Von Sonnenaufgängen und Saufköpfen
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Raniya Sahar
Von Sonnenaufgängen und Saufköpfen
Die ersten Sonnenstrahlen traten aus der Wolkendecke hervor und spielten ihren Tanz des Lichtpegels mit den Eisengittern.
Nicht nur mit den Eisenstangen wurde gespielt, auch das Gesicht der jungen Menekanerin blieb nicht ohne die Berührungen der aufsteigenden Sonne verschont.
Nur für einen Bruchteil, für einen klitze kleinen Moment, dachte Raniya ernsthaft darüber nach, ihre Cousine Jahwarah aufzuwecken um mit ihr das Erlebnis der empor steigenden Sonne zu betrachten.
Zu doof nur, das weder Jahwarah sich im selben Raum aufhielt, noch das die junge Menekaniern, auf Menek'Ur war.
Wo befand sie sich überhaupt?
Mühsam drückte sich der zierliche Körper an der Wand empor, nicht ohne dabei leise aufzujapsen und das Gesicht mit einem schmerzverzerrten Schleier zu bedecken.
Die dunklen Augen, wechselten ihren Blickfang von einer Ecke des Zimmers zur anderen. Blieben an der ein oder anderen Stelle für einen Moment haften, um mit einem Nasenzucken und dem deutlichen Gefühl von Ekel, auf dem Inventar des stinkenden alten Piraten ruhen.
Wo war der elende Schweinehund eigentlich?
Die Schulter schmerzte, wer hätte gedacht, das sie am eigenen Leib einmal mitbekommen würde, was Schmerz bedeutet.
Es anderen zuzufügen war eine Sache, aber nun selber darunter leiden, neda das war eindeutig nicht das, was Raniya wollte.
Aber es war ja nicht so, das nur sie einstecken durfte an diesem Abend.
Und jetzt, Stunden später, schmückte ein Lächeln das blasse Gesicht der jungen Menekanerin.
Eluive sei dank trat Ishaaq in ihr Leben.
Sein Dolch hinterließ an der Schulter des Alten seine spuren. Es sei einmal dahin gestellt, ob sie beim Zielen einfach versagte, oder die See die Schuld trug, das der Hals des stinkenden Piraten verschont bliebt.
Der andere, der Dicke, wird es sich vermutlich in Zukunft zweimal überlegen eine Frau von hinten zu packen, zumindestens wenn er nicht als aufgestochenes Schwein ändern wollte. Ob ihm die Hiebe des Dolches im Bauch schmerzten, daran konnte sie sich nicht mehr erinnern.
Der Faustschlag saß einfach zu gut, um sich das Gesicht des Fetten genauer inne zu führen.
Elende Piraten.
Was wollte er überhaupt von ihr?
Sie verlor die Kraft in ihren Beinen und sackte langsam zusammen.
Wenn sie hier raus wollte und das wollte sie, so schnell es ging, hieß es nun Kräfte sammeln.
Dieser Pirat Hein, wenigstens kannte sie nun seinen wirklichen Namen, lies ihr mehrere Utensilien zurück, damit sie sich ihrer Wunde widmen konnte.
Wenn du hier raus willst, solltest du deinen Hintern hoch bekommen Raniya.
Es würde vermutlich einiges an Zeit brauchen, bis sie wieder in der Lage war, dem alten Einbeiner nochmals eine ordentliche Tracht zu verpassen.
Und solange er nicht da war und der andere Saufkopf es vermied durch das Fenster zu gaffen, hatte sie genug Zeit.
Nicht nur mit den Eisenstangen wurde gespielt, auch das Gesicht der jungen Menekanerin blieb nicht ohne die Berührungen der aufsteigenden Sonne verschont.
Nur für einen Bruchteil, für einen klitze kleinen Moment, dachte Raniya ernsthaft darüber nach, ihre Cousine Jahwarah aufzuwecken um mit ihr das Erlebnis der empor steigenden Sonne zu betrachten.
Zu doof nur, das weder Jahwarah sich im selben Raum aufhielt, noch das die junge Menekaniern, auf Menek'Ur war.
Wo befand sie sich überhaupt?
Mühsam drückte sich der zierliche Körper an der Wand empor, nicht ohne dabei leise aufzujapsen und das Gesicht mit einem schmerzverzerrten Schleier zu bedecken.
Die dunklen Augen, wechselten ihren Blickfang von einer Ecke des Zimmers zur anderen. Blieben an der ein oder anderen Stelle für einen Moment haften, um mit einem Nasenzucken und dem deutlichen Gefühl von Ekel, auf dem Inventar des stinkenden alten Piraten ruhen.
Wo war der elende Schweinehund eigentlich?
Die Schulter schmerzte, wer hätte gedacht, das sie am eigenen Leib einmal mitbekommen würde, was Schmerz bedeutet.
Es anderen zuzufügen war eine Sache, aber nun selber darunter leiden, neda das war eindeutig nicht das, was Raniya wollte.
Aber es war ja nicht so, das nur sie einstecken durfte an diesem Abend.
Und jetzt, Stunden später, schmückte ein Lächeln das blasse Gesicht der jungen Menekanerin.
Eluive sei dank trat Ishaaq in ihr Leben.
Sein Dolch hinterließ an der Schulter des Alten seine spuren. Es sei einmal dahin gestellt, ob sie beim Zielen einfach versagte, oder die See die Schuld trug, das der Hals des stinkenden Piraten verschont bliebt.
Der andere, der Dicke, wird es sich vermutlich in Zukunft zweimal überlegen eine Frau von hinten zu packen, zumindestens wenn er nicht als aufgestochenes Schwein ändern wollte. Ob ihm die Hiebe des Dolches im Bauch schmerzten, daran konnte sie sich nicht mehr erinnern.
Der Faustschlag saß einfach zu gut, um sich das Gesicht des Fetten genauer inne zu führen.
Elende Piraten.
Was wollte er überhaupt von ihr?
Sie verlor die Kraft in ihren Beinen und sackte langsam zusammen.
Wenn sie hier raus wollte und das wollte sie, so schnell es ging, hieß es nun Kräfte sammeln.
Dieser Pirat Hein, wenigstens kannte sie nun seinen wirklichen Namen, lies ihr mehrere Utensilien zurück, damit sie sich ihrer Wunde widmen konnte.
Wenn du hier raus willst, solltest du deinen Hintern hoch bekommen Raniya.
Es würde vermutlich einiges an Zeit brauchen, bis sie wieder in der Lage war, dem alten Einbeiner nochmals eine ordentliche Tracht zu verpassen.
Und solange er nicht da war und der andere Saufkopf es vermied durch das Fenster zu gaffen, hatte sie genug Zeit.
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Ishaaq Masari
Am Abend des Tages hatte er noch das Viertel der Bashir aufgesucht. Immer war er stiller Hoffnung gewesen, dass er sie womöglich doch noch einmal treffen könnte. Allerdings hatte er diesmal wohl schlichtweg kein Glück. Er dachte sich schon seinen Teil, denn sie selbst erwähnte, dass sie wegen der einen bestimmten Aufgabe mehr Festländer war zur Zeit, als die fleißige, unscheinbare Menekanerin. Er dachte sich nichts weiter dazu, wenn auch immer die Sorge mit ihm war, wenn er sie allein auf das Festland aufbrechen sah.
Er durfte sich nur nicht ständig einen Kopf deswegen machen. Als sein Blick Richtung Meer wanderte, dachte er, dass sie es allein schon schaffen würde.
Er durfte sich nur nicht ständig einen Kopf deswegen machen. Als sein Blick Richtung Meer wanderte, dachte er, dass sie es allein schon schaffen würde.
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Hein Klabund
"Diese dreimal verfluchte Hexe" schoss es Hein durch den Kopf.
Hatte sie ihn doch tatsächlich reingelegt, spielte sie ihm immernoch was vor?
Nein, diesmal schien sie tatsächlich zu schlafen.
Gewitzt...ooohja das war sie, raffitückisch und hinterhältig.
Spielte sie ihm gestern erst vor, dass sie kurz vorm verrecken gewesen wäre und im nächsten Moment knallt sie ihm eine Hand voll mit diesem garstigen Sand in die Augen. "Ooohja, ditt bekimmste wieder mien Dirn..." murmelte er als er noch einmal mit seinen geröteten Augen durch die Zellentür sah. Etwas beunruhigte ihn jedoch, diese Schussverletzung, welche er ihr "ausversehen" zugefügt hatte, nur was ist sie auch so blöd und verkennt die Lage. Sie war eindeutig im Nachteil gewesen: Unter Deck, auf einem Schiff voll von seines gleichen, im Glauben sie würden nach Lameriast fahren und er, er der kleine Einbeinige mit der Pistole in der Rechten, den Arm ausgestreckt und vage auf sie zielend. Eins hatte dieses Weib und das war Mumm. Einen Dolch nach ihm zu werfen, welcher ihm auch die linke Schulter anschnitt, während er hin und her wackelte mit der geladenen Pistole, den Zeigefinger am Abzug. Hätte dieser verdammte Armon ihr nicht ins Gesicht geschlagen, hätte man vielleicht noch die eine oder andere Münze herumfeilschen können...
"Schiede doa, wenn se mi verrecken tut kriejen de Echsen dett verfluchte Sandfresserweyb. Mi doch ejal, wer kooft mir denne beschädichte Ware eb?" Immernoch glotzte er in die mittlerweile übertrieben gesicherte Zelle.
Er wusste drei Dinge: Ihren Namen, den Preis und das er sie bei einem weiteren Fluchtversuch erschießen würde.
Brummelnd stiefelte er wieder nach draußen, als er bemerkte, dass die junge Menekanerin wach wurde. Draußen vor der Tür betrachtete er sich den tiefen Schnitt, er brummelte abermals. Schnell war eine Flasche Rum zur Hand, "Een wenich für de Ratscher doa un de Rest für mi."
Weiter ging es, Verbände waren etwas für Waschweiber und Festländer, Dolgan würde ebenso helfen und die Wunde mit etwas Schießpulver, Rum und einer Fackel ausbrennen.
Immernoch wacklig und betrunken tingelte er über die Insel, ein Plan musste her.
Ein Plan, ein paar Leute und ein Käufer für diese leicht angekratzte Rarität.
Hatte sie ihn doch tatsächlich reingelegt, spielte sie ihm immernoch was vor?
Nein, diesmal schien sie tatsächlich zu schlafen.
Gewitzt...ooohja das war sie, raffitückisch und hinterhältig.
Spielte sie ihm gestern erst vor, dass sie kurz vorm verrecken gewesen wäre und im nächsten Moment knallt sie ihm eine Hand voll mit diesem garstigen Sand in die Augen. "Ooohja, ditt bekimmste wieder mien Dirn..." murmelte er als er noch einmal mit seinen geröteten Augen durch die Zellentür sah. Etwas beunruhigte ihn jedoch, diese Schussverletzung, welche er ihr "ausversehen" zugefügt hatte, nur was ist sie auch so blöd und verkennt die Lage. Sie war eindeutig im Nachteil gewesen: Unter Deck, auf einem Schiff voll von seines gleichen, im Glauben sie würden nach Lameriast fahren und er, er der kleine Einbeinige mit der Pistole in der Rechten, den Arm ausgestreckt und vage auf sie zielend. Eins hatte dieses Weib und das war Mumm. Einen Dolch nach ihm zu werfen, welcher ihm auch die linke Schulter anschnitt, während er hin und her wackelte mit der geladenen Pistole, den Zeigefinger am Abzug. Hätte dieser verdammte Armon ihr nicht ins Gesicht geschlagen, hätte man vielleicht noch die eine oder andere Münze herumfeilschen können...
"Schiede doa, wenn se mi verrecken tut kriejen de Echsen dett verfluchte Sandfresserweyb. Mi doch ejal, wer kooft mir denne beschädichte Ware eb?" Immernoch glotzte er in die mittlerweile übertrieben gesicherte Zelle.
Er wusste drei Dinge: Ihren Namen, den Preis und das er sie bei einem weiteren Fluchtversuch erschießen würde.
Brummelnd stiefelte er wieder nach draußen, als er bemerkte, dass die junge Menekanerin wach wurde. Draußen vor der Tür betrachtete er sich den tiefen Schnitt, er brummelte abermals. Schnell war eine Flasche Rum zur Hand, "Een wenich für de Ratscher doa un de Rest für mi."
Weiter ging es, Verbände waren etwas für Waschweiber und Festländer, Dolgan würde ebenso helfen und die Wunde mit etwas Schießpulver, Rum und einer Fackel ausbrennen.
Immernoch wacklig und betrunken tingelte er über die Insel, ein Plan musste her.
Ein Plan, ein paar Leute und ein Käufer für diese leicht angekratzte Rarität.
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Mor Varnos
Mor entfachte die Laternen im und am Zelt der Greifen, drehte die Flammen im Inneren noch etwas höher und liess sich dann mit einem Pergament, das sie auf einem schlichten, glatten Brett gelegt hatte, auf einem der Sessel nieder und schaute, während sie mit einer Feder in ihrer rechten Hand herumspielte, nachdenklich auf das leere Blatt vor sich.
Im Grunde ging es sie ja nichts an und eigentlich könnte das ja am Ende noch mehr Ärger bedeuten. Andererseits gefiel ihr der Gedanke nicht, was mit dieser Frau alles passieren könnte. Auch sie war früher herumgeschubst und -gereicht worden und glücklich war sie dabei sicher nicht gewesen. Vielmehr hatte sie sich mehr und mehr aufgelehnt, was immer härtere Strafen zur Folge gehabt hatte.
Aber vielleicht war das auch üblich bei den Menekanern?
Andererseits - die Worte dieses Mannes, Flaake nannte er sich, klangen nicht danach. Zugelaufen wäre sie ihm und er hatte sie angeschossen.
Sie runzelte ihre Stirn, verzog ihre Miene.
Na gut, sie durfte eben nicht als Mor Varnos darüber nachdenken, sondern als eine Greifin. Wie würde nun also ein Greif handeln, wenn ihm eine menekanische Frau angeboten werden würde?
Eilig strich sie die Worte beiseite, die wohl Malvin als erstes von sich geben würde. Das würde sicher jeder männliche Greif denken, aber handeln?
Ihr Blick strich über die leeren Schlafstätten der Greifen, ging im Zelt umher. Sie folgten gewissen Idealen und die Ehre war ein besonders hohes Gut. Sie waren bereit, Schwächere zu schützen und in diesem Falle war die Menekanerin wohl eindeutig die Schwächere gewesen, sonst hätte dieser Flaake sie wohl nicht einfach verschleppen können.
Gut, eigentlich galt der Schutz der Greifen auch eher den Gläubigen Alatars, aber andererseits war diese Menekanerin auch keine von den Alumenern. Vielleicht zeigte das Volk ja einen Hauch von Vernunft und schrie nicht gleich "Kopf ab!", wenn sie ihnen gegenüber treten würde?
Sie verfluchte sich selbst - was wusste sie überhaupt von den Menekanern? Gar nichts, ausser dass Rothen kürzlich bei den Menekanern Salz gekauft hatte. Weder welchem Gott sie folgten, noch welche Sitten sie hatten - wirklich gar nichts. Und bis auf den Menekaner, den sie vor geraumer Zeit kurz in der Taverne Bajards gesehen hatte und der sie, durchaus höflich, angesprochen und nach dem Rat Bajards gefragt hatte, hatte sie auch nie Kontakt mit ihnen gehabt. Einerseits war da schon eine gewisse Neugierde für das Volk da, andererseits verunsicherten sie fremde Sitten und wer weiss, welchen Sitten dieses Volk nun folgte?
Verflucht - es ging doch eigentlich um einen Menschen!
Wer weiss, wie diese Frau sich nun fühlte und wer weiss, wo der Kerl sie untergebracht hatte. Am Leben hielt er sie, hatte er ihr erzählt. Das klang alles andere als bequem.
Mor schüttelte ihren Kopf, die Brauen hinabgezogen und tunkte sogleich die Spitze ihrer Feder in die Tinte und begann, wenn auch etwas mühselig, einen Brief aufzusetzen. Am Ende streute sie noch Löschsand über die feuchte Tinte, um sie zu trocknen, schüttete den zurück in die Holzdose und faltete das Pergament, ehe sie einen roten Wachstropfen drauf fallen liess und ihren Siegelring mit dem Greifenwappen reindrückte.
Sogleich machte sie sich wieder auf den Weg Richtung Rahal und dort, durch die vom gestrigen Erdbeben stark angeschlagene Stadt, zum Hafen, wo sie die Matrosen der Fähren nach ihren Routen befragte und einem davon, der die Route nach Menek'Ur bejahte, den Brief gab mit der Bitte, ihn bei der Familie "Baschir" abzugeben.
Sollte so der Brief seinen Weg zu dieser Familie auf Menek'Ur finden, kann man nun folgende Zeilen lesen:
Der Greifen Gruss, werte Familie Baschir!
Mir wurde heute abend in Rahal ein Angebot gemacht, welches mich doch etwas stutzig machte. Ein Mann namens Flaake bot mir eine sogenannte "Wüstenblume" an. Ich hakte nach und erfuhr so, dass es sich um eine Person, besser gesagt eine Frau, handelt, die eurem Volk, ja, eurer Familie selbst wohl angehört. Ihr Name lautet wohl Rani oder Randi Baschir.
Laut seinen Worten wäre sie ihm zugelaufen und er hatte sie angeschossen. Nun versucht er sie wiederum an Personen in Rahal zu verkaufen. Ich versuchte sie freizukaufen, um ihr wieder die Freiheit geben zu können, jedoch verfüge ich nicht über die nötigen Mittel dazu.
Daher schreibe ich nun euch, in der Hoffnung, dass ihr etwas unternehmen könntet.
Der Mann selbst hält sich noch derzeit in Rahal auf, ist vom Alter her wohl etwas um die Ende 50 oder Anfang 60 herum, trägt ein Holzbein und ist recht beleibt. Offenbar ist er wohl ein Seemann, so wie er sich ausdrückte.
Für weitere Hilfe stehe sowohl ich, wie auch sicher der Rest vom Banner der Flammenden Greifen zur Verfügung.

~ Banner der Flammenden Greifen ~
Im Grunde ging es sie ja nichts an und eigentlich könnte das ja am Ende noch mehr Ärger bedeuten. Andererseits gefiel ihr der Gedanke nicht, was mit dieser Frau alles passieren könnte. Auch sie war früher herumgeschubst und -gereicht worden und glücklich war sie dabei sicher nicht gewesen. Vielmehr hatte sie sich mehr und mehr aufgelehnt, was immer härtere Strafen zur Folge gehabt hatte.
Aber vielleicht war das auch üblich bei den Menekanern?
Andererseits - die Worte dieses Mannes, Flaake nannte er sich, klangen nicht danach. Zugelaufen wäre sie ihm und er hatte sie angeschossen.
Sie runzelte ihre Stirn, verzog ihre Miene.
Na gut, sie durfte eben nicht als Mor Varnos darüber nachdenken, sondern als eine Greifin. Wie würde nun also ein Greif handeln, wenn ihm eine menekanische Frau angeboten werden würde?
Eilig strich sie die Worte beiseite, die wohl Malvin als erstes von sich geben würde. Das würde sicher jeder männliche Greif denken, aber handeln?
Ihr Blick strich über die leeren Schlafstätten der Greifen, ging im Zelt umher. Sie folgten gewissen Idealen und die Ehre war ein besonders hohes Gut. Sie waren bereit, Schwächere zu schützen und in diesem Falle war die Menekanerin wohl eindeutig die Schwächere gewesen, sonst hätte dieser Flaake sie wohl nicht einfach verschleppen können.
Gut, eigentlich galt der Schutz der Greifen auch eher den Gläubigen Alatars, aber andererseits war diese Menekanerin auch keine von den Alumenern. Vielleicht zeigte das Volk ja einen Hauch von Vernunft und schrie nicht gleich "Kopf ab!", wenn sie ihnen gegenüber treten würde?
Sie verfluchte sich selbst - was wusste sie überhaupt von den Menekanern? Gar nichts, ausser dass Rothen kürzlich bei den Menekanern Salz gekauft hatte. Weder welchem Gott sie folgten, noch welche Sitten sie hatten - wirklich gar nichts. Und bis auf den Menekaner, den sie vor geraumer Zeit kurz in der Taverne Bajards gesehen hatte und der sie, durchaus höflich, angesprochen und nach dem Rat Bajards gefragt hatte, hatte sie auch nie Kontakt mit ihnen gehabt. Einerseits war da schon eine gewisse Neugierde für das Volk da, andererseits verunsicherten sie fremde Sitten und wer weiss, welchen Sitten dieses Volk nun folgte?
Verflucht - es ging doch eigentlich um einen Menschen!
Wer weiss, wie diese Frau sich nun fühlte und wer weiss, wo der Kerl sie untergebracht hatte. Am Leben hielt er sie, hatte er ihr erzählt. Das klang alles andere als bequem.
Mor schüttelte ihren Kopf, die Brauen hinabgezogen und tunkte sogleich die Spitze ihrer Feder in die Tinte und begann, wenn auch etwas mühselig, einen Brief aufzusetzen. Am Ende streute sie noch Löschsand über die feuchte Tinte, um sie zu trocknen, schüttete den zurück in die Holzdose und faltete das Pergament, ehe sie einen roten Wachstropfen drauf fallen liess und ihren Siegelring mit dem Greifenwappen reindrückte.
Sogleich machte sie sich wieder auf den Weg Richtung Rahal und dort, durch die vom gestrigen Erdbeben stark angeschlagene Stadt, zum Hafen, wo sie die Matrosen der Fähren nach ihren Routen befragte und einem davon, der die Route nach Menek'Ur bejahte, den Brief gab mit der Bitte, ihn bei der Familie "Baschir" abzugeben.
Sollte so der Brief seinen Weg zu dieser Familie auf Menek'Ur finden, kann man nun folgende Zeilen lesen:
Der Greifen Gruss, werte Familie Baschir!
Mir wurde heute abend in Rahal ein Angebot gemacht, welches mich doch etwas stutzig machte. Ein Mann namens Flaake bot mir eine sogenannte "Wüstenblume" an. Ich hakte nach und erfuhr so, dass es sich um eine Person, besser gesagt eine Frau, handelt, die eurem Volk, ja, eurer Familie selbst wohl angehört. Ihr Name lautet wohl Rani oder Randi Baschir.
Laut seinen Worten wäre sie ihm zugelaufen und er hatte sie angeschossen. Nun versucht er sie wiederum an Personen in Rahal zu verkaufen. Ich versuchte sie freizukaufen, um ihr wieder die Freiheit geben zu können, jedoch verfüge ich nicht über die nötigen Mittel dazu.
Daher schreibe ich nun euch, in der Hoffnung, dass ihr etwas unternehmen könntet.
Der Mann selbst hält sich noch derzeit in Rahal auf, ist vom Alter her wohl etwas um die Ende 50 oder Anfang 60 herum, trägt ein Holzbein und ist recht beleibt. Offenbar ist er wohl ein Seemann, so wie er sich ausdrückte.
Für weitere Hilfe stehe sowohl ich, wie auch sicher der Rest vom Banner der Flammenden Greifen zur Verfügung.
~ Banner der Flammenden Greifen ~
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Amira
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Ibraheem Bashir
Zunächst war er nur etwas Ratlos, dann Verwirrt und zu guter letzt musste er an sich halten um nicht das nächst beste Möbelstück vor Zorn zu maltretieren.
„Raniya...“ kam es ihm nur leise über die Lippen. „Wer auch immer dieser verfluchte Narr war der sie entführt hat... er wird mit mehr als nur seinem Leben dafür zahlen...“
Er ließ sich an seinem Schreibtisch nieder und verfasste sogleich ein Antwort schreiben.
Salam Mor aus dem Hause Varnos,
zu tiefsten Dank fühle ich mich verpflichtet, das ihr mir diese Nachricht überbracht habt und doch erfüllt im selben Moment Kummer und Sorge mein Herz wenn ich bedenke das sich meine geliebte Cousine in den fängen eines solchen Mannes befindet.
Ich bitte euch inständig diesen Mann nicht aus den Augen zu verlieren. Versprecht ihm das ihr jeden Preis zu zahlen gewillt seid, doch etwas Zeit braucht das Gold aufzutreiben. Ich werde persönlich nach Rahal reisen um mich der Sache anzunehmen.
Eure Entlohnung, sollte ich Raniya unversehrt in die Arme schließen können, soll reichlich sein.
Eluive Segne euch und euer gütiges Herz,

Oberhaupt der Familie Bashir
Jemaat Janitshar des Reiches Menek‘ur
Er übergab dem Brief, mitsamt etwas Weggeld und Proviant, einem Boten und schickte diesen fort.
Sein nächstes Ziel war das Haus des Hauptmannes...
„Raniya...“ kam es ihm nur leise über die Lippen. „Wer auch immer dieser verfluchte Narr war der sie entführt hat... er wird mit mehr als nur seinem Leben dafür zahlen...“
Er ließ sich an seinem Schreibtisch nieder und verfasste sogleich ein Antwort schreiben.
Salam Mor aus dem Hause Varnos,
zu tiefsten Dank fühle ich mich verpflichtet, das ihr mir diese Nachricht überbracht habt und doch erfüllt im selben Moment Kummer und Sorge mein Herz wenn ich bedenke das sich meine geliebte Cousine in den fängen eines solchen Mannes befindet.
Ich bitte euch inständig diesen Mann nicht aus den Augen zu verlieren. Versprecht ihm das ihr jeden Preis zu zahlen gewillt seid, doch etwas Zeit braucht das Gold aufzutreiben. Ich werde persönlich nach Rahal reisen um mich der Sache anzunehmen.
Eure Entlohnung, sollte ich Raniya unversehrt in die Arme schließen können, soll reichlich sein.
Eluive Segne euch und euer gütiges Herz,
Oberhaupt der Familie Bashir
Jemaat Janitshar des Reiches Menek‘ur
Er übergab dem Brief, mitsamt etwas Weggeld und Proviant, einem Boten und schickte diesen fort.
Sein nächstes Ziel war das Haus des Hauptmannes...
Zuletzt geändert von Ibraheem Bashir am Donnerstag 18. Oktober 2007, 09:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Hein Klabund
Kaum war er aus Rahal zurückgekehrt, schon sah er wieder Steve, der sich mit dieser Hexe unterhielt. Ein Angebot wurde ihm ebenso gemacht, nicht besonders hoch für solch eine Rarität aber immerhin ein Anfang, die junge Frau wolle sich noch ein wenig umhören und er würde die Tage wohl wieder nach Rahal fahren um sich umzuhören.
In seiner Hütte, hörte er nur die Menekanerin, die irgendwelche Forderungen stellte. Da kannte sie den Alten schlecht, sie war nicht in der Position um Forderungen zu stellen. Hein ignorierte sie größtenteils, jedoch wurde ihm dies und seine Unachtsamkeit zum Verhängnis, als er gerade wieder zu ihr in die Zelle schaute, sah er, wie diese verdammte Hexe seinen Kater am Genick umschlungen hatte.
Es hätte gut enden können, sehr gut sogar, hätte sie seinen geliebten Kater Jeisterschreck einfach los gelassen und keine weiteren Aufstände gemacht. Jetzt hatte sie etwas, etwas das Hein mehr bedeutete als sein Gold, Rum und ja, sogar bald mehr als sein Leben.
Dieser Kater, er war mehr als nur ein einfacher Kater. Er war es, der den Gischtkobold vertrieb und so manchen Geist aus dem Haus jagte. Er hielt die Ratten von seinen Vorräten und fraß den Fisch, welchen er nicht los wurde. Er war stets da und schmiegte sich an sein heiles Bein.
Oh nein, diese Frau wird es nicht wagen, seinem geliebten Tier auch nur ein Haar zu krümmen. Die Zornesröte stieg ihm ins Gesicht und das Sprechen fiel ihm hörbar schwer, ebenso schwer war es für ihn die Beherrschung nicht zu verlieren. Sie bekam einiges von dem was sie verlangte und ließ dabei den Kater los. Wieder ihr Fehler, als Hein den Kater in eine sichere Entfernung gebracht und auf irgendwelche Blessuren untersucht hatte, ging er ohne jegliche Mimik und ohne ein Wort an die Zelle, zog seine Pistole und drückte ab. Das hatte sie nun davon, nun war ihre andere Schulter ebenso von einem unschönen Loch geprägt.
Schmerzen...diese Frau wusste noch garnicht, was Schmerzen sind und wie wunderbar die Linderung durch den Tod sein könne.
Hein wusste, würde sie nochmal so etwas versuchen, würde er sie quälen, ihr einen Hauch leben inne lassen und sie dann weiter quälen. Gold und Waren hin oder her, niemand vergeht sich an seiner Mietze!
In seiner Hütte, hörte er nur die Menekanerin, die irgendwelche Forderungen stellte. Da kannte sie den Alten schlecht, sie war nicht in der Position um Forderungen zu stellen. Hein ignorierte sie größtenteils, jedoch wurde ihm dies und seine Unachtsamkeit zum Verhängnis, als er gerade wieder zu ihr in die Zelle schaute, sah er, wie diese verdammte Hexe seinen Kater am Genick umschlungen hatte.
Es hätte gut enden können, sehr gut sogar, hätte sie seinen geliebten Kater Jeisterschreck einfach los gelassen und keine weiteren Aufstände gemacht. Jetzt hatte sie etwas, etwas das Hein mehr bedeutete als sein Gold, Rum und ja, sogar bald mehr als sein Leben.
Dieser Kater, er war mehr als nur ein einfacher Kater. Er war es, der den Gischtkobold vertrieb und so manchen Geist aus dem Haus jagte. Er hielt die Ratten von seinen Vorräten und fraß den Fisch, welchen er nicht los wurde. Er war stets da und schmiegte sich an sein heiles Bein.
Oh nein, diese Frau wird es nicht wagen, seinem geliebten Tier auch nur ein Haar zu krümmen. Die Zornesröte stieg ihm ins Gesicht und das Sprechen fiel ihm hörbar schwer, ebenso schwer war es für ihn die Beherrschung nicht zu verlieren. Sie bekam einiges von dem was sie verlangte und ließ dabei den Kater los. Wieder ihr Fehler, als Hein den Kater in eine sichere Entfernung gebracht und auf irgendwelche Blessuren untersucht hatte, ging er ohne jegliche Mimik und ohne ein Wort an die Zelle, zog seine Pistole und drückte ab. Das hatte sie nun davon, nun war ihre andere Schulter ebenso von einem unschönen Loch geprägt.
Schmerzen...diese Frau wusste noch garnicht, was Schmerzen sind und wie wunderbar die Linderung durch den Tod sein könne.
Hein wusste, würde sie nochmal so etwas versuchen, würde er sie quälen, ihr einen Hauch leben inne lassen und sie dann weiter quälen. Gold und Waren hin oder her, niemand vergeht sich an seiner Mietze!
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Raniya Sahar
Die Zeit, die der Alte verschwand und sie alleine zurück lies, nutzte Raniya meist damit, ihre Kräfte zu sammeln und sich ihre Umgebung, zumindestens das, was sie aus dem vergitterten Fenster erblicken konnte, einzuordnen. Immer wieder umfassten die zierlichen Finger das kalte Eisen, rüttelten an jenen, doch es gab nicht nach.
Sie hatte für den ersten Moment aufgegeben das Türschloss zu fixieren, es wollte trotz des finsteren Blickes sich nicht öffnen.
Was sie jetzt für ihre Haarnadel geben würde. Aber sie hatte nichts vergleichbares mehr da. Der Alte hatte ihr alles erdenkliche, was ihn oder seine Pläne durchkreuzen könnte, abgenommen. Sei es ihr Armband oder ihre Stiefel.
Für gewöhnlich würde sie jenes auf Grund mangelndes Verstandes schieben, einer Frau ihre Stiefel zu nehmen, aber der alte Pirat schien doch mehr Gehirnzellen zu besitzen, wie so manch anderer.
Leider zu Raniyas Bedauern. Er würde nicht mehr so einfach aufs Kreuz gelegt werden können, er hatte vermutlich aus dem Schauspiel der letzten Tage gelernt.
Aber in einem würde sich der alte Seemann noch irren. Aufgeben.
Nie im Leben würde Raniya sich vor diesem Dreckslump beugen und aufgeben. Sie wollte hier raus, koste es was es wollte.
Jeder hatte seine Schwachstellen. Würde jemand dieses verneinen oder abstreiten, so würde er Lügen.
Auch dieses Hinkebein hatte eine. Zuerst dachte die junge Menekanerin daran, das jene Schwachstelle dieses Holzbein sei.
Ein Irrtum. Auch wenn sie ihm die Beine weg zog und der Alte wie ein Käfer am Boden lag, groß scheren tat es ihn nicht.
Es war etwas anderes an diesem stinkenden Mann und sie würde noch herausbekommen, was es war. Zeit hatte sie, zu ihrem Bedauern dafür.
Um so überraschter war die junge Frau, als sie die Blicke des Piraten erhaschte, wie er sein Miezekätzchen anblickte, es umsorgte.
Liebevolle, sogar zärtliche Gesichtszüge, auf der sonst rauen Mimik des Alten.
Bei Eluive, Raniya da hast du seinen Schwachpunkt.
Wer hätte gedacht, das ein kleines Fellknoll das Herz des Alten erwärmen würde?
Auch wenn die junge Menekanerin sich nichts aus diesen Viechern machte, wusste sie, das genau dieses kleine Kerlchen, ihr heute eine Hilfe sein könnte.
Die Stunden vergingen, ihre Schulter schmerzte zwar nicht mehr wie die Tage zuvor, aber so richtig nachlassen wollte der Schmerz die junge Menekanerin auch nicht.
Würde man nun Rückblickend schauen, war dieser Schmerz, der langsam nachließ eine Wohltat.
Jetzt, schien jede Bewegung die letzten Reste der Kraft aus ihrem Körper zu saugen. Immer wieder sackte sie in sich zusammen, kippte seitlich weg und verlor manchmal für Minuten, gar Stunden ihr Bewusstsein.
Es war eigentlich keine schlechte Idee gewesen die Mieze des Alten in ihre Finger zu bekommen, schließlich bekam sie so einen Teil ihrer Sachen zurück. Den Stoff und das Leder an ihrem Körper, wie Beinen zu spüren, verschaffte ihr die nötige Stärke und Kraft.
Andererseits, war es ebenso eine schlechte Idee gewesen, schlussendlich saß der Alte am längeren Hebel.
So oder so, würde es auf ihre Tat hin folgen geben, das wusste Raniya mittlerweile zu gut, schien der Alte keinerlei Skrupel zu haben.
Doch weich kochen, würde er sie nicht, das ließe sie niemals zu.
Vielleicht war das auch ein Grund, wieso sie ihn mit seinem Kätzchen, für wenige Momente den Wind aus den Ohren nahm.
Ja, es war eine Genugtuung ihn so zu sehen. Es verschaffte der jungen Frau innerliche Stärke, gar Zufriedenheit.
Es sei dahin gestellt ob sie dieser Katze etwas angetan hätte oder nicht. Am Ende ging es nur um ihr Leben und um jenes zu schützen, tat Raniya am Ende alles.
Nun in der Ecke kauernd, dabei den Wind, welcher seinen Tanz ab und an auf ihrem Gesicht vollstreckte, aufzunehmen, schien die junge Menekanerin am Ende ihrer Kräfte zu sein.
Das sonst so braungebrannte Gesicht schien der Blässe nachgegeben zu haben, die Lippen verloren ebenso an Glanz, die willensstarken Augen, die stets voller Leben und Begeisterung schimmerten, erloschen nach und nach und der leere Ausdruck vom Gesicht, spiegelte sich in den Augen wieder.
Sie hatte Schmerzen und sie hatte Angst.
Die Gedanken, die sich nur mit den Plänen, lebendig und schnell zu entkommen befassten, schweiften ab.
Sie nahmen ihren Weg gen Heimat auf, zu ihrer Familie und Freunden.
Keiner wusste wo sie sich aufhielt. Vermutlich würde sich keiner große Gedanken machen wo sie war. Jeder, der ihr Nahestand wusste, das sie öfter Mal ein bis zwei Nächte nicht in ihrem Zimmer aufzufinden war. Zumindestens Jahwarah und Ishaaq wussten, das Raniya meist die Nacht zum Tage machte.
Auch wenn sie es immer als störend, schon überfürsorglich Empfand, das er sich um sie sorgte, so hoffte sie nun inständig, das er ihrer Bitte, jenes zu unterlassen überhörte und seinen Kopf durchsetzte.
Erneut überkam der Schmerz die junge Menekanerin und aus den Gedanken gerissen, erhob sich ihr Kopf.
Sie würde nicht aufgeben. Sie würde nicht schwächeln und schon gar nicht würde sie dem Alten zeigen, das auch sie Angst hatte.
Sie wollte Heim. Sie wollte zu Jahwarah und Ibraheem. Sie wollte noch das ein oder andere Abenteuer mit Hadiya erleben. Aber am meisten wollte sie mit ihrem Blick Ishaaq einfangen und allen Zweifeln, die es vielleicht gab trotzen und ihm zeigen, das es nur ihn gab.
Wenn du hier raus willst, solltest du deinen Hintern hoch bekommen Raniya.
Sie hatte für den ersten Moment aufgegeben das Türschloss zu fixieren, es wollte trotz des finsteren Blickes sich nicht öffnen.
Was sie jetzt für ihre Haarnadel geben würde. Aber sie hatte nichts vergleichbares mehr da. Der Alte hatte ihr alles erdenkliche, was ihn oder seine Pläne durchkreuzen könnte, abgenommen. Sei es ihr Armband oder ihre Stiefel.
Für gewöhnlich würde sie jenes auf Grund mangelndes Verstandes schieben, einer Frau ihre Stiefel zu nehmen, aber der alte Pirat schien doch mehr Gehirnzellen zu besitzen, wie so manch anderer.
Leider zu Raniyas Bedauern. Er würde nicht mehr so einfach aufs Kreuz gelegt werden können, er hatte vermutlich aus dem Schauspiel der letzten Tage gelernt.
Aber in einem würde sich der alte Seemann noch irren. Aufgeben.
Nie im Leben würde Raniya sich vor diesem Dreckslump beugen und aufgeben. Sie wollte hier raus, koste es was es wollte.
Jeder hatte seine Schwachstellen. Würde jemand dieses verneinen oder abstreiten, so würde er Lügen.
Auch dieses Hinkebein hatte eine. Zuerst dachte die junge Menekanerin daran, das jene Schwachstelle dieses Holzbein sei.
Ein Irrtum. Auch wenn sie ihm die Beine weg zog und der Alte wie ein Käfer am Boden lag, groß scheren tat es ihn nicht.
Es war etwas anderes an diesem stinkenden Mann und sie würde noch herausbekommen, was es war. Zeit hatte sie, zu ihrem Bedauern dafür.
Um so überraschter war die junge Frau, als sie die Blicke des Piraten erhaschte, wie er sein Miezekätzchen anblickte, es umsorgte.
Liebevolle, sogar zärtliche Gesichtszüge, auf der sonst rauen Mimik des Alten.
Bei Eluive, Raniya da hast du seinen Schwachpunkt.
Wer hätte gedacht, das ein kleines Fellknoll das Herz des Alten erwärmen würde?
Auch wenn die junge Menekanerin sich nichts aus diesen Viechern machte, wusste sie, das genau dieses kleine Kerlchen, ihr heute eine Hilfe sein könnte.
Die Stunden vergingen, ihre Schulter schmerzte zwar nicht mehr wie die Tage zuvor, aber so richtig nachlassen wollte der Schmerz die junge Menekanerin auch nicht.
Würde man nun Rückblickend schauen, war dieser Schmerz, der langsam nachließ eine Wohltat.
Jetzt, schien jede Bewegung die letzten Reste der Kraft aus ihrem Körper zu saugen. Immer wieder sackte sie in sich zusammen, kippte seitlich weg und verlor manchmal für Minuten, gar Stunden ihr Bewusstsein.
Es war eigentlich keine schlechte Idee gewesen die Mieze des Alten in ihre Finger zu bekommen, schließlich bekam sie so einen Teil ihrer Sachen zurück. Den Stoff und das Leder an ihrem Körper, wie Beinen zu spüren, verschaffte ihr die nötige Stärke und Kraft.
Andererseits, war es ebenso eine schlechte Idee gewesen, schlussendlich saß der Alte am längeren Hebel.
So oder so, würde es auf ihre Tat hin folgen geben, das wusste Raniya mittlerweile zu gut, schien der Alte keinerlei Skrupel zu haben.
Doch weich kochen, würde er sie nicht, das ließe sie niemals zu.
Vielleicht war das auch ein Grund, wieso sie ihn mit seinem Kätzchen, für wenige Momente den Wind aus den Ohren nahm.
Ja, es war eine Genugtuung ihn so zu sehen. Es verschaffte der jungen Frau innerliche Stärke, gar Zufriedenheit.
Es sei dahin gestellt ob sie dieser Katze etwas angetan hätte oder nicht. Am Ende ging es nur um ihr Leben und um jenes zu schützen, tat Raniya am Ende alles.
Nun in der Ecke kauernd, dabei den Wind, welcher seinen Tanz ab und an auf ihrem Gesicht vollstreckte, aufzunehmen, schien die junge Menekanerin am Ende ihrer Kräfte zu sein.
Das sonst so braungebrannte Gesicht schien der Blässe nachgegeben zu haben, die Lippen verloren ebenso an Glanz, die willensstarken Augen, die stets voller Leben und Begeisterung schimmerten, erloschen nach und nach und der leere Ausdruck vom Gesicht, spiegelte sich in den Augen wieder.
Sie hatte Schmerzen und sie hatte Angst.
Die Gedanken, die sich nur mit den Plänen, lebendig und schnell zu entkommen befassten, schweiften ab.
Sie nahmen ihren Weg gen Heimat auf, zu ihrer Familie und Freunden.
Keiner wusste wo sie sich aufhielt. Vermutlich würde sich keiner große Gedanken machen wo sie war. Jeder, der ihr Nahestand wusste, das sie öfter Mal ein bis zwei Nächte nicht in ihrem Zimmer aufzufinden war. Zumindestens Jahwarah und Ishaaq wussten, das Raniya meist die Nacht zum Tage machte.
Auch wenn sie es immer als störend, schon überfürsorglich Empfand, das er sich um sie sorgte, so hoffte sie nun inständig, das er ihrer Bitte, jenes zu unterlassen überhörte und seinen Kopf durchsetzte.
Erneut überkam der Schmerz die junge Menekanerin und aus den Gedanken gerissen, erhob sich ihr Kopf.
Sie würde nicht aufgeben. Sie würde nicht schwächeln und schon gar nicht würde sie dem Alten zeigen, das auch sie Angst hatte.
Sie wollte Heim. Sie wollte zu Jahwarah und Ibraheem. Sie wollte noch das ein oder andere Abenteuer mit Hadiya erleben. Aber am meisten wollte sie mit ihrem Blick Ishaaq einfangen und allen Zweifeln, die es vielleicht gab trotzen und ihm zeigen, das es nur ihn gab.
Wenn du hier raus willst, solltest du deinen Hintern hoch bekommen Raniya.
Zuletzt geändert von Raniya Sahar am Donnerstag 18. Oktober 2007, 14:43, insgesamt 2-mal geändert.
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Mor Varnos
Als der Bote Mor am Lager der Greifen den Brief von Ibraheem Bashir überreichte, spürte sie noch einen Moment lang die Müdigkeit in ihren Knochen, die jedoch schlagartig verflog, als sie die Zeilen las. Sie hatte sich also nicht getäuscht - weder war diese Angelegenheit etwas, was die Menekaner unter sich regeln wollten, wie Bronn vermutete, noch war die Menekanerin an diesen Flaake 'abgegeben' worden.
Nach einem Schwall kalten Wassers aus einem Wasserschlauch, den sie sich ins Gesicht spritzte, um den letzten Rest Müdigkeit aus sich zu vertreiben, griff sie wieder zu Pergament und Tinte.
Hoffentlich war sie noch nicht an jemanden verkauft worden, dachte Mor bei sich mit nachdenklicher Miene, als sie für Flaake einige Zeilen eilig niederschrieb.
Das Pergament, welches sie ebenso versiegelte, brachte sie dann rasch nach Rahal in die Taverne und überreichte es dort dem Wirt, mit den Worten, es dem Mann mit Holzbein und Pfeife, der schon am gestrigen Abend am Tresen gesessen hatte, zu überreichen. Ein paar Münzen liess sie ihm noch da, dann wandte sie sich wieder ab, während sie im Kopf durchging, was ihr für Möglichkeiten nun blieben, um etwas unternehmen zu können...
Auf dem Pergament für Flaake wiederum kann man nun folgende Zeilen lesen:
Werter Flaake,
ich habe mit dem Banner darüber gesprochen und es besteht durchaus Interesse daran, eine Putzkraft zu kaufen.
Ich werde heute abend ab der 21. Stunde in der Taverne hier in Rahal auf euch warten.

~ Banner der Flammenden Greifen ~
Ein mattes Grinsen huschte noch über Mors Miene, als sie das Lager erreichte. Wieviele Nächte Wachdienst ihr wohl der erste Satz der Nachricht alleine einbringen würde?
Nach einem Schwall kalten Wassers aus einem Wasserschlauch, den sie sich ins Gesicht spritzte, um den letzten Rest Müdigkeit aus sich zu vertreiben, griff sie wieder zu Pergament und Tinte.
Hoffentlich war sie noch nicht an jemanden verkauft worden, dachte Mor bei sich mit nachdenklicher Miene, als sie für Flaake einige Zeilen eilig niederschrieb.
Das Pergament, welches sie ebenso versiegelte, brachte sie dann rasch nach Rahal in die Taverne und überreichte es dort dem Wirt, mit den Worten, es dem Mann mit Holzbein und Pfeife, der schon am gestrigen Abend am Tresen gesessen hatte, zu überreichen. Ein paar Münzen liess sie ihm noch da, dann wandte sie sich wieder ab, während sie im Kopf durchging, was ihr für Möglichkeiten nun blieben, um etwas unternehmen zu können...
Auf dem Pergament für Flaake wiederum kann man nun folgende Zeilen lesen:
Werter Flaake,
ich habe mit dem Banner darüber gesprochen und es besteht durchaus Interesse daran, eine Putzkraft zu kaufen.
Ich werde heute abend ab der 21. Stunde in der Taverne hier in Rahal auf euch warten.
~ Banner der Flammenden Greifen ~
Ein mattes Grinsen huschte noch über Mors Miene, als sie das Lager erreichte. Wieviele Nächte Wachdienst ihr wohl der erste Satz der Nachricht alleine einbringen würde?
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Ibraheem Bashir
Es kam selten vor das Ibraheem einmal wütend wurde, doch wenn dies der Fall war, so musste nun wohl auch Fuad bemerken, dann war er es richtig.
Die Tür der Stadtwache wurde aufgerissen und ebenso grob wieder in das Schloss zurück befördert. Das Schreiben Mor’s flog schwungvoll auf den Schreibtisch.
„Lies was diese verdammten Hunde getan haben! Ich werde ihnen jeden Knochen einzeln brechen!“
Seine Stimme konnte man wohl noch bis vor die Tür wahrnehmen.
Mit erhobener Braue las sich Fuad den Brief durch, ehe er wieder zu ihm aufsah.
Ibraheem berichtete ihm von seinem Antwortschreiben und dem Vorhaben diesem Kerl, der es wagte Raniya zu entführen, so lange Leiden zu lassen bis dieser sich wünschen würde niemals Geboren worden zu sein.
Es dauerte eine Weile ehe er sich soweit abgeregt hatte das sein Kopf nicht voller Mordgedanken und Folterungsmethoden war.
Sie beschlossen das er diese Frau, Mor, aufsuchen sollte um genaueres über einen möglichen Handel und dessen Ablauf heraus zu finden.
Er wusste zwar nich genau wo diese – Banner der Flammenden Greifen – zu finden war, doch musste es jemanden geben, dem dieser Name geläufig war.
Noch am selben Tag machte er sich, nachdem er genügend Proviant und seine Ausrüstung zusammengepackt hatte, auf den Weg zum Hafen um mit dem nächsten Schiff das Festland zu erreichen.
Er konnte nur hoffen das er diese Frau fand... Mor Varnos.
Die Tür der Stadtwache wurde aufgerissen und ebenso grob wieder in das Schloss zurück befördert. Das Schreiben Mor’s flog schwungvoll auf den Schreibtisch.
„Lies was diese verdammten Hunde getan haben! Ich werde ihnen jeden Knochen einzeln brechen!“
Seine Stimme konnte man wohl noch bis vor die Tür wahrnehmen.
Mit erhobener Braue las sich Fuad den Brief durch, ehe er wieder zu ihm aufsah.
Ibraheem berichtete ihm von seinem Antwortschreiben und dem Vorhaben diesem Kerl, der es wagte Raniya zu entführen, so lange Leiden zu lassen bis dieser sich wünschen würde niemals Geboren worden zu sein.
Es dauerte eine Weile ehe er sich soweit abgeregt hatte das sein Kopf nicht voller Mordgedanken und Folterungsmethoden war.
Sie beschlossen das er diese Frau, Mor, aufsuchen sollte um genaueres über einen möglichen Handel und dessen Ablauf heraus zu finden.
Er wusste zwar nich genau wo diese – Banner der Flammenden Greifen – zu finden war, doch musste es jemanden geben, dem dieser Name geläufig war.
Noch am selben Tag machte er sich, nachdem er genügend Proviant und seine Ausrüstung zusammengepackt hatte, auf den Weg zum Hafen um mit dem nächsten Schiff das Festland zu erreichen.
Er konnte nur hoffen das er diese Frau fand... Mor Varnos.
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Mor Varnos
Zurück im Lager der Greifen zog Mor als erstes wieder etwas Pergament sowie Feder und Tinte aus ihrer Kiste. Zwar hatte sie in der Taverne Flaake nicht treffen können, aber dafür zum einen lange und recht ausgiebig mit ihrem heimgekehrten Hauptmann, Cregan Wolfsklaue, sprechen können, zum anderen hatte sie Ibraheem Bashir getroffen, der sich unter einer weiten Robe und Kapuze verborgen hatte.
Pläne waren geschmiedet worden und nun galt es Flaake erneut zu kontaktieren. Hoffentlich war es noch nicht zu spät und hoffentlich biss er an.
Rasch kratzte ihre Feder über das Pergament, was sie erneut faltet, flugs versiegelte, um sich wieder auf den Weg nach Rahal in die Taverne zu machen. Wieder gab sie dort den Brief beim Wirt ab und reichte ihm einige Münzen, damit er den Brief auch sicher an den Mann mit dem Holzbein und der Pfeife übergab.
Würde dieser das Siegel brechen, könnte er nun folgende Zeilen lesen, die etwas krakelig-hastiger geschrieben wurden:
Werter Flaake,
leider traf ich euch heute nicht an.
Nennt mir daher am besten einen Termin, der euch recht wäre, damit wir einige Dinge wie den Preis und die Übergabe in Ruhe klären können.
Gebt die Nachricht hier beim Wirt ab.
Alatar möge über euch wachen,

~ Banner der Flammenden Greifen ~
Nicht nur Alatar, dachte sie mit einem Anflug eines Lächelns und wandte sich ab von der Taverne, um noch einen kleinen Abstecher an einen Ort zu machen, den sie ihm für die Übergabe vorschlagen wollte. Sie sollte diesen Platz gut kennen, sollte die Situation doch eskalieren...
Pläne waren geschmiedet worden und nun galt es Flaake erneut zu kontaktieren. Hoffentlich war es noch nicht zu spät und hoffentlich biss er an.
Rasch kratzte ihre Feder über das Pergament, was sie erneut faltet, flugs versiegelte, um sich wieder auf den Weg nach Rahal in die Taverne zu machen. Wieder gab sie dort den Brief beim Wirt ab und reichte ihm einige Münzen, damit er den Brief auch sicher an den Mann mit dem Holzbein und der Pfeife übergab.
Würde dieser das Siegel brechen, könnte er nun folgende Zeilen lesen, die etwas krakelig-hastiger geschrieben wurden:
Werter Flaake,
leider traf ich euch heute nicht an.
Nennt mir daher am besten einen Termin, der euch recht wäre, damit wir einige Dinge wie den Preis und die Übergabe in Ruhe klären können.
Gebt die Nachricht hier beim Wirt ab.
Alatar möge über euch wachen,
~ Banner der Flammenden Greifen ~
Nicht nur Alatar, dachte sie mit einem Anflug eines Lächelns und wandte sich ab von der Taverne, um noch einen kleinen Abstecher an einen Ort zu machen, den sie ihm für die Übergabe vorschlagen wollte. Sie sollte diesen Platz gut kennen, sollte die Situation doch eskalieren...
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Timoth Vaasai
Kopfschüttelnd saß Timoth über den Abschriften der Korrespondenz von Mor und Ibraheem, und mit jedem Mal das er die Zeilen erneut überflog schien ihm der Kragen seiner Uniform enger zu werden. Weiber...
In Eluive Namen... pah. Es fiel ihm schon schwer genug dem Alka Referenz zu erweisen, doch dieser Herrscher hatte in der jüngeren Vergangenheit Charakterstärke bewiesen und Vertrauen zu den Greifen gezeigt. Vielleicht würde er doch der Mann werden, mit dem die Greifen wieder zu Größe gelangen und prosperieren würden. Vielleicht, wenn nicht Teile des Banners dieses Bestreben konterkarieren würden.
Es ist nur ein Weib, ein unbekanntes und eines für das ihre Familie nicht gesorgt hat... schwach. Als er den Blick vom Brief löste stellt Timoth fest, dass er die paar Meter vom Lager an die See geschlendert war, zu seiner linken türmte sich bedrohlich die Ordensfeste der Arkorither in den Nachthimmel auf. Verkannte Mor wirklich in ihrer Naivität, auch wenn sie menschlich motiviert war, was sie da tat? Die Greifen näherten sich dem Alka und dem heiligen Alatarischen Reich an, selbst er, der er der größte Zweifler war war inzwischen über seinen Schatten gesprungen, und nun soetwas?
Timoth hatte bislang versäumt ausreichend Zeit im Tempel zu verbringen, doch selbst ihm war klar, dass Rahal, die Greifen, und Menek'Ur eine Kluft im Glauben trennte - ja sie eigentlich einander wie Tag und Nacht die Existenz streitig machen mussten. Unweit ihrer Lagers stand die Arkoritherfeste, an deren Wand er sich inzwischen niedergelassen hatte, den Blick auf die See hinaus, und diese Magier waren es, die den Greifen ihren Schutz gegen die Eisenwart versichert hatten. Schutz, den Mor mit ihren Bestrebungen ein Eluive-Weib zu retten aufs Spiel stellte. Verdammt, es war eine einfache Zeltbahn die das Banner vom Feind trennte, das wusste sie genau.
Mor könnte sich auf was gefasst machen, wenn Timoth sie in die Finger kriegt. Außerdem wird jemand mit dem Alka reden müssen und sich dafür verantworten, warum das Banner mit den Menekanern zu tun hat. Mor war sicher zu stur, um von ihrer Idee abzukommen.
Vorallem aber musste sichergestellt werden, dass die nicht am Lager auftauchten. Timoth erinnerte sich noch recht gut an die Blicke die im Labyrinth gewechselt wurden, als die Arkorither auf diesen "Fadi" trafen - das wollte er nicht in ihrem Lager wiederholt wissen.
Soll der Gottkönig uns davor behüten, was da alles schief gehen kann... - und zum ersten Mal, auch nur als Stoßgebet, betete Timoth tatsächlich zu Alatar, und nutzte diesen Namen nicht nur weil es von ihm erwartet wurde. Ja, er hatte wirklich Angst davor, was für Früchte dieser Handel tragen würde, wenn es nicht ein gutes Sümmchen auf vom Banner gezahltes Lösegeld herauf ist...
In Eluive Namen... pah. Es fiel ihm schon schwer genug dem Alka Referenz zu erweisen, doch dieser Herrscher hatte in der jüngeren Vergangenheit Charakterstärke bewiesen und Vertrauen zu den Greifen gezeigt. Vielleicht würde er doch der Mann werden, mit dem die Greifen wieder zu Größe gelangen und prosperieren würden. Vielleicht, wenn nicht Teile des Banners dieses Bestreben konterkarieren würden.
Es ist nur ein Weib, ein unbekanntes und eines für das ihre Familie nicht gesorgt hat... schwach. Als er den Blick vom Brief löste stellt Timoth fest, dass er die paar Meter vom Lager an die See geschlendert war, zu seiner linken türmte sich bedrohlich die Ordensfeste der Arkorither in den Nachthimmel auf. Verkannte Mor wirklich in ihrer Naivität, auch wenn sie menschlich motiviert war, was sie da tat? Die Greifen näherten sich dem Alka und dem heiligen Alatarischen Reich an, selbst er, der er der größte Zweifler war war inzwischen über seinen Schatten gesprungen, und nun soetwas?
Timoth hatte bislang versäumt ausreichend Zeit im Tempel zu verbringen, doch selbst ihm war klar, dass Rahal, die Greifen, und Menek'Ur eine Kluft im Glauben trennte - ja sie eigentlich einander wie Tag und Nacht die Existenz streitig machen mussten. Unweit ihrer Lagers stand die Arkoritherfeste, an deren Wand er sich inzwischen niedergelassen hatte, den Blick auf die See hinaus, und diese Magier waren es, die den Greifen ihren Schutz gegen die Eisenwart versichert hatten. Schutz, den Mor mit ihren Bestrebungen ein Eluive-Weib zu retten aufs Spiel stellte. Verdammt, es war eine einfache Zeltbahn die das Banner vom Feind trennte, das wusste sie genau.
Mor könnte sich auf was gefasst machen, wenn Timoth sie in die Finger kriegt. Außerdem wird jemand mit dem Alka reden müssen und sich dafür verantworten, warum das Banner mit den Menekanern zu tun hat. Mor war sicher zu stur, um von ihrer Idee abzukommen.
Vorallem aber musste sichergestellt werden, dass die nicht am Lager auftauchten. Timoth erinnerte sich noch recht gut an die Blicke die im Labyrinth gewechselt wurden, als die Arkorither auf diesen "Fadi" trafen - das wollte er nicht in ihrem Lager wiederholt wissen.
Soll der Gottkönig uns davor behüten, was da alles schief gehen kann... - und zum ersten Mal, auch nur als Stoßgebet, betete Timoth tatsächlich zu Alatar, und nutzte diesen Namen nicht nur weil es von ihm erwartet wurde. Ja, er hatte wirklich Angst davor, was für Früchte dieser Handel tragen würde, wenn es nicht ein gutes Sümmchen auf vom Banner gezahltes Lösegeld herauf ist...
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Raniya Sahar
Dunkelheit.
Kälte.
Schmerzen.
Angst.
Wo war sie nur hinein geraten!
Die Tage kamen und gingen wie das aufschlagen der Wimpern.
Es vergingen einige Tage, an manchen sie mehr der Bewußtlosigkeit oder der Erschöpfung ausgeliefert war, aber von dem Hinkebein gab es keine Spur.
Wo ist er nur?
Hatte er nun doch vor, sie in seiner Hütte vor Schmerzen eingehen zu lassen wie eine Pflanze, die kein Wasser mehr bekam und die Qualen der Sonne ausgeliefert wurde?
Kalt war es in der kleinen Hütte, selbst das Fell, welches mit der Blutkruste bedeckt war, konnte der jungen Menekanerin keinen Schutz bieten.
Angesichts der Hitze, die sie sonst ausgeliefert war und auch liebte, schien die Wärme auf dieser Insel ihr einen kalten Schauer auf dem Körper zu hinterlassen.
Ihr Körper gab von Tag zu Tag mehr nach. Ihre Schulter wollte keine Besserung oder eine kleinste Linderung aufweisen und daran Schuld war dieser verdammte Pirat.
Jede Bewegung, welche von Raniya ausging, schickte ihr Tränen des Schmerzes in die Augen.
Die Wunde an der rechten Schulter hatte sich entzündet und die letzten Stoffetzen, welche zum Schutze der Wunde dienten, wurden immer mehr durchgesuppt.
Würde man die junge Frau mittlerweile betrachten, würde man vermutlich nicht sofort auf den Gedanken kommen, eine Menekanerin vor sich zu haben.
Die sonst so braune Haut war entschwunden und eine gräuliche Farbe nahm Einzug stattdessen ein.
Ihr ging es von Tag zu Tag schlechter und je mehr sie sich an den Gedanken klammerte, um so verzweifelter wurde sie.
Die Gedanken blieben nicht nur bei ihren Schmerzen, vielmehr befassten sie sich damit, was aus ihr werden sollte.
Was hatte der Pirat mit ihr vor?
Wusste ihre Familie wo sie war?
Machten sie sich Sorgen oder kamen sie bereits auf den Gedanken, das etwas nicht stimmen konnte?
Fragen und Gedanken ohne Ende.
Den wichtigsten Gedanken, welchen sich die junge Menekanerin in den nächsten Stunden und Tagen mehr widmen würde, war jener, wieder soweit Gesund zu werden, das sie zumindestens nicht auf dieser Insel, bei diesem verlausten Pack, zu Eluive ginge.
Kälte.
Schmerzen.
Angst.
Wo war sie nur hinein geraten!
Die Tage kamen und gingen wie das aufschlagen der Wimpern.
Es vergingen einige Tage, an manchen sie mehr der Bewußtlosigkeit oder der Erschöpfung ausgeliefert war, aber von dem Hinkebein gab es keine Spur.
Wo ist er nur?
Hatte er nun doch vor, sie in seiner Hütte vor Schmerzen eingehen zu lassen wie eine Pflanze, die kein Wasser mehr bekam und die Qualen der Sonne ausgeliefert wurde?
Kalt war es in der kleinen Hütte, selbst das Fell, welches mit der Blutkruste bedeckt war, konnte der jungen Menekanerin keinen Schutz bieten.
Angesichts der Hitze, die sie sonst ausgeliefert war und auch liebte, schien die Wärme auf dieser Insel ihr einen kalten Schauer auf dem Körper zu hinterlassen.
Ihr Körper gab von Tag zu Tag mehr nach. Ihre Schulter wollte keine Besserung oder eine kleinste Linderung aufweisen und daran Schuld war dieser verdammte Pirat.
Jede Bewegung, welche von Raniya ausging, schickte ihr Tränen des Schmerzes in die Augen.
Die Wunde an der rechten Schulter hatte sich entzündet und die letzten Stoffetzen, welche zum Schutze der Wunde dienten, wurden immer mehr durchgesuppt.
Würde man die junge Frau mittlerweile betrachten, würde man vermutlich nicht sofort auf den Gedanken kommen, eine Menekanerin vor sich zu haben.
Die sonst so braune Haut war entschwunden und eine gräuliche Farbe nahm Einzug stattdessen ein.
Ihr ging es von Tag zu Tag schlechter und je mehr sie sich an den Gedanken klammerte, um so verzweifelter wurde sie.
Die Gedanken blieben nicht nur bei ihren Schmerzen, vielmehr befassten sie sich damit, was aus ihr werden sollte.
Was hatte der Pirat mit ihr vor?
Wusste ihre Familie wo sie war?
Machten sie sich Sorgen oder kamen sie bereits auf den Gedanken, das etwas nicht stimmen konnte?
Fragen und Gedanken ohne Ende.
Den wichtigsten Gedanken, welchen sich die junge Menekanerin in den nächsten Stunden und Tagen mehr widmen würde, war jener, wieder soweit Gesund zu werden, das sie zumindestens nicht auf dieser Insel, bei diesem verlausten Pack, zu Eluive ginge.
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Raniya Sahar
Dieser hinkende Pirat tauchte die nächsten Tage immer noch nicht auf.
War ihm etwas zugestoßen?
Hatte sein Herz schlapp gemacht, schließlich tat soviel Suff der Leber und am Ende dem Herzen nicht gut.
Oder hatte er wirklich vor, sie in dieser schmutzigen, kleinen Zelle verrotten zu lassen?
Fragen über Fragen, auf diese sie wohl vorerst keine Antwort bekommen sollte.
War sie alleine?
Der Blick durchforschte nochmals das Zimmer.
Vielleicht hatte sie etwas übersehen.
Vielleicht gab es doch einen Ausweg aus diesem Schlamassel in den sie hineingeraten war.
Raus hier, sie wollte Raus.
Der Schatten, welcher sich am Fenster breit machte, lies der jungen Frau recht schnell deutlich werden, das sie nicht alleine war.
Dieser andere Pirat, stinkendes und schmutziges Etwas, grinste ihr ins Gesicht.
Lustig machte er sich über sie. Lustig über die Situation und was ihr noch blühen würde.
Versoffenes Pack.
Bei Eluive, auch er würde am Ende seine verdiente Strafe bekommen und wenn nicht jetzt dann irgendwann.
Nach einer Weile schwand der Schatten und somit auch der elende Pirat.
Verflucht noch eins, wie sollte sie hier weg kommen!
Machte sich denn keiner Gedanken wo sie war?
Immer mehr nahm die Besorgnis zu, das es wahrlich keinem auffiel wenn sie mal da oder gar weg war.
Manchmal ein Segen, aber derzeit?
Erneut versuchte sie, trotz der Schmerzen sich aufzurichten, als sie wieder einen Schatten an der Fensterfront vernahm.
Er kam zurück. Und wenn ihre Nase sie nicht täuschte, hatte der Saufbold einige Schlücke aus der Flasche gekippt.
Gut, nicht nur das sie seine Fahne riechen konnte, bemerkte sie ebenso, das er schwank.
Bei Eluive, was für ein Segen, das Gitterstäbe und eine verschlossene Tür, sie von ihm trennten.
Sie konnte sich ausmalen zu was dieser Lump imstande war. Blicke und vor allen seine Augen, sagten viel aus.
Für einen kleinen Moment lies sie ihre Aufmerksamkeit verlieren und zuckte innerlich zusammen, als das aufprallen und knacken der Vordertür, sie aus den Gedanken riß.
Bei Eluive, diese Tür gab nach und nach mehr dem Gewicht des Piraten nach, sodass er wenige Augenblicke später, im Raum stand.
Falsch Gedacht Raniya.
Es waren nur noch Eisenstangen, die dich von diesem Saufkopf trennten.
Schwer zu sagen ob es Angst, der Schreck oder die Erkenntnis, was nun geschehen würde war, was sich in ihren Augen widerspiegelte.
Ihre Beine gaben nach, ihr Körper senkte sich erneut zu Boden um dort in die nächst liegende Ecke des Raumens zu krabbeln.
Der Pirat kam wankend immer näher, das Grinsen auf seinen Zügen strahlte sie förmlich an und es verging abermals keine längere Zeit, als er sich das Schloß der Gitterstäbe zu eigen machte und die Tür langsam öffnete.
Sein Schatten bedeckte die junge Menekanerin immer mehr, jene drückte sich weiter in die Ecke bis es keinen Weg weiter gab.
Seine Hand, in der er seine Pistole griffbereit hielt, erhob sich.
Entsetzt ruhten die braunen Augen der Frau auf diesem Mistkerl.
Die Kehle schnürte sich zu.
Vorbei.
Sie würde zu Eluive gehen.
Raniya, du gibst auf?
Ein blinzeln, das aufschlagen der Augenlider und ein Neda bildete sich auf die Lippen der Menekanerin und mit einer ruckartigen und schnellen Bewegung streckte sich ihr Bein aus, in Richtung des wankenden Piraten.
Sie hatte ihm Wort wörtlich den Boden unter den Beinen weg gehaun.
Seine Pistole flog durch den Raum, wahrlich überrascht ob Raniyas Geste hin, taumelte er zurück.
Die Zähne zusammen beißend sprang sie auf, die Schmerzen, die Angst für diesen Moment vergessend, nur das Ziel, die Waffe zu ihrem eigen zu machen, schwirrten in ihrem Kopf herum.
Langsam, nicht zu schnell und vor allem nicht ohne genaustens aufzupassen, richtete sie die Pistole auf den Piraten um sich rückwärts aus der Zelle zu begeben.
Jedoch konnte sie so schnell nicht schauen, als er auch schon nach der Waffe langte und sich ihr bedrohlich näherte.
Drück doch ab. Bei Eluive seit wann zögerst du?
Anstatt einen Schuß aus der Waffe zu lösen, hob sich ihr Knie und versenkte einen Treffen zwischen den Beinen des Saufkopfes.
Ein hieb mit der Waffe auf seinen Rücken und er sackte gänzlich zusammen.
Los lauf. Verdammt Raniya heb die Beine an und renn.
Raus hier. Weg hier. Los!
Sie lief so gut und schnell sie konnte. Die Schmerzen waren wie Stiche von Nadeln, Stiche die sie von Hadiya zu gut kannte.
Lauf Raniya lauf.
Der Hafen. Kisten. Fässer. Ein Schiff.
Es verging eine Weile, in der die junge Frau sich im Schatten an der Mauer eines Hauses versteckte und prüfend, das Szenario am Hafen betrachtete.
Es würde der richtige Moment kommen, an dem sie sich das Frachtgut zu nutze ziehen wird.
Geduld.
Sie würde Heim kommen. Irgendwie würde sie nach Hause gelangen.
---------------------------
Ein stechender Schmerz riss die junge Menekanerin aus dem Schlaf.
Die schweißbedeckte Stirn, das verzerrte Gesicht, zeigten deutlich, das die Nacht wiedermal keine ruhige war.
Dennoch hatte sich etwas verändert.
Sie lag nicht mehr auf dem Fell, in der kleinen Zelle, auf einer ihr fremden Insel.
Die braunen Augen wechselten den Blickfang von einer Zimmerecke zur Nächsten und wäre der Raum nicht in seiner Dunkelheit gebettet, würde ein jeder ein seichtes Lächeln auf den blassen Lippen erkennen.
Sie war zu Hause.
Sie war bei ihrer Familie.
Sie war endlich weg von diesem Piratenhaufen.
Sie war zurück!
Die Anspannung in ihren Körper lies endlich ab und schlussendlich gab Raniya der Erschöpfung nach und sank zurück ins Kissen.
Sie brauchte sie nicht mehr fürchten. Sie war daheim.
War ihm etwas zugestoßen?
Hatte sein Herz schlapp gemacht, schließlich tat soviel Suff der Leber und am Ende dem Herzen nicht gut.
Oder hatte er wirklich vor, sie in dieser schmutzigen, kleinen Zelle verrotten zu lassen?
Fragen über Fragen, auf diese sie wohl vorerst keine Antwort bekommen sollte.
War sie alleine?
Der Blick durchforschte nochmals das Zimmer.
Vielleicht hatte sie etwas übersehen.
Vielleicht gab es doch einen Ausweg aus diesem Schlamassel in den sie hineingeraten war.
Raus hier, sie wollte Raus.
Der Schatten, welcher sich am Fenster breit machte, lies der jungen Frau recht schnell deutlich werden, das sie nicht alleine war.
Dieser andere Pirat, stinkendes und schmutziges Etwas, grinste ihr ins Gesicht.
Lustig machte er sich über sie. Lustig über die Situation und was ihr noch blühen würde.
Versoffenes Pack.
Bei Eluive, auch er würde am Ende seine verdiente Strafe bekommen und wenn nicht jetzt dann irgendwann.
Nach einer Weile schwand der Schatten und somit auch der elende Pirat.
Verflucht noch eins, wie sollte sie hier weg kommen!
Machte sich denn keiner Gedanken wo sie war?
Immer mehr nahm die Besorgnis zu, das es wahrlich keinem auffiel wenn sie mal da oder gar weg war.
Manchmal ein Segen, aber derzeit?
Erneut versuchte sie, trotz der Schmerzen sich aufzurichten, als sie wieder einen Schatten an der Fensterfront vernahm.
Er kam zurück. Und wenn ihre Nase sie nicht täuschte, hatte der Saufbold einige Schlücke aus der Flasche gekippt.
Gut, nicht nur das sie seine Fahne riechen konnte, bemerkte sie ebenso, das er schwank.
Bei Eluive, was für ein Segen, das Gitterstäbe und eine verschlossene Tür, sie von ihm trennten.
Sie konnte sich ausmalen zu was dieser Lump imstande war. Blicke und vor allen seine Augen, sagten viel aus.
Für einen kleinen Moment lies sie ihre Aufmerksamkeit verlieren und zuckte innerlich zusammen, als das aufprallen und knacken der Vordertür, sie aus den Gedanken riß.
Bei Eluive, diese Tür gab nach und nach mehr dem Gewicht des Piraten nach, sodass er wenige Augenblicke später, im Raum stand.
Falsch Gedacht Raniya.
Es waren nur noch Eisenstangen, die dich von diesem Saufkopf trennten.
Schwer zu sagen ob es Angst, der Schreck oder die Erkenntnis, was nun geschehen würde war, was sich in ihren Augen widerspiegelte.
Ihre Beine gaben nach, ihr Körper senkte sich erneut zu Boden um dort in die nächst liegende Ecke des Raumens zu krabbeln.
Der Pirat kam wankend immer näher, das Grinsen auf seinen Zügen strahlte sie förmlich an und es verging abermals keine längere Zeit, als er sich das Schloß der Gitterstäbe zu eigen machte und die Tür langsam öffnete.
Sein Schatten bedeckte die junge Menekanerin immer mehr, jene drückte sich weiter in die Ecke bis es keinen Weg weiter gab.
Seine Hand, in der er seine Pistole griffbereit hielt, erhob sich.
Entsetzt ruhten die braunen Augen der Frau auf diesem Mistkerl.
Die Kehle schnürte sich zu.
Vorbei.
Sie würde zu Eluive gehen.
Raniya, du gibst auf?
Ein blinzeln, das aufschlagen der Augenlider und ein Neda bildete sich auf die Lippen der Menekanerin und mit einer ruckartigen und schnellen Bewegung streckte sich ihr Bein aus, in Richtung des wankenden Piraten.
Sie hatte ihm Wort wörtlich den Boden unter den Beinen weg gehaun.
Seine Pistole flog durch den Raum, wahrlich überrascht ob Raniyas Geste hin, taumelte er zurück.
Die Zähne zusammen beißend sprang sie auf, die Schmerzen, die Angst für diesen Moment vergessend, nur das Ziel, die Waffe zu ihrem eigen zu machen, schwirrten in ihrem Kopf herum.
Langsam, nicht zu schnell und vor allem nicht ohne genaustens aufzupassen, richtete sie die Pistole auf den Piraten um sich rückwärts aus der Zelle zu begeben.
Jedoch konnte sie so schnell nicht schauen, als er auch schon nach der Waffe langte und sich ihr bedrohlich näherte.
Drück doch ab. Bei Eluive seit wann zögerst du?
Anstatt einen Schuß aus der Waffe zu lösen, hob sich ihr Knie und versenkte einen Treffen zwischen den Beinen des Saufkopfes.
Ein hieb mit der Waffe auf seinen Rücken und er sackte gänzlich zusammen.
Los lauf. Verdammt Raniya heb die Beine an und renn.
Raus hier. Weg hier. Los!
Sie lief so gut und schnell sie konnte. Die Schmerzen waren wie Stiche von Nadeln, Stiche die sie von Hadiya zu gut kannte.
Lauf Raniya lauf.
Der Hafen. Kisten. Fässer. Ein Schiff.
Es verging eine Weile, in der die junge Frau sich im Schatten an der Mauer eines Hauses versteckte und prüfend, das Szenario am Hafen betrachtete.
Es würde der richtige Moment kommen, an dem sie sich das Frachtgut zu nutze ziehen wird.
Geduld.
Sie würde Heim kommen. Irgendwie würde sie nach Hause gelangen.
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Ein stechender Schmerz riss die junge Menekanerin aus dem Schlaf.
Die schweißbedeckte Stirn, das verzerrte Gesicht, zeigten deutlich, das die Nacht wiedermal keine ruhige war.
Dennoch hatte sich etwas verändert.
Sie lag nicht mehr auf dem Fell, in der kleinen Zelle, auf einer ihr fremden Insel.
Die braunen Augen wechselten den Blickfang von einer Zimmerecke zur Nächsten und wäre der Raum nicht in seiner Dunkelheit gebettet, würde ein jeder ein seichtes Lächeln auf den blassen Lippen erkennen.
Sie war zu Hause.
Sie war bei ihrer Familie.
Sie war endlich weg von diesem Piratenhaufen.
Sie war zurück!
Die Anspannung in ihren Körper lies endlich ab und schlussendlich gab Raniya der Erschöpfung nach und sank zurück ins Kissen.
Sie brauchte sie nicht mehr fürchten. Sie war daheim.