartet euch zu jeder Zeit<< Mit einem Nicken nahm sie die Kunde auf und verließ letztendlich den Sitz des Ordens. In dieser Nacht würde sie die Templerschaft nicht weiter behelligen. Viel mehr ging es darum die Vorbereitungen abzuschließen. Auch die Maestra hatte einen der erwählten Plätze als passend bekundet und somit war es an ihr die der Wahl nachzukommen. Vermutlich erschien sie den Wachen recht unfreundlich als sie ohne jegliches Zeichen des Grußes an ihnen vorbei eilte. Erst als sie erreicht hatte was das Ziel gewesen war wurde sie ruhiger. Die Fäuste entspannten sich und mit jedem Atemzug schien eine gewisse Spannung von ihr abzufallen. Endlich... endlich konnte man beginnen.
Hier nun vollkommen ruhig wirkend hielten die blassen Finger den hellen Kreidestift während sie die ersten Linien zog. Ohne abzusetzen nahmen die Linien mehr und mehr Form an und man erkannte bald schon ein verschlungenes Pentakel. Das innere Pentalpha jedoch war wesentlich komplizierter als gewöhnlich. In jedem der Zeichen erkannte man die Großrune der Arkorither. Diesmal brauchte sie sehr lange das Grundzeichen zu ziehen doch letztendlich war es perfekt. Zufrieden glitt der Blick über das Symbol und vorsichtig hob sie die Robe an um über die Linien zu treten. Sorgsam wurde das Gebilde mit den üblichen Schritten einer Symbolweihe in den Klängen verankert ehe sie das Ganze zu Ende brachte und wieder über die Linien hinaus trat. Prüfend wanderten die Augen über das Werk ehe sie sich ein Lächeln gestattete und sich abwandte. Es war vollbracht was erwartet wurde und sie war gewiss das so kurzfristig kaum jemand die Pläne durchkreuzen konnte.
Ruhe brachte die Nacht jedoch nicht. Alpträume plagten sie wie eine schlimme Vorahnung. Beständig sah sie das Kommende vor sich und die vertrauten Gesichter ihres Traumes waren am Tage eine Qual. Flammen die den blassen Körper einhüllten, dunkel – blau wie einst.. in der Vergangenheit. Haut die sich zusammenzog und Blasen warf ehe sie schwarz und trocken zu schmerzlichen Falten ward. Entstellt und unbrauchbar wandten die Leute den Blick ab. Sahen fort von dem Schmerz der sich ihnen bot. Schwitzend wachte sie auf und schlug die Decke zurück. Eine Hand an die Stirn führend schob sie die nassen Haare zurück und beschloss aufzustehen. Wie lange hatte sie geruht? Müder als vor dem Schlaf zog es sie zurück in die Burg. Dumpf klang das Geräusch des Stabes auf der schwer auf die Steine pochte während sie die Treppen zum Dach empor stieg. Erst hier ließen die Spuren des Traumes nach. Mit wehender Robe näherte sich die Maga den Zinnen um ihre Hände darauf zu legen. Die Frische Luft tat gut und nachdem sie das helle Haar eine weile dem Wind überlassen hatte schloss sie sogar die Augen.
Nur noch wenige Tage waren auszuhalten. Wie sehr würde sie sich von einem Traum beeinflussen lassen? Ablenken? Nicht nur ihr Befinden stand auf dem Spiel. Der Tag brach an und die Sonne tauchte die Wellen in betörende Farben. Nahm sie die Schönheit war oder trübten die Gedanken den Blick? Erst Stunden später wandte sie sich ab und suchte die Bibliothek auf. Zumindest hier gab es Ablenkung und als sie am Mittag ging hinterließ sie Magister Linari eine Nachricht. Er sollte sie zur Templerschaft begleiten....