Der Wein den er in er Hand hielt schmeckt fad.
Genauso wie die Gefühle die in ihm tobten.
Blicklos schaute er durch das Fenster in die Sternenklare Nacht.
Er hätte sich mit bedacht freuen sollen über die Ehre die ihm heute zu teil geworden war, und doch ... der Wermutstropfen darin machte so viel zu Nichte.
Rolosin und Thelor, beide waren heute zum Ritter geschlagen worden und als der Kronritter Calamdor von Auenfels kam und ihm bedeutete zu folgen, hatte er das mit gemischten Gefühlen getan, nicht wissend was auf ihn zukam und in der Angst das es Adrian nicht gut gehen würde.
Was jedoch folgte war die Zeremonie für ihn die ihn zum Kronritter machte.
„Ob sein Vater davon wusste?“ schoss es ihm durch den Kopf.
Sicher wusste er davon, genauso wie die Herren Schwarzwasser und Eirensse es nun wussten und auch um seine Loyalität dem Königshaus gegenüber, was diesen beiden Herren, jedenfalls sicher nicht gefallen würde.
Er nippte nachdenklich an seinem Wein.
Sollten sie nur kommen, sie würden anlaufen gegen eine Bastion von Adrian, Darna ihm und den Rest der Ritterschaft dazu ...
Er stockte.
Nein.
Nicht Darna ..
Nicht mehr.
Er presste die Lippen zusammen damit aus ihnen kein Fluch entfuhr, dafür zerdrückte seine Hand das Glas das er hielt, so das sich der Wein über sein Gewand ergoss.
„Verflucht!“ entfuhr es ihm nun doch, und während er sich mit einem Tuch versuchte das Gewand zu säubern merkte er wie ihm unblässlich Tränen die Wange herabliefen.
Tränen... der Wut aber auch der Trauer.
Trauer darüber das Darna einen anderen Weg gewählt hatte.
Das Trio ... infanale gab es nicht mehr.
Darna würde den Weg ... der Templer folgen.
Mit einem müden Lächeln dachte er an so viele dinge die sie gemeinsam erlebt hatten...
Das Menekanische Hühnchen, das Saufgelage und der Morgen danach, aber auch die gemeinsamen Sorgen und das gemeinsame Suchen nach Möglichkeiten, Auswege, Taktiken für das Reich.
Er hätte Darna nie von seiner Seite wegdenken können, genauso wenig wie Adrian.
Nein...sie war nicht aus der Welt, aber sie waren nicht mehr das was sie mal waren.
Ein untrügliches Gespann!
Es würden niemanden Geben der je diese Lücke würde füllen können, die sie hinterließ.
Er vermisste sie jetzt schon obwohl sie noch nicht einmal fort war.
Er dufte ihr diesen Weg nicht neiden! Temora zu dienen ... so sie es wünschte. Was gab es Ehrbares.
Aber doch nicht Darna... nicht sie die für ihn das Bild eines vorlebe Ritters war. Nicht sie, die er bisher untrüglich an seiner Seite wusste. Waffenbruder ... Schwester, Vertraute.
Es war sehr schwer sich mit diesem Gedanken vertaut zu machen, geschweige denn ihn so einfach zu akzeptieren.
Hatte er noch gedacht Adrians Worte, er würde ihn aus seinem Dienst entlassen, wären die schlimmsten an diesem Abend gewesen, dienten sie doch nur dafür ihn für den Weg des Kronritters frei zu geben, waren die Darnas ihm wie ein Schlag in den Magen gewesen.
Wie das verlieren einer Schwester, und er konnte, nein Durfte nichts dagegen tun.
Er konnte Temora nichts nehmen. Das war nicht an ihm...
Doch genauso wenig war es an ihm Adrian darüber auf zu klären, das würde er Darna nicht abnehmen.
Ausdruckslos blickte er auf das Zersplitterte Ritterschwert. Sein altes das man zerbrach bevor er das Neue erhielt. Es war wie ein Symbol für ihn in diesem Moment.
Er wünschte Darna ehrlich viel Glück in ihrem... neuen Leben mit ihren neuen Zielen, aber der Geschmack der Bitterkeit und des Verlustes wich nicht.
Ein zersplittertes Schwert ....
-
Darna von Hohenfels
Dienstschluß
Wenn man von einem steinigen Weg sprach, dann meinte man meist nicht Felsen, die in der Gegend herumlagen. Selten war ihr ein Weg wie dieser nun so schwer gewesen, wie der Gang zu Adrians Büro, wissend, daß er bald zum Frühstück herunterkommen würde, wenn sie normalerweise gedachte, sich zur Ruhe zu begeben.
Und selten waren ihr dann solch große Steine vom Herzen gefallen wie heute.
Nur, wie hatte sie die Erklärung beginnen sollen?
Er brauchte sie nicht lange anzusehen, um aufzustehen und die Bürotüren abzuschließen, setzte sich dann wieder, während sie vor dem Tisch stand und sich weigerte, sich zu setzen.
"Gut ich bitte Euch, ich habe wirklich genug schlechte Nachrichten erhalten. Eure Miene ist sehr fantasieanregend, es wäre mir lieb, Ihr fördert es nicht und sprecht."
Oh wenn sie es ihm doch nur ersparen könnte! Wie ihm erklären? Wie sollte sie ihm zeigen, daß das alles bei weitem nicht nur Formalität war, ihre Gefühle in völligem Widerstreit zwischen Trauer und Freude standen, wie...?
"Adrian...", begann sie furchtbar gedehnt, und gleichzeitig suchte die Erinnerung vergeblich nach einem Moment, in dem sie ihn mit Vornamen angesprochen hätte. "Es tut mir auch tatsächlich leid, dich dieser Tage nicht vor einer weiteren... gewissermaßen schlechten Nachricht verschonen zu können. Vielleicht kannst du dem auch Gutes abgewinnen... das liegt bei dir."
Darna von Elbenau sprach Adrian von Hohenfels mit Vornamen an und duzte ihn - das waren Schockmonente ganz eigenen Kalibers. Und jedesmal kündete es Sturm an, wenn er seine Fingerkuppen leicht gegeneinander schlug, sie kannte all diese subtilen Zeichen und konnte es ihm nicht verdenken.
"Dein Blick sprach hier schon genug, ich hoffe nur, deine Lippen folgen bald."
"Ich muß dich um Entlassung aus meinen Diensten und Pflichten bitten."
"Bitte?"
Die ziemlich erwartete Reaktion schenkte ihr sogar so etwas wie Ruhe, als sie in bedächtiger Geste die hinter dem Rücken gehaltenen Gegenstände vorholte und sie etwas zittrig, doch behutsam auf den Tisch legte:
Ihr Reichsritteramulett.
Ihr Gardering mit dem Siegel der Oberst.
Ihr Schwert "lichte Schwester".
"Vater fände das nicht witzig", huschte es seltsam sich selbst entfremdet durch ihre Gedanken.
"Ich habe bereits Rafael entlassen, waren es nicht deine Worte, dass meine Deckung steht? Im Moment sehe ich sie eher flüchten, wie mir scheint. Wenngleich, möglicherweise eine gute Wahl, ist der Zug, der mich schlägt, längst geführt - es braucht nicht neben des Bauernopfers noch gute Figuren, nicht wahr?"
Seltsam, wie sie diesen Zynismus liebgewonnen hatte. Und er hatte so viele Arten davon. Dieser Zynismus war die Variante, eigene Verletztheit herunterzuspielen.
"Du irrst", erwiderte sie leise, "Ich habe es Widumar angeboten, ich biete es dir an, und wenn du schlau bist, nutzt du die letzte Deckung, die ich dir als Reichsritterin noch geben kann: mich öffentlich zu entlassen, als Konzequenz, der Oberst, unter der das auf Lameriast passierte, ihr Amt nicht zu lassen. Doch es spielt so oder so keine Rolle. Ich kann es nicht weiter tragen."
Sehr leise, aber umso schärfer im Ton: "Still, hör auf!"
Sie wagte nicht, ihn anzusehen.
"Nein... was auch der Grund war, warum ich zunächst auch nach deiner Rückkehr nur mit Widumar allein darüber sprach, und uns war beiden klar, daß du nichts davon halten wirst."
"Gut, man kennt mich also doch noch. Wenn dies der Grund ist, Ritterin, ist Euer Gesuch sehr deutlich abgelehnt!"
"Nein, es ist nicht der Grund."
In der Tat, in tausenden anderen Fällen hätte sie zu sowas den Verlangenden nach einem Sündenbock im Kronrat einen höflichen Vogel gezeigt... Adrian stand auf, trotz des Umstandes, daß er noch nicht völlig genesen war, schien es ihm unfraglich die Mühe wert, in dieser Situation den schützend Distanz wahrenden Tisch zwischen ihnen zu umrunden und sich direkt neben sie zu stellen - sie rührte sich nicht, hob den Kopf nicht.
"Dann nennt den Grund, ich lasse Euch.. dich... nicht einfach so gehen!"
Der Blick wanderte noch weiter nach unten.
"Ich habe einen Fehler begangen, indem ich vor einigen Tagen einen Doppeleid leistete."
"Es ist nicht die Stunde, zu prüfen, ob deine Stiefel gut geputzt sind", fuhr er dazwischen - eine hohle Phrase, sie abzulenken, denn sie hätte das nicht prüfen müssen, selbstverständlich waren die Stiefel auch jetzt auf Hochglanz poliert. "Sieh mich wenigstens an, oder ist selbst dazu noch zu wenig Mut in dir?"
Wie auf Zug an einer Hampelmannstrippe ruckten Kopf und Blick hoch.
Er suchte ihren Blick, suchte, um zu verstehen. "Nun sprich weiter."
"Ich habe mein weiteres Leben Temoras Obhut anempfohlen und geschworen, das Erbe Leonhards anzutreten."
Sie sprach ruhig, doch es war die Ruhe, mit der man eine unvermeidliche Ohrfeige erwartete. Eine Ohrfeige kam nicht - wie getroffen wankte er selbst zurück.
"Erlaubnis gewährt", sprach er leise, und mied nun selber ihren Blick.
Sie hätte weinen mögen, wissend, warum ihm das auf so unterschiedlichste Weisen weh tat. Seine Hand krallte sich ins Regal, und einen Moment sah es so aus, als wolle er es umwerfen.
"Bitte, Adrian...", sprach sie erstickt, "Ich weiß, daß die wahre Schuld nicht auf dir lastet."
"Du solltest wissen dass ich dies anders sehe. Aber wenn dies die Schuld ist, die Temora mir auferlegt, einen Menschen gehen zu lassen, der mir am Herzen liegt wie meine eigene Familie.. dann werde ich folgen."
Durfte das denn Strafe sein? "Nein. Das kann nicht richtig sein."
"Mein Schwur geschah kurz vor deiner Rückkehr." Sie sprach sacht, wie konnte sie ihm nur tröstend begreiflich machen, daß ihr Handeln nicht direkte Reaktion auf seines war? Weder Trotz, Anschuldigung, noch Auflehnung?
"Und doch beim Ableben eines Mannes, den ich an die Messer Rahals auslieferte."
"Beim Ableben eines Mannes, um dessen Aufgabe ich wusste und der ... dessen Schicksal auf seltsame Art mit meinem verwoben war."
Er atmete durch, sie hatte ihn wohl nicht überzeugt, doch er schien sich gerade mit dem, was war, abzufinden und etwas entschlossener trat er wieder auf sie zu:
"Versprich mir eines..."
Sie hätte gerne jetzt schon zugesagt, doch sie würde zukünftig bedachtsamer damit sein, wann sie wem ihr Wort gab. Sie schwieg. Ihr eigener Blick gewann an Ruhe, während in seinem eine Mischung aus innerer Zerrissenheit, Wut und Trauer lag, war ihrer offen und wie befreit, sinnierend.
"Wenn wir schon so nachhaltig schaffen, das Dreigespann, das wir hier einmal waren, das wohl wirklich alles erreichte, entgültig auseinanderzutreiben zugunsten unser Feinde... Sei bitte wenigstens nicht völlig aus der Welt,.. lass mich nicht fragen müssen, was aus dir wurde."
"Kann, was hier geschieht und was wir werden, denn zugunsten Alatars sein? Er würde es wohl versuchen, doch das kann doch nicht richtig sein."
Sie atmete tief durch, und bemühte sich, nicht zu übertrieben sanft mütterlich scheltend zu klingen, das stand ihr einfach nicht zu, doch er war gerade ein Holzkopf. Das konnte sie doch gar nicht verantworten, ihn mit Rafael alleine zu lassen.
"Adrian von Hohenfels, seinen Häschern entronnen. Rafael, der als Kronritter nun eine ganz eigene Machtinstanz ist und noch immer dein Freund und an deiner Seite - und ich, die die Würden deiner Göttin anstrebt und noch immer als Freundin an deiner Seite... 'zugunsten unserer Feinde'? Willst du mich und dich selber für dumm verkaufen?"
Zum ersten Mal trat Erleichterung in seine Augen.
"Du bist hier immer mehr als willkommen, die Hallen würden sonst leer."
Es versetzte ihr einen kleinen Stich. "Es ist still im Haus geworden, seit Ihr fort seid, Milady von Elbenau" - einst Aradans Worte, nachdem sie die Ritterwürde erlangte.
Nein, manche Fehler sollte man nicht zweimal begehen. Tränen traten ihr in die Augen, während sie weiter lächelte.
"Und dass du mehr als erleichtert bist, dass du sagen kannst, ich dürfe dir gar nichts mehr befehlen, das weiss ich doch ohnehin" - kurz hob Adrian die Mundwinkel. Sie erlaubte sich ein vorsichtiges Lachen, aus dem eine Menge Erleichterung klang.
"Wenigstens kannst du im Gegensatz zu Rafael nicht auch noch mir befehlen."
"Ich kann viel schlimmer... ich kann Moralpredigten halten." Sie lachte und weinte nun gleichzeitig.
"Oh, dafür musst du erst aus deinen Ämtern zurücktreten?"
Sie lachte noch etwas, hin und her gerissen, wischte sich mit dem Lederhandschuh die Tränen aus dem Gesicht, als er sehr leise meinte:
"Es war weise, die Türen zu verschliessen, so kannst du nun nicht hiervor fliehen."
Behutsam legte er ihr die Hände an die Wangen, während sie scheinbar ruhig dastand, erstarrt, doch nicht verkrampft. Ihr Herz räumte einen Platz ein, den nebem dem Blut ihres leiblichen Bruders Aradan ähnlich hatte einnehmen dürfen. Mit seinem Sterben war dort eine Lücke geblieben, die mit Nyells Abschied gestern nur größer geworden war.
Als Adrians Lippen ihre Stirn berührten, wurden weite Teile dieser Lücke geschlossen, nicht ersetzend, aber erfüllend.
Nein, das Dreiergespann zerriss nicht. Mochten zukünftig ihre Aufmerksamkeiten manchmal unterschiedlichen Dingen gelten, so war etwas völlig anderes der Fall:
Eine mit der Zeit immer dünner gewordene Barriere der Förmlichkeit und dienstlichen Verpflichtung war aus der Welt geschafft. Sie beide selber hielten dieses Band, und keine Formalität der Welt würde es mehr vermögen, es zu zerreißen.
Wie würde Rafael verstehen und begreifen können?
Wenn man von einem steinigen Weg sprach, dann meinte man meist nicht Felsen, die in der Gegend herumlagen. Selten war ihr ein Weg wie dieser nun so schwer gewesen, wie der Gang zu Adrians Büro, wissend, daß er bald zum Frühstück herunterkommen würde, wenn sie normalerweise gedachte, sich zur Ruhe zu begeben.
Und selten waren ihr dann solch große Steine vom Herzen gefallen wie heute.
Nur, wie hatte sie die Erklärung beginnen sollen?
Er brauchte sie nicht lange anzusehen, um aufzustehen und die Bürotüren abzuschließen, setzte sich dann wieder, während sie vor dem Tisch stand und sich weigerte, sich zu setzen.
"Gut ich bitte Euch, ich habe wirklich genug schlechte Nachrichten erhalten. Eure Miene ist sehr fantasieanregend, es wäre mir lieb, Ihr fördert es nicht und sprecht."
Oh wenn sie es ihm doch nur ersparen könnte! Wie ihm erklären? Wie sollte sie ihm zeigen, daß das alles bei weitem nicht nur Formalität war, ihre Gefühle in völligem Widerstreit zwischen Trauer und Freude standen, wie...?
"Adrian...", begann sie furchtbar gedehnt, und gleichzeitig suchte die Erinnerung vergeblich nach einem Moment, in dem sie ihn mit Vornamen angesprochen hätte. "Es tut mir auch tatsächlich leid, dich dieser Tage nicht vor einer weiteren... gewissermaßen schlechten Nachricht verschonen zu können. Vielleicht kannst du dem auch Gutes abgewinnen... das liegt bei dir."
Darna von Elbenau sprach Adrian von Hohenfels mit Vornamen an und duzte ihn - das waren Schockmonente ganz eigenen Kalibers. Und jedesmal kündete es Sturm an, wenn er seine Fingerkuppen leicht gegeneinander schlug, sie kannte all diese subtilen Zeichen und konnte es ihm nicht verdenken.
"Dein Blick sprach hier schon genug, ich hoffe nur, deine Lippen folgen bald."
"Ich muß dich um Entlassung aus meinen Diensten und Pflichten bitten."
"Bitte?"
Die ziemlich erwartete Reaktion schenkte ihr sogar so etwas wie Ruhe, als sie in bedächtiger Geste die hinter dem Rücken gehaltenen Gegenstände vorholte und sie etwas zittrig, doch behutsam auf den Tisch legte:
Ihr Reichsritteramulett.
Ihr Gardering mit dem Siegel der Oberst.
Ihr Schwert "lichte Schwester".
"Vater fände das nicht witzig", huschte es seltsam sich selbst entfremdet durch ihre Gedanken.
"Ich habe bereits Rafael entlassen, waren es nicht deine Worte, dass meine Deckung steht? Im Moment sehe ich sie eher flüchten, wie mir scheint. Wenngleich, möglicherweise eine gute Wahl, ist der Zug, der mich schlägt, längst geführt - es braucht nicht neben des Bauernopfers noch gute Figuren, nicht wahr?"
Seltsam, wie sie diesen Zynismus liebgewonnen hatte. Und er hatte so viele Arten davon. Dieser Zynismus war die Variante, eigene Verletztheit herunterzuspielen.
"Du irrst", erwiderte sie leise, "Ich habe es Widumar angeboten, ich biete es dir an, und wenn du schlau bist, nutzt du die letzte Deckung, die ich dir als Reichsritterin noch geben kann: mich öffentlich zu entlassen, als Konzequenz, der Oberst, unter der das auf Lameriast passierte, ihr Amt nicht zu lassen. Doch es spielt so oder so keine Rolle. Ich kann es nicht weiter tragen."
Sehr leise, aber umso schärfer im Ton: "Still, hör auf!"
Sie wagte nicht, ihn anzusehen.
"Nein... was auch der Grund war, warum ich zunächst auch nach deiner Rückkehr nur mit Widumar allein darüber sprach, und uns war beiden klar, daß du nichts davon halten wirst."
"Gut, man kennt mich also doch noch. Wenn dies der Grund ist, Ritterin, ist Euer Gesuch sehr deutlich abgelehnt!"
"Nein, es ist nicht der Grund."
In der Tat, in tausenden anderen Fällen hätte sie zu sowas den Verlangenden nach einem Sündenbock im Kronrat einen höflichen Vogel gezeigt... Adrian stand auf, trotz des Umstandes, daß er noch nicht völlig genesen war, schien es ihm unfraglich die Mühe wert, in dieser Situation den schützend Distanz wahrenden Tisch zwischen ihnen zu umrunden und sich direkt neben sie zu stellen - sie rührte sich nicht, hob den Kopf nicht.
"Dann nennt den Grund, ich lasse Euch.. dich... nicht einfach so gehen!"
Der Blick wanderte noch weiter nach unten.
"Ich habe einen Fehler begangen, indem ich vor einigen Tagen einen Doppeleid leistete."
"Es ist nicht die Stunde, zu prüfen, ob deine Stiefel gut geputzt sind", fuhr er dazwischen - eine hohle Phrase, sie abzulenken, denn sie hätte das nicht prüfen müssen, selbstverständlich waren die Stiefel auch jetzt auf Hochglanz poliert. "Sieh mich wenigstens an, oder ist selbst dazu noch zu wenig Mut in dir?"
Wie auf Zug an einer Hampelmannstrippe ruckten Kopf und Blick hoch.
Er suchte ihren Blick, suchte, um zu verstehen. "Nun sprich weiter."
"Ich habe mein weiteres Leben Temoras Obhut anempfohlen und geschworen, das Erbe Leonhards anzutreten."
Sie sprach ruhig, doch es war die Ruhe, mit der man eine unvermeidliche Ohrfeige erwartete. Eine Ohrfeige kam nicht - wie getroffen wankte er selbst zurück.
"Erlaubnis gewährt", sprach er leise, und mied nun selber ihren Blick.
Sie hätte weinen mögen, wissend, warum ihm das auf so unterschiedlichste Weisen weh tat. Seine Hand krallte sich ins Regal, und einen Moment sah es so aus, als wolle er es umwerfen.
"Bitte, Adrian...", sprach sie erstickt, "Ich weiß, daß die wahre Schuld nicht auf dir lastet."
"Du solltest wissen dass ich dies anders sehe. Aber wenn dies die Schuld ist, die Temora mir auferlegt, einen Menschen gehen zu lassen, der mir am Herzen liegt wie meine eigene Familie.. dann werde ich folgen."
Durfte das denn Strafe sein? "Nein. Das kann nicht richtig sein."
"Mein Schwur geschah kurz vor deiner Rückkehr." Sie sprach sacht, wie konnte sie ihm nur tröstend begreiflich machen, daß ihr Handeln nicht direkte Reaktion auf seines war? Weder Trotz, Anschuldigung, noch Auflehnung?
"Und doch beim Ableben eines Mannes, den ich an die Messer Rahals auslieferte."
"Beim Ableben eines Mannes, um dessen Aufgabe ich wusste und der ... dessen Schicksal auf seltsame Art mit meinem verwoben war."
Er atmete durch, sie hatte ihn wohl nicht überzeugt, doch er schien sich gerade mit dem, was war, abzufinden und etwas entschlossener trat er wieder auf sie zu:
"Versprich mir eines..."
Sie hätte gerne jetzt schon zugesagt, doch sie würde zukünftig bedachtsamer damit sein, wann sie wem ihr Wort gab. Sie schwieg. Ihr eigener Blick gewann an Ruhe, während in seinem eine Mischung aus innerer Zerrissenheit, Wut und Trauer lag, war ihrer offen und wie befreit, sinnierend.
"Wenn wir schon so nachhaltig schaffen, das Dreigespann, das wir hier einmal waren, das wohl wirklich alles erreichte, entgültig auseinanderzutreiben zugunsten unser Feinde... Sei bitte wenigstens nicht völlig aus der Welt,.. lass mich nicht fragen müssen, was aus dir wurde."
"Kann, was hier geschieht und was wir werden, denn zugunsten Alatars sein? Er würde es wohl versuchen, doch das kann doch nicht richtig sein."
Sie atmete tief durch, und bemühte sich, nicht zu übertrieben sanft mütterlich scheltend zu klingen, das stand ihr einfach nicht zu, doch er war gerade ein Holzkopf. Das konnte sie doch gar nicht verantworten, ihn mit Rafael alleine zu lassen.
"Adrian von Hohenfels, seinen Häschern entronnen. Rafael, der als Kronritter nun eine ganz eigene Machtinstanz ist und noch immer dein Freund und an deiner Seite - und ich, die die Würden deiner Göttin anstrebt und noch immer als Freundin an deiner Seite... 'zugunsten unserer Feinde'? Willst du mich und dich selber für dumm verkaufen?"
Zum ersten Mal trat Erleichterung in seine Augen.
"Du bist hier immer mehr als willkommen, die Hallen würden sonst leer."
Es versetzte ihr einen kleinen Stich. "Es ist still im Haus geworden, seit Ihr fort seid, Milady von Elbenau" - einst Aradans Worte, nachdem sie die Ritterwürde erlangte.
Nein, manche Fehler sollte man nicht zweimal begehen. Tränen traten ihr in die Augen, während sie weiter lächelte.
"Und dass du mehr als erleichtert bist, dass du sagen kannst, ich dürfe dir gar nichts mehr befehlen, das weiss ich doch ohnehin" - kurz hob Adrian die Mundwinkel. Sie erlaubte sich ein vorsichtiges Lachen, aus dem eine Menge Erleichterung klang.
"Wenigstens kannst du im Gegensatz zu Rafael nicht auch noch mir befehlen."
"Ich kann viel schlimmer... ich kann Moralpredigten halten." Sie lachte und weinte nun gleichzeitig.
"Oh, dafür musst du erst aus deinen Ämtern zurücktreten?"
Sie lachte noch etwas, hin und her gerissen, wischte sich mit dem Lederhandschuh die Tränen aus dem Gesicht, als er sehr leise meinte:
"Es war weise, die Türen zu verschliessen, so kannst du nun nicht hiervor fliehen."
Behutsam legte er ihr die Hände an die Wangen, während sie scheinbar ruhig dastand, erstarrt, doch nicht verkrampft. Ihr Herz räumte einen Platz ein, den nebem dem Blut ihres leiblichen Bruders Aradan ähnlich hatte einnehmen dürfen. Mit seinem Sterben war dort eine Lücke geblieben, die mit Nyells Abschied gestern nur größer geworden war.
Als Adrians Lippen ihre Stirn berührten, wurden weite Teile dieser Lücke geschlossen, nicht ersetzend, aber erfüllend.
Nein, das Dreiergespann zerriss nicht. Mochten zukünftig ihre Aufmerksamkeiten manchmal unterschiedlichen Dingen gelten, so war etwas völlig anderes der Fall:
Eine mit der Zeit immer dünner gewordene Barriere der Förmlichkeit und dienstlichen Verpflichtung war aus der Welt geschafft. Sie beide selber hielten dieses Band, und keine Formalität der Welt würde es mehr vermögen, es zu zerreißen.
Wie würde Rafael verstehen und begreifen können?
Zuletzt geändert von Darna von Hohenfels am Sonntag 27. Mai 2007, 19:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Adrian von Hohenfels
„Frühstück?“ So sehr er Darnas Art kannte, eben geklärtes so völlig und eindeutig mit solchen Übergängen abzulegen, so sehr verwirrte es ihn an diesem Morgen doch. Er nickte es ab und konnte sich eines kurzen Schmunzelns nicht erwehren. Ebenso wenig wie einer weiteren bissig zynischen Bemerkung, gedachte er nicht auch nur annähernd daran, jemandes anderen Magen zu verderben durch das Vorkosten der Speisen: „Ja gern, ich hoffe nicht unser letztes gemeinsames.“ Es mochte ein Befehl sein. Er gedachte Befehle sehr wohl zu befolgen, wo er seiner selbst hiermit nicht verriet. Dieses wäre wider all seiner Überzeugungen.
„Du müsstest mir so auf Knien danken, dass du durch Savea vor der Klosterküche verschont wurdest.“ Ihr auf Knien danken.. da kamen ihm ganz andere Möglichkeiten, im Gedenken an gewisse Stunden im Kloster. „Oh über Savea sollten wir noch sprechen.“ Seine Worte waren neutral gewählt, keine Aussage in seiner Mimik mit sich führend, welche Worte folgen mochten. „Ich bin mir im Moment noch nicht so recht im klaren, was ich mit ihr anstellen sollte.“ Er ließ die Worte einige Augenblicke wirken. Sie fanden Erwiderung, bevor er fortfahren konnte: „Erwürgen oder in Gold einrahmen und aufhängen?“ Welch interessanter Gedanke, man konnte Darna beinah schon als wahre Ideen-Quelle bezeichnen. „Zwei Möglichkeiten, die ich noch nicht in Betracht zog. Ich werde sie meinen Überlegungen hinzufügen“
„Was waren die bisherigen?“ Darna mochte ihn wohl forschend, abwartend mustern, bevor er fortfuhr. „Pranger-Strafe! Wenngleich sie einfordert, ich selber müsse die Kraft aufbringen, sie hineinzutragen. Oder aber die schwerste Strafe, die ich mir überlegen mag, wobei mir dann noch nicht bewusst ist, ob ich sie oder mich strafe.“ „Zum Pranger kann ich sie auch tragen, ich hab ihr vorhin schon angedroht, sie eigenhändig ins Bett zu verfrachten. Was ist die Höchststrafe?“ Ein altgewohntes spitzbübisches Schmunzeln schob sich auf seine Lippen, bevor er eben diese anführte: „Abwerbung, so du zustimmst.“ Ihr Blick war so eindeutig, wie ihre Antwort: „Vergiss es!“ Vermutlich gar ein Segen, wenngleich Savea eine gewiss geistig hochwertigere Bedienstete gewesen wäre, im Vergleich zu Serina.
„Ich nehme an, deine Ablehnung ist dein Bemühen, meine Nerven zu schonen?“ Ihr knappes Nicken gefolgt von einem frechen Grinsen nun, sprach Bände. „Das wäre ein nützlicher Nebeneffekt. Ich weiß nicht warum, aber ihre Art ist anstrengend und entspannend zugleich.“
„Gut dann überlasse ich dir, sie angemessen für ihre Frechheiten zu strafen. Ihre nicht wenig nerven-zerrende Art hat zumindest beigetragen, dass ich den Tag der Weihe überlebte. Wenngleich sie wohl eher der Meinung war, ich käme nicht einmal lebend bis zur Klosterpforte.“
„Wenn ich eines sicher sagen kann, dann dass man mich so leicht, nachdem man schon die Gelegenheit verpasste als ich mich aufgeben wollte, nun nicht mehr los wird. Ich plane ein Ende in Würde, wann auch immer das sein mag.“ Darnas Blick schien sich in diesem Moment in der Kerzenflamme festzufressen. „Wer plant das nicht?“ Ihre Stimme klang gedämpft. „Apropos Ende in Würde... Es fällt mir immer noch schwer, mich mit dem Gedanken wirklich anzufreunden, aber es muss sein. Plane dann bitte, wann und wie ich mich von den Truppen angemessen verabschieden kann.“ Sein erwiderter Blick war nachdenklich, nicht wirklich eine Lösung findend, für diese gerissene Lücke, die sich bald auftun würde. „Du weißt, wie sehr du auf dem Posten fehlen wirst. Ich muss sehen, ob und wie ich ihn möglicherweise neu fülle. Gäbe es einen Vorschlag deinerseits?“ Sie wusste keinen, doch der Anlass war passend und genehm ihm die Differenzen zwischen den Hauptmännern von Stolzenfels und Vadebor aufzuzeigen. Es erntete ein Stirnrunzeln. Hierüber würden später sehr eingehende Gespräche geführt werden müssen. Man konnte sich derlei Differenzen in der Truppenführung nicht leisten. Zu sehr würde damit vor allem Rahal in die Hände gespielt.
Jede Gelegenheit schon jetzt hierüber weiter nachzusinnen, wurde durch das Eintreten Rafaels unterbrochen. Dessen Gruß brach auf den Lippen ab beim Erblicken Darnas, schon schien er auf dem Rückzug. Es brauchte nicht vieler Gedanken zu erkennen, dass Rafael offenbar von Darnas Entscheidung wusste. Er kannte ihn zu gut. Sie alle hatten ihre Art mit Enttäuschungen und möglichem Verlust umzugehen, dies war mehr als eindeutig sein Versuch ihr aus dem Weg zu gehen. Kaum etwas das er zu dulden gedachte. Hierfür waren die drei sich schon zu lang und zu tief in Freundschaft verbunden. Entschlossen und hoffend er würde hierauf eingehen, vermochte er nicht mehr, diesem Sturkopf auch noch zu befehlen, erfolgte die Bitte des Verweilens, die Einladung zum Frühstück. Er verweilte zumindest, mochte er auch nach eigenem Bekunden keinen Hunger verspüren. Die deutlich gesuchte Entfernung zu Darna, sprach jedoch Bände. Er vergrößerte sie gar noch, auf ihre scherzhafte Bemerkung es könnte gar noch nicht genug Raum zwischen ihnen sein. „Sturkopf, du bist schlimmer als befürchtet, muss ich euch erst aneinanderketten?“ Aufseufzend blickte er zwischen den beiden Freunden hin und her. So ging es jedenfalls nicht weiter, eine Lösung musste gefunden werden.
„Du müsstest mir so auf Knien danken, dass du durch Savea vor der Klosterküche verschont wurdest.“ Ihr auf Knien danken.. da kamen ihm ganz andere Möglichkeiten, im Gedenken an gewisse Stunden im Kloster. „Oh über Savea sollten wir noch sprechen.“ Seine Worte waren neutral gewählt, keine Aussage in seiner Mimik mit sich führend, welche Worte folgen mochten. „Ich bin mir im Moment noch nicht so recht im klaren, was ich mit ihr anstellen sollte.“ Er ließ die Worte einige Augenblicke wirken. Sie fanden Erwiderung, bevor er fortfahren konnte: „Erwürgen oder in Gold einrahmen und aufhängen?“ Welch interessanter Gedanke, man konnte Darna beinah schon als wahre Ideen-Quelle bezeichnen. „Zwei Möglichkeiten, die ich noch nicht in Betracht zog. Ich werde sie meinen Überlegungen hinzufügen“
„Was waren die bisherigen?“ Darna mochte ihn wohl forschend, abwartend mustern, bevor er fortfuhr. „Pranger-Strafe! Wenngleich sie einfordert, ich selber müsse die Kraft aufbringen, sie hineinzutragen. Oder aber die schwerste Strafe, die ich mir überlegen mag, wobei mir dann noch nicht bewusst ist, ob ich sie oder mich strafe.“ „Zum Pranger kann ich sie auch tragen, ich hab ihr vorhin schon angedroht, sie eigenhändig ins Bett zu verfrachten. Was ist die Höchststrafe?“ Ein altgewohntes spitzbübisches Schmunzeln schob sich auf seine Lippen, bevor er eben diese anführte: „Abwerbung, so du zustimmst.“ Ihr Blick war so eindeutig, wie ihre Antwort: „Vergiss es!“ Vermutlich gar ein Segen, wenngleich Savea eine gewiss geistig hochwertigere Bedienstete gewesen wäre, im Vergleich zu Serina.
„Ich nehme an, deine Ablehnung ist dein Bemühen, meine Nerven zu schonen?“ Ihr knappes Nicken gefolgt von einem frechen Grinsen nun, sprach Bände. „Das wäre ein nützlicher Nebeneffekt. Ich weiß nicht warum, aber ihre Art ist anstrengend und entspannend zugleich.“
„Gut dann überlasse ich dir, sie angemessen für ihre Frechheiten zu strafen. Ihre nicht wenig nerven-zerrende Art hat zumindest beigetragen, dass ich den Tag der Weihe überlebte. Wenngleich sie wohl eher der Meinung war, ich käme nicht einmal lebend bis zur Klosterpforte.“
„Wenn ich eines sicher sagen kann, dann dass man mich so leicht, nachdem man schon die Gelegenheit verpasste als ich mich aufgeben wollte, nun nicht mehr los wird. Ich plane ein Ende in Würde, wann auch immer das sein mag.“ Darnas Blick schien sich in diesem Moment in der Kerzenflamme festzufressen. „Wer plant das nicht?“ Ihre Stimme klang gedämpft. „Apropos Ende in Würde... Es fällt mir immer noch schwer, mich mit dem Gedanken wirklich anzufreunden, aber es muss sein. Plane dann bitte, wann und wie ich mich von den Truppen angemessen verabschieden kann.“ Sein erwiderter Blick war nachdenklich, nicht wirklich eine Lösung findend, für diese gerissene Lücke, die sich bald auftun würde. „Du weißt, wie sehr du auf dem Posten fehlen wirst. Ich muss sehen, ob und wie ich ihn möglicherweise neu fülle. Gäbe es einen Vorschlag deinerseits?“ Sie wusste keinen, doch der Anlass war passend und genehm ihm die Differenzen zwischen den Hauptmännern von Stolzenfels und Vadebor aufzuzeigen. Es erntete ein Stirnrunzeln. Hierüber würden später sehr eingehende Gespräche geführt werden müssen. Man konnte sich derlei Differenzen in der Truppenführung nicht leisten. Zu sehr würde damit vor allem Rahal in die Hände gespielt.
Jede Gelegenheit schon jetzt hierüber weiter nachzusinnen, wurde durch das Eintreten Rafaels unterbrochen. Dessen Gruß brach auf den Lippen ab beim Erblicken Darnas, schon schien er auf dem Rückzug. Es brauchte nicht vieler Gedanken zu erkennen, dass Rafael offenbar von Darnas Entscheidung wusste. Er kannte ihn zu gut. Sie alle hatten ihre Art mit Enttäuschungen und möglichem Verlust umzugehen, dies war mehr als eindeutig sein Versuch ihr aus dem Weg zu gehen. Kaum etwas das er zu dulden gedachte. Hierfür waren die drei sich schon zu lang und zu tief in Freundschaft verbunden. Entschlossen und hoffend er würde hierauf eingehen, vermochte er nicht mehr, diesem Sturkopf auch noch zu befehlen, erfolgte die Bitte des Verweilens, die Einladung zum Frühstück. Er verweilte zumindest, mochte er auch nach eigenem Bekunden keinen Hunger verspüren. Die deutlich gesuchte Entfernung zu Darna, sprach jedoch Bände. Er vergrößerte sie gar noch, auf ihre scherzhafte Bemerkung es könnte gar noch nicht genug Raum zwischen ihnen sein. „Sturkopf, du bist schlimmer als befürchtet, muss ich euch erst aneinanderketten?“ Aufseufzend blickte er zwischen den beiden Freunden hin und her. So ging es jedenfalls nicht weiter, eine Lösung musste gefunden werden.