Der Orden der Temora

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Ian Vondran

Der Orden der Temora

Beitrag von Ian Vondran »

Über Erkenntnis, Einsicht, Liebe, Glaube und Einigkeit


I. Die Narben der Zeit

Viel Zeit ward vergangen, glorreiche Jahre verstrichen, die Narben der Zeit auch in den Reihen des Ordens sichtbar geworden. Es hatte sich einiges geändert. Der Ordensvater und sein Knappe, seine rechte Hand tratten einen beschwehrlichen Weg an, den der Erkenntnis, den der Demut und Einsamkeit, schmerzten sie doch zu sehr der Wandel im Land, die Heuchelei die sich unter dem Volk breit machte, die Unterjochung der Armen und Kranken. Folgsam und mit endloser Loyalität zogen sich die Brüder und Schwestern des Ordens zur stillen Andacht zurück um sich in endlosen Phrasen des Bittens und Betens zu verlieren.
Wahrlich, um den Orden stand es schlecht, zumindest hatte es den Anschein, tat doch jeder Ordensangehörige weiter seine Pflicht, wenn auch im Verborgenen.

Mühsam waren die Lehren die der Knappe von seinem Freund und Mentor empfing, mühsam und doch gaben sie ihm die nötige Kraft sich auf seinen Weg zu besinnen, auf seine verborgene Kraft, seinen eisernen Glauben, seine Liebe und Loyalität. Worte der Besonnenheit, des Wohlwollens empfingen die Kriegersohren in jenen Stunden; den Segen der Hoffnungsträgerin. Sollten ihn je Worte berührt haben, so waren es die Farions, die das Licht heller schienen ließen, dass Ian in sich trug.

Der Orden, die Brüder und Schwestern, mein Glaube, meine Liebe, meine Treue, dafür lebe ich mein ehrenwerter Bruder. Dafür sterbe ich. Reich deinem Knappen die Hand und führe fort, was du begonnen! Schenke den Brüdern und Schwestern Erlösung und lasse sie ihr Gebet beenden, lasse sie aufstehen von den kalten und harten Böden! Lasse uns gemeinsam wieder unseren Weg gehen, auf dass er geebneter sei den je ! Den Weg des Glaubens und der Liebe, den Weg der Tugenden und Einigkeit,
...den Weg des Ordens!
Ian Vondran

Beitrag von Ian Vondran »

II. Die Liebe von Bruder und Schwester


Längst ward die Normalität im Orden eingekehrt, nein viel mehr schien er so kraftvoll und einig wie nie. Elitär für jene die ihn nicht verstanden, ein Bund aus liebenden Dienern der Herrin für ein jenen der wenigen, der ihre Ansichten wahrhaft teilte und verstand. Es ging auch nicht darum verstanden zu werden und die Menschen dazu zu bekehren, sich der gütigen Herrin in all ihrer Demut zu verschreiben. Nein, viel mehr ging es darum in diesem Bund einen Teil beizutragen, mittels dieser Eingikeit und Güte etwas zu bewirken.

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Seid Stunden schon, kniete der Gläubige vor den Stufen zum Altar der Ordenskirche Temoras. Die Hände gefaltet verbargen sie sich unter den langen Ärmeln der einfachen Ordensrobe, das Haupt in aller Demut vor dem Altar gesenkt, die Augen sanft geschlossen richtete der Ordensritter in Stiller Andacht seine bittend und betenden Phrasen an seine Hoffnungsträgerin. Es war nurn Zeit um fortwährenden Schutz und Segen zu bitten, war doch der Orden um weitere, tugendhafte Menschen gewachsen die es verstanden sich in aller Demut, Opferbereitschaft und Liebe dem Orden hinzugeben, auf dass sie einen Teil dazu beitragen können, ein Stück zu der Dienerschaft an ihrer Herrin, am Lehren und Leben der Tugenden, ihrer Töchter. So entfuhr dem Gläubigen erneut ein kurzes, unbedachtes Lächeln. Er war der Herrin selbst dankbar dafür dass sie die Reihen durch solche Menschen zu stärken versuchte.

Sanyarin Lefar
Sarah Mendor
Leonie
Korilie Havebaum
Sandroval
Galen de Vaskar


Sie alle hatten außergewöhnliche Gaben die ihnen Temora in die Wiege legte, sie alle wussten sie
entsprechend dem Wohle der Bedürftigen einzusetzen und im Namen der gütigen Hoffnungsträgerin zu dienen.


Sanyarin Lefar, die Tochter des Paladius Farion Lefar, Paladin des alten Kodex, Ordensvater, Kastenleiter und Mentor des Ordensritters Ian Vondran - und der verstorbenen Hochwürden Sanjana Valeth, Hohetemplerin des Klosters, Kirchvorstand der Kirche zu Varuna sowie Kastenleiterin des Wortes des Ordens der Temora. Nach ihrer Rückkehr zum Orden, den langen Jahren des Lernens und des Praktizierens war ihre Zeit im Orden nun ebenfalls gekommen. Die Dienste der jungen Heilkundigen sollten die Ordensbrüder und Schwestern stetig schützen im Angesicht der Gefahr, aber auch sollen ihre Fähigkeiten fortweilend den Bedürftigen zu Teil werden, so diese von Nöten sind.

Sarah Mendor, die junge magiebegabte Gläubige, deren Güte schon in den ersten Gesprächen deutlich wurde und deren Fähigkeiten im Einklang ihres reinen Glaubens dem Orden und dem Wille Temora gerecht wird, wird schon jetzt hoch geschätzt und man ist nicht selten Dankbar für einen Zauber den ihre Lippen sprechen. Sie hat schon etliche Male ihr Können bewiesen und ihre wertvollen Dienste werden noch des öfteren zum Einsatz gebeten.

Leonie, die junge, wahrlich herzliche Schülerin des Ordens die sich für den beschwehrlichen Pfad der Temora entschied um einmal als fähige Kriegerin im Namen der Temora und deren Tugenden streiten zu können. Sie empfängt die Lehren vom Ordensvater sowie deren Brüdern und Schwestern, will sie doch ihren Horizont und ihren Wissensstand stetig erweitern und in ihrem wohl portioniertem Eifer ihren Glauben festigen.

Korilie Havebaum ist die Hand des Ordens. Ihre Fähigkeiten in der Tierhaltung und Zucht, sowie der Versorgung der Ordensangehörigen wie den Bedürftigen ist erstklassig und verspricht eine treue Hand, die den Reihen auf ihre ganz besondere Weise dienlich sein wird. Sie hat den Vorteil durch ihr fortgeschrittenes Alter, die dadurch errungene Lebenserfahrung in ihre Entscheidungen mit einfließen zu lassen und entsprechende Wertung abzugeben.

Sandroval, Akolut des Klosters und Wort des Ordens der Temora, dessen Phrasen von deutlicher Überzeugung und gelebtem Glauben deuten, haben schon beim ersten Gespräch den Ordensritter, aber auch alle anderen Ordensangehörige überzeugen können. Dessen Wort wird einmal wahrhaft zu lehren wissen, ist das Potential des werdenden Templers doch überragend, gar vielversprechend.

Galen de Vaskar, ein Streiter der Herrin, gar ein Kriegspoet deren Fähigkeiten weit über dem Kampfe hinausgehen weiss er doch nur zu oft das rechte Wort zu sprechen und sein Handeln stehts an den Tugenden der gütigen Hoffnungsträgerin zu orientieren. Jener wird wohl einmal ein Ordensritter, erkoren durch Temora selbst um seinen Dienst mit Halt im Namen seiner Göttin stetig verbessern zu können.
Zuletzt geändert von Ian Vondran am Sonntag 10. Juni 2007, 14:15, insgesamt 4-mal geändert.
Sanyarin Ar´states

Beitrag von Sanyarin Ar´states »

III. Tücken des Neuen und die Lehren der göttlichen Mutter

Ein lautes Geräusch mochte in der frühen Abendstunde den sonst ruhigen Orden erfüllen. Deutlich mag der Ursprung in dem, erst vor wenigen Tagen fertiggestellten, Kellergemäuer zu finden sein.
Und tatsächlich... Saß, kopfreibend, die junge Lefar auf dem edlen Holzboden. Neben ihr ein schweres, bestimmt zwei Schritt hohes Bücherregal am Boden liegend und um sie herum wohl die Bücher, welche noch vor einigen Atemzügen in jenem ruhten. Eine einzelne Träne mochte sich im rechten Auge Sanyarins sammeln, wohl eine entspringend dem Schock, wie auch dem leichten Schmerze, welchen sie vom Regale zugefügt bekam.
Eine kurze Weile nur mochte es dauern, bis schon ein Scheppern, wohl das einer Rüstung, zu vernehmen war. Ian ward es, welcher wohl ob des lauten Geräusches den Ursprung erkunden wollte. Und so er jenes erbärmliche und doch amüsante Bildnis Erblicke, welches sich im Fackelscheine auftat, möchte er wahrlich einen ebensolchen Blick gen der jungen Heilkundigen werden.
Wahrlich... in ritterlicher Manier näherte er sich jener rasch und reichte ihr die Linke, um ihr wohl aufzuhelfen... Seine Rechte wanderte gen ihrer Lieder, die Träne vorsichtig von den Saphieren ihrer entfernend.
So führte er sie, an seiner Hand leitend, aus dem Büchermeer heraus.Seine Stimme... jene klang klare als vor Tagen... Schwerer Husten mochte jenen Adlerritter deutlich einschränken in seinem Tun, doch mochte der Kräutersud Sanyarins seine Aufgabe erfüllt haben...

...doch schon ward jene aus ihren Gedanken gerissen, so sie über ein großes, schweren Buch stolperte und erneut dem Ritter entgegenfiel. Welch Peinlichkeit mochte sie verspüren in diesem Moment und doch... so sie aufgefangen ward von jenen kräftigen Händen und ruhte am Brustpanzer der Streiter Ihrer... Nur einen Augenblick und doch...

...so ward sie erneut unterbrochen ob eines ungewünschten Räusperns des Ritters. Mochte das Kratzen im Halse noch nicht gänzlich abgeklungen. Sorge mochte es sein, was jener junge Recke in den Augen seiner grazilen Ordensschwester sah und schon verfrachtete jene Ian auf einen nahestehenden Hocker. So ward Platz genommen und schon musste der metallene Schutz des Halses abgelegt werden. Jenen kurzen Augenblickes huschte die Heilkundige gen eines seperaten Raumes, kehrte jedoch mit einer Kerze in der Rechten, einem Metallstäbchens in der Linken zurück.

Deutliches Unbehagen des Ritters mochte der jungen Sanyarin ein leichtes Lächeln entlocken. Mochten zehn Schwerter seinem Stolze die Seele streicheln, seinen Glauben, im Auftrag Ihrer zu Handeln, weiter stärken, so vermochte sie, eine junge Frau, jenen Recken mit einem einfachen Metallstäbchens jenes Gefühl der Unsicherheit zu vermitteln. Welch Ironie. Doch es gefiel ihr... ein wenig.
Ungewohnt sanft mochte ihre Stimme ihn beruhigen, gelerntes mochte sie anwenden und so sie es dank Zusprechens schaffte ihn dazu zu bewegen seinen Mund zu öffnen, schob sie das Metallstäbchen langsam an seiner Zunge entlang, nur vorsichtig drückte sie jene ein wenig hinunter, um, dank der Kerze, seinen Rachen nach Überbleibseln jenes reizbaren Hustens zu erkunden. Doch wohl noch zwei Tage des Trinkens jenes Kräutersudes mochte auch die letzten Reize im Ritterhals entschwinden lassen.


Zufrieden betrachtete sie nach getaner Arbeit Ihren Patienten und kurz spürte sie die Berührung seiner Hand an ihrem Unterarm. Ihr Blick jedoch, fing etwas anderes auf... Am Handgelenk des stolzen Ritters...


Einen silbrigen Reif...
Zuletzt geändert von Sanyarin Ar´states am Mittwoch 13. Juni 2007, 21:44, insgesamt 2-mal geändert.
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