Die Wächter aller Schatten

Cyrion Sha´Ar

Beitrag von Cyrion Sha´Ar »

Sorgenvoll sass er an dem Bett, in dem Malachai ruhte. Er wechselte sich mit Inara ab, welche auch auf der Burg verweilte und schlief auch selbst auf der Burg. Er wollte hier sein, sollte Malachai doch sterben...
Und wenn er starb - dann würde er jenen Menschen suchen, welcher zwei Seelen zu beinhalten schien und ihn töten. Würde er Drakh begegnen, vermutlich würde es nur bei einem Versuch bleiben mit seinem Tod an dessen Ende...
Wäre es Vyra - dann war ihr Schicksal besiegelt. Mit diesem Wesen in ihrem Körper konnte er ihr nicht gestatten, weiter zu leben. Nicht wenn der einzige, der etwas über sie wusste, tot war.
Und er würde sich um Inara kümmern. Drakh wusste nun von ihr - was eine Narretei Inaras war, die seinesgleichen suchte. Wegbringen würde er sie, bevor er noch nach Drakh suchte. In seine Heimat schicken. Wenn sie sich erneut stur stellte... Nun dann würde er ihr das Kind wegnehmen und sie so zwingen, mit auf das Schiff zu kommen. Seine Familie würde sich um sie kümmern, auf sie acht geben. Und wenn nötig, sie auch daran hindern zurück zu kommen, bis er Nachricht sandte, das Drakh tot war.
Wenn er keine sandte... Nun...

Sein Blick ging wieder hinab zu der bleichen Gestalt Malachais. Schwierig, seine Identität geheim zu halten, während er krank war, aber er, Khazkal und Inara schafften es.
Dieser Dummkopf... War hinunter gerannt, um festzustellen, was da vor sich ging, ohne jemanden in seinem Rücken zu haben, der auf diesen aufpasste...
Bar ist der Rücken jener, die keinen Bruder haben. Wo war er gewesen? Hatte nachgeladen und auf die Katze geschossen. Hatte er Malachai nicht nach sich rufen hören? Hatte er nicht gerufen? Als er Malachai und Drakh unten kämfen sah, war ihm übel geworden. Bolzen auf sie abschiessend, sobald die zwei lange genug auseinander waren, hatte er erkannt, das Malachai unterlegen würde. Die Armbrust fiel ihm aus der Hand und er hetzte los, das Schwert ziehend und den schild überstreifend. Ein Gurt sass stramm, der andere war etwas gelockert... Nun er würde den Schild eben zur Ablenkung benutzen, nicht zum Abwehren. Draussen angekommen kam es dann zu einem ungleichen Kampf.
Er blickte wieder herab zu Malachai. Er hatte weit mehr eingesteckt als er, Cyrion. Sein Arm war immer noch empfindlich... Gut, das er mit dem Schild bloss abgelenkt hatte, nicht aufgefangen. Er hatte, sich drehend, mit dem Knauf in ihr Gesicht gezielt, wissend, das, wenn durch eine Bewegung ihrerseits der Knauf und sein Arm an ihrem gesicht vorbei ging, er immer noch mit dem zurück ziehen des Arms ihr seinen Ellenbogen an den Hals schlagen konnte. Aber sie war schlichtweg nicht mehr da gewesen. So schnell, das sein Hieb ihr nicht mal nahekam. Etwas, womit er rechnen musste, sollte er je wieder gegen sie kämpfen. Wurfmesser... vergiftete. Und davon viele. Vergiftete Pfeile... Vergiftete Klingen... Wurftränke zum Lähmen. Ihm fiel eine Menge ein, wie man diesen Dämon langsamer machen konnte.
Schwer seufzend liess er sich aufs Bett nieder und blickte gen Decke. So viele Gedanken darüber, was er mit ihr tun würde, nur damit er nicht drüber nachdenken musste, das sein Bruder neben ihm vielleicht sterben würde. Er blickte hinüber, der veilchenblaue Blick dunkel vor Sorge. Ein ungewöhnliches Gift... Andere hatten fieberträume, redeten wirr, schwitzten, hatten schüttelfrost... doch von ihm... es war, als wäre er bereits tot - nur das sein Herz schlug und sein Atem weiterhin die Spiegel beschlug.
Den Blick wieder hoch wendent, schloss er die Augen... und betete. Betete für das Leben seines Bruders.
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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Er wanderte immer weiter durch diese gähnende Leere des nichts.
Immer neue Fragen warfen sich ihm auf, doch kaum Antworten konnte er finden.
Allem vorran quälte ihm die Frage, wann er hier raus kommen würde, wann er wieder bei seiner Familie wäre.
Er wollte aufgeben, sich hinlegen und einfach nur schlafen...ewig schlafen.
Doch wenn er soweit war, entsann er sich an Inara...wie sehr er Sie doch liebte und an Marick.
Nein, er wuchs ohne seinen Vater auf, er würde seinem Kind nicht das selbe antun. Er würde wieder kehren, er würde für Sie da sein.
Das stand fest.
So lief er dann weiter und weiter.
Er überlegte, was dies für ein Gift seie, es kam ihm so bekannt vor, doch er kam nicht darauf. Wenn er es wüsste, ja wenn er nur seine Energie in seinen Körper für einen Satz stecken würde, so könnten andere ihn vielleicht heilen.
Doch so blieb ihm nichts anderes übrig, als weiter zu laufen.
Drakh war tot, dem war er sich sicher.
Inara war es am Ende, die es schaffte, Vyra die Kraft zu geben, um Herr über ihren Körper zu werden.
Ja es mag törricht gewesen sein von ihr, als Sie dem Feind der Schatten offenbarte, wer Sie seie und vorallem, wer das Kind seie, das Sie auf dem Arme trug.
Drakh wollte Sie töten, sie rannte schon los und holte aus.
Malachai drückte sich ab, schwerverletzt von der Mauer, wollte Drakh hindern, wollte irgendetwas tun und seie es, sich in die Klinge zu stürzen.
Doch es war nicht nötig.
Im rechten Augenblick gelang es Vyra, Drakh zu unterdrücken und den Angriff durch Hinfallen abzuwehren.
Malachai schleifte sich ran, nahm den Trank Dantians und gab ihm Cyrion, welcher ihn Vyra einflößen sollte. Dann brach er erschöpft zusammen.
Dieser Trank.
Dantian, er wusste, was er tat. Er schaffte nicht nur einen Trank, der den Besetzer des Geister und des Körpers von dem ursprünglichen Besitzer trennte, nein, er schaffte es, jenen gänzlichst zu vernichten.
Es war Schattenmagie, würde man glatt glauben. Es war wirklich heilbringend, dass Dantian wusste, welche Art von Dämonen Vyra besetzte. Ein glücklicher Zufall. Ein Zufall?
Malachai zweifelte daran, wenn er sich abermals den Brief von Dantian durch den Kopf gehen liess.
"Dieser Trank wird die böse Saat im Körper der Besetzten auf ewig zerstören. Sie muss ihn trinken, dann ist er Wirksam.

Dantian

P.S.: Räche deinesgleichen...Räche meinesgleichen und töte diese Bestie."

Mag es sein, dass diese unscheinbare Gestalt seiens gleichen ist?
Eine Frage, die es zu beantworten gilt, wenn er wieder er selbst ist.
Vielleicht war Dantian es, der Malachai beobachtete, nicht Malachai ihn.
Vielleicht war er sich der Gefahr bewusst und setzte all seine Kraft und Hoffnung auf den Schattenlord und es schien, als habe er ihn nicht enttäuscht.
Ist es möglich, dass sich das Schicksal wiederholen mag?
Er stand angesichts des Nemesis´ Saat, so wie einst sein Vater dem Nemesis gegenüber stand.
Viele Schatten wurden damals getötet, so wie heute, doch entsprang aus all dem auch ein Kind...ebenfalls wie heute.
Es war zu Zeiten des Nemesis, dass er geboren wurde...ebenso wie Marick zu Zeiten Drakhs geboren wurde.
Alles zufall?
Drakh war Malachai ebenbürdig in allen Belangen. Sie täuschte ihn, sie schwächte ihn....sie tötete ihn?
Nein, soweit ist es noch nicht. Und soweit wird es auch nicht kommen.
Er hat nicht diese Wunden und Schmerzen auf sich genommen, nur um an einem Gifte zu sterben. Das dürfte so nicht geschehen.
Doch sein Vater starb auch an einem Gift.
Zwar erst Jahre später, doch er starb daran.
Wieder ein Schicksal der Schatten?
Sie kreuzten die Klinge, lange, sehr lange kämpfen Sie im Vorhof der Burg.
Khazkal tat gut daran, das Gatter zu schliessen. Widerwillig erfüllte er Malachais Wunsch, als dieser darum bat, ihn alleine gegen Drakh kämpfen zu lassen.
Er war ein guter Freund...nein...er war einer seiner besten Freunde.
Er würde die Burg verlassen, ja, leider, doch würde er niemals die Burg aus seinem Leben schliessen können, weder jener den Rücken kehren.
Nein...er verdankte jenes Gemäuer und seinen Bewohnern so vieles...er würde es zurück geben...er würde für die Burg da sein...für Khazkal, wenn er seine Hilfe braucht...aus dem Schatten heraus, wäre er da.
Weiter lief er den Gang hindurch, er versuchte seine Fehler im Kampfe zu finden.
Doch es gab keine.
Sie waren sich ebenbürdig und beide besaßen das Erbe der Schatten in sich. Es wäre sicherlich als ein Kampf der Mächtigen zu verschreiben, in der es bisher weder Gewinner noch Verlierer gab.
Denn solange nicht Malachai wieder erwacht, solange gilt jene Schlacht als Unentschieden, selbst wenn er Drakh vernichten konnte. Selbst wenn die Schatten die Saat vernichtet haben, war der Preis dafür sichtlich zu hoch.
So lief er weiter, durch die ewiger Finsternis, um einen Weg zu finden, hinaus zu kommen.
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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Wielange noch...wielange noch.
Er bekam nicht mit, dass gerade einmal 2 Tage vergangen sind in der Wirklichkeit, nein...hier lief es anders.
Tage...Monate...gar Jahre hätte er sich vorstellen können, wielang er doch schon hier war.
Ja, Zeit spielt keine Rolle.
Dennoch, angetrieben von der Begierde, seine Familie wieder zu sehen, seine Geliebte Inara in den Arm zu nehmen und dabei zu sein, wenn sein Sohn aufwuchs, trieben ihn an.
Es musste einen Weg geben. Ja, dies alles hier war nicht so sinnlos, wie es schien und er lief weiter.
Er war irgendwo...doch wo.
Er besann sich an alles, was geschah. An diesen langen Kampf gegen Drakh und an das Gift, welches durch ihre Klinge seinen Körper erreichte.
Dieses Gift, was war es bloss.
Er wurde schwächer und schwächer....ehe er dann gänzlich kraftlos zu Boden ging.
Er lebte noch, ja, er war nur bewusstlos. Das ist des Rätsels Lösung. Er war wo, und zwar in sich selber.
Er war in sein innerstes eingetreten, doch warum dies?
Des Rätsels Lösung folgte gleich mit einer Antwort.
Strahlende Helligkeit, ein schimmerndes Licht, eine grünlich wirkende Wolke und er fiel.
Die Augen geschlossen, sank er in sich zusammen, um nun vielleicht endlich einen Schritt weiter zu kommen.
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Dantian Nibilus

Beitrag von Dantian Nibilus »

Dantian saß lange vor dem alten Buch welches in dunkles Leder gebunden war. Es war kein Leichtes, magische Kraft mit einem Elexier zu verbinden, das war ihm von Anfang an klar gewesen.

Die Schriften, die er besaß, waren zweifelsohne gut, aber er war kaum erprobt in solch einer Kunst, wo er doch beides bisher so gut zu trennen gewusst hatte.

Mit gefurchter Stirn saß er leicht vorn über gebeugt und studierte die schrift im Kerzenschein..

'Arkanessenz
Das Einschliessen von arkaner Energie in ein Trank.

Der Trank muss aufnahmefähig für die Energie sein und Speichereinheiten enthalten. Dazu dient hervorragend das Herz eines Wyrm. Des weiteren sollte die Flüssigkeit mit einigen Tropfen des Lebenssaftes eben jener Kreatur versetzt sein. Um die Wirkung kontrolliert wirken zu koennen, geben wir ein bis zwei der schwarzen Perlen hinzu.'


...
Dantian wusste sehr wohl, wo er diese mystischen Wesen auffinden konnte, und doch würde er an ihnen kläglich scheitern. Das wusste er, ohne es je probiert zu haben.
Also schloss er sich einer Jagdgruppe an, welche sich auf den Weg in die Tunnel machte. Ihre Ausrüstung war gut und sie schienen sich bei ihrer Sache sicher zu sein. Dantian sicherte ihnen 'geistigen Beistand' zu, woraufhin sie ihn mitnahmen.
Lange dauerte es, bis sie den Hort erreichten; war doch der Weg mit Ungetümen gepflastert gewesen.
Und dann endlich vernahm er dieses infernalische Gebrüll des Lindwurms. Alles ging schnell und doch so schleppend. Der Drache war keineswegs ein leicht zu bezwingender Geselle, und doch lag auch er nach unzähligen Augenblicken auf dem Höhlenboden. Während die Recken sich selbst huldigten, eilte Dantian zum toten Wyrm und füllte sich etwas des Blutes in Phiolen ab. Seine Hand glitt in die Robe und er zog einen dunklen Dolch. Ein Zwerg hatte ihm dieses Stück geschmiedet und ausgewählte Ressourcen verwendet. Er schnitt die Haut des Drachen auf. Der Dolch tat seinen Dienst. Noch vor kurzer Zeit wäre dies kaum möglich gewesen, doch nun wo die Muskeln erschlafft waren und der Drache regungslos da lag, legte er langsam das Herz des Hortwächters frei. Er schnitt es heraus und steckte es in eine Tasche.
Mit der Gruppe verlies er die Höhle wieder und machte sich an die Fertigstellung des Trankes..
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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Langsam öffnet er die Augen. Kopfschmerzen, rasende Kopfschmerzen.
Was war das bloß gewesen?
Er schaut sich um...gottverdammt...ein Glück nicht mehr diese schwarze Leere.
Doch wo war er nun?
Er stand auf, sein Rücken schmerzte.
Ist dies überhaupt möglich?
Schliesslich ging er davon aus, dass er sich in seinem Inneren befindet, im tiefsten Flecken seiner schwarzen Seele.
Es war ein langer Gang, schmall, dass gerade 2 Personen durchpassen würden.
Es schien wie eine Höhle zu sein, bloss hingen überall an den Wänden Fackeln und einige Holztüren waren an den Wänden zu sehen.
Die Fackeln wehten in einem leichtem Winde und Malachai beschloss gen des Windes zu gehen.
Vielleicht würde er so hier hinausfinden.
Er streifte mit seinen Fingern an den Wänden, es kam ihm so vertraut vor, doch er erinnert sich nicht, jemals hier gewesen zu sein.
Es ging ein langes Stück geradeaus, dann bog er nach rechts ab und weiter.
Der Gang wurde langsam breiter, die Türen sahen immer mehr und mehr feiner aus, waren schön verziert und angemalt, bis er dann in einer großen Halle stand, aus festem Marmor mit jeweils 4 großen Säulen auf jeder Seite.
In der Mitte ragte ein langer, schwarzer Teppich, mindestens 30 Fußlang und am Ende jenes Teppichs war eine große Doppeltür.
Er ging weiter, kaum waren Geräusche zu vernehmen bis auf einmal.
Schreie, laute Schreie.
Menschen, die sich quälten, Menschen, die zu kämpfen schienen.
Das kreuzen von Klingen, schreckliches Gekreische von Tieren, die, wie es aussah, geschlachtet oder gequält worden, so schrecklich, dass es in den Ohren weh tat.
Er wollte umdrehen, doch zog irgendetwas seine Klinge und reichte Sie ihm in die Hand.
Er lief los, rannte durch zur Tür und wollte Sie öffnen.
Sie schien von innen verschlossen, er zog daran, er hämmerte mit seinen Schwertern gegen die Tür und stemmte sich mit aller Kraft gegen.
Er nahm anlauf und sprang gegen jene, so oft, dass seine Schulter schon taub war und gerade, als die meisten Schreie verstummt waren, konnte er das Schloß der Türe brechen und sah eine riesige Halle voller Grauen und Tot.
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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Da stand er, wie lange schon nicht mehr, auf den Dachziegeln des Turmes der Burg.
Es war tiefste Nacht, man bemerkte sein Verschwinden nicht. Wie denn auch?
Er kannte diese Gemäuer in und auswendig, war er doch selber beim Bau dabei.
Er wusste, wieviel Licht die Fackeln warfen, er kannte die Wege der Nachtpatrouillen. Es war ein leichtes, aus dem Bett zu verschwinden und wegzugehen, er musste weggehen.
War es wirklich nur ein Traum, dass er träumte, als er Bewusstlos nach dem Kampf gegen Drakh im Bette lag?
Vielleicht....vielleicht aber auch nicht.
Er entsann sich an das, was er sah.
Als er durch diese Tür stürmte.
Es wirkte alles so real, doch das ist nicht möglich, nein, es war die Vergangenheit die er sah.

Die Toten Schatten am Boden, das Blut, dass diese glorreiche Halle tränkte und das Ende einer Ära.
Er sah, wie Seinesgleichen gegen dämonische Bestien kämpften und dabei geschlachtet wurden.
Körperteile lagen überall herum, Leichengesichter, die das Entsetzen noch beherbergten und in der Mitte eine blasse, kahlköpfige Gestallt, lachend die Hände hebend über einen Sieg, den er errungen hätte.
Doch das hat der Nemesis nicht, nein, er weiss, dass sein Vater ihn tötete, so wie er Drakh tötete.
Er stand da, alles war wie stillgestanden, schaute zu ihm herüber und dann, ja dann sprach er mit ihm.

"Lange musste ich warten, Malachai, doch nun, bist du hier."
Sein dämonischer Blick drehte sich zu ihm herum.
"Du bist deines Vaters sehr ähnlich, bloss die Augen, die hast du von deiner Mutter geerbt."
Malachais Hand zog sich fester um den Griff seiner Waffe, als dieser Dämon das Wort seiner Mutter in den Mund nahm.
"Eine schöne Frau war Sie, ja, sehr begehrenswert unter den Schatten und ausgerechnet soeiner wie dein Vater bekam das Privileg, Sie lieben zu dürfen. Bastarde springen wirklich aus allen Ecken."
Ein lächeln zierte weiterhin sein Gesicht, Malachais Wut stieg hinauf, er merkte, wie er die Kontrolle verlieren würde, wie er zu ihm vordringen wollte, ihm sein Schwert in den Bauch rammen wollte.
"Ja, Malachai, du hast dich wirklich seit unserer letzten Begegnung verändert. Du, als einer der letzten Erben der Schatten. Doch....auch du wirst mich niemals besiegen können. Niemals. Mein Plan, euch zu vernichten wird weiter gehen und ich werde siegen."
Er fing an zu lachen, der Boden bebte leicht, pltzöich Quol etwas dunkles aus seinen Händen, es schleifte sich über den Boden.
"Erst diese Dirne an Mutter, dann dieser Versager als Vater....nun der erbärmliche Sohn."
Das war zuviel, er rannte los, zog eine weitere Klinge, sein Blick nur auf den Nemesis gerichtet.
Er bemerkte nicht, wie diese Flüssigkeit, die dem Dämon entwich, sich über die Leichen der Schatten legte und jene aufstehen liessen.
Er bemerkte nicht, dass die Schatten. überzogen mit einer schwarzen Quell, kontrolliert vom Nemesis den schmalen Gang zum Feinde schlossen und dabei waren, sich auf ihn zu stürzen.
Nein, er hatte nur dieses Wesen in seinen Augen, welche brannten vor Wut.
Er würde ihn vernichten.
Wie aus Reaktion liess er seine Arme zur Seite gleiten, bewegte Sie im Kreise, drehte selber seinen Körper, sprang, als würde es keine Erdanziehung geben und tötete nach und nach diese verdorbene Brut, die einst seine Gleichgestellten waren. 10 Meter....5 Meter....3 Meter....gleich war er da. Er war wie ihm Wahn, er achtete auf nichts und niemanden. Nein, dieses mal war er Herr über die Geschehnisse, dieses male, würde er es beenden, selbst wenn sich alles nur in seinem Kopf abspielen würde.
Er würde es beenden.
Die letzte Barrikade fiel, er sprang nach vorne, die Schwerter zückend und holte aus.
Das Geräusch von aufeinanderprallenden Klingen hallte durch die Gänge.
So kurz, nur wenige Zentimeter vor des Nemesis Gesicht, blockte ihn jemand ab. Zog seine Waffe und parrierte den Angriff von Malachai, während der Nemesis, weiter ruhig stehend, nur ihn anlachte.
Wer war das, er verfolgte den Verlauf des Schwertes über die Arme des Gegner bis hin zum Gesicht und erschrack.
Nein, das konnte nicht sein, nein.
Er blickte ihn das leere, kalte Gesicht seines Vaters, welcher den Angriff gegen des Nemesis abwehrte.
Malachai stockte, warum nur?
Er stolperte einen, dann einen weiteren Schritt zurück.
Warum nur beschützte sein Vater jenen Unhold, der Schuld an allem war, der soviel Leid über die Schatten trug und alle töten wollte.
Warum nur?
Nein, das ist nicht sein Vater, sein Vater ist tot, gestorben an seinem eigenen Gifte, sein Körper verbrannt in seinem eigenen Hause.
Das kann er nicht sein.
Marick selber hob das Schwert und ging mechanisch wie eine Statue zur Seite, der Nemesis behielt weiter sein lächeln.
"Dein Vater ist die Trophäe in meiner Sammlung. Selbst wenn Sie sterben, gehören Sie mir. So wie du....so wie deine Frau....so wie dein Sohn."
Das lächeln verwandelte sich in ein Lachen.
"Ja....Sie alle werden sterben und sich in die Hallen der verstorbenen Schatten einreihen um mir zu dienen, um der ewigen Verdammnis zu dienen. Ja Malachai....und du wirst zusehen und nichts tun können."
"NEIN."

Nun erhob Malachai seine Waffe abermals.
Nein, er würde das nicht zulassen, er würde ihn vernichten, ihn töten....und er würde aus diesem Alptraum erwachen, zurückkehren zu seiner geliebten Inara und seinem Sohne.
Er sprang wieder nach vorne, zog die Schwerter und wieder parrierte Marick seinen Angriff.
"Vater, besinne dich, du Dienst dem Feind."
Doch keine Reaktion, nur dieses emotionslose, blasse Gesicht.
"Bemühe dich nicht, dein Vater ist er nicht mehr, nein, mein Diener."
"Das ist nicht wahr, das ist ein Traum, ich bin nicht hier."

Doch der Nemesis verfiel abermals nur in Gelächter.
"Vater....das bist nicht du....du bist nicht hier...ebensowenig wie ich....besinne dich...ich bins....dein Sohn....Malachai."
Das Gegendrücken von Marick schwächte ab. Hat er wirklich eine Verbindung gefunden? Konnte er seinen Vater erreichen?
"Vater....ich habe einen Sohn.....du bist Großvater.....er heisst Marick....ich liess ihn nach dir benennen....nach meinem Vater."
Die Klinge fiel. Aus dem emotionslosen Gesicht wurde entsetzen, der Schatten über die Augen verschwand und Marick starrte ihn nur an mit offenen Munde. Er wollte reden, wollte wissen, ob das wahr ist, doch ehe er fragen konnte, nickte Malachai nur, mit einem kleinen lächeln im Gesicht.
Jenes lächeln, was dem Nemesis genommen wurde.
Marick wich zurück, der Nemesis stand alleine da und Malachai wandte sich ihm zu.
"Du siehst Nemesis, egal was kommt, egal was passieren wird. Blut bleibt dicker als Wasser. Und egal wieviele deiner Brut noch auf der Welt existieren werden, ich werde Sie alle vernichten....nein...wir werden Sie alle vernichten. Die Schatten werden sich erheben, die Erben werden ihre Bestimmungen erkennen und wir werden uns zusammenfinden als die Wächter aller Schatten. Du hast uns nur geschwächt, doch du hast uns nie besiegt und das wirst du auch nie, solange noch einer von uns auf der Welt wandelt und sich dir entgegen stellt."
Der Nemesis war entsetzt, er schüttelte den Kopf, während ein leiser werdendes Nein seinen Lippen entfleucht.
Malachai hob die Waffe, stürmte auf ihn zu und holte aus.
Dieses mal wurde er nicht aufgehalten.


Er erwachte, schweigebaded im Bette auf der Burg Eisenwart.
So stand er da, auf den Dachziegeln des Turmes der Burg und sinnte über jenes, was er zu träumen schien.
Egal ob Traum oder nicht, das was er sagte, war ernst zu nehmen, denn ab nun beginnt eine neue Zeit in einer neuen Ära aus Schatten.
Nun war der Beginn eingeläutet, sich zu sammeln und seiner Bestimmung zu folgen.
Er würde sie vereinen, er würde Sie zu dem machen, was Sie einst waren und gemeinsam würden Sie sich jenem in den Weg stellen, die versuchten, Sie zu vernichten.
Ja, es war soweit: Die Wächter aller Schatten würden sich empor heben und die Feinde wären nie vor ihnen sicher.
Zuletzt geändert von Malachai Schwarzmourne am Samstag 7. Juli 2007, 12:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Drakh Nakorrh
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Beitrag von Drakh Nakorrh »

"Verflucht sind jene, ohne Kindheit. Verflucht!" - Kyrdaxra Nerektris, als Hexe und Ketzerin verbrannt, in einer längst vergangenen dunklen Zeit, weit weit von Gerimor...

Bist du bereit ein Schatten zu sein? Bist du bereit, eine Lüge zu leben? Es gibt keine zweite Chance wenn du im Schlafzimmer des Tyrannen stehst. Einer der beiden muss sterben, ob das Opfer oder der Jäger. Es könnte natürlich immer ein anderer tun. Doch für den Schatten gibt es keine anderen.
Es gibt nur einen Schatten. Du bist Teil davon, oder nicht. Du bist Schatten, oder du bist es nicht.
Du gibst alles auf, was für dich moralisch ist, um etwas zu werden, was du selbst verabscheust. Doch in Wahrheit ist es dein innerstes Wesen. Den ganzen Tag lebst du eine Lüge. Deine Freunde sind Lüge, dein Beruf ist Lüge, dein Wesen ist Lüge, deine Lächeln sind Lüge.
Du liebst deine Lüge. Du wünschst dir, die Lüge zu sein. Es ist so viel einfacher ein guter Mensch zu sein, wenn es eine Lüge ist. Du kreiierst das perfekte lächelnde Wesen, immer freundlich, immer offen, immer voller Hoffnung, jedem zugewandt. Du kreiierst jemanden der ein offenes Herz und Ohr für alle hat.
Diese Lüge jedoch, sie ist nur Schein und Trug. Und jeden Tag wünschst du dir innerlich dermassen diese Lüge zu sein, dass du zu ihr wirst. Wo andere davon träumen, Abenteuer zu erleben, ein großer Held zu sein, bist du ein Held, ein Abenteurer, ein Mörder und Dieb der sich nichts anderes wünscht, als normal zu sein.
Was ist, wenn es dein Sohn ist? Deine Tochter? Dein Geliebter oder deine Geliebte? Du weisst, dass dein Opfer sterben muss. Irgendwer muss es tun.
Lass die Lüge trauern. Du darfst nicht trauern. Du willst gar nicht trauern. Die Lüge darf es. Die Lüge darf leben. Du sollst jedoch nicht leben.


"Ich bin die Lüge" sagte Vyra. "Ich bin deine Lüge"
"Ja." sagte Drakh und hob ein großes Schwert. Sie blickte sich um, dort wo einst der kleine Käfig war, in der sie Vyra eingesperrt hatte, war nichts mehr. "Die Lüge muss sterben"
"Das Wissen um die Ausbildung eines Schattens ist mein Wissen" meinte Vyra. "Wenn die Lüge also lernt, eine Lüge zu lieben, was sagt uns das"
Drakh hielt inne. Sie hatte sich nie entschieden, eine Lüge zu leben. Sie wollte das Leben zurück, dass sie nicht hatte. Mehr wollte sie nicht.
Aber Vyra de Lopasz war eine Lüge. Nahm sie ihren Platz ein, was würde sie dann sein?
Drakh schmerzte der Kopf.
"Ich habe meine eigene Lüge" meinte Vyra. "Wir haben unsere Lüge"
Drakh blickte auf Vyra. Sie sah irgendwie aus wie Mutter. Ihre Augen. Keine Schwefelschlieren. Keine schmutzigen Beulen und Flecken. Vyra war Mutter. Drakh überkam ein Gefühl der Traurigkeit, so endlos wie die Meere des Schreckens. Die Hand presste auf das Schwert.
Vyra kam näher.
"Es muss alles sehr verwirrend sein" meinte Vyra sanft.
Drakh nickte. Es war alles sehr verwirrend. Was war Realität? Wer war real?
"Die Mutter dort ist real" und sie deutete dabei auf Inara, die abseits stand, durch den Schleier der Realität verdeckt.
Drakh nickte erneut. Die Mutter dort war real. Doch zugleich... der Schatten hatte einen Fehler gemacht! Er durfte keine Familie bauen!
Auch der Schatten lag verletzt, tödlich verwundet in der Ecke. Der Schatten Eisenwarts überdeckte ihn.
"Er hat seine eigene Lüge. Er muss lernen, besser zu lügen" meinte Vyra auf diesen Gedanken. "Nur wenn die Schatten erneut aufstehen, wird er es verstehen" legte sie nach, "allein wird es keiner von uns schaffen. Aber gemeinsam..."
"Die Schatten mussten sterben!" schrie eine Stimme in Drakh Nakorrh.
Wut durchfuhr sie und sie hob das Schwert um auf Vyra einzuhacken. Doch als das Schwert sie treffen sollte, kam eine Katana dazwischen, eine Katana so schwarz wie die Nacht selbst.
Ein Wesen stand neben ihr, so schrecklich anzusehen, dass man sich daran ergötzen wollte. Dunkelrote Augen leuchteten aus seiner Fetzenkleidung. Er hatte kräftige Muskulatur, und seine Klinge war das edelste und schönste Schwert, dass sie jemals gesehen hatte. Und es war so schwarz wie die Nacht. Unschuldiges Blut tausender Menschen hatten es so gefärbt.
"Meister!" ächzte Drakh Nakorrh auf und ließ ihr Schwert fallen. Dann warf sie sich vor der Gestalt nieder.
Die Gestalt öffnete ihren Mund und ein Schwarm an Fliegen flog aus diesem hinaus.
"Ich bin eine Puppe" sagte er.
Drakh hob den Kopf. Sie blickte auf Vyra. "Was zum...!"
Vyra wartete ruhig.
Die Hand Drakh Nakorrhs ergriff ihr großes Schwert und sie warf sich erneut nach Vyra. Erneut kam ihr der Nemesis dazwischen. "Ich bin eine Puppe!" schrie er dabei.
"Nein!" schrie Drakh und ihre Wut wurde noch größer. Sie konnte ihren eigenen Meister nicht angreifen, deshalb trat sie nach ihm, sodass er das Gleichgewicht verlor und stürzte. Vyra war wieder im Blickfeld. Ruhig stand sie da, beobachtend, stumm, ohne ihr typiches Lächeln, ohne irgendwas.
Sie sah Drakh einfach nur ruhig an. Drakh wurde wütend und machte einen Satz vorwärts, erneut das Schwert hebend.
Das Schwert sauste hinunter, traf etwas hartes und sie stürzte vor der Wucht rücklings zu Boden.
"Ich bin eine Puppe!" schrie die schwarze Gestalt auf, die sich erneut vor Vyra gestellthatte. Seine Katana hatte erneut ihr Schwert geblockt.
Die Katana des Nemesis nahm kurz einen unheimlichen Glanz an, ehe es wieder schwarz wurde wie die Nacht. "Ich bin eine Puppe!" schrie er erneut in Richtung der am Boden liegenden Drakh.
"Was soll das!?" schrie Drakh auf. Sie suchte auf allen vieren kriechend ihr Schwert und ärgerte sich dabei weiter: "Wenn du glaubst, du beeindruckst mich damit... es ist mein Kopf! Ich bin mächtiger!"

An diesem Punkt mag es dem Leser womöglich auffallen, dass sich das ganze in einer gar unwirklichen Welt abzuspielen schien. Denn es war kein Raum, an dem das ganze statt fand, und auch die Zeit mag den Leser täuschen. Es war im Kopf einer Person, und für uns sterbliche mag es nur einige Sekunden gedauert haben. Es war gerade genug Zeit um einen Adler dazu zu bewegen einen Schrei von sich zu geben. Und in all dieser Zeit war Drakh Nakorrrh in unserer vertrauten realen Welt dabei, Inara Tiefenbach mit einem Dolch zu töten. Doch irgendwas musste in ihr passiert sein, da sie es - wie wir uns erinnern können - nicht tat!

Vyra schüttelte sacht den Kopf, die Augen dabei kurz schliessend. Drakh verstand nicht, aber sie wird verstehen, dachte sie sich.
"Ich bin eine Puppe!" schrie die schwarze Gestalt wieder auf.
Drakh richtete sich wieder auf. "Vyra, es ist Zeit zu sterben!"
Vyra breitete die Arme aus. "Komm" meinte sie.
"Ich bin eine Puppe!" schrie die schwarze Gestalt wieder dazwischen.
Drakh blickte zum Nemesis. Ihr Hass und ihre Wut waren unendlich. Es war zwar ihr Meister, aber er war sehr lästig. Sie hätte ihn niemals verletzen können. Doch diese Zwischenrufe! Schrecklich!
Die Wut platzte und sie schwang schon ihr Schwert bevor sie darüber nachdenken konnte.
"Sei still!" schrie sie als das Schwert den Nemesis direkt traf.
Er fiel zurück. Als er verletzt vor Drakh kniete, überkam Drakh eine derart tiefe Wut, dass sie nicht wusste, was sie machen sollte.
"Sei still!" schrie sie erneut und hackte nochmal auf die Puppe ein. Nochmal. Nochmal.
"Sei endlich still!" schrie sie, als sie die Fetzen vom Körper des Nemesis schlitzte. "Lass mich endlich in Ruhe!"
Und als alles draussen war, als sie am Ende ihrer Kräfte war, war es zum ersten Mal in ihrem Leben still.
Sie war nicht mehr wütend.
Ihre Atmung beruhigte sich.
Verwirrt blickte sie zu Vyra. Verwirrt und dankbar. Und Vyra kam näher, wie eine Mutter, umarmte sie und hielt sie im Arm.
Drakh Nakorrh liess das Schwert los. Sie begann Vyra zu drücken. Tränen kamen ihr hoch. Sie schluchzte und ihre Atmung wurde schwer. Dann begann sie zu weinen. Und Vyra umarmte sie, strich ihr sanft über die schwefelgebrannten schwarzen Haare, über das spröde Gesicht und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
Es musste eine ganze Weile sein, ehe sie dann zu der Leiche des Nemesis sah. Sie war dabei in Staub zu zerfallen und ein Wind begann langsam die schwarzen Teile abzutragen.

Und da sah sie das Gesicht von Drakh Nakorrh. Und sie verstand.
Es war Zeit zu gehen. Vyra de Lopasz und sie würden immer eins sein.
Vyra lächelte sie an. Dann stand Drakh auf, und mit letztem Stolz stolperte sie langsam davon.
Ein Blick zurück auf Vyra, ein leichtes Lächeln.
"Ich werde dir Zeit zum Spielen geben!" meinte Vyra, die inzwischen auch einige Tränen in den Augen hatte.
Drakh nickte.
Es war Zeit zu sterben.

"Bist du ein Schatten?" haucht eine Stimme, "Wir sind es."
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Vyra Lopasz
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Registriert: Mittwoch 18. Oktober 2006, 22:08
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Beitrag von Vyra Lopasz »

"Was war hier geschehen?" Mag der Leser sich denken. Manche Dinge beantwortet man lieber nicht zu offensichtlich würde ich mal sagen. Doch fest steht, dass diese Drakh Nakorrh etwas erkannt hatte, etwas was sie jahrelang trieb, wie auch wir oft davon getrieben werden

Manchmal sind wir einfach wütend. Und manchmal wissen wir nicht einmal worauf. Drakh hatte nur zwei Dinge in ihrem Leben gekannt: die Schatten, die daran Schuld zu tragen hatten, dass ihre Mutter gestorben war, und den Nemesis, jenes sagenhafte Geschöpf, dessen Gespräche mit Dämonen ihn zu einem Wahnsinnigen gemacht hatte.

Und ihre eigene Lüge. Mich. Aber ich darf weiter leben. Als ich sie umarmte, umarmte ich mein eigenes Ich. Es gibt wohl nicht mehr dazu zu sagen. Es ist auch viel zu persönlich!

Langsam drifte ich wieder zurück in die Realität, wie man aus der Tiefe eines Meeres auf die Oberfläche zurückdriftet. Gleich werde ich wieder Luft atmen, wie du und ich normal zu tun pflegen, und allgemeine Sorgen werden meine Hauptsorgen sein. Ich werde nicht wissen, dass ich all dies hier erzähle, noch gesagt habe. Mein Hauptinteresse wird nur eines sein...


"Sie hat vergessen mir das Gegengift zu sagen!"
Vyra erwachte aus einem Traum, und das erste was ihr als Panik einfiel war, dass das Gift in Malachais Körper so gut versteckt war, dass sie nicht mitbekam wie man es heilen kann.
War es eine letzte Prüfung an Vyra?

Ich denke Drakh hat es nicht bösartig gemeint. Aber wie immer, wenn man etwas loslässt, was einen ein Leben lang treibt, wie Drakh losließ, leben zu wollen, oder dem Nemesis zu dienen, hat man eine gewisse Skepsis. Es ist, wie wenn man den Ehering, den man morgen seiner Frau über den Finger ziehen will, absichtich ans Fensterbrett stellt, sollte ein Gott selbst ihn mitnehmen wollen, um zu verhindern, dass man es tun wird... Doch im Endeffekt... wird das Gift keinen Unterschied mehr machen.
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