„Fuchs! Dolli!“ der Ruf ging quer durch das Dickicht der Wälder und seine Quelle war eine junge Frau, welche am Eingang eines Hauses inmitten der Wälder nahe Varuna. Sie verzog den Mund kurz und seufzte resignierend, was hatte sie eigentlich erwartet? Die beiden würden wieder irgendwo in der Weltgeschichte herumstromern, was sie eigentlich öfters taten und was Viola auch nicht störte. Doch gerade in diesen unruhigen Zeiten machte sich doch mehr Sorge breit als für gewöhnlich. Natürlich, sie war nicht ihre Mutter, sie gab den beiden nur ein Heim und auch essen und daher konnte sie ihnen auch nichts vorschreiben, aber sie wollte die beiden gerade in jenen Tagen bei sich wissen. Es lag der Geruch von Krieg in der Luft; Varuna war befestigt und nur noch eines der Tore geöffnet und überall herrschte Anspannung, eine Anspannung, welche nichts für kleine Kinder war. Wie hatte Viola noch zu Darna gesagt? „Das ist nicht mein Krieg … ich muss mich jetzt irgendwie um die beiden Kleinen kümmern um meine … Familie. Auch wenn ich gern bei dir bleiben würde, ich kann dir nicht helfen, ich kann dich nicht beschützen aber auf die beiden kann ich aufpassen …“ . Natürlich behagte ihr der Gedanke nicht, dass Darna vielleicht wieder in eine Schlacht ziehen würde aber das war nun einmal das Los dieser Glaubenskriege, man hatte selten eine Wahl. Und vielleicht hatte sie gerade deswegen entschieden gesagt, dass sie nicht wieder in einem solchen Kampf mitziehen würde.
Sie schritt wieder in die warme Hütte und sah auf den Korb mit Essen. Er war von Darna und Dolli hatte ihn hier abgestellt gehabt. Dolli und Nele … oder besser gesagt Jan. Sie seufzte und schlug die Hände vor dem Gesicht zusammen, sie musste die beiden suchen, nicht auszudenken wenn sie in irgendeinen Kampf reingeraten würden. Sie verzog nachdenklich die Miene und begann auf der Innenseite ihrer Unterlippe herum zu kauen. Sie hatte sich fest vorgenommen die beiden erstmal eine Weile bei sich zu lassen, es war einfach zu gefährlich und wenn das alles vorbei war dann, ja dann würde alles irgendwie seinen gewohnten Lauf nehmen, oder auch nicht, wer wusste das schon so genau?
Sie warf sich leise grummelnd ihren Mantel über und trat hinaus in die Morgenfrische. „Dolli! Fuchs!“ rief sie immer wieder … irgendwo mussten die beiden ja aufzufinden sein.
Kriegssorgen
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Mytha Dollph
Ihr Blick huscht einmal nach links, einmal nach rechts, bevor Vesta dann ein freudiges Grinsen zugeworfen wird. Welches von einem kurzen Handwink begleitet wird, bevor sie dann ihren Rock etwas anhebt und ihre Füße sie in den Wald tragen.
Ein lautes Scheppern und kurze, schmerzverzerrte Schreie waren hinter dem Wald zu hören. Das Augenmerk des kleinen Mädchens legte sich nun zwischen die Bäume, wo im selben Moment ein Mann zu Boden ging. Dolli kniff ihre Augen zusammen und hoffte still in sich hinein, dass der Mann nicht mehr da wäre, würde sie die Augen wieder öffnen. Und es dauerte nicht lange bis sie die Augen aufriss und aus unbestimmten Grund auf die Stelle zu rannte, wo der Mann immer noch an Ort und Stelle verweilte. Beim letzten Baum hielt sie inne und versteckte sich hinter Diesem. Der zweite Mann hielt ein Schwert in der Hand was von Blut verschmiert war und ein Schild, welches mehr Beulen hatte als ein Sack voll Münzen. Vor Aufregung verstand sie die Worte nicht, die der stehende Mann dem Verletzten am Boden zukommen ließ. Einige Male blinzelte das Mädchen dann, bevor sie dann die Geräusche vernahm, wie sich der Mann entfernte. Einen Schritt ging sie nun um den Baum herum und der verletzte Mann zog sich den Helm vom Kopf und starrte das Mädchen ohne jegliche Emotion an. Das Blut lief ihm übers Gesicht und der Augenkontakt der Beiden schien nicht zerstörbar zu sein. Und noch einen Schritt ging sie näher an den Mann heran, ohne jegliche Scheu hob sie nun ihre kleine Hand empor und fuhr mit dem Zeigefinger über die Wange des Mannes, das Blut dadurch etwas verwischend. Immer noch guckten sich die Beiden starr an und verloren kein Wort.
Dolli zog ein Stück Stoff aus ihrer Tasche und legte es dem Verwundeten in die Hände. „Das ist nicht viel! Aber macht das Blut im Gesicht weg, ne? Sieht ja nicht so schön aus!“ Ein gequältes Lächeln drückt sie bei ihren Worten hervor, bevor sie dann wieder einen Schritt zurück tritt. Der Mann wollte grade zu einem Wort ansetzen, jedoch lief das kleine Mädchen schon mit zusammen gekniffenen Augen davon. Weg von dem verletzten Mann, dem Blutverschmierten mit der Katze auf dem Schild.
Am späten Abend saß sie nun im Fuchsbau und umklammerte ihre Beine mit den Armen, dabei wippte ihr Körper leicht vor und zurück. Ihr Blick huschte noch einige Male durch das leere Zimmer, bevor sie dann langsam in dieser Position einschlief.
Ein lautes Scheppern und kurze, schmerzverzerrte Schreie waren hinter dem Wald zu hören. Das Augenmerk des kleinen Mädchens legte sich nun zwischen die Bäume, wo im selben Moment ein Mann zu Boden ging. Dolli kniff ihre Augen zusammen und hoffte still in sich hinein, dass der Mann nicht mehr da wäre, würde sie die Augen wieder öffnen. Und es dauerte nicht lange bis sie die Augen aufriss und aus unbestimmten Grund auf die Stelle zu rannte, wo der Mann immer noch an Ort und Stelle verweilte. Beim letzten Baum hielt sie inne und versteckte sich hinter Diesem. Der zweite Mann hielt ein Schwert in der Hand was von Blut verschmiert war und ein Schild, welches mehr Beulen hatte als ein Sack voll Münzen. Vor Aufregung verstand sie die Worte nicht, die der stehende Mann dem Verletzten am Boden zukommen ließ. Einige Male blinzelte das Mädchen dann, bevor sie dann die Geräusche vernahm, wie sich der Mann entfernte. Einen Schritt ging sie nun um den Baum herum und der verletzte Mann zog sich den Helm vom Kopf und starrte das Mädchen ohne jegliche Emotion an. Das Blut lief ihm übers Gesicht und der Augenkontakt der Beiden schien nicht zerstörbar zu sein. Und noch einen Schritt ging sie näher an den Mann heran, ohne jegliche Scheu hob sie nun ihre kleine Hand empor und fuhr mit dem Zeigefinger über die Wange des Mannes, das Blut dadurch etwas verwischend. Immer noch guckten sich die Beiden starr an und verloren kein Wort.
Dolli zog ein Stück Stoff aus ihrer Tasche und legte es dem Verwundeten in die Hände. „Das ist nicht viel! Aber macht das Blut im Gesicht weg, ne? Sieht ja nicht so schön aus!“ Ein gequältes Lächeln drückt sie bei ihren Worten hervor, bevor sie dann wieder einen Schritt zurück tritt. Der Mann wollte grade zu einem Wort ansetzen, jedoch lief das kleine Mädchen schon mit zusammen gekniffenen Augen davon. Weg von dem verletzten Mann, dem Blutverschmierten mit der Katze auf dem Schild.
Am späten Abend saß sie nun im Fuchsbau und umklammerte ihre Beine mit den Armen, dabei wippte ihr Körper leicht vor und zurück. Ihr Blick huschte noch einige Male durch das leere Zimmer, bevor sie dann langsam in dieser Position einschlief.