Gedanken
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Elina Hinrah
Gedanken
Wie jeden Abend in den letzten Tagen lag Elina mit verträumtem Blick in ihren Fellen und ließ den Tag Revue passieren.
Es geschah erst vor kurzem, als sie wohl erkannte, dass etwas mit ihr passiert sein müsse.
Und zwar an jenem Abend, als sie mit einigen anderen bei den Bunjams zusammen saß.
Es war wohl wie ein magischer Moment, als sie in Falks Gesicht sah, und seinen weichen Ausdruck bemerkte, als er Jolinn übers Haar strich.
Falk, der für sie immer nur der strenge Jarl, der zwar jederzeit freundlich und zuvorkommend war, jedoch für sie eine sehr respektvolle Persönlichkeit darstellte.
Und nun…was war bloß mit ihr passiert?
Dieser Moment, er musste wohl etwas in ihrem Herzen verändert haben, etwas das sie bis jetzt noch nicht gekannt hatte.
Und heute…
Heute sah sie ihn wieder.
Er saß bei Jolinn, und das vertraute Zusammensein der beiden ließ ihr fast das Herz zerreißen.
Sie konnte kaum dem Gespräch folgen, das wohl ziemlich erheiternd gewesen sein musste, da viel gelacht wurde. Elina jedoch wechselte ihren Blick immer nur zwischen den beiden hin und her und sah dann wieder schnell zu Boden.
Sie erwischte sich selbst sogar dabei, als sie ein Herzchen in den Boden zeichnete, und damit es wohl keiner merken würde, verwischte sie es so schnell wie sie es hingemalt hatte.
Es dauerte wohl eine Weile, bis sie sich endlich wieder gefasst hatte, und an dem Gespräch beteiligen konnte.
Langsam schloss sie nun die Augen.
"Elina, was ist bloß passiert, gerade du, die nie einen Kerl wollte…und nun?
Wie soll ich das bloß lösen?
Wie sagte Mah früher immer zu mir… wenn du etwas erreichen willst, mein Mädchen, musst du dafür kämpfen."
Mit diesen Gedanken im Kopf schlummerte sie endlich ein.
Es geschah erst vor kurzem, als sie wohl erkannte, dass etwas mit ihr passiert sein müsse.
Und zwar an jenem Abend, als sie mit einigen anderen bei den Bunjams zusammen saß.
Es war wohl wie ein magischer Moment, als sie in Falks Gesicht sah, und seinen weichen Ausdruck bemerkte, als er Jolinn übers Haar strich.
Falk, der für sie immer nur der strenge Jarl, der zwar jederzeit freundlich und zuvorkommend war, jedoch für sie eine sehr respektvolle Persönlichkeit darstellte.
Und nun…was war bloß mit ihr passiert?
Dieser Moment, er musste wohl etwas in ihrem Herzen verändert haben, etwas das sie bis jetzt noch nicht gekannt hatte.
Und heute…
Heute sah sie ihn wieder.
Er saß bei Jolinn, und das vertraute Zusammensein der beiden ließ ihr fast das Herz zerreißen.
Sie konnte kaum dem Gespräch folgen, das wohl ziemlich erheiternd gewesen sein musste, da viel gelacht wurde. Elina jedoch wechselte ihren Blick immer nur zwischen den beiden hin und her und sah dann wieder schnell zu Boden.
Sie erwischte sich selbst sogar dabei, als sie ein Herzchen in den Boden zeichnete, und damit es wohl keiner merken würde, verwischte sie es so schnell wie sie es hingemalt hatte.
Es dauerte wohl eine Weile, bis sie sich endlich wieder gefasst hatte, und an dem Gespräch beteiligen konnte.
Langsam schloss sie nun die Augen.
"Elina, was ist bloß passiert, gerade du, die nie einen Kerl wollte…und nun?
Wie soll ich das bloß lösen?
Wie sagte Mah früher immer zu mir… wenn du etwas erreichen willst, mein Mädchen, musst du dafür kämpfen."
Mit diesen Gedanken im Kopf schlummerte sie endlich ein.
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Elina Hinrah
Nun war Elina schon einige Tage unterwegs, weit weg von ihrer Heimat. Ihre unendliche Traurigkeit hat noch kein Stück nachgelassen, ihr war kalt, sie war einsam und eben…..sehr, sehr traurig.
Sie setzte sich auf einen Baumstumpf, ließ Mani ein wenig rasten und dachte nach.
"Er liebt eine andere, und hat mich blamiert vor allen anderen. Nein, ich habe mich blamiert.
Ich habe ihm meine Liebe gestanden und er, er hat sie abgelehnt.
Er liebt mich nicht, nicht so wie ich es erhofft hatte, so sehr erhofft.
Und all die anderen, sie werden sich wohl köstlich amüsiert haben, wenn die Kleine sich so zum Narren macht.
Ich will sie alle nie wieder sehen, und vor allem Falk nicht und...Jolinn…nie wieder."
Sogleich liefen ihr wieder haltlos die Tränen runter.
"Wie es wohl Adisla gehen mag, sie wird sich bestimmt große Sorgen machen. Sie ist bestimmt die einzige die meinen Kummer verstehen wird. Es tut mir so leid, ihr das antun zu müssen, aber ich kann nicht anders."
Elinas Pferd Mani kam auf sie zu und stubste sie ein wenig. Schnell legte sie die Arme um den Hals des Pferdes und schmiegte ihren Kopf daran.
So blieb sie sitzen, bis es dunkel wurde.
Sie setzte sich auf einen Baumstumpf, ließ Mani ein wenig rasten und dachte nach.
"Er liebt eine andere, und hat mich blamiert vor allen anderen. Nein, ich habe mich blamiert.
Ich habe ihm meine Liebe gestanden und er, er hat sie abgelehnt.
Er liebt mich nicht, nicht so wie ich es erhofft hatte, so sehr erhofft.
Und all die anderen, sie werden sich wohl köstlich amüsiert haben, wenn die Kleine sich so zum Narren macht.
Ich will sie alle nie wieder sehen, und vor allem Falk nicht und...Jolinn…nie wieder."
Sogleich liefen ihr wieder haltlos die Tränen runter.
"Wie es wohl Adisla gehen mag, sie wird sich bestimmt große Sorgen machen. Sie ist bestimmt die einzige die meinen Kummer verstehen wird. Es tut mir so leid, ihr das antun zu müssen, aber ich kann nicht anders."
Elinas Pferd Mani kam auf sie zu und stubste sie ein wenig. Schnell legte sie die Arme um den Hals des Pferdes und schmiegte ihren Kopf daran.
So blieb sie sitzen, bis es dunkel wurde.
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Evja Hinrah
Nachdenklich glitt ihr Blick durch die leere Halle, welch Seltenheit, dies zu sehen doch schliefen alle und das war ihre Zeit wach zu sein. Wieder reiste sie viel am Tage umher auf der Suche nach etwas wovon sie nicht wusste was es war.
Immer wieder flogen die Gedanken zu Elina, sie konnte sich noch gut an das Handfasting erinnern.
Sie war ihr irgendwie gleich auch wenn Elina sehr schüchtern wirkte und Evja da das genaue Gegenteil war.
Sie mochte Elina, das war klar irgendwie bestärkte sie bei Evja den Beschützerinstinkt und so wollte sie mal wieder zum Hof reiten um durch eines der fenster zu schauen ob es ihr gut ging.
Aber heute war es nicht so wie sonst..Sie sah Adisla, aber von Elina fehlte jede Spur.
Ein ungutes Gefühl machte sich in ihrer Magengegend breit und sie ging mit einem schnellen Laufschritt zu den Pferden. Mehrere Pfosten waren leer und der boden war völlig aufgeweicht.
Vorsichtig ging sie in die knie und mit der handfläche wischt sie vorsichtig über den Boden.
Es waren viele Spuren zu erkennen, manche zum Hof hin, manche kreuz und quer und manche zur Brücke. " Wahrscheinlich ist es besser an der Brücke nochmal nachzusehen..", murmelte sie zu Fengari, ihrem Kaltblüter, der sogleich aufprustete als wenn er genau verstehen würde was seine Herrin ihm sagte.
An der Brücke angekommen, verließ sie jede Hoffnung, denn die Spuren führten in alle richtungen.
" Ich finde dich schon noch..", und mit diesen Worten ließ sie das Pferd lospreschen in die entgegengesetzte Richtung zum Clan.
Immer wieder flogen die Gedanken zu Elina, sie konnte sich noch gut an das Handfasting erinnern.
Sie war ihr irgendwie gleich auch wenn Elina sehr schüchtern wirkte und Evja da das genaue Gegenteil war.
Sie mochte Elina, das war klar irgendwie bestärkte sie bei Evja den Beschützerinstinkt und so wollte sie mal wieder zum Hof reiten um durch eines der fenster zu schauen ob es ihr gut ging.
Aber heute war es nicht so wie sonst..Sie sah Adisla, aber von Elina fehlte jede Spur.
Ein ungutes Gefühl machte sich in ihrer Magengegend breit und sie ging mit einem schnellen Laufschritt zu den Pferden. Mehrere Pfosten waren leer und der boden war völlig aufgeweicht.
Vorsichtig ging sie in die knie und mit der handfläche wischt sie vorsichtig über den Boden.
Es waren viele Spuren zu erkennen, manche zum Hof hin, manche kreuz und quer und manche zur Brücke. " Wahrscheinlich ist es besser an der Brücke nochmal nachzusehen..", murmelte sie zu Fengari, ihrem Kaltblüter, der sogleich aufprustete als wenn er genau verstehen würde was seine Herrin ihm sagte.
An der Brücke angekommen, verließ sie jede Hoffnung, denn die Spuren führten in alle richtungen.
" Ich finde dich schon noch..", und mit diesen Worten ließ sie das Pferd lospreschen in die entgegengesetzte Richtung zum Clan.
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Elina Hinrah
Es waren wohl schon viele Tage verstrichen, als sich Elina entkräftet auf den Boden setzte.
Sie kannte sich selbst gar nicht. Ihr Hals kratzte wie wild, sie fühlte sich völlig ausgelaugt und hustete ständig schleimiges Zeugs und….sie zitterte am ganzen Körper.
Mal fühlte sich ihre Stirn ganz heiß an, dann war ihr wieder eiskalt.
Nicht mal das Fell, mit dem sie sich zudeckte, half annähernd.
Irgendeine Lösung musste sie finden.
Wohin sollte sie?
Sie kannte nur ganz wenige Städter und traute selten einem.
Und doch…einem vertraute sie sehr wohl...Thancred, ihn würde sie aufsuchen
Er hatte ihr erst vor Tagen geholfen, als sie von Lamerast hierher reiste.
Ohne viele Fragen zu stellen hatte er sie bei sich aufgenommen und ließ sie in einem der Zimmer übernachten. Er spürte wohl dass sie etwas sehr quälte.
Mitten in der Nacht schlich sie sich jedoch wieder aus dem Haus, da sie sich in den Steinmauern äußerst unwohl fühlte.
Zu ihm würde sie morgen Früh reiten, er würde bestimmt eine Lösung finden.
Vom Schüttelfrost geplagt schlief sie unruhig auf ihrem Fell ein.
Sie kannte sich selbst gar nicht. Ihr Hals kratzte wie wild, sie fühlte sich völlig ausgelaugt und hustete ständig schleimiges Zeugs und….sie zitterte am ganzen Körper.
Mal fühlte sich ihre Stirn ganz heiß an, dann war ihr wieder eiskalt.
Nicht mal das Fell, mit dem sie sich zudeckte, half annähernd.
Irgendeine Lösung musste sie finden.
Wohin sollte sie?
Sie kannte nur ganz wenige Städter und traute selten einem.
Und doch…einem vertraute sie sehr wohl...Thancred, ihn würde sie aufsuchen
Er hatte ihr erst vor Tagen geholfen, als sie von Lamerast hierher reiste.
Ohne viele Fragen zu stellen hatte er sie bei sich aufgenommen und ließ sie in einem der Zimmer übernachten. Er spürte wohl dass sie etwas sehr quälte.
Mitten in der Nacht schlich sie sich jedoch wieder aus dem Haus, da sie sich in den Steinmauern äußerst unwohl fühlte.
Zu ihm würde sie morgen Früh reiten, er würde bestimmt eine Lösung finden.
Vom Schüttelfrost geplagt schlief sie unruhig auf ihrem Fell ein.
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Kadlin Bunjam
Lange redete sie mit Jolinn ... Jolinn nervte das Thema langsam schon. Es ist in Jolinns Augen auch verständlich. Kadlin würde sich nicht besser wie Jolinn fühlen, wenn sie wüsste, dass jemand ihrem Kerl nachstand. Allerdings verstand sie Elina eben genauso gut, es musste schrecklich sein, jemanden zu lieben, oder glauben zu lieben, der es einfach nicht erwiderte.
Allerdings verstand sie diese unsinnige Aktion nicht. Warum lief sie davon? Alle haben sie gesucht, und keiner wusste wo sie sich aufhielt, keiner fand sie. Kadlin selbst war an jenem Abend viel zu müde und ausgelaugt, um überhaupt zu registrieren was passierte. Sie wäre doch eher auf sie eingeganen und hätte versucht ihr das zu erklären, sie dachte nach, sie grübelte. Warum kam sie nicht zu ihr? Sie wusste doch, dass sie ihr vertrauen konnte, dass sie ihr ihre Hilfe anbot wo es nur ging.
Doch davon zu laufen? Ist es denn sinnvoll vor Problemen davon zu laufen, sich vielleicht noch zu schämen, für das, dass sie ihren Jarl liebte und es nun alle wussten? Es war dumm von ihr, aber wer weiß, wie andere darauf reagieren, schliesslich musste sie solch Kummer nie erfahren ....doch würde sicher einjeder Verständnis für sie zeigen, sie aufbauen, ihr erklären. Und jeder hatte Probleme, Sorgen mit denen er fertig werden musste.
Kadlin konnte nur den Kopfschütteln, geplagt von Gedanken.
Zuviel braute sich in letzter Zeit zusammen. Ein Problem jagte das andere, langsam fühlte sich Kadlin kraftlos. Doch blieb sie stark. Stark für den Clan, stark für alle anderen ... vorallem für Leif. Sie ließ sich nichts anmerken, denn schliesslich sind wir eine Familie für die wir stark sein sollten.
Kadlin raffte sich auf, schwang sich auf ihren Kaltblüter und trieb ihn an, auf der Suche nach Elina ... in der Hoffnung sie zur Vernunft zu bringen.
Allerdings verstand sie diese unsinnige Aktion nicht. Warum lief sie davon? Alle haben sie gesucht, und keiner wusste wo sie sich aufhielt, keiner fand sie. Kadlin selbst war an jenem Abend viel zu müde und ausgelaugt, um überhaupt zu registrieren was passierte. Sie wäre doch eher auf sie eingeganen und hätte versucht ihr das zu erklären, sie dachte nach, sie grübelte. Warum kam sie nicht zu ihr? Sie wusste doch, dass sie ihr vertrauen konnte, dass sie ihr ihre Hilfe anbot wo es nur ging.
Doch davon zu laufen? Ist es denn sinnvoll vor Problemen davon zu laufen, sich vielleicht noch zu schämen, für das, dass sie ihren Jarl liebte und es nun alle wussten? Es war dumm von ihr, aber wer weiß, wie andere darauf reagieren, schliesslich musste sie solch Kummer nie erfahren ....doch würde sicher einjeder Verständnis für sie zeigen, sie aufbauen, ihr erklären. Und jeder hatte Probleme, Sorgen mit denen er fertig werden musste.
Kadlin konnte nur den Kopfschütteln, geplagt von Gedanken.
Zuviel braute sich in letzter Zeit zusammen. Ein Problem jagte das andere, langsam fühlte sich Kadlin kraftlos. Doch blieb sie stark. Stark für den Clan, stark für alle anderen ... vorallem für Leif. Sie ließ sich nichts anmerken, denn schliesslich sind wir eine Familie für die wir stark sein sollten.
Kadlin raffte sich auf, schwang sich auf ihren Kaltblüter und trieb ihn an, auf der Suche nach Elina ... in der Hoffnung sie zur Vernunft zu bringen.
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Jolinn Hinrah
Die Futtertröge würden seit Tagen leerstehen, hätte nicht Jolinn begonnen, sie immer wieder mit Essen zu füllen. Sie sammelte Federn auf, Eier ein und scherte die Schafe, wobei man sagen musste, dass es anfangs recht ungeschickt aussah, wie Jolinn die Schafe festhielt. Aber mittlerweile hatte sie gute Übung darin. Ihre Gedanken schweiften ab, fort zu dem Abend, als Elina verschwunden war. Sie wirkte so jung und zerbrechlich und Jolinn tat es irgendwo im Herzen weh, dass Elina nicht mehr da war. Auch, wenn sie bisher fast keine Verbindung zu ihr hatte, aber sie waren doch alle ein Rudel.
Zu jeder Tageszeit, an der sie nicht gefordert wurde, schwang sie sich auf ihren Gaul und ritt die Wege und Wälder Lameriasts ab. Es war fast unmöglich irgendeine eindeutige Spur zu finden. Wenn sie eine Fährte hatte führte sie letztendlich ins Nichts. Langsam machte sich Jolinn wirklich Sorgen. Sie verstand Elina auf der einen Seite, es muss schwer sein, wenn die Schwärmerei unerfüllt blieb und der Kerl sich stattdessen für ein anderes Weib interessierte. Jolinn konnte es wirklich nachvollziehen. Aber auf der anderen Seite machte es sie wütend. Selbst wenn sie in der Lage gewesen wäre, für Falk zu schwärmen und sein Herz nicht erwärmen zu können würde sie ihm sein Glück gönnen. Auch wenn es nicht gleichzeitig ihr Glück wäre. Für einen Moment dachte sie an Falk, der ihr im Moment so fehlte, als sie traurig auf einer Bank in der großen Halle saß und überlegte, wo Elina sein konnte. Aber ihr viel beim besten Willen nichts ein. Sie hoffte nur, dass Elina irgendwann einsehen würde, dass ihr zuhause in Grimwould war, egal, was dort passiert war.
Zu jeder Tageszeit, an der sie nicht gefordert wurde, schwang sie sich auf ihren Gaul und ritt die Wege und Wälder Lameriasts ab. Es war fast unmöglich irgendeine eindeutige Spur zu finden. Wenn sie eine Fährte hatte führte sie letztendlich ins Nichts. Langsam machte sich Jolinn wirklich Sorgen. Sie verstand Elina auf der einen Seite, es muss schwer sein, wenn die Schwärmerei unerfüllt blieb und der Kerl sich stattdessen für ein anderes Weib interessierte. Jolinn konnte es wirklich nachvollziehen. Aber auf der anderen Seite machte es sie wütend. Selbst wenn sie in der Lage gewesen wäre, für Falk zu schwärmen und sein Herz nicht erwärmen zu können würde sie ihm sein Glück gönnen. Auch wenn es nicht gleichzeitig ihr Glück wäre. Für einen Moment dachte sie an Falk, der ihr im Moment so fehlte, als sie traurig auf einer Bank in der großen Halle saß und überlegte, wo Elina sein konnte. Aber ihr viel beim besten Willen nichts ein. Sie hoffte nur, dass Elina irgendwann einsehen würde, dass ihr zuhause in Grimwould war, egal, was dort passiert war.
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Evja Hinrah
6 Tage war sie nun schon unterwegs und ruhelos schien die Woelfin zu sein, welche zielstrebig den Abdrücken im Waldboden folgte. Es war schon immer eine Stärke von ihr gewesen Fährten zu lesen und diese schien sie nun endlich dahin zu führen wo Evja hinwollte.
Sie wollte Elina finden, koste was es wolle. Sogar mit einigen Städtern nahm sie Kontakt auf, aber niemand hat eine reitende Thyrin gesehen.
Die Rüstung spührte sie schon nicht mehr, sosehr war sie in wachsender Sorge und zielstrebig folgte sie dem Weg.
Sie hatte kurz überlegt Argos eine Nachricht zu schreiben, wo sie war und weshalb, doch wenn er merkte das Elina verschwunden war, konnte er sich sicherlich den Rest zusammenreimen.
Sie waren ein Rudel und Evja war gewillt für jede Woelfin und jeden Wolf zu kämpfen.
Eine richtiges Rudel tut dies eben jederzeit.
Sie wollte Elina finden, koste was es wolle. Sogar mit einigen Städtern nahm sie Kontakt auf, aber niemand hat eine reitende Thyrin gesehen.
Die Rüstung spührte sie schon nicht mehr, sosehr war sie in wachsender Sorge und zielstrebig folgte sie dem Weg.
Sie hatte kurz überlegt Argos eine Nachricht zu schreiben, wo sie war und weshalb, doch wenn er merkte das Elina verschwunden war, konnte er sich sicherlich den Rest zusammenreimen.
Sie waren ein Rudel und Evja war gewillt für jede Woelfin und jeden Wolf zu kämpfen.
Eine richtiges Rudel tut dies eben jederzeit.
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Der Erzähler
Der Landstreicher
Es war dunkel. Der Mond schien nicht erkennen zu sein. Niemand schien weit und breit. Doch er ging herum. Er hatte Hunger. Hunger und Durst. Er traute sich nur in tiefster Dunkelheit aus seinem Versteck. Sein Gesicht war es, das die Menschen ihn fürchten ließ. Viele Narben und Dellen verunstalteten es wohl seit seiner Kindheit. Hunger. Wieder dieses Gefühl im Magen. Oder eher das Nichtgefühl. Er sah sich um. In der Nähe von Bajard gab es immer etwas zu holen. Viele Menschen, viel zu holen.
Kurz vor Bajard hörte er wohl etwas. Was war es? Atem? Er sah sich um. Blickte zum Wald. Er ging ein paar Schritte dorthin. Es hätte genauso gut ein Mörder sein können. Er hatte nichts zu verlieren. Sein Dasein war noch nie lebenswert gewesen. Hinter einem Stein sah er ein Fell. Eine große Frau mit blonden Haaren lag darin eingewickelt. Auch eine Landstreicherin?
Es war ihm egal. Sie schien gut genährt. Im Gegensatz zu ihm. Langsam begann er wach zu werden. Gleichsam einer Katze im Jagdfieber. Er stand ruhig da und beobachtete die schlafende Frau. Er sah auf ihr Umfeld. Ein Rucksack. Glühendes Holz in einem Steinkreis.
Felle. Rucksack. Sein Blick fiel zurück auf den Rucksack. Er stand aber gleich neben der Frau. Was tun? Das was er immer tat. Hunger. Immer wieder Hunger. Auf Nummer sicher gehen. Darf nicht aufwachen die Frau. Er sah sich wieder um. Ein heruntergefallener Ast. Neben ihm. Er nahm ihn auf. So leise wie möglich. Näherte sich der Frau so nah wie es ging. Ausholen. Auf den Kopf zielen. Ein Schlag. Ein Treffer. Rucksack nehmen. Davon. Hunger. Rucksack aufmachen. Gold. Fisch. Fisch. Hatte er schon lange nicht gehabt. Er ging zurück in sein Versteck. Das war genug Beute für den Abend.
Kurz vor Bajard hörte er wohl etwas. Was war es? Atem? Er sah sich um. Blickte zum Wald. Er ging ein paar Schritte dorthin. Es hätte genauso gut ein Mörder sein können. Er hatte nichts zu verlieren. Sein Dasein war noch nie lebenswert gewesen. Hinter einem Stein sah er ein Fell. Eine große Frau mit blonden Haaren lag darin eingewickelt. Auch eine Landstreicherin?
Es war ihm egal. Sie schien gut genährt. Im Gegensatz zu ihm. Langsam begann er wach zu werden. Gleichsam einer Katze im Jagdfieber. Er stand ruhig da und beobachtete die schlafende Frau. Er sah auf ihr Umfeld. Ein Rucksack. Glühendes Holz in einem Steinkreis.
Felle. Rucksack. Sein Blick fiel zurück auf den Rucksack. Er stand aber gleich neben der Frau. Was tun? Das was er immer tat. Hunger. Immer wieder Hunger. Auf Nummer sicher gehen. Darf nicht aufwachen die Frau. Er sah sich wieder um. Ein heruntergefallener Ast. Neben ihm. Er nahm ihn auf. So leise wie möglich. Näherte sich der Frau so nah wie es ging. Ausholen. Auf den Kopf zielen. Ein Schlag. Ein Treffer. Rucksack nehmen. Davon. Hunger. Rucksack aufmachen. Gold. Fisch. Fisch. Hatte er schon lange nicht gehabt. Er ging zurück in sein Versteck. Das war genug Beute für den Abend.
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Elina Hinrah
Nun wurden die Nächte immer kälter. Nicht einmal die Felle, mit denen Elina sich zudeckte, konnten sie erwärmen, und so dauerte es immer länger, bis sie endlich einschlafen konnte.
Irgendwann mitten in der Nacht erwachte sie.
Höllische Kopfschmerzen ließen sie wohl munter werden. Sofort griff sie sich auf ihren Kopf, griff in die Haare und auf einmal spürte sie Blut. Sie versuchte sich aus ihrem Fellager zu erheben, sank jedoch sofort wieder zurück.
Es ging ihr jämmerlich.
Sie hatte starke Schwindelanfälle, das Gefühl erbrechen zu müssen.
Langsam griff sie mit ihren Händen die nähere Umgebung ab, um ihren Rucksack zu nehmen, jedoch dieser war nicht aufzufinden.
Elina versuchte sich an den gestrigen Abend zu erinnern, allerdings war alles wie weggeblasen.
Noch einmal nahm sie ihre ganze Kraft zusammen, drückte sich hoch und taumelte ein Stück vorwärts. Sie riss ein Stück vom Ärmel ihrer Bluse und band sich damit ein Tuch fest auf die blutende Stelle am Kopf um den Blutfluss zu stoppen.
Die Sonne begann den Tag langsam wieder zu erhellen. Die Stiche im Kopf ließen sie zusammenzucken. Noch fester drückte sie ihre das Tuch auf die Wunde. Sie sah sich um und bemerkte ein Haus in der Ferne. Mit unsicheren Schritten begann sie darauf zuzugehen, ihr Pferd folgte ihr langsam. Immer konzentrierte sie sich dabei nur auf ihr Ziel - das Haus. Ein Stein lag vor ihr. Sie übersah ihn in ihrem Taumel einfach und stürzte mit dem Kopf voran auf den Boden.
Irgendwann mitten in der Nacht erwachte sie.
Höllische Kopfschmerzen ließen sie wohl munter werden. Sofort griff sie sich auf ihren Kopf, griff in die Haare und auf einmal spürte sie Blut. Sie versuchte sich aus ihrem Fellager zu erheben, sank jedoch sofort wieder zurück.
Es ging ihr jämmerlich.
Sie hatte starke Schwindelanfälle, das Gefühl erbrechen zu müssen.
Langsam griff sie mit ihren Händen die nähere Umgebung ab, um ihren Rucksack zu nehmen, jedoch dieser war nicht aufzufinden.
Elina versuchte sich an den gestrigen Abend zu erinnern, allerdings war alles wie weggeblasen.
Noch einmal nahm sie ihre ganze Kraft zusammen, drückte sich hoch und taumelte ein Stück vorwärts. Sie riss ein Stück vom Ärmel ihrer Bluse und band sich damit ein Tuch fest auf die blutende Stelle am Kopf um den Blutfluss zu stoppen.
Die Sonne begann den Tag langsam wieder zu erhellen. Die Stiche im Kopf ließen sie zusammenzucken. Noch fester drückte sie ihre das Tuch auf die Wunde. Sie sah sich um und bemerkte ein Haus in der Ferne. Mit unsicheren Schritten begann sie darauf zuzugehen, ihr Pferd folgte ihr langsam. Immer konzentrierte sie sich dabei nur auf ihr Ziel - das Haus. Ein Stein lag vor ihr. Sie übersah ihn in ihrem Taumel einfach und stürzte mit dem Kopf voran auf den Boden.
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Elina Hinrah
Nun lag Elina schon seit einigen Tagen in Grimwould in den Fellen, die Kopfverletzung machte ihr ziemlich zu schaffen und auch ihre Gedanken und Gefühle.
Als sie nach ihrer Ohmacht erwachte, wusste sie zuerst nicht wo sie sich eigentlich befand.
Es dauerte wohl eine Weile bis sie erkannte, dass sie wieder in Grimwould gut aufgehoben war.
Aus den Wortfetzen, die sie so mitbekam, die Evja, Hrefna, Kadlin und Olaifjur sprachen, musste sie wohl vor Bajard von Evja und Olaifjur gefunden und wieder nach Hause gebracht worden sein.
Sie hatte nun viel Zeit ihre Gedanken zu ordnen.
Als sie aufs Festland geflüchtet war, hatte sie nicht so viel Zeit zu denken, sondern eher zu sehen wie sie überleben würde, aber hier lag sie stundenlang, starrte zur Decke und dachte nach, bis sie endlich wieder geschwächt einschlief.
Über ihre Familie, Adisla, Falk, Jolinn, Evja und alle anderen die ihr so ans Herz gewachsen waren.
Nur ganz früh morgens, wenn es noch ruhig in Grimwould war und alle schliefen, schlich sie sich raus.
Trotz ihres verletzten Kopfes, der, wenn sie aufstand, wie wild hämmerte und pochte, fütterte sie die Tiere hier im Gehege und auch am Bauernhof. Dabei fiel ihr auf, dass Adisla sich weder in Grimwould noch am Hof aufhielt.
Doch ihre so großen Kopfschmerzen und ihre Schwäche hielten sie davon ab, sie zu suchen.
So ließ sie ihren Gedanken freien Lauf.
Sie erlebte in ihren Gedanken einen Rückblick auf ein paar besonders schöne und auch für sie erschreckende Situationen.
Das Handfasting von Evja und Argos. Es muss wohl einer der schönsten Momente im Leben eines Paares sein, dies erleben zu dürfen. Sie sah noch genau die ganze Zeremonie vor ihren Augen, wie die beiden zueinander sprachen und man sah, dass die beiden nun eins waren.
Auch die bewegenden Worte von Systra beeindruckten sie sehr.
Gegen Ende des Handfastings kam dann der Schreck für Elina.
Alle sprachen nur mehr drüber, dass Evja Argos nun viele Welpen schenken sollte, und sie hatte das Gefühl, als würde Evja nur mehr darauf beschränkt. Und ab diesem Augenblick beschloss Elina sich nie in einen Kerl verlieben zu wollen.
Einige Tage danach sprach sie mal mit Runa und Systra über dieses Thema, das Elina nun heftig beschäftigte.
Beide redeten ihr gut zu, und erklärten ihr, dass dies nun der Sinn des Lebens sei, ein Dasein ohne Familie sollte nicht die Erfüllung einer Tiefländerin sein.
Sie spürten wohl beide nicht, dass bei Elina bloß die große Angst mitspielte, nur auf die Felle begrenzt zu werden.
Ihr Gedanken schweiften weiter zu diesem Tag, als sie Jolinn das erste Mal begegnete.
Sie erblickte die für sie fremde Frau an Falks Seite. Alle saßen fröhlich bei den Bunjams und unterhielten sich ausgezeichnet.
Elina musste wohl heftig grinsen, als sie sah, wie Jolinn neben Falk einschlief, und dabei auf seinen Schoß fiel.
Wie kann man bloß neben dem Jarl einschlafen? ….Dem Oberhaupt des Clans Hinrah.
Als sie dann bemerkte, wie seine Gesichtszüge sich entspannten und eine für sie faszinierende Weichheit bekamen, war es um sie geschehen.
Nun hatte sie wohl zuerst im Unterbewusstsein bemerkt, was es hieß, sich zu verlieben.
Dass ihre Sehnsucht nach ihm wohl nie in Erfüllung gehen würde, gab er ihr kurze Zeit später zu spüren und zu hören.
Elina mochte Jolinn sehr, und von ihrem Gefühl war sie Jolinn ähnlicher als so vielen anderen.
Immerhin mochten sie denselben Kerl.
Sie wünschte sich ja dass die beiden glücklich werden würden, obwohl es ihr momentan das Herz bei dem Gedanken zerriss, aber nicht, weil sie den beiden dies nicht gönnte.
Aber Falk hatte sich entschieden und auch wenn es noch einige Zeit schmerzen würde, war es Zeit im Jetzt zu leben.
Sie würde ihn sich auf der Stelle versuchen aus dem Kopf zu schlagen, wenn nicht schon ein großes Loch auf ihrem Hinterhaupt prangen würde, und die Schmerzen schon so und so heftig genug waren.
Ob sie wohl jemals einen Mann finden würde, der ihr das geben konnte, was sie sich wünschte und sie begehrte?
Sie hoffte es so sehr.
Alle sahen Elina immer nur als kleine Welpe, aber sie wollte endlich wie all die anderen behandelt werden. Sie war durch die Ereignisse, die momentan auf sie einstürmten, erwachsen geworden und nicht mehr die, die sie vorher war. Sie wollte keine Streicheleinheiten, die ihr nur zeigten, wie alle sie sahen, als etwas Kleines und Beschützenswertes.
Sie würde sich wohl etwas überlegen müssen, um weiblicher zu wirken. Dabei sah sie an sich herab und seufzte. So nahm sich vor ein wenig mehr zu trainieren, vielleicht half das ja.
Aber für heute wollte sie etwas über Adisla erfahren.
Sie wollte alle fragen, ob sie wüssten wo sie steckte.
Natürlich auch wieder gesund werden und darauf konzentrieren was wichtig war, der Clan und sein Wohlbefinden.
Als sie nach ihrer Ohmacht erwachte, wusste sie zuerst nicht wo sie sich eigentlich befand.
Es dauerte wohl eine Weile bis sie erkannte, dass sie wieder in Grimwould gut aufgehoben war.
Aus den Wortfetzen, die sie so mitbekam, die Evja, Hrefna, Kadlin und Olaifjur sprachen, musste sie wohl vor Bajard von Evja und Olaifjur gefunden und wieder nach Hause gebracht worden sein.
Sie hatte nun viel Zeit ihre Gedanken zu ordnen.
Als sie aufs Festland geflüchtet war, hatte sie nicht so viel Zeit zu denken, sondern eher zu sehen wie sie überleben würde, aber hier lag sie stundenlang, starrte zur Decke und dachte nach, bis sie endlich wieder geschwächt einschlief.
Über ihre Familie, Adisla, Falk, Jolinn, Evja und alle anderen die ihr so ans Herz gewachsen waren.
Nur ganz früh morgens, wenn es noch ruhig in Grimwould war und alle schliefen, schlich sie sich raus.
Trotz ihres verletzten Kopfes, der, wenn sie aufstand, wie wild hämmerte und pochte, fütterte sie die Tiere hier im Gehege und auch am Bauernhof. Dabei fiel ihr auf, dass Adisla sich weder in Grimwould noch am Hof aufhielt.
Doch ihre so großen Kopfschmerzen und ihre Schwäche hielten sie davon ab, sie zu suchen.
So ließ sie ihren Gedanken freien Lauf.
Sie erlebte in ihren Gedanken einen Rückblick auf ein paar besonders schöne und auch für sie erschreckende Situationen.
Das Handfasting von Evja und Argos. Es muss wohl einer der schönsten Momente im Leben eines Paares sein, dies erleben zu dürfen. Sie sah noch genau die ganze Zeremonie vor ihren Augen, wie die beiden zueinander sprachen und man sah, dass die beiden nun eins waren.
Auch die bewegenden Worte von Systra beeindruckten sie sehr.
Gegen Ende des Handfastings kam dann der Schreck für Elina.
Alle sprachen nur mehr drüber, dass Evja Argos nun viele Welpen schenken sollte, und sie hatte das Gefühl, als würde Evja nur mehr darauf beschränkt. Und ab diesem Augenblick beschloss Elina sich nie in einen Kerl verlieben zu wollen.
Einige Tage danach sprach sie mal mit Runa und Systra über dieses Thema, das Elina nun heftig beschäftigte.
Beide redeten ihr gut zu, und erklärten ihr, dass dies nun der Sinn des Lebens sei, ein Dasein ohne Familie sollte nicht die Erfüllung einer Tiefländerin sein.
Sie spürten wohl beide nicht, dass bei Elina bloß die große Angst mitspielte, nur auf die Felle begrenzt zu werden.
Ihr Gedanken schweiften weiter zu diesem Tag, als sie Jolinn das erste Mal begegnete.
Sie erblickte die für sie fremde Frau an Falks Seite. Alle saßen fröhlich bei den Bunjams und unterhielten sich ausgezeichnet.
Elina musste wohl heftig grinsen, als sie sah, wie Jolinn neben Falk einschlief, und dabei auf seinen Schoß fiel.
Wie kann man bloß neben dem Jarl einschlafen? ….Dem Oberhaupt des Clans Hinrah.
Als sie dann bemerkte, wie seine Gesichtszüge sich entspannten und eine für sie faszinierende Weichheit bekamen, war es um sie geschehen.
Nun hatte sie wohl zuerst im Unterbewusstsein bemerkt, was es hieß, sich zu verlieben.
Dass ihre Sehnsucht nach ihm wohl nie in Erfüllung gehen würde, gab er ihr kurze Zeit später zu spüren und zu hören.
Elina mochte Jolinn sehr, und von ihrem Gefühl war sie Jolinn ähnlicher als so vielen anderen.
Immerhin mochten sie denselben Kerl.
Sie wünschte sich ja dass die beiden glücklich werden würden, obwohl es ihr momentan das Herz bei dem Gedanken zerriss, aber nicht, weil sie den beiden dies nicht gönnte.
Aber Falk hatte sich entschieden und auch wenn es noch einige Zeit schmerzen würde, war es Zeit im Jetzt zu leben.
Sie würde ihn sich auf der Stelle versuchen aus dem Kopf zu schlagen, wenn nicht schon ein großes Loch auf ihrem Hinterhaupt prangen würde, und die Schmerzen schon so und so heftig genug waren.
Ob sie wohl jemals einen Mann finden würde, der ihr das geben konnte, was sie sich wünschte und sie begehrte?
Sie hoffte es so sehr.
Alle sahen Elina immer nur als kleine Welpe, aber sie wollte endlich wie all die anderen behandelt werden. Sie war durch die Ereignisse, die momentan auf sie einstürmten, erwachsen geworden und nicht mehr die, die sie vorher war. Sie wollte keine Streicheleinheiten, die ihr nur zeigten, wie alle sie sahen, als etwas Kleines und Beschützenswertes.
Sie würde sich wohl etwas überlegen müssen, um weiblicher zu wirken. Dabei sah sie an sich herab und seufzte. So nahm sich vor ein wenig mehr zu trainieren, vielleicht half das ja.
Aber für heute wollte sie etwas über Adisla erfahren.
Sie wollte alle fragen, ob sie wüssten wo sie steckte.
Natürlich auch wieder gesund werden und darauf konzentrieren was wichtig war, der Clan und sein Wohlbefinden.