[SQ] "Um einen Drachen zu wecken, nehme..."

Fuad Ifrey

Beitrag von Fuad Ifrey »

sry Falscher Char ->Serendo Radil <-


Man man sah ihn in den letzten Wochen wohl nur noch wenig. Und noch weniger hörte man von ihm.
Serendo zog sich oft zurük. Er suchte die Einsammkeit.
Alles hat stets seine Zeit. So gab es die Zeit des Erwachens, die Zeit des Lauschen, die Zeit des Beobachtens, oder auch die Zeit des Studiums.
Für den Druiden war in den letzten Wochen die Zeit des Studiums angebrochen.
Er wittmete sich viel und ausgiebig dem Lied. Eine Gabe zu haben, hieß nicht sie einfach nur hinzunehmen. Nein auch zu verstehen.
Mehr und mehr versank er. Mehr und mehr verstand er.

Bis zu jenem Zeitpunkt.
Der Abend wart schon angebrochen. Allein saß er in dem in sich geschlossen Kreis aus Salz. Kein Fremdeinfluss, getragen von dem Lied Mutters gar der Sprache Alatars, sollte jene schützende Barriere durchbrechen und sich im innern des Kreises ausbreiten können.
Tief war der Druide in seiner Meditation. Fern ab von seiner Umwelt.
Treiben lies er sich wohl vom Liede Eluives.
Doch Stunden des Versinkens, des Lauschens und des Studieren, geschützt duch einen Salzkreis, konnten nicht verhindern, dass auch jener Erzdruide, an jenem Abend, in sich zusammen sackte.
Eine hand glitt zu seiner Schläfe. Die andere sich abstützend auf den Boden.
Kein Gefühl der Harmonie, verspürte er. Keine Ausgeglichenheit in ihm.
Übernammt wurde der Druide, von einer vielzahl an Gefühlen.
Das Lied, welchem er lauschte, einem Augenblick schien es für ihn, als würde Mutter selbst, eben jenen selben Schmerz entfinden. So zerrüttet erklung es in jenem Augenblick.

Als er sich, seine Gedanken, wieder fassen konnte, blickte er um sich. Der Salzkreis ... unberührt erschien er.

Einige wenige Worte über die Geschehen und die Sorgen einiger vernahm Serendo.
"War es falsch so lange die Augen zu verschließen?"

Die Zeit des Studiums und Lauschens sollte in jenem Monent Enden. Die Zeit der Taten würde nun auch für ihn und seine Brüder anbrechen.

Wege müssen nun gegangen werden. Und Wissen gesammelt.

...
Zuletzt geändert von Fuad Ifrey am Freitag 4. Mai 2007, 19:35, insgesamt 1-mal geändert.
Syrellia

Beitrag von Syrellia »

Als die ersten Sonnenstrahlen des Morgens die Häuser Rahals trafen, schreckte die Ahad auf. Finde mich wecke mich.... meine Schuppen in Euren Händen donnerte es ihr durch den Kopf. Eingeschlafen war sie über der Schuppe welche der Allmächtige der Templerin zu wies. Am Abend zuvor machte sie sich selbst daran die Schuppe mitsamt dem Kästchen zu studieren, ihre Gedanken schwelgten zu den geschehen Ereignissen. Langsam ergab alles seinen Sinn, die Zeichen auf den Schuppen, die beigefügten Inschriften, die Karte und die Worte von diesem unwürdigen Silberhand. Es passte alles zusammen, die Lücken wichen dem Wissen. Die Vermutungen den Hinweisen.

Bald, sehr bald würden sie soweit sein.
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Syrr'ael
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Beitrag von Syrr'ael »

Fuachtero.
Ein Wort, ein Name, eine Aufgabe.
Fokusieren, dass war jetzt wichtig. Zu viel hatte sich innerhalb der letzten Tage erreignet, zu viel war geschehen, und den letzten Tag hatte der Lethyr im Schutz des Unterschlupfs verbracht, dessen von Lavaseen gespendete Wärme ihn wohlig einhüllte, um die Geschehnisse Revue passieren zu lassen.

Die Schlacht auf Lameriast, das Hochgefühl des Triumphes, die Gefangennahme des Usurpators, das unbeschreibliche Gefühl als die Macht des Alkas für einen kurzen Augenblick auf ihn überfloss und sein ganzes Sein von der Kraft des Vaters erfüllt war, das Gefühl als würde sein Innerstes voller Schmerz, voller Ekstase brennen....
...und doch hatte er fast vergessen was sich zu früheren Stunden in einem geheimen Keller Rahals abgespielt hatte.

Nein, nicht vergessen, dieses Erlebnis konnte man gewiss nicht vergessen, es war viel mehr...er hatte es verdrängt, es beseite geschoben um sich erst später damit zu beschäftigen, denn die Verantwortung, die er sich zum Teil unbewusst, teils aus reinem Kalkül, aufgewälzt hatte, wog schwer auf den Schultern des jungen Lethyren.

Die vier Schuppen, endlich waren sie zusammengesetzt, endlich hatte sich das Bild der Karte vollends offenbart, mit infernalischer Präzision einen Ort definiert an dem sich...was eigentlich finden würde? Der Leib des Gefallenen, konnte angenommen werden, ein weiterer Hinweis oder ein Artefakt? Eher unwahrscheinlich.

Wieder was es Gier gewesen - die Gier dem Vater zu dienen und die Gier nach Macht; es in einer Perfektion zu tun, die nur schwer zu erreichen wäre - die Syrr'ael dazu bewogen hatte den Bund zu gefährden, der sich zusammengefunden hatte um den Roten zu wecken. Die Delegation der Arkorither hatte sie verlassen, nachdem der Lethar das Recht, dass der Alka ihm gewährt hatte, gültig machte um mit den versammelten Schuppen einen Augenblick lang allein sein zu können.
Warum eigentlich?
Er hätte warten können, einen günstigeren Augenblick als jenen gleich zu Beginn nutzen, aber das Funkeln der Schuppe und dieses innere Gefühl, als strebe ein Teil seiner Seele die Schuppe zu berühren, ihre Macht aufzusaugen, sie zu gebrauchen, war einfach zu stark gewesen.
Und dann, als die dritte Schuppe den beiden anderen hinzugefügt wurde, das Gefühl als würden seine Hände im nächsten Augenblick zu Asche verbrennen, gefolgt von einem unsichtbaren Schlag...so musste es sich anfühlen, wenn etwas versuchte einem die Seele aus dem Körper zu reißen und die nächsten Minuten verbrachte der Lethar keuchend am Boden, versuchend Körper wie Geist zusammenzuhalten.

Es war besser einer der Anderen würde die nächste - die letzte - Schuppe hinzufügen um die Vier zu vereinen, und....
...als die Fingerspitzen langsam, zärtlich - fast liebevoll! -, über die vierte Schuppe strichen...nein, sie mussten vereint werden, er musste es selbst tun! Dieses Funkeln, das unausgesprochene Versprechen...

Fast wurde es zu einem Desaster.

Die Ahad war dagegen alle Schuppen zusammenzufügen, zuerst sollten die anderen Artefakte gefunden werden; alle sollten sie sich erst in Besitz der Diener des Einen befinden, ehe es gewagt wurde. Eine leise Stimme in Syrr'aels Kopf stimmte ihr zu, hieß ihm kein Risiko einzugehen, aber...
Es musste gewagt werden! Was, wenn man einen Vorteil an die Ketzer aufgab, wenn man das Risiko die Schuppen zusammenzufügen nicht eingehen würde, was wenn das wunderbare Funkeln verlischen würde?!

Endlich willigte die Ahad ein - ja, gutes Mädchen, tu deine Pflicht für den Vater bis zum letzten Atemzug! - und endlich konnte, durfte, er alle Schuppen vereinen.

Diesmal kein Schmerz, kein Gefühl als würde alles in Flammen aufgehen - vielleicht lag es auch an dieser einen Schuppe, deren wunderbare Kälte ihn einzuhüllen schien - und schließlich war sie eingefügt, waren sie alle Vier vereint.
Und wieder - oder doch zuerst? Was waren Raum und Zeit nur für flexible Dinge, wenn man sie in der Erinnerung rückblickend betrachtete - dieses Gefühl der Macht, die sich explosionsartig in dem dunklen Keller ausbreitete.
Die Kerzen, die ihr spärliches Licht spendeten, wurden wie von einem Flügelschlag ausgelöscht und alles wurde in ein rotes, verlockendes Leuchten getaucht, dessen Ursprung die vier Schuppen waren.

Und dann
er, Kryndlagor, nur sein geisterhafter Schemen - und doch schon voller Macht, oder zumindest dem latenten Gefühl davon.

"Norrar An'ruhn Krynd Shyrkro-dracûl farach'tar"

Wispernd, erfüllt von Ehrfurcht und Faszination, drangen die Worte - der Name - über die nachtblauen Lippen des Letharen.
Warum?
Er konnte es nicht sagen, es war mehr eine instinktive Reaktion als eine tatsächliche rationale Handlung, vielleicht war es wieder die Gier die ihn trieb, vielleicht auch etwas vollkommen anderes. Die Wirkung war dennoch beeindruckend.

Unsichtbare Klauen schlugen nach dem Leib des Letharen, begierig ihn ob dieser Impertinenz, dieser Frechheit, zu zerfetzen und er konnte es direkt fühlen, wie etwas versuchte ihn zu verletzen - aber vergebens.

Heiser, kraftlos, stieß der Lethar einige Worte aus - "Er...erkenne die Diener deines Herren!", während gleichsam Syrellia eisern die Hand auf seine Schulter legte. Dann, noch einmal, die Worte verzweifelt wiederholt und endlich ließ die Kreatur ab, ließ den feurigen Blick über die Narren schweifen, die es gewagt hatten sie zu rufen.


"WO SIND MEIN HERZ, MEIN BLUT, MEIN KRISTALL?!"

Die Stimme war ein Donnern, nein, ein Gewitter, der Hass darin berrauschend.
"Sie sollen Dein sein, wenn die Zeit reif ist!", entgegnete der Lethar matt, sinnlos versuchend seiner Stimme einen kraftvollen Klang zu geben.

"EILT EUCH, DENN EURE ZEIT IST BALD....UM."

Schweißperlen funkelten auf der Stirn des Letharen, als die Kreatur ein letztes Mal seinen hasserfüllten Blick aussandte, um dann so schnell zu verschwinden wie sie erschienen war.

Die Schlinge drohenden Versagens legte sich unsichtbar um Syrr'aels Hals und so war er mehr als nur froh, dass die Ahad die Sache in die Hand nahm. Die vier Bilder auf den Schuppen mochten klar sein, dennoch würde es keine leichte Aufgabe werden, die Artefakte zu finden, vom bergen ganz zu schweigen.
"Laraanji, wendet euch nach Menek'ur und enthüllt dort das Rätsel", drang klar und befehlsgewohnt Syrellias Stimme an die Templerin. "Syrr'ael, das Hügelgrab, Fuachtero und Nilzidan werden...".
"Ich kenne einige Personen auf Fuachtero, die mir möglicherweise noch einen Gefallen schulden, Erhabene."
"Gut, dann kümmere dich um Fuachtero".

'Kümmere dich um Fuachtero', es war ein Befehl, klang aber auch unterschwellig nach Ultimatum und er durfte, sollte, würde nicht versagen.

Fuachtero also.

Vielleicht würden sich seine Kontakte dort wirklich, endlich, als nützlich erweisen.

Also einen Boten suchen, der für Gold dafür bereit war den Weg auf sich zu nehmen, zu den Mac'Agrona...
Zuletzt geändert von Syrr'ael am Mittwoch 9. Mai 2007, 00:28, insgesamt 1-mal geändert.
Der Erzähler

Beitrag von Der Erzähler »

Vom Verderben in den Tod ins Leben um zu verderben...

Dafür also die große Karte auf den vier Schuppen. Ein Schlüssel zu weiteren Lösungen, Erkenntnissen - nun schien die Fläche der vier Schuppen glatt, keine verlockend rötlich glühenden Linien mehr, denn sie hatten für einen Schwur von Gry'laox erhalten, was den Schatz darstellte:
Eine Ritualanleitung, um Kryndlagor neu zu beleben.

"Um zu erwecken den Grimmen Draken, deszen Nam Dir wohlbekannt seyn musz, muszen dreie sein zugegen: eyn Kundtiger des Todes und der Auferstehung, eyn Kundtiger von der roten Lohe des Haszes, was erfüllt fürtrefflich eyn Lethar oder eyn Priester des Alatar und eyn Kundtiger der Zauberey von den Andern Weldten, wie sie wird gelehrt bei den Kriegsmagiern. So dero Todtenpriester, Hassprediger und Zauberer mehre denn nur einer zugegen sind, so wird das grosze Ritual wohl besser noch gelingen. Auch ist's dienlich, wenn reichlich Volk als lebendig' Bannkreis den Zauber schirmet.

Wer den Ritus führet, musz sehen, dasz alles rechtens präparieret ist. So musz er haben:

- der Schuppen des Grimmen Draken viere
- des Grimmen Draken Herz
- des Grimmen Draken Seel
- des Grimmen Draken Lebenssaft

So er nit hat der Schuppen viere, kann's nicht getan werden. Doch getan werden musz es, denn zuschanden wern musz das Reich der Lügnerin und ihrer Schergen. So er nit hat des Draken Herz oder Seel oder Saft, so wirdt der zauber ein schwerer, doch kann er mit rechtem Glauben wohl gelingen - wenns drei oder zwei nit sind, eyns jedoch musz er haben, das fordert der Zauber wohl.

Zudem noch musz man haben für den Zauber:

- ein Ort, wo eine grimme Schlacht getobt. Je haszerfüllter sich die Feinde schlugen, desto gefälliger ists dem Draken

- ein Stund, wo keyne Sonn am Himmel steht und auch das Silberlicht des Monds nicht scheint und kein Stern funkelt. Zur hohen Mitternacht ist's recht getan, denn dann schlägt an der neue Tag, und mit ihm kommt der Drak! Wenns noch ein feurig Wetter in den Himmeln hat, dann freuts den Drak, dann kimmt er schneller.

- der Knochen eines Draken viele, so viele als ein Drak haben tut. Hat man keines Draken Knochen, so mags auch rotes Geknöchel der Höllischen tun.

- reichlich Räucherwerk auf Kohle von verbrannten Klosterbäumen, darauf dann Schwefelstaub und Vulkangeasch', mit glosenden Brocken vom feurigen Pyrian wie mit Drakenaugen geziert.

- ein paar Soldaten des temorischen Reiches in einem Käfig zur Hand zu haben kann nit schaden.

- achten musz man, dasz keyner am Platze etwas am Leibe trüget, was von Drakenhaut und dem Schuppenkleid der Echsischen gemacht ist, denn wenn's der Drak sieht, zürnet er ohn jedes Maß!

- als Ankleid soll der Meister, der den Ritus führet, ein rotes Robengewand und nichts darunter und keine Schuhe tragen, damit fest mit dem Erdreich er sich verbindet und sicheren Halt in dieser Welt hat, wenn er in der andren nach dem Grimmen Draken rufet. Er soll auch einen roten, weiten Mantel tragen, damit er Drakenschwingen hat, wenn er die Arm' ausbreitet. Gleiches solln tragen die beiden, die dem Meister helfen. All anderen von geistlicher und magischer Krafft solln ohne Schuh und eyner feurig-gelben Robe dastehen, aber keyn Mantel. Der Rest, besonders aber das schirmend Volk des Kreises, muss schwere Stiefel tragen und schwarze Roben.

Wenn all das beisammen und wohl beachtet ist, kann das grosze Werk getan werden.


Bevor man initiiert den Drakenruf reinigt man sich mit klarem Wasser und trocknet den gewaschenen Leib mit weißen Tüchern, die man danach fortwerfen tut.

Der Meister tritt inmitten des erwählten Platzes, die andren warten abseits.
Er kniet nieder und küsset den Erdboden, der alsbald den Tritt des Draken verspüren mag.
Dann erhebet er sich und rufet seine beiden Helfer herbei.
Sie stellen sich ins Triangulum und dann, auf des Meisters Geheisz, ohrfeiget ein jeder jeden.
Dasz zur Besinnung, dasz sie eing roszes Werk tun und doch nur Menschen sind, die darum Demut vor den wahren und groszen Mächten der Magie haben müszen.
Man kann auch eyn geeignet Opfer bringen, dem ein Peitsch gegeben wird, und eynen Schlag soll es versetzen jedem der drei in den roten Roben. Danach geht die Peitsch reihum in den Händen der Roten und sie schlagen das Opfer toth.

Wenn alles bereitet ist, treten die Träger gelber Roben herbei.
Sie bringen alles, was zum Ritual gebraucht wird.
Aus den Drakenknochen leget man ein Drakenbild.
Mit den Räucherschalen macht man darum einen Kreis.
Dann musz das Feuer in den Schalen entzundet wern.

Die Roten singen nun den Lobeshymnus auf die Allgewalt des rechtmäßigen Weltbeherrschers, wie er niedergelegt ist im Klosterceremonial aus den Tagen Seiner Heiligkeit Gabriel.

Dann nimmt man die vier Schuppen und legt sie an Kopf und Schwanz, an rechte und linke Schwinge des Knochendraken. Bei jeder Schupp preist man die Kraft des Draken und beschwört die heiligen Taten, die er vollbringen wird, wenn er erst wiedergekehrt. Dasz tut man laut wie brüllend Zorn oder leis wie schleichend Hasz, aber wichtig ists, man tut's.

Dann legt man nieder was man hat: die Seel dort nieder, wo der Schädel ist. Das Herz, wo der Leib des Drachen ist. Das Blut gieszt man über die Knochen. Derweil man das tut beginnen die gelben zauberer am Rande aus dem Kreis des Volkes einen echten Bannkreis zu schmieden, indem sie Runen in den Boden graben und zauberisches Werk tun.

Wenn alles am Platz ist, treten die drei Rothen an ihren rechten Platz: an des Draken Schädel.

Jetzt kommt die Stund des Invocatus. Auf muß er stoszen die Pforten zu den andren Welten bis der Ort der Schlacht schon fast ein Ort der andren Welt ist. Dann muß der Priester den Segen des Panthers rufen, damit er dem Invocatus gibt mehr Macht, dasz er erreicht fernste Welten jenseits des Abgrunds. Dann treten Magus und Priester zum Totenbeschwörer hin und legen ihm ihre Hände auf die Brust und blicken niederwärts. Der Totenbeschwörer tritt nun mit Geist und Seele in den Tunnel, den der Magus geschaffen und der Priester gesegnet hat. Dort ruft er laut nach der Art seines knöchernen Kultes nach dem Draken, ruft ihn dreie Mal. Beim dritten Male sprecht er, und so tun auch die beiden anderen Rothen, des Draken wahren und einzigen Nam.

Sogleich tritt alles zurück vom Kreise. Nach dem Hymnus von Valathur preist die Gemeinschaft die Macht des Panthers und des Seelenfressers, die beide freigeben den Draken von der Zeiten schmiedeisern Ketten.

Wenn alles recht beachtet ist, macht sich der Drak nun auf den Weg von der schwarzen Welt in die des Zirkels.
Wenn er aber kommt, musz kniefällig werden alles Volk und auch die Rothen beugen ihr Haupt vor dem Drak, denn er ist heilig dem, der wahrhaft der Weltenfürst ist. Mag nun seyn dasz der Drak den einen oder mehre freszet zum eignen Pläsier, denn er ist hungrig nach den Jahren der Verbannung - so dasz man das Gefräsz ihm nit verwehren kann. Selig, wen er fräszet. Selig, wem er abbeiszt vom Corpus. Die Grefreszenen und Gebeiszten sollen preisen Alatar mit lauter Stimme. Wenn man Sorge tragen will, dasz vom Ritualcollegium keiner wird gefreszet oder gebeiszt, dann muß man dem Draken rechte Opfer bringen. Ritter und Streiter freszt er gern, denn Ritter sind ihm ein Graus - wer ein kluger Ritualist ist, hält darum ein paar Reichssoldaten in einem Käfig bereit. Es macht gar nichts, wenn sie von langer Folter ausgezehrt sind und schwelend' Wunden ham von Glühzange und Dornenpeitsch. Der Drak delektieret sich am Leid, sie sind ihm wie Salz in der Suppen.
Wenn der Drak nun gekimmt ist, offenbaret sich seyne Macht.

Der Verfasser dieses Ritualiums garantieret, dasz es wirkt und den Draken herbeibringt, auch wenn er es nicht und nie selbst getan, denn ihm hat stehts gefehlt ein Geschupp des Draken. So kann er nicht schreiben, was geschieht und geschehn muß, wenn der Draken erst zugegen - aber darum muszen die Roten sorgen, dasz sie kundig sind und auf die Wort' des Magus lauschen, der sich wohl auskennet mit allerlei Gerufenem und auch des Priesters, der sich wohl auskennet mit den Wesen in der Dienerschaft des Panthers, und auch des Totenbeschwörers, der sich wohl auskennet mit Wesen, die die große Schwelle übertraten.

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(OOC: Liebe Spieler, wir wollten Euch nicht alles 1:1 vorkauen - die rituellen Formeln, die bisweilen erwähnt werden, stehen vom RP her in jeder gut sortierten Beschwörungsbibliothek oder ähnlichen Büchergruften, ihr dürft / sollt den genauen Wortlaut gern improvisieren.)

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"...ein Stund, wo keyne Sonn am Himmel steht und auch das Silberlicht des Monds nicht scheint und kein Stern funkelt..."
Man mochte sich nun über das recht schlechte Wetter der letzten Tage freuen, das immer mal wieder Gewitter versprechen konnte. Doch Neumond...
das wäre morgen, Donnerstag! Freitag als Toleranz noch möglich!
Würden diese Zeitpunkte verpasst, müsste mindestens einen Mond gewartet werden - einen Mond, in dem die verdammten Diener Temoras auf Sicherheit das Schwert finden würden. Einzig, daß nichts geschah, deutete bislang auf fehlenden Erfolg hin.

Die Zeit nun plötzlich als Richtschwert über ihren Köpfen, im wahrsten Sinne des Wortes. War das zu schaffen?
Sal´vaen Lyratar

Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert...

Beitrag von Sal´vaen Lyratar »

Dieser Drache ist mir schon jetzt sympathisch. Alles was ich bis jetzt mit ihm vorhatte hat einwandfrei funktioniert. Dass unser Volk die Schuppe, die uns dann zum Kristall führen sollte, als erste untersucht haben war ein Vorteil. Anscheinend hat kein anderer dieser Schuppe so viel Aufmerksamkeit geschenkt. Ihr Fehler. Ich nahm mir vor alles abzuklappern was mit Eis zu tun hatte. Syr'rael übernahm Fuachtero, ein sehr großes Gebiet, aber er hat da anscheinend seine Verbindungen. Ich nahm mir die vereisten Höhlen Lameriasts vor. Die Erkundungstour machte sich bezahlt. Es gelang mir etwas zu entdecken. Etwas wichtiges. Eine Vertiefung im Boden das wie ein Puzzelteil aussah. Sahen die zusammengesetzten Schuppen nicht auch so aus? Ich beschloss es zu wagen und tätigte Aushänge um in die Eishöhlen vorzudringen.

Mit nur mäßigem Erfolg. Es waren gerade zwei Templerinnen, ein Ritter und der Templer der unseren anwesend. Aber immerhin war es genug um vorwärts zu kommen. Der Ritter übernahm die Führung zu den Höhlen, die eine Templerin dann hindurch. Der Weg war ein wenig mühsam aber am Ende standen wir doch vor unserem Ziel: Dem Drachen. Ich dachte wir müssten ihn töten also befahl ich den Angriff. Der Ritter führte das natürlich sofort aus. Einfältiges Werkzeug. Der Drache zahlte es ihm Heim indem er ihn niederschlug. Doch den Rest griff er nicht an. Also hielten wir ein. Leider machten wir dann einen Fehler. Wir händigten ihm die Truhe aus und was tat er? Er verschluckte sie und schrie nach einem Slain. Narr. Als ob er sich einer so geballten Macht an Abgesanten des Herren entgegenstellen könnte. Er war dumm genug es zu versuchen und ging daran zugrunde. Ich muss sagen ich musste schmunzeln als ich zusah wie die eine Templerin voller Hingabe und Eifer ihre Klinge in den Drachen rammte um die Truhe wieder aus seinen Eingeweiden zu schälen. Das einzige was mir danach ein wenig Sorgen machte war dass sie die Schuppen nicht hergeben wollte. Eigentlich stand sie als Opfer nun fest auf meinem Plan. Aber sie besann sich doch als sie die Vertiefung sah und steckte die Schuppen hinein. Sie passten und das Podest tauchte sich in gleißend rotes Licht.

Als wir wieder sehen konnten waren wir in einer Höhle voll mit Golems aus Kristall und anderem, eher frostigem Getier. Sie stellten kein großes Problem dar. Überall in der Höhle waren Steintafeln verteilt die mich, in meinem Übermut, nicht sonderlich interessierten. Ich hatte den eingefrohrenen Frostriesen entdeckt und war mir nun sicher: Das war einer der abgebildeten Wächter auf der Schuppe. Wir würden hier den Kristall finden. Aber wo? Die einzige Gelegenheit war eine kleine Felsformation am Ende der Höhle. Nach dem vergeblichen Versuch hinaufzuklettern entschied ich mich dann doch für die Treppe. Es wurde zur Spitze hin immer kälter und kälter, sehr schmerzhaft für jemanden der es nicht gewohnt war. Aber es wurde noch schlimmer. Als ich den Kristall ergriff fror ich ein. Komplett. Wie eine Eisstatue. Verdammt. Ich hätte die Hinweise auf den Steintafeln doch lesen sollen. Gut dass der Herr mir die Templerin zur Seite stellte die mir die Schuppe in die Hand drückte und mich so wieder auftaute. Dann konnte ich endlich den Kristall an mich nehmen. Was für ein Gefühl! Diese Macht machte mich innerlich stark. So gestärkt war es auch kein Problem dem nun erwachten Frostriesen gegenüber zu treten der uns den Weg versprerrte. Gut dass er sich als freundlich herausstellte, er wäre nur ein weiteres Opfer auf unserem Weg zum Erfolg gewesen. Aber er schenkte uns sogar Geleit zum Ausgang. Dort übergab ich die Schuppe und den Kristall an die eine Templerin mit zwei Bedingungen.

Genug abgeschweift. Zurück zu dem gelungenen Plan. Wir gaben die Schuppen anfangs in die Hände der Arkorither und ihrer Schergen um sie Untersuchungen durchführen zu lassen. Ich geleitete die Templerinnen in die eisigen Höhlen, führte sie zu des Rätsels Lösung und übergab ihnen dies Materialien wieder unter den Bedingungen meinen Namen an den richtigen Stellen fallen zu lassen und eine angemessene Rolle beim Ritual zu erhalten. Wir haben die Drecksarbeit an den richtigen Stellen auf die Menschen abgeschoben und trotzdem halte ich nun die Schriftrolle mit der Ritualanleitung in meiner Hand und soll es als leitender Zauberer durchführen. Minimaler Aufwand, maximales Ergebnis. Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert...
Rayrrak Rasakar

Beitrag von Rayrrak Rasakar »

Das Gelb der Roben, die Laraanji, Syrellia und Rayrrak sich überstreifen mussten,
stach vermutlich in den Augen aller Beteiligten. Sie waren jedoch nötig,
um die drei als Vorbereiter des Rituals, kurz die Gelben, zu kennzeichnen.
Ihrer Aufgabe gerecht werdend, hatten Laraanji und Rayrrak bereits am frühen Nachmittag
damit begonnen, erste Entwürfe des Drachenskeletts zu legen,
welches sie nun, am Abend, präsentierten. Auch hatten sie jeden mit entsprechenden Roben ausgestattet:
die Ritualisten trugen rote, die Vorbereiter gelbe, das schirmende Volk schwarze.
Viele waren nebst der drei Roten, bestehend aus seiner Heiligkeit,
einem der Auswählten sowie einer Totenbeschwörerin, erschienen, um dem Ritual beizuwohnen,
so sollten sie auch nicht lange auf den Beginn des Schauspiels warten.
Nachdem die drei Roten von ihrer Leibesreinigung, zu der sie sich zurückzogen hatten, wiederkehrten,
begannen sie sogleich, die Beschwörung einzuleiten.
Zunächst wurde, wie in der Anleitung beschrieben, eine der Gefangenen,
welche Laraanji und Rayrrak bereits vor Stunden als potenzielle Opfergaben einkerkerten,
zu Tode gepeitscht, nachdem diese ihren Auftrag, die drei Roten zu peitschen, ausgeführt hatte.
Kaum lag sie am Boden, begannen die Gelben nun damit, eine Vielzahl von Schalen mit
Kohle, Pyrianerz, Schwefel und Vulkanasche zu befüllen und
sie dann kreisförmig um das Skelett zu platzieren. Als alle bereit standen,
griff Rayrrak sich die bereitgestellte Fackel und umringte den Schalenkreis,
dabei jegliche Schale entzündend. Sowie der Ritter wieder am nördlichen Ende
des Kreises angelangt war und Flammen ringsrum in die Höhe schossen,
verlangte einer der Roten nach der Herausgabe der Schuppen,
die sich derzeit im Besitz Rayrraks befanden. Dieser öffnete die Schatulle,
in der sie sich befanden, routinemäßig durch Betätigung der kleinen Schalter
an selbiger, die in richtiger Reihenfolge gedrückt, das Wort K-R-Y-N-D-L-A-G-O-R ergaben.
Die jüngst noch vereinten Schuppen ließen sie nun mit Leichtigkeit vierteilen
und wurden dann unter den Roten aufgeteilt. Auf Kopf, Schwanz und die zwei Schwingen
sollten sie gelegt werden, was die 3 Ritualisten nun auch taten.
Bei jeder Schuppe wurde anleitungsgemäß eine kurze Lobeshymne von den dreien ausgespien,
um den Gelben dann Signal zu geben, die anderen Artefakte zu platzieren.
Syrellia, die die menekanische Schatulle mit dem Blut darin hielt, begann daraufhin,
dieses über das gelegte Skelett zu gießen, dabei keinen Knochen auslassend.
Rayrrak zeigte mittlerweile schon Erfrierungserscheinungen,
war ihm durch Abnahme der Schuppen doch der Schutz vor der Kälte des Drachenherzen genommen,
welches er aufbewahrte. Blau angelaufen, mit Gänsehaut am ganzen Körper trat dieser nun in die Mitte des Kreises
und ließ seine zittrigen Hände dort, den eisigen Klumpen auf dem Leib des Skeletts platzieren.
Da nun alles vorbereitet war, traten die 3 Roten ans Kopfende des Skeletts und fuhren mit der Beschwörung fort.
Mit geeinter Kraft gelang es ihnen einen Tunnel in die Sphäre, in der sich der Drache befand, zu öffnen.
Durch dreimaliges Rufen seines Namen verlangte die Totenbeschwörerin dann nach dem Drachen,
welcher sich daraufhin bereits durch lautes Jaulen durch das Tor ankündigte.
Ein Schrei, "AUF DIE KNIE!" und alles sank auf den Boden, als der Drache durch den Tunnel
auf den Ritualplatz trat. Schäumend vor Wut - zu nahe stehendes Volk hat es zu spüren bekommen -
verlangte er gleich nach seinem vollständigen Namen, der nicht etwa nur aus dem Wort "Kryndlagor" bestand,
wie ihn einige äußerten, sondern im Gesamten die Worte "Norrar An'ruhn Krynd Shykro-dracl farach'tar" beinhaltete.
Der dem Zerfall nahe Drache zog, nachdem er seinen Namen vernahm,
die bereit gelegten Artefakte an sich, die er benötigte,
um seinen neuen irdischen Leib zu schaffen. Als Schuppen, Knochen, Blut und Herz vereint waren,
zeigte sich die wahre Größe des Drachen, dessen lebendiger Leib nach Nahrung verlangte.
Hierfür mussten neben einem der Schwarzberobten die Gefangen herhalten,
unter ihnen auch ein Gardist Varunas. Ohne Mühe waren die Gitterstäbe, die den Freilandkerker
bildeten, zerschlagen und die Beute zwischen die gewaltigen Kiefer des Drachen gelangt.
Frisch gestärkt, wandte er sich nun wieder den 3 Ritualisten zu, die dem Drachen seinen Auftrag
kundtaten. Nach einigem hin und her und einer fehlgeschlagenen Finte willigte er schlussendlich ein,
Varuna, das Dorf, wie er es nannte, zu vernichten. Er würde erst wiederkehren, wenn die Aufgabe erfüllt ist...
Zuletzt geändert von Rayrrak Rasakar am Samstag 19. Mai 2007, 11:19, insgesamt 1-mal geändert.
Wijay Loreen

Beitrag von Wijay Loreen »

Der Ruf kam erst ziemlich Spät, was ärgerlich war und Loreen einige Vorbereitungszeit nahm, dennoch würde sie dem Ruf folgen, war es doch das Endergebnis aller Ereignisse, die gekommen waren und noch kommen würden, das wollte sie sich keinesfalls entgehen lassen. Und das mit Erfolg, wie sich später herausstellen sollte.

Da keine andere Diener Kra'thors anwesend waren, oblag es ihr. Sie erreichte allerdings erst den Status einer Seelenfängerin. Der Richter würde sie unterstützen müssen, denn sie fürchtete, dass diese Aufgabe ihren Geist zerschmettern könnte.

Ein ihr unbekannter Lethar und der Alka übernahmen den Part ihrer Vertreter, während sie als dritte die Diener Kra'thors repräsentieren musste; eine Ehre zweifellos, doch könnte es genausogut ihre letzte sein.

Die Knochen waren aufgelegt und man konnte sich die angedachten Roben überziehen, bis man schließlich zur rituellen Waschung übergehen konnte. Es war ohne Zweifel interessant mitanzusehen wie ein nackter Lethar und ein nackter Alka im Becken sich wuschen. Ihre Nacktheit ignorierte sie dabei mehr oder weniger vollkommen, es war auch kontraproduktiv, um es genau zu sagen, sich nun zu schämen.

Das Ritual selbst verlief zumindest am Anfang nach Plan. Die gefangene schwang die erste Peitsche, danach wurde sie gepeitsch, symbolisch vom Invocatus, dem Letharen, bewusstlos geschlagen von Loreen und tot geschlagen vom Alka.

Dann wurden die Feuer entzündet und die Schuppen aufgelegt, das Herz in die Mitte - es war soweit alles nach Plan, bis schließlich jenes vonstatten ging, was sie beinahe zerschmettert hätte - der Riss ins Totenreich wurde in einem Ritus geöffnet und sie musste den Drachen rufen.

Sie bekam dies nur am Rande mit, es hätte sie zerbrochen, hätte der Richter ihr wohl nicht die nötige Kraft gegeben, ihn zu rufen, weshalb sie zuerst von Kra'thor selbst die Freigabe des Drachen erbat, ehe er schließlich dreimal gerufen wurde.

Das Geripppe tauchte zunächst auf und schnappte voller Hass nach dem Alka und dem Letharen. Als er nach ihr schnappen wollte zerfiel er und ein Schemen blieb zurück.

Hätte sie nicht den Rufnamen nennen sollen? War es letztlich daran gescheitert? - NEIN! Das durfte nicht sein. So ´sprach sie dreimal hintereinander seinen wahren Namen, schwierig auszusprechen fürwahr, aber notwendig! Und so, ob ihres Rufens oder doch noch ob des gelungenen Rituals formte sich aus dem Schemen Kryndlagor, der rote Drache.

Nun wusste sie, dass es getan war - Vandrak wurde von dem Drachen verschlungen. Bedauerlich! Er war ein guter Mann - danach die Gefangenen. Der Richter konnte zufrieden sein. Noch viele mehr würden den Tod finden in Varuna.

Nachdem es getan war erhielt sie vom Alka das Privileg, um das sie schon länger bat. Das war gut so, denn nun konnten sie wahrlich in seinem Namen sprechen, wenn es die Notwendigkeit erforderte. Sie dürfen in Rahal nicht ihrem Gott huldigen. Wozu auch? Es gab eigene Stätten dafür, und ihr eigener Keller war eine davon.

Den würde es aber bald nicht mehr geben. So musste sie schnell nach Varuna und ihr Hab und Gut einsammeln, ehe es zu spät war. Schließlich reiste sie nach Lameriast. Wohl bald kein Obdach mehr habend würde sie wohl oder übel diese Nacht auf Burg Eisenwart verbringen müssen, wo sie schließlich auch um eine Bleibe bat.
Galen de Vaskar

Beitrag von Galen de Vaskar »

Nevyn Silbehand hatte an dem Nachmittag lange mit ihm Diskutiert. „Wer seid ihr?“ war die erste frage, „Was tut ihr hier, ich bin für die Sicherheit für das Kloster verantwortlich!“ waren seine Aussagen.
Ein einfacher Mann mit einer Sense, der nur versuchte, dass zu tun, was ihm Hochwürden Serath befohlen hatte. Einfach nur, die Früchte zur Erde zu bringen…doch lange würde das nicht nutzen…als mitten in der Unterhaltung, Hochwürden selbst auftrat und Galen bat den Weg in Richtung Konvent zu nehmen und dort der Magierschaft, von der Erweckung des einen Drachens zu berichten.
Galen, kannte keine Drachen, noch hatte er je einen gesehen nur sein Glaube an Temora und die heiligen Worten des Mannes ließen ihn veranlassen, den Weg alleine in Richtung Varuna zu gehen.
Varuna, die Stadt der Städte, er war nur einige Male dort gewesen, damals, als er selbst in Begleitung eines Paladins war, der dann die Grafschaft verließ. Lange war es her, als junger Knabe dachte er, würde er sicherlich den Weg zum Konvent finden.
Doch seine Ankunft wirkte schwerer als gedacht…ein Mann des Konvents schien ihn zu spotten „wisst ihr Galen, solange der Tag lang ist, spricht man sogar von rosa Einhörnern!“ erwiderte ihm ein Magier, den er als sicherlich adeligen zu erkennen schien.
Armer Irrer, dachte er sich, nur weil er die haarfarbe nicht richtig in Erinnerung hatte, sollte man ihm zuerst nicht glauben…
„Ich würde euch raten, meinen Worten zu vertrauen mein Herr,“ sprach er ruhig auf den Magier ein. Der Blick des Magiers zeigte jedoch eine andere Realität.
Eingebildetes Pack, so ist es nun mal, da rennt man wie wild in der Gegend herum und bekommt nur so eine Antwort als Erwiederung.
Mit Gesenktem Haupt trat er aus dem Konvent und in Richtung Varuna Südtor, als er den heiligen Paladin Farion traf, nicht das er etwas vergessen hatte, doch zuvor seine langen Gebete vor den Toren des Klosters, hatten ihn zu neuer Kraft geschöpft. Seine Träume sind mit der Zeit gewichen doch seine Anzeichen nicht.
Die Ritterin, die Hauptmänner, der Priester, doch das Antlitz des Paladins blieb in seinem Hinterkopf haften. Das war es was er folgen sollte…seiner Worte ließ er trotzen, nichts desto trotz folgte er dem Willen der Herrin, doch seine Gebete fanden nun zuversicht.
Der Priester Lucenius, schien wie ein Lehrer und der Paladin Lefar wie ein Mentor und die Tochter des Paladins…!?Nein, er dachte schier nach, als sie dalag und er versuchte ihr aufzuhelfen und sie zu schützen. Die Tochter des Lefars hatten in ihm andere Gefühle geweckt, Gefühle der Geborgenheit und der Ruhe. Seine Gedanken an sie gerichtet versuchte er so viele Feinde wie möglich zu verteidigen, doch was sollte ein enfacher Krieger gegen eine Übermacht an Schlangenwesen ausmachen? Gar nichts!
Es bestand immer nur in der Gemeinschaft Hoffnung, mit Sinnbild des Paladins... einem heiligen wie er lange nicht mehr gesehen hat. Ein Mann der ohne zu zögern sein eigenes Leben für das einsetzen würde was nicht von weltlichkeit zollte. Einfach nur für den einfachen Mann.
„Man kann so viel über das weltliche sinnieren und dabei den Menschen an sich vergessen,“ hatte ein anderer Paladin zu ihm gesagt. Farion Lefar hatte ihm das alles an einem Tag gelehrt.

„Der Mensch selbst ist wichtiger als alles weltliche just in diesem Moment, vergiss dass nie Galen….“
Er würde es nie vergessen und mit dem Glauben an Temora, würde er jedem irrsinn trotzen, auch die eines wiedererweckten Drachen, so wahr ihm Temora helfen würde...
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