Auf... und ab. Auf.... und ab. Der Bug des Schiffes hob und senkte sich, dem Verlauf der Wellen folgend, ebenso Lythianas Magen. Die Arkoritherin stand an der Reling, das Gesicht dem Wind zugedreht, die Hände so fest um die Reling geklammert dass die Fingerknöchel weiß hervorstanden. Die roten, mit grauen Strähnen durchsetzten Haare waren vom Wind zerzaust, klebten ihr teilweise im schweißnassen, grünlich-blassen Gesicht. Schiffe.... so sehr sie das Meer liebte, so sehr hasste sie Schiffe. Noch nie hatte sie dem ewigen Geschaukel etwas abgewinnen können... Der Geist der Magierin zog sich letztlich ein Stück weit aus dem von Seekrankheit gepeinigten Körper zurück, bis Übelkeit und Schwindelgefühl nicht mehr waren als sehr leise Töne inmitten der überwältigenden Klangvielfalt des Liedes der Eluive. Atmung und Herzschlag verlangsamten sich binnen weniger Augenblicke, die Hände entkrampften sich leicht... und so verharrte sie, einer Statue gleich, bis der Hafen der Insel Lameriast in Sicht kam.
Steifbeinig verließ sie das Schiff, das leise Tuscheln und die Blicke der Seeleute in ihrem Rücken sehr wohl wahrnehmend, jedoch ignorierend. Die Übelkeit war jetzt, da ihr Geist wieder vollständig in der realen Welt weilte, wieder deutlicher spürbar, wich jedoch, nachdem sie erst einmal einige Zeit auf festem Boden unterwegs war. Eine Weile lang folgte sie mit ebenso schnellen wie zielstrebigen Schritten dem Weg, ehe sie ihn letztlich verließ und in das Halbdunkel eines Waldstückes eintauchte. Äste zerbrachen mit leisem Knacken unter ihren Füßen, Laub raschelte... abgesehen davon war es still. Selbst die Vögel schwiegen. Nach einem längeren Fußmarsch erreichte sie einen Höhleneingang, tintiges Schwarz umgeben von Fels. Die Arkoritherin verschmolz mit der Dunkelheit....
So selbstverständlich, wie andere Menschen eine Fackel oder Kerze entzünden, verstärkte die Maga die eigene Sehkraft mittels eines Zaubers. Kurz darauf bildete sich der nachtschwarze Magierstab in ihrer ausgestreckten Rechten, die eingravierten Runen glommen dunkelrot auf als wollten sie die Trägerin des Stabes begrüßen. Weiter ging es... Schritt für Schritt tiefer in die Eingeweide des Berges. Je tiefer sie kam, desto wärmer und stickiger wurde es, bald stieg ihr Schwefelgeruch in die Nase. Letztlich öffnete sich der schmale Gang, durch welchen sie zuletzt ging, zu einer weitläufigen, nahezu kreisrunden Höhle. Ein schmales Felsband lief am Rand entlang, dahinter begann ein See. Die Wasseroberfläche war spiegelglatt und schwarz wie Obsidian – sofern im See etwas lebte, so verhielt es sich überaus ruhig. Im Zentrum erkannte sie eine kleine Insel, nicht mehr als vier Schritt im Durchmesser. Ein Moment der Konzentration, die Hand schloss sich fester um den Stab... und im nächsten Augenblick stand sie auf dem Felseneiland. Die linke Hand wanderte in ihre lederne Umhängetasche, brachte nach kurzem Wühlen ein Kreidestück zu Tage. Der Stab in ihrer Rechten verblasste, die Kreide wechselte die Hand und langsam beugte sie sich gen Boden. Binnen kurzer Zeit zeichnete sie ein Pentagramm auf den Fels, dabei weder inne haltend noch zögernd. Die Maestra richtete sich wieder auf, ließ einen prüfenden Blick über ihr Werk wandern... und nickte letztlich zufrieden. Die Linien waren schnurgerade, die Abstände genau so wie sie sein sollten, keine Lücken oder Überlappungen waren zu erkennen. Gelernt war eben gelernt. Erneut beugte sie sich gen Boden, um den Fünfstern mit einem doppelten Kreis zu umgeben. Nach einer erneuten Prüfung verschwand das Kreidestück in ihrer Tasche und sie vollzog den nächsten Schritt: Jede Linie wurde mit dem eigenen Atem behaucht, rechts herum, wie auch schon bei der Zeichnung. Den Saum ihres Rockes hielt sie dabei mit der linken Hand hoch – keinesfalls durfte eine der Linien verwischt werden. Nachdem sie das Pentakel einmal umrundet hatte bliebt die Arkoritherin stehen. Ein erneuter Griff in die Tasche, kurzes Suchen....ah, da war sie, eine unscheinbare Phiole, gefüllt mit einer vollkommen klaren Flüssigkeit. Tränenflüssigkeit – ein Mittel, das bisher selten zur Weihung benutzt worden war, aber seine Wirkung nicht verfehlen sollte. Tränen der Trauer und der Verzweiflung... Ein merkwürdiges Lächeln spielte um die sanft geschwungenen Lippen der Magierin, als sie die Phiole entkorkte. Leise summend setzte sie sich erneut in Bewegung, dabei mit einem Teil ihres Geistes das Tun von Händen und Füßen überwachend und mit einem anderen Teil im Lied verweilend. Bald war es geschafft, die nunmehr leere Phiole wurde gegen ein wohlverschlossenes Glas, gefüllt mit einem gräulichen Pulver, getauscht. Die Klänge des Pentakels im Lied waren mittlerweile überaus klar heraus zu hören, keine Dissonanz hatte sich eingeschlichen. Hervorragend... Nach und nach wurden die Kreidelinien mit dem gräulichen Pulver bedeckt, bis die Magierin wieder an ihrem Ausgangspunkt angelangt war. Vor der obersten Spitze des Pentagrammes ging sie in die Knie, den Kopf gesenkt, die rechte Hand um den Magierstab geschlossen. Fast schien es, als bete sie....
Rache - ein Gericht, das am besten kalt serviert wird
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Lythiana Cronor
Rache - ein Gericht, das am besten kalt serviert wird
Zuletzt geändert von Lythiana Cronor am Mittwoch 1. August 2007, 01:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Lucan Linari
Er hatte es sich wahrlich leichter vorgestellt, einen Priester in die Knie zu zwingen. Zuerst begann es nur mit einem kleinen Wortgefecht, doch artete es schnell zur Gewalt aus. Das Blut dieses Priesters sollte beschaffen werden und zwar mit allen erdenklichen Mitteln. Die Reaktionen des Priesters entsprachen dem, wie Lucan es sich vorstellte. Er würde sich natürlich nicht freiwillig in den Arm schneiden und ihm etwas von seinem Blut abfüllen. Widerstand war es, was er vermutete und sich sogar erhofft hatte. Die Lust an der Gewalt und an der Demonstration seiner Macht war es, was den jungen Adepten antrieb. Damit würde er wahrlich Respekt ernten, einen Priester der Temora niedergestreckt zu haben.
Dies waren einige der Gedanken, die ihm während des Gefechts durch den Kopf schossen. Feuerbälle warf er ihm entgegen, versuchte ihm einen unsäglichen Schmerzen in den Geist zu pflanzen, doch wusste der Priester sich zu wehren und benutzt etwas, was einem magischen Spiegel gleich kam, der den Schmerz auf den Arkorither zurück warf. Trotz des Schmerzes, welcher einige Moment seinen Körper durchfuhren, gefiel Lucan der Gedanke, dass er nun auch auf profanere Waffen wie seinen Rapier zurückgreifen könne. Doch als die Klinge schon fast die Kleidung des Temorapriesters erreicht hatte, hielt ihn eine unsichtbare Macht zurück, die Klinge gänzlich in seinem Fleisch zu versenken. Immer wieder prallte sein Rapier auf dem Schild des Priesters ab, doch blieben für diesen die Attacken nicht ganz ohne Folgen. Einige Schnittwunden zierten ebenso seinen Leib, doch zeigt er sich im Ganzen dem Adeptus überlegen. Was für Lucan anfangs als ein Beutezug begann, hat sich als wahrlich komplizierter herausgestellt und so schürte sich der Hass in ihm. Schnellere, härtere, aber immer noch gezielte Schläge prasselten auf dem Priester, die ihn zuerst zurück zu drängen schienen, doch ein so geschah es, dass ein gezielter Schlag mit des Priesters Morgenstern, den Adepten böse erwischte und zurück warf. Doch, wer denkt, dass ein Arkorither sich nicht absichern würde, liegt falsch. Hatte schon jemand gesehen oder nur gar gedacht, dass die Arkorither sich an Regeln hielten oder sich um so etwas wie Fairness im Kampf bemühten? Dann wäre dieser ein Narr.
Hinter den Bäumen hervor traten plötzlich zwei Ordenschwestern, welche den Priester scheinbar mit Leichtigkeit außer Gefecht setzten. Die Schlingen, die aus dem Boden sprossen, umschlangen seine Hände, seine Beine und fast seinen ganzen Leib mit Ausnahme des Kopfes. Nur wenige Worte der Maestra und Lucan wusste, was zu tun war. Er scheidete seinen Rapier und kurze Zeit später manifestierte sich in seiner Hand ein roter Dolch, geziert von einer Großrune sowie einem aufwendig verziertem A. Langsam näherte er sich wieder dem Hohepriester Temoras, der sich krampfhaft versuchte aus den Schlingen zu befreien, obwohl es eigentlich klar war, dass es zwecklos war, sich gegen das unvermeidliche zu Wehren.
So setzte er die Arkoritherklinge auf seiner Wange an und ritzte ihm sorgfältig ein A auf diese. Schon bei der ersten Berührung verzog der Priester sein Gesicht, als ihm dunkle Macht näher kam, welche von diesem Artefakt ausging. Doch begann der Schmerz immer größer zu werden, als das Blut begann zu fließen.
Genau so schnell, wie dieser Dolch erschien, löste er sich auch wieder in Rauch auf. Mit einem Griff in die Manteltasche des Arkorithers, wurde eine Phiole herausgezogen, in welches kurz darauf das Blut des Priesters sich sammelte. Mit einem nun zufriedenen Grinsen, welches sich aber hinter der dicken Maske des Adepten verbarg, nickte er, verschloss die Phiole und ließ sie in seiner Tasche wieder verschwinden.
Sie kehrten dem Priester kurz darauf den Rücken und gingen davon, bis sie schließlich mit dem Schatten der Nacht Eins zu werden schienen.
Nun war es also vollbracht. Das kostbare Blut für das Ritual war vorhanden und wartete nur darauf, dem Vorhaben dienlich zu sein.
Dies waren einige der Gedanken, die ihm während des Gefechts durch den Kopf schossen. Feuerbälle warf er ihm entgegen, versuchte ihm einen unsäglichen Schmerzen in den Geist zu pflanzen, doch wusste der Priester sich zu wehren und benutzt etwas, was einem magischen Spiegel gleich kam, der den Schmerz auf den Arkorither zurück warf. Trotz des Schmerzes, welcher einige Moment seinen Körper durchfuhren, gefiel Lucan der Gedanke, dass er nun auch auf profanere Waffen wie seinen Rapier zurückgreifen könne. Doch als die Klinge schon fast die Kleidung des Temorapriesters erreicht hatte, hielt ihn eine unsichtbare Macht zurück, die Klinge gänzlich in seinem Fleisch zu versenken. Immer wieder prallte sein Rapier auf dem Schild des Priesters ab, doch blieben für diesen die Attacken nicht ganz ohne Folgen. Einige Schnittwunden zierten ebenso seinen Leib, doch zeigt er sich im Ganzen dem Adeptus überlegen. Was für Lucan anfangs als ein Beutezug begann, hat sich als wahrlich komplizierter herausgestellt und so schürte sich der Hass in ihm. Schnellere, härtere, aber immer noch gezielte Schläge prasselten auf dem Priester, die ihn zuerst zurück zu drängen schienen, doch ein so geschah es, dass ein gezielter Schlag mit des Priesters Morgenstern, den Adepten böse erwischte und zurück warf. Doch, wer denkt, dass ein Arkorither sich nicht absichern würde, liegt falsch. Hatte schon jemand gesehen oder nur gar gedacht, dass die Arkorither sich an Regeln hielten oder sich um so etwas wie Fairness im Kampf bemühten? Dann wäre dieser ein Narr.
Hinter den Bäumen hervor traten plötzlich zwei Ordenschwestern, welche den Priester scheinbar mit Leichtigkeit außer Gefecht setzten. Die Schlingen, die aus dem Boden sprossen, umschlangen seine Hände, seine Beine und fast seinen ganzen Leib mit Ausnahme des Kopfes. Nur wenige Worte der Maestra und Lucan wusste, was zu tun war. Er scheidete seinen Rapier und kurze Zeit später manifestierte sich in seiner Hand ein roter Dolch, geziert von einer Großrune sowie einem aufwendig verziertem A. Langsam näherte er sich wieder dem Hohepriester Temoras, der sich krampfhaft versuchte aus den Schlingen zu befreien, obwohl es eigentlich klar war, dass es zwecklos war, sich gegen das unvermeidliche zu Wehren.
So setzte er die Arkoritherklinge auf seiner Wange an und ritzte ihm sorgfältig ein A auf diese. Schon bei der ersten Berührung verzog der Priester sein Gesicht, als ihm dunkle Macht näher kam, welche von diesem Artefakt ausging. Doch begann der Schmerz immer größer zu werden, als das Blut begann zu fließen.
Genau so schnell, wie dieser Dolch erschien, löste er sich auch wieder in Rauch auf. Mit einem Griff in die Manteltasche des Arkorithers, wurde eine Phiole herausgezogen, in welches kurz darauf das Blut des Priesters sich sammelte. Mit einem nun zufriedenen Grinsen, welches sich aber hinter der dicken Maske des Adepten verbarg, nickte er, verschloss die Phiole und ließ sie in seiner Tasche wieder verschwinden.
Sie kehrten dem Priester kurz darauf den Rücken und gingen davon, bis sie schließlich mit dem Schatten der Nacht Eins zu werden schienen.
Nun war es also vollbracht. Das kostbare Blut für das Ritual war vorhanden und wartete nur darauf, dem Vorhaben dienlich zu sein.
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Lanaya Shevanor
Den Kopf andächtig gesenkt schien sie überaus entspannt. Ungezwungen waren die blassen Finger gefaltet und lagen auf ihrem Bauch. Ruhig ruhte der Blick der Augen auf dem tanzenden Kaminfeuer und es schien als würde sie irgendetwas lauschen. Noch immer war der Blick der eisblauen Augen nicht klar. Wie ein nebeliger Schleier zog sich inzwischen ein mattes grau durch die Iris. Noch war die langsam voranschreitende Veränderung keinem Aufgefallen und nur wenigen war es gelungen den Schleier für einige Herzschläge zu lüften. Einem aufmerksamen Beobachter wäre in jenem Moment aufgefallen das sie die Lippen bewegte. Sprach sie mit jemandem? Mit einem Mal straffte sich der magere Körper der Arkoritherin. Ein sachtes Lächeln kräuselte die Mundwinkel und sie trat von den Flammen zurück.
Wie viele Arkorither an diesem Abend begann sie die Reinigung. Achtlos glitt das getragene Kleid zu Boden und sie nahm sich einen Moment das Flammenspiel des Feuers auf der Haut zu beobachten. Ihr Lächeln vertiefte sich als sie die Hand hob diese nahezu fasziniert in dem Lichtspiel drehte, wendete und schließlich wieder senkte. Kurzerhand verließ sie den Raum und trat buchstäblich in die Kälte. Der Wind pfiff ihr um die Ohren und dennoch zögerte sie nicht. Eiskalt schien das Wasser des Meeres und als sie endlich bis zum Hals in diesem stand musste sie sich beherrschen nicht mit den Zähnen zu klappern. Keine Handbewegung wurde ausgelassen und der blasse Körper rötete sich langsam aber sicher ob des reinigenden Salzes. Schlimmer noch als hinein zu waten war es das kühle Nass wieder zu verlassen. Dunkelheit hatte sich längst über alles gesenkt. Es war spät, sie musste sich eilen. Wieder in der Burg griff sie nach einer Bürste und zog das nasse Haar über deren Borsten bis es gänzlich entwirrt war.
Wie ein seidiger Schleier umfloss es die schmalen Schultern und sie brauchte einen Augenblick das Haar zusammen zu nehmen um es aus dem Weg zu haben. Langsam griff sie nach der Flasche mit dem Öl. Nicht eine Stelle des Körpers wurde ausgelassen und bald schon stieg ihr der Duft in die Nase. Sie liebte diesen Geruch und seine Wirkung. Still, einer Statue gleich stand sie abermals vor dem Feuer. Das Öl ließ die Haut glänzen und erneut verlor sie sich in der Betrachtung des Schauspiels. Endlich schien alles soweit eingezogen das sie die Haare wieder lösen konnte. Nahezu energisch wurde der Kopf geschüttelt und das Haar verteilte sich wie gewohnt. Jetzt erst griff sie die rituellen Gewänder und legte sie Stofflage für Stofflage an. Wie gewohnt manifestierte sich der Stab in ihren Fingern und sie begab sich in die Tiefen der Katakomben. Inzwischen kannte sie die Gänge, Verzweigungen und Irrpfade als hätte sie nie etwas anderes getan als diese entlang zu schreiten. Die Kerzen entflammten, loderten auf und begrüßten die Maga jene es ihrerseits mit einem stummen Lächeln dankte. Dumpf klang das Klopfen des Stabes bei jedem Schritt auf den Treppen auf. Immer tiefer und tiefer ging es bis sie endlich die untersten Kammern erreichte. In eine Barke steigend lauschte sie den Klängen des Liedes. Ließ sich einwickeln und genoss durchaus die verdichtete Macht an diesem Ort. Ohne jegliche sichtbare Bewegung setzte sich die Barke in Bewegung. Lautlos glitt sie durch das dunkle Wasser und Lanaya hatte längst vergessen das die Zeit drängte.
Hier Unten war alles gleich. In diesen Gefilden konnte man nur bestehen so man überaus gewitzt war und die Zeichen zu deuten wusste. Derweil gab es nur drei Personen die sich hier zurecht gefunden hätten. Die Maestra und sie waren zwei davon, die Dritte jedoch – würde zur Rechenschaft gezogen werden sobald man ausgemacht hatte wo der Verräter sich verborgen hielt. Der Tod wäre zu gnädig für ihn und bei jenen Gedanken verzogen sich die Lippen zu einem bitteren Lächeln. Der Arcomagus hatte sie zu lenken gewusst wie es Andere noch lernen mussten. Sie hatte ihm wie weitere Arkorither viel zu verdanken. Hatte diverse Prüfungen des Vertrauens bestanden und stand letztendlich doch gegen ihn. Man wandte sich nicht ab um seinem Schicksal zu entkommen. Die Barke glitt mit einem schabenden Geräusch über den Kiesgrund. Sofort richtete sich die Maga auf wohl einzig dadurch aus den Gedanken gerissen und ließ den Blick schweifen. Hitze schlug ihr entgegen und weit schien sich der Raum vor ihr zu öffnen. Nahezu verlockend und viel zu offen lag der Durchgang direkt vor ihrer Nase. Sie kannte das Spielchen. Entschlossen wandte sie sich von dem Eingang ab und steuerte die geschlossene Felswand ein gutes Stück östlich an. Ein einziger Wink der Hand, der den Eingriff in die Klänge verdeutlichte, und der Fels gab den Pfad frei. Von dieser Seite konnte sie den Raum etwas ungefährlicher betreten.
Ein blaues, kaltes Leuchten schien auf ihrer Haut zu liegen als sie tiefer in die Kammer trat. Der Ort war von einer Macht erfüllt die sie unbeschreiblich anzog. Das war schon immer so gewesen. Hatte jemand, oder etwas Macht die selbst verborgen noch zu erfassen war, fühlte sie sich angezogen und versuchte diese zu ergründen. Das sie allerdings hier freiwillig einen Fuß hineinsetzen würde... Ein Kopfschütteln unterbrach die Gedanken und sie tauchte gänzlich in die Klangwelt des Liedes ein. Achtete nur noch minimal auf die weltlichen Sinne und bewegte sich mit erschreckender Sicherheit voran. Nun stand sie also hier, in Argham's privatem 'Zuchtlabor'. Wieviele Arkorither hatten überhaupt davon gewusst, wussten es noch? Liebevoll stricht sie über etwas das man als rießengroßes Ei bezeichnen konnte ehe der entrückte Blick über jene Kreaturen glitt die in grotesken Formen ihr Ende gefunden hatten. Sie wollte nicht wissen was er hier auf magische Art und Weise gekreuzt hatte während seine seifig, schmierige Stimme süßlich triefende Hymnen angestimmt hatte. Wollte nicht ahnen welche Qualen mit einer solchen Form verbunden war. Nein, Heute galt ihr Interesse anderen Dingen. Sie durchquerte den Raum. Schritt für Schritt der hinteren Kammer entgegen. Furcht hatte sie nicht. Keine der Kreaturen würde sich regen so man sie nicht weckte. Was es dazu allerdings erforderte lebte wohl einzig in den Tiefen des Geistes der Maestra weiter. Eines Tages würde sie sich vielleicht erinnern. Eines Tages mochte der Dämon aus dem Wissen seiner vergangenen Wirte schöpfen. Noch jedoch, schwieg er, ließ sie eigene Erfahrungen sammeln und regte sich einzig wenn man ihn reizte und war dennoch stetig vorhanden. Zielstrebig Schritt sie an ein Becken mit einer gelblichen Flüssigkeit. Dunkle Runen glommen auf und die Ornamete der steinernen Säulen schienen auf ihre Anwesenheit zu reagieren.
Tief atmete sie ein. Ließ den Augenblick verstreichen und nahm schließlich ihren Platz am nördlichen Ende des Beckens ein. Die Arme mit einer gewissen Anspannung von sich gestreckt murmelte sie lautlose Worte und abermals erweckte sie den Anschein als würde sie sich mit jemandem beraten. Doch schließlich schwoll die Stimme an, wurde lauter und lauter bis sie endlich von den Wänden widerhallte. Gleichsam geriet Bewegung in die gelbliche Flüssigkeit und etwas schob sich empor. Groß, dunkel, durchzogen von tiefen Ornamenten die jedem der derlei schon einmal gesehen hatte sofort ins Auge stachen. Lanaya konzentrierte sich und tatsächlich bewegte sich dieses unförmige 'etwas' auf sie zu um vor ihren Füßen zur Ruhe zu kommen. Zufrieden schlug sie ein schwarzes Tuch um das kostbare Paraphernalium und begann den Rückweg den beachtlichen Gegenstand mit sich nehmend. Selbst magisch verstärkt hatte sie zu schleppen doch kamen keinerlei Zweifel auf das sie selbst, das Paraphernalium als auch Lucan mit dem Blut sicher am Ort des Rituales ankommen würden.
Wie viele Arkorither an diesem Abend begann sie die Reinigung. Achtlos glitt das getragene Kleid zu Boden und sie nahm sich einen Moment das Flammenspiel des Feuers auf der Haut zu beobachten. Ihr Lächeln vertiefte sich als sie die Hand hob diese nahezu fasziniert in dem Lichtspiel drehte, wendete und schließlich wieder senkte. Kurzerhand verließ sie den Raum und trat buchstäblich in die Kälte. Der Wind pfiff ihr um die Ohren und dennoch zögerte sie nicht. Eiskalt schien das Wasser des Meeres und als sie endlich bis zum Hals in diesem stand musste sie sich beherrschen nicht mit den Zähnen zu klappern. Keine Handbewegung wurde ausgelassen und der blasse Körper rötete sich langsam aber sicher ob des reinigenden Salzes. Schlimmer noch als hinein zu waten war es das kühle Nass wieder zu verlassen. Dunkelheit hatte sich längst über alles gesenkt. Es war spät, sie musste sich eilen. Wieder in der Burg griff sie nach einer Bürste und zog das nasse Haar über deren Borsten bis es gänzlich entwirrt war.
Wie ein seidiger Schleier umfloss es die schmalen Schultern und sie brauchte einen Augenblick das Haar zusammen zu nehmen um es aus dem Weg zu haben. Langsam griff sie nach der Flasche mit dem Öl. Nicht eine Stelle des Körpers wurde ausgelassen und bald schon stieg ihr der Duft in die Nase. Sie liebte diesen Geruch und seine Wirkung. Still, einer Statue gleich stand sie abermals vor dem Feuer. Das Öl ließ die Haut glänzen und erneut verlor sie sich in der Betrachtung des Schauspiels. Endlich schien alles soweit eingezogen das sie die Haare wieder lösen konnte. Nahezu energisch wurde der Kopf geschüttelt und das Haar verteilte sich wie gewohnt. Jetzt erst griff sie die rituellen Gewänder und legte sie Stofflage für Stofflage an. Wie gewohnt manifestierte sich der Stab in ihren Fingern und sie begab sich in die Tiefen der Katakomben. Inzwischen kannte sie die Gänge, Verzweigungen und Irrpfade als hätte sie nie etwas anderes getan als diese entlang zu schreiten. Die Kerzen entflammten, loderten auf und begrüßten die Maga jene es ihrerseits mit einem stummen Lächeln dankte. Dumpf klang das Klopfen des Stabes bei jedem Schritt auf den Treppen auf. Immer tiefer und tiefer ging es bis sie endlich die untersten Kammern erreichte. In eine Barke steigend lauschte sie den Klängen des Liedes. Ließ sich einwickeln und genoss durchaus die verdichtete Macht an diesem Ort. Ohne jegliche sichtbare Bewegung setzte sich die Barke in Bewegung. Lautlos glitt sie durch das dunkle Wasser und Lanaya hatte längst vergessen das die Zeit drängte.
Hier Unten war alles gleich. In diesen Gefilden konnte man nur bestehen so man überaus gewitzt war und die Zeichen zu deuten wusste. Derweil gab es nur drei Personen die sich hier zurecht gefunden hätten. Die Maestra und sie waren zwei davon, die Dritte jedoch – würde zur Rechenschaft gezogen werden sobald man ausgemacht hatte wo der Verräter sich verborgen hielt. Der Tod wäre zu gnädig für ihn und bei jenen Gedanken verzogen sich die Lippen zu einem bitteren Lächeln. Der Arcomagus hatte sie zu lenken gewusst wie es Andere noch lernen mussten. Sie hatte ihm wie weitere Arkorither viel zu verdanken. Hatte diverse Prüfungen des Vertrauens bestanden und stand letztendlich doch gegen ihn. Man wandte sich nicht ab um seinem Schicksal zu entkommen. Die Barke glitt mit einem schabenden Geräusch über den Kiesgrund. Sofort richtete sich die Maga auf wohl einzig dadurch aus den Gedanken gerissen und ließ den Blick schweifen. Hitze schlug ihr entgegen und weit schien sich der Raum vor ihr zu öffnen. Nahezu verlockend und viel zu offen lag der Durchgang direkt vor ihrer Nase. Sie kannte das Spielchen. Entschlossen wandte sie sich von dem Eingang ab und steuerte die geschlossene Felswand ein gutes Stück östlich an. Ein einziger Wink der Hand, der den Eingriff in die Klänge verdeutlichte, und der Fels gab den Pfad frei. Von dieser Seite konnte sie den Raum etwas ungefährlicher betreten.
Ein blaues, kaltes Leuchten schien auf ihrer Haut zu liegen als sie tiefer in die Kammer trat. Der Ort war von einer Macht erfüllt die sie unbeschreiblich anzog. Das war schon immer so gewesen. Hatte jemand, oder etwas Macht die selbst verborgen noch zu erfassen war, fühlte sie sich angezogen und versuchte diese zu ergründen. Das sie allerdings hier freiwillig einen Fuß hineinsetzen würde... Ein Kopfschütteln unterbrach die Gedanken und sie tauchte gänzlich in die Klangwelt des Liedes ein. Achtete nur noch minimal auf die weltlichen Sinne und bewegte sich mit erschreckender Sicherheit voran. Nun stand sie also hier, in Argham's privatem 'Zuchtlabor'. Wieviele Arkorither hatten überhaupt davon gewusst, wussten es noch? Liebevoll stricht sie über etwas das man als rießengroßes Ei bezeichnen konnte ehe der entrückte Blick über jene Kreaturen glitt die in grotesken Formen ihr Ende gefunden hatten. Sie wollte nicht wissen was er hier auf magische Art und Weise gekreuzt hatte während seine seifig, schmierige Stimme süßlich triefende Hymnen angestimmt hatte. Wollte nicht ahnen welche Qualen mit einer solchen Form verbunden war. Nein, Heute galt ihr Interesse anderen Dingen. Sie durchquerte den Raum. Schritt für Schritt der hinteren Kammer entgegen. Furcht hatte sie nicht. Keine der Kreaturen würde sich regen so man sie nicht weckte. Was es dazu allerdings erforderte lebte wohl einzig in den Tiefen des Geistes der Maestra weiter. Eines Tages würde sie sich vielleicht erinnern. Eines Tages mochte der Dämon aus dem Wissen seiner vergangenen Wirte schöpfen. Noch jedoch, schwieg er, ließ sie eigene Erfahrungen sammeln und regte sich einzig wenn man ihn reizte und war dennoch stetig vorhanden. Zielstrebig Schritt sie an ein Becken mit einer gelblichen Flüssigkeit. Dunkle Runen glommen auf und die Ornamete der steinernen Säulen schienen auf ihre Anwesenheit zu reagieren.
Tief atmete sie ein. Ließ den Augenblick verstreichen und nahm schließlich ihren Platz am nördlichen Ende des Beckens ein. Die Arme mit einer gewissen Anspannung von sich gestreckt murmelte sie lautlose Worte und abermals erweckte sie den Anschein als würde sie sich mit jemandem beraten. Doch schließlich schwoll die Stimme an, wurde lauter und lauter bis sie endlich von den Wänden widerhallte. Gleichsam geriet Bewegung in die gelbliche Flüssigkeit und etwas schob sich empor. Groß, dunkel, durchzogen von tiefen Ornamenten die jedem der derlei schon einmal gesehen hatte sofort ins Auge stachen. Lanaya konzentrierte sich und tatsächlich bewegte sich dieses unförmige 'etwas' auf sie zu um vor ihren Füßen zur Ruhe zu kommen. Zufrieden schlug sie ein schwarzes Tuch um das kostbare Paraphernalium und begann den Rückweg den beachtlichen Gegenstand mit sich nehmend. Selbst magisch verstärkt hatte sie zu schleppen doch kamen keinerlei Zweifel auf das sie selbst, das Paraphernalium als auch Lucan mit dem Blut sicher am Ort des Rituales ankommen würden.
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Lythiana Cronor
Zum zweiten mal binnen weniger Tage betrat die Maestra das kleine Felseneiland in der Mitte des unterirdischen Sees. Dieses Mal jedoch war sie nicht allein – dicht hinter ihr betraten die Elegida, die Adepten Lucan und Maximilian sowie die Suchende Kelaino die Insel. Der Saum von Maximilians Robe berührte flüchtig die Wasseroberfläche – und prompt schien es, als ob der Wasserspiegel an einer gänzlich anderen Stelle in Bewegung geriet. Vielleicht ein Fisch....
Was auch immer es war, es war bei weitem nicht interessant genug, um die Aufmerksamkeit Lythianas mehr als einen kurzen Moment auf sich zu ziehen. Es gab wichtigeres zu tun. Stumm nahm sie vor der obersten Spitze des Pentagrammes Aufstellung, stellte den Stab dabei so auf dem Boden ab, dass das untere Ende dicht vor der Spitze den Boden berührte. Während sie das Pentakel abermals musterte, es sowohl auf realer Ebene als auch im Lied Eluives auf Unregelmäßigkeiten hin untersuchte, nahm sie aus den Augenwinkeln wahr, wie die anderen Geschwister die ihnen zugewiesenen Positionen einnahmen und ebenfalls, abgesehen von der Suchenden, die Stabenden vor den Spitzen platzierten.. Letztlich sah sie wieder auf, ihr Blick kreuzte sich mit dem Lanayas. Ein sachtes Nicken. Das Symbol war bereit, die Linien schienen vor Kraft fast schon zu pulsieren. Auf einen schlichten Wink hin traten die Adepten vor, ein jeder von ihnen platzierte einen Gegenstand im Zentrum des Sternes und nahm anschließend wieder seinen Platz ein. Die Arkoritherin ließ einen langen Blick durch die Runde wandern. Lanaya, Lucan, Maximilian, Kelaino... jeder von ihnen schien gleichermaßen entschlossen und konzentriert.
Die Maestra schloss die Augen. Während beide Hände den Stab fest umgriffen, verlangsamte sich die Atmung deutlich. Binnen kurzer Zeit leerte sich ihr Geist, jegliche überflüssigen Gedanken und Emotionen wurden schlicht zurückgedrängt, bis nichts mehr da war ... außer den allmählich deutlicher werdenden Klängen des Liedes. Eine Weile lang lauschte sie, nahm dabei am Rande wahr, wie auch die anderen Ordensmitglieder in Kontakt mit dem Lied traten, bekannte Töne nahe dem eigenen. Doch waren es nicht jene Klänge, nach denen sie suchte.... nach und nach drang sie tiefer, bis sie sich jenes tiefen Grundtones gewahr wurde, welchen man nicht ohne Grund als „Anker der Wirklichkeit“ bezeichnete. Während sich ein Teil ihres Geistes auf jenen Klang konzentrierte, richtete sich ein anderer Teil in die Ferne, lauschte dem, was in der Ferne hinter dem Lied ertönte.. kaum stärker wahrnehmbar als ein leises Echo. Vage spürte sie dabei, wie sich die Verbindung zur Realität verstärkte, das Band durch die Brüder und Schwestern fester geknüpft wurde. Die Arkoritherin holte tief Luft – und begann ihre Reise. Klang um Klang blieb hinter ihr zurück, das Lied im ganzen wurde allmählich leiser, bis außer dem Grundton und dem Klang Lanayas, welche sie begleitete, nichts mehr zu hören war. Doch da... vernahm sie nicht, noch weit entfernt, den Ton des Wesens dessen Dienste sie ersuchen wollte? Allmählich kam sie näher, der Klang wurde deutlicher. Entfernt erinnerte er sie an Feuer, doch schien es noch mit etwas anderem gemischt zu sein... etwas anderem, sehr dunklem. Ohne zu zögern formte sie die Schlinge, konzentrierte sich auf ihr Ziel... und warf. Abermals wurde sie gewahr, wie der Energiestrahl durch die Elegida verstärkt wurde. Sie zogen.
In der Realität, auf jenem kleinen Eiland inmitten des unterirdischen Sees, begann die Luft über dem Zentrum des Pentakels zu flimmern. Ein Riss schien durch die Wirklichkeit zu gehen, für einen Moment wurder der Blick in eine andere Welt frei.. eine Welt, die größtenteils aus Schatten und schwach brennenden Feuern zu bestehen schien. Einer jener Schatten löste sich, wurde gegen seinen Willen durch den Riss gezogen - und schwebte nun über der Mitte des Fünfsternes. Ein wütender Schrei war zu hören, mehr auf mentaler Ebene als in der Realität. Sogleich wurden von jedem Bruder und jeder Schwester Bande geflochten und um das Wesen gelegt – Bande, bestehend aus den Klängen klaren Wassers und reinen Lichtes. Es erstarrte... und wurde einen kurzen Moment später der beiden Gegenstände auf dem Boden gewahr. Eine Phiole, gefüllt mit Blut – und ein Ding, das nicht von ungefähr an ein riesiges Ei erinnern sollte. Wieder ein Schrei, weitaus leiser als zuvor und irgendwie resignierend. Letztlich schien das Wesen sacht den Kopf- oder das, was diesem Teil des Körpers nahe kam – vor Lythiana zu neigen. Es wartete....
Was auch immer es war, es war bei weitem nicht interessant genug, um die Aufmerksamkeit Lythianas mehr als einen kurzen Moment auf sich zu ziehen. Es gab wichtigeres zu tun. Stumm nahm sie vor der obersten Spitze des Pentagrammes Aufstellung, stellte den Stab dabei so auf dem Boden ab, dass das untere Ende dicht vor der Spitze den Boden berührte. Während sie das Pentakel abermals musterte, es sowohl auf realer Ebene als auch im Lied Eluives auf Unregelmäßigkeiten hin untersuchte, nahm sie aus den Augenwinkeln wahr, wie die anderen Geschwister die ihnen zugewiesenen Positionen einnahmen und ebenfalls, abgesehen von der Suchenden, die Stabenden vor den Spitzen platzierten.. Letztlich sah sie wieder auf, ihr Blick kreuzte sich mit dem Lanayas. Ein sachtes Nicken. Das Symbol war bereit, die Linien schienen vor Kraft fast schon zu pulsieren. Auf einen schlichten Wink hin traten die Adepten vor, ein jeder von ihnen platzierte einen Gegenstand im Zentrum des Sternes und nahm anschließend wieder seinen Platz ein. Die Arkoritherin ließ einen langen Blick durch die Runde wandern. Lanaya, Lucan, Maximilian, Kelaino... jeder von ihnen schien gleichermaßen entschlossen und konzentriert.
Die Maestra schloss die Augen. Während beide Hände den Stab fest umgriffen, verlangsamte sich die Atmung deutlich. Binnen kurzer Zeit leerte sich ihr Geist, jegliche überflüssigen Gedanken und Emotionen wurden schlicht zurückgedrängt, bis nichts mehr da war ... außer den allmählich deutlicher werdenden Klängen des Liedes. Eine Weile lang lauschte sie, nahm dabei am Rande wahr, wie auch die anderen Ordensmitglieder in Kontakt mit dem Lied traten, bekannte Töne nahe dem eigenen. Doch waren es nicht jene Klänge, nach denen sie suchte.... nach und nach drang sie tiefer, bis sie sich jenes tiefen Grundtones gewahr wurde, welchen man nicht ohne Grund als „Anker der Wirklichkeit“ bezeichnete. Während sich ein Teil ihres Geistes auf jenen Klang konzentrierte, richtete sich ein anderer Teil in die Ferne, lauschte dem, was in der Ferne hinter dem Lied ertönte.. kaum stärker wahrnehmbar als ein leises Echo. Vage spürte sie dabei, wie sich die Verbindung zur Realität verstärkte, das Band durch die Brüder und Schwestern fester geknüpft wurde. Die Arkoritherin holte tief Luft – und begann ihre Reise. Klang um Klang blieb hinter ihr zurück, das Lied im ganzen wurde allmählich leiser, bis außer dem Grundton und dem Klang Lanayas, welche sie begleitete, nichts mehr zu hören war. Doch da... vernahm sie nicht, noch weit entfernt, den Ton des Wesens dessen Dienste sie ersuchen wollte? Allmählich kam sie näher, der Klang wurde deutlicher. Entfernt erinnerte er sie an Feuer, doch schien es noch mit etwas anderem gemischt zu sein... etwas anderem, sehr dunklem. Ohne zu zögern formte sie die Schlinge, konzentrierte sich auf ihr Ziel... und warf. Abermals wurde sie gewahr, wie der Energiestrahl durch die Elegida verstärkt wurde. Sie zogen.
In der Realität, auf jenem kleinen Eiland inmitten des unterirdischen Sees, begann die Luft über dem Zentrum des Pentakels zu flimmern. Ein Riss schien durch die Wirklichkeit zu gehen, für einen Moment wurder der Blick in eine andere Welt frei.. eine Welt, die größtenteils aus Schatten und schwach brennenden Feuern zu bestehen schien. Einer jener Schatten löste sich, wurde gegen seinen Willen durch den Riss gezogen - und schwebte nun über der Mitte des Fünfsternes. Ein wütender Schrei war zu hören, mehr auf mentaler Ebene als in der Realität. Sogleich wurden von jedem Bruder und jeder Schwester Bande geflochten und um das Wesen gelegt – Bande, bestehend aus den Klängen klaren Wassers und reinen Lichtes. Es erstarrte... und wurde einen kurzen Moment später der beiden Gegenstände auf dem Boden gewahr. Eine Phiole, gefüllt mit Blut – und ein Ding, das nicht von ungefähr an ein riesiges Ei erinnern sollte. Wieder ein Schrei, weitaus leiser als zuvor und irgendwie resignierend. Letztlich schien das Wesen sacht den Kopf- oder das, was diesem Teil des Körpers nahe kam – vor Lythiana zu neigen. Es wartete....
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Lanaya Shevanor
..... doch während es wartete zehrte es von dem Blut des Priesters. Nicht ein Tropfen blieb übrig und tatsächlich schien es seine Wirkung nicht zu verfehlen. Abermals kreuzten sich die Blicke Lythianas und Lanayas. Einzig dieser Spanne, kaum länger als einige Herzschläge reichte um sich zu verständigen. Lange war es her seit sie die Macht so offensichtlich gebraucht haben doch nahezu übergangslos demonstrierten sie was inzwischen möglich war. Blaue, kalte Flammen schienen jeden der Anwesenden einzuhüllen, zu umschmeicheln und gleichsam etwas von ihm zu verlangen. Wagten sie zu geben?
Der Schatten lauerte. Dunkle Augen blitzten in der wobernden Masse auf und kurz glaubte man helle, messerscharfe Zähne zu erkennen. Lythiana und Lanaya taten es zuerst, verbanden die Flammen jene sie einhüllten mit dem Schattenwesen ließen die bodenlose Schwärze mit dem zuckenden Blau verschmelzen. Auch dies schien es schlichtweg zu verzehren, das Blau verschwand – wurde schwarz und verlor sich in der Dunkelheit. Das Wesen jedoch gewann sichtlich an Kraft und endlich, endlich schien es bereit. Nachdem jeder Arkorither diese Prozedur hinter sich gebracht hatte ließen sie frei was sie da beschworen hatten. Schneller als das es jemand hätte verhindern könnten raste der Schatten auf sie zu, hüllte sie ein und alles versank in gnädiger Dunkelheit. Ein stiller Beobachter hätte nun berichten können wie es 5 Schattenwesen waren die schließlich davon stoben.
Dunkelheit, Wendigkeit, Schnelligkeit – vieles hätte es zu umschreiben vermocht doch sind manche Dinge zu fantastisch sie in Worte zu kleiden. Blitzschnell bewegten sie sich dahin. Der Anwesenheit der Anderen stets bewusst. Verweilten einige Herzschläge länger in jedem Schatten den der Wald hergab. Finsternis schien sich wie ein dicker, wabernder Nebel zu verdichten. An anderer Stelle hoben die Wölfe den Kopf. Weit zog sich ihr Geheul durch die Nacht und zeigte den Jägern den Weg. Kein anderer Laut klang in dieser Nacht auf. Stille hatte sich wie ein stummer Vorbote des Grauens verbreitet. Endlich, endlich waren sie da. Wie Schemen konnte man sie ausmachen. Klein, verletzbar und so viele.... so viele... so... Schon waren sie dort. Hatten eingehüllt was sie nähren würde. Töteten still, schnell und überaus brachial. Der Wolf schien von Innen heraus aufzubrechen. Seine Gendärme verteilten sich blutig, warm über den moosigen Waldboden um ein dumpfes rostrot in das Grün zu mischen. Weder Fleisch, noch Fell noch irgendetwas anderes, weltliches schien sie an dem Tier zu reizen. Einzig der Schmerz war es den sie gierig aufsogen, die Verzweiflung die so süß und erfassbar in der Luft lag. Ein Blick der sich trübte ehe das Leben gänzlich verlosch. Weiter, immer weiter – noch so viele schienen in die Dunkelheit zu entfliehen. Pfote für Pfote... Schatten für Schatten – sie waren schneller. Wolf für Wolf wurde eingehüllt, verschwand in der Dunkelheit und ging mit einem herzergreifendem Jaulen zu Grunde. Nicht wenige Male blieben schwarze, verbrannte Stellen zurück den Weg der Schatten zierend... Jagen...jagen mehr gab es nicht .. nur die süße, erfolgreiche Jagd und das Töten jenes ihr Innewohnte. Die Wälder von Lameriast suchte das Grauen heim.
Wie Statuen schienen die Arkorither an den Spitzen des Pentakels zu verharren. Nichts, gar nichts schienen sie von ihrem Werk zu erfahren, begutachteten nicht was sie ausgesandt hatten. Stunde um Stunde zog sich dahin. Noch immer pulsierte die Macht des Fünfsternes im Gleichklang mit dem Blut das durch ihre Adern floss. Erst als der Morgen graute kehrten die Schatten zurück. Ein weiteres Mal wurden die Arkorither eingehüllt. Doch diesmal verschwanden sie nicht in Schwärze, diesmal waren es die Flammen jene ihnen das Leben einzuhauchen schienen kaum das sie von dem Wesen auf die Arkorither übergangen war. Ihre Rache hatte begonnen und das Schattenwesen hatte sich ihrer bedient seine Aufgabe zu erfüllen. Sie schickten zurück was sie gerufen hatten, zerstörten was hier dienlich gewesen war und verließen die Insel. Zurück blieb ein Wald in dem Tod und Zerstörung von den Kräften der letzten Nacht bekundeten.
[img]http://nachbarslumpi.na.funpic.de/Ritual.JPG[/img]
Der Schatten lauerte. Dunkle Augen blitzten in der wobernden Masse auf und kurz glaubte man helle, messerscharfe Zähne zu erkennen. Lythiana und Lanaya taten es zuerst, verbanden die Flammen jene sie einhüllten mit dem Schattenwesen ließen die bodenlose Schwärze mit dem zuckenden Blau verschmelzen. Auch dies schien es schlichtweg zu verzehren, das Blau verschwand – wurde schwarz und verlor sich in der Dunkelheit. Das Wesen jedoch gewann sichtlich an Kraft und endlich, endlich schien es bereit. Nachdem jeder Arkorither diese Prozedur hinter sich gebracht hatte ließen sie frei was sie da beschworen hatten. Schneller als das es jemand hätte verhindern könnten raste der Schatten auf sie zu, hüllte sie ein und alles versank in gnädiger Dunkelheit. Ein stiller Beobachter hätte nun berichten können wie es 5 Schattenwesen waren die schließlich davon stoben.
Dunkelheit, Wendigkeit, Schnelligkeit – vieles hätte es zu umschreiben vermocht doch sind manche Dinge zu fantastisch sie in Worte zu kleiden. Blitzschnell bewegten sie sich dahin. Der Anwesenheit der Anderen stets bewusst. Verweilten einige Herzschläge länger in jedem Schatten den der Wald hergab. Finsternis schien sich wie ein dicker, wabernder Nebel zu verdichten. An anderer Stelle hoben die Wölfe den Kopf. Weit zog sich ihr Geheul durch die Nacht und zeigte den Jägern den Weg. Kein anderer Laut klang in dieser Nacht auf. Stille hatte sich wie ein stummer Vorbote des Grauens verbreitet. Endlich, endlich waren sie da. Wie Schemen konnte man sie ausmachen. Klein, verletzbar und so viele.... so viele... so... Schon waren sie dort. Hatten eingehüllt was sie nähren würde. Töteten still, schnell und überaus brachial. Der Wolf schien von Innen heraus aufzubrechen. Seine Gendärme verteilten sich blutig, warm über den moosigen Waldboden um ein dumpfes rostrot in das Grün zu mischen. Weder Fleisch, noch Fell noch irgendetwas anderes, weltliches schien sie an dem Tier zu reizen. Einzig der Schmerz war es den sie gierig aufsogen, die Verzweiflung die so süß und erfassbar in der Luft lag. Ein Blick der sich trübte ehe das Leben gänzlich verlosch. Weiter, immer weiter – noch so viele schienen in die Dunkelheit zu entfliehen. Pfote für Pfote... Schatten für Schatten – sie waren schneller. Wolf für Wolf wurde eingehüllt, verschwand in der Dunkelheit und ging mit einem herzergreifendem Jaulen zu Grunde. Nicht wenige Male blieben schwarze, verbrannte Stellen zurück den Weg der Schatten zierend... Jagen...jagen mehr gab es nicht .. nur die süße, erfolgreiche Jagd und das Töten jenes ihr Innewohnte. Die Wälder von Lameriast suchte das Grauen heim.
Wie Statuen schienen die Arkorither an den Spitzen des Pentakels zu verharren. Nichts, gar nichts schienen sie von ihrem Werk zu erfahren, begutachteten nicht was sie ausgesandt hatten. Stunde um Stunde zog sich dahin. Noch immer pulsierte die Macht des Fünfsternes im Gleichklang mit dem Blut das durch ihre Adern floss. Erst als der Morgen graute kehrten die Schatten zurück. Ein weiteres Mal wurden die Arkorither eingehüllt. Doch diesmal verschwanden sie nicht in Schwärze, diesmal waren es die Flammen jene ihnen das Leben einzuhauchen schienen kaum das sie von dem Wesen auf die Arkorither übergangen war. Ihre Rache hatte begonnen und das Schattenwesen hatte sich ihrer bedient seine Aufgabe zu erfüllen. Sie schickten zurück was sie gerufen hatten, zerstörten was hier dienlich gewesen war und verließen die Insel. Zurück blieb ein Wald in dem Tod und Zerstörung von den Kräften der letzten Nacht bekundeten.
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Zuletzt geändert von Lanaya Shevanor am Sonntag 5. August 2007, 23:17, insgesamt 3-mal geändert.
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Falk Hinrah
Der süsse Geruch nach Schweiss und Blut ließ seine Leftzen tropfen, der Geschmack des roten Elixiers brannte in seinem Maul. Schneller und immer schneller ging die Jagd dahin. Direkt hinter sich konnte er sein Rudel hören, ganz Aussen die Treiber, weiter Innen die Greifer. Gemeinsam zogen sie das Tempo noch einmal an, brachen direkt hinter dem Hirsch aus der Waldgrenze, links und rechts von ihm zogen die Treiber die Schlinge enger, brachten ihn dazu einen Haken zu schlagen und so in Reichweite der Greifer. Er tat seinen Sprung, flog wie ein Blitz durch die Luft und versenkte seine Reißzähne im Hals des Hirschen.
Süsses Blut, kostbares, heisses Blut. Das Rudel musste fressen und Hirsch und seine Kinder, gaben ihr Fleisch um Wolf und seine Kinder zu ernähren. Am Morgen würden sie neu geboren werden und die Wölfe würden als ihre getreuen Kämpfer das Revier bewachen.
Zumindest hätte es so kommen sollen. Ihr Vater hatte ihnen feinste Sinne gegeben, Wolfsohren konnten besser hören als alle anderen Ohren, bis in das Lied horchten sie hinein und um den Wald zu schützen, hatte er ihnen Zähne gegeben, die auch im Lied Wunden reissen konnten.
Ihre Ohren ließen sie alle gleichzeitig den Kopf heben, als eine Welle von Gewalt, Brutalität und purer Mordlust über den Wald hinweg schwappte.
Ihre Zähne ließen sie schrecklich im Stich als das Sterben begann...
Schreie hallten durch das nächtliche Grimwould. Schreie des puren, reinen Schmerzes. Jeder Wolf, der in dieser Nacht starb war Falk, jedes Quentchen Schmerz das sie empfanden fuhr mitten durch seinen Körper. Stundenlang konnte sein Clan nichts anderes tun als zu zu sehen wie ihr stolzer Jarl sich in schrecklichen Schmerzen wand, wie er sich mit den Fingernägeln tiefe Wunden in das eigene Fleisch riss, dieses durch die Macht des Totems geheilt wurde, nur um erneut von zu Klauen verkrampften Fingern zerrissen zu werden. Doch während alles was sie tuen konnten war den Einherjer, gefangen in seiner bewusstlosen Raserei, mit vereinten Kräften zu bändigen, war jemand anders ungesehen bei ihm. Um ihn weiter vor zu bereiten auf das was da kommen würde.
((für Falk geht es [url=http://www.alathair.de/forum/viewtopic.php?p=152585#152585]hier[/url] weiter))
Süsses Blut, kostbares, heisses Blut. Das Rudel musste fressen und Hirsch und seine Kinder, gaben ihr Fleisch um Wolf und seine Kinder zu ernähren. Am Morgen würden sie neu geboren werden und die Wölfe würden als ihre getreuen Kämpfer das Revier bewachen.
Zumindest hätte es so kommen sollen. Ihr Vater hatte ihnen feinste Sinne gegeben, Wolfsohren konnten besser hören als alle anderen Ohren, bis in das Lied horchten sie hinein und um den Wald zu schützen, hatte er ihnen Zähne gegeben, die auch im Lied Wunden reissen konnten.
Ihre Ohren ließen sie alle gleichzeitig den Kopf heben, als eine Welle von Gewalt, Brutalität und purer Mordlust über den Wald hinweg schwappte.
Ihre Zähne ließen sie schrecklich im Stich als das Sterben begann...
Schreie hallten durch das nächtliche Grimwould. Schreie des puren, reinen Schmerzes. Jeder Wolf, der in dieser Nacht starb war Falk, jedes Quentchen Schmerz das sie empfanden fuhr mitten durch seinen Körper. Stundenlang konnte sein Clan nichts anderes tun als zu zu sehen wie ihr stolzer Jarl sich in schrecklichen Schmerzen wand, wie er sich mit den Fingernägeln tiefe Wunden in das eigene Fleisch riss, dieses durch die Macht des Totems geheilt wurde, nur um erneut von zu Klauen verkrampften Fingern zerrissen zu werden. Doch während alles was sie tuen konnten war den Einherjer, gefangen in seiner bewusstlosen Raserei, mit vereinten Kräften zu bändigen, war jemand anders ungesehen bei ihm. Um ihn weiter vor zu bereiten auf das was da kommen würde.
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Zuletzt geändert von Falk Hinrah am Sonntag 12. August 2007, 02:57, insgesamt 1-mal geändert.