Sommernacht in Rahal

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Der Erzähler

Sommernacht in Rahal

Beitrag von Der Erzähler »

Es war einer Nacht wie so viele in der heiligen Stadt. Nur hier und dort waren noch Bürger auf und saßen in ihren erleuchteten Zimmern um sich der Entspannung oder der Arbeit hinzugeben. Die Gardisten zogen ihre Runden durch die Strassen und sahen nach dem Rechten..

Nur wer sich in der Nähe der Hafenviertels aufhielt wird sich unweigerlich Fragen was dort vor sich geht. Einzelne Fackeln werden in der Nacht bewegt und irgendwo auf dem Meer erhält sie Antwort von einem kleinen Lichtchen. Wenn man dem Spiel aus der Ferne zusähe, würde es wie ein Haufen Glühwürmchen im Wald anscheinen. Doch bevor der Gedanken nach dem Grund zuende gedacht werden kann wird ein Gardist zu dem Bürger treten und ihn bestimmt auffordern weiter zu gehen. So verlässt ein jeder Beobachter das Hafenviertel ohne zu wissen was dort vor sich ging.

Erst der nächste Morgen wird vielleicht dem Ein oder Anderen Erkenntnis bringen. Wo sich gestern noch die Schiffe der schwarzen Flotte der heiligen Stadt am Pier den Platz teilten ist nun eine zweite Flotte vor Anker gegangen. So gross ist die Anzahl der Schiffe, dass einige nicht mal einen Platz am Pier erhielten sondern ohne Zugang zum Hafen vor Anker gingen. Einzig eine kleine Passage ist zwischen den Schiffen freigelassen worden. Zu den schwarzen Segeln der Heimatflotte Rahals mit ihrem roten Prankenbanner gesellen sich nun dunkelviolette Segel mit dem Hoheitszeichen des Fürstentums Dunkelfels. Segel so weit das Auge reicht...hier und dort ein Blitzen als Sonnenlicht auf blankpoliertes Metall von Rüstungen oder Waffen trifft. Selbst einem ungebildeten Beobachter wird auffallen, dass dort keine Handelsflotte vor Anker gegangen ist. Und schon am Mittag beginnt ein emsiges Treiben am Hafen von Rahal. Gardisten ziehen auf und riegel den Hafen grosszügig ab. Auch die Kontrollen am Stadttor werden erhöht durch zusätzliche Gardisten.

Eine Sommernacht in Rahal... wie jede Andere?
Sharay Lessard

Beitrag von Sharay Lessard »

Direkt am Tag, an dem die Flotte im Hafen einlief, besuchte die Ritterin mehrere Male am Tag den Hafen. Die Wachen lassen die rotberobte Gestalt nach einer kurzen, ersten Kontrolle und einem darauf folgenden, verschämten 'Entschuldigung' rasch passieren. Mit regem Interesse verfolgte sie die Arbeiten im Hafen und auf den Schiffen. In ihren Gedanken bildeten sich Bilder, was mit dieser Streitmacht alles für den Herrn erreicht werden könne...
Velvyr´tae

Beitrag von Velvyr´tae »

Während der Nachtstunden liebte sie diese Stadt. Unter dem tiefblauen, ihrer Haut so ähnlichem Firmament, die Unzulänglichkeiten in den Schatten verborgen, war Rahal ein Idealbild seiner Selbst. Eine Möglichkeit, eine Zukunftsvision der Keimzelle eines Imperiums, Seiner Stärke würdig. Doch in dieser Nacht war irgendetwas verändert. Als wäre die Heilige Stadt ein lebendiges Wesen, konnte die Lethra ihre Spannung beinahe fühlen. Vielleicht war es auch nur das Gebaren der Wachmänner, die vermehrt um den Bereich des Hafens patroullierten.

Ein Aufblitzen am Horizont, weit draussen auf See, zog ihre Aufmerksamkeit auf sich. Als sich ihre Augen den Lichtverhältnissen angepasst hatten, wurde aus dem Blitzen mehr. Was näherte sich Rahal? Als einer der Gardisten ihr respektvoll, aber unnachgiebig den Weg an den Hafen versperrte, wurde das Interesse nur noch gesteigert. Keine Angreifer also, Verbündete.

Die Lethra wählte einen anderen Weg, abseits des Hafens. Ihre scharfen Augen würden ihr bereits im Morgengrauen erlauben, dass zu erwartende Schauspiel zu betrachten. Bis dahin würde sie sich in einer ihr unvertrauten Tugend üben - Geduld.
Lanaya Shevanor

Beitrag von Lanaya Shevanor »

Das geschäftige Treiben im Hafen nahm kurz vor der Abreise zu. Hier und da wurden Stimmen laut und man hatte den Eindruck das die heilige Stadt sich in der Hafengegend zu einem Bienenschwarm wandelte. Ruhig glitt der Blick über jedes einzelne Schiff. Seit Tagen schon hatte sie jede freie Minute hier mit Beobachtungen verbracht und kannte inzwischen sogar einige Gesichter. Rauh klangen die bassigen Rufe der Männer an ihre Ohren und kurz versuchte sie sich den Hafen vorzustellen nachdem die Flotte ausgelaufen war. Vermutlich würde er wieder trügerisch ruhig vor aller Augen liegen und für viele war damit die Geschichte der ankernden Flotte vorbei. Für einige jedoch würde sie an gänzlich anderer Stelle beginnen...



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