Piraten, zwei Boten und eine Magd von Elbenau

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Savea Falkenlohe
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Piraten, zwei Boten und eine Magd von Elbenau

Beitrag von Savea Falkenlohe »

Sie wußte ihre Hochgeboren schlafend in ihrem Gemach, als sie das nächste Mahl vorbereitete. Sicher würde Milady sich freuen, etwas anderes zu riechen als Hühnersuppe.
Auch beim Nachtisch ließ sie wohlweislich die Erdbeeren weg.
Das erste Klopfen an der Tür ging wohl unter, das zweite, vehementere Klopfen riß sie aus ihren Gedanken und ließ sie zur Tür eilen.
Sie musterte den Boten, starrte dann auf das Pergament, welches sich in ihre Hand gedrückt fand und als sie wieder aufsah, sah sie den jungen Burschen bereits davon eilen.
„Hier geblieben!“ rief sie und: „Wie wichtig? Ihre Hochgeboren ist krank! Und von wem bei allen Höllenkreaturen ist das?“
Sie eilte ihm nach und war froh, die letzte Nacht doch wenigstens ein paar Stunden am Stück geschlafen zu haben, sodass sie dabei nicht über ihre eigenen Füße stolperte.
Als sie ihn einholte und er betonte wie wichtig es sei, hielt sie ihm das Schreiben entgegen.
„Alles was erfordern würde, dass ihre Hochgeboren vorzeitig das Bett verläßt, oder gar dazu veranlassen würde sich zu rüsten... ist indiskutabel. Lest vor!“

Vielleicht lag es am Blick, oder am Ton, dass er tat wie ihm geheißen, anstatt noch einmal darauf zu verweisen, dass das Schreiben an Freifrau von Elbenau und nicht an Magd Savea gerichtet war.
Während er vorlas wurde sie blaß, blasser, dann rot, röter.. am Ende riß sie ihm das Schreiben aus der Hand und stopfte es in ihre Rocktasche. Fieberhaft überlegte sie.. die Standpauke, sich fremde Schreiben vorlesen zu lassen, wären wohl mit dem, was der Inhalt des Schreibens auslösen würde, vergleichsweise erträglich. Tief durchatmen, Ruhe bewahren, vor allem den Burschen nicht laufen lassen!
Sie atmete tief durch, gab sich Mühe Ruhe zu bewahren und lud den jungen Boten nach Varuna zu den Weinschenks auf ein kräftigendes Mahl ein.
Während sie bestellte, raunte sie dem Wirt zu, er möge den Küchenjungen nach Gardisten schicken.
Der junge Bote hatte noch nicht ganz sein Mahl beendet, als sie kamen und nach kurzer Erklärung abführten. Sollte er mehr wissen, würde es zu Tage kommen.

Gerade als sie zum Anwesen zurück geeilt, lief sie dem zweiten Boten fast in die Arme.
Nun kam es auch nicht mehr drauf an. „Lest vor!“
Es schien ihr einfach das Vernünftigste: „Richtet Sir Thelor bitte aus, dass ihre Hochgeboren von Elbenau es gern sehen würde, wenn das Treffen in ihrem Hause stattfinden wird.“
Dann ließ sie ihn stehen, knüllte das Schreiben zu dem anderen in die Rocktasche und stürmte ins Haus. Auf der Treppe jedoch wurde jeder Schritt langsamer ausgeführt, als gelte es, zur eigenen Hinrichtung zu gehen.
Vor der Tür hielt sie inne, murmelnd: „Ans Bett fesseln wäre eine Möglichkeit.“
Dann trat sie ins Gemach.
„Milady.. wie ist Euer wertes Befinden heute?“
Zuletzt geändert von Savea Falkenlohe am Montag 20. August 2007, 21:47, insgesamt 1-mal geändert.
Vincent Vandera

Beitrag von Vincent Vandera »

Vincent wachte mitten in der Nacht auf. Die Stirn war bedeckt mit einer dünnen Schweißschicht und er sah sich im Halbdunkeln um. Bo war nicht im Haus, er schien irgendwo in der Taverne mal wieder eingepennt und trotz allem lag da noch eine Gestalt in seinem Haus. Ihr Name war Selissa und sie war eine Gefangene, seine Gefangene. Das Mädchen schlief ruhig, ohne Fesseln, ohne Knebel, zugedeckt mit einem Mantel der Vincent gehörte. Jeder halbwegs eiskalte Entführer hätte die junge Frau bereits in eine Ecke gedonnert, ihr eine Heidenangst eingejagt und ihr mit tausend Toden gedroht. Aber irgendwie waren Frauen und Entführungen im Allgemeinen immer die Achillesferse des Piraten.
Er hatte dem Mädchen sogar gesagt dass ihr nichts passieren würde, solange sie im Haus blieb, ging’s denn noch? Er hatte aber auch eigentlich nur die Wahrheit gesprochen, ihm lag nichts daran die junge Knappin in irgendeiner Weise zu verletzen, zu demütigen oder sonst etwas in der Weise. Sie hatte einfach das Pech diejenige zu sein, die alles ausbaden durfte, was Varuna vermasselt hatte und irgendwie tat sie ihm dafür sogar etwas leid.
Doch nichtsdestotrotz war sie nun einmal seine Gefangene und das er etwas auf sie aufpassen musste merkte er spätestens an jenem Zeitpunkt, an welchem er in sein Haus zurückkam und sah dass sie Gabriel niedergeschlagen hatte. In jenem Moment hätte er seine Pistole ziehen sollen und ihr eine Kugel ins Knie lenken sollen, aber wieder war da diese kleine Zurückhaltung.

Er richtete sich mühsam auf und ging leise zur Tür, trat hinaus in die kühle Nacht von La Cabeza. Er sah in den sternenklaren Himmel und kratzt sich im Nacken, wie lange hatte er heute mit der Knappin geredet? Ziemlich lange. Sie hatte ihm vorgehalten was Piraten doch alles tun würden und er war es, der sie in manchen Sachen auf den Boden der Tatsachen zurückbrachte. Sie fragte ihn ob er ruhigen Gewissens schlafen konnte und er antwortete mit „Ja“. Das Mädchen hatte das Herz am rechten Fleck und Vincent erkannte sich in ihrer Art zu denken was so wieder, wie er selbst in dem Alter war. Selissa würde entweder diese Sichtweise weiterführen oder sie würde irgendwann eine andere Sicht der Dinge bekommen, so wie Vincent.
Dann war da noch die Drohung, es würde alles ein Nachspiel haben. Er lächelte grimmig. Natürlich würde es das. Varuna und wahrscheinlich auch die Ritterin würde ihm die Hölle heiß machen, aber es wäre nicht das erste mal, dass er mit irgendwelchen Konsequenzen klar kommen musste.
Er würde seinen Steckbrief wohl wieder in Varuna sehen und er würde wieder aufpassen müssen wie ein Schießhund aber das war nunmal das Leben eines Vogelfreien. Selissa würde eine ordentliche Summe Gold einbringen von welcher er eine Weile leben können würde und Varuna wusste von jenem Tag hoffentlich, dass La Cabeza wehrhaft war gegen jegliche erbärmlichen Versuche sie alle zu infiltrieren.

Er wandte sich wieder gen Hütte und streckte sein Kreuz durch. Es war Zeit sich wieder schlafen zu legen. Irgendwas sagte ihm, dass die Zeit mit der Knappin noch etwas anstrengend werden könnte.
Selissa von Appelthane

Beitrag von Selissa von Appelthane »

Vorsichtig tastete Selissa den Verband an ihrer Stirn ab. Ihr Kopf brummte immer noch so furchbar, dass sie bezweifelte, diese Nacht überhaupt schlafen zu können. Der Schlag den der Andere ihr verpasst hatte, hatte gesessen, so dass sie die ganze Zeit über bewußtlos war. Sie wußte also nichtmal wie sie hier her gekommen war, geschweige denn wie sie hier wieder weg kam, geschweige denn, wo sie überhaupt genau war. Ganz abgesehen davon, war es auch noch im wahrsten Sinne des Wortes Arschkalt hier, des Nachts.
Außerdem stockdunkel in dem kleinen Raum. Eigentlich war es mehr eine Ruine und schützte daher kaum vor der Kälte. Nicht unweit von ihr mußte Vincent liegen, selbst wenn sie ihn kaum sehen konnte, war sie sich seiner Anwesenheit nur zu gut bewußt.
Stocksteif saß Seli auf ihrer Schlafmatte und fror vor sich hin. Diesen Vincent fand sie seltsam, er war ihr Entführer, aber irgendwie trotzdem nett. Irgendwie nett, irgendwie zum fürchten, irgendwie eben unberechenbar. Er wollte ihr nichts antun, hatte er gemeint, sondern sie dazu benutzen Wiedergutmachung zu erfahren. Ihr würde nichts geschehen, solange sie nicht versuchen würde zu fliehen. Dann würde man ihr in den Rücken schießen, mit diesen seltsamen Waffen, Pistolen genannt. Selissa hatte soetwas noch nie zuvor gesehen und sie konnte sich schwer vorstellen, wie da kleine Kugeln hineinpassen und abgefeuert werden sollten.
Selissa gab Vincent nicht ihr Wort, nicht versuchen zu fliehen, denn sie wußte, wenn sich die Geschehnisse ungünstig entwickeln würden und es um ihr Leben ging, würde sie alles daran setzen, um zu entkommen. Auch wenn Vincent versprach sie nicht zu töten, selbst wenn das Reich nicht reagieren würde, ein Leben lang an diesem Ort als Gefangene vermodern zu müssen, war auch nicht viel rosiger. Und ganz sicher war sie sich auch nicht, ob dieser Pirat sein Wort halten würde. Kannten Piraten überhaupt soetwas wie ein Ehrenwort? Zumindest Vinc behauptete das.

Fröstelnd starrte Seli in die Dunkelheit, als sie eine Bewegung im Augenwinkel vernahm. Ihr blieb fast das Herz stehen, als Vincent sich plötzlch von seinem Nachtlager erhob. Tausende Gedanken schossen ihr in den Kopf, was er womöglich alles mit ihr anstellen würde und sie wich auf ihrer Matte zurück, bis sie die Wand im Rücken spürte.
Doch statt dass auch nur einer ihrer Albträume wahr wurde, legte er ihr etwas vor die Füße. Einen Mantel. Verwundert blickte sie darauf und zog ihn sich dann rasch an, um der beißenden Kälte zu entkommen, die hier herrschte. Währenddessen saß Vinc auch schon wieder auf seinem ursprünglichen Platz. Zum Glück war es dunkel und Vinc konnte nicht sehen wie sie verlegen zu Boden blickte. Irgendwie hatte er ja Recht, sie hatte ihr Vorurteile gegenüber Piraten. Mordende, brandschatzende ungehobelte Kerle, das war die meist verbreiteste Meinung über sie. Aber entsprach es nicht der Wahrheit? Immerhin hatte man sie entführt und auf diese Insel geschleppt. Immerhin hatte Vinc zugegeben schon einmal jemanden umgebracht zu haben., wenngleich Seli nicht die Beweggründe kannte.

Nachdem ihr endlich etwas wärmer geworden ist, legte sie sich auch auf die Matte, begleitet von einem leisen Seufzen. Irgendwie glaubte sie, war Vinc im Grunde seines Herzens nicht schlecht. Sie konnte selbst sehen, dass es ihm fast schon leid tat, dass er Selissa entführen mußte, um an sein Ziel zu kommen. Sie war hier nur das Mittel zum Zweck.
Auf der Schlafmatte zusammengerollt, blickte Selissa mit offenen Augen in die Finsternis und dachte angestrengt nach. Seltsame Menschen waren diese Piraten. Diesem Gabriel sollte sie aus dem Weg gehen, er war nicht sonderlich gut auf sie zu sprechen, nachdem sie ihm einen Wasserkrug auf den Kopf geschlagen hatte. Aber er war ein widerlicher Kerl, der sie dazu nötigen wollte Rum zu trinken und da sah Selissa keinen anderen Ausweg, ihn sich vom Leib zu halten. Als er dann bewußtlos zu Boden ging, wollte sie die Chance zur Flucht nutzen, doch just in dem Moment kam Vinc wieder, mit einer Frau als Begleitung. Constanza hieß sie, wie sich später herausstellte. Vinc gab Seli zu verstehen, dass er enttäuscht war, aber was hatte er erwartet? Dass sie das brave Opfer spielen würde? Zumindest wollte er ihr noch eine Chance geben und ließ von dem Gedanken sie zu fesseln, noch einmal ab. Constanza und Gabriel fingen derweil an zustreiten, nachdem er wieder zu sich gekommen war, warum genau konnt Selissa aber nicht ganz verstehen. Selissa hielt derweil Ausschau nach dem Schlüssel den Vinc besaß und der die Tür sperrte. Nachdem die beiden Streithähne gegangen waren, zeigte Vinc, der ihren neugierigen Blick wohl bemerkt hatte, den Schlüssel und ließ ihn kurzerhand in seiner Hose verschwinden. "Viel Spaß" meinte er noch, während Seli nicht wußte ob sie nun lachen oder weinen sollte.

Selbst wenn der Schlüssel nicht an dieser unnerreichbaren Stelle gewesen wäre, irgendwie hatte sie dann nachdem er ihr den Mantel überlassen hatte, versprochen für diese Nacht keinen Ausbruchsversuch zu unternehmen. So fiel das also auch flach. Leise seufzend schmiegte sich Selissa in den Mantel und wenig später fielen ihr endlich die Augen zu und sie schlief endlich ein...
Zuletzt geändert von Selissa von Appelthane am Dienstag 21. August 2007, 14:04, insgesamt 3-mal geändert.
Darna von Hohenfels

Beitrag von Darna von Hohenfels »

"Milady, wie ist Euer wertes Befinden heute?"
"Kopfschmerzen, aber deutlich besser, danke."
Eine ganze Weile registrierte Darna nicht, wie Savea systematisch versuchte, abzuklopfen, ob bei Eröffnung des Briefinhaltes akute Lebensgefahr bestand oder dergleichen.
"Soll ich Euch behilflich sein, oder mögt Ihr die Freiheit, Euch allein anzukleiden?"
"Ich genieße gerade tatsächlich, keine Lederriemen zu schließen, danke."
Überhaupt schien der Ritterin gerade in kreativster Weise der Sinn nach Variation zu stehen, mal was neues auszuprobieren, der Horteras-Priester hätte sich sicher gefreut... statt einer blauen Hose und einer roten Weste trug sie heute eine rote Hose und eine blaue Weste. Das ging kurz sogar so weit, daß sie überlegte, einen etwas bequemeren Rock anzuziehen - aber man soll es ja nicht übertreiben.

"Bewahrt Euch den Genuß eine Weile noch, Milady...", meinte Savea gedehnt und betonte: "Eine Weile von... zwei Wochen."
Die Reaktion war ein Brummen. Einen geschädigten Rücken, ja warum sie den wohl, wenn überhaupt, hatte? Bestimmt nicht vom Sticken. Sie war Kämpferin, trug schweres Rüstzeug, dafür fühlte sie sich völlig fit - eine Elfe mochte das anders sehen.
"Was auch immer das soll", kommentierte sie mürrisch, "Soll Frau Elnesta beten, daß es zwei Wochen lang zu keinen Notfällen kommt, das würde ich ja durchaus begrüßen." Regelrecht trotzig griff sie zum Schwertgurt und legte ihn an. Wenn der auch Haltungsschäden verursachte, war ihr das völlig schnurz.
Savea entgleisten ob der Worte kurz die Gesichtszüge. "Ein kurzes Gebet für Frau Elnesta", murmelte sie zu sich und öffnete Darna rasch die Tür.

(ein wenig Gnadenfrist)
Es stellte sich also die Frage, wie Darna auf unerwartete und schlechte Nachrichten reagierte. Das ließ sich an einem harmloseren Exempel schon mal austesten:
"Pro Schritt soll der Teppich mit den Goldfäden elftausend Münzen kosten, Milady."
Darna blieb ruhig und erklärte behilflich: "Pro Schritt würde bedeuten, daß jeder Schritt Teppich elf Kronen kostet, Savea. Oder wo habt Ihr Euch vertan?"
"Ich habe mich nicht vertan Milady... eine Rolle Goldfäden kostet zehn Kronen.. so wurde mir gesagt." Sie fügte lahm an, während Darna nun doch die Gesichtszüge entgleisten: "Die Auswahl des Teppichs spricht für Euren guten Geschmack, Milady."
"Ich hab das... Glitzern ab und zu im Muster... für irgendeinen anderen Trick gehalten, als Gold..."
"Es ist keinesfalls das Spiegeln von Sonnenstrahlen gewesen, Milady."
"Der große Teppich in den Ritterquartieren... ist WIEVIEL wert?!"
Das Tablett, das Savea die ganze Zeit in den Händen drehte, hätte sich selbst bei einem robusten Magen bald übergeben müssen. Savea überlegte fieberhaft, wie sie Darna die Sache mit dem Erpresserbrief beibringen konnte. Darna überlegte fieberhaft, wie man unauffällig einen Teppich aus dem Schloß klauen konnte, um sich für den Rest des Lebens nicht mehr um Geld scheren zu müssen.

(nu aber!)
"Milady.. zwei Boten waren hier.. beide bezüglich einer Nachricht.. eine..", Savea räusperte sich kurz und furchte die Stirn, "eine Bitte um eine milde Gabe."
"Ja und? Deswegen solch ein Rumgedruckse? Um was für Schwachsinn wurde gebeten?", dachte sie und fragte laut: "Zwei Boten für eine Nachricht? Worum geht es?"
"Gemessen an einem Teppich mit Goldfäden um die lächerliche Summe von vierzig Kronen, Milady."
"Zeigt mir das Schreiben bitte."
Saveas Rocktasche wurde plötzlich von der Magd festgehalten, als wolle man ihr das ganze Kleidungsstück auf offener Straße klauen.
"Die vierzig Kronen.. wären nicht umsonst.. eher eine art Gegenleistung."
Darnas Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen.
Hastig haspelte Savea weiter: "Zudem bekommt Ihr Besuch Milady..."
"Saveaaaa...?", wehte es ihr warnend, dann atmete Darna tief durch. Nein, sie wollte nicht schon wieder einer Beschreibung von 'furchteinflößend' gerecht werden. "Was ist los?", fragte sie beherrscht.
"Sir Thelor hat sich gewissermassen angekündigt... und wird wohl auch
seine Hoheit in seiner Begleitung haben."
"Ach, seine Hoheit auch so nebenher? Ist ja interessant. Weil mich jemand um eine Spende bittet..." Die Mimik verhärtete langsam, sie stand auf. "Gebt mir das Schreiben." Es klang abgeklärt, ruhig, strikt, kanpp fordernd - ihre rechte Hand bewegte die Finger in zweifacher rascher Geste, damit rüberzurücken. "Und zwar flott."

Noch ein paar Debatten und Windungen später war keine Explosion bis nach La Cabeza zu hören, daß ein gewisser Zwerg um das Monopol seiner Erfindung hätte fürchten müssen. Es waren auch keine neuen Toten zu verzeichnen, niemand wurde an den Füßen irgendwo runtergehängt, nicht mal Savea.
"Zwei Hauswächter...", meinte die Ritterin nachdenklich, holte nochmal tief Luft und seufzte dann langgezogen, "Vielleicht sollte ich das Geld besser für Lösegelder sparen."
Irgendwas musste sich entladen, wenn sie weder an die Decke gehen wollte, sollte oder konnte. Also wurde es der vertraute Zynismus angesichts der Hilflosigkeit, daß sie einfach nicht jederzeit die Sicherheit ihrer Lieben gewährleisten konnte. Greif würde sich über eine Entführung Selissas nicht weniger ärgern als sie selbst - wenn er denn da wäre.

Auch Darna verließ ein wenig später das Haus, dichtauf gefolgt von Savea und Shaya. Bettruhe... es ärgerte sie, genau wie es sie ärgerte, daß sie nicht früher an die heilsamen Elixiere von Ryana gedacht hatte. Sie hatte die unvertrauten Etiketten gelesen und alles unbekannte wieder wegsortiert: "Mutters Last'... was immer das ist. 'Bärenfell' - nein, will ich nicht haben. 'Wundsalbe', schon eher..."
Und die weitere Debatte vor der Innenseite der Haustür ärgerte sie, wo angesichts der Aufmachung der Mägde das Ergebnis doch schon abzusehen war - gesetzt den Fall, sie hätten sie nicht im Haus niederschlagen wollen.
"Wo es um Selissa geht, plane ich nicht, mir mehr zu schaden als zu nutzen, Savea. Und davon ab...", ihre Augen verengten sich erneut eine Spur, "Nicht einmal seine Hoheit sollte es wagen, mich davon abzuhalten, das Kloster zum Gebet aufzusuchen, und wenn ich dies auf dem Zahnfleisch kriechend vorhätte." Der Ton wurde schneidend: "Also geht beiseite."

Sie brauchte Halt, wollte nicht ins Taumeln geraten angesichts des nächsten Schlages, wollte nicht sinnlos umhertigern, dumme Dinge tun und sich in zielloser Grübelei verlieren. Vor morgen Früh würde nichts geschehen können, scheinbar nichts sinnvolles, was zu tun war - doch es sollte sinnvoll werden.
"Entschuldigt die späte Stunde, Cassian - nein, es ist nichts, Ihr braucht seine Eminenz nicht zu wecken."
Sie sah zum Temorakreuz in der Klosterkirche, vergaß die beiden Frauen hinter sich, die ebenso dem heiligen Ort ihren Respekt erwiesen. Sie brauchte ihren inneren Fels, die Quelle aller Ruhe, die möglich war. Zweimal war an den bebenden Schultern ein deutliches Erschaudern des Körpers zu bemerken, dann sank sie auf ein Knie. Die üblichen Worte des Gebetes stimmten auf das Wesen der Göttin ein.
"Wanke nicht, zweifle nicht, verlier dich nicht. Du bist stark, dein Glaube ist stark, und du hast erkannt, was wichtig ist."

"Hoffnung ist das Fundament deines Glaubens", stellte sie als erstes fest im Bemühen, für ihre Ruhe die Basis zu finden. "Wir hoffen auf die Wahrung und das Wiedererlangen der perfekten Harmonie, wie Eluive sie geschaffen hat. Wir hoffen auf eine Welt in Frieden. Auf eine Welt ohne Neid, ohne Haß, ohne Grund zur Furcht.
Solange du für das Werk deiner Mutter kämpfst, dürfen wir Hoffnung haben, Herrin Temora. Solange es Hoffnung gibt, kannst du Kraft schöpfen und bestehen, um den Kampf zu gewinnen.
Wer die Hoffnung aufgibt, gibt die Welt auf."
Die Worte klangen zunehmend klar, ruhig und verklärt - sie hielt das Schwert vor sich, daß die Parierstangen deckungsgleich mit den Seitenarmen des Ankhs oben vor ihr waren, der Ritterin Blick durch beide Mitten auf einen fernen Punkt gerichtet.

"Vertrauen ist eine der Säulen, die auf dem Fundament der Hoffnung ruhen", führte sie den Aufbau eines fest miteinander verfügten Gebildes fort, "Wir können in dich und deine Macht vertrauen, Herrin. Du bist aus der Kraft der Aufopferung Eluives entstanden. Und keine Macht als die der Aufopferung kann eine endgültigere, größere Gewalt entfesseln, als alles aufzugeben, was man selber ist. Und Eluive ist groß."
Einen Moment klang die Stimme dumpf, als ein Teil von ihr begreifend diese Macht wahrlich nachvollziehen wollte - es war zuviel, musste die Grenzen des Fassbaren sprengen... sie zog sich zurück, soweit notwendig. Es war zuviel, im Zeichen der Demut reichte dieses Wissen.
"Wir vertrauen in ihre ewig währende Kraft, das, was Eluive selber geschaffen hat, auch selber zusammenhaltend zu wahren. Wir vertrauen in deine ewig währende Kraft, die sich den Attacken der Finsternis entgegenstemmt. Wir vertrauen in deine Kraft, die das Reine schützt.
Dein Schutz ist ein Schild für die Menschen und die Welt. Du bist die ritterliche Kämpferin unter den Göttern." Sie senkte den Kopf vor ihrer Herrin. "Du bist der Schutz der Schwachen."

"Ich vertraue in das reine Herz meiner Knappin Selissa. Ich vertraue auf das Gute in diesem jungen Wesen, deren suchender Geist deinen Idealen zu folgen wünscht, Herrin. Ich vertraue darauf, daß sie deines Schutzes wert ist.
Ich danke dir, soll es mein Schild sein, der deinem Vorbild folgend in deinem Namen ihr Schutz sein soll. Doch reicht mein Arm nicht zu ihr, so vertraue ich, reicht deiner zu ihr, egal wo sie ist."
Sie hob deutlich den Kopf, die Stimme klang etwas lauter, klarer verkündend und stemmte sich mit Erfolg gegen den Hauch von Angst, die gegen alles ein "Was, wenn nicht?" zersetzend zu wispern hatte.
"Ich vertraue in die Gerechtigkeit des Schicksals."
Shaya legte die Stirn in Falten und betrachtete sie weiter nachdenklich.
"Ich vertraue in die Macht der Herrin Temora, als sie dem Dämon des Mordes Einhalt gebot. Keine Seele wird entrissen werden vor ihrer Zeit, oder Kra'thor soll hinab in das Weltenfeuer fahren und verbrennen!"
Die Haltung der Adlerritterin schien nun stolz und aufrecht, trotz der knienden Position. Nach einem tiefen Durchatmen wehte die Stimme wieder ruhig und getragen durch den Altarraum, statt würdevoll zwischen den Säulen widerzuhallen.

"Tapferkeit ist die Krone, die auf der Säule des Vertrauens ruht. Tapferkeit, eine der sieben heiligen Tugenden, die du uns lehrst. Nur wer Hoffnung hegt, kann tapfer sein. Nur wer vertraut, kann tapfer sein.
Die Drohungen jener goldgierigen Person, welche sich Vincent nennt, wird mich nicht schrecken. Wer von Furcht regiert ist, kann nicht klar denken - ich werde mich nicht fürchten, Herrin, denn ich vertraue.
Wo der Schutz des Reinen gewahrt ist, wird sich das Schwert erheben, um zu strafen. Wo Selissas Sicherheit gewährt ist, bitte ich dich, in deinem Namen streiten zu dürfen, um jene im Zeichen der Gerechtigkeit zu strafen, die Menschen leiden ließen, um sich selber zu bereichern.
Doch es kann nicht gerecht urteilen, wer selber betroffen ist und sich verletzt fühlt.
Ich will nicht rächen, Herrin. Ich bitte dich, wie ich jeden Tag bitte - lass mich sehen, was Wahrheit ist. Hebe meinen Schild, wo es notwendig ist. Führe mein Schwert, wo es rechtens ist.
Selissa hat die Kraft, dir zu folgen. Und wo ihre jungen Füße straucheln, schenke ihr Halt, Herrin Temora. Du bist unser aller Schutz, du bist unser aller Wehr. Ich vertraue darauf, daß deine Macht stets mit uns ist, uns zur rechten Zeit hütend. Und unser Glaube werde unsere Rüstung."
Das Schwert näherte sich ihrem Gesicht, bis ihre Stirn leicht auf dem Kreuzpunkt der Waffe zu ruhen kam, und die restliche Nacht verharrte sie so, im Geiste bei ihrer Göttin und in Gedanken bei ihrer Knappin.
Darna von Hohenfels

Beitrag von Darna von Hohenfels »

Selissa wieder Zuhause. "Haben sie dir wirklich nichts getan?", fragte sie wohl zum dritten Mal und genoß das Gefühl, sie fest in den Armen zu halten. "Hast du Hunger? Durst? Ich bereite was zu essen vor. Geh erstmal oben baden, ich hab Savea gesagt, sie soll die Wanne vorbereiten."
Selissa schien es ganz schön zu finden, daß Darna ihre vorige ratlose Sorge nun damit auffing, ihre Knappin haltlos zu bemuttern. Nach einem wohltuenden Bad in warmem Wasser saßen beide in der Küche und Selissa machte sich über das aufgewärmte Rehragout mit Preiselbeeren her.
"Dort gab es gebratene Bananen mit Fisch und Schiffszwieback."
Darna verzog das Gesicht. Sie hatten sie also doch gefoltert.

"Die dachten schon, niemand würde reagieren..."
Darna schloß die Augen, als diese Worte ihr einen Stich versetzten. "Das ist meine Schuld", erwiderte sie entschuldigend und gefasst. Über ein Dutzend Entwürfe von Briefen, die letztendlich im Küchenkamin gelandet waren.
"Du hattest bestimmt deine Gründe...", Worte, aus denen doch Vertrauen sprach. Vertrauen, für das sie unendlich dankbar war - was, wenn "C" erneut zu lange gedauert hätte? Niemals hätte sie Selissa gefährden wollen.
"Ja, auch wenn die Verzögerung alles andere als geplant war... Ich schlug erst vor, neben Leuten, die Informationen suchen sollen, in einem Schreiben vorzutäuschen, wir wüssten etwas über einen weiteren Spion aus Rahal bei ihnen, um sie so aus der Reserve zu locken..."
"Ah.. das meinte Vincent damit, daß man sie täuschen wollte."
"Ich hab's erst selber vorgeschlagen, und mich dann fast zwei Tage damit herumgeschlagen, ob das nicht ein Verstoß gegen der Herrin Gebote sei, eine Lüge, die dich womöglich noch gefährdet, zu weiteren Lügen führt... andersrum war auch nicht zu sagen, ob der Entführer jemanden, der ehrlich ist, nicht einfach auslacht. Wie man Ehrlichkeit formuliert, ohne mich selber für dumm zu verkaufen..." Sie schüttelte den Kopf: "Es tut mir leid, aber am Ende wusste ich kaum noch mehr, wie ich meinen Namen hätte schreiben können."
"Hm, es ist eben schwierig... sie erwarten, dass man sich ehrenhaft verhält.. während sie selbst..naja..zumindst auf Vincents Wort war ja Verlass."

Verlaß.
Ja, es musste darauf auch Verlaß sein. Beginge er einen schweren Fehler, wäre sie auch an ihren Teil des heiklen Abkommens nicht mehr gebunden - ein Abkommen mit einem Piraten, einem Entführer, einem Vogelfreien.
"Wollt ihr einen Vertrag gleich hier abschließen? Ich will es nicht beim Worte lassen..."
"Mein Wort ist ein Vertrag, und Ihr habt es hiermit", erwiderte sie streng. Es schmeckte ihr nicht, aber es ließ sich nicht mehr runterhandeln. Als sie registrierte, was überhaupt passiert war und woher der Pfeil vor Vincents Füßen plötzlich gekommen war, hätte sie Savea links und rechts ohrfeigen mögen. Die Verhandlungen waren so schon zäh gewesen, aber sie hatte Vincent auf eine schwache Position manövriert - nach Saveas Schuß war er zu keinem Einlenken mehr bereit, und sie konnte es ihm nicht mal verdenken.

"Keine Steckbriefe ... Sicherheit dass ich nicht hänge wenn ich Varuna betrete oder mein Leben im Knast schmore, Ihr regelt das mit dem Orden und der Bruderschaft und ... mein Stein im Brett ... Das sind meine Bedingungen."
Als es zur Besiegelung kam, zog sie ihren Handschuh aus und reichte ihm die rechte Hand. Es würde gelten.
"Einzig nichts gewährt, was handfesten Verrat an der Göttin oder dem Reich darstellt - sonst will ich alles genannte tun, was Eure und die Sicherheit der erwähnten Betroffenen garantiert."
Vincent neigte den Kopf. "So soll es sein."

Sie hatte Selissa wieder. Es war kein Lösegeld gezahlt worden.
Doch ein Preis, dessen Höhe noch festzustellen offen war...
Cyrion Sha´Ar

Der Pechvogel

Beitrag von Cyrion Sha´Ar »

Flügel schlugen schwer, als der Vogel wieder in dem Fenster landete und er den Fensterrahmen entlang hopste. Schwarze Knopfaugen glänzten, als Murelay den Kopf auf typisch kantige Weise schief legte und in den Raum lugte. Niemand hier. Niemand, dessen silbernes Haar dazu einlud, ein wenig an diesem mit dem mächtigen Schnabel zu zupfen. Der Arbeitstisch stand einsam und verlassen dort, die Dokumente auf dem Tisch liegend, das Tintenfass offen, die schlanke Feder darin. Licht spiegelte sich in dem Glas, wie es sich auch auf der Goldmünze spiegelte, die daneben lag.
Das Gefieder sträubend, schüttelte er den Kopf. Federn bewegten sich sachte im leichten Wind, während er leise vor sich hinkrächzte und dann und wann halbe Wörter von sich gab, das Reden übend. Der intelligente Rabe trippelte weiter den Fensterrahmen entlang, mehr in den Windschatten des Fensters. „Cyrion, komm essen!“ gab er dann von sich, gekonnt eine weibliche Stimme nachahmend, deren Besitzerin schon lange nicht mehr auf dieser Erde weilte. Wieder diese leisen Krächztöne und solche, die an Worte erinnern mochten. Ein Klopfen war zu hören, auch wenn es offenbar aus der Kehle des Rabens erklang, gefolgt von einem „Herein!“ Wer aussen an der Tür vorbei gehen mochte, würde sich wundern, die Stimme Adrians von Hohenfels gehört zu haben, wo er ihn vielleicht gerade erst andernorts gesehen hatte.
Stille kehrte wieder ein, bis der Rabe von dem Fenstersims abhob und zum Stuhl hinüberflog. Die gewaltigen Flügel, schlank, aber mit einer Spannweite, wie man sie von Bussarden kannte, schlugen laut und rauschend, einen Wind erzeugend, der mehrere Pergamente vom Tisch fegte. Ungerührt schaute er den Papieren nach und schlug erneut mit den Flügeln, mit dem Aufschwung von der Stuhllehne zum Tisch übersetzend. Auf Papieren landent, protestierte er überrascht, das ‚Korrr!’ tief und dumpf, als er mit den auf dem Tisch verbliebenen Pergamenten weiter schlidderte und gegen das Glas mit dem Sand stiess. Wieder schlug er mit den Flügeln, stiess dabei mit diesen das Sandglas um und hob ab, während das Glas seinen Inhalt rollend auf dem Tisch verstreute und dann liegenblieb. Sand wurde vom Tisch gefegt, als der Vogel wieder auf diesem landete. Die Klauen scharrten über Pergament und Sand beim Landen, dann tapste er auf der Tischplatte, alles mit kantigen Bewegungen beäugend. Das Glas mit Sand wurde angepickt, ein leises ‚Ping’ ertönte. In Bewegung versetzt, rollte es weiter... und über die Tischkante. Glass klirrte und splitterte - erneut erschrak der Kolkrabe, welcher sich gerade umgedreht hatte. Wieder eine ruckhafte Bewegung des Kopfes, Krallen die auf beschriebenen Pergament scharrten, weitere kleine Gegenstände, die im Schreck vom Tisch gefegt wurden. Ein sichernder Blick in den Raum. Nichts. Alles ruhig. Suche nach interessantem. Pick! Das verlockend glänzende Tintenfass wurde ein Stück zur Seite geschoben, die Feder darin vibrierte von der Bewegung. Pick! Die Tinte schwabte und die Feder ruschte ein Stück in dem Glasrund.
Sonnenlicht brach durch die Wolken und fiel auf den Tisch. Gold funkelte auf und lenkte das Augenmerk von dem Glas weg. Die Vogeldame kannte die Münze. Der Mann hatte sie ihr überlassen, glänzte sie doch noch verlockender als sein Haar. Ein Picken nach dem Goldstück, welches sich etwas über den Tisch schob. Dann hatte der Rabe es im Schnabel. Das Goldstück gekonnt im Schnabel balancierend, spielte er damit eine Weile und liess es dann fallen – ins Tintenglas. Schwarze Flüssigkeit spritzte auf und Tropfen landeten auf dem Pergamentbogen. Wieder wurde der Tisch beäugt, auf der Suche nach dem glänzend Ding, welches nicht länger zu sehen war.
Der Schnabel pickte erneut nach dem Glas. Schnäbelte dann an der runden Kante der Öffnung. Tinte schwappte im Glas, dann kippte das Glas um und ergoss seinen Inhalt über Rabenfüsse und beschriebene Pergamente. Sandkörner wurden von einer schwarzen Welle überflutet und traten geschwärzt wieder hervor, als die Flüssigkeit die Tischkante erreichte und herunter tropfte. Die Vogelaugen weit, hüpfte der Vogel zurück, schwarze Abdrücke auf allem hinterlassend, bevor er erschrocken wieder zum Stuhl flatterte und sich darauf niederliess, auch hier unzweifelhaft seine Spuren hinterlassend. Nichts glänzendes mehr, nichts interessantes mehr in dem Raum. Federn spreizten sich und der Vogel fing an, sich zu putzen. Stimmen waren im Korridor zu hören, erklangen aus der Ferne, kamen jedoch näher. Murelay hielt inne, blickte spekulierend gen der Tür, wachsam, aufmerksam. Als die Stimmen vor der Tür waren und sich diese plötzlich öffnete, sprang der Vogel in die Luft und schlug mit den Flügeln, ein dumpfer Laut, der den Blick der herein kommenden vielleicht auf ihn lenkten, kurz bevor er wie ein schwarzer Schatten aus dem Fenster hinausschlüpfte und fort war.
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