Wenn Toleranz zu Hass wird.

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Ronya Sotan

Wenn Toleranz zu Hass wird.

Beitrag von Ronya Sotan »

Ohnmacht, Wut, Hass, Verat, Glaube, Ehre, Befriedigung, Blut, Rache.
Worte die so unterschiedliche Dinge beschrieben.
Und doch sollte es passieren das jene Worte neuerdings fast täglich im Dorf der Kriegerinnen fielen.
Kaum ein Tag an dem nicht einige Kriegerinnen an das feuer zurück kehrten, Ihre Blutverschmierten Waffen stolz zu den anderen blutverschmierten Waffen ans Feuer legten.
Doch was war der Grund für all jenes ?
Eine Zeitlang war es so als wären die Gefährtinnen fast schon verschwunden.
Kaum sah man sie durch die Wälder streifen und nur selten traf man sie an ihrer Grenze Patroulieren.
Nicht wenige glaubten gar, die Gefährtinnen hatten sich von den vielen vergangenen Reiberein, erst mit dem Reich Varuna, dann mit Rahal und schlieslich Eisenwart und Rahal, nicht mehr erholt.
Doch sagt man nicht das es vor dem Sturm zumeist sehr still ist ?

Ja die kriegerinnen waren eine zeitlang des Kampfes müde.
Suchten wie zuvor, stets den Weg des friedens.
Doch unmut machte sich breit.
Briefe wurden geschrieben, Diplomatische Etikette hielt einzug und ja man konnte sagen die einst wilden kriegerinnen verhielten sich fast schon wie Städter.
Statt zu kämpfen, redeten sie nur über vergangene Schlachten.
Statt denen die Stirn zu bieten die sie bedrohten, versuchten sie wieder und wieder zu verhandeln.
Statt denen beizustehen die selber nicht in der Lage waren sich zu beschützen, schlossen sie die Augen und kümmerten sich nur noch um sich selbst.
Unmut im Dorf war die Rechnung die man Ronya präsentierte.
Immer mehr Kriegerinnen gingen ihrer eigenen Wege und kehrten nur noch zum schlafen ins Dorf zurück.
Doch das alles musste ein Ende haben.
Die Gemeinschaft musste wieder zusammenrücken und zu ihren Wurzeln finden.
Zwar hatte niemand auch nur die leiseste Ahnung wie das anzustellen war, doch manchmal muss man einfach nur warten und die Dinge regeln sich von selbst.

Monate war es her das Kyra die gemeinschaft verlies.
Sie war auf einer Reise und wurde sehnsüchtig erwartet.
Monate war es her das man mit den Nachbarn der Festung Eisenwart, eine Waffenruhe vereinbahrte.
Waffenruhe während der man vergeblich auf ein dauerhaftes Friedensangebot von jenen hoffte, jetzt da sie sich vom Rahalischen Reich getrennt ihrer eigenen Wege gingen.
Doch nichts geschah.
Bis zu dem Tag als die mittlerweile zurückgehrte Kyra aufgeregt ins Dorf kam.
Berichtete von Pöbelein derer von Festung Eisenwart.
Die Nachrichten häuften sich und eines Tages als wieder mal alle versammelt um das Feuer sassen beschloss man dem ein Ende zu bereiten.
" Noch eine solche tat gegen die unseren und wir erklären die Waffenruhe für beendet. "
War die meinung aller.
Nicht mal ein ganzer Tag sollte vergehen, da war es soweit.
Die Klingen surrten durch die Gassen Bajards, Blut spritze gegen Hauswände und die dunkelblauben Rüstungen Eisenwarts Mannen sowie den Braunen Fellmützen der Schwestern.
Frauen zogen ihre Kinder in die Hütten wo jene sich unter gezeter ihrer Mütter die Nasen an den Scheiben plattdrückten.
Bürgerwehrsoldaten standen hilflos am Rande und versuchten die kontrahenten zu trennen.
Doch wollten sie nicht selber Opfer werden so beliessen sie es bei Worten.
Das erste Blut war vergossen.
Die Kriegerinnen achteten stets drauf nicht die zu sein die die Waffen zuerst zogen, doch würden sie nicht einfach hinnehmen das man die ihren bedrohte.
Eine in der mitte der Gefährtinnen jedoch, beschloss einen anderen Weg zu gehen.
Sie kehrte verändert zurück von ihrer Reise, wirkte erwachsener als zu zuvor.
Doch noch etwas ward anders an Ihr.
Entwickelte sich langsamm aber stetig.
Glaube !
Nicht ein einfacher glaube an die Existenz der Götter, wie ihn die Gefährtinnen für sich bevorzugten.
Nein, die schlimmste Form jeden Glaubens.
Fanatismus !
Sie redete nur noch von Frieden, von Güte und zitierte Worte irgendwelcher Schriften die sie im Kloster gelesen haben wollte.

Die Schwestern lernten kämpfen in all der Zeit die sie mittlerweile verbrachten, sie lernten sich zu verteidigen und füreinander einzustehen.
Ja sie gingen soweit alle arten des glaubens zu respektieren.
Doch es sollte sich herausstellten das dies weder erwünscht war in diesen breiten, noch das man diese art von selbstbestimmung wie sie die schwestern lebten, respektierte.
Der Tod einer Schwester das hätten die meisten wohl einfahcer akzeptiert.
Doch sie an einen Gott zu verlieren, das war selbst für die hartgesottensten Kriegerinnen zuviel.
Es war etwas das man nicht mit Waffen bekämpfen konnte.
Ohnmächtig mussten sie ansehen wie jene Schwester soweit ging sie beim Feind zu veraten.
Sich hinter dem Rücken der gemeinschaft bei jenen entschuldigte.
Sich erdreistete nie wieder die Waffe zu führen um das leben der anderen zu beschützen.
Verat !
Kyra, denn jene war es die diese dinge tat, wurde aus der Gemeinschaft verbannt.
Niemand fühlte sich sonderlich glücklich dabei.
Aus anfänglichen Hass gegen diesen Verat wurde Wut und manche trachetete nach Rache.
Die Worte kyras liesen deutlich klar werden woher ihr neuentdeckter Glaube beeinflusst wurde.
Die Worte klangen nicht nach denen wie sie Eluivegläubige von sich gaben.
Und doch beteuerte Kyra jenes.
Die worte die sie von sich gab, klangen nach den Fanatischen reden der Temporapriester.
Ohnmacht wandelte sich in Hass und Wut.
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Tajara Nair
Beiträge: 609
Registriert: Montag 28. August 2006, 16:57

Beitrag von Tajara Nair »

es waren Wunden des Krieges - es waren ehrenhafte Wunden, Schmerz den Tajara gern hinnahm.

Dazu gesellte sich die Wut über Kyras Verrat. Ihre eigene Schwester, die sie gewissermaßen alleine großzog beging so einen schändlichen verrat und leckte den Speichel der Fanatiker und einer Göttin. Es war grauenhaft.

Zu all dem Schmerz gesellte sich die Wut vieler. Einige trachteten kyra sogar nach dem Leben. Das wollte Tajara ihr nicht antun. Sie konnte schwer ihrer Schwester das Messer ins Herz rammen. Aber ein gesunder Fausthieb - das wäre durchaus möglich.

Wenn sie den Weg einer Priesterin einging hätte sie nicht diesen schändlichen Verrat begehen müssen. Während sich ihre Wut auf Rahal im Foltern eines Gardisten manifestierte (immerhin zerschoss sie ihm die Kniescheiben und machte ihn so zum Krüppel) empfand sie nun hautnahen Hass gegen die Gläubigen Temoras. Hass den Xin nur zu deutlich machte. Und Tajara pflegte in unkontrollierte Raserei zu verfallen. Wie schrecklich anzusehen war es bei Xin - und sie tat es noch scheinbar unbewusst. Aber Tajara genoss die Raserei. Die Wut war ihr Freund.

Das Duell gegen diese Ritterschnäpfe war noch annehmbar. Aber der darauffolgende Kampf war zuviel.

Nevin ging durch ihren Bolzen zu boden. Schwerthieb um Schwerthief ging von der Ritterin aus. Irgendwann bekam sie einen Hieb in den Bauch. Schmerz, Blut, Ohnmacht.

Doch es war genug - es war zuviel. Es war nicht mehr dieses Scharmützel gegen die Anguren.

Die Gefährtinnen würden sich beweisen, und selbst wenn die Welt ihr Feind werden würde.

Die Stunde der Schwestern war nun angebrochen - die Schwerter wurden geschleift, die Pfeile gespitzt.

Rache, Blut, Kampf und wenn nötig Tod. Tajaras Herz pochte einerseits vor Angst um die ihren, andererseits vor Leidenschaft. Es war die Zeit gekommen.
Nevyn Silberhand

Beitrag von Nevyn Silberhand »

"Verdammte Ketzer! Au! Unehrenhaftes Gesindel! Au!"
Fluchend saß Nevyn auf dem Bett im Grafenschloss und liess Rolosin die Wunde an seinem Arm behandeln.
Wie konnte er nur so vertrauensselig gewesen sein, bei den Gefährtinnen auf ein ehrenhaftes Duell zu hoffen...
Ursprünglich war es ja nicht einmal sein Kampf gewesen, sondern der von Lady Sorcha und er nur Sekundant.
Aber nachdem die Ritterin den Kampf für sich entschieden hatte, wollten die drei Gefährtinnen des Waldes
sich nicht mehr an die vorher bestimmten Bedingungen halten.
Irgendetwas schien sie derart entzürnt zu haben, dass sie alles vergaßen.
Es war die Rede von einer Schwester, die der Gemeinschaft entrissen worden war, eine leibliche Schwester
einer Gefährtin gar.
Aber kein Versuch, die Lage zu erklären, der Ehre genüge zu tun oder einfach nur friedlich abzuziehen...
Stattdessen wurde gepöbelt, beleidigt und schlussendlich wurden die Waffen gezogen.
Im darauffolgenden Handgemenge traf Nevyn ein Bolzen am Bein und er stürzte, einen kurzen Moment tanzten
ihm Sterne vor den Augen und als er sie wegblinzelte hatte, gelang es den beiden Rittern, die drei "waldweiber"
zu überwältigen.
Aber sie schienen sich nicht einmal durch eine Niederlage von ihrem Wahn abbringen lassen und schimpften weiter.
Später, so wurde ihm von seinen Glaubensbrüdern berichtet, tauchten sie sogar an den Pforten des Klosters auf!
Während seine Verletzung versorgt wurde, berichtete Nevyn Rolosin von der Angelegenheit.
Dieser schien gerne bereit, den Bündnisfall auszurufen, würde sich in dieser Sache dann doch zeigen, wie gut
die geplanten Abläufe funktionieren würden.
So kam es dann, das nicht nur bei der Bruderschaft, sondern auch in der Festung der Allianz reges treiben
herrschte, es wurden Rüstungen bereitgelegt, Schwerter gewetzt und Pfeilbündel bereitgelegt.
Die Luft dieses Morgens trug den vertrauten Geruch nach Krieg mit sich...
Es gab viel zu tun, aber vorher mussten noch einige Schriftstücke erfasst werden.
Ian Vondran

Beitrag von Ian Vondran »

Sichtlich stand ihm die Sorge zu Gesichte, als er das Schreiben aus Creans Händen las. Es war die Sorge um die Seinen, ja um die einstige Schwester dieser Gemeinschaft, welche ein sich stetig klärendes Glaubensbild vor Augen hatte und schon beachtliches Gespühr für die Lehren der Göttermutter aufzeigte. Er erinnerte sich noch genau an den Tag an dem die noch recht junge Frau vor die Tore des Klosters trat, Einlass wie Einblick in die Schriften über die Eluive zu erhalten. Skeptisch fielen einige fragende Blicke aus, die Crean und er derzeit untereinander austauschten, wohl gab es doch noch nie eine Gefährtin, die sich für solche Schriften, und das noch aus den heiligen Mauern!, interessierte. Doch sie waren bedacht darauf, dass einem wissbegierigem Geist diese Möglichkeit nicht verwehrt blieben sollte.

Neugierig war sie, wissbegierig und scheinbar hatte sie endlos viele Fragen. Doch das gefiel dem Ritter sichtlich, wies sie somit schon die Tugend der Geisigkeit auf, obwohl sie doch aus einer Steppe des Glaubens kam, dort wo jeder Keim der Erkenntnis und Glaubens in Hass und Wut erstickt wurde. Es war selbst für ihn eine neue Erfahrung, gar eine Bestätigung ob der Hoffnung die er immer für Menschen in solchen Gemeinschaften und Reihen hatte. Die Erkenntnis, dass das Gute selbst dort weilt, das Streben nach Frieden und Einigkeit, nach Gerechtigkeit und Liebe nimmer müde sich hindurch bahnt, bis hin nun zum Orden der Temora, bis an die Mauern des Klosters heran.

Und doch umgab sein so gütiges Herz fortweilend große Sorge um die Seinen, um jene, die die Stärke aufwiesen zu glauben und sich in stetigen Lehren und Selbsterkenntnisen zu den Gläubigern der Göttermutter und deren Tochter zu entwickeln. Er würde wieder ein Schild sein, als Leiter der Kaste die Seinen einberufen um den Orden und das Kloster zu schützen, aber auch um jener Kyra Nair ihren Weg zur Göttermutter zu ermöglichen und sie vor den bluttrachtetenden Gefährtinnen zu bewahren.

"Temora, meine gütige Herrin, Hoffnungsträgerin aller.
In deinem Ansinnen schütze ich, in deinem Namen kämpfe ich.
Den alten Kamp des Glaubens, den Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit.
Im Einklang der Deinen Tugenden schütze ich, bedenke ich mein Handeln.
Als Diener des Friedens, als Retter der Freiheit, als Wächter der Welt.
Auf ewig der Deine."



"Glaube, mein Bruder, und empfange den Segen der gütigen Hoffnungsträgerin
im Angesicht der letzten Stunde. Sei standhaft und opfere dich, so der rechte
Zeitpunkt, du an diesem besonderen Augenblick angelangt bist. Sei tapfer und
verzage nicht, denn du selbst duldest dieses Verzagen nicht. Erhebe deinen
Schild um die Wehrlosen und Schwachen zu schützen und stehe ihnen im
Angesicht der Not bei. Richte im Einklang der Tugenden, denn du trägst
das Feuer der Gerechtigkeit in dir; Eques und Schild des Ordens!"
Kyra Nair

Beitrag von Kyra Nair »

Einen Tag ist es nun her, als sie von ihrer Mentorin getauft wurde... Stolz und Pflichtbewusstsein spiegelten sich dabei in ihren braunen Augen wieder.. Jedoch war die Freude nur von kurzer dauer... Wie konnte sie sich in ihren einstigen Schwestern so sehr Täuschen? Jene.. welchen sie einst ihr Leben angetraut hatte, waren nun bereit ihr eigenes zu nehmen... und das nur Weil sie ihre Wahre bestimmung fand.. ein Leben nach der Melodie Eluives..ein Leben des Friedens und der Harmonie.. Wärme und Geborgenheit fühlte sie einst in den Reihen der Gefährtinnen.. doch nun.. war dort nurnoch Kälte.. Eisige Kälte und Hass.. das Licht scheint gar Erloschen.. War ihr Leben bei den Gefährtinnen so wie sie es empfand nur ein Schöner Traum so wie man an den Kalten grauen Wintertagen von einer Warmen Sommerbriese auf den Grünen feldern Gerimors Träumt? Doch es bringt nichts den Guten Zeiten nachzutrauern... Sie hat ihr neues .. nein Ihr wahres leben gefunden... so wie eine Wahre Familie in den Reihen des Ordens der Lichtbringern.. Menschen die das Licht noch in sich Trugen und es Bewahrten.. Sie hat nun nichtmehr allein ein offenes Herz für eine Gruppe von Frauen.. sondern nun für ale Menschen.. was Wohl die Zukunft bringt? Dies vermag nur die gütige Mutter allein zu Wissen...
Xinthra

Beitrag von Xinthra »

Unsägliche Wut, das war es was die kleine Kriegerin in den letzten Tagen durchflutete. Kein Blick für die schönen Dinge des Lebens, kaum nette Worte für irgend jemand anderes als die Schwestern, selbst die wurden konfrontiert mit Xinthras Kälte.

Niemand bisher hatte es jemand gewagt, eine der Schwestern zu bekehren. Kyra.. sie mochte ein einfaches Gemüt gewesen sein, doch man hatte sie geliebt. Geliebt bis zu dem Tag, als sie beschlossen hatte, die Schwestern zu verraten. Verraten an die so genannte Lichtbringerin, diese Temora, die ihrem Bruder in nichts nachstand, Andersgläubigen die ihre Lebensweise zu verteidigen suchten, mit Gewalt zu begegnen. Ihre Gläubiger, nichts als Heuchler, die ein gottfreies Leben nicht akzeptieren konnten oder wollten, nichts als Spott und Hohn hatte man übrig gehabt in der Zeit, in der die Gefährtinnen keinen Nutzen für die Lichten gebracht hatten.

Nun, da sich ihre kämpferische Natur gegen die wand, die sich für das Gute hielten, waren sie ausgemachter Feind. Doch wie die Eisenwartler, die sich bei denen eingeschmeichelt und nun ihre Gunst erheuchelt hatten, würden sie nicht klein bei geben. Falk hatte gemeint, in dem Fall würden sie unterliegen.

Und wenn schon. Was waren sie denn wert wenn sie all die Opfer die gegeben worden waren, all die Mühen, Schweiß und Blut einfach aufgäben? Alles wäre vergebens gewesen. Nein, diesmal gäbe es kein Zurück. Sie wollten ihren Götterkrieg. Sollten sie ihn haben.
Zuletzt geändert von Xinthra am Montag 8. Oktober 2007, 14:53, insgesamt 1-mal geändert.
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