Schreiben für Schreiben glitt durch ihre Finger. Bücher, dünne, dicke, alte und neue wurden nach und nach gelesen. Nach Tagen fühlte sie selbst sich schon wie ein wandelndes Pergament. Muffiger Geruch haftete an der Kleidung und auch die Spinnen schienen ihre Nester an so einigen alten Regalen nicht aufgeben zu wollen. So viele Aufgaben gab es derzeit zu bestreiten. Alle von nicht geringer Wichtigkeit und dennoch war es eines was ihr die Tage immer wieder in den Ohren klang. Stets schob sie es wieder Hinten an. Beschränkte ihre Suche derweil nach etwas anderem. Als ob sie dieses Schuppengeflecht gerade erst gesehen hatte sah sie die Ornamente und die Form vor sich. Dieser Vandrak hatte genau das Richtige getan um ihr Interesse zu wecken. Erst das Siegel des Bundes und dann dieses 'Ding' noch war sie sich nicht gänzlich sicher ob es wirklich war was sie vermutete. Eines jedoch wusste sie – wo ein altes Geheimversteck war konnte auch ein zweites oder gar drittes sein. Diese verflixten Regale, dieser beißende Staub! Mit einigen entschiedenen Bewegungen zog ein gutes Lüftchen durch die Bibliothek den Staub zum Fenster hinaus wirbelnd. Allerdings wurde dabei mehr als nur Staub durch die Luft gewirbelt. Lose Pergamente die in keinem Buch festgehalten waren fanden sich kurze Zeit später auf dem Boden wieder.
Paraphernalia – Aufbewahrung und Haltbarkeit
Na wunderbar.... wo gehörte das denn hin... verzweifelt fuhren die blassen Finger über das gelbliche Pergament. Raschelnd wurden die Seiten zur Seite geschoben und mit der Zeit waren einge Häufchen gebildet. Noch immer jedoch lagen genug Blätter auf dem Boden zerstreut als das man damit hätte ein Buch füllen können.
Klingengeister - Materie in der Chaosmagie
Wer den Fluch nicht ehrt - ist des Liedes nicht wert
Ein langer Blick gen Decke folgte ehe sie schon im Begriff war dieses unsinnige Pergament zur Seite zu legen. Dann jedoch weiteten sich die Augen und sie vergaß das hier durchaus noch anderes wertvolles um sie herum lag. Mühsam wurde die winzige Schrift die im Gegensatz zu der Überschrift nahezu unleserlich wirkte entziffert.
Seit Anbeginn der Zeit war das Lied in seiner.. bla bla bla.... sie übersprang einige Zeilen und nahm sich den nächsten Absatz vor. Doch war dies nicht im Sinne der Göttin und so verwehrte sie den Dienern des verhassten Sohnes die reinste Form der, wie wir sie oft nennen, sekundären Kräfte. Doch trotz des Fluches und etwaiger Gerüchte nutzen wir IHR Lied. Nutzen was sie schuf zum Gefallen ihres dunklen Sohnes.... Wieder wurden einige Zeilen übersprungen während die blassen Finger inzwischen vor lauter Aufregung leicht zitterten und sie mit dem Rücken an einem der robusten Eichenregale lehnte. Viele Versuche und Thesen wurden aufgestellt, verworfen und für nutzlos befunden. Eine Möglichkeit jedoch auch auf die reinste Form dieser Kräfte zuzugreifen muss es geben. Ich nehme an das... An dieser Stelle drehte sie das Pergament um und erstarrte. Das durfte doch wirklich nicht... tief durchatmend unterdrückte sie einen lauten Fluch. Nein, das wäre ja auch zu einfach gewesen. Das Schriftstück sorgsam zusammenrollend wurde es in ihrem Ausschnitt verwahrt während sie akribisch die letzten Pergamente zusammensuchte und einsortierte. Stunden später als endlich alles an seinem Platz war legte sie das Schreiben (natürlich nachdem es ordentlich glattgestrichen wurde) über den Fluch auf Jago's Pult. Vermutlich würde es ihm ebenso wenig nutzen wie ihr. Wo jedoch ein Anfang gefunden wurde musste es weitergehen. Letztendlich... hörte der Satz mitten im Sinn auf.
Für heute jedoch hatte sie die Nase voll von der alten Bibliothek. Warum auch alleine suchen? Es gab genug Ordensmitglieder und alle waren der Aufgabe verschrieben den Drachen zu finden und zu wecken. Morgen war ein neuer Tag. Morgen würde sie sich ein weiteres Mal mit den Ornamenten und Vignetten befassen.
Ein Fluch seit Anbeginn der Zeit
-
Lanaya Shevanor
Ein Fluch seit Anbeginn der Zeit
Zuletzt geändert von Lanaya Shevanor am Sonntag 12. August 2007, 01:10, insgesamt 1-mal geändert.
-
Lanaya Shevanor
Wochen später war es nun also so weit. Ein neuer, hoffentlich erfolgreicher Versuch zu brechen oder zu umgehen was auferlegt war wurde gestartet. Nächte hatte sie mit der Maestra verbracht und nicht wenige davon waren begleitet von, kleinen, unangenehmen Rückschlägen. Neue Errungenschaften und Erkenntnisse waren verzeichnet worden und dennoch blieben genug Fragen offen das Mysterium dessen was sie gemeinsam erforschten nicht zu zerstören. Die Elementarmagie, alles andere als ein Steckenpferd des Ordens. Verunreinigung war der Rat des Patriarchen gewesen. Doch stolz, stolz war schon immer ein Hindernis. Man wollte nicht verunreinigen, wollte nicht so 'einfach' umgehen wie es Andere vielleicht getan hätten. Nein, man wollte die ganze, herrliche Reinheit dessen nutzen was bislang verwehrt war.
War dem nicht immer so? Wollten die Menschen nicht meist was sie nicht zu wollen hatten? Vielleicht, vielleicht auch nicht zumindest im derzeitigen Orden war dieses Phänomen überaus geprägt. Man war es gewohnt sich zu nehmen was man wollte. Konnte man es nicht machte dies die Sache nur um so interessanter. Rote, dunkle Haare die von der Schulter in einem dicken Zopf herunter hingen. Dicht daneben helles, leicht welliges Haar die Schultern in fast der selben Haltung – beide Köpfe über ein altes, vergilbtes Pergament gebeugt.
.... und so waren es die unterschiedlichen, weltlichen Erscheinungsformen der Elemente die selbst nach langer Meditation über Zusammenhänge nicht erschlossen wurden... ... das Niedere.. in das Höhere .. die Theorie der Verwandlung ... offen ... was dem normalen Magus... bleibt... Womit wir uns.... stellen wie die Ausführungen der.... ... .... miteinander.. gegeneinander und in... ... wirken. Bindung, Bindung an eines der ... ein wichtiger Apsekt der vieles ... Womit sie die Möglichkeit haben... was ...
Brüteten Arkorither? Genug Gerüchte gab es die von Unausprechlichkeiten handelten doch die beiden Magae brüteten tatsächlich – über dem Text, über den Worten und vor allem über der Bedeutung. Viel war es nicht was man heraus fand doch irgendwann würde sich das Puzzle zusammenfügen. Versuche, kleine Rituale – es reichte nicht. Es gelang ihnen zu schaffen was sie schaffen wollten, ein großer Schritte... erhalten konnten sie es jedoch nicht. Kräftezehrend, mürbe und überaus demotivierend. Es schlug sich auf die Gemüter zurück. Man war gereizt und derweil war es keine Seltenheit das man mit Blicken um sich warf die es in sich hatten. Die Zeit verstrich. Man ließ die Schüler in Sachverhalten wühlen die womöglich zu viel für ihren Wissensstand waren. Dennoch, einiges was sie herausfanden war vielversprechend. Weitere, schlaflose Nächte standen an. Rot loderten die Flammen im Westturm des zweiten Stockewerkes. An den Fenstern spielten helle Lichter wie von einem Feuerschein und waren weit über das Lager der Greifen hinaus zu sehen. War die Lösung greifbar, nahe oder war auch dies ein falscher Pfad? Die Letharen hatten ihren Weg bereits gefunden der Orden jedoch, würde seinen eigenen Pfaden folgen müssen.
Menek´ur das erste Ziel das die neuesten Errungenschaften unterstützen durfte...
War dem nicht immer so? Wollten die Menschen nicht meist was sie nicht zu wollen hatten? Vielleicht, vielleicht auch nicht zumindest im derzeitigen Orden war dieses Phänomen überaus geprägt. Man war es gewohnt sich zu nehmen was man wollte. Konnte man es nicht machte dies die Sache nur um so interessanter. Rote, dunkle Haare die von der Schulter in einem dicken Zopf herunter hingen. Dicht daneben helles, leicht welliges Haar die Schultern in fast der selben Haltung – beide Köpfe über ein altes, vergilbtes Pergament gebeugt.
.... und so waren es die unterschiedlichen, weltlichen Erscheinungsformen der Elemente die selbst nach langer Meditation über Zusammenhänge nicht erschlossen wurden... ... das Niedere.. in das Höhere .. die Theorie der Verwandlung ... offen ... was dem normalen Magus... bleibt... Womit wir uns.... stellen wie die Ausführungen der.... ... .... miteinander.. gegeneinander und in... ... wirken. Bindung, Bindung an eines der ... ein wichtiger Apsekt der vieles ... Womit sie die Möglichkeit haben... was ...
Brüteten Arkorither? Genug Gerüchte gab es die von Unausprechlichkeiten handelten doch die beiden Magae brüteten tatsächlich – über dem Text, über den Worten und vor allem über der Bedeutung. Viel war es nicht was man heraus fand doch irgendwann würde sich das Puzzle zusammenfügen. Versuche, kleine Rituale – es reichte nicht. Es gelang ihnen zu schaffen was sie schaffen wollten, ein großer Schritte... erhalten konnten sie es jedoch nicht. Kräftezehrend, mürbe und überaus demotivierend. Es schlug sich auf die Gemüter zurück. Man war gereizt und derweil war es keine Seltenheit das man mit Blicken um sich warf die es in sich hatten. Die Zeit verstrich. Man ließ die Schüler in Sachverhalten wühlen die womöglich zu viel für ihren Wissensstand waren. Dennoch, einiges was sie herausfanden war vielversprechend. Weitere, schlaflose Nächte standen an. Rot loderten die Flammen im Westturm des zweiten Stockewerkes. An den Fenstern spielten helle Lichter wie von einem Feuerschein und waren weit über das Lager der Greifen hinaus zu sehen. War die Lösung greifbar, nahe oder war auch dies ein falscher Pfad? Die Letharen hatten ihren Weg bereits gefunden der Orden jedoch, würde seinen eigenen Pfaden folgen müssen.
Menek´ur das erste Ziel das die neuesten Errungenschaften unterstützen durfte...
-
Lucan Linari
Trotz des heissen Klimas, war die trockene Wärme Menek’Urs durchaus erträglich. Das Einzige, was Lucan an dieser Insel störte, war das Volk, was es bewohnte. Dass ein Arkorither, wie er, sich nicht sonderlich mit ihnen verstand und es schon zu dem einen oder anderen Konflikt gekommen war, ist sicherlich nicht verwunderlich, nur dass die Aggressionen nicht, so wie man vermuten möge, von ihm ausgingen, sondern von diesem Volk mit ihren seltsamen Bräuchen. Doch sollte der Schein gewahrt werden, so galt es sich zusammenzureißen und freundlich zu schauen. Alle Vier waren sie unauffällig gekleidet für diesen Besuch, doch bereute Lucan es schon, sich mit solch einer warmen Kleidung eingekleidet zu haben. Der Umhang hätte als Schutz vor der Sonne durchaus ausgereicht um seine blasse Haut zu schützen.
Dass Menek’Ur das Ziel dieser Exkursion, erfuhr er erst, als das Schiff ablegte. Es war nicht gerade eine große Begeisterung, die ihn durchfuhr, dennoch war diese Reise eine Notwendigkeit, auch wenn er sich zuerst sicher nicht vorstellen konnte, was genau sie hier wollten, bis ihn Sarog, ein weiterer Ordensbruder, zur Seite nahm, um ihm eine Aufgabe zuzuweisen. Natürlich würde er nicht ablehnen, immerhin galt es ja wie immer seinen Wert zu beweisen, denn wenn es ihm gelingen sollte, ein wenig des feinen Sandes unbemerkt in seiner Taschen füllen zu können, würde er seinen Teil dazu beitragen, den Fluch der Eluive zu brechen. Nicht, dass es nicht auch jemand anderen tun könnte, denn wie er schon oft zu spüren bekam, war jeder ersetzbar.
Als er wieder wieder zu Lythiana und Lanaya blickte, sprachen sie schon mit einem Menekaner namens Ali, welcher sich freundlicherweise als Fremdenführer angeboten hatte, doch war sein Verlangen nach Gold schon fast widerwärtig. Auch wenn er seine Gier nach Gold durchaus nachvollziehen konnte, wäre ihm ein fester Preis lieber gewesen. Ein Preis, der sich nicht alle paar Schritte erhöhte. Aber war es nur ein sehr geringer Preis, wenn man bedenkt, welch einen nutzen diese Exkursion für die Zukunft der Arkorither bringen würde. Endlich im Stand zu sein, die Elemente so zu beherrschen, wie es anderen Magiern, Elfen oder Druiden bisher nur vergönnt war.
Als sie die aus sandfarbenen Stein gebauten Stadt betraten, war es schon ein beeindruckend, wozu dieses Volk im Stand war zu errichten, nur störten ihm die Blicke der vielen Wachen, welche ihnen zugeworfen wurden, keinesfalls feindselig, aber doch hatte man ständig das Gefühl beobachtet zu werden. Desto erleichterter war der junge Adeptus, als sie diese Stadt endlich verlassen konnten und die Wüste betraten, welchen sie weit vor ihnen erstreckte. Eine ganze Landschaft, welche nur aus Sand bestand, solch einen Anblick bot sich ihm bisher noch nie zuvor.
Eine ganze Weile wanderten sie in der Wüste umher, an wilden Tieren und seltsam aussehenden Wesen vorbei, bis sie schließlich eine Ruine eines wohl alten Palastes erreichten, welcher von einem Sandsturm gänzlich zerstört worden war. Doch bot sich diese Ruine mit ihren Überresten, als der wohl am besten geeignetste Ort um kurz hinter den Überresten der Mauern zu verschwinden. Wie geplant, sog sich Sarog ein paar Fragen aus den Fingern, womit er Ali ablenken würde, damit Lucan sich etwas von dem Sand in seine Tasche füllen kann. Als dies geschafft war, versammelten sie sich alle wieder vor der Ruine, damit sie so bald wie möglich den Heimweg wieder antreten können.
Der Fremdenführer Ali, war fest davon überzeugt, dass er auf die Viere aufpassen könnte und sogar aufpassen müsste. Nur scherzhaft entgegnete Sarog ihm, dass sie doch vorher fünf gewesen wären und er wohl als Führer nichts tauge. Doch schien er es ihm wirklich zu glaube, spätestens als die anderen drei Arkorither mit einstiegen und ihm von Alfons, dem siebenfachen Vater, berichteten, welcher gleichzeitig ein begabter Bäcker und ein liebevoller Mensch war. Eine weile trieben sie dieses Spiel mit ihm, auch mit dem Hintergedanken, dass sie dadurch Gold sparen würden, doch Stand die Qual eher im Vordergrund und die Vorwürfe, welche sich der Menekaner hoffentlich machen würde.
Aber nun war es an der Zeit zurückzukehren und so brachen sie, um weitere Goldmünzen erleichtert, auf den Hafen von Menek’Ur ansteuernd, um diese Insel endlich wieder zu verlassen. Der Sand und ein paar kleine Steine lagen wohlverpackt in einem Lederbeutel in Lucans Tasche und wartete nur darauf endlich genutzt werden zu können. Doch vorher sollten noch weitere Dinge besorgt werden...
Dass Menek’Ur das Ziel dieser Exkursion, erfuhr er erst, als das Schiff ablegte. Es war nicht gerade eine große Begeisterung, die ihn durchfuhr, dennoch war diese Reise eine Notwendigkeit, auch wenn er sich zuerst sicher nicht vorstellen konnte, was genau sie hier wollten, bis ihn Sarog, ein weiterer Ordensbruder, zur Seite nahm, um ihm eine Aufgabe zuzuweisen. Natürlich würde er nicht ablehnen, immerhin galt es ja wie immer seinen Wert zu beweisen, denn wenn es ihm gelingen sollte, ein wenig des feinen Sandes unbemerkt in seiner Taschen füllen zu können, würde er seinen Teil dazu beitragen, den Fluch der Eluive zu brechen. Nicht, dass es nicht auch jemand anderen tun könnte, denn wie er schon oft zu spüren bekam, war jeder ersetzbar.
Als er wieder wieder zu Lythiana und Lanaya blickte, sprachen sie schon mit einem Menekaner namens Ali, welcher sich freundlicherweise als Fremdenführer angeboten hatte, doch war sein Verlangen nach Gold schon fast widerwärtig. Auch wenn er seine Gier nach Gold durchaus nachvollziehen konnte, wäre ihm ein fester Preis lieber gewesen. Ein Preis, der sich nicht alle paar Schritte erhöhte. Aber war es nur ein sehr geringer Preis, wenn man bedenkt, welch einen nutzen diese Exkursion für die Zukunft der Arkorither bringen würde. Endlich im Stand zu sein, die Elemente so zu beherrschen, wie es anderen Magiern, Elfen oder Druiden bisher nur vergönnt war.
Als sie die aus sandfarbenen Stein gebauten Stadt betraten, war es schon ein beeindruckend, wozu dieses Volk im Stand war zu errichten, nur störten ihm die Blicke der vielen Wachen, welche ihnen zugeworfen wurden, keinesfalls feindselig, aber doch hatte man ständig das Gefühl beobachtet zu werden. Desto erleichterter war der junge Adeptus, als sie diese Stadt endlich verlassen konnten und die Wüste betraten, welchen sie weit vor ihnen erstreckte. Eine ganze Landschaft, welche nur aus Sand bestand, solch einen Anblick bot sich ihm bisher noch nie zuvor.
Eine ganze Weile wanderten sie in der Wüste umher, an wilden Tieren und seltsam aussehenden Wesen vorbei, bis sie schließlich eine Ruine eines wohl alten Palastes erreichten, welcher von einem Sandsturm gänzlich zerstört worden war. Doch bot sich diese Ruine mit ihren Überresten, als der wohl am besten geeignetste Ort um kurz hinter den Überresten der Mauern zu verschwinden. Wie geplant, sog sich Sarog ein paar Fragen aus den Fingern, womit er Ali ablenken würde, damit Lucan sich etwas von dem Sand in seine Tasche füllen kann. Als dies geschafft war, versammelten sie sich alle wieder vor der Ruine, damit sie so bald wie möglich den Heimweg wieder antreten können.
Der Fremdenführer Ali, war fest davon überzeugt, dass er auf die Viere aufpassen könnte und sogar aufpassen müsste. Nur scherzhaft entgegnete Sarog ihm, dass sie doch vorher fünf gewesen wären und er wohl als Führer nichts tauge. Doch schien er es ihm wirklich zu glaube, spätestens als die anderen drei Arkorither mit einstiegen und ihm von Alfons, dem siebenfachen Vater, berichteten, welcher gleichzeitig ein begabter Bäcker und ein liebevoller Mensch war. Eine weile trieben sie dieses Spiel mit ihm, auch mit dem Hintergedanken, dass sie dadurch Gold sparen würden, doch Stand die Qual eher im Vordergrund und die Vorwürfe, welche sich der Menekaner hoffentlich machen würde.
Aber nun war es an der Zeit zurückzukehren und so brachen sie, um weitere Goldmünzen erleichtert, auf den Hafen von Menek’Ur ansteuernd, um diese Insel endlich wieder zu verlassen. Der Sand und ein paar kleine Steine lagen wohlverpackt in einem Lederbeutel in Lucans Tasche und wartete nur darauf endlich genutzt werden zu können. Doch vorher sollten noch weitere Dinge besorgt werden...
Zuletzt geändert von Lucan Linari am Samstag 11. August 2007, 14:13, insgesamt 1-mal geändert.
-
Lythiana Cronor
Lythiana saß allein am Schreibtisch im unteren Stockwerk ihres Turmes, dicht über ein ebenso dickes wie altes Buch gebeugt. Die langen Haare waren straff zurück gebunden, der Gesichtsausdruck überaus konzentriert. Abgesehen vom leisen, in großen Abständen erfolgenden Umblättern der Seiten zerstörte kein Laut die Stille. Lange Zeit saß sie so da, nahezu unbewegt.
Doch unvermittelt richtete sich die Maestra auf, drapierte ein Lesezeichen zwischen den Seiten des Buches und klappte es zu. Sie stand auf, griff im Vorbeigehen nach Mantel, Handschuhen und Maske und verließ den Turm. Es wurde Zeit.
In der Eingangshalle des Hauptgebäudes wurde sie schon von der Elegida, den Adepten Lucan und Max sowie der Suchenden Kelaino erwartet. Wenige Worte waren nötig, ehe die Arkorither die Festung verließen und vor den Toren ihre Zostriche bestiegen. Eine gutes Stück Weg lag vor ihnen...
Die Reitechsen wurden unerbittlich angetriegen. Rücksicht war etwas, das in den meisten Fällen noch nicht einmal den Geschwistern entgegen gebracht wurde – und erst recht keinen Kreaturen, die zu keinem anderen Zweck in diese Welt geholt wurden, als zu dienen. Die Landschaft flog an ihnen vorbei, Waldgebiet, Sumpf, freies Feld.... letztlich hob Lythiana die rechte Hand und zügelte ihren Zostrich. Auch die anderen stoppten, schwangen sich aus den Sätteln. Die nähere Umgebung bot herzlich wenig Interessantes – eine unebene Grasfläche, im Norden begrenzt von einer steilen, abweisenden und auf den ersten Blick undurchdringlichen Felswand. Beim Nähertreten jedoch offenbarte sich ein Riss im Fels, gerade so breit dass eine Person sich hindurch quetschen konnte. Sie gingen hindurch...
Die nächsten Stunden verbrachten sie in absoluter Dunkelheit und Stille. Keine Fackel wurde entzündet, keine magische Flamme erschaffen - in stillschweigendem Einverständnis verließen sie sich lediglich auf die magisch verstärkte Sehkraft der eigenen Augen. Schmale Felsbande am Rande tiefer Schluchten wurden beschritten, Klüfte überwunden, Unterirdische Flüsse und Seen hinter sich gelassen. Je weiter – und tiefer – sie kamen, desto wärmer schien es zu werden. Auch veränderte sich die Vegetation – hatten sie anfangs verschiedene Flechten, Moose und ein reichhaltiges Angebot an Pilzen gesehen, fand sich nach 2 oder 3 Stunden – nichts mehr. Nur noch Stein, Stein, und nochmals Stein.. doch, halt... wurde es nicht langsam heller? Tatsächlich. Ein rötliches Licht sickerte langsam in die Dunkelheit. Je stärker die Hitze zunahm, desto heller wurde es auch, bis sich der Gang, durch welchen die Arkorither zuletzt schritten, in eine weitläufige, von brodelnder Lava gefüllte Höhle öffnete. Vom Ausgang ihres Tunnels aus verlief ein schmales Felsband über den Lavasee, kreuzte sich in der Mitte mit einem weiteren Steg und mündete letztlich, auf der anderen Höhlenseite, in einen anderen Tunnel. Doch halt... eine Höhle? Lythianas Blick wanderte nach oben. Die Felswände stiegen senkrecht in die Höhe, weiter und immer weiter, ohne dass die Höhlendecke in Sicht kam. Ganz oben schließlich schienen sie plötzlich zu enden, abrupt abgeschnitten wie von einem überdimensionalem Messer. Sie sah den Nachthimmel. Ein zufriedenes Lächeln machte sich auf dem durch den Widerschein der Lava unüblich gerötetem Gesicht breit. Sie wusste nun, dass sie am richtigen Ort angelangt waren. Der Ort, an dem Alatar selbst geweilt hatte, an dem der letzte der Arkorither einen Pakt mit Ihm schloß und Ihm sein Leben übergab. Trotz der Hitze spürte die Maestra, wie sich eine Gänsehaut auf Armen und Beinen ausbreitete. Sie konnte die Macht mit jeder Faser ihres Körpers spüren... Ein leichter Wink erging in Kelainos Richtung und jene betrat daraufhin das schmale Felsband, einen steinernen Becher mit dazugehörigem Schöpflöffel aus gleichem Material fest in beiden Händen haltend. Der Stein war von vollkommen schwarzer Farbe, kunstvolle Runen waren hinein geritzt. Die Suchende ging in die Knie, nahm mit dem Schöpflöffel etwas Lava auf und füllte sie in den Becher. Mehrmals wiederholte sie die Prozedur, bis der Becher gefüllt war und von ihr mit einem passenden Deckel verschlossen wurde. Die Runen glommen dunkelrot auf....
Abermals lächelte die Maestra. Ein weiterer Schritt auf dem Weg des Ordens zu größerer Macht war erfolgreich absolviert wurden.
Doch unvermittelt richtete sich die Maestra auf, drapierte ein Lesezeichen zwischen den Seiten des Buches und klappte es zu. Sie stand auf, griff im Vorbeigehen nach Mantel, Handschuhen und Maske und verließ den Turm. Es wurde Zeit.
In der Eingangshalle des Hauptgebäudes wurde sie schon von der Elegida, den Adepten Lucan und Max sowie der Suchenden Kelaino erwartet. Wenige Worte waren nötig, ehe die Arkorither die Festung verließen und vor den Toren ihre Zostriche bestiegen. Eine gutes Stück Weg lag vor ihnen...
Die Reitechsen wurden unerbittlich angetriegen. Rücksicht war etwas, das in den meisten Fällen noch nicht einmal den Geschwistern entgegen gebracht wurde – und erst recht keinen Kreaturen, die zu keinem anderen Zweck in diese Welt geholt wurden, als zu dienen. Die Landschaft flog an ihnen vorbei, Waldgebiet, Sumpf, freies Feld.... letztlich hob Lythiana die rechte Hand und zügelte ihren Zostrich. Auch die anderen stoppten, schwangen sich aus den Sätteln. Die nähere Umgebung bot herzlich wenig Interessantes – eine unebene Grasfläche, im Norden begrenzt von einer steilen, abweisenden und auf den ersten Blick undurchdringlichen Felswand. Beim Nähertreten jedoch offenbarte sich ein Riss im Fels, gerade so breit dass eine Person sich hindurch quetschen konnte. Sie gingen hindurch...
Die nächsten Stunden verbrachten sie in absoluter Dunkelheit und Stille. Keine Fackel wurde entzündet, keine magische Flamme erschaffen - in stillschweigendem Einverständnis verließen sie sich lediglich auf die magisch verstärkte Sehkraft der eigenen Augen. Schmale Felsbande am Rande tiefer Schluchten wurden beschritten, Klüfte überwunden, Unterirdische Flüsse und Seen hinter sich gelassen. Je weiter – und tiefer – sie kamen, desto wärmer schien es zu werden. Auch veränderte sich die Vegetation – hatten sie anfangs verschiedene Flechten, Moose und ein reichhaltiges Angebot an Pilzen gesehen, fand sich nach 2 oder 3 Stunden – nichts mehr. Nur noch Stein, Stein, und nochmals Stein.. doch, halt... wurde es nicht langsam heller? Tatsächlich. Ein rötliches Licht sickerte langsam in die Dunkelheit. Je stärker die Hitze zunahm, desto heller wurde es auch, bis sich der Gang, durch welchen die Arkorither zuletzt schritten, in eine weitläufige, von brodelnder Lava gefüllte Höhle öffnete. Vom Ausgang ihres Tunnels aus verlief ein schmales Felsband über den Lavasee, kreuzte sich in der Mitte mit einem weiteren Steg und mündete letztlich, auf der anderen Höhlenseite, in einen anderen Tunnel. Doch halt... eine Höhle? Lythianas Blick wanderte nach oben. Die Felswände stiegen senkrecht in die Höhe, weiter und immer weiter, ohne dass die Höhlendecke in Sicht kam. Ganz oben schließlich schienen sie plötzlich zu enden, abrupt abgeschnitten wie von einem überdimensionalem Messer. Sie sah den Nachthimmel. Ein zufriedenes Lächeln machte sich auf dem durch den Widerschein der Lava unüblich gerötetem Gesicht breit. Sie wusste nun, dass sie am richtigen Ort angelangt waren. Der Ort, an dem Alatar selbst geweilt hatte, an dem der letzte der Arkorither einen Pakt mit Ihm schloß und Ihm sein Leben übergab. Trotz der Hitze spürte die Maestra, wie sich eine Gänsehaut auf Armen und Beinen ausbreitete. Sie konnte die Macht mit jeder Faser ihres Körpers spüren... Ein leichter Wink erging in Kelainos Richtung und jene betrat daraufhin das schmale Felsband, einen steinernen Becher mit dazugehörigem Schöpflöffel aus gleichem Material fest in beiden Händen haltend. Der Stein war von vollkommen schwarzer Farbe, kunstvolle Runen waren hinein geritzt. Die Suchende ging in die Knie, nahm mit dem Schöpflöffel etwas Lava auf und füllte sie in den Becher. Mehrmals wiederholte sie die Prozedur, bis der Becher gefüllt war und von ihr mit einem passenden Deckel verschlossen wurde. Die Runen glommen dunkelrot auf....
Abermals lächelte die Maestra. Ein weiterer Schritt auf dem Weg des Ordens zu größerer Macht war erfolgreich absolviert wurden.
-
Lanaya Shevanor
Fuachtero – Insel der Kälte.
Hier zumindest fühlte sie sich wohler als in der sengenden Hitze Menekurs. Auch war die Wärme jene die gepolsterten Trolllederstücke vermittelten nicht zu verachten. Weich umschmeichelte ein wollener Schal die Züge und selbst auf dem Haupt trug man noch eine schützende Bedeckung. Eigentlich, kein Grund hier zu verweilen. Doch worauf warteten die 4 Arkorither? Nicht wenige Anguren kreuzten ihren Pfad und warfen misstrauische Blicke auf die Fremden, ihr Führer war jedoch nicht darunter. Ihre Laune sank, so war es eben wenn man auf flüchtige Bekannte baute. Ein Blick gen Sarog der recht rasch zu Maximilian abwanderte ehe sie entschlossen zu der Maestra meinte >> Gehen wir <<
Als wäre der Vorgang nie anders geplant gewesen setzte man sich als ohne den Führer in Bewegung. Selbstredend sagte ihr diese Begebenheit nicht sonderlich zu doch was sollte man machen? Ein Aufschub oder auch nur eine Verzögerung wäre von der Maestra nicht geduldet worden und somit musste sie in den sauren Apfel beißen. Gemächlich führte sie die kleine Gruppe nach Osten. Die Richtung konnte gar nicht so falsch sein denn die Berge zeichneten sich deutlich ab und auf ihnen konnte man eine grelle Schneedecke erkennen. Nach geraumer Zeit erreichte man dann eine Ebene die tatsächlich von dickem Schnee bedeckt war. Jeder Atemzug war trotz des Schals schneidend und sie war wohl nicht die Einzige jene in die Klänge eingriff die Umstände etwas abzumildern. Schritt für Schritt kämpften sie sich voran immer Ausschau haltend nach... ja, nach was eigentlich?
Weder kannte man die Insel noch ihre Besonderheiten. Sicherlich waren ihr einige Dinge vertraut. Gerüchte, Geschichten die ein Kernchen Wahrheit bergen mochten waren ihr damals im Schloss zugetragen worden. Doch wie sollte man sich hier zurecht finden? Innerlich verfluchte sie sich das sie den Ort nicht bereits schon einige Tage zuvor ausgekundschaftet hatte. Wohin nun also? Nur keine Schwäche zeigen, keine Unsicherheit – nicht hier, nicht jetzt. Konzentration war das Zauberwort und wahrlich schienen sich dort doch doch die Pfade zu lichten und endlich, endlich knirschte frischer, noch flockiger Schnee unter ihren Stiefeln. Jetzt gab es keinen Grund mehr weiter zu gehen.
Eine ruhig, gesprochene Aufforderung an den Bruder und er schaufelte den Schnee in ein mit Runen geziertes Glas. Es würde den Inhalt ebenso vom Schmelzen abhalten wie sein Gegenstück die Lava vom Erkalten. Somit war auch diese Aufgabe bewältigt. Wieder ein kleines Stückchen näher am Ziel trat man den Rückweg an. Kälte, Wind und das Knirschen unter den Sohlen waren für die nächsten Stunden die Begleiter der Gruppe. Als die Stadt in Sicht kam lenkte man die Wachen geschickt ab um die unscheinbare Kostbarkeit an Deck des Schiffes zu bringen. Vermutlich hätte man ihnen das Glas ohnehin nicht abgenommen. Welche Macht sollte auch Schnee bergen? Während der Fahrt hoben sich ihre Mundwinkel ein gutes Stück. Viel zu einfach war es gewesen diesen Part ihres Vorhabens entsprechend zu erfüllen. Der nächste Pfad auf dem sie wandeln würden versprach interessanter zu werden.
Lameriast, das nächste Ziel des dunklen Ordens.
Was würde die Insel ihnen bieten können, was hatten sie vor? Der Blick jenen Maestra und Elegida tauschten war vielversprechend. Gleichsam galt es gewisse Dinge zu bereinigen die nächsten Stunden würden keine angenehmen sein und erst spät in der Nacht trennten sich die Frauen. Den Stab fest umgreifend sah man Lanaya nach Hause schreiten. Weder ließ sie sich heute von einer dienlichen Kreatur tragen noch schienen die Schritte eilig gesetzt. Zeit, ein Luxus den sie die Tage selten genießen konnte. Hatte sie die Strafe zu hart gesprochen? Wie auch immer, der Orden war kein Ponyhof und jeder würde seinen Aufgaben nachkommen müssen. Auf der anderen Seite der Münze konnte man sich natürlich auch mit den zwei Frauen anlegen die ihm vorstanden. Sicherlich keine angenehme Option – ihre Mundwinkel hoben sich.
Hier zumindest fühlte sie sich wohler als in der sengenden Hitze Menekurs. Auch war die Wärme jene die gepolsterten Trolllederstücke vermittelten nicht zu verachten. Weich umschmeichelte ein wollener Schal die Züge und selbst auf dem Haupt trug man noch eine schützende Bedeckung. Eigentlich, kein Grund hier zu verweilen. Doch worauf warteten die 4 Arkorither? Nicht wenige Anguren kreuzten ihren Pfad und warfen misstrauische Blicke auf die Fremden, ihr Führer war jedoch nicht darunter. Ihre Laune sank, so war es eben wenn man auf flüchtige Bekannte baute. Ein Blick gen Sarog der recht rasch zu Maximilian abwanderte ehe sie entschlossen zu der Maestra meinte >> Gehen wir <<
Als wäre der Vorgang nie anders geplant gewesen setzte man sich als ohne den Führer in Bewegung. Selbstredend sagte ihr diese Begebenheit nicht sonderlich zu doch was sollte man machen? Ein Aufschub oder auch nur eine Verzögerung wäre von der Maestra nicht geduldet worden und somit musste sie in den sauren Apfel beißen. Gemächlich führte sie die kleine Gruppe nach Osten. Die Richtung konnte gar nicht so falsch sein denn die Berge zeichneten sich deutlich ab und auf ihnen konnte man eine grelle Schneedecke erkennen. Nach geraumer Zeit erreichte man dann eine Ebene die tatsächlich von dickem Schnee bedeckt war. Jeder Atemzug war trotz des Schals schneidend und sie war wohl nicht die Einzige jene in die Klänge eingriff die Umstände etwas abzumildern. Schritt für Schritt kämpften sie sich voran immer Ausschau haltend nach... ja, nach was eigentlich?
Weder kannte man die Insel noch ihre Besonderheiten. Sicherlich waren ihr einige Dinge vertraut. Gerüchte, Geschichten die ein Kernchen Wahrheit bergen mochten waren ihr damals im Schloss zugetragen worden. Doch wie sollte man sich hier zurecht finden? Innerlich verfluchte sie sich das sie den Ort nicht bereits schon einige Tage zuvor ausgekundschaftet hatte. Wohin nun also? Nur keine Schwäche zeigen, keine Unsicherheit – nicht hier, nicht jetzt. Konzentration war das Zauberwort und wahrlich schienen sich dort doch doch die Pfade zu lichten und endlich, endlich knirschte frischer, noch flockiger Schnee unter ihren Stiefeln. Jetzt gab es keinen Grund mehr weiter zu gehen.
Eine ruhig, gesprochene Aufforderung an den Bruder und er schaufelte den Schnee in ein mit Runen geziertes Glas. Es würde den Inhalt ebenso vom Schmelzen abhalten wie sein Gegenstück die Lava vom Erkalten. Somit war auch diese Aufgabe bewältigt. Wieder ein kleines Stückchen näher am Ziel trat man den Rückweg an. Kälte, Wind und das Knirschen unter den Sohlen waren für die nächsten Stunden die Begleiter der Gruppe. Als die Stadt in Sicht kam lenkte man die Wachen geschickt ab um die unscheinbare Kostbarkeit an Deck des Schiffes zu bringen. Vermutlich hätte man ihnen das Glas ohnehin nicht abgenommen. Welche Macht sollte auch Schnee bergen? Während der Fahrt hoben sich ihre Mundwinkel ein gutes Stück. Viel zu einfach war es gewesen diesen Part ihres Vorhabens entsprechend zu erfüllen. Der nächste Pfad auf dem sie wandeln würden versprach interessanter zu werden.
Lameriast, das nächste Ziel des dunklen Ordens.
Was würde die Insel ihnen bieten können, was hatten sie vor? Der Blick jenen Maestra und Elegida tauschten war vielversprechend. Gleichsam galt es gewisse Dinge zu bereinigen die nächsten Stunden würden keine angenehmen sein und erst spät in der Nacht trennten sich die Frauen. Den Stab fest umgreifend sah man Lanaya nach Hause schreiten. Weder ließ sie sich heute von einer dienlichen Kreatur tragen noch schienen die Schritte eilig gesetzt. Zeit, ein Luxus den sie die Tage selten genießen konnte. Hatte sie die Strafe zu hart gesprochen? Wie auch immer, der Orden war kein Ponyhof und jeder würde seinen Aufgaben nachkommen müssen. Auf der anderen Seite der Münze konnte man sich natürlich auch mit den zwei Frauen anlegen die ihm vorstanden. Sicherlich keine angenehme Option – ihre Mundwinkel hoben sich.
-
Kelaino Synn
Wer schon einmal eine Erkältung ausschwitzen musste, konnte sich ungefähr vorstellen, wie es war, bei tropischen Temperaturen und einer Luftfeuchtigkeit, die an eine Sintflut erinnerte, in verhüllenden, schwarzen Gewändern zu stecken. Sie bot zwar Schutz, aber ob es nun besser war, wie ein Spanferkel am Spieß zu schmoren oder mit leichter Kleidung den Mücken und anderen stechwütigen Biestern als Frühstuck zu gelten, war letztendlich jedem selbst überlassen. Kelaino hätte es vorgezogen, beide Möglichkeiten zu verwerfen und sich lieber in kühlere Gefilde zu begeben - wer unter Schneestürmen aufwuchs, vertrug die Sonne meist nur halb so gut und auch wenn sie es niemals zugeben würde, nagte die unerträgliche Hitze bereits jetzt an ihrer Besinnung. Die schwarzen Gestalten waren wegen Federn gekommen, so banal der Grund auch erschien, es mussten makellose Federn sein und was eignete sich dafür schon besser, als ein Ort, der vor Vögeln regelrecht zu platzen schien?
Beide Hände der jungen Arkorithern waren angespannt, sie schien konzentriert, erhaschte jedoch hier und da noch die kleinen Gesprächsfetzen, die Lythiana und die beiden Ureinwohner tauschten. Die ganze Zeit lang hatte sie den Blick nicht von dem kleinen Vogel genommen, der relativ unbeirrt durch den Urwald hopste und hier und da einen schrillen Laut von sich gab. Sie brauchten die Federn unversehrt, ohne jegliche Schäden, das Tier brutzeln fiel also schon mal aus. Aello hatte sich dafür entschieden, den Vogel mittels einen elektrischen Schlages zu töten - zumindest glaubte sie, ihm äußerlich keine Schäden zu zufügen und lediglich seinen Herzschlag so aussetzen zu können. Der männliche Ureinwohner, recht magere Statur und scheinbar ein wenig mit dem Lied bewandert, machte ihr jedoch einen Strich durch die Rechnung, als er, für Kelaino unverständlich, mit den Vögeln zu sprechen schien. Nach und nach erhoben sich die gefiederten Biester in die Luft und schienen somit einen großen Bogen um den Arkoritherorden zu machen. Einen winzigen Moment lang, hatte Kelaino hierbei die Möglichkeit ins Auge gefasst, sie mittels Magie wieder runterzuholen - ein Bild wie im Schlaraffenland - Brathähnchen, die vom Himmel fallen. Aber auch jene Gedanken wurden unterbrochen, als die Maestra tatsächlich mit ihnen zu verhandeln schien und ehe sie sich versahen, waren sie alle samt in das traute Heim des Buschvolks eingeladen.
Noch immer plagte sie ein leichter Würgereiz, wenn immer sie den Blick zu den zwei Schüsseln warf, die neben ihr auf dem Boden stand. Die letzten, noch feuchten Überreste darin, erwiesen wohl, dass es sich hier um etwas Essbares handelte. So sehr sie Gastfreundschaft schätzte, war es doch ein wenig übertrieben, zumal man ihr mitten in der Mahlzeit erklärte, dass es sich hierbei um köstlich gerösteten Affen handelte. Es war ihr bereits verdächtigt vorgekommen, als sie die kleinen Klöpschen in der Suppe mit dem Finger anstubste, der würzig-scharfe Beigeschmack machte es jedoch besser. Da Kelaino anscheinend die einzige Anwesende war, die bei jedem Bissen mit dem gleich einsetzenden Erstickungstod rechnete, wurde ihr promt von der Elegida noch eine weitere Portion dieser Teufelsbrühe beschafft.
Ob es nur das Essen oder auch die Tatsache der Offenbarung war, die ihr Unwohlsein steigerten, wusste das Winterkind selbst nicht genau. Sie hatten beim Betreten des Dorfes ihr Gesicht enthüllen müssen und waren seitdem erkennbar gewesen. Andererseits amüsierte sie der heimliche Gedanke, wie die Ureinwohner zu späterer Zeit vergeblich versuchten, mit Grunz- und Quieklauten zu verdeutlichen, dass sie sich schon einmal begegnet waren. Aber auch die Höflichkeit der Bewohner dieses Urwaldes war ihr schleierhaft. Sie konnten doch jeden Moment damit rechnen, dass man sie abschlachtete oder die Hütten plünderte? Wieso waren sie selbst zu solch Gestalten, wie es die Arkorithern waren freundlich? Wieso genau konnte sich Kelaino nicht erklären, aber es berührte sie, wie naiv und gutmütig die Ureinwohner doch zu ihnen waren. Lythiana und Lanaya hatten dieses Spiel hingegen mitgespielt, artig gelächelt und sich sogar für die Speisen bedankt. Vermutlich war dies der Hauptgrund dafür, dass der Ältere der zwei Buschbewohner, anscheinend stand er hier auch relativ hoch im Kurs, kurz in einer der kleinen Hütten verschwand und kurze Zeit später mit Schmuck wiederkam. Hierbei handelte es sich um einen schönen Federarmreif und Kelaino gab innerlich ehrlich zu, noch niemals solch schillerne Farben gesehen zu haben. Bei der Übergabe strauchelte er jedoch und geiert mit dem Schmuckstück zu nah an das örtliche Lagerfeuer, so dass aus einem kostbaren Schatz nicht viel mehr wurde, als die Überreste eines Herdfeuers. Glücklicherweise rauschte er daraufhin zutiefst traurig erneut in seine Behausung, vielleicht war es so etwas wie ein Lager, um mit einem Amulett wieder zu kommen, dass ebenfalls mit Federn geschmückt war.
Die größte Verwunderung machte sich jedoch erst in der jungen Arkoritherin aus, als sie bemerkte, das die zwei Ureinwohner es Lythiana einfach schenkten - ohne eine Gegenleistung oder irgendwelche Ansprüche zu stellen. Na schön, die momentane Kette der Maestra und eine Haarsträhne wollten sie, aber das war nichts, dass man nicht neu erwerben konnte, oder das Jahrzehnte brauchte, um nachzuwachsen. Nach einer kurzen Verabschiedung, trabten die vier schwarzen Gestalten, die sich aus der Maestra, der Elegida, dem Adepten Lucan und ihr, dem stets unterkühlten Winterkind zusammensetzen wieder in Richtung Hafen. Zumindest war auch die letzte Aufgabe erfüllt worden - leichter, als es sich Kelaino vorgestellt hatte.
Beide Hände der jungen Arkorithern waren angespannt, sie schien konzentriert, erhaschte jedoch hier und da noch die kleinen Gesprächsfetzen, die Lythiana und die beiden Ureinwohner tauschten. Die ganze Zeit lang hatte sie den Blick nicht von dem kleinen Vogel genommen, der relativ unbeirrt durch den Urwald hopste und hier und da einen schrillen Laut von sich gab. Sie brauchten die Federn unversehrt, ohne jegliche Schäden, das Tier brutzeln fiel also schon mal aus. Aello hatte sich dafür entschieden, den Vogel mittels einen elektrischen Schlages zu töten - zumindest glaubte sie, ihm äußerlich keine Schäden zu zufügen und lediglich seinen Herzschlag so aussetzen zu können. Der männliche Ureinwohner, recht magere Statur und scheinbar ein wenig mit dem Lied bewandert, machte ihr jedoch einen Strich durch die Rechnung, als er, für Kelaino unverständlich, mit den Vögeln zu sprechen schien. Nach und nach erhoben sich die gefiederten Biester in die Luft und schienen somit einen großen Bogen um den Arkoritherorden zu machen. Einen winzigen Moment lang, hatte Kelaino hierbei die Möglichkeit ins Auge gefasst, sie mittels Magie wieder runterzuholen - ein Bild wie im Schlaraffenland - Brathähnchen, die vom Himmel fallen. Aber auch jene Gedanken wurden unterbrochen, als die Maestra tatsächlich mit ihnen zu verhandeln schien und ehe sie sich versahen, waren sie alle samt in das traute Heim des Buschvolks eingeladen.
Noch immer plagte sie ein leichter Würgereiz, wenn immer sie den Blick zu den zwei Schüsseln warf, die neben ihr auf dem Boden stand. Die letzten, noch feuchten Überreste darin, erwiesen wohl, dass es sich hier um etwas Essbares handelte. So sehr sie Gastfreundschaft schätzte, war es doch ein wenig übertrieben, zumal man ihr mitten in der Mahlzeit erklärte, dass es sich hierbei um köstlich gerösteten Affen handelte. Es war ihr bereits verdächtigt vorgekommen, als sie die kleinen Klöpschen in der Suppe mit dem Finger anstubste, der würzig-scharfe Beigeschmack machte es jedoch besser. Da Kelaino anscheinend die einzige Anwesende war, die bei jedem Bissen mit dem gleich einsetzenden Erstickungstod rechnete, wurde ihr promt von der Elegida noch eine weitere Portion dieser Teufelsbrühe beschafft.
Ob es nur das Essen oder auch die Tatsache der Offenbarung war, die ihr Unwohlsein steigerten, wusste das Winterkind selbst nicht genau. Sie hatten beim Betreten des Dorfes ihr Gesicht enthüllen müssen und waren seitdem erkennbar gewesen. Andererseits amüsierte sie der heimliche Gedanke, wie die Ureinwohner zu späterer Zeit vergeblich versuchten, mit Grunz- und Quieklauten zu verdeutlichen, dass sie sich schon einmal begegnet waren. Aber auch die Höflichkeit der Bewohner dieses Urwaldes war ihr schleierhaft. Sie konnten doch jeden Moment damit rechnen, dass man sie abschlachtete oder die Hütten plünderte? Wieso waren sie selbst zu solch Gestalten, wie es die Arkorithern waren freundlich? Wieso genau konnte sich Kelaino nicht erklären, aber es berührte sie, wie naiv und gutmütig die Ureinwohner doch zu ihnen waren. Lythiana und Lanaya hatten dieses Spiel hingegen mitgespielt, artig gelächelt und sich sogar für die Speisen bedankt. Vermutlich war dies der Hauptgrund dafür, dass der Ältere der zwei Buschbewohner, anscheinend stand er hier auch relativ hoch im Kurs, kurz in einer der kleinen Hütten verschwand und kurze Zeit später mit Schmuck wiederkam. Hierbei handelte es sich um einen schönen Federarmreif und Kelaino gab innerlich ehrlich zu, noch niemals solch schillerne Farben gesehen zu haben. Bei der Übergabe strauchelte er jedoch und geiert mit dem Schmuckstück zu nah an das örtliche Lagerfeuer, so dass aus einem kostbaren Schatz nicht viel mehr wurde, als die Überreste eines Herdfeuers. Glücklicherweise rauschte er daraufhin zutiefst traurig erneut in seine Behausung, vielleicht war es so etwas wie ein Lager, um mit einem Amulett wieder zu kommen, dass ebenfalls mit Federn geschmückt war.
Die größte Verwunderung machte sich jedoch erst in der jungen Arkoritherin aus, als sie bemerkte, das die zwei Ureinwohner es Lythiana einfach schenkten - ohne eine Gegenleistung oder irgendwelche Ansprüche zu stellen. Na schön, die momentane Kette der Maestra und eine Haarsträhne wollten sie, aber das war nichts, dass man nicht neu erwerben konnte, oder das Jahrzehnte brauchte, um nachzuwachsen. Nach einer kurzen Verabschiedung, trabten die vier schwarzen Gestalten, die sich aus der Maestra, der Elegida, dem Adepten Lucan und ihr, dem stets unterkühlten Winterkind zusammensetzen wieder in Richtung Hafen. Zumindest war auch die letzte Aufgabe erfüllt worden - leichter, als es sich Kelaino vorgestellt hatte.
Zuletzt geändert von Kelaino Synn am Dienstag 14. August 2007, 22:39, insgesamt 1-mal geändert.
-
Lanaya Shevanor
Lanaya musste schon sehr an sich halten nicht einfach los zu prusten. Es war aber auch so komisch, dieses junge Ding für das sie so viel mehr Zuneigung, Verständnis und Nachsicht aufbrachte bei seinen tapsigen Schritten zu beobachten. Unschuldig, rein - das blütenweiße Gesicht hatte noch genug kindliche Züge um sie schlichtweg als harmlos einzustufen. Doch der Wille dahinter war eisern. Hatte sie einmal erfasst was sie wollte sah sie zu dies auch zu bekommen. Um so mehr erstaunte sie das Gespräch jenes sie Tage später führten. Meine Güte, was verzapfte sie hier eigentlich gerade für einen sentimentalen Mist? Es war doch ohnehin gleich, die Entscheidung musste sie selbst treffen, musste erkennen was nicht offensichtlich war und damit leben oder aber dafür sterben. Fächerförmig hatte sie die Finger abgespreizt während diese über den weichen Stoff der Robe glitten, die Konturen darunter nach fuhren und den Stoff in Form zogen. Flüssig wurden die Haare ausgeschüttelt und ergossen sich wie ein heller Schleier über den dunklen Stoff. Wieder eine Nacht ohne Ruhe.
Gemächlich setzte sie die Schritte ohne sich daran zu stören das die Kälte der Nacht bereits durch den Stoff drang. Manche Folter ist nötig. Der Gedanke klang nur kurz auf, mehr eine schwammige Erinnerung an den gestrigen Abend als eine Deutlichkeit. Stolz hob sich das Kinn eine Winzigkeit ehe sich auch schon die Schultern strafften. Noch immer einigen Gedanken nachhängend zog sie die Rune nach die ihr Einlass gewährte. Doch die Schulung griff, unbewusst vermutlich aber sie griff. Innerhalb dieser Mauern sollte es keine Schwäche geben. Was hier passierte unterlag strengen, komplexen Strukturen und nicht jeder konnte damit Leben. Gestik, Haltung als auch Worte waren so ziemlich das erste was man hier beobachten konnte. Eine der hellen Strähnen wurde zurück gestrichen ehe sie das Innere der Burg betrat. Die Maestra war zugegen. Unverkennbar hatte sie das Klangbild jenes sie mit ihr in Verbindung brachte wahrgenommen kaum das sie auch nur in der Nähe der Burg gekommen war. Sich anzumelden war nicht nötig denn auch Lythiana würde wissen wer da gerade die rituellen Räume ansteuerte. Zart fuhren die Fingerspitzen über den kühlen, rauen Stein während sie die Treppen herunter Schritt. So vieles Verband sie mit diesem Raum und das Kommende zog sie mehr als an. Sicherlich nicht nur angenehme Erinnerungen aber prägende, prägende waren es alle mal.
Die Kerzenflammen loderten auf kaum das sie die dazugehörigen Leuchter passierte. Manchmal hatte sie schon ein seltsames Gespür für Dramatik. Wäre es doch ebenso möglich gewesen den ganzen Raum zu erhellen doch warum immer den einfachsten Pfad nutzen? Hinter ihr klangen Schritte auf und das Lächeln auf den Lippen verblasste. Weder drehte sie sich herum noch zeigte sie das geringste Erstaunen als ihr eine schlanke Hand auf die Schulter gelegt wurde. Erst als die dazugehörige Frau dicht hinter ihr verharrte hob sie die Stimme sie zu begrüßen. Kurz nur verstärkte sich der Griff auf der Schulter dann begannen die Arkoritherinnen ihr Werk. Bereits vor Tagen hatten sie das Pentakel verankert. Inzwischen zierten die unterschiedlichsten Symbole und Ornamente das Werk. Manche würden sich wohl nur ihnen eröffnen die Anderen sollten allgemein bekannt sein. In jeder Spitze das mit der Großrune verschlungene Elementarsymbol, im inneren Fünfeck die bannende Rune der Grûlkantar. Trotz dessen was sie hier an Komplexität vor sich hatten war jede Linie klar und gerade gezogen. Keine Fehler, keine Abweichungen und keinerlei Unsicherheit hätte man an einem Strich des Ganzen erkennen können. Das mächtige Gebilde vor ihnen schien fertig und dennoch, die Arkoritherinnen waren hier. Jeder stumme Beobachter würde sich vermutlich fragen was es jetzt noch vorzubereiten galt. Dann jedoch hoben sie wie eine Person die Arme an. Seitlich mit anmutiger Spannung von sich gestreckt wirkten sie einen Augenblick wie bezaubernde Racheengel die man einen Herzschlag lang bewunderte ehe man die Gefahr dahinter erkannte. Die Roben sanken zu Boden und jede Kerze erlosch.
Dunkelheit.
Stille.
Erst Stunden später klang das erste Geräusch durch die Dunkelheit. Fingernägel die über festen Steinboden kratzten. Gleichsam ein leiser, undefinierbarer Laut der erst unterbrochen wurde nachdem das Licht aufflackerte. Diesmal war es Kerzendocht für Kerzendocht der sich langsam entzündete und fast schien es als wolle das Licht nur zögernd erhellen was sich hier an Anblick bot. Zusammengekauert wie ein Kind im Mutterleib lagen sie da. Schatten tanzten auf der nackten Haut, die Eine rechts die Andere links von dem mächtigen Symbol. Was sie allerdings in dieser Nacht bewirkt hatten würde wohl niemals aus der Dunkelheit heraus in das Licht finden. Nur eines verrieten die Kerzen jene so zögernd aufgeffammt waren. Was es auch war, es hatte Kraft gekostet.
Gemächlich setzte sie die Schritte ohne sich daran zu stören das die Kälte der Nacht bereits durch den Stoff drang. Manche Folter ist nötig. Der Gedanke klang nur kurz auf, mehr eine schwammige Erinnerung an den gestrigen Abend als eine Deutlichkeit. Stolz hob sich das Kinn eine Winzigkeit ehe sich auch schon die Schultern strafften. Noch immer einigen Gedanken nachhängend zog sie die Rune nach die ihr Einlass gewährte. Doch die Schulung griff, unbewusst vermutlich aber sie griff. Innerhalb dieser Mauern sollte es keine Schwäche geben. Was hier passierte unterlag strengen, komplexen Strukturen und nicht jeder konnte damit Leben. Gestik, Haltung als auch Worte waren so ziemlich das erste was man hier beobachten konnte. Eine der hellen Strähnen wurde zurück gestrichen ehe sie das Innere der Burg betrat. Die Maestra war zugegen. Unverkennbar hatte sie das Klangbild jenes sie mit ihr in Verbindung brachte wahrgenommen kaum das sie auch nur in der Nähe der Burg gekommen war. Sich anzumelden war nicht nötig denn auch Lythiana würde wissen wer da gerade die rituellen Räume ansteuerte. Zart fuhren die Fingerspitzen über den kühlen, rauen Stein während sie die Treppen herunter Schritt. So vieles Verband sie mit diesem Raum und das Kommende zog sie mehr als an. Sicherlich nicht nur angenehme Erinnerungen aber prägende, prägende waren es alle mal.
Die Kerzenflammen loderten auf kaum das sie die dazugehörigen Leuchter passierte. Manchmal hatte sie schon ein seltsames Gespür für Dramatik. Wäre es doch ebenso möglich gewesen den ganzen Raum zu erhellen doch warum immer den einfachsten Pfad nutzen? Hinter ihr klangen Schritte auf und das Lächeln auf den Lippen verblasste. Weder drehte sie sich herum noch zeigte sie das geringste Erstaunen als ihr eine schlanke Hand auf die Schulter gelegt wurde. Erst als die dazugehörige Frau dicht hinter ihr verharrte hob sie die Stimme sie zu begrüßen. Kurz nur verstärkte sich der Griff auf der Schulter dann begannen die Arkoritherinnen ihr Werk. Bereits vor Tagen hatten sie das Pentakel verankert. Inzwischen zierten die unterschiedlichsten Symbole und Ornamente das Werk. Manche würden sich wohl nur ihnen eröffnen die Anderen sollten allgemein bekannt sein. In jeder Spitze das mit der Großrune verschlungene Elementarsymbol, im inneren Fünfeck die bannende Rune der Grûlkantar. Trotz dessen was sie hier an Komplexität vor sich hatten war jede Linie klar und gerade gezogen. Keine Fehler, keine Abweichungen und keinerlei Unsicherheit hätte man an einem Strich des Ganzen erkennen können. Das mächtige Gebilde vor ihnen schien fertig und dennoch, die Arkoritherinnen waren hier. Jeder stumme Beobachter würde sich vermutlich fragen was es jetzt noch vorzubereiten galt. Dann jedoch hoben sie wie eine Person die Arme an. Seitlich mit anmutiger Spannung von sich gestreckt wirkten sie einen Augenblick wie bezaubernde Racheengel die man einen Herzschlag lang bewunderte ehe man die Gefahr dahinter erkannte. Die Roben sanken zu Boden und jede Kerze erlosch.
Dunkelheit.
Stille.
Erst Stunden später klang das erste Geräusch durch die Dunkelheit. Fingernägel die über festen Steinboden kratzten. Gleichsam ein leiser, undefinierbarer Laut der erst unterbrochen wurde nachdem das Licht aufflackerte. Diesmal war es Kerzendocht für Kerzendocht der sich langsam entzündete und fast schien es als wolle das Licht nur zögernd erhellen was sich hier an Anblick bot. Zusammengekauert wie ein Kind im Mutterleib lagen sie da. Schatten tanzten auf der nackten Haut, die Eine rechts die Andere links von dem mächtigen Symbol. Was sie allerdings in dieser Nacht bewirkt hatten würde wohl niemals aus der Dunkelheit heraus in das Licht finden. Nur eines verrieten die Kerzen jene so zögernd aufgeffammt waren. Was es auch war, es hatte Kraft gekostet.
Zuletzt geändert von Lanaya Shevanor am Mittwoch 15. August 2007, 19:49, insgesamt 1-mal geändert.
-
Lythiana Cronor
Es war soweit. Mit gewissem Erstaunen blickte Lythiana auf ihre Hände herab und sah, dass sie zitterten. Die letzten Tage waren nicht spurlos an ihr vorüber gegangen.... und die Anspannung kurz vor Beginn des Rituals, das alles verändern sollte, tat ihr übriges hinzu. Während sie den Schwamm ins Wasser tunkte und ihn über den nackten Körper wandern ließ ging sie gedanklich immer wieder die notwendigen Schritte durch. Die Gegenwart der Schwester, welche ebenfalls mit der rituellen Reinigung beschäftigt war, nahm sie nur am Rande wahr. Schließlich ließ sie den Schwamm zurück in den Eimer fallen. Ein flüchtiger Blick traf die Elegida, gefolgt von einem sachten Nicken. Kurz darauf spürte sie, wie feingliedrige, weiche Hände über ihren Körper glitten und angenehm warmes Öl auf der Haut verteilten. Ein leichter, nicht unangenehmer Duft stieg ihr in die Nase, eher herb als süßlich, entspannend und erfrischend zugleich. Letztlich war die Prozedur vollendet und sie kam einen Schritt auf Lanaya zu, in den Händen noch einmal das Öl anwärmend. Nun war es an ihr....
Wenig später öffnete sich die Tür zum Alchemieraum und die beiden Arkoritherinnen traten hinaus. Adeptus Linari erwartete sie bereits, wie sie selbst in eine schwarze, kunstvoll mit Elementsymbolen bestickte Robe gehüllt. Sie schritten die Treppen bis zum Keller herab. Die Kerzen im Raum flackerten auf, begrüßten die drei Arkorither mit ihrem Schein und vertrieben die Dunkelheit. Die Maestra schenkte ihnen kaum Beachtung – das auf den Boden gezeichnete Symbol war es, das ihre Aufmerksamkeit auf sich zog. Es war bereit, daran bestand keinerlei Zweifel. Doch war sie es auch? Kaum dass jener Gedanke aufgekommen war wurde er mit Gewalt wieder unter die Oberfläche zurück gestoßen. Nicht jetzt...
Sie nahmen ihre Plätze ein. Die Maestra als Ritualleiterin an der obersten Spitze des Pentagrammes, die Elegida und der Adeptus an den Spitzen links und rechts von ihr. Wenige erklärende Worte waren notwendig. Die Schwester begann – auf die ihr eigene Weise griff sie in die Klänge ein, wob sie zu einem neuen Muster. Die Rune in der Mitte des inneren Fünfeckes glomm für einen kurzen Moment auf, ehe bereits Flammen auf dem Steinboden aufloderten, das Fünfeck ausfüllten und sich hungrig in die Höhe streckten. Ein Blick gen Lucan genügte. Der Adeptus trat vor, die rechte Hand um einen Brocken Lehm geschlossen, und ließ die braune Masse in das Feuer fallen. Augenblicklich brüllten die Flammen auf, wurden größer und verfärbten sich zu einem dunklen Braun. Hitze schlug den Magiern entgegen, trieb ihnen die Schweißperlen auf die Stirn und rötete die Gesichter. Unbeeindruckt traten nun auch Lythiana und Lanaya vor, um das Feuer ihrerseits zu nähren.
Erst als die Flammen durch jeden Arkorither besondere Gaben erhalten hatten, eine für jedes Element, erfolgte ein zweiter, auffordernder Blick in die Richtung des Adepten. Er wandte sich um, seine Schritte führten ihn zum Altar, auf welchem ihn verschiedene Dinge erwarteten. Ein Lederbeutel, gefüllt mit Sand, ein steinerner Becher, gefüllt mit Lava, ein Glas, gefüllt mit Schnee – und das Federamulett der Ureinwohner. Dinge, die auf den ersten Blick keinen sonderlichen Wert besaßen. Lucan nahm die Gegenstände überaus vorsichtig an sich um sie gemäß den Elementarsymbolen auf den Spitzen des Fünfsternes zu verteilen. Keine Linie wurde dabei verwischt, keine Verbindung durchtrennt. Sobald er wieder an dem ihm zugewiesenen Platz angelangt war griff die Elegida erneut in die Klänge ein, forderte den Adepten damit gleichsam zum Handeln auf. Lythiana selbst blieb untätig – mit geschlossenen Augen lauschte sie dem Tun der beiden im Lied und kam nicht umhin, ob des erkennbaren Erfolgs sacht zu lächeln. Die Klänge der Elementarentsprechungen wurden einer strengen Prüfung unterzogen, gefiltert und gereinigt – so lange, bis nichts mehr außer dem reinen Klang des jeweiligen Elementes vorhanden war. Nach und nach verwandelten sich die Gegenstände auf den Spitzen des Pentagrammes in eine halb flüssig-halb feste Substanz.
Nun erst griff Lythiana ein. Zunächst vorsichtig, dann immer rücksichtsloser und kraftvoller arbeitete sie in den Klängen, verbrauchte nach und nach die einzelnen reinen Elementarbausteine und verschmolz sie mit dem magischen Feuer. Die Bemühungen der Elegida und des Adepten, die jeweils noch bestehenden Elementarbausteine vor dem vorzeitigen Zerfall zu bewahren, nahm sie nur am Rande wahr. Wie selbstverständlich nahm sie auf mentaler Ebene Kontakt zu den Geschwistern auf, zog einen nicht geringen Teil ihrer Kraft von ihnen ab und lenkte ihn auf sich – der Vorgang zehrte mehr und mehr an ihren Kräften und die Möglichkeit, das Ritual abbrechen zu müssen, war inakzeptabel. So schritt der Vorgang voran, ein Baustein nach dem nächsten schien sich aufzulösen während die Flammen des magischen Feuers immer höher loderten. Dann plötzlich riss der Sog an den Geschwistern ab, gleichsam schien sich etwas im Inneren des Feuers zu regen. Die Flammen fielen in sich zusammen, der Schemen wurde größer – und als Rauch und Feuer ganz geschwunden waren, sahen sich die Arkorither einem sich windenden, nur widerwillig die vorgegebene Form annehmenden Erzelementar gegenüber. Es war geglückt.
Minuten vergingen, ehe leise Worte über die Lippen der Maestra kamen. Die Erschöpfung in ihrer Stimme war unverkennbar.
„Es ist.... geschafft. Ein Wendepunkt in der Geschichte des Ordens ist erreicht, ein neuer Pfad eröffnet sich uns! Wir, die sich stets rühmten, keine Grenzen zu kennen, alle Wege auf dem Gebiet der Magie zu beschreiten, sind nun wahrlich frei – frei, jedwede Spielart der Magie für unsere Zwecke zu nutzen!“ Nach und nach wurde sie lauter, gleichzeitig schien ihr Blick durch die Anwesenden hindurch zu gehen und in weite Fernen zu schweifen. „Eluive, du hast versagt – dein jämmerlicher Versuch, uns die Magie zu verschließen, ist nun gänzlich gescheitert! Wir, die Arkorither, die deinem Sohn Alatar von je her nahe stehen, werden die Elemente knechten, ihre Kraft nach unserem Willen gebrauchen – ob es dir passt oder nicht!“ Nach diesen Worten kehrte ihre Aufmerksamkeit zu den Geschwistern zurück. „In Zukunft werden wir alle lernen, mit dieser Kraft umzugehen....Wir werden uns darin üben, uns vielleicht die Finger verbrennen – keine Gelegenheit soll ausgelassen werden! Es gibt viel nachzuholen...“ Damit endete sie.
Wenig später öffnete sich die Tür zum Alchemieraum und die beiden Arkoritherinnen traten hinaus. Adeptus Linari erwartete sie bereits, wie sie selbst in eine schwarze, kunstvoll mit Elementsymbolen bestickte Robe gehüllt. Sie schritten die Treppen bis zum Keller herab. Die Kerzen im Raum flackerten auf, begrüßten die drei Arkorither mit ihrem Schein und vertrieben die Dunkelheit. Die Maestra schenkte ihnen kaum Beachtung – das auf den Boden gezeichnete Symbol war es, das ihre Aufmerksamkeit auf sich zog. Es war bereit, daran bestand keinerlei Zweifel. Doch war sie es auch? Kaum dass jener Gedanke aufgekommen war wurde er mit Gewalt wieder unter die Oberfläche zurück gestoßen. Nicht jetzt...
Sie nahmen ihre Plätze ein. Die Maestra als Ritualleiterin an der obersten Spitze des Pentagrammes, die Elegida und der Adeptus an den Spitzen links und rechts von ihr. Wenige erklärende Worte waren notwendig. Die Schwester begann – auf die ihr eigene Weise griff sie in die Klänge ein, wob sie zu einem neuen Muster. Die Rune in der Mitte des inneren Fünfeckes glomm für einen kurzen Moment auf, ehe bereits Flammen auf dem Steinboden aufloderten, das Fünfeck ausfüllten und sich hungrig in die Höhe streckten. Ein Blick gen Lucan genügte. Der Adeptus trat vor, die rechte Hand um einen Brocken Lehm geschlossen, und ließ die braune Masse in das Feuer fallen. Augenblicklich brüllten die Flammen auf, wurden größer und verfärbten sich zu einem dunklen Braun. Hitze schlug den Magiern entgegen, trieb ihnen die Schweißperlen auf die Stirn und rötete die Gesichter. Unbeeindruckt traten nun auch Lythiana und Lanaya vor, um das Feuer ihrerseits zu nähren.
Erst als die Flammen durch jeden Arkorither besondere Gaben erhalten hatten, eine für jedes Element, erfolgte ein zweiter, auffordernder Blick in die Richtung des Adepten. Er wandte sich um, seine Schritte führten ihn zum Altar, auf welchem ihn verschiedene Dinge erwarteten. Ein Lederbeutel, gefüllt mit Sand, ein steinerner Becher, gefüllt mit Lava, ein Glas, gefüllt mit Schnee – und das Federamulett der Ureinwohner. Dinge, die auf den ersten Blick keinen sonderlichen Wert besaßen. Lucan nahm die Gegenstände überaus vorsichtig an sich um sie gemäß den Elementarsymbolen auf den Spitzen des Fünfsternes zu verteilen. Keine Linie wurde dabei verwischt, keine Verbindung durchtrennt. Sobald er wieder an dem ihm zugewiesenen Platz angelangt war griff die Elegida erneut in die Klänge ein, forderte den Adepten damit gleichsam zum Handeln auf. Lythiana selbst blieb untätig – mit geschlossenen Augen lauschte sie dem Tun der beiden im Lied und kam nicht umhin, ob des erkennbaren Erfolgs sacht zu lächeln. Die Klänge der Elementarentsprechungen wurden einer strengen Prüfung unterzogen, gefiltert und gereinigt – so lange, bis nichts mehr außer dem reinen Klang des jeweiligen Elementes vorhanden war. Nach und nach verwandelten sich die Gegenstände auf den Spitzen des Pentagrammes in eine halb flüssig-halb feste Substanz.
Nun erst griff Lythiana ein. Zunächst vorsichtig, dann immer rücksichtsloser und kraftvoller arbeitete sie in den Klängen, verbrauchte nach und nach die einzelnen reinen Elementarbausteine und verschmolz sie mit dem magischen Feuer. Die Bemühungen der Elegida und des Adepten, die jeweils noch bestehenden Elementarbausteine vor dem vorzeitigen Zerfall zu bewahren, nahm sie nur am Rande wahr. Wie selbstverständlich nahm sie auf mentaler Ebene Kontakt zu den Geschwistern auf, zog einen nicht geringen Teil ihrer Kraft von ihnen ab und lenkte ihn auf sich – der Vorgang zehrte mehr und mehr an ihren Kräften und die Möglichkeit, das Ritual abbrechen zu müssen, war inakzeptabel. So schritt der Vorgang voran, ein Baustein nach dem nächsten schien sich aufzulösen während die Flammen des magischen Feuers immer höher loderten. Dann plötzlich riss der Sog an den Geschwistern ab, gleichsam schien sich etwas im Inneren des Feuers zu regen. Die Flammen fielen in sich zusammen, der Schemen wurde größer – und als Rauch und Feuer ganz geschwunden waren, sahen sich die Arkorither einem sich windenden, nur widerwillig die vorgegebene Form annehmenden Erzelementar gegenüber. Es war geglückt.
Minuten vergingen, ehe leise Worte über die Lippen der Maestra kamen. Die Erschöpfung in ihrer Stimme war unverkennbar.
„Es ist.... geschafft. Ein Wendepunkt in der Geschichte des Ordens ist erreicht, ein neuer Pfad eröffnet sich uns! Wir, die sich stets rühmten, keine Grenzen zu kennen, alle Wege auf dem Gebiet der Magie zu beschreiten, sind nun wahrlich frei – frei, jedwede Spielart der Magie für unsere Zwecke zu nutzen!“ Nach und nach wurde sie lauter, gleichzeitig schien ihr Blick durch die Anwesenden hindurch zu gehen und in weite Fernen zu schweifen. „Eluive, du hast versagt – dein jämmerlicher Versuch, uns die Magie zu verschließen, ist nun gänzlich gescheitert! Wir, die Arkorither, die deinem Sohn Alatar von je her nahe stehen, werden die Elemente knechten, ihre Kraft nach unserem Willen gebrauchen – ob es dir passt oder nicht!“ Nach diesen Worten kehrte ihre Aufmerksamkeit zu den Geschwistern zurück. „In Zukunft werden wir alle lernen, mit dieser Kraft umzugehen....Wir werden uns darin üben, uns vielleicht die Finger verbrennen – keine Gelegenheit soll ausgelassen werden! Es gibt viel nachzuholen...“ Damit endete sie.