Es war schon gegen Abend, als Falco von einer Reise nach Gerimor zurückkehrte. Dies sollte wohl seine hoffentlich letzte Reise gewesen sein. Das Schiff kam in Bajard an und Falco bedankte sich noch einmal bei dem Kapitän für die sichere Überfahrt. Dann verließ er das Schiff und schaute sich um. Die Abenddämmerung lag über der ruhigen Hafenstadt, doch schien diese noch voller Leute zu sein. Er durchquerte die Gassen Bajards und grüßte ein paar Leute die er flüchtig kannte, doch war niemand dabei den er gut kannte, den er seinen Freund nennen konnte. Falco verließ nach langem marschieren Bajard und machte sich auf den Weg nach Hause. Er lief den sandigen bekannten Weg von Bajard in Richtung Varuna und freute sich sehnlichst auf sein Heim und seine Liebe Lea, die hoffentlich auf ihn wartete. Sein Haus kam in Sichtweite, doch waren alle Lichter in ihm erloschen, scheinbar war niemand dort. Also entschloss er sich einen langen Umweg zu machen und direkt zum Kontor zu gehen. Der Wind wurde kälter und wehte ihm um die Nase. Währenddessen kam die Sonne immer weiter an den Horizont und es wurde dunkler. Vor ihm lag der Kontor, so groß, alt und kahl. Der große Garten war wie immer leer und die Hühner gackerten wie gewohnt ihren Rythmus. Er sah das in den Fenstern des Kontors Licht war und ging am Zaun entlang und kam dann schließlich zum Eingang. Er atmete noch einmal tief durch und öffnete dann die Tür. Er trat ein und schloss die Tür hinter sich. Er ließ seinen Blick im Kontor umherschweifen. Alles lag noch an seinem Platz, so wie zu der Zeit, als er auf Reisen ging. Nichts hatte sich scheinbar geändert. Er ging ein wenig weiter in den Vorraum und vernahm nun Stimmen im Nebenraum. Er durchquerte den Torbogen und fand dort Emma, Lauri und schließlich Lea vor, die zusammen am Tisch saßen. Alle waren glücklich über seine Rückkehr. Vor allem Lea freute sich, dass ihr Liebster wieder in den Landen war, wieder nah an ihrer Seite. Sie redeten eine Weile und kamen dann schließlich auf den Kontor zu sprechen. Lauri berichtete ihm, dass sie noch keine Antwort auf ihre Anfrage, zum Bau eines neuen Kontors, bekommen haben. Falco war sichtlich niedergeschlagen. Immer noch keine Antwort, dachte er sich, irgendetwas schien dort nicht zu stimmen. Schließlich musste er sich damit abfinden. Emma verließ dann die Gruppe, weil sie ihre Pferde füttern musste.Die anderen drei blieben weiterhin im Kontor. Draußen war die Sonne schon fast untergegangen, der Himmel am Horizont leuchtete Blutrot und bereitete sich darauf vor, sich schwarz zu färben und die Sterne preiszugeben. Lauri, Lea und Falco saßen noch eine Weile am Tisch und redeten über Falcos Reise. Nach einiger Zeit kam Teira dann in den Kontor und setzte sich zu ihnen. Sie redeten noch einige Zeit und draußen war die Sonne schon untergegangen. Die Sterne am Himmel funkelten wie Glühwürmchen am Himmel, so schön und hell. Aber sie verrieten nicht was noch geschehen wird. Es klopfte an der Tür. Lea, die aufgestanden war um etwas zu trinken zu holen, ging vorerst zur Tür um nachzusehen, wer noch zu so später Stunde etwas von ihnen wollte. Falco, Lauri und Teira waren auch erstaunt, dass zu dieser Uhrzeit noch jemand an die Kontortür klopfte. Sie vermuteten, dass sie wohl wieder Arbeiten mussten, doch als Teira wieder kam und ein lächeln aufgesetzt hatte, waren sie doch skeptisch. Teira reichte Falco einen Brief, welcher mit dem Siegel Varunas versiegelt war. Er öffnete das Siegel und holte den Brief hervor. Er laß ihn seinen Freunden vor...
Werter Falco Pendri, Werte Mitglieder des Handelskontors zu Varuna,
wie wir uns vorstellen können, habt ihr sicherlich schon lange auf diese Nachicht gewartet und sind dementsprechend froh darüber euch nun mitteilen zu können, dass wir beschlossen haben, euch den Bau des neuen Kontors zu genehmigen.
Falco unterbrach hier und blickte seine Freunde an. Alle lächelten und waren sichtlich erleichtert und froh, dass nun endlich mit dem Bau des neuen Kontors begonnen werden konnte. Dann hielt Falco den Brief wieder vor sich und verlaß ihnen den Rest des Briefes, in dem noch stand, dass sie schon am morgigen Tage die Handwerker benachichtigen könnten, die ihnen dabei helfen sollten, den neuen Kontor zu bauen. Falco, Lauri, Lea und Teira waren nun glücklich über die Nachicht und feierten noch eine Weile über ihren Erfolg.
Am nächsten Tage schliefen Falco und Lea aus. Sie erwachten gegen Mittag des Tages und gingen wieder an die Arbeit. Als sie dann einige Zeit später wieder zum Kontor kamen, waren Lauri und Teira, sowie Sitka, eine neue Holzarbeiterin, die der Zunft erst beigetreten war, schon dabei den Kontor auszuräumen und die Sachen zu Lauris Haus zu bringen. Falco und Lea taten es ihnen gleich, nachdem sie sie begrüßt hatten. Die Arbeit war nun zu fünft ziemlich schnell fertig und sie konnten den Handwerker berichten, dass sie nun bereit für den Umbau waren. Diese erschienen dann kurze Zeit später und begannen das dach abzudecken und die Mauern des alten Kontors einzureißen. Schon gegen Abend war der alte Kontor nur noch ein Haufen aus Trümmern und Bergen von Bauschutt. Alle halfen mit, die Handwerker, Falco, Lauri, Lea, Sitka und Teira, deswegen waren sie so schnell fertig. Nach getaner Arbeit verabschiedeten sie sich und gingen wieder nach Hause. Zurück blieb bloß ein großer Haufen von Schutt auf dem Platz, wo vor einigen Stunden noch ein großes Haus stand, was einmal der Handelskontor war.
Am nächsten Morgen begannen die Handwerker schon früh mit dem Bau des Kontors und Falco, Lauri, Lea und Teira kamen später zu ihnen hinzu um ihnen beim Bau zu helfen. Sie bauten Steinreihe auf Steinreihe und die Wände des Kontors wurden immer Höher. Am Abend waren alle am Bau Beteiligten Personen mehr als Erschöpft, aber ihr Ergebnis konnte sich sehen lassen. Sie hatten es schon fast bis zum ersten Obergeschoss geschafft. Was für eine Leistung! Sie verabschiedeten sich und vielen vor Erschöpfung ins Bett.
Am nächsten Tag waren alle schon am Morgen auf der Baustelle des Kontors. Sie begannen dann weiter an dem Gebäude zu arbeiten. Sie setzten die letzten Steine und begannen nun Holzbalken auf die Steine zu legen, auf denen der Boden der oberen Etage liegen sollte. Sie verlegten die Steine und hatten nun das untere Geschoss fertig. Es wurde Abend, alle wie sie dort waren,waren mit ihren Kräften am Ende. Sie verließen die Baustelle und hinterließen ein Haus mit angefangenen Mauern der oberen Etage des Hauses.
Die nächsten drei Tage arbeiteten sie daran die Mauern und die Dachkonstruktion zu fertigen und zu vollenden. Am Tag danach war auch das Dach fertig und sie waren somit fertig. Sie gingen dann, nachdem sie den Handwerkern gedankt und ihnen ihre Belohnung überreicht hatten, voller Tatendrang weiter am Kontor zu arbeiten, nach Hause und waren überglücklich, dass das neue Zunftgebäude des Handelskontors zu Varuna vollendet worden war.
Der Kontor war vollendet und sie gingen Schlafen, als sie wieder zu Hause ankamen, doch ging die Sonne wieder auf.
Der neue Kontor
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Falco Pendri
- Beiträge: 14
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Der neue Kontor
Zuletzt geändert von Falco Pendri am Mittwoch 12. September 2007, 20:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Sitka Sarcenna
Die letzten Tage waren äußerst anstrengend gewesen, so war Sitka dementsprechend erschöpft. Am Morgen nahm sie sich erstmal ihre Arbeitsklamotten vor, und wusch mit viel Wasser die dicken Schichten an Dreck und Baustaub herunter. Das Ergebnis sah nicht besser aus als vorher, viele Risse waren in den Sachen und der Dreck hielt sich auch an den Fasern fest.
Grummelnd holte sie sich frische Kleidung aus einem Schrank und warf die alten in einen Mülleimer.
Am Kontor angekommen fütterte sie nun erst einmal die Hühner, Schafe und Pferde, sowie ihren Hund. Sie sammelte einige Federn ein, die die Hühner verloren hatten. Mittlerweile haten sie auch ausgewachsene Hühner, sodass sie die Federn verwerten konnte.
Der größte Teil jedoch wurde durch eine kühle Morgenbriese weit verteilt und sammelte sich auf den Wiesen ausserhalb des Kontors.
Als sie diese Arbeit vollendet hatte, nahm sie ihre Axt und sattelte ihren Hengst. Im Wald suchte sie nun einige Stämme verschiedenen Holzes zusammen und übte sich im Schnitzen.
Die fertigen Waren stellte sie später im Kontor ab, wo mittlerweile wieder ein geschäftiges Treiben herrschte. Möbel wurden herumgerückt, jeder wollte es irgendwie anders haben.
Vieles war in der Zunft neu entstanden, die Zimmer sahen bereits sehr gemütlich aus und am liebsten hätte sie sich einfach auf einen Stuhl gesetzt und die anderen bei ihren Arbeiten beobachtet. Jedoch wurde sie eher vollkommen eingespannt. Und eben dadurch fühlte sie sich zu der Zunft gehörend. Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen trug sie dieses und jenes durch die Gegend...
Grummelnd holte sie sich frische Kleidung aus einem Schrank und warf die alten in einen Mülleimer.
Am Kontor angekommen fütterte sie nun erst einmal die Hühner, Schafe und Pferde, sowie ihren Hund. Sie sammelte einige Federn ein, die die Hühner verloren hatten. Mittlerweile haten sie auch ausgewachsene Hühner, sodass sie die Federn verwerten konnte.
Der größte Teil jedoch wurde durch eine kühle Morgenbriese weit verteilt und sammelte sich auf den Wiesen ausserhalb des Kontors.
Als sie diese Arbeit vollendet hatte, nahm sie ihre Axt und sattelte ihren Hengst. Im Wald suchte sie nun einige Stämme verschiedenen Holzes zusammen und übte sich im Schnitzen.
Die fertigen Waren stellte sie später im Kontor ab, wo mittlerweile wieder ein geschäftiges Treiben herrschte. Möbel wurden herumgerückt, jeder wollte es irgendwie anders haben.
Vieles war in der Zunft neu entstanden, die Zimmer sahen bereits sehr gemütlich aus und am liebsten hätte sie sich einfach auf einen Stuhl gesetzt und die anderen bei ihren Arbeiten beobachtet. Jedoch wurde sie eher vollkommen eingespannt. Und eben dadurch fühlte sie sich zu der Zunft gehörend. Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen trug sie dieses und jenes durch die Gegend...
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Teira
Der neue Kontor
Die Tage des Baues am Kontorsgebäude waren gefüllt mit arbeitsreichen Stunden. Fünf Tage hatten die gesamten Mauern gebraucht um errichtet zu werden, ausnahmslos jeder von Teiras Freunden und Mitarbeitern hatte seinen ganzen Fleiß und alle Kräfte aufgewandt und das Haus wuchs zu einer großartigen Baute heran.
Nun war es an der Zeit alle Räume einzurichten und Teira kümmerte sich explizit um das Schneiderzimmer, suchte sich aus den beschafften Möbeln einen langen Tisch aus und rückte diesen mit Hilfe von Falco und Lauri an seinen neuen Platz. Außerdem entschied sie sich für zwei Regale und einen Kleiderschrank, hängte Vorhänge auf, die eine Ecke des Raumes zu einer abgetrennten Umkleidekabine umfunktionierten, und stellte einige Pflanzen an die Wände.
Dann verteilte sie die Schneidersachen in die Regale und eine Truhe aus dem Keller und breitete auch einen Teil auf dem Tresen aus.
Zufrieden betrachtete sie am späten Nachmittag ihr Werk, über das ganze Gesicht strahlend. Endlich, endlich hatte sie nun eine nahezu eigene Schneiderei!
Lauri hatte inzwischen die Schmiede zusammen mit Falco eingerichtet, dann waren Falco zu der Bognerei übergegangen und sie zu der Eingangshalle, wo einige Tische für die Auslagen aufgestellt wurden. Emma war geschäftig dabei die Taverne auszustatten. Sitka kam etwas später dazu und half, wo sie nur konnte, obwohl sie eigentlich nichts hätte machen müssen, denn für die Bognerei entschied ja Falco. Alle machten sie es großartig!
Am Abend, nach einigen Stunden Schlaf, den sie von den letzten Tage noch aufzuholen gehabt hatte, machte sie sich daran die Auslage der Schneidersachen zusammenzustellen und alles präsentierbereit auf die Tische in der Eingangshalle zu deponieren. So schneiderte sie noch bis tief in die Nacht und auch dieses Ergebnis konnte sich sehen lassen!
Tags darauf fiel Teiras Blick auf ihre Arbeitskleidung, die sie beim Bau und dem Einrichten getragen hatte und verzog das Gesicht fast schmerzvoll. Nein, so ging das nicht, sie brauchte neue Kleidung - welch ein Glück, dass sie nichts besser gelernt hatte als das Schneidern! Schelmisch fing sie an zu Grinsen und eilte enthusiastisch ins neue Schneiderzimmer. Nun war sie schon beinahe Meisterin in ihrem Handwerk!
Die Tage des Baues am Kontorsgebäude waren gefüllt mit arbeitsreichen Stunden. Fünf Tage hatten die gesamten Mauern gebraucht um errichtet zu werden, ausnahmslos jeder von Teiras Freunden und Mitarbeitern hatte seinen ganzen Fleiß und alle Kräfte aufgewandt und das Haus wuchs zu einer großartigen Baute heran.
Nun war es an der Zeit alle Räume einzurichten und Teira kümmerte sich explizit um das Schneiderzimmer, suchte sich aus den beschafften Möbeln einen langen Tisch aus und rückte diesen mit Hilfe von Falco und Lauri an seinen neuen Platz. Außerdem entschied sie sich für zwei Regale und einen Kleiderschrank, hängte Vorhänge auf, die eine Ecke des Raumes zu einer abgetrennten Umkleidekabine umfunktionierten, und stellte einige Pflanzen an die Wände.
Dann verteilte sie die Schneidersachen in die Regale und eine Truhe aus dem Keller und breitete auch einen Teil auf dem Tresen aus.
Zufrieden betrachtete sie am späten Nachmittag ihr Werk, über das ganze Gesicht strahlend. Endlich, endlich hatte sie nun eine nahezu eigene Schneiderei!
Lauri hatte inzwischen die Schmiede zusammen mit Falco eingerichtet, dann waren Falco zu der Bognerei übergegangen und sie zu der Eingangshalle, wo einige Tische für die Auslagen aufgestellt wurden. Emma war geschäftig dabei die Taverne auszustatten. Sitka kam etwas später dazu und half, wo sie nur konnte, obwohl sie eigentlich nichts hätte machen müssen, denn für die Bognerei entschied ja Falco. Alle machten sie es großartig!
Am Abend, nach einigen Stunden Schlaf, den sie von den letzten Tage noch aufzuholen gehabt hatte, machte sie sich daran die Auslage der Schneidersachen zusammenzustellen und alles präsentierbereit auf die Tische in der Eingangshalle zu deponieren. So schneiderte sie noch bis tief in die Nacht und auch dieses Ergebnis konnte sich sehen lassen!
Tags darauf fiel Teiras Blick auf ihre Arbeitskleidung, die sie beim Bau und dem Einrichten getragen hatte und verzog das Gesicht fast schmerzvoll. Nein, so ging das nicht, sie brauchte neue Kleidung - welch ein Glück, dass sie nichts besser gelernt hatte als das Schneidern! Schelmisch fing sie an zu Grinsen und eilte enthusiastisch ins neue Schneiderzimmer. Nun war sie schon beinahe Meisterin in ihrem Handwerk!