Mabon

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Genevra

Mabon

Beitrag von Genevra »

Leise fielen dicke Regentropfen aus dem wolkenverhangenen Nachthimmel, der die Präsenz des silbernen Mondes und seiner tausenden Begleiter verschleierte. Ein kräftiger Windhauch fegte über die kleine bewaldete Insel hinweg und rieb die blattverzierten Baumkronen zu einem gespenstischen Rascheln auf, welches immer wieder vom Knurren des Donners übertönt wurde. Inmitten des dunklen Waldes stand ein hölzernes Haus, welches durch das dichte Blatt- und Astwerk vor unliebsamen Blicken und durch die umrundenden wabernden und ungeahnt tiefen Sümpfe vor unerwünschten Besuchern geschützt wurde.

Im unteren Stockwerk dieses Hauses saß Genevra im Kreise ihrer Schwestern um einen Tisch herum. Alle wurde sanft gebettet von weichen und gemütlichen Kissen und drei Kerzen in der Mitte des Tisches erhellten ihr Zusammensein. Die Flammen zuckten und tanzten im Rhythmus des Unwetters und warfen dabei verspielte Schattenmuster auf die Wände und die Gesichter der Frauen. Genevras rechte Hand hatte sich im tiefbraunen und samtig weichen Fell ihrer kleinen Katze Santaly vergraben und das zierliche Wesen quittierte diese Zärtlichkeit mit einem wohligen Schnurren. Zeitgleich lauschte die junge Tochter aufmerksam und gespannt den Ausführungen von Vivianne und Ryana.

Ihre Worte sangen von Mabon, dem Fest der Ernte und der Toten. An jenem Tage sollten Helligkeit und Finsternis die gleichen Stunden zählen, um anschliessend der dunklen Jahreszeit den Vorrang zu gewähren. Für die Früchte der Felder sollte an diesem Feste gedankt werden, ein Fest zugunsten Mutter Erde. Doch auch der unlängst Verstorbenen sollte in jener Nacht gedacht werden, jenen die nicht mehr unter den Lebenden weilten. Kerzen und ein großes Feuer sollten ihnen den Weg weisen in den dunklen Stunden. Und bis der Tag der Feierlichkeit gekommen war, sollten die jungen Töchter des Sees Vorbereitungen treffen. Ein Schneider sollte aufgesucht werden, auf dass er Kleider in den Farben Mabons fertigte. Außerdem sollten sie zu den Bauern und Bäuerinnen des Landes ziehen um beim Einholen der Ernte zu helfen. Aber nicht mit Münzen sollten sie sich entlohnen lassen, sondern mit den Gaben der Natur, die sie zu ihrem Feste auftragen sollten. Doch gemieden werden sollten jene, die im Dienste des Brudermörders standen, deren Früchte dunkel und bitter waren.

Und selbst Genevra, auf die die Worte der Beiden noch befremdlich und unbekannt wirkten, befand sich im Bann des Brauches, der alljährlich wiederkehrte um Abschied und Wiedersehen zugleich zu verkünden. Noch viele Fragen standen offen, vieles konnte die neu erwachte Tochter noch nicht verstehen, doch würde sie bald auf jede einzelne Ungereimtheit eine Antwort finden. Dieses Versprechen lag im Blick der Erfahrenen, der Herrin des Sees. Doch jetzt war es ersteinmal an der Zeit sich den Vorbereitungen zu widmen, denn die Zeit stand niemals still ...
Genevra

Beitrag von Genevra »

Der Blick aus Genevras fiebrig glänzenden und rot geäderten Augen lag auf der Gestalt Viviannes, die sich langsam über den mit Laub und Geäst bedeckten Waldboden gen Wasser bewegte. Trotz des gesenkten Hauptes verlor die scheinbar alterslose Frau nichts von ihrer Anmut und ihrem Stolz und auch die herbstlich frische Meeresbrise, die an ihrem Kleid zerrte und zog, konnte ihr nichts anhaben. Ein Anfall von rauhem Husten zwang Genevra dazu ihre Augenlider zu senken und als sie jene wieder zu öffnen vermochte, konnte sie gerade noch das feurige Rot von Viviannes seidigen Haaren erkennen, ehe das dichte Blattwerk des Waldes ihr vollends die Sicht nahm. Was auch immer die Herrin des Sees an den Gewässern tat, sie tat es alleine und ohne das Beisein ihrer jungen Töchter.

Ein leises und nicht minder enttäuschtes Seufzen entronn den dunklen Lippen Genevras, während sie ihren Kopf zur Brust hinabsinken ließ. Es war Mabon, der Tag des Dankes und der Ernte. Und sie saß am Fenster des Waldhauses und wog sich in der Einsamkeit ihrer warmen Felle, anstatt das Fest im Kreise ihrer Schwestern zu begehen. Eigentlich sollte der Tag voller Freude und neuer Erfahrungen für die Erwachende sein, doch wurde ihr dies verwehrt, weil sie versagt hatte. Vor sich selbst, vor Vivianne und damit auch vor Mutter. Noch bevor Genevra ihre Finger in die dunkle Erde hatte vergraben können, um deren Früchte zu ernten, hatte sie sich von einem reizenden Husten und körperlicher Hitze dahinraffen lassen. Sie hatte ihre physische Schwäche als Grund angesehen, die aufgetragenen Vorbereitungen für Mabon zurückzustellen und sich erst einmal um ihre Gesundung zu kümmern. Die Fürsorge der ersten Tage von Seiten Viviannes hatten sie in ihrem Tun bestätigt, doch war ihr jener Zeitpunkt entglitten, an dem sie wieder zu körperlicher Belastung in der Lage gewesen war. Doch als sie diese Tatsache schließlich erkannt hatte, war es bereits zu spät gewesen und die Bitterkeit glomm in Viviannes seegrünen Augen.

Ein leises Knarren in der hölzernen Wand ließ die junge Tochter aufschauen und sogleich wieder zusammenzucken. Ein schmerzhaftes Pochen bemächtigte sich Genevras Bewusstsein und vor ihren Augen tanzten helle Blitze. Während sich grellen Lichtstrahlen nach und nach zu einem klaren Bild formten, wich der Schmerz nicht für eine Sekunde. Eine weißhaarige faltige alte Frau stand vor ihr und ein Mantel aus Schnee und Eis lag auf ihren Schultern. Aus dem von dünnen Lippen umrahmten Mund drang nebliger Atem, der direkt auf Genevra zuwaberte. Instinktiv zog die Erwachende die weichen Felle enger um ihren Körper, doch konnte sie sich dem eisigen Hauch der Kälte nicht enziehen, der langsam an ihr hinaufkroch.

"Was .. ?" brach es krächzend über die bibbernden inzwischen blaulividen Lippen der Tochter der Natur. Genau in jenem Moment zerplatzte das Bild vor Genevras innerem Auge gleich einer Seifenblase und wurde von schwarzem Nichts abgelöst. Als sich ihr Blick wieder aufklarte, blickte sie direkt auf Vivianne, die auf dem Rückweg zum Waldhaus war. Ihr loderndes Haar war durchwebt mit eisigen Kristallen und ihre Haut glänzte wie weißer Schnee. Als die Herrin des Sees plötzlich in ihren Bewegungen verharrte und aufschaute, trafen sich die Blicke der beiden Töchter Eluives. Und in diesem Moment wurde Genevra deutlicher als je zuvor bewusst, dass sie etwas gut zu machen hatte.

(s.a. http://www.alathair.de/forum/viewtopic.php?t=3240)
Ryana

Beitrag von Ryana »

Sie kniete sich vor die Stufen der Terrasse die zum Haus führte. Ihre Fingerspitzen glitten über die eisbedeckte unterste Stufe. Sie wagte kaum den Blick zu heben, und als er schließlich auf das Haus traf, zuckte sie zusammen. Im Winter wäre die Erscheinung des Hauses wohl nichts ungewöhnliches gewesen. Doch da gerade erst Herbst war stach diese über und über mit Eispflanzen und von den kleinen Eiszapfen gespickte Hausfassade in seiner noch recht grün schimmernden Umgebung gerade zu unwirklich hervor. Irgendetwas musste passiert sein, und die innerliche Kälte die sie verspürte und sie zittern ließ, obwohl sie nicht wirklich fror, bestätigte ihre Vermutung nur. Hastig erhob sie sich, erklomm die Stufen und stürzte ins Haus. Der Anblick der sich ihr dort bot, ließ sie etwas zurücktaumeln. Die einstige schöne, gestandene Frau, dessen Gesicht umrandet wurde von feuerrotem Haar, in deren grün strahlenden Augen man sich immer mal wieder schnell verlor, war einer alten Frau mit schlohweißem Haar gewichen. „Vivianne, was... was ist passiert?“ brachte sie erschrocken hervor.

Bis tief in die Nacht hinein dauerte ihr Gespräch an...die Stimmung war bedrückt, sowohl seitens Vivianne, deren Enttäuschung in jedem Worte spürbar war, als auch seitens Ryana, die nun um den schweren Fehler wusste, der leichtsinnig und unachtsam begangen wurde. Waren sie Narren gewesen, dumm oder hatten sie vieles einfach nur schon als selbstverständlich hingenommen? Eine harte Lektion die ihnen zuteil wurde, hart aber gerecht und es war an ihr und ihren Schwestern es wieder gut zu machen. Die Erkenntnis kam mit jedem weiteren Wort, ebenso wie die eigene Schuld und die Vorwürfe, die man sich machte, wuchsen. Und trotz allem was gerecht schien und gerecht war, brachte Mutter, deren Enttäuschung wohl die größte sein dürfte, es dennoch fertig ihr für die Nacht die innere Kälte zu entziehen und durch einen warmen Mantel zu ersetzen. Und so schlief sie, voller Trauer, an Vivianne gelehnt, die Nacht inmitten dieser schnee- und eisbedeckten Umgebung doch recht friedlich und sie wusste um die Aufgabe, die ihr in dieser Nacht zuteil wurde...Wiedergutmachung zu leisten. Am nächste Tage wollte sie die Schwestern zusammenrufen. Und so weckte sie ihre Schwestern am nächsten Morgen mit dem ersten Licht des Tages, um sie zu versammeln.
Genevra

Beitrag von Genevra »

Dichter Nebel lag über der kleinen Insel und die ersten schwachen Strahlen der aufgehenden Sonne konnten sich noch nicht gegen die grauen Schleier durchsetzen. Genevra befand sich noch in tiefem Schlaf, als sich die Hand Ryanas vorsichtig auf ihre Schultern legte. "Genevra, wach auf. Wir haben etwas zu besprechen", drang es raunend an ihre Ohren, dann entfernte sich der leichte Druck von ihren Schultern wieder. Verschwommen nahm Genevra wahr, wie auch Siela neben ihr auf die gleiche Art und Weise geweckt wurde.

Wenige Minuten später hatten sich die Schwestern in der unteren Etage des Waldhauses eingefunden. Genevra hatte sich in eine dicke wollene Robe gehüllt, auch wenn sie sich bewußt war, dass diese sie kaum gegen die Eiseskälte schützen konnte. Nicht die scheinbar kühlen Temperaturen der Schnee- und Eisdecke über der Insel ließen sie frösteln und frieren, nein. Vielmehr war es die Kälte in ihrem Herzen, welche ihr zu schaffen machte. Kurz schüttelte sie ihren Kopf, dann nahm sie dankend die Tasse aus Ryanas Händen an - ein warmer Tee aus den letzten kläglichen Kräuterbeständen, der ihr Inneres kurzzeitig erwärmen sollte.

Auch Vivianne hatte sich zu den drei Schwestern gesellt, doch blieb sie auf Abstand zu ihren jungen Töchtern. Ihre bleiche Miene war ausdruckslos und das schlohweiße Haar hing kraft- und glanzlos über ihre eingesunkenen Schultern. Einzig ihre seegrünen Augen verrieten eine Regung - es war noch immer die bittere Enttäuschung die ihnen glomm. Genevra wandte den Blick ab, sie konnte es nicht ertragen. Sie wusste um ihr Versäumnis und was dies in der Herrin des Sees ausgelöst hatte. Und noch größer wurden die Vorwürfe an sich selbst bei dem Gedanken, was sie Vivianne alles zu verdanken hatte. Und sie hatte nichts besseres zu tun als dieses Geschenk mit den Füßen zu treten. Sie wollte es wieder gut machen, dies schwor sie sich ... sie wusste nicht zum wievielten Male innerhalb der letzten Stunden.
Genevra

Beitrag von Genevra »

Unendlich viele kleine Regentropfen fielen aus dem wolkenverhangenen Himmel und trafen das gen Boden geneigte Gesicht Genevras. Trotz der über den Kopf gezogenen Kaputze rann ihr das Wasser die Wangen hinab. Der wollene Umhang, den sie um ihren Körper geschlungen hatte, war völlig durchweicht und einige ihrer dunkelbraunen Haarsträhnen klebten durcheinander auf ihrer Stirn. Ein Blick gen Ryana und Siela, die jeweils zu ihrer Linken und Rechten liefen, bestätigten den Verdruß über das herbstliche Wetter. Doch keine der Drei öffnete den Mund um einer Beschwerde stattzugeben, wußten sie doch alle um die Wichtigkeit ihres Tuns.

Die Felder der ersten Höfe, die sie passierten, lagen bereits brach. Die Tiere verharrten in den Stallungen, so dass es für die drei Schwestern nichts mehr zu helfen gab. Genevra, die gerade das Unwohlsein über die weite Entfernung zur Insel abgeschüttelt hatte, überfielen die nächsten trüben Gedanken. Was war, wenn sie zu spät kamen ? Wenn ihre Schritte umsonst waren und die Bauern keine Hilfe mehr benötigten ? Doch ihre Sorge sollte nicht bestätigt werden, denn nur wenige Sekunden später bekundete Ryana ein noch gefülltes Feld mit einem leisen Ausruf. Eine noch recht junge, aber von Arbeit verzehrte Frau erwies sich als Gutsherrin, Emma Uhlenhoff war ihr Name. Ihre Skepsis gegenüber den drei Schwestern schwand bald und wandelte sich in dankbare Freude um, die Ernte nicht alleine einholen zu müssen, gerade bei diesem Unwetter.

Und während sich die Töchter Eluives der Bearbeitung der Felder des Uhlenhoff-Hofes widmeten, liess Genevra ihren Blick immer wieder gen Emma gleiten. Irgendetwas in ihren Zügen erschien ihr vertraut, wenn nicht gar bekannt. Doch sie wagte es nicht, die Landbesitzerin danach zu fragen. Nicht zuletzt aus dem Grunde, dass die Schwestern unter falschen Namen hier arbeiteten. Genevra konnte es zu diesem Zeitpunkt noch nicht nachvollziehen, weshalb Ryana und Siela so handelten, doch sie spielte mit. Sollte der Zeitpunkt gekommen sein, würde sie Ryana um eine Erklärung hierfür bitten.

Stunden vergingen und die Felder leerten sich, die Keller und die Scheune Emmas hingegen füllten sich. Die Wangen der drei jungen Frauen waren gerötet, doch waren sie stolz auf ihre geleistete Arbeit. Zum Dank stellte Emma ihnen einen Korb mit einer bunten Mischung aus dem Geernteten zusammen. Siela machte sich mit jenem auf den Weg zurück zur Insel, während Ryana und Genevra den nächsten Hof aufsuchten um ihre Hilfe anzubieten. Nur wenige Schritte von Emmas Hof entfernt trafen sie auf das Auenfeld-Grundstück. Irmenlind Auenfed, eine rundliche Bäuerin, welche gerade mit Mühe und Not durch die Türrahmen ihres Hauses passte, hieß sie mit einem freundlichen Lächeln willkommen und auch sie nahm die Hilfe des Schwestern allzugerne an.

Erst als die Sonne sich dem Horizont entgegen neigte und den Himmel in ein sanftes Rot versetzte, trugen Ryana und Genevra die letzten Kräuter von den Feldern. Schweißperlen standen auf ihrer Stirn, die Anstrengung war ihnen anzusehen. Auch Irmenlind packte ihnen zwei Körbe voll mit Obst und Gemüse, Korn und Kräutern. Doch sie ließ die beiden Schwestern nicht eher vom Hofe ziehen, bis sie von ihrem deftigen Braten und dem selbstgebackenen Brot probiert hatten. Auch der Krug mit frischer Honigmilch ging nicht an ihnen vorüber.

Spät am Abend kehrten die beiden zurück auf die Insel. In dieser Nacht wurde ihnen ein ruhiger und tiefer Schlaf zuteil.
Genevra

Beitrag von Genevra »

Heiße Tränen schossen in Genevras weit geöffnete Augen, deren nussbraune Iris von roten Äderchen umrandet war. Man mochte annehmen, dass es der von den gierigen Flammen aufsteigende stechende Rauch war, der ihr die silbrigen Perlen auf die Wangen trieb, als sie die getrockneten Blätter ihres geflochtenen Kranzes in das glühende Element warf. Doch in Wahrheit kamen sie tief aus Genevras Innerem, direkt aus dem jungen Herzen. Von ihren dunklen Lippen sprangen Worte, geflüstert und doch mochte der Wind sie weitertragen. Das Bewußtsein der jungen Erwachenden konnte die Bedeutung des Gesprochenen zu diesem Augenblick nicht greifen, doch sie wußte, dass sie richtig waren. Worte des Dankes, des Flehens und der Hoffnung, getränkt in Hingabe und ehrliche Liebe. Verschwommen, wie durch einen neblig wabernden Schleier betrachtete die Tochter Eluives ihre Schwestern. Sie standen an den Eckpunkten eines Pentagrammes, welches auf dem gefrorenen Erdboden unter den glutroten Flammen aufglühte.

Vivianne, Herrin des Sees und Eluives ausführende Hand. Schlohweiß loderte das feine Haar um das schmale Gesicht der Frau, die im Zeichen des Nordens stand, die Geister der Lüfte bindend. In den seegrünen Augen spiegelte sich das Abbild dessen, was sie gewesen war, bevor Eis und Kälte sich der Insel und der Herzen ihrer Kinder bemächtigt hatte. Auf den schmalen Lippen lag ein tiefes warmes Lächeln.

Solveigh, die die Geister der Erde im Osten hielt. Auf den Zügen der reifen Frau lag der Anflug von Schrecken, wenn nicht gar Furcht. Genevra tat sich schwer in ihr eine junge erwachende Schwester zu sehen, trennten sie einige Jahre des Lebens. Doch die Wege Mutters offenbahrten sich zu den verschiedensten Zeitpunkten des Lebens und Genevra würde lernen müssen auch sie in ihrem Kreis zu akzeptieren.

Ryana, im Süden stehend und die Geister des Feuers bindend. Ihr helles blondes Haar leuchtete im Dunkel der Nacht. Schwester und Freundin, Gefährtin und Vorbild. In ihrem Blick die Ruhe selbst.

Sie, Genevra, die Geister des Wassers im Westen haltend. Geküßt von der Kraft Eluives, heimgeführt in den Kreis Mutters.

Ein Traum, der die Ketten des Eises sprengte.
Ein Traum, der die Wärme zurück in ihr Herz führte.
Ein Traum, der Wirklichkeit wurde.
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