Er hatte heute alles mit Fuessen getreten was ihm im Leben jemals wichtig war. Er hatte die Menschen verletzt die er liebte und wovon er glaubte das sie ihn ebenso liebten. Er hatte unweigerlich etwas verloren, weil er sich in dem Strudel der Wut, des Hasses und der Verzweiflung mitziehen ließ. „Ich hasse dich.“ Diese drei Worte hallten in seinem Kopf immer und immer wieder, als Antares jene gegen Rafael schleuderte. Der starre Ausdruck des Ritters, Unglaube und Fassungslosigkeit?! Und doch meinte er es ernst, mit diesen drei Worten hatte er all das gesagt was sich in seiner kleinen Kinderseele angestaut hatte.
Angelina war weg, Rafael hatte sich eine neue Frau geholt. Ab jenen Zeitpunkt ist im Leben des kleinen Grafen wohl alles schief gegangen was schief gehen konnte. Er hatte nie ein richtiges Zuhause wo er sich wohl und geborgen fuehlen konnte. Keinen Menschen der sich mit seiner Mutter gleichsetzen konnte, egal wie sehr er es auch versuchte. Antares von Falkenburg war nichts weiter als ein Spielball, den man einfach mal hin und her warf wenn man keine Lust hatte auf Ball spiele.
Was sollte jetzt aus ihm werden? Wie sollte er nun alleine klar kommen? Tari wusste es einfach nicht. Er sah einfach keinen Weg fuer sich. Noch konnte er das Erbe von Kelan nicht antreten dafuer war er zu klein, wer wuerde ein Kind schon ernst nehmen?! Wieder wuenschte sich der Junge dieses Erbe einfach weg zu stossen, darauf zu verzichten nur um wieder Kind zu sein und eine glueckliche Familie zu haben. Aber Rafael hatte recht es ging nicht. Man musste damit Leben in was man geboren war.
Er fuehlte sich hilflos und alleine in dem riesigen Haus. Es war so still und verlassen und doch war es sein Haus der Erinnerungen, an seine Mutter, an seine gluecklichen Kindertage. Antares kniete sich auf den Boden und faltete die kleinen Haende zusammen, langsam schlossen sich die Augen und er fing leise an zu Beten. „ Liebe Temora, ich bin es Tari. Ich weiss ich war nicht immer ganz brav, aber wenn du mich doch hoerst, dann sag doch bitte meiner Mama das ich sie lieb habe und das ich sie ganz dolle vermisse. Ich weiss nicht was ich jetzt machen soll, wohin ich gehen soll und wie ich mich verhalten soll. Jeder verlangt das ich mich endlich wie ein Graf benehmen soll, dass ist aber gar nicht so einfach weißt du. Ach und bitte liebe Temora pass auch gut auf Rai`a auf, dass ihr nie wieder jemand etwas boeses will.“ Lange verharrte er in seiner betenden Position.
Dann schlug er ploetzlich die Augen auf. Was hatte er nur getan? Rai`a! Mit einmal stand er wieder auf seinen Fuessen, eilte in den grossen Garten hinaus. Flink begannen die Kinderhaende einen bunten Strauß an Blumen zusammen zu pfluecken. Es war nur ein kleiner Trost. Aber es war ein Schritt nach vorne. Mit den Blumen in der Hand machte er sich auf zu Rai`as Bauernhof, jener lag noch in tiefen Schlaf vor ihm. Sollte er sie rufen? Nein! Tari legte lediglich den Strauß vor die kleine Gartentür der Bäuerin. Nachdenklich wiegte er den Kopf hin und her. Dann holte er sein geliebtes Amulett hervor und legte es zwischen den Blumen. „Wenn sie mich liebt und mir verzeiht wird sie es mir wieder geben.“ Murmelte er leise. „ Ich werde Graf sein, aber so wie ich es denke das es richtig ist.“ Darauf hin verschwand der kleine Graf in die morgen Daemmerung.
Ein kleiner Graf zu sein ist schwer, ein grosser umso mehr.
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Rafael de Arganta
Antares... Antares, was machst du nur.
Er kam nicht mehr an den Jungen heran. Egal wie er es versuchte.
Mit bitten, betteln, schreien und harten Worten nicht. Ebenso wenig mit Liebe.
ICH HASSE DICH
Diese Drei Worte doch schmerzhafter noch als jeglicher Dolchstoß.
Er konnte Antares verstehen.
Nein er war nicht sein wirklicher Vater, und doch war ihr Verhältnis einst so, wie eines Vaters mit seinem Sohne.
Doch seid Angelina fort war, fand er keinen Zugang zu ihm mehr.
Das heisst... doch.
Einmal für einige kurzen Tage schien es so.
Doch dann war er ausgerissen, weil er einfach gefordert hatte er möge sich vernünftig verabschieden, und auf seine Bitten hin und das von Falk seinem Patenonkel hatte er ihn bei diesem gelassen.
Ob das ein Fehler gewesen war?
Er hatte ihn doch so oft es ging besucht.
Er war am Ende seines Wissens.
Nicht mal Rai’a kam mehr zu ihm durch.
Stur, verschlossen und gefangen in seinem selbstmitleid, vermochte im Moment wohl keiner mehr ihn zu erreichen.
Er Würde Selissa bitten ihm zur Seite zu stehen und einen Gardisten der stets unauffällig in seiner Nähe weilte.
Mehr... konnte er im Moment nicht mehr tun.
Er hatte ihn wohl endgültig verloren.
Er kam nicht mehr an den Jungen heran. Egal wie er es versuchte.
Mit bitten, betteln, schreien und harten Worten nicht. Ebenso wenig mit Liebe.
ICH HASSE DICH
Diese Drei Worte doch schmerzhafter noch als jeglicher Dolchstoß.
Er konnte Antares verstehen.
Nein er war nicht sein wirklicher Vater, und doch war ihr Verhältnis einst so, wie eines Vaters mit seinem Sohne.
Doch seid Angelina fort war, fand er keinen Zugang zu ihm mehr.
Das heisst... doch.
Einmal für einige kurzen Tage schien es so.
Doch dann war er ausgerissen, weil er einfach gefordert hatte er möge sich vernünftig verabschieden, und auf seine Bitten hin und das von Falk seinem Patenonkel hatte er ihn bei diesem gelassen.
Ob das ein Fehler gewesen war?
Er hatte ihn doch so oft es ging besucht.
Er war am Ende seines Wissens.
Nicht mal Rai’a kam mehr zu ihm durch.
Stur, verschlossen und gefangen in seinem selbstmitleid, vermochte im Moment wohl keiner mehr ihn zu erreichen.
Er Würde Selissa bitten ihm zur Seite zu stehen und einen Gardisten der stets unauffällig in seiner Nähe weilte.
Mehr... konnte er im Moment nicht mehr tun.
Er hatte ihn wohl endgültig verloren.
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Rai´a Lalaith
Lange stand sie da, die Blumen und das Amulett in ihren Händen haltend.
Oh mein kleiner Tari, ich verstehe Dich doch so gut.
Du wirst wissen, dass Du immer wieder zu mir kommen kannst.
Fest drückte sie die beiden Habseligkeiten an ihre Brust.
Komm nur her, wenn es Dich danach sehnt!
Hier wirst Du auf ewig zu Hause sein, gleich Deiner Herkunft und Deines Standes!
Sehnsüchtig blickte sie in den Nebelwald, als hoffe sie, dass der mystische Ort ihre Worte an den kleinen Grafen tragen konnte.
Oh mein kleiner Tari, ich verstehe Dich doch so gut.
Du wirst wissen, dass Du immer wieder zu mir kommen kannst.
Fest drückte sie die beiden Habseligkeiten an ihre Brust.
Komm nur her, wenn es Dich danach sehnt!
Hier wirst Du auf ewig zu Hause sein, gleich Deiner Herkunft und Deines Standes!
Sehnsüchtig blickte sie in den Nebelwald, als hoffe sie, dass der mystische Ort ihre Worte an den kleinen Grafen tragen konnte.
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Antares von Falkenburg
Da lag er nun, in einen riesen grossen Bett und eingekuschelt in vielen vielen Decken. Das einzige was man von dem kleinen Grafen erkennen konnte waren seine wundersamen Augen und die Haare, welche frech unter dem Blau der Decke hervor schauten. Das Feuer im Kamin, welches stets von den Bediensteten des Schloss in Brand gehalten wurde, verbreitete seinen warmen und sanften Schein im Zimmer. Adrian hatte ihn das schoenste Zimmer zu kommen lassen und irgendwie war Antares stolz darauf. Stolz darauf an Adrians Seite zu sein. Auch heute wieder dankte er Temora das Adrian da war, als er Dinge hoerte die er wohl besser nie gehoert haette.
Rafael war also Verheiratet und hatte sogar ein Kind das am heutigen Tage das Licht der Welt erblickte. Es war ein schock, die Traenen schossen Antares in die Augen und waere Darna nicht neben hin gewesen und haette ihre Hand auf die seine platziert, so haette er sicherlich angefangen zu weinen. Warum wurde ihm nichts erzaehlt? Durfte er den so was nicht wissen? Rafael war vorher schon nicht sein leiblicher Vater gewesen und nun da er endlich ein eigenes Kind hatte, war er gar nicht mehr Antares sein Papa.
Papa ist Tod! Kelan ist Tod. Sein leiblicher Vater, den er hatte nie kennen lernen duerfen ist Tod. Aufeinmal wurde ihm dies mit aller macht klar und die Traenen liefen ihm die Wangen hinunter. Nie wuerde er einen Vater haben der stolz auf ihm ist wenn er Ritter werden wuerde, nie wuerde er einen Vater haben mit dem er all die Dinge teilen konnte die er noch vor sich hatte. Nur Adrian war ihm geblieben und die Liebe und Naehe welche er dem Jungen gab, flickten die zerbrochene Seele.
Rafael jedoch wollte der kleine Graf jedoch nicht sehen, es tat ihm nur weh an jenen Mann zu denken den er einst „Papa“ nannte, doch diese zeit war vorbei. Nun gab es jemand anderen der zu ihm „Papa“ sagen wuerde und dies war mit Sicherheit nicht mehr Antares. Es gab keinen Platz mehr im Leben von Rafael de Arganta fuer den Sohn von Angelina und Kelan. Auch wenn jeder ihm etwas anderes sagen wuerde, so stand er fest zu dem was er selbst ueber die Sache dachte. Rafael hatte sie eine eigene Familie geschaffen, eine wirklich richtige Familie die er mit Lina nicht hatte. Leise seufzte er auf, als Tari an die vielen schoenen Momente im Hause de Arganta dachte. Als er daran dachte wie sehr sich seine „Eltern“ geliebt hatten. Liebe, sie war doch wirklich etwas boeses. Bisher hatte er nur gesehen wie weh Liebe eigentlich tat. Doch sein kindlicher Verstand konnten jene Worte, in dem Ausmaß, nicht wirklich deuten. Fuer ihn stand nur fest Liebe war nicht gut.
Rafael war also Verheiratet und hatte sogar ein Kind das am heutigen Tage das Licht der Welt erblickte. Es war ein schock, die Traenen schossen Antares in die Augen und waere Darna nicht neben hin gewesen und haette ihre Hand auf die seine platziert, so haette er sicherlich angefangen zu weinen. Warum wurde ihm nichts erzaehlt? Durfte er den so was nicht wissen? Rafael war vorher schon nicht sein leiblicher Vater gewesen und nun da er endlich ein eigenes Kind hatte, war er gar nicht mehr Antares sein Papa.
Papa ist Tod! Kelan ist Tod. Sein leiblicher Vater, den er hatte nie kennen lernen duerfen ist Tod. Aufeinmal wurde ihm dies mit aller macht klar und die Traenen liefen ihm die Wangen hinunter. Nie wuerde er einen Vater haben der stolz auf ihm ist wenn er Ritter werden wuerde, nie wuerde er einen Vater haben mit dem er all die Dinge teilen konnte die er noch vor sich hatte. Nur Adrian war ihm geblieben und die Liebe und Naehe welche er dem Jungen gab, flickten die zerbrochene Seele.
Rafael jedoch wollte der kleine Graf jedoch nicht sehen, es tat ihm nur weh an jenen Mann zu denken den er einst „Papa“ nannte, doch diese zeit war vorbei. Nun gab es jemand anderen der zu ihm „Papa“ sagen wuerde und dies war mit Sicherheit nicht mehr Antares. Es gab keinen Platz mehr im Leben von Rafael de Arganta fuer den Sohn von Angelina und Kelan. Auch wenn jeder ihm etwas anderes sagen wuerde, so stand er fest zu dem was er selbst ueber die Sache dachte. Rafael hatte sie eine eigene Familie geschaffen, eine wirklich richtige Familie die er mit Lina nicht hatte. Leise seufzte er auf, als Tari an die vielen schoenen Momente im Hause de Arganta dachte. Als er daran dachte wie sehr sich seine „Eltern“ geliebt hatten. Liebe, sie war doch wirklich etwas boeses. Bisher hatte er nur gesehen wie weh Liebe eigentlich tat. Doch sein kindlicher Verstand konnten jene Worte, in dem Ausmaß, nicht wirklich deuten. Fuer ihn stand nur fest Liebe war nicht gut.