Sonderbare Zeiten

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Dragunos Marnion

Sonderbare Zeiten

Beitrag von Dragunos Marnion »

Noch am selben Abend der Besprechung, zog Dragunos sich die Nacht über erst einmal wieder in seine Hütte zurück. Einige Gedanken kreisten ihm im Kopf herum, als er, mit den Armen hinter dem Kopf verschränkt, in seiner Hängematte lag und an die Decke starrte. Die Ruhe würde schon dafür sorgen, dass die Antworten ihm früher oder später zukommen würden, sobald er mit ihrer Hilfe seine Gedanken ordnen konnte. Noch blieb die Frage offen, wie er sich den Aufgaben am besten stellen sollte, doch wusste er schon, was er als erstes machen würde: Einen Brief an Janus Aethra verfassen.
Am nächsten Morgen wurde er vom Zwitschern der Vögel, welche auf den Bäumen vor seiner Hütte saße, geweckt und obwohl er sonst wie ein Stein zu schlafen vermochte, war er heute überraschend leicht aus dem Schlaf gerissen worden. In aller Ruhe erhob er sich aus seiner Hängematte und begab sich an seinen Schreibtisch, stellt das Tintenfässchen neben sich auf, nahm den Federkiel zur Hand und begann die Bitte an den Konvent zu verfassen. Einige Zeit dauerte es ehe er die Worte gefunden hatte, die er für angemessen hielt, um es an die Magier Varunas weiterreichen zu können. Mit einem zufriedenem Nicken beendete er seine Arbeit, faltete den Brief sorgfältig zusammen und besiegelte ihn mit Wachs, welcher von seinem Daumenabdruck geprägt wurde.
Nach am selben Tag zog er los, einen Boten zu suchen, der diesen Brief an einen Herrn Aethra weiterreichen würde, doch bevor er dies tun könnte, wurde er von einem Mann in der Nähe des Waldgeisterlagers abgefangen. Mit einigen hektischen Bewegungen und ohne Worte forderte er ihn auf ihm zu folgen. Das Ziel war ein großer breiter Baum mitten im Wald auf dem sich Wolf mit einer Elfe in Sicherheit gebracht hatte. Die Elfe war verletzt und schnell war Dragunos klar, dass geholfen werden musste. An dem Seil, welches vom Baum herabhing, hatte der junge Druide sich mit aller Mühe hinaufgezerrt, um die Verletzte zu erreichen. Wackelig kletterte er von Ast zu Ast bis er schließlich neben ihr Stand. Blut rann ihrem Oberschenkel herab und beim näheren Hinsehen, erkannte man eine stark blutende Wunde. Unsicher und voller Angst erblickte sie den jungen Druiden, wie er versuchte immer näher zu kommen. Ihre flackerten Augen wirkten fiebrig, als seien es starke Schmerzen, die ihren Körper durchzuckten und ihr nah an die Ohnmacht herantrugen.
Wolf, welcher sie provisorisch verbunden hatte blieb die ganze Zeit an ihrer Seite um ihr beizustehen, wahrscheinlich war sie nur mit seiner Hilfe auf den Baum gelangt.
Dragunos legte seine Hand langsam und mit aller Vorsicht bedacht auf ihr Bein, gewillt ihren Klängen zu lauschen, doch war es wahrlich nicht so einfach, wie er es gehofft hatte. Den Klang einer Elfe so bewusst zu vernehmen stellte eine schwierige und zugleich sonderbare Aufgabe dar, doch bemühte er sich mit allen Kräften sich auf das zu besinnen, was Kilyan ihm vor einigen Tag beigebracht hatte um ihre Wunden versorgen zu können und zum Glück fruchteten seine Versuche.
Untem am Baum stehend, hatte sich schon eine weitere Gestalt genähert. Eine hochgewachsene Elfe, welche fragend am Baum hinauf sah. Selten wurde Dragunos die Ehre zuteil eine Elfe vor sich erblicken zu können, da sie meist scheu waren und sich nur mit großer Vorsicht den Menschen näherten. Als Dragunos wieder auf festem Waldboden stand begrüßte er die Elfe mit einer leichten Verbeugung , so respektvoll, wie er es wusste. Einige Worte wurden ausgetauscht, es wurde sich gegenseitig vorstellt und so schnell, wie sie gekommen sah, wandte sie sich auch schon wieder dem Wald zu. Doch sollte es nicht ihre einzige Begegnung bleiben…

Nun konnte er seinen Weg fortführen und ließ dem Konvent des Phönix eine Nachricht zukommen, in der er um ein Gespräch bat…
Dragunos Marnion

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Auf dem Rückweg zum Druidenhain musste er durch das dichte Geäste des Nebelwaldes. Langsam aber sicher schienen die Häuser des Waldgeisterlagers immer größer zu werden.
Aus einem Haus waren laute Geräusche zu vernehmen, Kisten wurden hin und her geschoben und Sachen umgeräumt. Um einen genauen Einblick auf das Geschehen zu werfen, drängte er sich an den dichten Pflanzen in das Lager hinein. Kaum jemand war zu sehen: Auf einmal kam ihm Siobhan entgegen. So wie er es geplant hatte, erkundigte er sich nach neuen Geschehnissen und ob es Probleme gäbe, doch der war anscheinend der Einzige, der zu der Zeit Hilfe benötigte ein junger Mann namens Hadwin, der von seiner Geburt an nicht in der Lage war Laute zu formen geschweige denn zu sprechen. Die Kommunikation untereinander verlief nur mit der Hilfe von Handzeichen und indem Hadwin seine Wort auf Papier schrieb. Eine ganze Weil verweilten sie zusammen im Lager, sie unterhielten sich über allerlei Dinge, aber leider konnten weder das Lied noch Dragunos Menschenkenntnisse eine Lösung für deren Problem bieten.
Dragunos Marnion

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Einige Tage vergingen und Dragunos traf auf eine Elfe, welche unter dem Lebensbaum verweilte. Es war die Elfe, der er schon einmal begegnet war. Mit einer einladenden Geste bat sie ihm sich neben sie zu setzen. Es kam wahrlich nicht oft für den jungen Druiden, dass er so oft die Elfen erblicken durfte und nicht sich nicht vor ihm verbargen. Sie war eine sehr offene Person und stellte sich bereitwillig allen Fragen, die er an sie richtete. Sie Sprachen über das Verhältnis welche die Elfen zu den Menschen hatten, wie es früher war, warum es so auseinanderging und wie man es wieder verbessern könnte. Sie versprach ihm bei ihrer Gemeinschaft anzufragen, ob ein Treffen der Druiden und der Elfen möglich wäre, um den ersten Schritt zu machen. Seither wartet er geduldig auf eine Antwort.
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