Lange war es nun her. Jahre, Monate, all die Zeit hatte er geschuftet auf fremden Ländereien, für einen fremden Herr. Doch heute würde er zurückkehren in seine Landen, seine Stadt, seine Heimat.
Es knackte ein morscher Ast unter seinen abgenutzten Wanderstiefeln. Die müden Füße trugen ihn über einen Waldweg hin zu einem kleinen Hügel, der kaum höher als die Baumkronen, einen weiten Ausblick auf seinen weiteren Weg ermöglichte. Der ärmlich gekleidete Mann hielt sich die Hand über die Augen und spähte über die Wege. Die Abendsonne stach ihn in den Augen, dennoch konnte er einiges erkennen. Jede Menge Wald würde vor ihm liegen, doch da in der Ferne sah er schon einige Felder und, wenn er nicht irrte, war da auch eine Hütte, vielleicht sogar ein Gasthaus. Nun galt es rasch weiter zu gehen. Er hatte vielleicht noch eine oder zwei Stunden, dann würde die Sonne untergehen und wenn es erst soweit war, wäre er doch lieber hinter den schützenden Mauern einer Stadt, als alleine im Wald unter Wölfen und Bären. So schnallte er sich die alte Jagdtasche ein wenig enger um die Schulter und ging, an seinen Wanderstab gestützt, den steilen Abhang des Hügels hinunter. Eilig schreitete er die sandigen Waldwege entlang, vorbei an umgefallenen Bäumen, riesigen Farnen und scheinbar uralten Eichen. Keine Menschenseele kreuzte seinen Weg, einsam und in Gedanken an seine neue alte Heimat, erblickte er einen kleinen dunklen Stein.
„Heiliges alatarisches Reich – Stadt Rahal“
Ein Lächeln entsprang seinen trockenen Lippen. Nun konnte es nicht mehr weit sein, den Wald hatte er hinter sich gelassen und am Horizont war das stolze Gebirge zu sehen, welches die hoch heilige Stadt umschloss. Sein Schritt wurde immerzu schneller und schließlich kam er, an den Feldern des Gusthofs vorbei endlich zu den Toren Rahals.
Endlich wieder zu Hause.
[img]http://www.pictureupload.de/originals/pictures/160907142039_Heimkehr.JPG[/img]
Die Heimkehr
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Darius Dornenbrand
Die Heimkehr
Zuletzt geändert von Darius Dornenbrand am Sonntag 16. September 2007, 14:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Keriot
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Darius Dornenbrand
So hatte er sich das Leben aber nicht vorgestellt.
Sein Schädel brummte, grauenhaft schiefe Töne. Die Sicht doppelte und der schwenkende Kopf verzog das Bild der Zelle in einen Schweif hellen Lichtscheins, der von der Gittertür verschnitten, auf das Fell am Boden fiel.
"Was schwafelst du", brachte er leise über seine Lippen. Darius Kleidung war verschwitzt, die frische Gardenuniform. Bedeckt von weißem Staub, das Mehl von Knochen, grüne Spuren durchzogen den tiefroten Umhang. Sein Gesicht, durch und durch mit Blut verschmiert. Selbst seine Haare waren rot getränkt und nass vom Schweiße. Die Bandagen waren an einer Seite aufgelockert und fielen ihm nun über sein linkes Auge, doch vermochte er es nicht, das völlig zu begreifen.
Der Sabber lief ihm aus dem Mundwinkel und betröpfelte den Wappenrock mit dem Zeichen Rahals. Darius hob seine Rechte um den Speichel abzuwischen, ein lauter Schrei folgte. Verdammter Erzspucker, dachte er sich, der Unterarm war zu einer beträchtlichen Größe angeschwollen und ein Faden seines Speichels hing ihm vom Mund zum Arm, blau und dick war dieser.
Langsam hebte Darius seinen Blick und schaute durch die Gitter. Die Bäume grinsten ihn an und lachten über sein missratenes Schicksal. Hatte er nicht selbst immer die Bäume gefält, mit seiner breiten Axt? Jahr für Jahr Palisaden geschnitzt, jetzt hatte ihn dieser kleine Baum gefällt, mit der riesigen Axt. Es war ein Busch oder ein Bär.
Er schwankte zur Seite, das Bild folgte mit Verzögerung, dann wurden die Bretter auf dem Zellenboden plötzlich ganz groß und er fiel wieder in seinen unruhigen Schlaf.
Sein Schädel brummte, grauenhaft schiefe Töne. Die Sicht doppelte und der schwenkende Kopf verzog das Bild der Zelle in einen Schweif hellen Lichtscheins, der von der Gittertür verschnitten, auf das Fell am Boden fiel.
"Was schwafelst du", brachte er leise über seine Lippen. Darius Kleidung war verschwitzt, die frische Gardenuniform. Bedeckt von weißem Staub, das Mehl von Knochen, grüne Spuren durchzogen den tiefroten Umhang. Sein Gesicht, durch und durch mit Blut verschmiert. Selbst seine Haare waren rot getränkt und nass vom Schweiße. Die Bandagen waren an einer Seite aufgelockert und fielen ihm nun über sein linkes Auge, doch vermochte er es nicht, das völlig zu begreifen.
Der Sabber lief ihm aus dem Mundwinkel und betröpfelte den Wappenrock mit dem Zeichen Rahals. Darius hob seine Rechte um den Speichel abzuwischen, ein lauter Schrei folgte. Verdammter Erzspucker, dachte er sich, der Unterarm war zu einer beträchtlichen Größe angeschwollen und ein Faden seines Speichels hing ihm vom Mund zum Arm, blau und dick war dieser.
Langsam hebte Darius seinen Blick und schaute durch die Gitter. Die Bäume grinsten ihn an und lachten über sein missratenes Schicksal. Hatte er nicht selbst immer die Bäume gefält, mit seiner breiten Axt? Jahr für Jahr Palisaden geschnitzt, jetzt hatte ihn dieser kleine Baum gefällt, mit der riesigen Axt. Es war ein Busch oder ein Bär.
Er schwankte zur Seite, das Bild folgte mit Verzögerung, dann wurden die Bretter auf dem Zellenboden plötzlich ganz groß und er fiel wieder in seinen unruhigen Schlaf.