Die Wächter aller Schatten
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Drakh Nakorrh
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- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Als dieser Janus Aethra die Bibliothek verließ, nachdem sie einen kurzen Tausch gemacht hatten, schnitzte sie weiter an jener kleinen Puppe, die sie die ganze Zeit schon zu schnitzen versuchte.
"Magier... können nicht handeln" hatte sie laut vor sich gespottet. Doch dann durchfuhr sie ein erschreckender Gedanke: "Handel?"
Sie verstand nichts von Handel. Handel war ihr egal. Auch die Bücher waren ihr egal. Alles, was diese "Person" in ihrer Abwesenheit aus IHREM Leben gemacht hatte, war ihr egal. Sie dachte nur an Rache.
Rache an alle Schatten. Alle Schatten mussten sterben, das hatte ihr Meister gesagt. Sie hatten ihre Mutter getötet, sie hatten sie unglücklich gemacht.
Sie war damals ein Kind. Es war ungewohnt, wie Männer sie nun ansahen. Es war ungewohnt so erwachsen zu sein. Es war vieles ungewohnt. Doch all dies war unwichtig! Absolute Nebensache.
Was auch immer diese... komische... Vyra... sich gedacht haben mag, es war IHRE Erfindung. SIE war real. Nicht Vyra. Nicht diese Erfindung.
Die Gefangene Erfindung jedoch saß still in ihrem Gedankenkerker. Weiße Mauern starrte sie an. Sie sah die Begegnung mit Janus durch die Augen jener Frau, die ihr gezeigt hatte, dass ihre Welt nur eine Illusion war.
Doch dann, als sie mitbekam, woran Drakh dachte, stöberte sie tiefer in den Gedanken und Erinnerungen... tatsächlich... auch sie konnte die Erinnerungen der anderen Person abrufen... immerhin... sie waren ein Körper...
"Es ist wie ein Spiel" sagte der Mann damals. "Du stellst dir vor, du bist wer anders, und du konzentrierst dich auf alles was wir aufgeschrieben haben. Ja?"
Drakh nickte. Drakh... so wurde sie von ihm genannt. Es soll anderen Furcht einflößen.
"Das Spiel... wird dann durch dies hier Realität..." meinte der Mann und stellte ihr die Flüssigkeit vor die Nase. Sie blickte auf die Flüssigkeit. Es war ekelerregend. "Ich habe Hunger" meinte sie schließlich.
Der Mann schlug ihr kurz auf die Finger und meinte: "Hör zu, das ist wichtig! Danach kannst du essen. Konzentrier dich auf alles was wir beredet haben!"
Drakh unterbrach ihre Gefangene. "Lass das! Das geht dich nichts an! Das ist MEIN Leben!"
Schmerzen durchfuhren sie in ihrem Gefängnis. Der ganze Raum schüttelte und rüttelte sich. Ihr wurde endlos übel, aber sie konnte sich nicht übergeben. Sie versuchte sich an den kalten Kalk zu pressen und schloss die Augen, die sie gar nicht hatte. Sie hätte gerne geweint, aber leider blieb ihr dies verwährt. Einsamkeit übermannte sie, doch das schlimmste war die endlose Hoffnungslosigkeit, für immer in diesem leeren Gefängnis zu sein...
"Magier... können nicht handeln" hatte sie laut vor sich gespottet. Doch dann durchfuhr sie ein erschreckender Gedanke: "Handel?"
Sie verstand nichts von Handel. Handel war ihr egal. Auch die Bücher waren ihr egal. Alles, was diese "Person" in ihrer Abwesenheit aus IHREM Leben gemacht hatte, war ihr egal. Sie dachte nur an Rache.
Rache an alle Schatten. Alle Schatten mussten sterben, das hatte ihr Meister gesagt. Sie hatten ihre Mutter getötet, sie hatten sie unglücklich gemacht.
Sie war damals ein Kind. Es war ungewohnt, wie Männer sie nun ansahen. Es war ungewohnt so erwachsen zu sein. Es war vieles ungewohnt. Doch all dies war unwichtig! Absolute Nebensache.
Was auch immer diese... komische... Vyra... sich gedacht haben mag, es war IHRE Erfindung. SIE war real. Nicht Vyra. Nicht diese Erfindung.
Die Gefangene Erfindung jedoch saß still in ihrem Gedankenkerker. Weiße Mauern starrte sie an. Sie sah die Begegnung mit Janus durch die Augen jener Frau, die ihr gezeigt hatte, dass ihre Welt nur eine Illusion war.
Doch dann, als sie mitbekam, woran Drakh dachte, stöberte sie tiefer in den Gedanken und Erinnerungen... tatsächlich... auch sie konnte die Erinnerungen der anderen Person abrufen... immerhin... sie waren ein Körper...
"Es ist wie ein Spiel" sagte der Mann damals. "Du stellst dir vor, du bist wer anders, und du konzentrierst dich auf alles was wir aufgeschrieben haben. Ja?"
Drakh nickte. Drakh... so wurde sie von ihm genannt. Es soll anderen Furcht einflößen.
"Das Spiel... wird dann durch dies hier Realität..." meinte der Mann und stellte ihr die Flüssigkeit vor die Nase. Sie blickte auf die Flüssigkeit. Es war ekelerregend. "Ich habe Hunger" meinte sie schließlich.
Der Mann schlug ihr kurz auf die Finger und meinte: "Hör zu, das ist wichtig! Danach kannst du essen. Konzentrier dich auf alles was wir beredet haben!"
Drakh unterbrach ihre Gefangene. "Lass das! Das geht dich nichts an! Das ist MEIN Leben!"
Schmerzen durchfuhren sie in ihrem Gefängnis. Der ganze Raum schüttelte und rüttelte sich. Ihr wurde endlos übel, aber sie konnte sich nicht übergeben. Sie versuchte sich an den kalten Kalk zu pressen und schloss die Augen, die sie gar nicht hatte. Sie hätte gerne geweint, aber leider blieb ihr dies verwährt. Einsamkeit übermannte sie, doch das schlimmste war die endlose Hoffnungslosigkeit, für immer in diesem leeren Gefängnis zu sein...
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Dantian Nibilus
Dantian ging gemächlich in die Taverne des kleinen Hafendörfchens Bajard, wo er auf den Boten wartete. Bald kam er herein und setzte sich zu ihm. Nach dem austausch der Grußfloskeln meinte Dantian..
"Ich habe, was dein Meister begehrt. Es ist getan, Bursche, richte ihm das aus. Doch er soll persönlich kommen.", sprach Dantian ruhigen Tonfalls.
Der Bote nickte lediglich und stand auf, um aus der Türe hinaus zu eilen..
"Ich habe, was dein Meister begehrt. Es ist getan, Bursche, richte ihm das aus. Doch er soll persönlich kommen.", sprach Dantian ruhigen Tonfalls.
Der Bote nickte lediglich und stand auf, um aus der Türe hinaus zu eilen..
- Malachai Schwarzmourne
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- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Langsam schlich er durch die Straßen, seinen Blick stetig bedacht, in alle Richtungen schweifen zu lassen.
Es war gefährlich, sich hier aufzuhalten, doch weit weniger, als die Menekaner noch Bajard besetzt hielten.
Er schweifte an den Menschen vorbei, möglichst unerkannt.
Warum auch nur, musste er zu Tage zu ihm hingehen. Warum nur?
Es blieb ihm keine Wahl.
Er hatte die Flüche gebrochen und die Schrift entschlüsselt. Zu wichtig schien ihm jenes geschriebene zu sein, sodass es keine Zeit mehr zum Aufschieben gab.
Er schaute sich ein letztes mal um, ehe er leicht an die Tür pochte.
Man rief von innen, dass geschlossen seie, nur die leicht gesprochenen Worte, dass er kommen sollte, liess den Bewohner des Hauses die Tür öffnen.
Dantian stellte sich vor, er brauchte es eigentlich nicht, schliesslich stand sein Name am Hausschild vorne an und Malachai wusste schon, wem er solche Unterlagen gegeben hatte.
Er deutete auf den Stuhl zum Platz nehmen, wies dann gleich auf die Schriften hin, die am Tisch lagen.
Er war erfolgreich, er konnte die Flüche brechen und ohne Umschweife setzte sich der Schattenlord und nahm Sie an sich.
Er began zu lesen. Reaktionen waren fehl am Platz. Selbst wenn Dantian jenes durch seine Vermummung eh nicht erkennen würde, müsste man es nicht riskieren.
Doch entsetzen machte sich nach und nach innerlich breit.
Es bestätigte seine schlimmsten Befürchtungen, ja, es offenbarte ihn, wer Jagd auf ihn macht, viel Schlimmer aber, dass er jene Person, die eine Schattenwächterin ist, vielleicht töten müsste, um ihn, den Feind aller Schatten zu töten.
Es war ein innerlicher Konflikt, keine Frage. Kann man jenen Preis bezahlen für den Schutz seines gleichen?
Kann man es vagen, einen zu töten, um den anderen zu vernichten?
Es musste eine andere Lösung geben, ganz sicher.
Doch diese musste schnell geschaffen werden, die Zeit rannte und des Nemesis Erbe war dicht auf seiner Spur. Er musste nun umdrehen, ihr entgegen kommen und zum Angriff übergehen.
Sein Blick wanderte zu Dantian. Er hatte es gelesen, es war klar, dass er seine Arbeit prüfen müsste, mehr aber, dass die Neugierde, was soein mächtiger Fluch wohl beschützen mag.
Vyras Meister geht davon aus, dass Sie diesen Kampf gewinnen wird, mehr noch, wird Vyra unterstüzung haben und nocht alleine antreten müssen.
Sie ist eine Schattentänzerin und damit eine starke Person. Gemeinsam würden Sie es schaffen, wie ihre Vorfahren vor jenen.
Dantian wurde nur knapp eingewiesen, er musste nicht alles wissen, nur, worum es ginge.
Er verstand sich mit dem einsperren einer Seele und er versicherte, dass er sich daran setzen würde, jenes eingedrungene Wesen herauszuholen und gegebenenfalls zu versiegeln, wenn ein vernichten nicht möglich wäre.
Es behargte den Schattenlord, einen Fremden in diese Sache hinein zu ziehen, doch es ging nicht anders.
So verliessen beide sich, bedacht darauf, niemanden etwas zu erzählen und zu sehen, wie weit die Geschichte sie noch weiter tragen wird.
Es war gefährlich, sich hier aufzuhalten, doch weit weniger, als die Menekaner noch Bajard besetzt hielten.
Er schweifte an den Menschen vorbei, möglichst unerkannt.
Warum auch nur, musste er zu Tage zu ihm hingehen. Warum nur?
Es blieb ihm keine Wahl.
Er hatte die Flüche gebrochen und die Schrift entschlüsselt. Zu wichtig schien ihm jenes geschriebene zu sein, sodass es keine Zeit mehr zum Aufschieben gab.
Er schaute sich ein letztes mal um, ehe er leicht an die Tür pochte.
Man rief von innen, dass geschlossen seie, nur die leicht gesprochenen Worte, dass er kommen sollte, liess den Bewohner des Hauses die Tür öffnen.
Dantian stellte sich vor, er brauchte es eigentlich nicht, schliesslich stand sein Name am Hausschild vorne an und Malachai wusste schon, wem er solche Unterlagen gegeben hatte.
Er deutete auf den Stuhl zum Platz nehmen, wies dann gleich auf die Schriften hin, die am Tisch lagen.
Er war erfolgreich, er konnte die Flüche brechen und ohne Umschweife setzte sich der Schattenlord und nahm Sie an sich.
Er began zu lesen. Reaktionen waren fehl am Platz. Selbst wenn Dantian jenes durch seine Vermummung eh nicht erkennen würde, müsste man es nicht riskieren.
Doch entsetzen machte sich nach und nach innerlich breit.
Es bestätigte seine schlimmsten Befürchtungen, ja, es offenbarte ihn, wer Jagd auf ihn macht, viel Schlimmer aber, dass er jene Person, die eine Schattenwächterin ist, vielleicht töten müsste, um ihn, den Feind aller Schatten zu töten.
Es war ein innerlicher Konflikt, keine Frage. Kann man jenen Preis bezahlen für den Schutz seines gleichen?
Kann man es vagen, einen zu töten, um den anderen zu vernichten?
Es musste eine andere Lösung geben, ganz sicher.
Doch diese musste schnell geschaffen werden, die Zeit rannte und des Nemesis Erbe war dicht auf seiner Spur. Er musste nun umdrehen, ihr entgegen kommen und zum Angriff übergehen.
Sein Blick wanderte zu Dantian. Er hatte es gelesen, es war klar, dass er seine Arbeit prüfen müsste, mehr aber, dass die Neugierde, was soein mächtiger Fluch wohl beschützen mag.
Vyras Meister geht davon aus, dass Sie diesen Kampf gewinnen wird, mehr noch, wird Vyra unterstüzung haben und nocht alleine antreten müssen.
Sie ist eine Schattentänzerin und damit eine starke Person. Gemeinsam würden Sie es schaffen, wie ihre Vorfahren vor jenen.
Dantian wurde nur knapp eingewiesen, er musste nicht alles wissen, nur, worum es ginge.
Er verstand sich mit dem einsperren einer Seele und er versicherte, dass er sich daran setzen würde, jenes eingedrungene Wesen herauszuholen und gegebenenfalls zu versiegeln, wenn ein vernichten nicht möglich wäre.
Es behargte den Schattenlord, einen Fremden in diese Sache hinein zu ziehen, doch es ging nicht anders.
So verliessen beide sich, bedacht darauf, niemanden etwas zu erzählen und zu sehen, wie weit die Geschichte sie noch weiter tragen wird.
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
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Drakh Nakorrh
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Das rote Cape flatterte im Wind auf Rahals Boden, als die vermummte Gestalt auf den Ausgang zuging. Der Schwefelgeruch war die eine Sache, die sich herumsprach, doch die andere war, dass jene Frau mit den Auserwählten selbst zu reden schien.
Anders als vor vielen Tagen, hielten die Wachen Abstand zu ihr. Sie war nun kein Niemand mehr in Rahal, kein Niemand mehr unter jenen, die einen Gott anbeteten, der sich nur um jene kümmerte, die auch mächtig genug sind...
Die Lethra hatte ihr Vertrauen so gut wie erfasst. Sie waren anmutige Kreaturen, dass musste man ihrem 'Schöpfer' lassen, voller Eigenheiten und interessanten Details. Doch tief innerlich hatte sie keine besondere Angst, noch besonderen Respekt vor ihnen.
Schon länger fragte sie sich, warum dies so war. War es, weil sie in all den Jahren Versperrung vor der Realität womöglich eine tiefere Erkenntnis der Welt bekommen hatte? War es, weil sie nicht diese pathetischen Versuche unternehmen musste, erwachsen zu werden? Sie war ein Kind, und das merkwürdige war, sie war in das Denken eines Erwachsenen gefallen, konnte Dinge plötzlich von so vielen verschiedenen Seiten sehen, vieles in ihrer Welt wurde so klar.
Dennoch fehlte ihr einfach das Verständnis für viele der offensichtlichen Fehler die man in so einem Leben machen konnte. Warum man sich entschied wegen einer Liebe zu einer Person etwas offensichtliches für sich selbst nicht zu tun? Wieso ließ man sich durch Dinge beeinflussen, wie Eifersucht, oder Wut, oder andere Gefühlsregungen, die von Mitmenschen hervorgerufen werden, die ohnehin keine große Bedeutung auf das eigene Selbst hatten?
Sie fühlte Wut. Sie fühlte Hass. Ja, das war tief in ihrem Wesen verankert, aber es war nicht eine pathetische Wut auf jemanden, der etwas bekam, was man selber gerne gehabt hätte. Nein, es war die Wut auf Menschen, auf Sterbliches, die Wut auf die Dummheit der sie umgebenden Wesen, der Hass gegen alles was naiv so tat, als wäre es glücklich, bloss weil es zu dumm war um seine wahre Gestalt zu erkennen...
Wut auf Menschen, die ihre Mutter umgebracht haben, aus Sinn für das Höhere, wo es doch keine höhere Instanz gab, als sein eigenes Leben zu sichern. Wut auf das Wort Liebe, weil es nichts anderes war, als eine große Lüge um sich dennoch selbst zu bereichern. Hass auf alles was sich über anderes erhob, sich so fühlte, als würde es glänzen und scheinen, als wäre die Welt ein guter Ort, das Leben ein schönes Leben...
Nein, diese Welt war eine Farce, eine Lüge, eine Illusion, die sie nicht betreten wollte. Die Liebe für kleine Details wie Bücher? Lächerlich. Was konnte man in einem Buch lesen, ausser verlorene Gedanken eines Menschen, der ohnehin schon tot war?
Was wollten jene besser wissen, als die anderen pathetischen Lurche dieser Schlammpfütze, deren Schuld einzig und allein bei Eluive lag?
Drakh Nakorrh fühlte die Essenz des Schattens in sich, jenes klare Gebilde in ihrem Geist, welches von ihrem Meister in sie injiziert wurde. Der Meister den sie wirklich hatte, war unsterblich. Man konnte ihn niemals aus der Weltgeschichte löschen. Er würde immer wieder kommen. Er war unsterblich. Dämonische Magie floss durch seine Adern. Er war einem Gotte gleich, und sie würde ihm auf diesem Pfade folgen.
Und Götter haben ideale Rache.
Mit einem Glitzern auf den Augen, in denen sie ihre Rache sah, eilte sie weiter durch Rahal auf den Ausgang zu, die Stadt hinter sich lassend.
"Rahal" dachte die Gefangene am Fenster stehend, die Hände auf die Gitterstäbe gepresst. "Noch bin ich nicht bereit für dich, Rahal. Noch hast du mich nicht zerstört"
Und sie schloss wieder die Augen um Momente aus dem Leben Drakh Nakorrhs abzurufen. Denn irgendwo tief in deren Erinnerungen war womöglich der Schlüssel.
Zumindest hatte sie es geschafft, dass Drakh sie nicht mehr daran hinderte. Hochmut. Hochmut ist der Glanz des Idealen, ohne den Segen der Erfahrung. Es ist wie die Perfektion ohne Liebe: zum Scheitern verurteilt.
Anders als vor vielen Tagen, hielten die Wachen Abstand zu ihr. Sie war nun kein Niemand mehr in Rahal, kein Niemand mehr unter jenen, die einen Gott anbeteten, der sich nur um jene kümmerte, die auch mächtig genug sind...
Die Lethra hatte ihr Vertrauen so gut wie erfasst. Sie waren anmutige Kreaturen, dass musste man ihrem 'Schöpfer' lassen, voller Eigenheiten und interessanten Details. Doch tief innerlich hatte sie keine besondere Angst, noch besonderen Respekt vor ihnen.
Schon länger fragte sie sich, warum dies so war. War es, weil sie in all den Jahren Versperrung vor der Realität womöglich eine tiefere Erkenntnis der Welt bekommen hatte? War es, weil sie nicht diese pathetischen Versuche unternehmen musste, erwachsen zu werden? Sie war ein Kind, und das merkwürdige war, sie war in das Denken eines Erwachsenen gefallen, konnte Dinge plötzlich von so vielen verschiedenen Seiten sehen, vieles in ihrer Welt wurde so klar.
Dennoch fehlte ihr einfach das Verständnis für viele der offensichtlichen Fehler die man in so einem Leben machen konnte. Warum man sich entschied wegen einer Liebe zu einer Person etwas offensichtliches für sich selbst nicht zu tun? Wieso ließ man sich durch Dinge beeinflussen, wie Eifersucht, oder Wut, oder andere Gefühlsregungen, die von Mitmenschen hervorgerufen werden, die ohnehin keine große Bedeutung auf das eigene Selbst hatten?
Sie fühlte Wut. Sie fühlte Hass. Ja, das war tief in ihrem Wesen verankert, aber es war nicht eine pathetische Wut auf jemanden, der etwas bekam, was man selber gerne gehabt hätte. Nein, es war die Wut auf Menschen, auf Sterbliches, die Wut auf die Dummheit der sie umgebenden Wesen, der Hass gegen alles was naiv so tat, als wäre es glücklich, bloss weil es zu dumm war um seine wahre Gestalt zu erkennen...
Wut auf Menschen, die ihre Mutter umgebracht haben, aus Sinn für das Höhere, wo es doch keine höhere Instanz gab, als sein eigenes Leben zu sichern. Wut auf das Wort Liebe, weil es nichts anderes war, als eine große Lüge um sich dennoch selbst zu bereichern. Hass auf alles was sich über anderes erhob, sich so fühlte, als würde es glänzen und scheinen, als wäre die Welt ein guter Ort, das Leben ein schönes Leben...
Nein, diese Welt war eine Farce, eine Lüge, eine Illusion, die sie nicht betreten wollte. Die Liebe für kleine Details wie Bücher? Lächerlich. Was konnte man in einem Buch lesen, ausser verlorene Gedanken eines Menschen, der ohnehin schon tot war?
Was wollten jene besser wissen, als die anderen pathetischen Lurche dieser Schlammpfütze, deren Schuld einzig und allein bei Eluive lag?
Drakh Nakorrh fühlte die Essenz des Schattens in sich, jenes klare Gebilde in ihrem Geist, welches von ihrem Meister in sie injiziert wurde. Der Meister den sie wirklich hatte, war unsterblich. Man konnte ihn niemals aus der Weltgeschichte löschen. Er würde immer wieder kommen. Er war unsterblich. Dämonische Magie floss durch seine Adern. Er war einem Gotte gleich, und sie würde ihm auf diesem Pfade folgen.
Und Götter haben ideale Rache.
Mit einem Glitzern auf den Augen, in denen sie ihre Rache sah, eilte sie weiter durch Rahal auf den Ausgang zu, die Stadt hinter sich lassend.
"Rahal" dachte die Gefangene am Fenster stehend, die Hände auf die Gitterstäbe gepresst. "Noch bin ich nicht bereit für dich, Rahal. Noch hast du mich nicht zerstört"
Und sie schloss wieder die Augen um Momente aus dem Leben Drakh Nakorrhs abzurufen. Denn irgendwo tief in deren Erinnerungen war womöglich der Schlüssel.
Zumindest hatte sie es geschafft, dass Drakh sie nicht mehr daran hinderte. Hochmut. Hochmut ist der Glanz des Idealen, ohne den Segen der Erfahrung. Es ist wie die Perfektion ohne Liebe: zum Scheitern verurteilt.
- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Langsam ging der Schattenlord in sein Raume in der Burg hinein. Er war länger nicht mehr hier gewesen, zuviel war geschehen in letzter Zewit. Zuviel musste er erfahren und genau mussten seine Schritte nun durchdacht seien.
Noch war nichts verloren, noch konnte er vom Gejagden zum Jäger werden. Noch.
Sie...sie wusste nicht, dass er existieren würde. Sie kann es nicht wissen und das war sein Vorteil. Damit würde er diesen Dämon besiegen können.
Ja, er würde sich diesem Kampfe stellen und er würde den ersten Schlag austeilen.
Langsam ging er um seinen Schreibtisch und liess sich auf seinem Throne nieder. Er war weiterhin gemütlich, es tat gut, wiedereinmal zu sitzen. Lange ist diese Ruhe her, die er nun hatte.
Die Post lag wie immer am Ende des Schreibtisches.
Mit einem ächzen und stöhnen griff er über jenen und ziehte Sie zu ihm heran.
Es waren wie immer viele formelle Angelegenheiten zu regeln, hier ein neuer Hastatus, dort die Einteilung der Nachtwachen.
Nichts aufregendes, ausser ein Pergament. Es schient von Vikko zu sein. Er kannte seine Art des Papieres, die er zu wählen pflegte und er war interessiert an den Neuigkeiten, die er aus Varuna bringen würde.
Doch sein Blick entstellte sich, als der Zahn aus dem Pergament fiel.
Entsetzt starrte er ihn an. Er nahm ihn, ein zucken und er liess ihn fallen.
Nein, dachte er, das könne nicht sein.
Woher nur sollte Vikko jenen haben.
Er öffnete hastig das Pergament.
"Nayeena....Zahn....Legion...dunkel....Nayeena....Nayeena....verdammt."
Er sprang entsetzt auf, sein Schreibtisch fiel bei der Wucht seiner Wut um. Flaschen und Bücher fielen und klirrten zu Boden.
"VERDAMMT.", schrie er laut, in einer, selbst für ihn unbekannten Stimme.
Er liess sich sinken, langsam.
Er war kreidebleich.
So konnte es sich nicht wenden. Nein, SIE konnte es nicht herausfinden. Woher...woher wusste Sie nur....woher wusste Sie, dass er existiert, dass er hier ist....woher nur.
Er sprang auf. Er nahm ein Pergament zur Hand und began hastig zu schreiben. Dann ein zweites, dieses male kritzeliger als vorher.
Khazkal musste Massnahmen treffen, Vikko musste bescheid wissen.
Er muss die Jagd beginnen, nicht Sie sondern er.
Er stockte.
Verdammt.
Inara...wusste Sie auch von Inara?
Er musste zu ihr...sofort...doch nein.
Würde Sie ihn beobachten...würde Sie sehen, wohin er reitet, dann wüsste Sie es.
Sie brauchten Wachen. Verkleidete Wachen. Doch Sie durfte es nicht mitbekommen. Die Geburt stand kurz bevor, Sie dürfte sich nicht aufregen, es könnte ihren Gesundheitszustand rapide verschlechtern und eine Frühgeburt ausrufen.
Er musste nach Bajard, sofort. Er muss Dantian aufsuchen, er muss sich wappnen.
Er nahm die Pergamente und seine 4 Klingen und eilte hastig hinaus.
Nun war es soweit, das Ende ist nah. Der letzte Kampf der Schatten gegen den ewig kommenden Erzfeind war begonnen und es galt, ihn zu gewinnen.
Noch war nichts verloren, noch konnte er vom Gejagden zum Jäger werden. Noch.
Sie...sie wusste nicht, dass er existieren würde. Sie kann es nicht wissen und das war sein Vorteil. Damit würde er diesen Dämon besiegen können.
Ja, er würde sich diesem Kampfe stellen und er würde den ersten Schlag austeilen.
Langsam ging er um seinen Schreibtisch und liess sich auf seinem Throne nieder. Er war weiterhin gemütlich, es tat gut, wiedereinmal zu sitzen. Lange ist diese Ruhe her, die er nun hatte.
Die Post lag wie immer am Ende des Schreibtisches.
Mit einem ächzen und stöhnen griff er über jenen und ziehte Sie zu ihm heran.
Es waren wie immer viele formelle Angelegenheiten zu regeln, hier ein neuer Hastatus, dort die Einteilung der Nachtwachen.
Nichts aufregendes, ausser ein Pergament. Es schient von Vikko zu sein. Er kannte seine Art des Papieres, die er zu wählen pflegte und er war interessiert an den Neuigkeiten, die er aus Varuna bringen würde.
Doch sein Blick entstellte sich, als der Zahn aus dem Pergament fiel.
Entsetzt starrte er ihn an. Er nahm ihn, ein zucken und er liess ihn fallen.
Nein, dachte er, das könne nicht sein.
Woher nur sollte Vikko jenen haben.
Er öffnete hastig das Pergament.
"Nayeena....Zahn....Legion...dunkel....Nayeena....Nayeena....verdammt."
Er sprang entsetzt auf, sein Schreibtisch fiel bei der Wucht seiner Wut um. Flaschen und Bücher fielen und klirrten zu Boden.
"VERDAMMT.", schrie er laut, in einer, selbst für ihn unbekannten Stimme.
Er liess sich sinken, langsam.
Er war kreidebleich.
So konnte es sich nicht wenden. Nein, SIE konnte es nicht herausfinden. Woher...woher wusste Sie nur....woher wusste Sie, dass er existiert, dass er hier ist....woher nur.
Er sprang auf. Er nahm ein Pergament zur Hand und began hastig zu schreiben. Dann ein zweites, dieses male kritzeliger als vorher.
Khazkal musste Massnahmen treffen, Vikko musste bescheid wissen.
Er muss die Jagd beginnen, nicht Sie sondern er.
Er stockte.
Verdammt.
Inara...wusste Sie auch von Inara?
Er musste zu ihr...sofort...doch nein.
Würde Sie ihn beobachten...würde Sie sehen, wohin er reitet, dann wüsste Sie es.
Sie brauchten Wachen. Verkleidete Wachen. Doch Sie durfte es nicht mitbekommen. Die Geburt stand kurz bevor, Sie dürfte sich nicht aufregen, es könnte ihren Gesundheitszustand rapide verschlechtern und eine Frühgeburt ausrufen.
Er musste nach Bajard, sofort. Er muss Dantian aufsuchen, er muss sich wappnen.
Er nahm die Pergamente und seine 4 Klingen und eilte hastig hinaus.
Nun war es soweit, das Ende ist nah. Der letzte Kampf der Schatten gegen den ewig kommenden Erzfeind war begonnen und es galt, ihn zu gewinnen.
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
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Janus Aethra
Es war ein ruhiger Tag, als Janus sich auf den Weg nach Bajard machte. Nicht wie sonst, um dort auf das einfache Volk zu treffen - nein, diesmal zog ihn eine alte Freundin dorthin. Eine Freundin, von der er wusste, dass sie gerne Handel betrieb.
Handel...
Als Janus an den Wachen am Eingang des Fischerdorfs vorbei ritt und dieses Wort über seine Lippen lief, huschte ein Lächeln durch seine Züge. In der Vergangenheit hatte sie ihm anvertraut, um welcher Art Handel es sich tatsächlich handelte... doch erhoffte er sich dieses Mal, wirklich etwas bei ihr tauschen zu können - hatte er doch etwas gefunden, was jemanden wie sie wahrlich interessieren könnte. Zumindest war dies der Hauptgrund für seinen Besuch.
Als er, das Pferd abgestellt und an den Zaun gebunden, die Tür ihres Hauses aufzog und sein Blick ins Innere fiel, musste er wissend schmunzeln. Wie sonst hätte ihr Haus eingerichtet sein sollen - Viele Regale mit noch mehr Büchern, sodass es beinahe einer Bibliothek Konkurrenz machte, und allerlei Dinge, von denen so Mancher noch nichteinmal wusste, dass sie überhaupt existierten. Doch passte dies zu der Vyra, die er damals kennen lernte und der er recht bald ein gewisses Vertrauen schenkte.
Eine gewisse Vorfreude machte sich in ihm breit, als er um die ersten Regale herum trat und seinen Blick suchend durch den Raum lenkte. Keine Vyra - doch erregte ein leises Kratzen im Nebenzimmer seine Aufmerksamkeit, das jedoch verklang, als er sich der Tür zu Selbigem näherte und sich von der anderen Seite Schritte annäherten. Sie wurde auch sogleich aufgezogen, und hinter ihr wurde die Gestalt Vyra's offenbart. Ein schwacher Geruch von Schwefel wehte Janus entgegen, doch störte es ihn nicht. Wer wusste schon, womit sie wieder herumhantierte. So entgegnete er seiner Freundin ein Lächeln, als er eine Verbeugung andeutete... doch ließ ihn etwas an ihr stutzig werden. Auf ihren Lippen nicht das erwartete Lächeln, in ihren Augen nicht der gewohnt offene Ausdruck - vielmehr wirkte sie emotionslos und leer.
Sie ist wohl müde...
Dies waren die Gedanken, die ihm bei ihrem Anblick durch den Kopf schossen. So entschloss er sich noch während der Begrüßung, ihr nur so wenig Zeit wie möglich zu rauben und direkt zu dem eigentlichen Grund zu kommen, weshalb er sie aufsuchte - Handel.
Es folgten die Spielzüge, die er von ihr erwartet hatte, obgleich es ihn verwunderte, als sie über ihre eigene Sammlung an Büchern herzog... wieder etwas, das zu ihr nicht passte, doch begründete er sich auch dies mit ihrem körperlichen Zustand. Letzten Endes bekamen jedoch wohl beide das, was sie wollten, und so gingen sie auseinander.
Als er das Haus wieder verließ verschwendete er daran keinen Gedanken mehr - doch hoffte er, sie bald in einem besseren Zustand wiedersehen zu können.
Handel...
Als Janus an den Wachen am Eingang des Fischerdorfs vorbei ritt und dieses Wort über seine Lippen lief, huschte ein Lächeln durch seine Züge. In der Vergangenheit hatte sie ihm anvertraut, um welcher Art Handel es sich tatsächlich handelte... doch erhoffte er sich dieses Mal, wirklich etwas bei ihr tauschen zu können - hatte er doch etwas gefunden, was jemanden wie sie wahrlich interessieren könnte. Zumindest war dies der Hauptgrund für seinen Besuch.
Als er, das Pferd abgestellt und an den Zaun gebunden, die Tür ihres Hauses aufzog und sein Blick ins Innere fiel, musste er wissend schmunzeln. Wie sonst hätte ihr Haus eingerichtet sein sollen - Viele Regale mit noch mehr Büchern, sodass es beinahe einer Bibliothek Konkurrenz machte, und allerlei Dinge, von denen so Mancher noch nichteinmal wusste, dass sie überhaupt existierten. Doch passte dies zu der Vyra, die er damals kennen lernte und der er recht bald ein gewisses Vertrauen schenkte.
Eine gewisse Vorfreude machte sich in ihm breit, als er um die ersten Regale herum trat und seinen Blick suchend durch den Raum lenkte. Keine Vyra - doch erregte ein leises Kratzen im Nebenzimmer seine Aufmerksamkeit, das jedoch verklang, als er sich der Tür zu Selbigem näherte und sich von der anderen Seite Schritte annäherten. Sie wurde auch sogleich aufgezogen, und hinter ihr wurde die Gestalt Vyra's offenbart. Ein schwacher Geruch von Schwefel wehte Janus entgegen, doch störte es ihn nicht. Wer wusste schon, womit sie wieder herumhantierte. So entgegnete er seiner Freundin ein Lächeln, als er eine Verbeugung andeutete... doch ließ ihn etwas an ihr stutzig werden. Auf ihren Lippen nicht das erwartete Lächeln, in ihren Augen nicht der gewohnt offene Ausdruck - vielmehr wirkte sie emotionslos und leer.
Sie ist wohl müde...
Dies waren die Gedanken, die ihm bei ihrem Anblick durch den Kopf schossen. So entschloss er sich noch während der Begrüßung, ihr nur so wenig Zeit wie möglich zu rauben und direkt zu dem eigentlichen Grund zu kommen, weshalb er sie aufsuchte - Handel.
Es folgten die Spielzüge, die er von ihr erwartet hatte, obgleich es ihn verwunderte, als sie über ihre eigene Sammlung an Büchern herzog... wieder etwas, das zu ihr nicht passte, doch begründete er sich auch dies mit ihrem körperlichen Zustand. Letzten Endes bekamen jedoch wohl beide das, was sie wollten, und so gingen sie auseinander.
Als er das Haus wieder verließ verschwendete er daran keinen Gedanken mehr - doch hoffte er, sie bald in einem besseren Zustand wiedersehen zu können.
Zuletzt geändert von Janus Aethra am Freitag 15. Juni 2007, 20:40, insgesamt 1-mal geändert.
- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Sein Blick ruhte auf Janus, als jener die Bibliothek Bajards betrat. Regungen waren durchs Fenster erkennbar, Sie, das Verderben, schien da zu sein.
Langsam legte der Schattenlord sein Gewicht vom rechten aufs linke Bein, hoch oben auf der Spitze des Kirchenturmes hatte er zu solch dunkleren Stunde eine gute Aussicht auf jenes, was geschehen mag.
Er könnte zuschlagen, könnte versuchen, Sie zu töten und wäre dabei vielleicht durch den Überraschungsmoment erfolgreich.
Doch das war nicht sein Wille.
Sicher, er wollte die Brut Nemesis auf ewig vernichten. Doch nicht zu solch einen Preis. Nicht durch das Opfern eines Gleichgesinnten.
Zuviele mussten durch diesen Dämon sterben, mehr sollten es nicht werden.
Er wusste, die Schatten waren von Natur aus sehr stark in ihrem Willen. Vyra ist nicht tot, ihre Seele lebt in ihren Körper, verdrängt von diesem Monster, versiegelt in ihrem tefsten inneren. Und doch würden beide es gemeinsam schaffen, Sie da hinaus zu holen und den Eindringling zu vernichten.
Er musste warten, womöglich wusste Sie schon, dass er Sie beobachtete, dennoch war der nächste Zug ihr nun vergönnt.
Langsam legte der Schattenlord sein Gewicht vom rechten aufs linke Bein, hoch oben auf der Spitze des Kirchenturmes hatte er zu solch dunkleren Stunde eine gute Aussicht auf jenes, was geschehen mag.
Er könnte zuschlagen, könnte versuchen, Sie zu töten und wäre dabei vielleicht durch den Überraschungsmoment erfolgreich.
Doch das war nicht sein Wille.
Sicher, er wollte die Brut Nemesis auf ewig vernichten. Doch nicht zu solch einen Preis. Nicht durch das Opfern eines Gleichgesinnten.
Zuviele mussten durch diesen Dämon sterben, mehr sollten es nicht werden.
Er wusste, die Schatten waren von Natur aus sehr stark in ihrem Willen. Vyra ist nicht tot, ihre Seele lebt in ihren Körper, verdrängt von diesem Monster, versiegelt in ihrem tefsten inneren. Und doch würden beide es gemeinsam schaffen, Sie da hinaus zu holen und den Eindringling zu vernichten.
Er musste warten, womöglich wusste Sie schon, dass er Sie beobachtete, dennoch war der nächste Zug ihr nun vergönnt.
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
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Wijay Loreen
Als Vikko ihr das Pergament vorlegte zuckten ihre Augenbrauen kurz etwas verwirrt. Sie ahnte worauf es hinauslief, auch wenn es sie nicht kümmern mochte. Tagsächlich aber war sie geübt im Planen von Attentaten, und dieses konnte recht leicht vonstatten gehen. Der Preis den sie vom Schatten jedoch verlangen würde wäre gerechtfertigt, schließlich musste sie sich absichern, wie so oft - und sie tat es effektiv.
Sie schritt im Keller zu ihrer Giftküche und hielt eine Phiole hervor. Konzentrierter Schlaftrank. Er wäre bei Einnahme Tödlich, die toxischen Dämpfe jedoch versprachen das was sie sollten - langen Schlaf.
Die Bibliothek, zu welcher diese Nayeena gerufen wurde war ein idealer Schauplatz. Sie wusste, was zu tun war. Und angesichts der Tatsache, dass der Schatten wohl oder übel hier erscheinen MUSSTE war es ihr nur mehr als recht. Loreen lächelte dünn.
Der Schatten würde sie wohl zu fürchten wissen. Dies war ihre Stunde, wie schon so oft.
Sie schritt im Keller zu ihrer Giftküche und hielt eine Phiole hervor. Konzentrierter Schlaftrank. Er wäre bei Einnahme Tödlich, die toxischen Dämpfe jedoch versprachen das was sie sollten - langen Schlaf.
Die Bibliothek, zu welcher diese Nayeena gerufen wurde war ein idealer Schauplatz. Sie wusste, was zu tun war. Und angesichts der Tatsache, dass der Schatten wohl oder übel hier erscheinen MUSSTE war es ihr nur mehr als recht. Loreen lächelte dünn.
Der Schatten würde sie wohl zu fürchten wissen. Dies war ihre Stunde, wie schon so oft.
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Drakh Nakorrh
- Beiträge: 0
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Der Zahn eines Toten wandert zu ihm
Der Schatten hatte seine Warnung bekommen durch diesen Vikko. Ein dunkler und merkwürdiger Mann, dessen Tod süß auf der Klinge der Letharen sein wird. Es wird ein Brennen sein, ein Zischen, ein Brodeln, ein Rauchen und Qualmen.
Tränke dienen uns zur Stärkung
Er wird dafür zahlen, dass er zusammen mit den anderen die wahre Bestimmung der Schatten vernichtet hat. Er und alle anderen die vor ihm gezahlt hatten. Was für ein Sieg! Egal ob sie verliert, oder gewinnt, egal wer stirbt, am Ende werden die Schatten alle tot sein. Alleine wird der "Schattenlord" niemals die Bücher zusammensetzen, und ist er tot, wird auch ihre Gefangene nie wieder eine Hoffnung auf Leben bekommen.
Schwefelgeruch...
Sie trat an den Tisch heran und mit einem kühlen Lächeln meinte sie: "Ja ich werde mir Eisenwart selbst ansehen"... Und dann ließ sie ihre Stimme unverändert ein klares und deutliches "Aye" nachhallen. Ein "Aye", mit dem Blick einer Person, die tot ist.
Und die Reaktion des Schattenlordes offenbarte was sie schon gedacht hatte.
Er wusste von ihr
Sie hatte ihn nicht unterschätzt. Doch nun kannte sie den Feind. Den Muttermörder. Den Verräter. Den verhassten Schattenlord. Den Nemesis des Nemesis. Nun wird sich der Kreis schliessen.
Eisenwart wird brennen, und die Letharen werden die letzten lebenden Ketzer in ihrer heiligen Wut vernichten, das hoffte sie... und sie würde aus der Ferne zusehen und dann würde sie den Kopf, der in ihrer Hand bei den Haaren gepackt hängt, heben und dem Schatten in die Augen sehen. Und dann würde sie lächeln. Und sie wäre glücklich.
Der Schatten hatte seine Warnung bekommen durch diesen Vikko. Ein dunkler und merkwürdiger Mann, dessen Tod süß auf der Klinge der Letharen sein wird. Es wird ein Brennen sein, ein Zischen, ein Brodeln, ein Rauchen und Qualmen.
Tränke dienen uns zur Stärkung
Er wird dafür zahlen, dass er zusammen mit den anderen die wahre Bestimmung der Schatten vernichtet hat. Er und alle anderen die vor ihm gezahlt hatten. Was für ein Sieg! Egal ob sie verliert, oder gewinnt, egal wer stirbt, am Ende werden die Schatten alle tot sein. Alleine wird der "Schattenlord" niemals die Bücher zusammensetzen, und ist er tot, wird auch ihre Gefangene nie wieder eine Hoffnung auf Leben bekommen.
Schwefelgeruch...
Sie trat an den Tisch heran und mit einem kühlen Lächeln meinte sie: "Ja ich werde mir Eisenwart selbst ansehen"... Und dann ließ sie ihre Stimme unverändert ein klares und deutliches "Aye" nachhallen. Ein "Aye", mit dem Blick einer Person, die tot ist.
Und die Reaktion des Schattenlordes offenbarte was sie schon gedacht hatte.
Er wusste von ihr
Sie hatte ihn nicht unterschätzt. Doch nun kannte sie den Feind. Den Muttermörder. Den Verräter. Den verhassten Schattenlord. Den Nemesis des Nemesis. Nun wird sich der Kreis schliessen.
Eisenwart wird brennen, und die Letharen werden die letzten lebenden Ketzer in ihrer heiligen Wut vernichten, das hoffte sie... und sie würde aus der Ferne zusehen und dann würde sie den Kopf, der in ihrer Hand bei den Haaren gepackt hängt, heben und dem Schatten in die Augen sehen. Und dann würde sie lächeln. Und sie wäre glücklich.
- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Hektisch blättert er durch die Seiten jenes verhängnisvollen Buches. Es musste einen Hinweis darauf geben, wer jener Besetzer Vyras war.
Er wusste, es war ein Abkömmling des Nemesis, doch hatte jenes etwas keinen Namen, keine Kennung, keine Beschreibung?
Er liess sich auf seinen Thron nieder in seinem Raume auf der Burg.
Hier hiess es nun zu warten.
Er hat den nächsten Zug getan, es war zwar nicht so gewollt, doch erfüllt es seinen Zweck.
Sie war gerissen, sie erkannte ihn, womöglich zur Zeit als er Sie erkannte.
Dieser Schwefelgeruch, Vikko beschrieb Sie so und dann diese Zustimmung, die in der Stimme Vyras erklang.
Das tat Sie mit Absicht, ja, sie wollte, dass er sich zu erkennen gibt, ihr hinterher jagte.
Doch Sie glaubte, es wäre ein Fehler von ihm gewesen?
Nein.
Er vermutete es, als er diesen Geruch vernahm, sicher war er sich, als er ihr Interesse an der Burg und am Schattenlord entdeckte.
Er machte ihr klar, wo er zu finden sei, empfahl, die Burg zu besuchen und sie sagte, sie werde es tun.
Sie wird kommen, da ist er sich sicher und der letzte Kampf vor dem großen Anfang rückt näher.
Doch er zweifelt an dem Sieg. Er zweifelt an Überlegenheit. Nein, er ist sich sicher, dass jenes Geschöpf stärker sein kann als er. Sie hat schon viele Schatten auf dem Gewissen, warum sollte gerade er dann stärker sein?
Das einzige, was er weiß, ist das sein Vater der Vernichter des Nemesis war, vielleicht ist es die Bürde der Familie Schwarzmourne, jene dämonische Gestalt zu töten.
Er würde sich stellen müssen, er würde Wut und Rachegelüster empfinden und das würde ihm Kraft geben.
Doch er würde nicht seinen Feind töten, nein, gemeinsam, mit der verschlossenen Vyra würden sie jenen Dämon aus ihrem Körper vertreiben und vernichten.
Er blätterte weiter, als er auf eine Spalte stieß, wo folgendes stand:
"Freunde sich die schlimmsten Gegner deiner Feinde. Brüder deine besten Freunde."
Cyrion schoß es ihm durch den Kopf.
Er war sein Freund....nein....er war mehr. Er war sein Bruder.
Er stand an seiner Seite, so wie er es immer tat und er würde sein Leben für ihn opfern, wie auch umgekehrt.
Valion war es, der durch seinen Tot jene beiden fremden Mannen zusammen brachte, es schien, als wäre es sein Wille gewesen, als er starb.
Cyrion war sich wohl bewusst, dass er gegen des Nemesis Abkömmling machtlos wäre, doch er betonte immer wieder, dass er kämpfen wird, wenn die Zeit reif ist.
Cyrion, so war er sich sicher, wird eine wichtige Rolle in dieser Präsenz der Zeit spielen. Wer weiß, welch Wendungen er hervor rufen könne?
Der Schattenlord lehnte sich zurück, atmete tief ein und entspannte.
Seine Gedanken gingen alles noch einmal durch.
Die Akteure dieses Spieles, die Kontrahenten, die das Finale einläuten und der Schauplatz, der zu dieser Tragödie passen würde: die Burg.
Es war alles geplant, nun konnte nur noch das Schicksal bestimmen, wie es ausgehen wird.
Doch wissend, dass alles getan wurde, was möglich war.
Der Feind war auf dem Weg, der Schattenlord wartete. Er spürte Ruhe, er spürte Zufriedenheit, denn jener Kampf wird ein neues Zeitalter der Schatten einläuten, wie es nie dargewesen ist.
Sie kommen wieder, das ist sicher. In dunkelster Nacht, in den tiefsten Gassen, in den schwärzlichsten Ecken wandeln Sie, lauern Sie und wenn du Pech hast, beobachten Sie genau dich.
Er wusste, es war ein Abkömmling des Nemesis, doch hatte jenes etwas keinen Namen, keine Kennung, keine Beschreibung?
Er liess sich auf seinen Thron nieder in seinem Raume auf der Burg.
Hier hiess es nun zu warten.
Er hat den nächsten Zug getan, es war zwar nicht so gewollt, doch erfüllt es seinen Zweck.
Sie war gerissen, sie erkannte ihn, womöglich zur Zeit als er Sie erkannte.
Dieser Schwefelgeruch, Vikko beschrieb Sie so und dann diese Zustimmung, die in der Stimme Vyras erklang.
Das tat Sie mit Absicht, ja, sie wollte, dass er sich zu erkennen gibt, ihr hinterher jagte.
Doch Sie glaubte, es wäre ein Fehler von ihm gewesen?
Nein.
Er vermutete es, als er diesen Geruch vernahm, sicher war er sich, als er ihr Interesse an der Burg und am Schattenlord entdeckte.
Er machte ihr klar, wo er zu finden sei, empfahl, die Burg zu besuchen und sie sagte, sie werde es tun.
Sie wird kommen, da ist er sich sicher und der letzte Kampf vor dem großen Anfang rückt näher.
Doch er zweifelt an dem Sieg. Er zweifelt an Überlegenheit. Nein, er ist sich sicher, dass jenes Geschöpf stärker sein kann als er. Sie hat schon viele Schatten auf dem Gewissen, warum sollte gerade er dann stärker sein?
Das einzige, was er weiß, ist das sein Vater der Vernichter des Nemesis war, vielleicht ist es die Bürde der Familie Schwarzmourne, jene dämonische Gestalt zu töten.
Er würde sich stellen müssen, er würde Wut und Rachegelüster empfinden und das würde ihm Kraft geben.
Doch er würde nicht seinen Feind töten, nein, gemeinsam, mit der verschlossenen Vyra würden sie jenen Dämon aus ihrem Körper vertreiben und vernichten.
Er blätterte weiter, als er auf eine Spalte stieß, wo folgendes stand:
"Freunde sich die schlimmsten Gegner deiner Feinde. Brüder deine besten Freunde."
Cyrion schoß es ihm durch den Kopf.
Er war sein Freund....nein....er war mehr. Er war sein Bruder.
Er stand an seiner Seite, so wie er es immer tat und er würde sein Leben für ihn opfern, wie auch umgekehrt.
Valion war es, der durch seinen Tot jene beiden fremden Mannen zusammen brachte, es schien, als wäre es sein Wille gewesen, als er starb.
Cyrion war sich wohl bewusst, dass er gegen des Nemesis Abkömmling machtlos wäre, doch er betonte immer wieder, dass er kämpfen wird, wenn die Zeit reif ist.
Cyrion, so war er sich sicher, wird eine wichtige Rolle in dieser Präsenz der Zeit spielen. Wer weiß, welch Wendungen er hervor rufen könne?
Der Schattenlord lehnte sich zurück, atmete tief ein und entspannte.
Seine Gedanken gingen alles noch einmal durch.
Die Akteure dieses Spieles, die Kontrahenten, die das Finale einläuten und der Schauplatz, der zu dieser Tragödie passen würde: die Burg.
Es war alles geplant, nun konnte nur noch das Schicksal bestimmen, wie es ausgehen wird.
Doch wissend, dass alles getan wurde, was möglich war.
Der Feind war auf dem Weg, der Schattenlord wartete. Er spürte Ruhe, er spürte Zufriedenheit, denn jener Kampf wird ein neues Zeitalter der Schatten einläuten, wie es nie dargewesen ist.
Sie kommen wieder, das ist sicher. In dunkelster Nacht, in den tiefsten Gassen, in den schwärzlichsten Ecken wandeln Sie, lauern Sie und wenn du Pech hast, beobachten Sie genau dich.
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Cyrion Sha´Ar
Wieder in Gerimor... Tief einatment blickte er zu den Häusern, zu den ersten Bäumen des Ortsnahen Waldes. Keine schwankenden Planken... keine Gischt, die einem ins Gesicht spritze... Keine Reling mehr, an der man sich festkrallte, während man die Fische fütterte... Das Schiff hatte einige Tage Verspätung - ein Umstand, der seinen letzten Reserven an Heilmittel gegen Seekrankheit den Garaus gemacht hatte. Fester Boden unter seinen Füssen. Er dankte allen Göttern, das er endlich wieder an Land war. Dankte ihnen und erholte sich. Seit einigen Stunden war er nun in Bajard, beobachtete das Treiben und gestattete seiner Gesichtsfarbe, wieder einen gesunden Ton anzunehmen. Doch wurde es Zeit, Heim zu kehren - er fühlte sich inzwischen gut genug, um zu reiten. Ein Bier um den sauren Geschmack zu vertreiben. Etwas essen... Enghwyn ins Bett führen. Schlafen... Ja, das klang verdammt gut.
Die Bewegung, mit der er aufs Pferd sprang liess an Geschmeidigkeit fehlen - er hatte lange nicht mehr im Sattel gesessen. Doch wurde er aufgehalten – ein Hilfsbedürftiger auf der Suche nach einem Heiler. Zu Cyrions Freude fand er Dantian vor, der durch die Stadt geisterte, immer dem Blick grad entschwunden, bis Cyrions beherztes Rufen ihn doch mal zum stehen bleiben veranlasste. Der Mann war schnell versorgt und man geriet ins Plaudern. Lange hatte er ihn nicht mehr gesehen. Der einst Magierfeindliche Mann war nun selbst auf den besten Wege, ein Magus zu werden. Aye, es war viel Wasser den Fluss hintergeflossen, seit er ihn das letzte Mal gesehen hatte. Zu viel Wasser..., so dachte er, während er seinen Freund musterte.
"Interesse an einem Bier?" Enghwyn erwartete ihn nicht - er würde wieder da sein, wenn er wieder da war.
Ein Schmunzeln auf den Zügen des Mannes. "Nein... das käme mir einer Sünde gleich."
Erstaunen auf Cyrions Zügen, der eigentlich nur den Reisestaub aus seiner Kehle entfernen.
"Ein Bier... eine Sünde? Das zu sagen ist schon gleich einer Sünde." Gab er brummig wieder und kratzte sich im Nacken. Unruhe kam in ihm auf... ein unbestimmtes Gefühl, doch konnte er es nicht ganz einordnen.
Sein Gegenüber tippte sich an die Stirn, ein feines Lächeln auf den Zügen. "Ihr vergesst, dass meine Konzentration meine Waffe ist." Die Worte liessen ihn Lächeln, doch schweifte sein Blick kurz umher, um dann wieder zu Dantian zu wandern, wollte er ihm doch nicht unhöflich erscheinen. Was war es, dass ihm jenes Gefühl gab... Doch da war nichts - nur Bürger, die harmlos ihrem Tagewerk nach gingen.
"Welcher Krieger lässt seine Waffe einfach liegen?"
Jemand beobachtete ihn... ein Kitzeln zwischen den Schulterblättern, dass ihm keine Ruhe liess. Die Antwort auf der Zunge, wendete er den Kopf über die Schulter. Eine vermummte Gestalt im Schatten des Hauses in seinem Rücken. Keine grossen Bemühungen, sich zu verbergen - nein, statt dessen verschränkte er seine Arme, die Augen von Lachfältchen umkränzt. >Nein...< Freude stieg in ihm auf, während er äusserlich gelassen von sich gab. "Ein äusserst dummer Krieger." Ein äusserst dummer Krieger, der einen Mann wie Malachai in seiner Gestalt als Schattenlord in seinen Rücken gelangen liess - ausser jener Krieger war ein Freund des Schattenlords. Ein Lächeln umspielte seine Lippen. "Und dumm bin ich wohl auch, dich nicht zu sehen, alter Freund."
Ein Nicken von Malachai gen Cyrion und Dantion, seine Worte eher amüsiert. "Wenn ich wollte, dann würdest du mich nicht sehen." Da hatte er recht.
"Aye, ich weiss, ich werde immer in deinem Schatten stehen." Die Worte leichtherzig, war er glücklich, seinen besten Freund wieder zu sehen. Wie lange hatte er ihn nicht gesehen? Lange genug, um auch mit ihm erst einen heben zu gehen, bevor er sich auf den Heimweg machte.
Die Taverne war eher mässig besucht, allerlei Platz war vorhanden. So machten sie es sich im hinteren Teil in der Ecke gemütlich. Malachai so sitzend, das er kein Fenster im Rücken hatte und auch die Taverne im Blick hatte. Gut dann musste sich Cyrion keine Sorgen machen deswegen. Die Bestellung Malachais machte ihn allerdings schon stutzen.
"Milch..."
Der Ton war so leer wie sein Blick. "Ist das dein Ernst?"
Es war sein Ernst... keiner, der mit ihm kultiviert ein Bier trinken wollte... "Die Welt geht den Bach runter..." murmelte er hörbar, während er die Getränke vor den beiden abstellte. Ein kleines Lächeln umspielte Malachais Züge, dies sah man daran, wie sich erneut milde Fältchen um seine Augen zeigten - doch erreichte dies Lächeln nicht seine Augen.
"Du missverstehst die Situation, mein Freund." Missverstand? Er kannte die 'Situation' nicht mal. "Nicht das ich ein schönes Glas Alkohol verschmähen würde...doch ich muss die Tage mehr als bei klaren Gedanken sein."
Eine Augenbraue hob sich. Welches Ereignis warf diesmal seine Schatten vorraus? Doch dies würde er noch erfahren. Krüge schlugen zusammen, als sie auf die Freundschaft tranken. "Und auf festen Boden unter den Füssen." Gab Cyrion noch wieder, bevor er den ersten Schluck seines Biers nahm. Güldener Trank... Er schwelgte einen Moment, sich den Schaum von den dürstenden Lippen leckend. Doch war die Entspannung nur von kurzer Dauer. Malachai hatte allerlei Wissenswertes zu berichten. Die neuen Wege der Burg - etwas, das Cyrion in blankes Erstaunen versetzte. Khazkal, welcher Alatar sein Leben verdankte... Nun von diesem Gott abgewandt. Ein Pakt von Lameriast - Frieden mit den Gefährtinnen und den Tiefländern. Scartyz, immer noch Alatargläubig, war leider für die Burg verloren. Ein herber Verlust, so empfand Cyrion. Was mochte dies nun für die Burgler bedeuten? Neue Zeiten waren aufgebrochen... Interessante Zeiten gewiss.
Dantian hörte ruhevoll zu und liess Malachais Bericht unkommentiert. Doch wollte der hochgeschossene Krieger auch von ihm etwas hören - mochte sein, das er einiges von Varuna zu berichten wusste. "Hat Rafael de Arganta Felicitas zu den Dämonen gejagt?" Seine Lippen kräuselten sich amüsiert. Der Gedanke amüsierte ihn tatsächlich, auch wenn er sich wenig Hoffnungen machte, das Rafe sich in der Tat von Felis trennte. Cyrion mochte die Frau einfach nicht... nicht nur deswegen, weil sie ihn wiederholt mit ihrem Degen bedroht hatte... Aber nein, Dantian war zwar Gardist, wusste aber nichts über die Adligen zu berichten, ausser das Adrian sich von Rahal erholt hatte und Darna nicht länger ein Mitglied der Garde war. So war in Varuna alles beim Rechten.
Tief einatmend ging sein Blick durch den Raum. Leute kamen und gingen und beständig war leises Geraune im Hintergrund zu hören - dem Summen von Bienen gleich ein Geräusch, das einem nie ganz bewusst wurde. Malachai... So lange hatte er von ihm nichts gehört... Inara müsste inzwischen jeden Tag das Kind bekommen können - ob sein Freund deswegen nervös war? "Und wie ist es dir ergangen?"
Er wusste nicht, was er erwartet hatte... doch was er hörte, liess jeden Frohsinn aus seinem Geist verschwinden. Leise raunend erzählte Malachai von einem Jäger, welcher ihm und den seinen nachstellte. Schon wieder ein Verfolger?
Auch Dantian war eingeladen, mit zu hören, wusste er doch schon eh allerlei über jene Sache, wie es schien. Doch schien er wenig interessiert. So erfuhr der Rabenkrieger weiteres von jenem Erbe, das Malachais Vater ihm hinterlassen hatte. Zu diesem Erbe gehörte auch das Wissen um einen Dämon, welcher einen der Schatten besessen hatte. Dieser war tot, doch wie das Erbe der Schatten immer noch in Malachai und anderen Nachkommen und Überlebenden schlummerte, schlummerte jene böse Saat in diesem Jäger, welcher nach und nach jene letzten Schatten mordete. Und Malachai fühlte jeden Tod eines Schatten...
Seltsam... Und etwas, von dem Cyr dachte, das dies vielleicht besser in mehr privateren Räumlichkeiten besprochen wurde, als mehr geraunt in der Öffentlichkeit. Unentwegt kamen und gingen Leute - so auch wieder einmal eine junge Dame, welche unangenehm nah bei der Theke sass. Aus den Augenwinkeln betrachtete er sie. Auch Malachai betrachtete sie - was sie lächeln machte. Neugierig die Frau... Neugier war der Tod der Katze. "Sie kann uns nicht hören, oder?" Erleichterung, als Malachai dies verneinte.
"Es sei doch kein Problem dass ich hier sei, oder die Herrschaften?" Ihre Stimme unterbrach ihr Gespräch, wie es auch wohl ihre Absicht war. Aufdringliches Frauenzimmer... "Es sei nicht die Eure Sache, ob dies für uns ein Problem ist, oder nicht." Seine Worte waren kühl genug, das sie begreifen müsste, das ihre Einmischung nicht erwünscht war. Doch war sie flink mit der Zunge.
"Oh, eure Freundlichkeit in Ehren. Aber ob ich Euch störe sei wohl mein Problem, aber wenn ich es nicht tue, so sei es ja kein Problem."
Gut gewählt ihre Worte - oder auch nicht? Cyrion überlegte ernsthaft, sich ihrer zu entledigen mit einigen scharfen Worten, so sie erneut das Gespräch unterbrach. Doch kaum waren seine Worte: "Nun - was immer ist, auf mich kannst du zählen." gedämpft gen seinem Freund ausgesprochen, frug Malachai die junge Frau doch etwas, was ihn verblüffte.
"Wie ist euer Name, werte Dame?"
"Verzeiht wenn ich nun etwas zimperlich sei, doch das sei nicht Eure Sache, Herr!" Tief atmete er ein, die Lippen zusammen pressend und brummte "Hmpf... Frauen..." während er erneut einen guten Schluck von seinem Bier nahm.
Malachai wandte sich indes von der Namenlosen ab, Cyrion zu antworten. Doch verlor er auf halben Wege die Antwort, die ihm auf der Zunge lag. Malachai verlor seinen Gedanken... Etwas, das Cyrions Sorge anstachelte. Malachai - der Schattenlord - zerstreut? Doch lag es wohl mitunter daran, dass er die Schmerzen, den Tod von den seinen spürte. Und dann war da noch Malachais Kind... der erste Schatten einer neuen Generation - dann war das Schattendasein wohl erblich. Kaum zu glauben... er war nur wenige Stunden wieder in Gerimor und schon erfuhr er Dinge von seinem geheimnisvollen Freund, die er sich nie hätte erträumen können... Was würde noch kommen?
Dantian verliess sie zu diesem Zeitpunkt des Gesprächs, hatte er noch anderweitig zu tun und verstand er, dass dies wohl Priorität für sie beide hatte. Und Priorität hatte dies sehr wohl... Jemand jagte Malachai nach in dem Bestreben, ihn zu töten. Und Malachai jagte ihn, wissend wie er aussah, aber ohne das Wissen um seinen Verbleib. Ohne Frage, er konnte Unterstützung gebrauchen. Und dies allein war schon erschreckend.
Die Jagd... sie würde schwer werden - Malachai wusste wenig um seinen Jäger. Doch wusste er zu sagen, das sich der Jäger seiner Existenz als Schatten nicht bewusst war. Weiter informierte Malachai seinen Freund flüsternd, während um sie herum ab und an Interesse für die beiden flüsternden Männer aufflackerte.
"Macht es schwer auf sie aufzupassen..." Gab Cyrion schliesslich wieder, Malachais Frau Inara meinend, welche er als gefährdeste betrachtete. Der Jäger brauchte Malachai alias Schatten nur zu folgen... Doch Malachai antwortete nicht, wandte sich stattdessen der Namenlosen zu welche nach wie vor an der Theke stand. Cyrion wusste nicht genau, was aus ihr machen... Sie kam ihm bekannt vor - wusste er nur nicht, woher. Doch war er sich nicht klar, warum Malachai sie für eine Alchemistin halten könnte, bis er den Schwefelgeruch bemerkte, welcher sie umgab. Cyrion konnte ihn nicht riechen - seine Nase war kaputt von Drei Tagen über die Reling hängen. Ob sie Wurftränke zur Lähmung herstellen könnte. Sich dagegen etwas sträubend, gab sie wieder, niemanden mit ihren Tränken schaden zu wollen - obwohl Malachai mit diesem Trank nur helfen wollte. Ein Kommentar, den Cyrion an Khazkal erinnerte.
"Ist Khazkal wieder mal einem Fluch erlegen und muss eingefangen werden?"
Khazkal... Der Name schien Interesse in der Namenlosen zu wecken, lenkte sie das Gespräch doch nun auf die Burg - und das wo Cyrion gerade eher unverfängliche Themen angehen wollte. Der Burgherr... Was hatte sie Interesse am Burgherrn? Oder an der Burg generell? Ein jeder Mensch, der Interesse an der Burg hatte, wurde von Cyrion erstmal skeptisch betrachtet - doch weit geübter darin war Malachai als der Schatten der Burg. Malachai brachte auch bald den Schattenlord ins Spiel, als die Sprache auf die Sinneswandlung der Burg kam. Amüsiert verfolgte er, wie Malachai sein alter Ego ein wenig auf den Arm nahm und gab das seinige dazu, während er zur Theke ging.
"Aber nun - er ist ungeduldig... manchmal... Und längst nicht so geschickt wie ich... Völlig unverdient sein Titel."
Malachais Blick im Nacken spürend, lächelte er in sich hinein, während er die Bestellung abgab. Teile des Gespräches entgingen ihm, lenkte ihn doch jemand mit einer penetranten Stimme in seiner unmittelbaren Umgebung ab.
Was seine volle Aufmerksamkeit allerdings wieder einfing, waren ein paar Worte zum Abschied ihrerseits... Weniger die Worte, als vielmehr der Ton, die Stimme. Die Stimme einer anderen Frau, die er kannte und schätzte. Eine Stimme, die ihn aufsehen liessen, als würde er eine andere Frau an ihrer Stelle erwarten. Vyra... doch wie? Wie konnte sie Vyras Stimme haben? Kaum war sie aus dem Raum gegangen, folgte ihr Malachai auf den Fusse - etwas was auch Cyrion dazu veranlasste, aus dem Raum zu spurten. Er stand da... und lauschte wohl. Von der Unbekannten nichts mehr zu sehen. Wie konnte es sein, das sie so rasch aus ihrem Blick verschwand. Warum war... Malachai... bleich... Cyrion schluckte, als er ihm ein Verdacht dämmerte. Malachais Stimme war leise, aber drängend, als er, ohne ihn an zu sehen, von sich gab:
„Cyrion... treffe mich... du weisst wo.“
Damit setzte er sich in Bewegung und war binnen weniger Augenblicke seines Blickes entschwunden. Schnellfüssig lief zu seinem Pferd herüber, aufsitzend und davon gallopierend. Wo... Dafür kam nur Malachais Haus in Frage. Riskant, dieses auf zusuchen, jene Domäne seines alter Ego Malachai Schwarzmourne. Einen Umweg reitent, begab er sich erst in jenen entfernteren grossen Wald. Sicher war sicher – er kannte jenen Jäger nicht, und diesen zu unterschätzen mochte tödlich für ihn wie auch Malachai sein. Was wäre er für ein Freund, den Feind zu Malachais Haustür zu führen? Götter... Er wünschte sich, er würde falsch liegen. Vyra?
Das Pferd schnaufte wild, als er einige Zeit später erneut nach Bajard ritt, wenn auch diesmal aus einer eher selten genutzten Richtung kommend. Auch ritt er nicht nach Bajard hinein – das Pferd stehen lassen, begab er sich, Schatten und Deckung nutzend, zu jenem Haus. Tief atmete er ein, sich an die Hauswand lehnend, erschöpft von dem scharfen Ritt. Eine Bewegung aus seinem Augenwinkel – alamiert hob er den Kopf, die Hand unter dem ihn verhüllenden Umhang zum Schwertgriff gehend.
Doch nein, es war nur Malachais Gestalt – wieder mal aus den Schatten tretend, als würde er in diesen Leben. Ein Wink und schon tauchte er in das innere seines Hauses, geschmeidig und flink wie ein Panther, der in sein Domizil sprang. Ihm folgend, warf er einen letzten Blick um sich und liess diesen schliesslich auf Malachai ruhen, als dieser die Tür verschloss. Die Maske abreissend, sog er tief den Atem ein, während Cyrion ruhig, aber mit Falten auf der Stirn bemerkte: „Die Frau war zu neugierig.“
„Die Frau... Sie ist der Jäger.“
Innehaltent rieb er sich das Gesicht, fühlend wie die Farbe ihm aus dem Gesicht floss. Sie? Der Jäger? Direkt neben ihnen?! Verdammt, hätte er dies vorher gewusst, die Frau hätte die Taverne nur noch mit den Füssen vorraus verlassen! Er und Malachai hätten gewiss zusammen gegen sie angehen können... Doch war da etwas, was ihn massiv störte.
„Ihre Stimme... Sie klang letzten Endes wie...“
Der Blick der ihm begegnete, enthielt dasselbe Grauen, welches er in sich fühlte.
„Vyra...“
Tief ein atment lehnte er sich an die Tischkante, die Arme verschränkend. “Ja… wie Vyra.”
Erschöpft liess sich Malachai nieder. Vyra... wie konnte dies sein? Doch die Antwort liess nicht lange auf sich warten.
„Vyra ist....eine Schattentänzerin...doch ihre Seele wurde verflucht und nun ist sie Nayeena... Beziehungsweise...ich weiss nicht, wer sie nun genau ist.“
Sich die Augen reibend hetzten seine Gedanken durch seinen Geist. Vyra! Er kannte sie, schätzte sie. Eine Frau, die einen köstlich trockenen Humor besass und mit der sich Cyrion herrlich unterhalten konnte. Vyra eine Schatten? Er hatte den Gedanken wohl laut ausgesprochen. Weitere Erklärungen folgten. Nayeena war ihr Geburtsname. Womit Malachai nicht gerechnet hatte, war, das Vyras alter Ego nicht wie Vyra aussah. Eine andere Person ganz und gar. Etwas, das Malachai doch schockierte. Und auch Cyrion war bleich.
Dies war also eine Seelenbesetzung. Eine Veränderung der besetzten Person, dass man sie nicht erkannte. Es war wohl mehr Zufall, das Vyras Stimme durchgebrochen war – unbemerkt von der Besetzerin. Oder war es doch Absicht? Wie jemanden bekämpfen, der im Körper eines Freundes steckte? Ob es Vyra bewusst war, dass jemand in ihr steckte, welcher einen Freund von ihr töten wollte? Malachai konnte dies nicht beantworten.
Sich das Haar raufend versuchte Cyrion sich damit auseinander zu setzen, dass er wohl, wenn es hart auf hart kam, das Schwert gegen eine geschätzte Person ziehen musste. Doch wusste nun der Jäger, dass der Schattenlord auf der Burg war. Den Göttern sei dank hatte sie noch keine Ahnung von Malachais Familie. Doch würde sie wohl zur Burg kommen – Schattens Domäne und ein Ort wo Schatten von Freunden umgeben war.
„Ich werde mich dem Jäger stellen müssen....Und ich werde Sorge dafür tragen, dass Vyra jene ist, die kämpft, in ihr drin, gegen den Dämon, den wir gerade sahen.“ Und doch suchte er nach Wegen, diesen Dämon ohne Kampf unschädlich zu machen. Hier kam Dantian ins Spiel, welcher nach Möglichkeiten suchte, eine Seelenbesetzung zu brechen.
Wenn es zum Kampf kam, würde dies ein harter sein – 10 Schatten hatte sie schon getötet. Zehn Schatten, deren Tod Malachai spürte, von denen er allerdings nicht wusste, wie gut ausgebildet sie waren. Dennoch war die Frau nicht zu unterschätzen! Cyrion war klar, das seine Chancen gegen diese Frau gering waren. Und er merkte nicht mal, das Malachai sich anschlich, wenn dieser es nicht wollte. Dennoch – sein Freund war in ernster Gefahr...
„Hör zu... ich helfe dir, so gut ich kann. Meine Schwert ist das deine, in dieser Sache.“
„Der letzte Kampf... Er wird an einem uns bekannten Ort stattfinden. Sie weiss, wo ich zu finden bin... Sie wird dorthin kommen, wenn sie mich will.“
Grimmig verzogen sich Cyrions Lippen zu einer Linie. „Nicht der Letzte mein Freund – für dich wie für mich nicht der Letzte. Und ich werde da sein.“
Tief atmete der Mann im Sessel sitzend ein. Sorgen lasteten sichtlich schwer auf ihm. Und doch umspielte ein kleines Lächeln seine Lippen. „Ich weiss... mein Freund. Und ich danke dir dafür.“ Gab er wieder und erhob sich.
„Für Brüder tut man dies, Malachai.“ Gab er ernst wieder, während der hochgeschossene Mann zu einem Schrank trat und ein Geschenk heraus nahm, dieses mit seltsam wehmütigem Blick betrachtend.
„Ja... mein Freund... mein Bruder.“ Zum ersten Mal ausgesprochen, was sie beide schon seit einiger Zeit wussten. Brüder im Geiste. Doch was hätte ein feierliches Ereignis sein sollen, wurde von einem giftdurchtränkten Schatten gedämpft. „Vorher muss ich aber zu Inara... Ich habe sie vernachlässigt... Sie hatte vor 7 Tagen Geburtstag. Ich habe es vergessen. Ich habe meine schwangere Geliebte alleine gelassen.“ Er seufzte schwer. „Ich werde sie aufsuchen, ihre Nähe geniessen und bei ihr sein. Ihr zeigen, das die Zeit reif für einen Wandel ist.“
„Nun ich denke, die Begebenheiten sind verständlich.“
Was ging ihm durch den Kopf? Das dies vielleicht die letzte Nacht mit Inara sein konnte? Das er vielleicht, so Nayeena schnell handelte und das Glück auf ihrer Seite war, nicht mal mehr sein Kind zu sehen bekam? Das Inara vielleicht ihr Kind ohne dessen Vater an ihrer Seite grossziehen musste? Das dies Geschenk in seinen Händen das Letzte sein würde, das er ihr geben konnte? Cyrion fiel es schwer, eine Miene aufzusetzen, die hoffnungsvoll und unerschütterlichem Selbstvertrauen sprach, wenn er Malachai so da stehen sah, der Blick in dem Geschenk verloren.
„Sie weiss von nichts, das darf sie nicht... nicht in ihrem Zustand.“
Sie wusste nichts... Götter... Die Frau hatte keine Ahnung von dem, was ihrem Mann bevor stand. Ein kleines Lächeln seine Lippen umspielen lassen, legte er seine Finger leicht auf Malachais Schulter, welcher die Geste zurückgab.
„Ich danke dir für alles, mein Bruder. Sei vorsichtig.“
„Werde ich. Schlaf wohl mein Bruder. Noch herrscht Frieden.“
Ein kleines Nicken, wiedergespiegelt von Cyrions Nicken, dann begaben sich beide zur Tür.
„Auf Bald.“
„Auf Bald. Man sieht sich dann auf der Burg.“
Die Hand hebend entschwanden beide in die Dunkelheit, jeder von ihnen einen einsamen Heimritt entgegen sehend.
Die Bewegung, mit der er aufs Pferd sprang liess an Geschmeidigkeit fehlen - er hatte lange nicht mehr im Sattel gesessen. Doch wurde er aufgehalten – ein Hilfsbedürftiger auf der Suche nach einem Heiler. Zu Cyrions Freude fand er Dantian vor, der durch die Stadt geisterte, immer dem Blick grad entschwunden, bis Cyrions beherztes Rufen ihn doch mal zum stehen bleiben veranlasste. Der Mann war schnell versorgt und man geriet ins Plaudern. Lange hatte er ihn nicht mehr gesehen. Der einst Magierfeindliche Mann war nun selbst auf den besten Wege, ein Magus zu werden. Aye, es war viel Wasser den Fluss hintergeflossen, seit er ihn das letzte Mal gesehen hatte. Zu viel Wasser..., so dachte er, während er seinen Freund musterte.
"Interesse an einem Bier?" Enghwyn erwartete ihn nicht - er würde wieder da sein, wenn er wieder da war.
Ein Schmunzeln auf den Zügen des Mannes. "Nein... das käme mir einer Sünde gleich."
Erstaunen auf Cyrions Zügen, der eigentlich nur den Reisestaub aus seiner Kehle entfernen.
"Ein Bier... eine Sünde? Das zu sagen ist schon gleich einer Sünde." Gab er brummig wieder und kratzte sich im Nacken. Unruhe kam in ihm auf... ein unbestimmtes Gefühl, doch konnte er es nicht ganz einordnen.
Sein Gegenüber tippte sich an die Stirn, ein feines Lächeln auf den Zügen. "Ihr vergesst, dass meine Konzentration meine Waffe ist." Die Worte liessen ihn Lächeln, doch schweifte sein Blick kurz umher, um dann wieder zu Dantian zu wandern, wollte er ihm doch nicht unhöflich erscheinen. Was war es, dass ihm jenes Gefühl gab... Doch da war nichts - nur Bürger, die harmlos ihrem Tagewerk nach gingen.
"Welcher Krieger lässt seine Waffe einfach liegen?"
Jemand beobachtete ihn... ein Kitzeln zwischen den Schulterblättern, dass ihm keine Ruhe liess. Die Antwort auf der Zunge, wendete er den Kopf über die Schulter. Eine vermummte Gestalt im Schatten des Hauses in seinem Rücken. Keine grossen Bemühungen, sich zu verbergen - nein, statt dessen verschränkte er seine Arme, die Augen von Lachfältchen umkränzt. >Nein...< Freude stieg in ihm auf, während er äusserlich gelassen von sich gab. "Ein äusserst dummer Krieger." Ein äusserst dummer Krieger, der einen Mann wie Malachai in seiner Gestalt als Schattenlord in seinen Rücken gelangen liess - ausser jener Krieger war ein Freund des Schattenlords. Ein Lächeln umspielte seine Lippen. "Und dumm bin ich wohl auch, dich nicht zu sehen, alter Freund."
Ein Nicken von Malachai gen Cyrion und Dantion, seine Worte eher amüsiert. "Wenn ich wollte, dann würdest du mich nicht sehen." Da hatte er recht.
"Aye, ich weiss, ich werde immer in deinem Schatten stehen." Die Worte leichtherzig, war er glücklich, seinen besten Freund wieder zu sehen. Wie lange hatte er ihn nicht gesehen? Lange genug, um auch mit ihm erst einen heben zu gehen, bevor er sich auf den Heimweg machte.
Die Taverne war eher mässig besucht, allerlei Platz war vorhanden. So machten sie es sich im hinteren Teil in der Ecke gemütlich. Malachai so sitzend, das er kein Fenster im Rücken hatte und auch die Taverne im Blick hatte. Gut dann musste sich Cyrion keine Sorgen machen deswegen. Die Bestellung Malachais machte ihn allerdings schon stutzen.
"Milch..."
Der Ton war so leer wie sein Blick. "Ist das dein Ernst?"
Es war sein Ernst... keiner, der mit ihm kultiviert ein Bier trinken wollte... "Die Welt geht den Bach runter..." murmelte er hörbar, während er die Getränke vor den beiden abstellte. Ein kleines Lächeln umspielte Malachais Züge, dies sah man daran, wie sich erneut milde Fältchen um seine Augen zeigten - doch erreichte dies Lächeln nicht seine Augen.
"Du missverstehst die Situation, mein Freund." Missverstand? Er kannte die 'Situation' nicht mal. "Nicht das ich ein schönes Glas Alkohol verschmähen würde...doch ich muss die Tage mehr als bei klaren Gedanken sein."
Eine Augenbraue hob sich. Welches Ereignis warf diesmal seine Schatten vorraus? Doch dies würde er noch erfahren. Krüge schlugen zusammen, als sie auf die Freundschaft tranken. "Und auf festen Boden unter den Füssen." Gab Cyrion noch wieder, bevor er den ersten Schluck seines Biers nahm. Güldener Trank... Er schwelgte einen Moment, sich den Schaum von den dürstenden Lippen leckend. Doch war die Entspannung nur von kurzer Dauer. Malachai hatte allerlei Wissenswertes zu berichten. Die neuen Wege der Burg - etwas, das Cyrion in blankes Erstaunen versetzte. Khazkal, welcher Alatar sein Leben verdankte... Nun von diesem Gott abgewandt. Ein Pakt von Lameriast - Frieden mit den Gefährtinnen und den Tiefländern. Scartyz, immer noch Alatargläubig, war leider für die Burg verloren. Ein herber Verlust, so empfand Cyrion. Was mochte dies nun für die Burgler bedeuten? Neue Zeiten waren aufgebrochen... Interessante Zeiten gewiss.
Dantian hörte ruhevoll zu und liess Malachais Bericht unkommentiert. Doch wollte der hochgeschossene Krieger auch von ihm etwas hören - mochte sein, das er einiges von Varuna zu berichten wusste. "Hat Rafael de Arganta Felicitas zu den Dämonen gejagt?" Seine Lippen kräuselten sich amüsiert. Der Gedanke amüsierte ihn tatsächlich, auch wenn er sich wenig Hoffnungen machte, das Rafe sich in der Tat von Felis trennte. Cyrion mochte die Frau einfach nicht... nicht nur deswegen, weil sie ihn wiederholt mit ihrem Degen bedroht hatte... Aber nein, Dantian war zwar Gardist, wusste aber nichts über die Adligen zu berichten, ausser das Adrian sich von Rahal erholt hatte und Darna nicht länger ein Mitglied der Garde war. So war in Varuna alles beim Rechten.
Tief einatmend ging sein Blick durch den Raum. Leute kamen und gingen und beständig war leises Geraune im Hintergrund zu hören - dem Summen von Bienen gleich ein Geräusch, das einem nie ganz bewusst wurde. Malachai... So lange hatte er von ihm nichts gehört... Inara müsste inzwischen jeden Tag das Kind bekommen können - ob sein Freund deswegen nervös war? "Und wie ist es dir ergangen?"
Er wusste nicht, was er erwartet hatte... doch was er hörte, liess jeden Frohsinn aus seinem Geist verschwinden. Leise raunend erzählte Malachai von einem Jäger, welcher ihm und den seinen nachstellte. Schon wieder ein Verfolger?
Auch Dantian war eingeladen, mit zu hören, wusste er doch schon eh allerlei über jene Sache, wie es schien. Doch schien er wenig interessiert. So erfuhr der Rabenkrieger weiteres von jenem Erbe, das Malachais Vater ihm hinterlassen hatte. Zu diesem Erbe gehörte auch das Wissen um einen Dämon, welcher einen der Schatten besessen hatte. Dieser war tot, doch wie das Erbe der Schatten immer noch in Malachai und anderen Nachkommen und Überlebenden schlummerte, schlummerte jene böse Saat in diesem Jäger, welcher nach und nach jene letzten Schatten mordete. Und Malachai fühlte jeden Tod eines Schatten...
Seltsam... Und etwas, von dem Cyr dachte, das dies vielleicht besser in mehr privateren Räumlichkeiten besprochen wurde, als mehr geraunt in der Öffentlichkeit. Unentwegt kamen und gingen Leute - so auch wieder einmal eine junge Dame, welche unangenehm nah bei der Theke sass. Aus den Augenwinkeln betrachtete er sie. Auch Malachai betrachtete sie - was sie lächeln machte. Neugierig die Frau... Neugier war der Tod der Katze. "Sie kann uns nicht hören, oder?" Erleichterung, als Malachai dies verneinte.
"Es sei doch kein Problem dass ich hier sei, oder die Herrschaften?" Ihre Stimme unterbrach ihr Gespräch, wie es auch wohl ihre Absicht war. Aufdringliches Frauenzimmer... "Es sei nicht die Eure Sache, ob dies für uns ein Problem ist, oder nicht." Seine Worte waren kühl genug, das sie begreifen müsste, das ihre Einmischung nicht erwünscht war. Doch war sie flink mit der Zunge.
"Oh, eure Freundlichkeit in Ehren. Aber ob ich Euch störe sei wohl mein Problem, aber wenn ich es nicht tue, so sei es ja kein Problem."
Gut gewählt ihre Worte - oder auch nicht? Cyrion überlegte ernsthaft, sich ihrer zu entledigen mit einigen scharfen Worten, so sie erneut das Gespräch unterbrach. Doch kaum waren seine Worte: "Nun - was immer ist, auf mich kannst du zählen." gedämpft gen seinem Freund ausgesprochen, frug Malachai die junge Frau doch etwas, was ihn verblüffte.
"Wie ist euer Name, werte Dame?"
"Verzeiht wenn ich nun etwas zimperlich sei, doch das sei nicht Eure Sache, Herr!" Tief atmete er ein, die Lippen zusammen pressend und brummte "Hmpf... Frauen..." während er erneut einen guten Schluck von seinem Bier nahm.
Malachai wandte sich indes von der Namenlosen ab, Cyrion zu antworten. Doch verlor er auf halben Wege die Antwort, die ihm auf der Zunge lag. Malachai verlor seinen Gedanken... Etwas, das Cyrions Sorge anstachelte. Malachai - der Schattenlord - zerstreut? Doch lag es wohl mitunter daran, dass er die Schmerzen, den Tod von den seinen spürte. Und dann war da noch Malachais Kind... der erste Schatten einer neuen Generation - dann war das Schattendasein wohl erblich. Kaum zu glauben... er war nur wenige Stunden wieder in Gerimor und schon erfuhr er Dinge von seinem geheimnisvollen Freund, die er sich nie hätte erträumen können... Was würde noch kommen?
Dantian verliess sie zu diesem Zeitpunkt des Gesprächs, hatte er noch anderweitig zu tun und verstand er, dass dies wohl Priorität für sie beide hatte. Und Priorität hatte dies sehr wohl... Jemand jagte Malachai nach in dem Bestreben, ihn zu töten. Und Malachai jagte ihn, wissend wie er aussah, aber ohne das Wissen um seinen Verbleib. Ohne Frage, er konnte Unterstützung gebrauchen. Und dies allein war schon erschreckend.
Die Jagd... sie würde schwer werden - Malachai wusste wenig um seinen Jäger. Doch wusste er zu sagen, das sich der Jäger seiner Existenz als Schatten nicht bewusst war. Weiter informierte Malachai seinen Freund flüsternd, während um sie herum ab und an Interesse für die beiden flüsternden Männer aufflackerte.
"Macht es schwer auf sie aufzupassen..." Gab Cyrion schliesslich wieder, Malachais Frau Inara meinend, welche er als gefährdeste betrachtete. Der Jäger brauchte Malachai alias Schatten nur zu folgen... Doch Malachai antwortete nicht, wandte sich stattdessen der Namenlosen zu welche nach wie vor an der Theke stand. Cyrion wusste nicht genau, was aus ihr machen... Sie kam ihm bekannt vor - wusste er nur nicht, woher. Doch war er sich nicht klar, warum Malachai sie für eine Alchemistin halten könnte, bis er den Schwefelgeruch bemerkte, welcher sie umgab. Cyrion konnte ihn nicht riechen - seine Nase war kaputt von Drei Tagen über die Reling hängen. Ob sie Wurftränke zur Lähmung herstellen könnte. Sich dagegen etwas sträubend, gab sie wieder, niemanden mit ihren Tränken schaden zu wollen - obwohl Malachai mit diesem Trank nur helfen wollte. Ein Kommentar, den Cyrion an Khazkal erinnerte.
"Ist Khazkal wieder mal einem Fluch erlegen und muss eingefangen werden?"
Khazkal... Der Name schien Interesse in der Namenlosen zu wecken, lenkte sie das Gespräch doch nun auf die Burg - und das wo Cyrion gerade eher unverfängliche Themen angehen wollte. Der Burgherr... Was hatte sie Interesse am Burgherrn? Oder an der Burg generell? Ein jeder Mensch, der Interesse an der Burg hatte, wurde von Cyrion erstmal skeptisch betrachtet - doch weit geübter darin war Malachai als der Schatten der Burg. Malachai brachte auch bald den Schattenlord ins Spiel, als die Sprache auf die Sinneswandlung der Burg kam. Amüsiert verfolgte er, wie Malachai sein alter Ego ein wenig auf den Arm nahm und gab das seinige dazu, während er zur Theke ging.
"Aber nun - er ist ungeduldig... manchmal... Und längst nicht so geschickt wie ich... Völlig unverdient sein Titel."
Malachais Blick im Nacken spürend, lächelte er in sich hinein, während er die Bestellung abgab. Teile des Gespräches entgingen ihm, lenkte ihn doch jemand mit einer penetranten Stimme in seiner unmittelbaren Umgebung ab.
Was seine volle Aufmerksamkeit allerdings wieder einfing, waren ein paar Worte zum Abschied ihrerseits... Weniger die Worte, als vielmehr der Ton, die Stimme. Die Stimme einer anderen Frau, die er kannte und schätzte. Eine Stimme, die ihn aufsehen liessen, als würde er eine andere Frau an ihrer Stelle erwarten. Vyra... doch wie? Wie konnte sie Vyras Stimme haben? Kaum war sie aus dem Raum gegangen, folgte ihr Malachai auf den Fusse - etwas was auch Cyrion dazu veranlasste, aus dem Raum zu spurten. Er stand da... und lauschte wohl. Von der Unbekannten nichts mehr zu sehen. Wie konnte es sein, das sie so rasch aus ihrem Blick verschwand. Warum war... Malachai... bleich... Cyrion schluckte, als er ihm ein Verdacht dämmerte. Malachais Stimme war leise, aber drängend, als er, ohne ihn an zu sehen, von sich gab:
„Cyrion... treffe mich... du weisst wo.“
Damit setzte er sich in Bewegung und war binnen weniger Augenblicke seines Blickes entschwunden. Schnellfüssig lief zu seinem Pferd herüber, aufsitzend und davon gallopierend. Wo... Dafür kam nur Malachais Haus in Frage. Riskant, dieses auf zusuchen, jene Domäne seines alter Ego Malachai Schwarzmourne. Einen Umweg reitent, begab er sich erst in jenen entfernteren grossen Wald. Sicher war sicher – er kannte jenen Jäger nicht, und diesen zu unterschätzen mochte tödlich für ihn wie auch Malachai sein. Was wäre er für ein Freund, den Feind zu Malachais Haustür zu führen? Götter... Er wünschte sich, er würde falsch liegen. Vyra?
Das Pferd schnaufte wild, als er einige Zeit später erneut nach Bajard ritt, wenn auch diesmal aus einer eher selten genutzten Richtung kommend. Auch ritt er nicht nach Bajard hinein – das Pferd stehen lassen, begab er sich, Schatten und Deckung nutzend, zu jenem Haus. Tief atmete er ein, sich an die Hauswand lehnend, erschöpft von dem scharfen Ritt. Eine Bewegung aus seinem Augenwinkel – alamiert hob er den Kopf, die Hand unter dem ihn verhüllenden Umhang zum Schwertgriff gehend.
Doch nein, es war nur Malachais Gestalt – wieder mal aus den Schatten tretend, als würde er in diesen Leben. Ein Wink und schon tauchte er in das innere seines Hauses, geschmeidig und flink wie ein Panther, der in sein Domizil sprang. Ihm folgend, warf er einen letzten Blick um sich und liess diesen schliesslich auf Malachai ruhen, als dieser die Tür verschloss. Die Maske abreissend, sog er tief den Atem ein, während Cyrion ruhig, aber mit Falten auf der Stirn bemerkte: „Die Frau war zu neugierig.“
„Die Frau... Sie ist der Jäger.“
Innehaltent rieb er sich das Gesicht, fühlend wie die Farbe ihm aus dem Gesicht floss. Sie? Der Jäger? Direkt neben ihnen?! Verdammt, hätte er dies vorher gewusst, die Frau hätte die Taverne nur noch mit den Füssen vorraus verlassen! Er und Malachai hätten gewiss zusammen gegen sie angehen können... Doch war da etwas, was ihn massiv störte.
„Ihre Stimme... Sie klang letzten Endes wie...“
Der Blick der ihm begegnete, enthielt dasselbe Grauen, welches er in sich fühlte.
„Vyra...“
Tief ein atment lehnte er sich an die Tischkante, die Arme verschränkend. “Ja… wie Vyra.”
Erschöpft liess sich Malachai nieder. Vyra... wie konnte dies sein? Doch die Antwort liess nicht lange auf sich warten.
„Vyra ist....eine Schattentänzerin...doch ihre Seele wurde verflucht und nun ist sie Nayeena... Beziehungsweise...ich weiss nicht, wer sie nun genau ist.“
Sich die Augen reibend hetzten seine Gedanken durch seinen Geist. Vyra! Er kannte sie, schätzte sie. Eine Frau, die einen köstlich trockenen Humor besass und mit der sich Cyrion herrlich unterhalten konnte. Vyra eine Schatten? Er hatte den Gedanken wohl laut ausgesprochen. Weitere Erklärungen folgten. Nayeena war ihr Geburtsname. Womit Malachai nicht gerechnet hatte, war, das Vyras alter Ego nicht wie Vyra aussah. Eine andere Person ganz und gar. Etwas, das Malachai doch schockierte. Und auch Cyrion war bleich.
Dies war also eine Seelenbesetzung. Eine Veränderung der besetzten Person, dass man sie nicht erkannte. Es war wohl mehr Zufall, das Vyras Stimme durchgebrochen war – unbemerkt von der Besetzerin. Oder war es doch Absicht? Wie jemanden bekämpfen, der im Körper eines Freundes steckte? Ob es Vyra bewusst war, dass jemand in ihr steckte, welcher einen Freund von ihr töten wollte? Malachai konnte dies nicht beantworten.
Sich das Haar raufend versuchte Cyrion sich damit auseinander zu setzen, dass er wohl, wenn es hart auf hart kam, das Schwert gegen eine geschätzte Person ziehen musste. Doch wusste nun der Jäger, dass der Schattenlord auf der Burg war. Den Göttern sei dank hatte sie noch keine Ahnung von Malachais Familie. Doch würde sie wohl zur Burg kommen – Schattens Domäne und ein Ort wo Schatten von Freunden umgeben war.
„Ich werde mich dem Jäger stellen müssen....Und ich werde Sorge dafür tragen, dass Vyra jene ist, die kämpft, in ihr drin, gegen den Dämon, den wir gerade sahen.“ Und doch suchte er nach Wegen, diesen Dämon ohne Kampf unschädlich zu machen. Hier kam Dantian ins Spiel, welcher nach Möglichkeiten suchte, eine Seelenbesetzung zu brechen.
Wenn es zum Kampf kam, würde dies ein harter sein – 10 Schatten hatte sie schon getötet. Zehn Schatten, deren Tod Malachai spürte, von denen er allerdings nicht wusste, wie gut ausgebildet sie waren. Dennoch war die Frau nicht zu unterschätzen! Cyrion war klar, das seine Chancen gegen diese Frau gering waren. Und er merkte nicht mal, das Malachai sich anschlich, wenn dieser es nicht wollte. Dennoch – sein Freund war in ernster Gefahr...
„Hör zu... ich helfe dir, so gut ich kann. Meine Schwert ist das deine, in dieser Sache.“
„Der letzte Kampf... Er wird an einem uns bekannten Ort stattfinden. Sie weiss, wo ich zu finden bin... Sie wird dorthin kommen, wenn sie mich will.“
Grimmig verzogen sich Cyrions Lippen zu einer Linie. „Nicht der Letzte mein Freund – für dich wie für mich nicht der Letzte. Und ich werde da sein.“
Tief atmete der Mann im Sessel sitzend ein. Sorgen lasteten sichtlich schwer auf ihm. Und doch umspielte ein kleines Lächeln seine Lippen. „Ich weiss... mein Freund. Und ich danke dir dafür.“ Gab er wieder und erhob sich.
„Für Brüder tut man dies, Malachai.“ Gab er ernst wieder, während der hochgeschossene Mann zu einem Schrank trat und ein Geschenk heraus nahm, dieses mit seltsam wehmütigem Blick betrachtend.
„Ja... mein Freund... mein Bruder.“ Zum ersten Mal ausgesprochen, was sie beide schon seit einiger Zeit wussten. Brüder im Geiste. Doch was hätte ein feierliches Ereignis sein sollen, wurde von einem giftdurchtränkten Schatten gedämpft. „Vorher muss ich aber zu Inara... Ich habe sie vernachlässigt... Sie hatte vor 7 Tagen Geburtstag. Ich habe es vergessen. Ich habe meine schwangere Geliebte alleine gelassen.“ Er seufzte schwer. „Ich werde sie aufsuchen, ihre Nähe geniessen und bei ihr sein. Ihr zeigen, das die Zeit reif für einen Wandel ist.“
„Nun ich denke, die Begebenheiten sind verständlich.“
Was ging ihm durch den Kopf? Das dies vielleicht die letzte Nacht mit Inara sein konnte? Das er vielleicht, so Nayeena schnell handelte und das Glück auf ihrer Seite war, nicht mal mehr sein Kind zu sehen bekam? Das Inara vielleicht ihr Kind ohne dessen Vater an ihrer Seite grossziehen musste? Das dies Geschenk in seinen Händen das Letzte sein würde, das er ihr geben konnte? Cyrion fiel es schwer, eine Miene aufzusetzen, die hoffnungsvoll und unerschütterlichem Selbstvertrauen sprach, wenn er Malachai so da stehen sah, der Blick in dem Geschenk verloren.
„Sie weiss von nichts, das darf sie nicht... nicht in ihrem Zustand.“
Sie wusste nichts... Götter... Die Frau hatte keine Ahnung von dem, was ihrem Mann bevor stand. Ein kleines Lächeln seine Lippen umspielen lassen, legte er seine Finger leicht auf Malachais Schulter, welcher die Geste zurückgab.
„Ich danke dir für alles, mein Bruder. Sei vorsichtig.“
„Werde ich. Schlaf wohl mein Bruder. Noch herrscht Frieden.“
Ein kleines Nicken, wiedergespiegelt von Cyrions Nicken, dann begaben sich beide zur Tür.
„Auf Bald.“
„Auf Bald. Man sieht sich dann auf der Burg.“
Die Hand hebend entschwanden beide in die Dunkelheit, jeder von ihnen einen einsamen Heimritt entgegen sehend.
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Drakh Nakorrh
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- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Das Kratzgeräusch füllte die Höhle aus. Langsam rieb ein Stück derbes Tierleder auf dem Messer hin und her. Mit jeder Bewegung wurden weitere Unebenheiten aus dem Messer herausgelöst.
Der Blick war starr auf das Messer gerichtet. Wie in Trance bewegte sie das spröde Leder auf und ab, doch ihre Gedanken waren dabei weit weg: "Wie komme ich in die Burg?" "Wie werde ich mich verkleiden?" "Was ist wenn mir die Lethra nicht hilft?"
Pläne wurden zurecht gelegt, immer begleitet vom leichten Kratzgeräusch des Schleifens begleitet. Sand bröselte auf den Boden, und kurz glänzte der Dolch immer wieder dunkelrot im Flackern der Kerzen in der Höhle auf.
Es wäre klüger ihre Väter zu befragen, ihren Rat zu suchen. Ein Opfer war von Nöten um ihre Unterstützung zu gewähren. Dämonen verstanden nur Furcht als Machtereignis. Man konnte sie weder bitten noch mit Gaben zufrieden stellen. Sie hörten nur zu, wenn man einen von ihnen wieder in die Hölle zurück schickte. Dämonologie war selbst bei Anhängern Alatars oder KraThors keine gern geshene Sache. Wer Dämonen um Rat fragte, das wusste jeder, war ihnen ausgeliefert. Es war Ketzerei in den Augen Alatars einen Dämonen höher zu stellen, als ihn; für den Kra'Thori gab es sowieso nur einen Gott, den man anbeten konnte; nur der Wahnsinnige wagte sich so tief in das Herz der Zerstörung, die dunklen Herren der Dämonensphären anzubeten.
Beschwören - ja. Benutzen - ja. Aber ihnen dienen?
Doch dort waren ihre wahren Väter, jene, die sie anbetete, deren Alles sie verfolgte. immer klarer ist Drakh dies geworden. Wenn sie vom Blute der Dämonen trank, welches ihren Rachen verätzte, und Blut spucken liess, richtete sie nicht nur den Hass der Dämonen auf sich - sondern auch ihre Aufmerksamkeit. Noch hatten die Götter ihre Präsenz wohl auch nicht entdeckt. Ihre Träume und Visionen, die halb erfunden waren, was ja niemand wissen musste, waren perfekte Mittel um weiter zu kommen. Doch gar schlüpfrig war dieses Seil. Wenn die Götter Wind bekamen, dass ein Sterblicher die Hand nach derartiger Macht ausstreckte, konnte die Rache Alatars groß werden. Genüsslich würden die Letharen ihr das Fleisch von den Knochen nagen, wenn es schief gehen würde.
Etwas Sand wurde in das Ledertuch gestreut um dessen Reibkraft zu unterstützen und der nächste Dolch kam dran. Erneut kratzte das derbe Leder die kleinen Sandkörner am Metall entlang, zugleich die Klinge schärfend.
Die Schatten hatten einst die Hand nach jener Macht ausgestreckt... so wie auch andere wahnsinnige Magier in alten Zeiten... doch dann hatten sie ihre eigenen Herren verraten. Sie waren auf halben Weg zur Macht stehen geblieben. Gehasst von allen Göttern hatte der Nemesis kurz bevor er zur Unsterblichkeit gelangen konnte, seine eigenen Brüder im Genick. Nie wieder sollte derartiges passieren. Der Nemesis wird wieder geboren werden, und damit wird den wahren Schatten ihr rechter Platz im Weltgefüge zuteil werden. Warum hatte dieser Narr Alatar aufgehört die Dämonenherren in diese Welt zu lassen? Wenn ein Herr wie Kra'Thor derartige Macht haben kann, warum sollten dann nicht tausend Dämonen eine wesentlich größere Macht mitbringen?
Feiges Götterpack! Es war klar, jeder dieser hohen Herren wollte wohl die Macht an sich reißen; der Hunger nach Seelen, der Hunger nach Gleichförmigkeit, der Hunger nach Macht - deshalb hatten sie den Dämonenfürsten den Zugang nicht weiter gestattet. Sie hatten Angst um ihre eigene Macht. Doch es war nicht an ihnen zu herrschen. Niemand sollte herrschen. Keine Grenzen mehr zwischen Sterblichkeit und Unsterblichkeit würde existieren. Rache würde immer vollzogen werden.
Ihre Augen glänzten, ihr rann der Speichel aus dem Mund und sie musste plötzlich nießen wegen all dem Schwefel auf ihrer Haut. Gelbe Zähne offenbarten sich bei einem schaurigen Grinsen als ihre Hand mit trockener aufgeschundener blutiger Haut das nächste Messer zu sich nahm. Die Haare verschwitzt in Fransen ins Gesicht hängend hatten begonnen eine graue Farbe anzunehmen. Jede ihrer Bewegungen schmerzte bereits, doch zugleich hatte sie aufgehört den Schmerz zu fühlen. Gefühle hatte sie, und wie, voller Wut und Entgleisung war ihre Seele. Sie wäre am liebsten in der Höhle herumgetanzt und hätte alles mit ihrer Katana zerschlagen, hätte am liebsten alles angespien und dann verbrannt, mit ihrer Höhle auch gleich all die Bücher und all das Bajard...
Doch derzeit war es noch nicht so weit. Es war dieses dämonische verlangen nach Zerstörung und Vernichtung, doch zugleich war es auch das, was die Dämonen selbst von ihr erwarteten: ihr eigenes Unheil selbst zu bauen.
Nein, sie musste sich konzentrieren. Wer mit Dämonen spielt, darf ihnen nicht nachgeben. Stattdessen würde sie heute erneut das Blut von den Knochen eines niedrigen fleischlichen Dämons lecken und darin waten.
Das letzte Messer war gespitzt. Sie legte langsam ihre Rüstung an, dann zog sie ihre Robe über. Ein letzter Blick in ihre eigene Höhle und dann wandte sie sich um und verließ, kurz nach der Katze von Vyra tretend, den Bau.
An ihrem Gürtel hangen kleine Flaschen mit dunklem Elixier, welches bei Berührung unsichtbar machte, daneben Gifte in allen Formen und Farben, ob Geleeartig oder giftgrün schimmernd, nach Pestilenz stinkende Wurftränke, die Pest und Tod inne hatten (und einige kleine Rattenknochen die dem Alchemisten wohl reingefallen waren), sowie eine Reihe rot schimmernder riesiger Phantomdolche mit dem Siegel des unwissenden Thancred aus Berchgard. Der Stiefel war blankpoliert. Darin befanden sich neben ihren Füßen auch noch ein Dolch aus schimmerndem Coelium, und an ihrer Seite hang eine Katana aus Coelium; eine zweite Katana paarte sich dazu unter ihrer Robe am Rücken, in silbriger Farbe; Einige Dolche waren an Gurten an ihrem Unterarm befestigt, einige sogar derart, dass die Spitze bei abgewinkelten Ellbogen gerade herausragte.
Ganze Arbeit hatte Vyra de Lopasz in ihrer lebenslangen Ausbildung geleistet.
Ob die vergiftete Haarnadel, die gut angepassten Gurte, sie hatte jedes ihrer kleinen Spielsachen genommen und angezogen.
Es wurde langsam wirklich Zeit, ihre Aufgabe zu erfüllen.
Auf den einen Weg oder den anderen, die Schatten waren nun am Sterben.
Und ein Dämon in Tirell auch.
Der Blick war starr auf das Messer gerichtet. Wie in Trance bewegte sie das spröde Leder auf und ab, doch ihre Gedanken waren dabei weit weg: "Wie komme ich in die Burg?" "Wie werde ich mich verkleiden?" "Was ist wenn mir die Lethra nicht hilft?"
Pläne wurden zurecht gelegt, immer begleitet vom leichten Kratzgeräusch des Schleifens begleitet. Sand bröselte auf den Boden, und kurz glänzte der Dolch immer wieder dunkelrot im Flackern der Kerzen in der Höhle auf.
Es wäre klüger ihre Väter zu befragen, ihren Rat zu suchen. Ein Opfer war von Nöten um ihre Unterstützung zu gewähren. Dämonen verstanden nur Furcht als Machtereignis. Man konnte sie weder bitten noch mit Gaben zufrieden stellen. Sie hörten nur zu, wenn man einen von ihnen wieder in die Hölle zurück schickte. Dämonologie war selbst bei Anhängern Alatars oder KraThors keine gern geshene Sache. Wer Dämonen um Rat fragte, das wusste jeder, war ihnen ausgeliefert. Es war Ketzerei in den Augen Alatars einen Dämonen höher zu stellen, als ihn; für den Kra'Thori gab es sowieso nur einen Gott, den man anbeten konnte; nur der Wahnsinnige wagte sich so tief in das Herz der Zerstörung, die dunklen Herren der Dämonensphären anzubeten.
Beschwören - ja. Benutzen - ja. Aber ihnen dienen?
Doch dort waren ihre wahren Väter, jene, die sie anbetete, deren Alles sie verfolgte. immer klarer ist Drakh dies geworden. Wenn sie vom Blute der Dämonen trank, welches ihren Rachen verätzte, und Blut spucken liess, richtete sie nicht nur den Hass der Dämonen auf sich - sondern auch ihre Aufmerksamkeit. Noch hatten die Götter ihre Präsenz wohl auch nicht entdeckt. Ihre Träume und Visionen, die halb erfunden waren, was ja niemand wissen musste, waren perfekte Mittel um weiter zu kommen. Doch gar schlüpfrig war dieses Seil. Wenn die Götter Wind bekamen, dass ein Sterblicher die Hand nach derartiger Macht ausstreckte, konnte die Rache Alatars groß werden. Genüsslich würden die Letharen ihr das Fleisch von den Knochen nagen, wenn es schief gehen würde.
Etwas Sand wurde in das Ledertuch gestreut um dessen Reibkraft zu unterstützen und der nächste Dolch kam dran. Erneut kratzte das derbe Leder die kleinen Sandkörner am Metall entlang, zugleich die Klinge schärfend.
Die Schatten hatten einst die Hand nach jener Macht ausgestreckt... so wie auch andere wahnsinnige Magier in alten Zeiten... doch dann hatten sie ihre eigenen Herren verraten. Sie waren auf halben Weg zur Macht stehen geblieben. Gehasst von allen Göttern hatte der Nemesis kurz bevor er zur Unsterblichkeit gelangen konnte, seine eigenen Brüder im Genick. Nie wieder sollte derartiges passieren. Der Nemesis wird wieder geboren werden, und damit wird den wahren Schatten ihr rechter Platz im Weltgefüge zuteil werden. Warum hatte dieser Narr Alatar aufgehört die Dämonenherren in diese Welt zu lassen? Wenn ein Herr wie Kra'Thor derartige Macht haben kann, warum sollten dann nicht tausend Dämonen eine wesentlich größere Macht mitbringen?
Feiges Götterpack! Es war klar, jeder dieser hohen Herren wollte wohl die Macht an sich reißen; der Hunger nach Seelen, der Hunger nach Gleichförmigkeit, der Hunger nach Macht - deshalb hatten sie den Dämonenfürsten den Zugang nicht weiter gestattet. Sie hatten Angst um ihre eigene Macht. Doch es war nicht an ihnen zu herrschen. Niemand sollte herrschen. Keine Grenzen mehr zwischen Sterblichkeit und Unsterblichkeit würde existieren. Rache würde immer vollzogen werden.
Ihre Augen glänzten, ihr rann der Speichel aus dem Mund und sie musste plötzlich nießen wegen all dem Schwefel auf ihrer Haut. Gelbe Zähne offenbarten sich bei einem schaurigen Grinsen als ihre Hand mit trockener aufgeschundener blutiger Haut das nächste Messer zu sich nahm. Die Haare verschwitzt in Fransen ins Gesicht hängend hatten begonnen eine graue Farbe anzunehmen. Jede ihrer Bewegungen schmerzte bereits, doch zugleich hatte sie aufgehört den Schmerz zu fühlen. Gefühle hatte sie, und wie, voller Wut und Entgleisung war ihre Seele. Sie wäre am liebsten in der Höhle herumgetanzt und hätte alles mit ihrer Katana zerschlagen, hätte am liebsten alles angespien und dann verbrannt, mit ihrer Höhle auch gleich all die Bücher und all das Bajard...
Doch derzeit war es noch nicht so weit. Es war dieses dämonische verlangen nach Zerstörung und Vernichtung, doch zugleich war es auch das, was die Dämonen selbst von ihr erwarteten: ihr eigenes Unheil selbst zu bauen.
Nein, sie musste sich konzentrieren. Wer mit Dämonen spielt, darf ihnen nicht nachgeben. Stattdessen würde sie heute erneut das Blut von den Knochen eines niedrigen fleischlichen Dämons lecken und darin waten.
Das letzte Messer war gespitzt. Sie legte langsam ihre Rüstung an, dann zog sie ihre Robe über. Ein letzter Blick in ihre eigene Höhle und dann wandte sie sich um und verließ, kurz nach der Katze von Vyra tretend, den Bau.
An ihrem Gürtel hangen kleine Flaschen mit dunklem Elixier, welches bei Berührung unsichtbar machte, daneben Gifte in allen Formen und Farben, ob Geleeartig oder giftgrün schimmernd, nach Pestilenz stinkende Wurftränke, die Pest und Tod inne hatten (und einige kleine Rattenknochen die dem Alchemisten wohl reingefallen waren), sowie eine Reihe rot schimmernder riesiger Phantomdolche mit dem Siegel des unwissenden Thancred aus Berchgard. Der Stiefel war blankpoliert. Darin befanden sich neben ihren Füßen auch noch ein Dolch aus schimmerndem Coelium, und an ihrer Seite hang eine Katana aus Coelium; eine zweite Katana paarte sich dazu unter ihrer Robe am Rücken, in silbriger Farbe; Einige Dolche waren an Gurten an ihrem Unterarm befestigt, einige sogar derart, dass die Spitze bei abgewinkelten Ellbogen gerade herausragte.
Ganze Arbeit hatte Vyra de Lopasz in ihrer lebenslangen Ausbildung geleistet.
Ob die vergiftete Haarnadel, die gut angepassten Gurte, sie hatte jedes ihrer kleinen Spielsachen genommen und angezogen.
Es wurde langsam wirklich Zeit, ihre Aufgabe zu erfüllen.
Auf den einen Weg oder den anderen, die Schatten waren nun am Sterben.
Und ein Dämon in Tirell auch.
- Malachai Schwarzmourne
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Mit leerem Blicke starrt der Schattenlord auf sein Bett.
Verteilt lagen dort Waffen herum.
Er seufzte.
Es war nun bald soweit und es galt, vorkehrungen zu treffen.
Selbst wenn er einem Kampfe ausweichen wollte, wäre es törricht, sich seinem Feind unbewaffnet zu stellen und so überprüfte er seine Ausrüstung.
Allem vorran seine 4 Klingen, eine dunkelblau schimmernde, eine feuerrote, eine Diamantene und sein Meisterstück, eine schwarze.
Er hatte sich diese Art des Kampfes selbst bei gebracht, stetig bestrebt, sich zu perfektionieren und wenn er glaubte, die Perfektion erreicht zu haben, nahm er eine weitere Klinge an sich und übte mit dreien, dann mit vier.
Er spezialisierte sich, die Schwerter zu werfen, eine neue zu ziehen, die Alte im Kampfe aufzusammeln und weiter zu kämpfen.
Ja, er empfand diese Technik als einmalig, fand er Sie seither nie bei anderen Kriegern, guten Kriegern...ja gar stärkeren und besseren Kriegern. Jeder hat seine eigene Art des Kampfes, jedes birgt vor und nachteile und man muss lernen, beides für sich im richtigen Zeitpunkte nutzen zu können.
Er rollte die Waffen in einem Tuche zusammen, dann schaute er sich weiter um.
Seine schwere Plattenrüstung, er hat sie seit einiger Zeit nicht getragen, doch müsste er es wieder tun, um sich an ihr Gewicht zu gewönnen, das tragen dieser Rüstung als seinen Normalzustand anzuerkennen, das erhöht seine Beweglichkeit.
Weiter lagen dort einige Flaschen, hauptsächlich diverse, tödliche Gifte, eine frostige Atem und einige paralytische Tränke.
Dann waren noch ein Stapel Bandagen und sein Schild vorhanden.
Mehr brauchte er nicht. Er war nicht einer jener, die in allem und jedem eine Waffe sahen, nein, er versuchte lieber, seine nicht zu verlieren.
Er hörte Geräusche, schaute auf.
Inara saß oben mit Marick, ja ihrem Sohne, ein neuer Schatten.
Übel wacht auch schon über ihn, kaum 3 Tage alt, ohne das er es weiß. Doch sein Vorteil ist, dass es das Übel auch nicht weiß.
Nein, dieses Wesen in Vyra, sie weiß nichts von der Familie, die der Schattenlord besitzt und Sie wird es auch nicht.
Er räumte sich alles zurecht, bereitliegend unter dem Bette.
Er würde noch einige Tage hier bleiben, würde für seine Familie da sein und alles vorbereiten, sollte es nicht so werden, wie er es sich wünschte. Sollte er nicht wieder kommen, dann werden Sie nicht hilflos und unvorbereitet sein.
Verteilt lagen dort Waffen herum.
Er seufzte.
Es war nun bald soweit und es galt, vorkehrungen zu treffen.
Selbst wenn er einem Kampfe ausweichen wollte, wäre es törricht, sich seinem Feind unbewaffnet zu stellen und so überprüfte er seine Ausrüstung.
Allem vorran seine 4 Klingen, eine dunkelblau schimmernde, eine feuerrote, eine Diamantene und sein Meisterstück, eine schwarze.
Er hatte sich diese Art des Kampfes selbst bei gebracht, stetig bestrebt, sich zu perfektionieren und wenn er glaubte, die Perfektion erreicht zu haben, nahm er eine weitere Klinge an sich und übte mit dreien, dann mit vier.
Er spezialisierte sich, die Schwerter zu werfen, eine neue zu ziehen, die Alte im Kampfe aufzusammeln und weiter zu kämpfen.
Ja, er empfand diese Technik als einmalig, fand er Sie seither nie bei anderen Kriegern, guten Kriegern...ja gar stärkeren und besseren Kriegern. Jeder hat seine eigene Art des Kampfes, jedes birgt vor und nachteile und man muss lernen, beides für sich im richtigen Zeitpunkte nutzen zu können.
Er rollte die Waffen in einem Tuche zusammen, dann schaute er sich weiter um.
Seine schwere Plattenrüstung, er hat sie seit einiger Zeit nicht getragen, doch müsste er es wieder tun, um sich an ihr Gewicht zu gewönnen, das tragen dieser Rüstung als seinen Normalzustand anzuerkennen, das erhöht seine Beweglichkeit.
Weiter lagen dort einige Flaschen, hauptsächlich diverse, tödliche Gifte, eine frostige Atem und einige paralytische Tränke.
Dann waren noch ein Stapel Bandagen und sein Schild vorhanden.
Mehr brauchte er nicht. Er war nicht einer jener, die in allem und jedem eine Waffe sahen, nein, er versuchte lieber, seine nicht zu verlieren.
Er hörte Geräusche, schaute auf.
Inara saß oben mit Marick, ja ihrem Sohne, ein neuer Schatten.
Übel wacht auch schon über ihn, kaum 3 Tage alt, ohne das er es weiß. Doch sein Vorteil ist, dass es das Übel auch nicht weiß.
Nein, dieses Wesen in Vyra, sie weiß nichts von der Familie, die der Schattenlord besitzt und Sie wird es auch nicht.
Er räumte sich alles zurecht, bereitliegend unter dem Bette.
Er würde noch einige Tage hier bleiben, würde für seine Familie da sein und alles vorbereiten, sollte es nicht so werden, wie er es sich wünschte. Sollte er nicht wieder kommen, dann werden Sie nicht hilflos und unvorbereitet sein.
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Wo war er nur?
Alles war so dunkel um ihm herum. Leere, tiefe Leere. Geräusche waren keine mehr zu vernehmen.
Er rief, er rief in die Dunkelheit hinein, ein Echo seiner eigenen Stimme hallte zurück.
Er rannte los, Verletzungen fand er keine mehr an sich, doch er hatte doch gekämpft? Es war erst wenige Minuten her, wo er Inara sagte, Sie solle nun gehen.
Er lächelte Sie an, es war ein falsches lächeln, welches ihr Hoffnung und die Gewissheit der Ruhe geben sollte.
Das alles war in der Tat sehr anstrengend für Sie, er hatte einen Fehler begannen, er hätte Sie aufklären müssen nach der Geburt.
Doch er konnte nicht.
Sie stellte sich Drakh Nakorrh in den Weg, unwissend, wer es ist.
Sie glaubte, es wäre Vyra, glaubte, es wäre ein Mensch vor ihr, apellierte an ihre Vernunft...und es half.
Vyra bekam die Oberhand über ihren Körper, Drakh war...ja....was war Sie, Es, Er....wo war Drakh?
Vernichtet?
Unwahrscheinlich.
Doch quälender die Frage, wo Er war.
Er brach zusammen, er unterlag nicht den Verletzungen, nein, das Gift, dass Drakh Klinge überzog und sich in seinen Körper rammte, liess ihn schwächeln.
Ist er Tot?
Sieht so das Leben nach dem Leben aus?
Er rannte weiter, er entsann sich mehr und mehr an die Ereignisse.
Er ritt zur Burg, Cyrion kam gleichzeitig mit ihm an und Khazkal öffnete das Tor.
Sie war leer, die Mannen war ausgeritten für Übungen. Gänzlichst schlechter Zeitpunkt.
Nur der Präfekt Dracon war dort.
Man wies Khazkal ein, erzählte ihm, dass eine Gefahr kommen mag, die sich zum Ziele machte, alle Schatten zu vernichten.
Man wapnete sich, Khazkal war sehr zuversichtlich, dass eine Erstürmung der Burg gänzlichst unmöglich war, vorallem für einen Menschen.
Doch war Sie wirklich alleine?
Geschweige denn, war Sie noch ein Mensch?
Es wurde laut vor den Toren.
Inara erschien, auf ihrem Arme seinen Sohn haltent.
Verdammt, warum war Sie nur hier?
Cyrion wollte Sie abwimmeln, Sie bitten, zu gehen, doch Inara liess sich nunmal nicht soeinfach ohne plausible Begründung abwimmeln.
Lange..zulange war Sie da. Schreie machten sich in der Burg breit.
Sie war da: Drakh.
Inara wurde hinein geholt, man erklärte ihr das gröbste. Sie konnte nicht mehr gehen. Wenn Drakh da war, hätte Sie alles sehen können, wüsste, dass Inara ein Opfer wäre, womit Sie ihre Ziele erreichen konnte.
Nein, Sie durfte nicht mehr gehen.
Seine Räumlichkeiten boten wohl nun mehr Schutz. Von außen nur durch ihn zu öffnen, von innen mit einem geheimen Schalter an der Wand hinter dem Wandbehang.
Waffen lagen dort, er gab Inara eine, erklärte ihr alles, auch welche Flasche was beinhaltet und welche Sie auf Gefahren werfen könnte.
Sie verstand wohl nun, dass es gefährlich werden könnte und beschloss, im Raume mit Marick zu bleiben.
So rüsteten sich die 4 Mannen, wartend auf das Unbekannte.
Es dauerte eine Zeit, die Unruhe stieg, der Kampf gegen Ungewissheit ist meist der schlimmste Kampf, doch dann geschah etwas.
Eine Frau wurde von jemand anderen verfolgt. Jener Verfolge schoß mit Bolzen auf die schreiende Hilflose, welche sich am Tor reckelte und um einlass flehte.
Khazkal holte seinen Bogen, Dracon schmiss schon die erste Wurfaxt gen der Verfolgerin, doch Sie wich aus.
Sie war flink, liess sich von ihrem tun nicht abringen und dann beschloss Dracon, hinab zu gehen und dieses Monster selbst zu erlegen.
Der Schattenlord folgte ihm, öffnete das Tor und schloss es so dann auch wieder.
Ja...er hat den Fehler begannen. Er besinnt sich weiter, er fügt die fehlenden Puzzleteile zusammen und rekonstruirt, was geschah.
Er hörte die Verfolgerin, es war eine Frau, fluchen, in einer Sprache, die ihm Gänsehaut beschaffte. Er kannte Sie, es war die Sprache der Letharen.
Es war eine Lethra.
Er machte sich zum Tor, verfolgte, wie Dracon gegen einen riesigen Panther kämpft.
Er öffnete das Gatter, stürmte hinaus zur Hilfe und erkannte nicht die Gefahr, die hinter ihm lauerte.
Ja...da war Sie...die Verfolgte...die Hilflose. Es war Drakh. Er hat sich täuschen lassen. Den billigsten Trick konnte er nicht durchschauen.
Es war so einfach.
Er liess sich nieder in jener gänzlichen Schwärze, er war erschöpft. Er konnte rennen und rennen, soviel er wollte, er fand doch kein Ziel.
Alles war so dunkel um ihm herum. Leere, tiefe Leere. Geräusche waren keine mehr zu vernehmen.
Er rief, er rief in die Dunkelheit hinein, ein Echo seiner eigenen Stimme hallte zurück.
Er rannte los, Verletzungen fand er keine mehr an sich, doch er hatte doch gekämpft? Es war erst wenige Minuten her, wo er Inara sagte, Sie solle nun gehen.
Er lächelte Sie an, es war ein falsches lächeln, welches ihr Hoffnung und die Gewissheit der Ruhe geben sollte.
Das alles war in der Tat sehr anstrengend für Sie, er hatte einen Fehler begannen, er hätte Sie aufklären müssen nach der Geburt.
Doch er konnte nicht.
Sie stellte sich Drakh Nakorrh in den Weg, unwissend, wer es ist.
Sie glaubte, es wäre Vyra, glaubte, es wäre ein Mensch vor ihr, apellierte an ihre Vernunft...und es half.
Vyra bekam die Oberhand über ihren Körper, Drakh war...ja....was war Sie, Es, Er....wo war Drakh?
Vernichtet?
Unwahrscheinlich.
Doch quälender die Frage, wo Er war.
Er brach zusammen, er unterlag nicht den Verletzungen, nein, das Gift, dass Drakh Klinge überzog und sich in seinen Körper rammte, liess ihn schwächeln.
Ist er Tot?
Sieht so das Leben nach dem Leben aus?
Er rannte weiter, er entsann sich mehr und mehr an die Ereignisse.
Er ritt zur Burg, Cyrion kam gleichzeitig mit ihm an und Khazkal öffnete das Tor.
Sie war leer, die Mannen war ausgeritten für Übungen. Gänzlichst schlechter Zeitpunkt.
Nur der Präfekt Dracon war dort.
Man wies Khazkal ein, erzählte ihm, dass eine Gefahr kommen mag, die sich zum Ziele machte, alle Schatten zu vernichten.
Man wapnete sich, Khazkal war sehr zuversichtlich, dass eine Erstürmung der Burg gänzlichst unmöglich war, vorallem für einen Menschen.
Doch war Sie wirklich alleine?
Geschweige denn, war Sie noch ein Mensch?
Es wurde laut vor den Toren.
Inara erschien, auf ihrem Arme seinen Sohn haltent.
Verdammt, warum war Sie nur hier?
Cyrion wollte Sie abwimmeln, Sie bitten, zu gehen, doch Inara liess sich nunmal nicht soeinfach ohne plausible Begründung abwimmeln.
Lange..zulange war Sie da. Schreie machten sich in der Burg breit.
Sie war da: Drakh.
Inara wurde hinein geholt, man erklärte ihr das gröbste. Sie konnte nicht mehr gehen. Wenn Drakh da war, hätte Sie alles sehen können, wüsste, dass Inara ein Opfer wäre, womit Sie ihre Ziele erreichen konnte.
Nein, Sie durfte nicht mehr gehen.
Seine Räumlichkeiten boten wohl nun mehr Schutz. Von außen nur durch ihn zu öffnen, von innen mit einem geheimen Schalter an der Wand hinter dem Wandbehang.
Waffen lagen dort, er gab Inara eine, erklärte ihr alles, auch welche Flasche was beinhaltet und welche Sie auf Gefahren werfen könnte.
Sie verstand wohl nun, dass es gefährlich werden könnte und beschloss, im Raume mit Marick zu bleiben.
So rüsteten sich die 4 Mannen, wartend auf das Unbekannte.
Es dauerte eine Zeit, die Unruhe stieg, der Kampf gegen Ungewissheit ist meist der schlimmste Kampf, doch dann geschah etwas.
Eine Frau wurde von jemand anderen verfolgt. Jener Verfolge schoß mit Bolzen auf die schreiende Hilflose, welche sich am Tor reckelte und um einlass flehte.
Khazkal holte seinen Bogen, Dracon schmiss schon die erste Wurfaxt gen der Verfolgerin, doch Sie wich aus.
Sie war flink, liess sich von ihrem tun nicht abringen und dann beschloss Dracon, hinab zu gehen und dieses Monster selbst zu erlegen.
Der Schattenlord folgte ihm, öffnete das Tor und schloss es so dann auch wieder.
Ja...er hat den Fehler begannen. Er besinnt sich weiter, er fügt die fehlenden Puzzleteile zusammen und rekonstruirt, was geschah.
Er hörte die Verfolgerin, es war eine Frau, fluchen, in einer Sprache, die ihm Gänsehaut beschaffte. Er kannte Sie, es war die Sprache der Letharen.
Es war eine Lethra.
Er machte sich zum Tor, verfolgte, wie Dracon gegen einen riesigen Panther kämpft.
Er öffnete das Gatter, stürmte hinaus zur Hilfe und erkannte nicht die Gefahr, die hinter ihm lauerte.
Ja...da war Sie...die Verfolgte...die Hilflose. Es war Drakh. Er hat sich täuschen lassen. Den billigsten Trick konnte er nicht durchschauen.
Es war so einfach.
Er liess sich nieder in jener gänzlichen Schwärze, er war erschöpft. Er konnte rennen und rennen, soviel er wollte, er fand doch kein Ziel.
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- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Wer weiß wieviele Stunden oder gar Tage vergangen sind, Zeit spielt hier keine Rolle.
Sovieles, worüber er nachdenken konnte. Soviel ungeklärtes.
Was sollte er nur hier? Was war seine Aufgabe um diesen Ort zu verlassen, um wieder zurück zu kommen...zurück...zu seiner Familie.
Er war innerlich froh, dass er gemeinsam mit den anderen es schaffte, Drakh Nakorrh, die Saat des Nemesis, zu vernichten.
Ja, es schien, dass Sie vernichtet war.
Er wurde überrumpelt von ihr, er fiel beim parrieren ihres Angriffes, doch Sie, Sie lachte nur müde.
Sie wollte einen fairen Kampf, so schien es, als er aufstand und seine Waffen zog.
Er stürmte auf Sie, die Klingen kreuzten sich, klirrten beim aufprallen aufeinander.
Man schlug zu, man wich aus. Man traf und wurde getroffen und die Zahl der Wunden stieg.
Er holte aus, Sie duckte sich und gab ihm einen Schlag in den Magen. Er stockte, doch rammte er ihr dann seinen Schwertknauf in den Rücken. Sie fiel, drehte sich auf den Boden und zog ihm die Beine weg. Beiderseits Waffen schlitterten über den Boden, man trennte sich aus dem Getümmel und griff nach ihnen, nur um dann von vorne anzufangen.
Blut lief ihm die Stirn hinab, ihr am Halse entlang und der Schmerz war kaum noch spürbar.
Doch es musste weiter gehen, es konnte nur einen Gewinner geben.
Plötzlich war lautes Geschrei eines Säuglings zu vernehmen.
Inara stand an der Tür, mit entsetztem Gesicht, ihr Kind auf ihrem Arme haltend und die beiden anblickend.
Gepolter und Fauchen war vor dem riesigen Eisentor der Burg zu vernehmen.
Dracon kämpfte gegen ein Geschöpf Alatars, er musste viel einstecken, teilte aber umso mehr aus.
Doch der Blick wanderte auf Inara...auf das Kind.
Noch war Sie uninteressant für des Nemesis Saat...noch.
Malachai griff nach seinen Schwertern und setzte abermals zum Angriff an. Drakh schlug es zur Seite durch ihren abgewendeten Blick und schien zu fallen, fing sich und landete doch irgendwie wieder auf ihren Füßen.
Der Schattenlord schrie Inara an, Sie solle verschwinden, doch Sie schien wie bei Sinnen.
Cyrion kam....ja Cyrion....Blutsbruder Malachais.
Er schwor, Inara und Marick zu schützen und so stellte er sich vor ihr, ebenso wie Malachai.
Nun kamen auch Khazkal und der verwundete Dracon, der den Kampf gegen das Tier gewan.
Es schien schlecht für Drakh, man holte aus, doch sie schlüpfte irgendwie hindurch, griff nach einem Messer und eh man sich versah, stand Sie neben Inara, jenes Messer ihr ins Gesicht haltend.
Das waren die Gaben eines Schattens, die hier zum Vorschein kamen, dass waren Vyras Fähigkeiten.
Noch ahnte Drakh nicht, wen Sie da mit ihrer Waffe bedrohte. Sie sah nur einen Vorteil und nutzte ihn aus.
Es bestand noch Hoffnung....ja....Hoffnung war da, solange das Geheimnis ungelüftet blieb.
Malachai erhob sich, er starrte nur weiter in die Leere. Er war erschöpft, er fror, doch gleichzeitig fühlte er sich, als würde er verbrennen.
Das wo er war, war nicht die Welt, die er kannte. Doch egal wo es ist, er würde wieder von hier verschwinden.
Nicht für sein Leben, dessen Willen er hier verlieren würde, nein, für seine Familie, die ihm Grund genug sind, weiter zu kämpfen und nicht aufzuhören, bis man es geschafft hat.
Sovieles, worüber er nachdenken konnte. Soviel ungeklärtes.
Was sollte er nur hier? Was war seine Aufgabe um diesen Ort zu verlassen, um wieder zurück zu kommen...zurück...zu seiner Familie.
Er war innerlich froh, dass er gemeinsam mit den anderen es schaffte, Drakh Nakorrh, die Saat des Nemesis, zu vernichten.
Ja, es schien, dass Sie vernichtet war.
Er wurde überrumpelt von ihr, er fiel beim parrieren ihres Angriffes, doch Sie, Sie lachte nur müde.
Sie wollte einen fairen Kampf, so schien es, als er aufstand und seine Waffen zog.
Er stürmte auf Sie, die Klingen kreuzten sich, klirrten beim aufprallen aufeinander.
Man schlug zu, man wich aus. Man traf und wurde getroffen und die Zahl der Wunden stieg.
Er holte aus, Sie duckte sich und gab ihm einen Schlag in den Magen. Er stockte, doch rammte er ihr dann seinen Schwertknauf in den Rücken. Sie fiel, drehte sich auf den Boden und zog ihm die Beine weg. Beiderseits Waffen schlitterten über den Boden, man trennte sich aus dem Getümmel und griff nach ihnen, nur um dann von vorne anzufangen.
Blut lief ihm die Stirn hinab, ihr am Halse entlang und der Schmerz war kaum noch spürbar.
Doch es musste weiter gehen, es konnte nur einen Gewinner geben.
Plötzlich war lautes Geschrei eines Säuglings zu vernehmen.
Inara stand an der Tür, mit entsetztem Gesicht, ihr Kind auf ihrem Arme haltend und die beiden anblickend.
Gepolter und Fauchen war vor dem riesigen Eisentor der Burg zu vernehmen.
Dracon kämpfte gegen ein Geschöpf Alatars, er musste viel einstecken, teilte aber umso mehr aus.
Doch der Blick wanderte auf Inara...auf das Kind.
Noch war Sie uninteressant für des Nemesis Saat...noch.
Malachai griff nach seinen Schwertern und setzte abermals zum Angriff an. Drakh schlug es zur Seite durch ihren abgewendeten Blick und schien zu fallen, fing sich und landete doch irgendwie wieder auf ihren Füßen.
Der Schattenlord schrie Inara an, Sie solle verschwinden, doch Sie schien wie bei Sinnen.
Cyrion kam....ja Cyrion....Blutsbruder Malachais.
Er schwor, Inara und Marick zu schützen und so stellte er sich vor ihr, ebenso wie Malachai.
Nun kamen auch Khazkal und der verwundete Dracon, der den Kampf gegen das Tier gewan.
Es schien schlecht für Drakh, man holte aus, doch sie schlüpfte irgendwie hindurch, griff nach einem Messer und eh man sich versah, stand Sie neben Inara, jenes Messer ihr ins Gesicht haltend.
Das waren die Gaben eines Schattens, die hier zum Vorschein kamen, dass waren Vyras Fähigkeiten.
Noch ahnte Drakh nicht, wen Sie da mit ihrer Waffe bedrohte. Sie sah nur einen Vorteil und nutzte ihn aus.
Es bestand noch Hoffnung....ja....Hoffnung war da, solange das Geheimnis ungelüftet blieb.
Malachai erhob sich, er starrte nur weiter in die Leere. Er war erschöpft, er fror, doch gleichzeitig fühlte er sich, als würde er verbrennen.
Das wo er war, war nicht die Welt, die er kannte. Doch egal wo es ist, er würde wieder von hier verschwinden.
Nicht für sein Leben, dessen Willen er hier verlieren würde, nein, für seine Familie, die ihm Grund genug sind, weiter zu kämpfen und nicht aufzuhören, bis man es geschafft hat.
Zuletzt geändert von Malachai Schwarzmourne am Donnerstag 28. Juni 2007, 16:40, insgesamt 1-mal geändert.
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