Zwei Tage des Abschied nehmens sind nun vergangen.
Zwei Tage weichte Fuad nicht von ihrem Totenbett
Zwei Tage suchte er nach Antworten.
Eluives Wille sollte es gewesen sein, dass dieser Dämon seine Verlobte von ihm Riss.
Eluives Wille sollte es sein, dass Fuad seinen Weg fortan ohne Yafiah auf dieser Welt gehen sollte.
Eluives Wille war es, dass sie einst einst zusammen fanden und ihren Gemeinsamen Weg planten.
Was war ihr Wille. Fuad konnte ihr denken und die beschwichtenden Worte seiner Mitmenekaner nicht verstehen.
Doch wurde es Zeit seine Geliebte gehen zu lassen. Ihren Geist nicht länger in ihrem leblosen Körper gefangen zu halten.
Weder Schlaf, Speiß oder Trank gönnte sich der trauernde Sajneen in den letzten zwei Tagen.
Als am diesen Morgen die Sonne aufging begann er jedoch sich zu erheben. Seinen Säbel nun neben ihr ruhen zu lassen und die Tür seines Hauses zu öffnen.
Dort wartete bereits ihre Nichte. In ihren Händen hielt sie eine Schale mit warmen Wasser und strahelnd weißen Rosenblüten. An ihren linken Arm hing ein kleiner Beutel, gefühlt mit einigen Ölphiolen. Über ihrem Rechten zwei Tücher.
So begann die letzte Reinigung Yafiahs, bevor sie ihren letzten Gang über Menek'ur zu ihren Ahnen begann.
Den ganzen Vormittag dauerte jene Prozedur.
So wurde sie von jeglichem Blut, Schmutz und anderen Unreinheiten befreit.
Schließlich wurde sie mit den Ölen ihres Lieblingsduftes, dem Duft des weißen Jasmins, einbalsamiert. Ein unvergleichlicher, ihr Duft, war es.
Zur Mittagsstunde wurde sie schließlich in die feinsten salzweißen Leinen gehüllt und auf eine Trage gebettet.
Vier Janitschare der Stadtwache begaben sich an die Vier Enden der Trage.
So war die Stadt Menek'ur zum Ende der Mittagsstunde der wohl mit unter ruhigste Ort Alathairs.
Als der Zug der trauernden beginnend vom Viertel der Ifrey durch die Straßen hin zum Westtor zogen.
Den Beginn des Zuges bildete Nadia Masari, die Nichte Yafiahs. In ihren händen hielt sie einen Zweig mit weißen Jasmin.
Auch bei diesem letzten Gang wich Fuad nicht von ihrer Linken Seite.
Gekleidet in seiner Kampfrüstung, die Hand an dem Griff seines breiten Wüstenskorpion ruhend, beschritt er, mit aufrechten Blick, jenen Gang.
Man konnte nicht sagen was im Kopf des Sajneens vorging.
Man konnte nicht sagen ob die Worte seiner Freunde und Mitmenekaner ihm trost schenken.
Man konnte den Hauptmann nicht deuten. Seine Augen zeigten auf den ersten Blick keine Anzeichen von Trauer oder jedweden anderen Gefühlen. Kalt und Zielgerichtet auf das Ende der Straße waren sie.
In der Ferne, vom Westen her, vernahm man bereits eine einzelne Stimme. Welche den Klagegesang, Yafiahs zu ehren, an der Stelle ihrer Verbrennung einstimmte.
Bereits in den frühen Mittagsstunden wurde unter der Aufsicht Khalida Yazirs nicht weit westlich der Stadttore Menek'urs ein Berg von Palmblättern gestapelt.
Stabilisiert wurden sie mit vier großen, in Wachs getränkten Fackeln.
Auf dem sandigen Boden ein Meer von Blüten ausgebreitet.
Weiße Blüten waren es.
Ein Hauch von Rosen und Jasmin lag in der Luft!
Oh Eluive! Es war ihr Duft!
Nie vergessen soll sie Sein!
Nie versiegen der leuchtende Schein!
Lassen wir sie gemeinsam ziehen!
Oh Eluive! Lasst ihr Antliz nie versiegen!
Ein Hauch von Rosen und Jasmin liegt über der Stadt!
Oh Eluive! Bewahre sie, meiner statt!
Nie vergessen wird sie Sein!
Denn sie war Mein!
So lasse ich dich ziehen!
Oh Eluive! Ich lass ihr Anlitz nie in mir versiegen!
Die Fackeln brannten bereits als die Trage auf die Palmenblätter gelegt wurde.
Es mag eine halbe Stunde gedauert haben, bis die Fackeln soweit hinunterbrannte und die in duftenden Ölen getränkten Palmenblätter feuer fingen.
Einige kleine, mit ebenso wohlriechenden Ölen, gefühlte Tonkrüge lagen ebenso auf dem Blättern.
Lange brannten die Flammen und Menek'ur erlag einem wohlriechenden Duft aus Rosen und Jasmin.
Keine Tränen verließen Fuads Augen.
Keine Regung ging von ihm in all der ganzen Zeit aus.
Ein Außenstehende konnte nicht erahnen was im Kopf dieses Mannes vor sich ging.
Doch ein jeder wusste, um seine tiefe Trauer, um die tiefen Schuldgefühle die dem Sajneen plagten.
Doch niemand wagte es ihn bei diesem Gang zur Seite zu stehen.
Er wollte ihn alleine beschreiten.
Er musste ihn allein beschreiten.
...
Der letzte Gang; Der Abschied
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Fuad Ifrey
Der letzte Gang; Der Abschied
Zuletzt geändert von Fuad Ifrey am Mittwoch 27. Juni 2007, 15:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Nadia Masari
Zwei Tage waren nun seid Yafiah's Tode vergangen. Zwei Tage voller Trauer, voller Fragen warum sie in so jungem Alter gehen musste...
Zwei Tage, an denen Nadia früh morgens zum Hause Fuads ging und darauf wartete das jener die Tür öffnete...
Nadia wartete wie die Tage zuvor, wieder vor seine Haustür. Diesmal jedoch befand sich eine Schale mit warmen Wasser und weißen Rosenblüten in ihrer rechten Hand. Jenes duftende Wasser war nicht das einzige was sie mit sich trug. An ihrem linken Arm war deutlich ein Beutel zu erkennen, welcher mit wohlriechenden Ölphiolen gefüllt war. Desweiteren trug sie zwei weiße Tücher mit sich, die in ihrer Farbe den Blüteblättern gleichen.
So konnte die letzte Reinigung Yafiah's mit all den wohlriechenden Kräutern und Ölen beginnen.
Jene Prozedur sollte Yafiah, den letzten Segen erweisen...
Jene Prozedur, welche den ganzen Vormittag lang andauerte...
Nadia betrat langsam und voller trauer, jenen Raum in dem ihre Tante friedlich schlafen zu schien...
Es war ein Schlaf, der niemals enden würde - dem waren sich alle bewusst...
Ehe sie mit der Prozedur beginnen, trat Nadia auf ihre geliebte Tante zu, und sprach einige Worte zu ihr....Einige Worte, in denen sie ihren Segen aussprach....
Es war an der Zeit...
Zeit mit der letzten Reinigung zu beginnen...
Nadia tauchte eines der Tücher in warmes Wasser um Yafiah's Körper von Blut, Schmutz und anderen Unreinheiten zu befreien...
Sie tauchte jenes Tuch, einige Male in warmes Wasser, bis ihr Körper von jeglichen Überresten, die auf den Kampf hinweisten, gereinigt war.
Yafiah's Lieblingsduft, welcher der von weißem Jasmin war, sollte bei ihrer letzten Reinigung eine wichtige Rolle spielen...
So wurde ihr lebloser Körper, mit wohlriechendem Öl, das ihren Lieblingsduft trägt. einbalsamiert....
An ihrem ganzen Körper wurde jenes Öl aufgetragen...
Die Sonne erreichte bereits den höchsten Sonnenstand, als sie mit der Einbalsamierung in Öl fertig waren...
Fuad legte bereits einige Leinen in jenes Schlafgemach, Leinen die so weiß waren, wie das kostbarste Gut Menek'Urs. So weiß wie das Salz, das sie so sehr achten.
In jene Leinen betteten die beiden schließlich Yafiah, welche so friedlich schlafend aussah, als würde sie gleich ihre Augen öffnen und sie mit einem strahlenden Lächeln begrüßen.
Bevor sie ihr Gesicht mit den Leinen bedeckten, nahmen beide nochmals Abschied von ihr. Ein ehrenvoller Abschied sollte es werden - so wie es ihrer geliebten Yafiah gebürte...
Sie würde immer bei ihnen sein, bei ihnen im Herzen würde sie immer weiterleben.
Als die Einbalsamierung schließlich dem Ende entgegen ging, ließ Nadia Fuad und Yafiah für einen letzten Moment der zweisamkeit allein zurück.
Sie schritt hinaus, um jenen vier Janitscharen bekannt zu geben, das jene letzte Reinigung vollendet sei, und sie das Zimmer in dem Yafiah zu finden sei, jetzt betreten dürften....
Die Trage wurde sanft angehoben, und langsam setzte sich der Trauerzug in Bewegung.
Nadia schritt voran, einen Zweig weißen Jasmins in ihren Händen haltend..
Einige Schritte hinter hier, an der linken Seite der Trage ging Fuad - welcher seine liebste für keinen Moment aus den Augen ließ...
In keinem Moment von ihrer Seite wich....
Umso näher sie dem Westtor kamen, um so lauter ließ sich eine Stimme wahrnehmen...
Es war ein Klagegesang, der Yafiah ihre letzte Ehre erweisen sollte....
Jener Gesang, kam deutlich aus der Richtung in der die Verbrennung stattfinden sollte...
Er sollte jene Prozedur der Verbrennung einleiten....
Zwei Tage, an denen Nadia früh morgens zum Hause Fuads ging und darauf wartete das jener die Tür öffnete...
Nadia wartete wie die Tage zuvor, wieder vor seine Haustür. Diesmal jedoch befand sich eine Schale mit warmen Wasser und weißen Rosenblüten in ihrer rechten Hand. Jenes duftende Wasser war nicht das einzige was sie mit sich trug. An ihrem linken Arm war deutlich ein Beutel zu erkennen, welcher mit wohlriechenden Ölphiolen gefüllt war. Desweiteren trug sie zwei weiße Tücher mit sich, die in ihrer Farbe den Blüteblättern gleichen.
So konnte die letzte Reinigung Yafiah's mit all den wohlriechenden Kräutern und Ölen beginnen.
Jene Prozedur sollte Yafiah, den letzten Segen erweisen...
Jene Prozedur, welche den ganzen Vormittag lang andauerte...
Nadia betrat langsam und voller trauer, jenen Raum in dem ihre Tante friedlich schlafen zu schien...
Es war ein Schlaf, der niemals enden würde - dem waren sich alle bewusst...
Ehe sie mit der Prozedur beginnen, trat Nadia auf ihre geliebte Tante zu, und sprach einige Worte zu ihr....Einige Worte, in denen sie ihren Segen aussprach....
Es war an der Zeit...
Zeit mit der letzten Reinigung zu beginnen...
Nadia tauchte eines der Tücher in warmes Wasser um Yafiah's Körper von Blut, Schmutz und anderen Unreinheiten zu befreien...
Sie tauchte jenes Tuch, einige Male in warmes Wasser, bis ihr Körper von jeglichen Überresten, die auf den Kampf hinweisten, gereinigt war.
Yafiah's Lieblingsduft, welcher der von weißem Jasmin war, sollte bei ihrer letzten Reinigung eine wichtige Rolle spielen...
So wurde ihr lebloser Körper, mit wohlriechendem Öl, das ihren Lieblingsduft trägt. einbalsamiert....
An ihrem ganzen Körper wurde jenes Öl aufgetragen...
Die Sonne erreichte bereits den höchsten Sonnenstand, als sie mit der Einbalsamierung in Öl fertig waren...
Fuad legte bereits einige Leinen in jenes Schlafgemach, Leinen die so weiß waren, wie das kostbarste Gut Menek'Urs. So weiß wie das Salz, das sie so sehr achten.
In jene Leinen betteten die beiden schließlich Yafiah, welche so friedlich schlafend aussah, als würde sie gleich ihre Augen öffnen und sie mit einem strahlenden Lächeln begrüßen.
Bevor sie ihr Gesicht mit den Leinen bedeckten, nahmen beide nochmals Abschied von ihr. Ein ehrenvoller Abschied sollte es werden - so wie es ihrer geliebten Yafiah gebürte...
Sie würde immer bei ihnen sein, bei ihnen im Herzen würde sie immer weiterleben.
Als die Einbalsamierung schließlich dem Ende entgegen ging, ließ Nadia Fuad und Yafiah für einen letzten Moment der zweisamkeit allein zurück.
Sie schritt hinaus, um jenen vier Janitscharen bekannt zu geben, das jene letzte Reinigung vollendet sei, und sie das Zimmer in dem Yafiah zu finden sei, jetzt betreten dürften....
Die Trage wurde sanft angehoben, und langsam setzte sich der Trauerzug in Bewegung.
Nadia schritt voran, einen Zweig weißen Jasmins in ihren Händen haltend..
Einige Schritte hinter hier, an der linken Seite der Trage ging Fuad - welcher seine liebste für keinen Moment aus den Augen ließ...
In keinem Moment von ihrer Seite wich....
Umso näher sie dem Westtor kamen, um so lauter ließ sich eine Stimme wahrnehmen...
Es war ein Klagegesang, der Yafiah ihre letzte Ehre erweisen sollte....
Jener Gesang, kam deutlich aus der Richtung in der die Verbrennung stattfinden sollte...
Er sollte jene Prozedur der Verbrennung einleiten....
Zuletzt geändert von Nadia Masari am Mittwoch 27. Juni 2007, 17:28, insgesamt 1-mal geändert.