[SQ] Nicht ein Schwert - DAS Schwert...

Darna von Hohenfels

Beitrag von Darna von Hohenfels »

"Er ist...

WAAAAAAAS?!"

Einen Herzschlag später:
"Verzeihung, Bruder Cassian. Ja. Ja, wirklich zu laut, tut mir leid. Wann ist er gegangen? Wie? Warum? Wohi - vergesst die letzten beiden Fragen. Gerüstet?"
Sie bekam keinen Herzkollaps, doch es war einer der an sich seltenen Momente, wo die sonst so straffe Haltung in sich zusammensackte, als hätte jemand die Luft rausgelassen. Er hatte ihr die letzten Tage schon leid getan. Sie hatte ihn nicht lange kennenlernen und nicht viel von ihm hören müssen, um zu erahnen, was in diesem Menschen vorgehen mochte.
"Das war vor fast dreißig Jahren", hatte er in der Taverne von Herrn Weinschenk mit fahrigen Blicken nach links und rechts erzählt, "Seitdem verfolgen sie mich, jeden Schritt, den ich näher an das Schwert komme, ist ein Schritt, den sie näher an das Schwert kommen. Doch ich muß meine Aufgabe erfüllen."
Er tat ihr unsäglich leid, und es war auch der Moment gewesen, in dem er sich vor ihren Augen fast grenzenlosen Respekt verdiente: Wer hätte nicht bereits alles hingeworfen oder vielleicht gar schon sein Leben eigenhändig beendet? Er war ein Fanatiker, ja - er musste es sein.

Sie stand an einer der Klostermauern und lehnte den Kopf nach hinten gegen die Wand, atmete durch.
"Meine Schuld." Er hatte sie unter einem Vorwand in die varuner Herberge geschickt, und sie hatte es nur rasch erledigen wollen, Nevyn und Alerion nicht bescheidgesagt... die Fingerspitzen rieben über die Stirn.
"Es ist schwer, jemanden zu beschützen, der nicht beschützt werden will, das wisst du."
Wo mochte er sein? Nebelwald? Dann hätte er sich nicht abzusetzen brauchen. Dann würde er in Kürze auf die Elfen treffen. Sie glaubte trotzdem nicht, daß er von seiner Aufgabe loslassen würde.
"Je mehr du ihn jetzt suchen würdest, desto mehr wird er sich verkrümeln. Vielleicht ist es besser so? Aber er wäre hier sicher gewesen, verdammt." An dieser Stelle hatten ihre Meinungen sich klar getrennt.
"Zu jung... pfh. Kann man zu jung sein für Vertrauen?
Tja, und jetzt? Den anderen bescheidsagen, was los ist. Und wohl zum Abwarten verdammt. Dreck."
Isdaniel Nifar

Beitrag von Isdaniel Nifar »

Langsam schritt Isdaniel durch den Nebelwald. Als er an einer alten Eiche kurz halt macht, erhebt er seine singende Stimme: "no tiriel, Gwador!". "Ai" ertönte ein singender laut irgendwo aus der Eiche. Zufrieden ging Isdaniel weiter. So wiederholte sich jene Prozedur unzählige Male auf seinem Weg durch den Wald. Nach der Begegnung mit Seline gestern, hatte Isdaniel jeden Elf aufgerufen, den Wald besser zu behüten denn je.

Schliesslich erreicht er die große Lichtung am Ende des Waldes. Nocheinmal drehte er sich um, ehe er zielstrebig gen Varuna lief. Es wurde Zeit den Menschen zur verkünden, welche Gefahr drohte wenn das Schwert nicht seine Hüter erhielt und an einen neuen Ort gebracht wurde.
Ithorellain (zu loeschen)

Beitrag von Ithorellain (zu loeschen) »

Es war eine sternenklare Nacht, das Mondlicht tauchte den Nebel des Waldes in einen hellen Glanz. Es war hell und doch lag ein Schatten über dem Land. Die Geräusche des Waldes waren zu hören, und doch waren sie anders als gewohnt. Missklänge im Lied der Schöpfung fraßen sich wie Geschwüre vom alten Schrein aus in den Wald. Sie trieben Bär und Reh, Katz und Wolf, Has und Maus in den Wahnsinn. Auch einige der alten Baumgeister schienen bereits von dem Unheil befallen, denn auch sie benahmen sich anders als sonst.

Ein schlanker Elf lenkte bedächtig seine Schritte zwischen den Bäumen umher, welche die Jahrhunderte überdauerten, und vielleicht schon damals hier standen, als der Rote den Wald tyrannisierte. Die Augen des Elfen waren umrandet von einem feinen schwarzen Liedstrich, seine Haare wehten in der kühlen Brise der Nacht.

Tiefe Trauer lag in seinen Augen. Und nicht nur jene waren es, die die Umgebung absuchten. Seine magischen Fühler streckte er aus, überall trafen sie auf Dissonanzen, schrille Klänge im Lied. Etwas ging vor im Nebelwald. Etwas das nicht sein sollte. Die Ursache musste gefunden werden. Gefunden und gebannt.

Leise Worte wurden von den zart wirkenden Lippen des Elfen geformt und die Melodie seiner Sprache mag die Trauer in seinen Augen noch weiter kräftigen, ehe der Klang zwischen den Bäumen in der Nacht verhallt ward.


"Ae naer caun,... Ae naer,..."

Und wie auch die Worte verschwand kurz darauf auch der schlanke Elf in der Umarmung des Waldes und der Dunkelheit. Ein gleißendes Licht hinter den Baumkronen, nur einen Moment, dann war es auch schon fort. Augenblicke später bereits saß der Elf in der Bibliothek und suchte in den Büchern. Suchte nach Wissen. Wissen über das was war, über das was ist und das was sein wird.
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Shalaryl Di'naru
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Beitrag von Shalaryl Di'naru »

In der Bibliothek wird Ithorellain noch deutliche Spuren von Shalaryls Anwe-
senheit und ihrer Suche finden. Genauer gesagt, im Sortierungssystem der
Bücher.

Die junge Waldelfe rückte sie offensichtlich eher nach dem Prinzip "Stell sie
dahin, wo man sie sicher brauchen wird" als nach dem ursprünglichen, seit
langen Zeiten erfolgreichen "Ordne die Werke so, wie sie in Ordnung zu
stehen haben" zurück in die Regale.

Mit ein bisschen Umdenken sollte es aber gelingen, die waldelfische Methode
zurückzuverfolgen.
Tschiep?
Lucenius van Sareth

Lichterspiele

Beitrag von Lucenius van Sareth »

Schon die zweite Nacht war das Kloster nun von Fackelschein erhellt. Vandrak war inzwischen jedes Mittel recht, um an das Schwert zu gelangen. Und einer der 'Trümpfe' befand sich im Kloster. Caprine - dieser Hüter des Schwerts musste bewacht werden. Und so säumte ein Meer aus Fackeln die Mauer des Klosters. Schon von weitem war die Mauer zu erkennen und ein Jeder, der sich dem Kloster näherte warf meterlange, kaum übersehbare Schatten auf die Ebene.

Die Kürassiere hatten Wort gehalten und ritten die Mauer des Klosters in regelmäßigen Abständen ab, Lucenius selber stand zweimal in der Nacht auf um erloschene Fackeln wieder zu erhellen. Es war inzwischen zu wichtig, jeden Schritt des Gegners zu erkennen. Nachdem alle Fackeln brannten und das Flackern des Lichtes das Kloster nicht zur Ruhe kommen lies begab Lucenius sich ins Innere der Kapelle.

"Ich trete vor Dich, das Kloster im Licht von Fackeln, mein Herz im Licht Deines Glaubens. Wir sind nah, Deine Aufgabe zu erfüllen, doch auch Dein Bruders Diener sind nah, diese Aufgabe zu erreichen. Schatten senkt sich über Gerimor, Schatten senkt sich über Varuna. Die Diener Alatars sind überall, die Diener Krathors verseuchen diese Welt. Und in diesen schweren Stunden knie ich vor Dir, in diesen Stunden bitte ich um Deine Hilfe. Schütze Deine Diener, schütze den Hüter des Schwertes, schütze all jene die in Deinem Namen streiten. Schenke Bruder Silberhand den nötigen starken Geist, auf das er den Verhören Rahals standhält. Möge er selbst in Rahal Deine Stimme im Herzen tragen und nie von den Tugenden weichen.

Deine Stärke führe meinen Waffenarm,
Deine Geistigkeit schenke mir Wissen,
Mein Glaube möge mein Schild sein.

Dein Licht möge ewig strahlen,
Dein Licht die Dunkelheit erhellen.
Und der Tag wird kommen, da jeder Schatten von dieser Welt getilgt wird.
Und der Tag möge kommen, da jedes Unheil vernichtet sein wird.

Am letzten Tag werde ich an Deiner Seite stehen,
am letzten Tag wird meine Waffe Deine Waffe sein,
bis zum letzten Tag soll mein Schild der Schild Deiner Kinder sein,
bis zum letzten Tag soll meine Stimme Deine Stimme sein.

Lenke mein Leben nach Deinem Willen,
Mein Leben lege ich in Deine Hand.
Führe mich, leite mich auf Deinen Pfaden.
Nimm mein Leben als Geschenk meines Glaubens.

In Deinem Namen streite ich,
In Deinem Namen spreche ich,
In Deinem Namen lehre ich."

Mit einem Knie auf dem Boden verweilte er bis zum Morgen vor dem Altar, bis Cassius mit verschlafenen Augen die Kapelle betrat.

"Hochwürden, verzeiht - aber ich muss mich ausruhen. Der Morgen graut, und die Fackeln mussten immer wieder erneuert werden. Möge Temora Euch segnen."

Mit einem Nicken erhob sich der Priester. Ein neuer Tag stand vor ihm.
Zuletzt geändert von Lucenius van Sareth am Dienstag 24. April 2007, 23:41, insgesamt 2-mal geändert.
Lucenius van Sareth

Beitrag von Lucenius van Sareth »

In der Bücherei herrschte Chaos, ein Buch nach dem anderen wurde aus dem Regal gezogen, durchbättert und auf dem Boden gestapelt. Oceana, die Bibliothekarin schlug die Haende über den Kopf als sie das Unheil erblickte.

"Hochwürden, wonach sucht Ihr?"

"Ein Ritual um den Einfluss des Panthers zu brechen"

"Hochwürden, der Weg der Tugenden, ein Leben im Lichte mit reiner Seele, hält den Panther fern. Das sind Eure Worte."

"Hat ein Schwert eine Seele, Schwester? Kein mensch soll vom Einfluss befreit werden, das Schwert Temoras ist das Ziel des Rituales"

Die Schwester, die Herrin des Wissens im Kloster neigte das Haupt und räumte die Bücher, die Lucenius durchblättert hatte wieder an Ort und Stelle. Es dauerte Stunden bis die Bücherrei durchsucht sein würde.
Rafael de Arganta

Beitrag von Rafael de Arganta »

Viele, sehr sehr viele Informationen waren es die nun auf ihn einschlugen.
Einschlugen war das Rechte Wort denn nachdem es Wochenlang nicht voranging, war da nun die Entschädigung für all das Warten.
Er war Rowing sehr dankbar dafür.
Rowing und den Elfen die bereit waren die Informationen weiter zu geben.
Auch wenn es im Moment wohl besser war sie gewähren zu lassen ohne sich weiter ein zu mischen.
Die Geschehnisse und das was geschehen würde und musste, lag nicht mehr in ihrer Hand, sondern in der Temoras.

Müde wischte er sich über das Gesicht und ging zum Fenster um hinaus zu blicken.
Felicitas schlief schon lange und es war stockdunkel.
Für einen Moment war Rafael versucht zu Cathal hinüber zu gehen, doch würde der Freund und Ritter sicherlich längst schlafen.
Welch Glück... Welch Wink Temoras der ihn hatte die Waldgeister kennen lernen dürfen.
Wackere Männer und Frauen denen man vertrauen konnte, und er war froh das er sie auf sicherer Seite wusste.
Dort im Nebelwald würde er immer auf sie zählen können. Ihnen war Unrecht genauso zuwieder, egal von welcher Seite.
Er nippte noch einmal an dem Rotwein den er noch in der Hand hatte, dann stellte er das Glas weg um sich ein Pergament zu nehmen auf dem die Zeichnung eines Schwertes war.
DES SCHWERTES
Um genau zu sein.
Rafael kannte es bald schon auswendig.
Das Schwert Temoras. Das Schwert mit dem sie Alathar verletzte.

Und jetzt?
Rowing schlug ihm vor seine Zeichnung mit denen Lucenius zu vergleichen,
Vielleicht fand man Unterschiede, oder Gemeinsamkeiten....
Oh ja, es gab viel das er Lucenius und den andren mitteilen konnte..
Kaum merklich schüttelte er den Kopf.
Die Waldgeister hatten es geschafft den Ort des Schwertes zu vermitteln...
Sie hatten den Ort des Ritalplatzes der Drachenbeschwörung ermittelt.
Sie hatten den Schwerthüter in ihrem Lager, und die Elfen hatten zugestimmt das Leonhart zum Schwert durfte, so Temora ihn heranließe...
Welch Wendung.

Er musste sobald es ging den Anderen davon berichten und sie informieren.
Samwin Foreld

Beitrag von Samwin Foreld »

Das Schicksal war wohl zu der Überzeugung gekommen dass Samwin nun genug gutes erlebt hatte, denn als er wieder einmal einen tollwütigen Wolf erlegen wollte sprang ihn ein zweiter aus dem Gebüsch an, als er den ersteren mit einem Pfeil niederstreckte. Die Bisswunde verarztete er dann auch sofort, sich nichts weiter dabei denkend. Doch die Infektion war bereits in seinem Körper und bald überkamen ihn die typischen Anzeichen der Krankheit, die zuvor schon Kanubio heimgesucht hatte. So begab er sich am Abend noch auf den Weg in die große steinerne Stadt um dort einen Heiler aufzusuchen. Zu seinem Glück traf er diesen dann auch dort an und so verbrachte er die ganze Woche auf seinem Bett um wieder zu Kräften zu kommen. In Gedanken war er stets bei seinen Freunden, wusste er doch um die hektischen Zeiten die stets für Überraschungen gut waren. So erfuhr er auch von anderen von dem Krieg in Lameriast, als ob nicht schon genug los war. Nachdem er soweit wieder auf den Füßen war und der Heiler ihn wieder entließ machte er sich sofort auf den Weg Richtung Lager. Er musste das neueste erfahren. Wie stand es um den Stein? Was war mit diesem Nevyn nun? Hatten die Elfen wieder Neuigkeiten? Fragen über Fragen, die ihm auf seiner Zunge brannten. Als er durch das Dickicht schlüpfe, sah er bereits Kanubio am Lagerfeuer sitzen. Rasch eilte er auf ihn zu und wurde von ihm voller Freude und doch mit Sorge empfangen. Nachdem er ihm von der vergangenen Woche berichtet hatte, begann Kanubio von den Fortschritten, das Schwert betreffend, zu erzählen. Es dauerte wohl über eine Stunde bis der Wissensdurst Samwin's gestillt war. Doch der Wissensdurst der Gruppe war noch nicht gestillt, Informationen war es die wieder einmal benötigt wurden. Eine Aufgabe die ihnen in letzter Zeit immer wieder zufiel, auch wenn es nicht in ihrer Absicht lag als die Gruppe gegründet wurde.
Zuletzt geändert von Samwin Foreld am Sonntag 6. Mai 2007, 14:24, insgesamt 1-mal geändert.
Lucenius van Sareth

Beitrag von Lucenius van Sareth »

Lucenius hatte gerade die junge Frau in eines der Zimmer gebracht. Tief durchatmend machte er sich auf den Weg in Richtung seines Zimmers. Halb vor sich hindösend, im Gedanken bei den letzten Tagen, bei den Worten Moriannas und bei dem Ritual. Total in den Gedanken verrannt bemerkte er erst beim zweiten Rufen die Bibliothekarin.

„Hochwürden, ich habe etwas gefunden. Hier, in der hinteren Ecke der Bücherei. Das wird Euch interessieren. Hier, seht Euch das an!“

Der Priester blinzelte mehrere male, ein Schmunzeln legte sich auf seine Lippen.

„Schwester Oceana. Ihr solltet Eure Ruhe wieder der Nacht anpassen. Gehen wir in Dein Reich und schauen uns an, was Du gefunden hast.“

Mit schnelleren Schritten folgte der Priester in Richtung Bibliothek. Auf dem Tisch in der Mitte hatten sich mehrere Bücher und Pergamente gesammelt. Oceana kramte etwas und zog ein älteres Pergament hervor. Und schon beim ersten Betrachten stach das Alter des Schriftstückes ins Auge. Selbst der Geruch der von dem Papier ausging kündete von der Zeit, die das Schriftstück überlebt hatte. Der Geruch alten Leders mischte sich mit dem Geruch der Tinte, die schwarz auf dem Pergament prangte.

„Hier, ein Schriftstück von Sebald von Winterthur, einem Hohen Priester Temoras. Ein Gegenteil von Euch, Hochwürden, wenn ich das so sagen darf. Ein Gelehrter, der viele Rituale abhielt. Seht mal, die Beschreibung eines Siebensternes. Ich muss gestehen, dass auch ich so etwas das erste Mal sehe. Und er beschreibt es für Rituale mit Temoras Segen als mächtiger als das Pentagramm, Hochwürden. Die Magier werden zwar etwas anderes sagen, aber Ihr wollt ja kein Wesen beschwören. Hier … die Skizze kann man gerade noch erkennen. Ich hab’ sie Euch aufgezeichnet.“

Lucenius warf einen Blick auf die Zeichnung und wand sich mit einem Lächeln der Bibliothekarin zu. Mit einem Lächeln auf den Lippen legte er ihr die Hand in den Nacken, und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn.

„Danke Schwester. Was wäre besser geeignet als ein Stern mit sieben Ecken. Danke Oceana.“

„Ich lasse Euch dann allein, Hochwürden.“ Kommentierte die sichtlich überraschte Klosterschwester den Priester an. Und ehe er sich umdrehen konnte, war sie auch schon verschwunden. Lucenius betrachtete noch eine Weile das Pergament, und begann auf die Skizze Oceanas einige Stichpunkte zu machen. Das letzte Puzzleteil war gefunden. Der Rest ging ihm erstaunlich leicht von der Hand.
Darna von Hohenfels

Beitrag von Darna von Hohenfels »

Der Schwur

Leonhard Caprine... auf welch absurd anmutende Weise hatte doch alles angefangen...
Sie hatten einander gekannt, bevor sie einander begegnet waren. Und wenn die junge Ritterin es nun recht bedachte, war all dies verblüffend gewesen, war ihr bedeutsam vorgekommen - und doch hatte sie es danach vernachlässigt. Sie hatte Leonhard ein wenig geholfen, doch es waren andere gewesen, die sich wahrlich in einer Art um ihn sorgten, die seiner Person - dem letzten Erben der Hüter des Schwertes - wahrlich angemessen gewesen wäre.
Und nun lag er vor ihr, enthauptet, das Herz aus der Brust geschnitten.

Nevyn hatte ihn so gefunden, vor Bajard. Was, um Himmels willen, war geschehen? Er war in der Sicherheit des Nebelwaldes gewesen, und irgendwo im Hinterkopf konnte sie sich schon denken, was passiert war - es würde vermutlich niemand wahrlich schuld an den Geschehnissen sein, außer jene, die ihn so bestialisch ermordet hatten.
"Es ist vorbei? Ein Spiel, das 250 Jahre währte, immer wieder erneut die Ermordung eines Schwerthüters... und nun war es der Letzte."
Leonhard war selbst der Obhut des Klosters entflohen, doch vielleicht hätte sie trotzdem... irgendwie mehr... sie trauerte, ohne gerade zu Tränen fähig zu sein. Seiner Hochwürden hatte sie beim Waschen des Leichnams geholfen, während Nevyn, Andargar und Sorcha draußen für das Grab Sorge trugen. Die Stille im Zimmer kam ihr erstickend und bedrückend vor, als würde eine stumm abwartende Anklage des toten Leibes hier über allem hängen. Sie hatte zu wenig getan, sie musste doch irgendwas tun...

"Geh endlich den Schritt. Bekenne dich endlich offen zu dem, was all dies neben aller Bedeutung für das Geschick des Landes und seinen Menschen auch dir aufzeigen will. Bekenne dich endlich zu dem, was dein Herz weiß, und dein Kopf fast zu lange schon nicht wahr haben will!"
Leise war ihre Stimme, doch Lucenius hörte sie. Vielleicht würde Leonhards Geist sie hören. Und die Herrin Temora gewiß.

"Herrin, möge er mir vergeben, daß ich nicht mehr den Zeichen Achtung schenkte, unter denen du uns zusammengeführt hattest. Verzeihe mir, denn es blieben getrennte Pfade, die vielleicht einer hätten sein sollen. Es tut mir leid, daß er allein starb, ohne Hilfe an seiner Seite, ohne Schwert neben Schwert zu sehen. Herrin, ich neige in Respekt meinen Kopf vor ihm, der sein Leben lang bis zum bitteren Ende alleine dir gefolgt ist und sonst nichts gelten ließ. Ich will nicht, daß seine Suche umsonst war."
Tränen schimmerten nun in ihren Augen, doch sie hielt sie zurück.
"Und ich will sein Werk weiterführen, so wie ich es kann und es mir gegeben sein mag. Ich will helfen, einen Teil der Lücke zu füllen, die er hinterlässt. Herrin, nach seinem Vorbild will ich ihm und dir folgen. Es werde mein Weg. Ich will ihn gehen."
Isdaniel Nifar

Beitrag von Isdaniel Nifar »

Wie oft in diesen Tagen stand Isdaniel unter dem alten Baum. Sein Blick gen der Krone gerichtet. Leicht schimmerte die helle Sonne durch die Blätter und hülte erleuchtete den Boden um ihn herum, über den sanftfüssig dünne Nebelschwaden zogen. "Leonhard hatte gewählt. Er vertraute der Tochter und stellte sein Leben nur in ihren Dienst. Es zeugt von Stärke seinen gewählte Weg bis zum Ende zu gehen." Nocheinmal zog das Bild des einsamen Hüters vor sein Auge. "Es war Zeit zu handeln. Das Schwert braucht einen neuen Ort - einen Ort bei Nilzadan - und es braucht neue Hüter welche das Schwert beschützen - im Schutz gegeben vor sich selbst." Still hoffte er, dass das alte Volk ihnen einen Platz weisen würde - trotz das die Gespräche mit dem Volk der Zwerge bisher kein Ergebnis fanden.

Suchend blickte er sich um, formte seine Lippen und stiess einen schrillen Pfeifton aus. Ein Adler senkte seinen Flug über dem Nebelwald, glitt langsam unter die Baumkronen und landete auf Isdaniels Schulter. "Thoron es ist Zeit, wache über den Eingang des Waldes und führe den Priester und die Ritter durch den Wald zum alten Schrein. Ich werde dort auf sie warten!". Mit einem krächzenden Laut und kräftigen Flügelschwingen erhob sich der Adler wieder. "Gelir Ancelliûl, ich werde dein Erbe antreten". Nocheinmal blickte er in die Baumkrone, umfasste seinen Stab und bekann leise die alte Weisheit von den Heldentaten Gelirs zu siegen:
Entschlossen blicken Augen weise,
edel, braun wie Habichtsflügel,

Langsam Schritt er durch den von Nebel durchzogenen Waldboden, den alten Schrein fest im Ziel. Noch weit waren seine Klänge durch den Wald zu hören, melodisch und leicht theadralisch
seine Schritte sorgsam leise
schreiten auf den kleinen Hügel.
Seine schlank gebaut’ Gestalt
Vom Sternenlicht umwoben scheint.
Des Kämpfers sagenhaft’ Gewalt...
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Sorcha Llastobhar
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Beitrag von Sorcha Llastobhar »

Teil1:

Die Burg. Dornenfeste, sie war noch niemals so froh gewesen, diesen Ort wiederzusehen, wie heute. Ihre Schritte in der schweren Rüstung waren langsam und matt und als sie sich umsah, nickte sie ruhig. Alle Leute die man scheinbar während der Evakuierung Varunas hierhergebracht hatte, waren wieder zurückgeführt worden, die Stille herrschte vor im Burghof. Es kam ihr wie eine kleine Ewigkeit vor als sie endlich das gemeinsame Zimmer, welches sie mit Shanna teilte, erreichte und leise eintrat. Shanna schlief bereits und auch wenn Sorcha sich Mühe gab, sich die Rüstung leise vom Körper zu entfernen, so war sie doch recht sicher dass ihre Schwester davon aufwachen würde. Die Stoffkleidung fand auch bald ihren Weg auf den Boden, achtlos dahingeworfen, jeglicher Ordnungsgedanke fehl am Platze und das Nachthemd wurde um ihren Körper geschlungen. Sie trat übermüdet auf das Bett zu und ließ sich neben ihrer Schwester niedersinken. Jeder einzelne Muskel meldete sich zu Wort und sie konnte sich nicht erinnern, wann sie das letzte mal so müde gewesen war. Und trotz allem gab sie sich dem Schlaf noch nicht vollends hin sondern ließ den Tag noch einmal Revue passieren.

Sie war früh am Morgen in ihrem Quartier im Kloster aufgewacht. Die Meldung dass Brände überall in der Grafschaft herrschten, hatte bereits früh ihre Runden gemacht und nur kurze Zeit später wurde klar, dass diese Flammen von dem wiedererweckten Drachen kam; eine Gefahr die jederzeit in der Lage war, Varuna anzugreifen. Die Entscheidung, seiner Hochwürden, doch auch aller anderen war längst gefallen gewesen, das Schwert musste endlich hervorgeholt und neu versiegelt werden, es musste endlich ein Ende finden. Mit dieser Entscheidung ging noch eine zweite Entscheidung her, nämlich jene dass sie Lucenius begleiten würde und ihn beschützen würde. In den letzten Tagen war er ein wertvoller Lehrer und Freund geworden und angesichts der Gefahr die drohte, würde sie ihn beschützen, wenn es sein musste bis in den Tod hinein. Früh brachen sie das erste mal gen Varuna auf, inspizierten die Stadt und das nahe Umland. Innerhalb der Stadtmauern selbst war es noch recht ruhig, es gab nur Meldungen von Schlangen, welche immer wieder auftauchten und teils auch eine recht monströse Größe annahmen. Sorcha selbst wurde Zeuge davon, als eine solche aus dem Gebüsch auf seine Hochwürden zu schlängelte und sie sich dem Monstrum entgegenwerfen musste, ein kurzer Kampf und das Vieh war zu Boden gestreckt. Trotz allem schien es so, als ob die Garde die Situation im Griff hatte und so kehrte man zurück in das Kloster, es galt sich vorzubereiten und letzte Vorkehrungen zu treffen.

Die Klostermauern selbst waren unbehelligt von jeglichen Angriffen gewesen bisher. Weder Flammen noch Schlangenvieh waren nahe des Klosters gesichtet worden und so konnten sich die Streiter des Klosters darauf vorbereiten, die Suche nach dem Schwert zu einem Ende zu bringen. Sorcha selbst hatte sich bereits schon vor dem Besuch in Varuna in ihre Plattenrüstung gezwängt und auch Nevyn und Lady von Elbenau begannen nun, sich zu rüsten. In wenigen Stunden würde man gen Varuna ziehen und von dort aus gen Nebelwald, um sich mit den Elfen zu treffen und dann zum Schwert zu gelangen. Sorcha sollte dabei sein, es war Lucenius Wunsch gewesen, den er bereits vor einigen Tagen geäußert hatte. Seine Hochwürden war sogar so weit gegangen zu sagen, dass er sich vorstellen könne dass sie eine derjenigen sein könnte, welche die Klinge bewachen würden, eine Ehre, die man ihr größer niemals zu Teil werden lassen konnte, doch war dies noch in naher Ferne und ihre Aufmerksamkeit hatte dem Hier und Jetzt. Ein letztes Gebet mit allen anderen. Inmitten der Kapelle knieten jene Menschen, welche auf eine besondere Art und Weise den heutigen Tag mit einer Verbundenheit verlassen sollten; Nevyn, Darna, Adrenalon, Sorcha und vor ihnen allen seine Hochwürden, welche das Gebet leitete. Die Glocke. Die Glocke die Lucenius nahm und einem jeden an das Ohr hielt. „Wenn ihr für Temora streitet, erinnert euch an ihren Klang“, denn jener Klang stand für eine jede der Tugenden, sie alle würden sie begleiten in den schweren Zeiten die auf sie zukommen würden. Sorcha selbst war vollends in sich gekehrt, der Geist beruhigte sich und sie war sich einer Sache sicher; ganz gleich was heute geschehen würde, ganz gleich wie dieser Tag enden würde, es wäre die Bestimmung der Lichtbringerin. Und so brachen sie alle auf nach Varuna.

Die Stadt war noch ruhig als sie eintrafen, es galt eine Besprechung abzuhalten, die nächsten Schritte abzuwägen. Im Kastell fanden sich alle Freiwilligen und Kampfwilligen ein, welche die Stadt verteidigen würden, darunter auch Sir Farion Lefar, ein altbekanntes Gesicht welches sie eine lange Zeit nicht mehr gesehen hatte; so schickte Temora also auch ihren Paladin hervor. In den Räumen des Kastells war man gerade dabei zu klären, wie es nun weitergehen sollte, als es geschah: Von überall drangen Schreie, der Alarm wurde gegeben und Schlangenmenschen tauchten in der ganzen Stadt auf. Innerhalb von Sekunden war Varuna zu einem Schlachtfeld geworden. Alle stürmten sie raus um den Verteidigern zu helfen, die Schlangenbestien zu bezwingen, doch kaum hatte man sie alle bezwungen, da stürzten schon neue hervor, es schien wie verhext. „Wir müssen hier raus, Hochwürden, wir müssen zum Nebelwald, jetzt!“ sie hasste es den Ton angeben zu wollen, gerade in der Nähe seiner Hochwürden, aber dieser Gedanke schien ihr so brisant wie kein anderer und er fand auch Zustimmung. Es formierte sich eine Gruppe welche sich unter heftigen Kämpfen zum Nordtor durchschlug und dort versuchte durchzubrechen. Gerade dies erwies sich jedoch als fast unmögliches Unterfangen, ganz gleich wie viele Schlangenwesen der Klinge zum Opfer fielen, immer wieder tauchten irgendwo andere von ihnen auf, es wurde immer aussichtsloser. Letztendlich gelang es dann, mit Hilfe einiger weiterer Recken, den Durchbruch zu schaffen. Auch war ein Elfe nach Varuna gestoßen, welcher eiligst darauf beharrte mit Lady von Elbenau zu sprechen, um den Beschluss des Rates der Elfen bezüglich der Klinge kund zu tun. Jener war ernüchternd genug; so sollten nur die Ritter den Wald betreten dürfen, kein anderer. Sorcha wusste jedoch, dass seine Hochwürden ebenfalls für das Schwert gebraucht werden würde, und sie würde nicht von seiner Seite weichen, das hatte sie geschworen. Selbst als sie den Nebelwald selbst erreichten, schien der Elf stur darauf zu beharren, doch Sorcha, wie auch nevyn und Adrenalon ließen sich nicht von ihrem Ziel, den Wald ebenfalls zu betreten, aufhalten und nachdem man sich, dem Walde zum Respekte, abgerüstet hatte, traten sie nun in den dichten Wald, Darna, Nevyn, Adrenalon, Lucenius und Sorcha.
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Sorcha Llastobhar
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Beitrag von Sorcha Llastobhar »

teil2:

Lucenius schien die Führung des Elfen auf eine sonderbare Art und Weise nicht einmal zu brauchen, wie von selbst trat er mit geschlossenen Augen voran, als ob ihn Temora selbst leiten würde. Letztendlich kamen sie an einem Schrein an, Sorcha konnte in jenem Moment nicht ganz klar erfassen, welcher es war, aber es warteten bereits zwei Waldelfen davor, welche alles andere als erfreut über den Anblick der Menschen waren. Was folgte war eine längere Diskussion mit einem der Elfen, welcher nur so vor Arroganz zu strotzen schien. An Sorcha selbst nagte die Ungeduld, denn während der Elf sich mit Darna und Seinesgleichen beratschlagte, wurde Varuna wahrscheinlich immer mehr in Mitleidenschaft gezogen und sie konnte sich gut denken, dass der Drache auch schon längst erschienen war. Am Ende schien es dann auch entschieden; Darna würde mit zwei Personen in die Katakomben steigen dürfen … und sie Wut stieg in Sorcha. Es war klar dass Lucenius mitgehen würde und es war ebenso klar dass sie und Nevyn nicht mitgehen würden dürfen und somit nahm man ihr die Chance, ihren Schwur zu erfüllen und Lucenius zu schützen. Sicher, Lucenius sagte ihr, dass es Temoras Wille sei, aber wieso jetzt? Wieso nicht bereits in Varuna? Dort würde sie wenigstens bei der Verteidigung der Stadt helfen können. Sie spann diesen Gedanken gerade ärgerlich weiter, als ihr plötzlich schwarz vor Augen wurde und sie neben Darna und den anderen stand, inmitten einer dunklen, muffig riechenden Höhle. So war es also der Wille der Göttin, dass sie alle hier waren, denn auch Nevyn und die Elfen fanden sich in der Höhle wieder. Zwielicht herrschte hier vor und als sie sich alle umsahen, erkannten sie eine Statue Temoras sowie mehrere Statuen, die an Gargyen erinnerten. Nachdenklich betrachteten sie diese, denn mehr war in dem Raume nicht zu sehen. Man rätselte wie es weitergehen sollte, Sorcha wusste auch keinen so rechten Rat, als plötzlich eine Stimme ertönte. „Gebt ihnen die richtige Waffe“. Die Stimme schien wie aus dem Nichts zu kommen und nirgends war die Quelle zu eben jener festzustellen, doch ihre Worte waren eindeutig. Die richtige Waffe. Sie überlegten, doch lange mussten sie nicht nachdenken. Sorcha war die erste, die es wagte und vortrat. Sie zog mit einem Zischen ihre Klinge, die das Licht der fackeln leicht zurückgab und gab sie der einen Figur in die ausgestreckte Hand. Es musste einfach richtig sein, sie waren hier um das heilige Schwert zu suchen und jene Waffe war die der Temora. Und so geschah es auch, kaum war das Schwert in der steinernen Hand, verschwand diese. Die anderen Streiter taten dies auch und alle Statuen verschwanden nacheinander, was zurückblieb, waren Fugen in der Wand. Nachdenklich betrachtete man sie und vor lauter Euphorie über den Erfolg, dachte Sorcha nicht einmal an eine mögliche Gefahr und streckte die rechte Hand in die Fuge, die vor ihr war. Das Ergebnis war ein heftiger Flammenstoß der ihrer Hand entgegen gestoßen wurde. Hastig zog sie jene zurück und verzog schmerzhaft das Gesicht, Brandblasen zierten nun den Handrücken. Die anderen schienen vorsichtiger zu sein und überlegten, bis jemand auf die Idee kam, seine Klinge in die Fuge zu stecken und siehe da; die Wand vor ihnen klappte auf und sie konnten weitergehen.

Nun betraten sie einen Raum, in welchem zwei Becken zu finden waren, sowie eine Statue. Das Becken zu ihrer Linken war gefüllt mit klarem Wasser, das zu ihrer Rechten mit Blut. Ein Anblick der Sorcha kurz erschauern ließ, doch wieder ertönte jene Stimme. „Reinige dich!“. Auch hier bestand kein Zweifel was es zu tun gab und erst begann Lucenius, dann Nevyn sich zu entkleiden. Sorcha hatte erst etwas Zweifel, sich komplett auszuziehen, doch vor der Herrin gab es keine Scham und so legte sie die Klamotten ab und stieg in das Becken mit klarem Wasser. Doch schon der erste Schritt hinein ließ sie nach Luft schnappen, denn das Wasser war so kalt, als wäre es direkt aus Fuachtero. Es war eine kleine Tortur sich komplett in dieser Kälte zu reinigen aber am Ende trat sie aus dem kalten Nass und trocknete sich ab. Alle anderen folgten dieser Prozedur ebenso, bis auf die beiden Waldelfen. Danach gingen sie vor ein Podest mit der Aufschrift „Vor der Welt gehe auf ein Knie, vor der Herrin auf beide“ und so taten sie es auch, ehe Lucenius ein Gebet anstimmte und auch Darna einige Worte sprach, sie alle waren der Herrin gewidmet. Ein Licht ging durch den Raum und wenige Sekunden später, verschwamm alles um sie herum, ehe sie in einem neuen Raum standen. Jener teilte sich in zwei Gänge, einem in welchem ein roter Teppich gelegt war und einem anderen, der mit Steinen und anderen Erschwernissen gefüllt war. Ein jeder von ihnen sollte nun seinen Weg wählen, den leichten oder den schweren. Für Sorcha war es klar, welchen sie beschritt, denn auch wenn der Weg Temoras für sie ein Weg war der leicht zu beschreiten war, so durfte sie nicht nur an sich denken sondern auch an jene Seelen, die nicht den Pfad der Lichtbringerin folgten und erst zu ihm finden mussten. Jene Menschen diesen Pfad zu zeigen, sie dort entlang zu führen und ihnen beizustehen, dies war der schwere Weg und so betrat sie ihn auch. Je weiter sie sich durch das Geröll kämpfte, desto dunkler wurde es und in der Ferne konnte sie plötzlich etwas hören. Es war das ohrenbetäubende Brüllen eines Balron und nach einigen weiteren Schritten konnte sie die Bestie auch sehen. Sie erstarrte, schloss die Augen und atmete tief durch. „Habe Vertrauen in die Herrin, ihr Pfad ist der Richtige!“ und sie schritt sie auf die Bestie zu, ungerüstet wie sie den Wald betreten hatte und nur ihr Schwert griffbereit. Doch es kam zu keinem Kampf, auf einmal zuckte ein Blitz auf und erschlug den Balron, der Weg war frei.

Die nächsten Räume waren allesamt kleine Räume mit einem Buch in ihrer Mitte und vier Türen drum herum. Vor jeder Tür stand ein Stein mit einer Aufschrift. Schnell wurde allen Anwesenden klar, dass drei der Steine Eigenschaften beinhalteten und einer der Steine die Tugend war, welche diese Eigenschaften betrafen und so war der richtige Weg schnell gefunden und ohne große Probleme kamen sie von einer Tugend zur nächsten. Der letzte Raum lag nun vor ihnen, ein Raum gefüllt mit den Statuen aller Hüter des Schwertes. Sie allen waren gänzlich unbekannt, nur ein Name stach für Sorcha heraus „Newyn Caprine“, Leonhards Vater. Eine Statue am Ende zeigte einen Krieger, welcher auf einem Schlachtross saß und auf die Fremden hinabzuschauen schien, ein Weiterkommen war nirgends ersichtlich, bis die Statue zu sprechen begann. Sie alle stellten ihnen Fragen, welche mit dem Schwert zu tun hatten und nach und nach konnte ein jeder eben diese Fragen beantworten, ehe sich der Raum wieder zu verändern schien. Nun standen sie alle vor mehreren Schwertern, und eine leise Stimme flüsterte ihnen zu, dass nur das reine Herz das richtige ergreifen würde, das gierige aber scheitern würde. Die Ratlosigkeit machte sich breit, welche Klinge war nur die Richtige? Doch dann sprach es Darna aus. Es gab keine. Die Klinge war nicht hier, keine der Klingen war die Richtige und fast als Bestätigung begann eine der Adlerstatuen in dem Raum zu sprechen. „Warum seid ihr hier?“. Ein jeder kniete sich vor die Statue und nannte seine Gründe, und sie alle einte etwas, der Wunsch des Schutzes der Menschen und des Schwertes und vielleicht war es gerade das, was das Schwert plötzlich erscheinen ließ. Sorcha betrachtete die Waffe und ihre Augen funkelten, es war das heilige Schwert, jene Waffe, die Temora gegen Alatar führte. Sie war wunderschön und man konnte ihre Macht förmlich spüren, doch ehe jemand auch nur daran denken konnte sie zu ergreifen, verschwand die Klinge und eine Stimme wisperte: „Die Klinge ist dort, wo sie gebraucht wird“. Und kurz darauf erfüllte sich der Raum mit gleißenden Licht und sie alle fanden sich wieder vor dem Schrein wieder. Das Ziel war nun klar: Varuna.

Die Stadt lag in Flammen, Chaos herrschte vor und doch, man hörte die Kampfgeräusche die von der Kirche her kamen. Sie alle eilten ohne großartige Gegenwehr zurück und sahen es. Ein Mann, Sorcha glaubte dass es telor war, hielt das heilige Schwert in der Hand und bekämpfte den Drachen, das Schwert hatte sich seinen Träger herausgesucht. Der Drache wurde verletzt und letztendlich wich er, der Kampf war vorüber, Varuna war gerettet und das Schwert? Es verschwand wieder, wahrscheinlich zurück in den Schrein wo es ruhte. Vorbei war es damit jedoch noch nicht; es galt nun einen neuen Ort zu finden, an welchem das Schwert aufbewahrt werden würde und vor allem; es galt neue Hüter zu finden, welche das Schwert mit ihrem Leben beschützten. Doch all dies war im Moment nicht wichtig, sie wollte nur noch eines; den wohlverdienten Schlaf.
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Shalaryl Di'naru
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Beitrag von Shalaryl Di'naru »

Versiegelte Wahrheit, Traum und Hoffnung - Finde Frieden, Nastad e-goth...

Lang war der Tag, die Reden, Wort an Wort. Zeit strich unablässig von dannen,
reihte sich ein in den Kreislauf der Ewigkeit. Doch heute hatten sie keine Zeit.
Dieses kleine Wort...eigentlich auch in Bedeutung so unscheinbar für eine Elfe.
Heute bestimmte sie alles...nein, länger schon.

Sie hatten auch gestern keine Zeit gehabt, als ihr Geist hinausgriff und den
des Drachens berührte, heiß, voller Hass und Mordlust. Und sie hatten auch
heute keine Zeit. Das Schwert musste erneut gereinigt werden, oder jedes
Opfer, jede Tat wäre ohne Sinn gewesen.

Sieben stießen erneut auf nun vertrauten Pfaden zum Schwert vor. Sieben
symbloisierten die Tugenden im Stern des Rituals. Sieben hatten Erfolg.
Was sich rührte und unstet um sich griff, kann nun wieder schlummern, bis
der Fluß der Zeit erneut gegen Gelirs Klinge branden wird um sie zu wecken.

Matt wird sie glühen in ihrem Bette, doch werden sieben sich erinnern. Und
zurückkehren, bevor die Schatten der blutigen Vergangenheit des Schwertes
Gelirs erneut zu lang werden für das Licht des Friedens... .
Zuletzt geändert von Shalaryl Di'naru am Montag 21. Mai 2007, 01:47, insgesamt 1-mal geändert.
Tschiep?
Andrey von Greifenbach

Beitrag von Andrey von Greifenbach »

Bereits auf ihrer ersten Reise auf den Pfaden der alten Hüter hatte er eine tiefe innere Ruhe gespürt, welche er zuvor selbst am heiligen Baum im Kloster nur vielleicht im Ansatz in sich erkannte.

Die zweite Reise der kleinen Gruppe sollte noch viel mehr für ihn bereitstellen.
Diese Gruppe.. für den Aussenstehenden vermutlich ein wilder Haufen von Charakteren unterschiedlichsten Ursprungs, ja, nichteinmal eine gemeinsame Rasse konnte als Basis für ihr Unternehmen stehen, hatte doch etwas gemeinsam, was das Verstehen.. das Empfinden der meissten wohl übersteigt. Den aus tiefstem Herzen kommenden Willen, die Aufgabe der alten Hüter erneut aufzunehmen, Caprines Erbe fortzuführen und wenn man es so will.. das Band der Gedanken, welche sich nur darum drehten, diese Welt zukünftig vor Unheil zu schützen. Es verband diese Gruppe untrennbar miteinander und es würde sich zeigen, dass jene Verbindung nun für die Ewigkeit galt.

Ein zweites Mal folgten sie dem Pfad der Tugenden.. der viel mehr war als ein Hürdenlauf zur Erlangung des Schwertes.. für ihn war es ein Weg des Herzens. Ein steiniger Pfad, der jene, welche das Band zusammenhielt, prüfte.

Ist dein Herz rein...weisst du um die Bedeutung der Tugenden? Gehen wir den Pfad der Tugenden, folgen wir vielleicht nicht einmal nur Temora. Wir dienen ihr und sind ihr Arm, aber vielleicht ist es viel mehr als das. Elfen, Geschöpfe, welche ihre Bestimmung viel mehr bei der Mutter und ihrem Werk sehen... es zeigt sich, dass ihre Herzen und ihr Geist ebenso tugendhaft sein können, obwohl sie nicht im Namen der Lichtbringerin handeln.. leben.


Dass gerade er, der nichts vorweisen konnte ausser seine Person und seine Gedankenwelt, gewählt wurde für die schwere Aufgabe eines der 7 Hüter, nahm ihm alle Zweifel. Zu siebend reinigten sie das Schwert zeremoniell von dem unreinen Blut Kryndlagor`s, und zu siebend würde es in alle Ewigkeit ihre Aufgabe sein, das Schwert wie eh und je zu behüten. Temora selbst wählte sie, ungeachtet dessen, was sie waren, sondern viel mehr darum, wie ihr Herz bestimmt war. Was konnte bedeutsamer, bestimmter sein als ihr Urteil selbst?


Ich weiss nun, dass sie mich in ihre Arme geschlossen hat. Trotz allem, was geschehen ist, was ich zu verantworten habe, weiss ich durch sie, dass mein Herz rein ist. Lange hat es gedauert, bis ich dies von mir sagen darf, und noch viel länger, bis ich es akzeptiert habe. Sie hat es mir gezeigt, und ich fühle mich geborgen.
Es geht nicht darum, ihren Namen sooft wie möglich zu huldigen, sondern viel mehr darum, die Werte, die hinter ihrem Geiste stehen, zu leben.



*******

Zu siebend verließen sie den Pfad der Hüter. Vier Menschen und Drei Elfen, welche auserwählt wurden für den Pfad des Adlerritters.

Vier Menschen und Drei Elfen, die die generationenalte Aufgabe der Hüter, dass Erbe Caprines, wiederaufnehmen würden und mit Geist, Seele, und Körper dafür einstehen werden.

Bis in alle Ewigkeit.
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