Das vergessene Geschenk....

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Malachai Schwarzmourne
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Das vergessene Geschenk....

Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Lange war es doch her, dass Malachai wieder in seinem Hause vor Bajard nächtigte. Es ging nicht anders, Nayeena wusste um seine Identität als Schattenlord, doch wusste Sie sicherlich nicht, dass seine zweite Identität so nahe an ihr Leben würde.
Malachai....dieser Name ging ihm durch den Kopf.- Zulange war er von jener Identität getrennt. Zulange trug er eine Maske. Doch dieses male war er unverhüllt, für jeden sichtbar...als Malachai Schwarzmourne.
Er ging zu seinem Schrank, öffnete ihn und suchte nach anderer Kleidung. Jene, die er früher trug, bevor er zur Burg ging.
Er hob einen Stapel bläulicher Roben hoch, als er in Geschenkpapier etwas eingewickelt sah. Er nahm es hinaus, blickte verstutzt darauf, wohl unwissend, was dies seie und legte es auf sein Bett.
Da schoß es ihm wie ein Gedankenblitz durch den Kopf und er fasste sich an die Stirn.
Das war Inaras Geburtstagsgeschenk. Er hatte es schon vor langer Zeit geholt und dort versteckt, wohl aber vergessen, dass es da ist...schlimmer noch...angesichts seiner zweiten Identität, die zu viel seiner Zeit nahm, vergass er ihren Geburtstag.
Er war vor genau 6 Tagen, solange hatte er Sie nicht gesehen...nein...noch länger hat er Sie nicht gesehen.
Er setzte sich aufs Bett und nahm das Geschenk ihn die Hand.
Wie konnte es bloß soweit kommen, dass er das, was ihm am wichtigsten auf dieser Welt war, so vernachlässigt hat?
Wie konnte das Leben des Schattenlords soviel Oberhand gewinnen, dass er sogar seine Geliebte...seine große Liebe vergessen würde.
Er stand auf, zog sich etwas an und nahm das Geschenk unter seinem Arm.
Selbst wenn Jagd auf ihn gemacht werden würde,....ja selbst wenn bald ein großer Kampf ihm bevorstehen würde, so dürfte er nicht den Kampf um das, was er liebte, verlieren.
Denn würde jenes passieren, so hätte er alles verloren.
So ging er in der Dunkelheit hinaus, unvermummt und ritt gen Lameriast.
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Inara Schwarzmourne

Beitrag von Inara Schwarzmourne »

Sorgsam gefaltet legte sie den Wams in ihre Kleiderkiste. Dabei fiel wie so oft schon, ihr Blick auf die Waffe, die dort lag.
Es war ein Skorpionstachel, den sie auf dem Markt von Menekur gekauft hatte vor ein paar Monden. Es sollte ihr Verlobungsgeschenk an ihren über alles geliebten Malachai werden.

Leider kam es nie zur geplanten Verlobungsfeier, ja nicht mal wirklich gesehen hatte sie ihn in letzter Zeit.
Sicher, er hatte immer zu tun, wichtige Aufgaben oblagen ihm. Es war IMMER etwas wichtiger als sie. Aber war das wirklich das Leben, dass sie sich wünschte?
War das das Leben, dass sie sich für ihr Kind wünschte? Die Antwort war eindeutig: Nein!!

Aber was tun. Sie liebte Malachai, zumindest hielt sie daran fest, klammerte sich verzweifelt an diesen Gedanken. Aber wie soll man einen Mann lieben, den man kaum sieht? Schnell versuchte sie diesen Gedanken zu verdrängen. Nein, so wollte sie nicht denken.

Doch was für ein Leben erwartete sie nun? Immer vorsichtig, auf der Hut, Angst vor unbekannten Bedrohungen? Gut, sie selbst hatte sich mittlerweile schon daran gewöhnt, aber wie würde sich das auf das Leben ihres Kindes auswirken?
Früher kamen ihr solche Gedanken nicht. Doch nun ging es nicht nur um ihr Leben, sondern auch um das eines unschuldigen Kindes. Ihr oblag die Verantwortung, wie dieses Leben verlaufen sollte. Sollte es seinen Vater wirklich nur aus Geschichten kennen lernen?

Aber wie sie es auch drehte und wendete, das Leben, dass sie sich einst gewünscht hatte, hatte sie verloren, als sie sich in ihn verliebte. Es würde nie ein geruhsames Leben zusammen geben. Irgendwas war immer los, irgendwer bedrohte ihn immer und damit auch sie.
Doch im Gegensatz zu früher war er nun viel weniger bei ihr um sie in den Arm zu nehmen, ihr neue Kraft zu spenden und ihr zu sagen, dass er sie liebte. Das fehlte ihr so unendlich. Er hatte sogar ihren Geburtstag vergessen. Kein Gruss, kein Kuss, nicht einmal eine Nachricht hatte sie bekommen, von niemandem. Keiner dachte an sie.

Ohnmächtige Verzweiflung machte sich langsam in ihr breit und sie merkte, wie sie immer mehr und mehr vergeblich dagegen ankämpfte.
Doch zum Glück rief sie in diesem Moment Elexia, ihre Magd, wieder nach oben. Kundschaft war wohl gekommen, also tief durchatmen und immer freundlich lächeln.
Die Träne der Verzweiflung, die sie sich noch schnell wegwischte, würde sicher niemand sehen.
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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Lange saß er schon nicht mehr auf diesem Schiffe. Doch der Kapitän erwies sich weiterhin als guter Freund.
Jener alte, graubärtige Mann, um welchen anhand seiner kräftigen Statur und seinem vernarbten Gesicht ein Bogen herum machte, war wohl einer der herzlichsten Menschen auf jener dunklen Welt.
Er kümmerte sich damals um seinen Passagier, selbst unwissend, dass es ein Mörder war und als er es heraus fand, mit dem Auftrag, Pergamente zu verteilen mit Malachais Gesicht darauf, schmiss er jene ins Wasser, um ihn zu schützen.
Ja er war sogar bei ihm, wie ein Vater, den er nie hatte, als er den toten Körper seiner damaligen Geliebten Stephanies im Arme hielt.
Malachai schaute hinauf in den Himmel.
Stephanie, ging es ihm durch den Kopf.
Ob Sie wohl ihre wachsamen Augen über ihn legen würde? Über ihn und seiner Inara? Und ob Sie sich freuen würde über jenes Kinde, was Inara gebähren wird?
Er schaute wieder auf das Meer, die kühle Salzluft bliss ihm ins Gesicht, liess sein Haar auf dem Winde tanzen.
Es war wie ein Wink des Schicksals, dass er durch ihren Tot seine große Liebe gefunden hat: Inara.
Jene Frau, die so sehr der anderen glich. Es war auf jenem Schiffe, als Sie sich das erste mal begegneten und obwohl Sie sich nicht kannten, sorgte Sie sich um ihn.
Liebe kann Berge versetzen heißt es und das stimmt auch.
Inara war das Beste, was ihm jemals hätte zustossen können.
Er lächelte bei dem Gedanken, wie er ihr immer eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht strich, sie dabei zart berührend, sie in den Arm nahm und sanft küsste.
Die Zärtlichkeiten, jetzt merkte er schmerzlichst, wie er Sie vermisst.
Er kann nicht ohne Sie, er will nicht mehr ohne Sie.
Ja, er hat Fehler getan, Fehler die Vermeidbar gewesen wären aber auch Fehler, die sich nicht abwenden liessen.
Doch er würde seine Prioritäten neu besetzten. Er wusste, was für ihn wichtig war und er würde seine Energie auf jenes konzentrieren.
Er würde Vater werden, der Gedanke war ihm so fremd, doch fühlte er sich schön an.
Wie wird jenes Geschöpf der Liebe wohl aussehen?
Hätte er ihre Haare und seine Nase?
Hoffentlich nicht.
Wahrscheinlich wäre er ein Engel in Gestalt eines Menschen. Er würde sicherlich Inara gleichen. Er....ja Er.
Irgendwie wusste Malachai, dass es ein Sohn werden würde. Sein Kind, sein Erstgeborenes. Ein wahrer Schatten.
Es missfiel ihm zu denken, dass das Kind so werden würde wie er. Doch am Schicksale, das lernte er, kann man schwer etwas ändern und so würde er ihn auf seinem Wege begleiten und helfen. Er würde das nachholen, was sein eigener Vater nicht schaffte zu tun.
Für Inara ist es leider nicht ihr erstes Kind.
Wie schmerzlichst es für Sie war, welch Qualen Sie in jungen Jahren erleiden musste.
Er erinnert sich noch zu gut daran, als er diesen Amarth folterte. Wie jener Abschaum der Menschheit nach dem Tode bettelte. Er sprach sich ein, er müsse es tun, für seinen Seelenfrieden jene bestrafen, die es verdient hatten. Doch dem war nicht so, nein, er tat es für Sie. Er liebte Sie damals schon, er gestand es sich bloss nicht ein.
Er wollte nicht, dass Engel weinen. Er wollte ihr den Frieden geben, den Sie brauchte, als er in einem Sarg widerkam und Sie Gewissheit hatte, was mit ihrem Sohne geschehen war.
Wie Sie zusammen sank, weinend und dennoch dankbar, dass ihr Sohn nun Frieden finden könnte, in der Obhut seiner Mutter.
Ja, vieles ist geschehen, doch Sie war immer für ihn da. Es schmerzt zu wissen, Sie so alleine gelassen zu haben, Sie so zu vernachlässigen und zu glauben, es wäre alles selbstverständlich.
Das war es nicht und er würde es ändern.
Er war Malachai Schwarzmourne, Ehegatte und Vater. Er hatte verpflichtungen, die weit wichtiger sind als Kriege oder Schlachten und er wird sich jene stellen mit einem lächeln im Gesicht, an seiner Seite jene, die er liebte.
Bald ist er wieder bei ihr. Bald wird er Sie in den Arm nehmen, sie Küssen und ihr sagen, was Sie für ihn bedeutete und das er Reue zeigt dafür, dass er Sie so alleine gelassen hatte. Er würde versuchen, jener Mann zu werden, den Sie brauchte und sich wünschte. Er würde IHR Mann werden und es würde ihn mit Stolz erfüllen.
Lameriast näherte sich, bald ist er da, bei ihr....zuhause...das Zuhause jener liebenden Menschen...ja bald.
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Malachai Schwarzmourne
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Beitrag von Malachai Schwarzmourne »

Er konnte kaum abwarten, bis das Schiff am Steg ist, da sprang er schon mit einem Satz hinab.
Knapp winkend dem Captain, dass man sich bald wieder sehen würde, lief er, so schnell er konnte ins Dorf.
Ihr Hof war gleich der erste, der kam, ein Satz über den Zaun, stand er vor der Tür.
Er lauschte vorsichtig, ehe er jene leise öffnete.
Da stand Sie, mit dem Rücken zu ihm, wohl einiges in den Kisten suchend,
Er näherte sich, die Hände auf dem Rücken, dort das Geschenk haltend, ruhig, schleichend, ohne einen Ton von sich zu geben.
Sie drehte sich ohne Überraschung, mit einem leichten lächeln im Gesichte.
Wie konnte er bloß glauben, dass er sich bei ihr anschleichen könnte. Spätestens als Sie schwanger wurde, bemerkte Sie immer seine Anwesenheit.
Sie war erfreut, doch nicht so wie immer und es war Zeit für Worte.
Malachai sammelte seine Gedanken, ehe er los sprach.
Er liess all seinen Schmerz, all seinen Frust hinaus, darüber, dass er Sie so vernachlässigt habe und gelobte, dass die Zeiten sich nun ändern würden.
Sie bestätigte ihren Kummer darüber, doch Sie schenkte jenen Worten glauben. Sie liebte ihn, so wie er Sie liebte.
Er gratulierte ihr nachträglich zum Geburtstag und holte das Geschenk hervor mit der Erwähnung, das er in sowas kaufen doch relativ ungeübt ist und weil er sich nicht entscheiden konnte, kaufte er alle.
Sie öffnete es, das lächeln wie ein kleines Kind voller Freude lag ihr im Gesicht und begutachtete dann die 3 feinen Kleider. Ihre Freude war unverkennbar und Sie nahmen sich in den Arm.
Wie schön das war, sie bei sich zu haben, sie zu drücken und zu spüren. Ihre Lippen zu küssen, ihren Rücken zu streicheln, ihre Haare zu berühren. Alles war so schön und es schmerzte ihn, dass er es solange missen musste.
Sie gingen dann hinab, in den Keller, gerade die ersten Stufen runter, als es klingelte.
Ein Kunde womöglich?
Malachai wollte hinauf, er sagte seiner Geliebten, dass er nachschauen geht, notfalls den Kunden bedienen würde und Sie ruhen sollte.
In Wirklichkeit jedoch wollte Malachai sichergehen, dass SIE es nicht war, die ihm auflauern würde, ihn verfolgt hätte und nun alles weiß.
Er erzählte ihr kein Wort. Es würde Sie zu sehr aufregen, zu sehr einen Schock versetzen. Es könnte eine Frühgeburt heraufbeschwören.
Das durfte nicht sein.
Sie war eine starke Frau, wohl die stärkste, die er kannte.
Nicht vom kämpferischen Talente her, sondern vom Geistigen.
Sie musste viel durchmachen und als Sie ihn traf wurden die Probleme nicht weniger.
Er, der Anzug für Übel, wie er sich schon selber nannte.
Mit sovielen musste er Sie belasten, voller Sorge war Sie immer, wenn er mit einer neuen Wunde heim kam.
Dieses male würde Sie es nicht erfahren. Nein, Sie musste in Sicherheit bleiben.
Würde SIE, die Jägerin, erfahren, dass es jemanden gibt, der einen Schatten gebähren würde, Sie wäre sofort auf ihren Versen.
Das durfte nicht geschehen. Nein.
Es war ein Kampf zwischen ihm und ihr.
Zwischen dem Schattenlord und der Brut des Nemesis.
Ein Kampf der neuen Generationen, der Erbträger, wie er einst schonmal stattgefunden hat, doch dieses male entgültig.
Es war wirklich ein Kunde, Malachai bediente ihn, selbst wenn er etwas schroff dabei war und bezweifelt, dass dieser Kunde wiederkommen würde.
Dann ging er hinab zu ihr.
Wie schön Sie war. Wie ein Engel, der auf dem seidenen Wasser des Glückes getragen würde.
Er liebte Sie abgöttisch.
Sie setzten sich auf das Bett, Sie gab ihm ein Geschenk, eine Skorpionsklinge. Sie wusste, dass er Waffen schätzte und sie sammelte, so holte Sie ihm jenes feingeschmiedete Schwert vom Wüstenvolke als Geschenk ihrer Verlobung.
Er freute sich, doch mehr, endlich bei Inara sein zu können.
Das Thema schweifte um, Sie war Hochschwanger, die Geburt stand bevor. Es musste ein Name her.
Malachai hatte einen, er würde sich wünschen, dass sein Sohn ihn tragen würde. Doch er wollte auch Inaras Wunsch respektieren.
Er versuchte die Worte zu finden, schien etwas zu stottern, da er die Reaktion nicht einschätzen konnte, doch dann sagte er es:
Er würde ihren Sohn gerne Marick taufen, der Name von Malachais Vater, des Kindes Großvater.
Es wäre die letzte Ehre, die er jenem Manne schenken könnte, es wäre ein Symbol des Neuanfanges und Inara lächelte.
Sie würde jenen Namen nehmen, sie empfand ihn als schön und in Malachai schloß sich abermals ein Loch in seinem Herzen.
Er war so froh, dass er Sie besaß, er würde Sie niemals verlieren wollen.
Niemals.
Sie legten sich hin, tauschten Zärtlichkeiten aus und verbrachten die Nacht miteinander.
Dieses mal jedoch, wird Inara aufwachen und neben sich einen Mann finden, der Sie über alles liebt und das auf ewig.
Zuletzt geändert von Malachai Schwarzmourne am Freitag 22. Juni 2007, 20:40, insgesamt 1-mal geändert.
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