Alles verloren - Der lange Weg zurück nach Drachenfels

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Liliana van Drachenfels
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Alles verloren - Der lange Weg zurück nach Drachenfels

Beitrag von Liliana van Drachenfels »

[url=http://www.alathair.de/html/index.php?action=charaktere_show_char&char=03191c] Die Vorgeschichte[/url]


Da war sie nun allein in einem Fischerörtchen gestrandet. Ihre Mutter mußte vor zwei Tagen auf hoher See bestattet werden, weil eine ansteckende Seuche befürchtet wurde. Ihr Bruder von Piraten entführt. Ihr Vater war tot wie sie aus einem Brief des Haushofmeisters erfuhr, der ihr wenige Tage später zugestellt wurde.
Ganz auf sich allein war sie gestellt und das vollkommen mittellos.
Irgendwie mußte sie wenigstens an ein bißchen Gold kommen um sich irgendwo ein Zimmer mieten zu können und sich Essen zu kaufen.

Als erstes schrieb sie einen Brief an den Grafen von Hohenstein, indem sie ihn über den Verlust der Baronie informierte. Sie übergab das Schreiben einem der Botenjungen. Ihre letzten paar Goldstücke gab sie ihm und versprach ihm daß der Graf ihm sicher auch eine Belohnung geben würde.
"Was nun Lili?" fragte sie sich dann selber halblaut. So sah sie sich in Bajard um. In der Nähe des Hafens stieß sie auf einen Angler mit dem sie sich kurz unterhielt. Er gab ihr den Hinweis daß der Fischermann am Steg Fische kaufen würde und schenkte ihr sogar eine Angel. Lili dankte ihm und es gelang ihr sogar einen recht dicken Fisch an Land zu ziehen. Aus dem Erlös konnte sie sich wenigstens etwas zu Essen kaufen. Auf die Idee den Fisch selber zuzubereiten kam sie nicht, da ihre Kochkenntnisse doch sehr mangelhaft waren.
Zuletzt geändert von Liliana van Drachenfels am Sonntag 4. Februar 2007, 22:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Liliana van Drachenfels
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Beitrag von Liliana van Drachenfels »

Die erste Nacht hatte sie in einer verlassenen Fischerhütte verbracht. Früh am Morgen schon stand sie auf und ging zum Hafen. Hier erkundigt sie sich nach eingelaufenen Schiffen und fragte überall nach ihrem Bruder, doch ohne Erfolg. Mittags plagte sie wieder der Hunger und sie begann zu fischen, da sie doch am Vortag damit recht erfolgreich gewesen war.
Auch heute war ihr das Fischerglück hold und sie konnte einige kleinere Fische fangen, die sie dann dem Fischer anbot. Auf dem Weg zur Taverne traf sie eine Frau, der es gar nicht gut ging. Sie wankte nur so umher und war recht grün im Gesicht, Lili ging sogleich zu ihr um zu sehen ob sie helfen konnte. Anscheinend war sie vergiftet und Lili gab sich Mühe ihr zu helfen. Als erstes brachte sie die Fremde zu einer Bank, nahe dem Teich. Sie zitterte unkontrolliert und ein wenig Schaum stand ihr vor dem Mund. Lili's Möglichkeiten waren nur sehr beschränkt, da sie ja alles auf Drachenfels zurück gelassen hatte. In ihrer Tasche befand sich noch ihr Buch und ein Mörser, sowie einige wenige Reagnzien. Sie fragte die Fremde ob sie vor kurzem etwas gegessen oder getrunken hatte und diese nickte schwach. Es war offensichtlich, daß die Frau vergiftet war, sie mußte unbedingt das Gift aus dem Körper holen. So schöpfte sie etwas Wasser aus dem Teich und pflückte etwas von dem Bilsenkraut das dort Wuchs. Sehr wenig davon zerkleinerte sie zu einem Brei und gab Wasser hinzu, anschließend rührte sie das ganze gut um und flößte der apathisch da sitzenden Frau, der es sichtlich schlecht ging, ein wenig davon ein. Sogleich geschah was Lili bezwecken wollte und die Frau erbrach sich fast schon krampfhaft in den Teich. Lili hielt sie fest, sonst wäre sie sicher in den Teich gefallen und nach einer Weile hörte der Brechreiz bei der Fremden auf und sie sank erschöpft auf die Bank zurück. Sie wirkte recht schwach. Lili schlug einige Äste von einem umstehenden Baum ab und legte sie auf die Glut einer Feuerstelle. Kurz darauf prasselte ein kleines Feuerchen und Lili setzte einen Tee auf, den sie mit einem Extrakt aus Ginsengwurzeln versah. Diesen gab sie ihr zu Trinken und so langsam erholte sie sich..
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Liliana van Drachenfels
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Beitrag von Liliana van Drachenfels »

Am Tage drauf, sie war in dem Wäldchen vor Bajard und sammelte dort kräuter, kam plötzlich ein Mann aus einem Erdloch gekrochen. Man sah sofort daß er verletzt war und die dicke Spinne, die bei dem Loch gewartet hatte, stürzte sich sogleich auf den Mann. Dieser konnte ihren Angriff nicht abwehren und ging zo Boden. Lili war zu weit weg um zu verhindern daß das wirklich riesige Vieh ihm etwas Gift mit einem Biss injezierte. Doch sie nahm ihren Stab und rannte schreiend auf die Spinne zu. Ein, zwei mal stieß sie mit dem Stab zu und rief dabei laut um Hilfe. Ein anderer Mann, ein gerüsteter Krieger, der ihre Rufe wohl gehört hatte, kam vorbei und beschäftigte die Spinne eine Weile, so daß Lili den Verwundeten der inzwischen das Bewußtsein verloren hatte, ein wenig wegzerren konnte.
Dann machte sie sich daran ihn zu versorgen. Am wichtigsten war es zu verhindern daß das Gift in den Blutkreislauf gelangte und so beugte sie sich über ihn, schnitt ihm mit einem Dolch die Wunde, die von den Spinnenzähnen geschlagen wurde, etwas auf. Sogleich floß das Blut und Lili beugte sich über ihn. Sie wußte es mußte sein, trotzdem überkam sie ein leichtes Ekelgefühl. Trotzdem saugte sie die Wunde aus und spuckte das Blut mit dem Gift wieder aus. Der Krieger hatte inzwischen die Riesenspinne erlegt und brachte ihr ein Bündel einer weißen faserigen Masse. "Spinnenseide" erklärte er - "gut um damit Blutungen zu stoppen"
Lili presste die Spinnenseide auf die Blutung und konnte sie damit auch stillen. Anschließend pflückte sie die Blüte einer Ringelblume, in der Nähe wuchs und zerrieb sie zu einer feinen Paste. Diese gab sie auf die Wunde und legte ihm abschließend einen Verband aus sauberen Leinentüchern um. So langsam kam der Mann nun auch wieder zu Besinnung. Er schaute sich ein wenig mit panischem Blick um, doch Lili beruhigte ihn. Mit Hife des Kriegers der die Spinne erlegt hatte, brachten sie ihn dann ins Dorf zu seinem Haus. Lili versprach am nächsten Tag wieder zu kommen und erhielt ein paar Münzen, sowie einen kleinen Edelstein als Lohn.
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Liliana van Drachenfels
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Beitrag von Liliana van Drachenfels »

Am nächsten Tag war sie wie schon zuvor jeden Tag zu erst am Hafen um sich nach ihrem Bruder zu erkundigen. Doch auch heute wußte niemand etwas von jemandem der den Piraten entkommen war und Liliana seufzte leise. Die Hoffnung jedoch wollte sie nicht aufgeben. Anschließend ging sie durchs Dorf, pflückte Pilze und Kräuter, wobei sie ihr Weg auch wieder zu dem Wäldchen vor Bajard führte. Wie schon ein Tag zuvor kroch auf einmal ein Krieger aus dem Erdloch. Er rief um Hilfe und erzählte etwas von einem Schatz den er heben wollte. Lili versorgte seine Wunde und ging dann neugierig geworden mit ihm in die Höhle. Sie hatte keine Rüstung und keine Waffe außer einem Stab, so hielt sie sich zurück und achtete nur auf den Krieger den sie heilte, so gut sie konnte. Nach ein paar Minuten kamen sie zu einer Stelle wo eine recht alt aussehende Kiste stand. Der Krieger öffnete sie und auf einmal stürtzen sich Skelette auf sie.
Lili hatte am Vortag einige ätzende Tränke zubereitet und schleuderte diese auf die Untoten. Der Effekt war wirklich beachtlich. Ein Skelett löste sich förmlich auf und nur ein paar Knochen blieben übrig, die klappernd zu Boden fielen. So wurden die Untoten Kreaturen besiegt und der Weg zum Schatz war frei. Liliana bekam als Dank für ihre Hilfe einige seltene Reagenzien, sowie einige Edelsteine. Dann machte man sich auf den Weg zurück ans Tageslicht.
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Beitrag von Liliana van Drachenfels »

Am nächsten Tag besorgte sie sich bei einem Feinschmied einige Dietriche. Sie konnte sogar ein wenig damit umgehen, der Haushofmeister ihres Vaters war Feinschmied gewesen und hatte Lili sowie auch ihre Brüder auch ein wenig handwerkliches Können vermittelt, wobei Lilis Begabung für das Schlösserknacken aufgefallen war. Sie ging dann wieder zu dieser Höhle bei Bajard wo sie auch auf einen Krieger traf den sie tags zuvor kennen gelernt hatte. Diesen begleite sie und sah nach seinen Wunden wenn sich dieser verletzte. Auch ihre Tränke setzte sie ein. Vor allem der Säuretrank war sehr effektiv gegen Skelette, die von der Säure in kurzer Zeit fast vollkommen zersetzt wurden. So kämpften sie sich durch die Höhle bis sie wieder auf eine Schatzkiste stießen. Lili knackte diese mit Leichtigkeit und auch die Wächter konnten leicht besiegt werden. Das Gold teilten sich beide und machten sich auf den Weg zurück ans Tageslicht. Am nächsten Tag verabredete man sich dazu mal in der Gruft nahe Varuna zu schauen. Dort angekommen tasteten sie sich langsam durch das Gewölbe, das nur so von Untoten wimmelte. "Eluive möge euch von euren Leiden erlösen" murmelte Lili ein wenig niedergeschlagen. Es waren so viele, daß das Unterfangen jedoch scheinbar unmöglich war, doch sie versuchten es und mit Hilfe eines hinzugekommen Kriegers schlugen sie sich recht gut. Beide Krieger gingen zwar bei der Mumie kurz zu Boden, doch Lili nahm sich ihrer an, behandelte ihre Wunden, flößte ihnen stärkende Tränke ein und lenkte zugleich die Mumie mit den ätzenden Tränken ab, die sie auf sie warf. Nach einiger Zeit ging es dann wieder nach oben und Lili war recht überascht als der Krieger ihr ihren Anteil gab. Es handelte sich nicht nur um eine für sie sehr hohe Summe sondern auch noch etliche recht seltene und somit für sie wertvolle Reagenzien waren dabei. So beschloß man demnächst öfter her zu kommen.
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Beitrag von Liliana van Drachenfels »

So ging es am nächsten Tag wieder in die Gruft. Gleich am Eingang traf sie auf eine Frau, die ebenso wie sie die Untoten mit einigen Tränken bekämpfte. Liliana begleite die junge Frau ein Weilchen, da es zu zweit doch viel einfacher war als alleine und freundetesich sehr rasch mit ihr an. Bereits kurze Zeit später, als Adrienne erfuhr daß Lili in einem kleinen Verschlag in dem Gasthaus in Bajard wohnte, der sonst als Abstellkammer benutzt wurde, bot sie ihr an zu ihr zu ziehen. Lili war sehr überascht über dieses Angebot, da sie ja doch kaum erst kannten. Doch da sie sich mit Adrienne auf Anhieb so gut verstand ging sie erst einmal mit ihr, ließ sich das Anwesen zeigen und übernachtete nach einem interessantem Abend den sie mit etwas Wein und angeregter Unterhaltung verbracht hatten bei ihr. Am nächsten Tag bereits holte sie ihre Sachen aus Bajard und fragte dort wie jeden Tag nach ob ein Brief für sie gekommen sei, was leider nicht der Fall war. Auch am Hafen wußte niemand etwas zu berichten über jemanden der den Piraten entkommen war. So langsam verlor Lili ihre Hoffnung ihren Bruder jemals wieder zu sehen, doch abfinden wollte sie sich nicht damit.
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Beitrag von Liliana van Drachenfels »

Die nächsten Tage vergingen wie im Flug. Sie unternahm viel zusammen mit Adrienne und nach ein paar Tagen reichte ihr die Wirtin der Pension in Bajard einen Brief. Er war vom Grafen und er bat sie um ein Gespräch.
Adrienne stattete Lili darauf mit einigen Sachen zum Anziehen aus. "So kannst du doch nicht zum Grafen" ermahnte sie Lili.
Am Abend dann der Besuch. Als sie den Wachen am Toreingang des Schlosses mitteilte daß sie vom Grafen erwartet wurden, ging einer der Wachen los und ein Herr kam zurück. Lili dachte dies wäre vieleicht der Haushofmeister oder sonst jemand vom Personal. Um so überaschter war sie als dieser sich als Adrian von Hohenfels vorstellte. Auch seine Gemahlin Eileen war anwesend und so berichtete Lili ihm von dem was geschehen war. Auch das was sie nachträglich alles vom Haushofmeister ihres Vaters durch einen Brief erfahren hatte.
Es war ein lang angelegtes Komplott. Der Baron von Düsterfels arbeitete zusammen mit einer einflußreichen Person, der mein Vater vertraute. Sein Name ist mir leider nicht bekannt. Weiterhin muß wohl auch der Hafenmeister seine Finger im Spiel gehabt haben, denn es wurde dafür gesorgt daß all die Briefe meines Vaters an die Königin und den Kronrat nicht bei den Empfängern ankam.
Sie schilderte auch daß ihr Vater wohl rechtsgültige Papiere unterzeichnet hatte, mit denen sein Besitz in die Hände des Barons von Düsterbruch fielen. Es würde mit dem Kronrat noch besprochen, wie man sich verhalten würde. Jedoch konnte er ihr keine großen Hoffnungen machen.
Lili wußte selber, daß Drachenfels sehr schwer zu erobern sein würde.
Die Insel war umgeben von Riffs und fast überall ragten schroffe Berge direkt bis ins Wasser. Der Hafen selber, der an Burg Drachenfels angrenzte, war schwer befestigt und gut bewacht. Nur einer zigfachen Übermacht würde es wohl gelingen dort an Land zu gehen und das auch nur unter schweren Verlusten. Jedoch versprach er ihr auf diplomatischem Wege alles mögliche zu versuchen. Anschließend an das wirklich sehr nette Gespräch bot er ihr noch den Posten einer Heilerin am Hof an, den Lili ein wenig überascht aber freudig annahm. Sogar eine Unterkunft im Schloß bot er ihr an, jedoch wollte sie lieber bei ihrer Freundin Adrienne bleiben.
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Beitrag von Liliana van Drachenfels »

Vieles war geschehen inzwischen...
Sie hatte im Armenviertel Varunas ein kleines Heim bezogen und dort versucht das Elend der Armen zu lindern. Sie hatte sie kostenlos medizinisch versorgt. Vor ihrem Haus stand ständig ein großer Topf mit einer kräftigen Suppe oder Eintopf. Bedürftige wurden verköstigt und auch mit warmer Kleidung versehen..

Ihr Plan den jenigen die fähig und Willens waren zu arbeiten zu helfen, indem sie ihnen Rohstoffe und Werkzeuge zur Verfügung stellte, war entmutigend. Anscheinend betrachteten viele Bürger die Kiste die sie für Spenden vor dem Handwerkshaus hatte aufstellen lassen, für einen Mülleimer. Außer mal ein paar Goldstücken, zwei Stoffrollen, etwas Garn fand sie dort einige minderwertige und kaputte Rüstungen, vergammelten Fisch, blutige Bandagen und sonstigen Unrat vor. So half sie ein paar mal den Leuten indem sie die benötigten Sachen aus ihren eigenen knappen Mitteln vorstreckten, jedoch hörte sie nie wieder etwas von diesen Leuten.

Auch ansonsten wurde sie einfach nicht heimisch im Reich. Freunde hatte sie keine. Die anfänglichen guten nachbarlichen Beziehungen zu Shikara und ihrem Lehrmädchen versandeten nach und nach als Shikara in eine bessere Wohngegend zog. Ihre Dienste als Heilerin waren auch nicht gerade sehr gefragt, so daß sie sich teilweise schon fast überflüssig vorkam. Sie überlegte lange ob sie nicht nach Drachenfels zurück kehren sollte, egal was sie dort erwartete. Hier wurde sie anscheinend nicht benötigt. Als dann auch noch ihre hochfliegenden Träume von einer Eluivepriesterschaft sowie dem Bau eines Tempels zu Ehren Eluives binnen kurzer Zeit vernichtet wurden, wußte sie daß sie hier am falschen Platz war. So begann sie mit ihren Vorbereitungen zur Rückkehr nach Drachenfels, hier in Varuna hielt sie nichts mehr.
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Beitrag von Liliana van Drachenfels »

Sie machte sich auf den Weg, packte nur ein paar Sachen ein und schon lenkte sie ihr Pferd gen Bajard. Dort angekommen versuchte sie einen der Kapitäne zu überzeugen, daß er sie nach Drachenfels bringen solle. Doch alle wurden sogleich ein wenig blass um die Nase und wehrten vehement ab. Es war nichts zu machen, so viel Gold Lili auch für die Überfahrt bot. Niemand war bereit sein Schiff zu riskieren auf dieser Reise. So ritt sie nach Berchgard und versuchte es dort, doch auch hier traf sie auf die gleiche Reaktion. Sie beschloß es in anderen Häfen zu versuchen und buchte erst mal eine Passage nach Lameriast, doch diesen Weg hätte sie sich sparen können. Auch auf Menek'Ur war niemand bereit dazu und langsam resignierte Lili. Seit 2 Wochen war sie nun unterwegs und versuchte einen Weg nach Drachenfels zurück zu finden. Die einzige Hoffnung die verblieb war Fuachtero. Sie besorgte sich warme Sachen zum Anziehen, da man ihr sagte es wäre sehr kalt dort und machte sich wieder auf den Weg. Doch auch keiner der fast furchteinflößend großen Kapitäne der Angurer, die eigentlich so aussahen als hätten sie vor nichts und niemandem Angst, war bereit Lili für viel Gold dort hinzubringen. Sie resignierte nun und machte sich erschöpft und entäuscht wieder auf den Heimweg. Dort angekommen schlief sie erst einmal einen Tag und eine Nacht durch. Die nächsten Tage verbrachte sie lethargisch in ihrem Haus. Meistens starrte sie einfach nur ins Leere. Sie konnte sich einfach zu nichts aufraffen. Plötzlich klopfte es an der Tür und Lili schaute verwundert hin. Niemand wußte daß sie wieder da war und auch ihr Ladenschild hatte sie nicht umgedreht. Sie ging zur Tür und öffnete diese, ein Mann stand vor der Tür. rein mechanisch fast grüßte sie diesen. "Eluive zum Gruße der Herr, was kann ich für euch tuen?" Doch dann schaute sie genauer hin und sie schaute ihren Besucher ungläubig an. H..He.. Heinrich? stammelte sie mit weit offenem Mund. Es war tatsächlich ihr Bruder Heinrich, den sie schon fast verloren geglaubt hatte.
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Liliana van Drachenfels
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Beitrag von Liliana van Drachenfels »

Tags drauf begleite sie Heinrich und einen ihr noch unbekannten Krieger in die Sumpfkaverne bei Bajard. Lili fiel auf daß Heinrich nur mit seine rRobe bekleidet in die Höhle ging und nahm sich vor, für ihn eine Rüstung zu besorgen. So ging sie später noch zur Festung der Allianz. Sie wußte aus früheren Zeiten, als sie selber noch Anwärterin bei der Allianz war, daß diese größere Mengen an Leder auf Lager hatten und wollte Rolo fragen ob sie etwas davon erwerben konnte. Natürlich hatte Rolo auch eine Beschäftigung für sie. Aber das war Lili schon klar gewesen als sie zur Festung ging. So verbrachte sie eine Weile damit einige sehr wirkungsvolle und auch recht teure Tränke herzustellen. Rolo berichtete ihm dabei von den Problem auf Lameriast und daß es wohl Krieg geben würde. Mit dem Leder daß sie anschließend von Rolo erhielt machte sie sich sogleich auf den Weg zu einer ihrer besten Freundinnen. Auch wenn sie Shikara lange nicht mehr gesehen hatte, waren beide doch sehr gut mit einander befreundet. Shikara fertigte nach den Angaben von Lili eine Rüstung aus dem Gargoyleleder an und man trennte sich daraufhin mit dem Versprechen sich öfter wieder zu besuchen. Als sie langsam fortritt, stellte sie fest. daß das Haus neben Shikara unbwohnt aussah.
Es war ein recht großes und repräsentatives Haus. Lili überlegte kurz. Ihr Bruder war am Vortag, nachdem dieser lange verschollen war, aufgetaucht und auch ein Schreiben ihres älteren Bruders den sie seit Jahren nicht mehr gesehen hatte lag in ihrem Briefkasten. Er kündigte an sie bald besuchen zu kommen. Sie versuchte noch ihren Bruder zu erreichen, doch traf sie diesen erst am nächsten Tag an. Sie zeigte ihm das Haus, jedoch war er gar nicht so begeistert wie Lili. Die Miete war ihm zu hoch, er meinte er könne diese nicht bezahlen und Gold von Lilli wollte er auch nicht annehmen. Er war so stur und gab nicht nach. Auch nicht für kurze Zeit, bis Finn eingetroffen war, wollte er es übernehmen. So stand Lili vor der Wahl entweder zu warten bis Finn eintreffen würde oder das Haus selber zu mieten. Lili war sich darüber im klaren daß die Möglichkeit ein solches Haus in Varuna mieten zu können äußerst selten vorkam und war sich sicher, daß es ihr jemand wegschnappen würde, wenn sie nicht sofort zugriff. So mietete sie selber das Haus und übergab ihr Häuschen an Heinrich, der damit recht glücklich zu sein schien.
Den ganzen Tag verbrachte sie mit der Einrichtung des Hauses bis dann Abends nach einem Patientenbesuch der ganze Schrecken des Krieges über sie hereinbrach. Die halbe Nacht versorgte sie im Heilerhaus am Marktplatz die Verletzten bis ihr selbst die Kräfte ausgingen.
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Liliana van Drachenfels
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Lange Tage - Kurze Nächte

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Die Tage vergingen. Es war wie ein nicht aufhörender Alptraum. Immer mehr Verwundete und Verletzte und nun schienen auch noch Seuchen auszubrechen. Lili arbeitete oft 20 Stunden am Tag. Nur ab und zu gelang es ihr kurz ein wenig Ruhe zu finden und fiel sofort in einen unruhigen Schlaf, der meist nicht lange dauerte. Erst nach einigen Tagen klang es ab und die Zahl der Kranken und Verletzten die zu betreuen waren, nahm langsam ab. Auch war inzwischen Hilfe eingetroffen. Einige in der Heilkunst sehr bewanderte Druiden sah Liliana. Von den Heilern der Stadt sah sie merkwürdigerweise nichts und selbst als sie einen Heiler zufällig mal antraf, berichte dieser daß bei ihm alles ruhig gewesen wäre. Lilli zuckt nur mit den Schultern, sie war froh inzwischen wenigstens wieder mal ein paar Stunden am Stück schlafen zu können. Doch dann eines Tages, sie war früh schlafen gegangen klopfte es erneut an der Tür. Sie versuchte schlaftrunken zur Tür zu gehen und das Klopfen wurde immer energischer. Es war Hauptmann von Stolzenfels der vor der Tür stand. "Feli.. Kind" sagte er nur. Lili war fast wie vom Donner gerührt. Hatte sie doch angenommen daß die Baronin eine andere Heilerin auserkoren hatte. Ihr Verhältnis mit ihr war abgesehen davon, daß man sich nur ein paar mal gesehen hatte, eh nicht allzugut. Auch war sie überhaupt nicht vorbereitet auf eine Geburt. Noch nie hatte sie allein einem Kind zur Welt geholfen. Dennoch zögerte sie natürlich nicht und eilte, nachdem ihr Köfferchen gepackt war sogleich dem Hauptmann hinterher. Sie nahmen die Kutsche nach Berchgard und eilten dann weiter gen Festung der Llasthobar's. Doch kurz davor öffnete er eine kleine Pforte und sie traten in ein Haus ein. Die Baronin lag bekleidet auf einem Bett. Ihre nasse Hose verriet Lili sogleich was passiert war. Die Fruchtblase war geplatzt und die Wehen hatten eingesetzt.. Lili bat sogleich um Tücher und Wasser und begab sich zur Baronin. Sie selbst war sehr unsicher, immerhin war es erste Geburt und dann noch eine von so hochgestellten Persönlichkeiten des Reiches. Doch sie versuchte sich ihre Unsicherheit nicht anmerken zulassen. Im Gegenteil sie bemühte sich der Baronin Zuversicht einzuflößen. Die Wehen kamen in immer kürzeren Abständen. Lili überprüfte ihre Atmung und den Puls und auch den Muttermund, der aber erst leicht geöffnet war. Es dauerte eine ganze Weile, die Schmerzen der Baronin wurden immer ärger, das war ihr deutlich anzusehen, doch ein Schmerzmittel lehnte sie ab. Endlich dann war es soweit, der Muttermund öffnete sich ganz, der Kopf des Kindes schaute heraus und bei der nächsten Wehe sollte Feli tief einatmen und dann pressen. pressen.. pressen. Ihre Schmerzen mußten wohl furchtbar sein. Worauf auch auf ihre Äußerungen betreffs dem was sie mit ihrem Mann so vorhatte, schließen ließen. Doch dann war es endlich geschafft und Lili hielt das Neugeborene in den Armen. Sie säuberte es, schnitt die Nabelschnur durch und versorgte die Wunde. Dann wickelte sie die Kleinein Tücher ein und legte sie der Baronin in die Arme. Ein Mädchen, ja es ist es gesund, es ist alles dran, ergänzte sie noch auf Rafaels Frage..

Der Leibwächter der Baronin reichte anschließend Schnaps und Lili einen Likör. Die Baronin war sehr erschöpft aber überglücklich und auch Lili empfand eine Woge des Glücks. Fasziniert und auch ein wenig wehmütig schaute sie zu der Kleinen. Man stieß auf das Wohl des Kindes an und als Lili zum wohl wiederholten Male Feli mit ihrem Titel anredete, obwohl diese nur Liliana zu ihr sagte erwiederte diese "heute nur Feli, nicht Baronin" und lächelte Lili an. "Gern Feli" erwiederte Lili und lächelte sie an. Lili freute sich darüber, waren sie doch mit ihr sonst wegen einem dummen Zwischenfall, bisher recht distanziert mit ein ander umgegangen.

Niemand jedoch ahnte was für ein Drama sich noch entwickeln sollte...
Niemand ahnte anscheinend etwas böser als der Leibwächter darum bat das Kind einmal halten zu dürfen und so wurde es ihm gereicht. Dieser jedoch zückte einen Dolch und hielt ihn direkt an das Neugeborene. Lili wurde gleich dazu verdonnert sich hinzulegen und folgte der Aufforderung sofort. Derweil kam es zu einer längeren Diskussion zwischen den Männern. Der Leibwächter verliess dann das Haus mit dem Kind. Lili warf einen besorgten Blick zu Feli die außer sich war vor Zorn und auch Sorge um das Kind. Lili teilte ihre Gefühle, auch sie war sehr erbost und machte sich große Sorgen um die Kleine. Draußen sah sie daß inzwischen etliche Gardisten und Frau Oberst dort standen und sie ging rasch zurück ins Haus um Feli darüber zu informieren. Diese hielt es jedoch nicht mehr aus in ihrem Bett und wollte hinaus zu ihrem Kind. Lili wog nur kurz die Konsequenzen ab und befand es wäre wohl besser sie würde ihr dabei helfen, auch wenn sie es gesunheitlichen Aspekten eigentlich fast nicht vertreten konnte. Doch sie allein hier zu lassen, wäre wohl noch schlimmer gewesen. So stützte sie Feli, die noch nach ihrer Armbrust griff und gingen hinaus in den Garten. Feli wollte ihre Armbrust auf den Leibwächter richten, doch ihr fehlte einfach die Kraft dazu. Es entwickelte sich nocheine längere Diskussion mit dem Leibwächter, dem Hauptmann, Rafael, Feli und Darna. Dann zogen diese ab in Richtung Berchgard.
Lili begriff nicht ganz was passierte und wieso man ihn ziehen liess. Feli ging es wohl ähnlich und am liebsten wäre sie ihnen wohl gefolgt. Doch das liess Lili nicht zu. "Ihr müßt euch jetzt schonen. kommt ich bringe euch ins Bett.. wir müssen auf die Götter vertrauen, daß euer Gatte das Kind heil zurück bringt" Feli nickte schwach und so brachte Lili sie nach oben ins Schlafzimmer. Lili redete ihr gut zu, damit diese versuchte ein wenig zu ruhen, doch die Aufregung liess dies natürlich nicht zu. Erst nach einer ihnen wohl ewig erscheinenden Weile erschien dann Rafael mit dem Kind. Es war bis auf einen kleinen Schnitt am Rücken unversehrt. Lili dankte Eluive im stillen und machte sich daran die Wunde zu behandeln. Um zu vermeiden daß diese sich womöglich noch entzündete behandelte sie diese mit ihrer Wundtinktur. Lili tat es in der Seele weh, denn sie wußte wie weh diese Tinktur bei offenen Wunden tat. Die Kleine schrie natürlich sofort auf und zappelte. Fast hätte Feli ihr eine runtergehauen, doch Lili war nur auf die Kleine fixiert und bemerkte dies kaum. Sie arbeitete rasch und konzentriert und gab sogleich ihre Wundheilsalbe auf die Wunde. Diese linderte die Schmerzen rasch so daß das Geschrei der Kleinen aufhörte und sie nur noch leise wimmerte. Lili verband die Wunde und legte die Kleine dann in Felis Arme. Feli war die Erleichterung anzusehen, als sie ihr Kind endlich wieder in Armen hielt. Sie war sehr erschöpft und kurz vomr Einschlafen bot sie Lili noch das unten liegende Gästezimmer an. Lili dankte ihr lächelnd und nahm das Angebot an.
Zuletzt geändert von Liliana van Drachenfels am Samstag 2. Juni 2007, 12:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Am nächsten Morgen, es war noch früh. Lili konnte nicht schlafen und ging nach draußen, bewunderte dort den Garten als zufällig Estrella vorbeikam. Sie wechselten ein paar Worte und Lili erklärte ihr auch wieso sie hier sei. Von der versuchten Entführung erwähnte sie natürlich nichts. Dann ging sie noch mal ins Haus und versuchte ein wenig zu schlafen, was ihr auch gelang. Wach wurde sie einige Stunden später durch Stimmen und so ging sie aus dem Gästezimmer heraus. Sie traf dort Feli mit ihrer Kleinen, den Grafen und den Hauptmann an und Lili wurde gebeten sich dazu zu setzen, was sie dankend annahm. Im Verlauf des Gesprächs erfuhr Lili vom Grafen daß ihr älterer Bruder Finn sich gemeldet hätte und auf der Suche nach ihm war. Nach einiger Zeit wurde es draußen Unruhig. Felis Hündin kläffte wütend und machte ein Riesenspektakel. Alle eilten nach draußen und Feli nahm ihre schwere Armbrust mit. Lili erkannte draußen ihren Bruder Heinrich und Estrella. Estrella war peinlich berührt so einen Aufstand verursacht zu haben und versuchte gleich sich zu entschuldigen.
Sie sagte Heinrich wäre krank und sie wollte nicht stören, sondern nur nachsehen ob Lili noch da wäre. Lili sagte so gleich daß keine Gefahr bestände und informierte Feli darüber daß Heinrich ihr Bruder sei. "Ich kenne ihn nicht" entgegnete diese mit eisigen Ton. "Verzeiht aber lasst mich bitte heraus, damit ich nach ihm sehen kann." Lili ging mit Heinrich zu Estrellas Heim. Erst erklärte sie den beiden was geschehen war und wieso die Baronin so misstrauisch war. Dann bat sie die beiden, sie sollten eine Entschuldigung an die Baronin schreiben und noch einmal erklären daß sie nichts böses im Sinne hatten. Estrella nickte sofort doch ihr Bruderzeigte sich bockig. "Ich mich entschuldigen? Wofür denn? Nein kommt nicht in Frage, ich fordere eine Entschuldigung von der Baronin!" brummelte er. Er schien nicht zu begreifen daß er sich es damit sehr verscherzen würde und Lili versuchte es ihm klar zumachen.
"ist das wirklich dein Ernst? bist du dir im klaren darüber mit wem du es dir alles verdirbst mit deinem Verhalten?" Mit Dem Grafen von Hohenfels, dem Grafen de Arganta und die Gräfein Stolzenfels. Lili redete auf ihren Bruder ein und so langsamg gelang es ihr mit Hilfe von Estrella ihn umzustimmen. So wurde ein Brief verfasst und beide unterschrieben ihn. Lili sah dann noch nach Heinrichs Hals und informierte ihn darüber daß Finn inzwischen in der Stadt eingetroffen sei und nach ihnen suchte.
Dann ging sie zurück zum Anwesen der Gräfin, überreichte ihr den Brief und bat selber noch einmal um Entschuldigung. Irgendetwas schien Feli milde zu stimmen und sie sagte so etwas wie "schon vergessen"
Lili blieb noch ein Weilchen, durfte sogar einmal die Kleine in die Arme nehmen, wobei sie die beiden kleinen Wunden nachsah. So ein Kind war doch ein Wunder dachte sie noch für sich, dann reichte sie Feli das Kind wieder in die Arme. Einige Zeit später verabschiedete sich Lili dann aber von der Gesellschaft. Sie mußte heim, nach ihren Patienten schauen und auch wollte sie ihren Bruder Finn wiedersehen..
Zuletzt geändert von Liliana van Drachenfels am Sonntag 3. Juni 2007, 08:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Liliana van Drachenfels »

Einige Tage vergingen. Die Familie war nun wieder beisammen, Finn war bei ihr eingezogen. Lili hatte viel Mühe Frau Oberst von Elbenau gehabt, die vom Pferd gefallen und vom Huf am Kopf getroffen wurde. Statt der Ruhe die sie ihr verordnet hatte, gab es jede Menge Aufregung. Nur mit einem Schlaftrunk gelang es Lili endlich Darna die Ruhe zukommen zu lassen, die sie brauchte. Sie wachte die ganze Nacht an ihrem Bett und überprüfte immer wieder ihre Atmung und ihren Puls. Erst am frühen Morgen ging sie heim, sagte den Zofen daß sie zuhause erreichbar seie, falls etwas sein sollte. Später am Abend als sie kam um nach ihr zu sehen gab es große Aufregung. Der Leibwächter von Feli, der eigentlich im Kastell von Varuna in einer Zelle sitzen sollte war irgendwie entkommen und als Lilli Darna endlich so weit hatte, daß sie sich ein wenig ausruhen würde, wollte sie nur noch eine Frage stellen. Wiederwillig stimmte Lili zu, ihr diese zu beantworten. Dachte sie doch daß eine WEigerung Darna, noch mehr aufregen würde.
Dann die Frage: Gestern Abend, ihr müßt sie gesehen haben, eine Person, sie grüßte nicht korrekt und verschwand im Kastell, habt ihr sie gesehen? Wie Hammerschläge prasselten die Wörter auf Lili ein. Kurz zögerte sie, es war Lynette gewesen und sie würde sicher mächtig Ärger bekommen. Lili erinnerte sich genau, mit einem "Nabend" war sie herbeigekommen und war sofort im Kastell verschwunden. Die Begrüßung hatte sie schon sehr verwundert, doch sie hatte sich um Darna zu kümmern, die sich standhaft weigerte, ein Bett im Kastell zu beziehen.

"Ihr werdet es sowieso erfahren, nicht wahr?" fragte sie
Darna seufzend. "Ja das werde ich", erwiederte diese daraufhin knapp.
Leise seufzte Lili, sie tat es wirklich nicht gerne, aber welche Wahl hatte sie? Frau Oberst müßte sowieso nur Rotghar befragen, der hatte sie ja auch gesehen.

"Es war Lynette.... Lynette die Bourgot" *sagte Lili leise seufzend,
Einige Sekunden war totenstille....
AADRIAAAAAAN!
Lili versuchte sie zu beruhigen, ihr Puls raste, Lili fürchte einen Kollaps aber sie schrie weiter "ADRIAN" kurz drauf erschienen der Graf, Rafael und die Baronin. Die Geschehnisse überschlugen sich. Lili achtete nur auf Darna, sie hatte wirklich Angst um sie, nur schien das niemand zu begreifen. Erst im Nachhinein erfuhr sie daß der Leibwächter, der Felis Kind entführte, aus dem Kastell entkommen sei. Lynette wurde wohl verdächtig ihm dabei geholfen zu haben.
Statt der verordneten Ruhe für Darna gab es jede Menge Aufregung, aber Lili war machtlos.. so gab sie Savea nach einer Weile das Mittel. Erklärte ihr wie sie es anwenden mußte und ging dann heim.

Dort versuchte sie erst ein mal auszuschlafen, doch kurz drauf klopfte es an der Tür und Lili wurde zu einem anderem Kranken gerufen.
Sie überlegte ob sie nicht nun, wo ihre Brüder auch da waren, nicht vieleich tnoch ein anderes Haus nur zum Wohnen und Leben gemietet werden solle. Aber erst einmal eins finden, so einfach war das ja gar nicht, dachte sie noch. Tags drauf kam sie zufällig an der Residenz der Gryffenhorst's vorbei und stellte zu ihrer Verwunderung fest, daß dieses leer stand. Lili rief sofort eine Familienrat zusammen und am Nachmittag traf man sich um sich das Haus mal anzuschauen. Auf Nachfrage bei der Stadtverwaltung erfuhren, sie daß das Haus tatsächlich freistand und zu mieten sei. Es wäre eine wirklich repräsentative Residenz für das Haus Drachenfels und so überlegten sie nur kurz, ob sie es denn nehmen sollten.
Drei Gründe waren es, die dagegen sprachen. Zum einem die doch schon fast astronomisch hohe Miete. Zum anderen würde sich das Haus trotzt der Grüße aufgrund der doch verschachtelten Zimmer nicht eignen um dort einen Raum für Lili einzurichten, in dem sie Kranke und verletzte behandeln und ihre Tränke herstellen könnte. Auch wollte Lili es den Armen und Bedürftigen, denen sie sich doch besonders verpflichtet fühlte, zumuten in eine Residenz eines Baron's kommen zu müssen, um sich dort kostenlos zu behandeln. Kurz beratschlagtens ich die Geschwister und es wurde beschlossen daß man das Haus nehmen und umbauen würde. Lili würde ihr Haus behalten und dort arbeiten.
Die monatliche Miete für beide Häuser war zwar schon fast ein kleines Vermögen, doch irgendwie würden sie es schaffen, darin waren sie sich einig.
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Liliana van Drachenfels
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Beitrag von Liliana van Drachenfels »

Vieles war geschehen inzwischen.. Die Umbauarbeiten an der neuen Residenz verliefen leider nur recht schleppend. Liliana hatte endlich eine Schülerin gefunden mit der sie sich sehr gut verstand. Zoe war ihr Name und sie wohnte seit einiger Zeit bei ihr. Sie war sehr froh darüber, zum einem war Zoe wirklich sehr nett, zum anderen war sie ihr eine gute Hilfe. Kurz darauf kam noch eine weitere junge Frau hinzu. Nova war ihr Name und sie war eine junge Eluivepriesterin. Ihr Auftreten machten Lili ein wenig unsicher. Die Liebe zu Eluive hatte ihre Mutter ihr vermittelt seit sie klein war, doch Priesterin?.. Immer öfter schwenkten Lilis Gedanken in diese Richtung. Immer wieder gingen ihr dann die Szenen nach dem Krieg auf Lameriast durch den Kopf.
Lili hatte 2 schwer Verwundete nur durch Eluives Hilfe retten können. Ihre Fähigkeiten als Heilerin hatten sich zwar seit ihrer Abreise von Drachenfels enorm verbessert, doch war sie bei einigen Verletzungen doch recht machtlos. So wie bei Rolo, der äußerlich nur einige Kratzer und ein gebrochenes Bein hatte. Doch gegen die Blutung im Inneren seines Körpers konnte sie nicht viel ausrichten. Doch sie konnte ihn doch nicht einfach sterben lassen, das woltles ie nicht zulassen, nein das konnte sie nicht zulassen!. In ihrer Not fiel ihr ihr ein, daß auch ihre Mutter einige wenige Male, nachdem alle ihre heilerischen Mittel erfolglos war, Eluive um das Leben und die Gesundheit des Patienten bat. Sie erinnerte sich daran ein helles Licht gesehen zu haben, daß von den Händen ihrer Mutter ausging und auf den Patienten überging. Lili selber hatte so etwas noch nie getan, doch sie zögerte nicht und legte ihre Hände auf seinen Leib. Schloß dann die Augen und rief Eluive. Sie bat sie sein Leben zu schützen und plötzlich überkam sie ein Gefühl der Wärme und Geborgenheit. Sie schlug die Augen auf und sah daß ihre Hände hell aufleuchteten, Das Leuchten griff auf Rolo über und so gleich spürte Lili wie sie schwächer wurde. Es dauerte nicht lange, da brach der Kontakt ab, das Leuchten erlosch und Lili sank zu Boden und verlor das Bewußtsein.. Erst nach einiger Zeit wachte sie wieder auf. Noch recht schwach fand sie sich auf einem der Betten wieder. Rolo ging es viel besser, man sah es gleich an seiner Gesichtsfarbe.

Sie hatte einige Fragen und wollte Antworten hören.. Ein Gespräch mit dem Druiden Serendo war sehr aufschlußreich, doch sie beschloß mit der Hohen Priesterin Alyssa Arnis zu reden. Diese doch sicherlich sehr weise Frau, würde vieleicht einige Fragen von ihr beantworten können. So machte sie sich frühmorgens auf den Weg zur Kirche, in der Hoffnung diese anzutreffen.
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Liliana van Drachenfels
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Beitrag von Liliana van Drachenfels »

Das Gespräch mit Alyssa war sehr anregend gewesen. Lili war sich sicher, daß sie ihr den richtigen Weg gewiesen hatte. Ein Gespräch mit den Elfen sollte sie suchen um mit ihnen über die Schöpfermutter zu reden. Auch lernte sie Sanyarin kennen und ähnlich wie bei Zoe war es ein gegenseiges Gefühl der Symphatie. Der Abend verfloß wie im Fluge während ihres Gespräches, zu dem Zoe auch hinzukam. Sie sprachen ausgiebig über Vesta die sie am Nachmittag besucht hatte. Lili erfuhr von ihr, daß sie Eluivepriesterin sei. Lili wunderte sich ein wenig wie unterschiedlich sie doch waren.
Nova, die sehr stille und sehr distanzierte, die sie kaum kannte obwohl sie seit einer Woche in ihrem Haus wohnte. Vesta die anscheinend recht verbittert war und deren Ansichten Lili nicht teilen konnte und wollte. Zoe die ihr auf Anhieb sehr sympathisch war und inzwischen eine sehr große, ja unverzichtbare Hilfe war. Und dann Sanyarin, herzlich, freundlich, Lili mochte sie auf Anhieb gern und man beschloß sich öfter zu treffen. Auch vereinbarte man ein gemeinsames Gespräch mit Serendo, den Lili am Vortag kennen gelernt hatte. Zwei Tage später kam Sanyarin zu Besuch, was Lili sehr erfreute. Zoe war leider nicht da, sie wollte noch einige Kräuter pflücken und nach einer von Lili's Patientin schauen. Lili schickte sie öfter zu einer Patientin, deren Verbände täglich gewechselt werden mußten. Doch statt einem interessantem Gespräch und lockerer Plauderei wurde es dann doch sehr ernst. Zwei Herren brauchten eine Frau, die sehr Krank war. Die Lungenpest war es und es war sehr ernst. Lili zerdrückte frisch gepflückte Kräuter die ihre ätherischen Öle in die Luft freisetzten und gab ihr von dem Kräuterelixier. Sie hoffte daß dies helfen würde, denn die Patientin röchelte und bekam offensichtlich kaum Luft. Auch die anderen beiden hatten sich offensichtlich angesteckt auch wenn die Krankheit bei ihnen noch nicht so stark ausgebrochen war. Sanyarin war ihr eine große Hilfe, sie bereitete den Kräutertee zu, so daß Lili sich um die Erkrankte kümmern konnte. Das Kräuterelixier und die zerquetschten Kräuter führten langsam dazu daß ihre Lunge wieder frei wurde und sie etwas mehr Luft bekam. Lili flößte ihr noch von dem Kräutertee ein, sagte ihr dann als sie ansprechbar war, daß sie sehr krank aber auf dem Weg zur Besserung sei. Sie müsse ein paar Tage hierbleiben um wieder gesund zu werden. Sie nickte nur leicht und schlief kurz darauf auch schon erschöpft ein, so daß sich Lili mit den anderen beiden Herren kurz beschäftigen konnte. Einer war Priester Horteras und so entspann sich so gleich ein Gespräch. Sanyarin mußte dann gehen und man verabredet sich für den nächsten Tag. Lili würde die Nacht über am Bett ihrer Patientin wachen.
Zuletzt geändert von Liliana van Drachenfels am Dienstag 3. Juli 2007, 15:34, insgesamt 1-mal geändert.
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