Von großen und kleinen Helden-Ist nicht jeder ein Held?

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Nimuelia Aumar

Von großen und kleinen Helden-Ist nicht jeder ein Held?

Beitrag von Nimuelia Aumar »

Sie ging auf den Stall Bajards zu. Spät war es geworden und die Nacht verschluckte alles. Als sie zu ihrem Pferd ging und sich in dessen Box niedersetzte kam ihr der Abend noch einmal in den Sinn. Ihr Gespräch mit Akron hatte sie zum Grübeln gebracht.
Einmal ein Held sein! Mutig, sich aufopfernd für andere. Seine Augen hatten verträumt in den Himmel gesehen.Er hatte ihr von sich erzählt. Hatte ihr sein Leben beschrieben wie es bisher gelaufen war. Hatte betont wie unbedeutend er doch sei. Sie lächelte verschmitzt.
Bei all seinen Erzählungen hatte er nicht bemerkt das er im Grunde bereits ein Held war. Es mußte kein großartiger Krieger sein um heldenhaft zu handeln. Ein jeder war in seinem Inneren für sich ein Held.
Schelmisch kichernd holte sie ihr Buch hervor. Leckte den Kohlestift an und begann zu schreiben.

"Was braucht es dazu ein Held zu sein?
Dinge wie ein Schwert oder reicht auch ein Stein?
Was braucht es dazu ein Held zu sein?
Die meisten sind zu Anfang ganz klein.
Was braucht es dazu ein Held zu sein?
Nicht viel schau einfach in dich selbst hinein.
Siehst du es? Auch du kannst heldenhaft sein!

Akron, Sohn des Thasker nannte er sich,
Erzählte von sich im schwindenden Licht.
Nie hätte er jemals geglaubt mutig zu sein,
Denn in seiner Heimat galt er als minder und klein.
Dorten hielt man auf Ehre und Kampf sehr viel,
Ein jeder hatte nur das eine ruhmreiche Ziel.
Gewinnen und damit der Stärkere sein,
Verlieren oder Aufgeben bedeutete Schwäche und Pein.

Was braucht es dazu ein Held zu sein?
Dinge wie ein Schwert oder reicht auch ein Stein?
Was braucht es dazu ein Held zu sein?
Die meisten sind zu Anfang ganz klein.
Was braucht es dazu ein Held zu sein?
Nicht viel schau einfach in dich selbst hinein.
Siehst du es? Auch du kannst heldenhaft sein!

Oft rannte er einfach davon mit Hasenfüssen,
Um niemanden damit verletzen zu müssen.
Auch er kam dabei niemals schlecht weg,
Diese Technik erfüllte einen guten Zweck.
Doch im Dorf wurde sie nie gern gesehn,
Liess ihn als feige und unehrhaft dastehn.
Bis man ihn schließlich zum Kampfe zwang,
Da nahm das Unausweichliche seinen Gang.

Was braucht es dazu ein Held zu sein?
Dinge wie ein Schwert oder reicht auch ein Stein?
Was braucht es dazu ein Held zu sein?
Die meisten sind zu Anfang ganz klein.
Was braucht es dazu ein Held zu sein?
Nicht viel schau einfach in dich selbst hinein.
Siehst du es? Auch du kannst heldenhaft sein!

Er wurde getroffen, er schmeckte das Blut,
Entrinnen gab es keins so fasste er seinen ganzen Mut.
Mit List und Tücke täuschte er den Schlag an,
Der anstatt im Magen in der Kehle ankam.
Der Gegner japste und sank stöhnend auf die Knie,
Der Akron herje so kannte man ihn doch nie?
Jeder erwartete den vernichtenden Schlag,
Der für unsren Helden den Sieg bedeuten mag.

Was braucht es dazu ein Held zu sein?
Dinge wie ein Schwert oder reicht auch ein Stein?
Was braucht es dazu ein Held zu sein?
Die meisten sind zu Anfang ganz klein.
Was braucht es dazu ein Held zu sein?
Nicht viel schau einfach in dich selbst hinein.
Siehst du es? Auch du kannst heldenhaft sein!

Er holte nicht aus spie auf den Boden,
Verließ den Ring das Haupt hoch erhoben.
Stolz im Herzen war er doch feige sagt ihr?
Er braucht mehr Mut zu sagen"Nicht jetzt nicht hier!"
Man lohnte seine Tugend mit Verbannung und Hohn,
Der Vater schlug und jagte davon seinen Sohn.
Doch eines konnte ihm niemand jemals mehr nehmen,
Der Blick des Vaters in welchem Stolz auf ihn war zu sehen!


Was braucht es dazu ein Held zu sein?
Dinge wie ein Schwert oder reicht auch ein Stein?
Was braucht es dazu ein Held zu sein?
Die meisten sind zu Anfang ganz klein.
Was braucht es dazu ein Held zu sein?
Nicht viel schau einfach in dich selbst hinein.
Siehst du es? Auch du kannst heldenhaft sein!"

Ihr Blick wanderte noch einmal über die Strophen. Dann nickte sie zufrieden und klappte das Buch zu. Gähnend vergrub sie sich im Stroh und der Schlaf holte sie in seine eigene Welt.
Nimuelia Aumar

Beitrag von Nimuelia Aumar »

Sie sank auf das Bett in ihrem Zimmer der Taverne.

Wie konnte man sich so täuschen?
Leise seufzend nahm sie die Feder zur Hand und schrieb das Lied mit deutlicher Schrift.

" Ruhmreich, ehrhaft nannte man sie einst,
Die mutgen Krieger der Wüste vom Glauben gespeist.

Doch was ich heut sah liebe Leut,
Hat mir das wahre Gesicht der Leut dort gezeigt.
Mag sein es war einer des abtrünnigen Volkes,
Voll von Bitterkeit und des verletzten Stolzes.
Mag sein er lauschte dem Flüstern des Panthers,
Dennoch ist er für mich nicht anders.

Ruhmreich, ehrhaft nannte man sie einst,
Die mutgen Krieger der Wüste vom Glauben gespeist.

Ich sah ihn wütge Worte sprechen,
Die Haltung ernst und seine Stimme brechen.
Eine Frau für die aus seinem Volk verlorne wollend,
Die einst ihr Leben im sandgen Grund der Wüste hatte vollend.
Ich sah den jungen Krieger die Klinge ergreifend,
Vor die Schöne und den Letharen hinschreitend.

Ruhmreich, ehrhaft nannte man sie einst,
Die mutgen Krieger der Wüste vom Glauben gespeist.

Sie fochten lange unentschieden schien es,
Doch die Schöne floh indes.
Zurück in die Heimat Hilfe erbetend,
Die Krieger kamen ihrem Helden umgehend,
Zuhilf er war ja auch bereits halbtod,
Und dann drangen sie auf ihnein in ihrer Not.

Ruhmreich, ehrhaft nannte man sie einst,
Die mutgen Krieger der Wüste vom Glauben gespeist.

Sie drangen auf ihn zu mehr auf den einen,
Der sich ihnen stellte um seinen Wunsch zu verteidgen.
Zu mehr auf einen wo bleibt da die Ehr?
Ei einzger der sich setzte gegen viele zur Wehr!
Ist das Ehre ist das rumreich genannt?
Da habe ich mich bitter abgewandt.

Ruhmreich, ehrhaft nannte man sie einst,
Die mutgen Krieger der Wüste vom Glauben gespeist.

Es begann mit einem Wort an jenem Ort,
Und setzte sich im Kampfe mit dem Schwerte fort.
Nun frage ich euch Leut von Nah und Fern,
Ist es das was man nennt die Mutter verehrn?
Einen Kampf mit dem ersten Griff herauszufordern,
Um dann danch Hilfe von andren herzubeordern?

Ruhmreich, ehrhaft nannte man sie einst,
Die mutgen Krieger der Wüste vom Glauben gespeist."


Sie seufzt enttäuscht über das was sie erblickt hatte. Hetzschriften waren nicht ihr Ding doch sie durfte vor sich hinsingen was ihr beliebte. Meinungsfreiheit war der Barden zueigen. Wenn jemand ihr lauschte was sollte es? Es war die Wahrheit sie musste nicht falsches verbreiten. Doch die Melodie würde so schnell nicht aufhören ihre Lippen zu verlassen.
Zuletzt geändert von Nimuelia Aumar am Freitag 7. September 2007, 23:37, insgesamt 1-mal geändert.
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