Freiheit

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Ronya Sotan

Freiheit

Beitrag von Ronya Sotan »

Wie ein Stein fiel sie boden.
Apruppt löste man die Ketten mit denen man sie vor 4 Tagen an die Wand fesselte.
Sie stützte vorneüber in die Schüssel Wasser die man ihr hingestellt hatte.
Wie zum Hohn stellte man Nahrung und Wasser einen meter vor ihre Füsse, wohl wissend das sie da eh nicht heran kam.
Wie gierig wollte sie das wasser aufsaugen, doch man zog sie gewaltsamm fort.
War sie vor drei Tagen noch Herr über ihre Sinne und ihren Körper und lies sie auch keinen Zweifel daran, das sie eine Anführerin sei, so würde man sie jetzt nur noch als Haufen Elend sehen.
Zwar war da noch dieser Stolze Blick, doch das war schon alles was noch an die Ronya erinnerte die man kannte.
Sie wurde auf dem Boden gen Ausgang der Zelle geschleift und fallen gelassen, wie ein Sack voller Unrat.
Ihr Mund war trocken und brannte wie Feuer, die Kehle ausgedörrt und das Hungergefühl längst ein schmerzvoller Begleiter im Magen.
Nackt lag sie da auf dem harten Stein, nackt wie man sie vor drei Tagen an die Wand kettete.
" Raus mit dir Täubchen ! " Meinte der Soldat höhnend, auf dessen Stiefel sie blickte.
Sie wollte etwas erwiedern, doch aus dem Hals drangen nur krächzende laute.
Laut lachte es um sie herum.
" Hats dir wohl die Sprache verschlagen Drecksweib. " Meinte eine Stimme irgendwo über ihr.
Man zog sie an den armen über den Boden, die Stufen herunter.
Sie knallte bei jeder, mit den Knien und anderen Gliedern auf die Stufenkanten, doch statt schmerzensschreie hörte man nur ein gurgelndes und krächzendes aufstöhnen.
Im Ergeschoss des Kerkerbaus, zog man sie unsaft auf die Beine.
Jemand holte einen Sack, Ronyas persönliche Habe und warf ihn auf den Boden.
" LOS, such dir was zum anziehen raus ! " Herrschte einer sie an.
" Witzbold wie denn " wollte sie sagen, die Gedanken waren in Ihrem kopf doch kein Laut kam von den Lippen.
Sie griff in den Sack nach dem ersten besten Stück Stoff, eine Tunica und ihren Stiefeln.
Mühsamm zog sie das ganze an.
Es schien eine Ewigkeit zu dauernd, und grade als sie kaum in den Stiefeln war, wurde sie erneut gezogen, fiel auf den Boden und wurde geschleift.
Eine Türe wurde aufgestossen, eine Wiese fiel ihr ins Blickfeld.
Kaum das sie den Anblick geniessen konnte stiess man sie auch schon durch die Tür und sie landete hart auf den Steinen davor.
Es rann warm ihr Kinn entlang und kleine rote Spritzer tränkten das Gestein.
Unfähig einen schrei von sich zu geben, unfähig irgendeine Reaktion zu zeigen und doch im inneren Glücklich den Himmel zu sehen, kniff sie geblendet von der plötzlichen Helligkeit die Augen zusammen.
Schmerz.
Lachen von allen Seiten und noch mehr Gardisten, die das äussere des Kerkers wohl bewachten.
Erneut hob man sie an und wollte sie auf die Füße stellen, doch die Knie knickten ein und so schleifte man sie abermals über Steine und irgendwann Straßenpflaster.
Sie kannte jenen Weg, meinte sich zu erinnern das dieser, in Richtung Stadttor führte.
Richtig.
Ein Fallgitter wurde gezogen.
Klirrende ketten und das quietschen von Metal auf Metal.
Ehe sie sich weiter auf irgendwas konzentrieren konnte wurde sie weitergezerrt und schlieslich einfach einige Meter vor dem Stadttor Rahals losgelassen.
Ein Sack krachte neben ihr Scheppernd zu Boden.
" Wir wollen uns ja nicht am schlechten Rüstzeug eines besiegten Weibes bereichern . " Meinte irgendeine Stimme.
Dann entfernten sich Schritte und von ferne hörte sie noch das lachen anderer Männer.
Sie griff den Sack neben sich und wollte sich erheben.
" Fort nur Fort, bevor sie es sich anders überlegen. " Schoß es ihr durch den Kopf.
Doch Denken und Handeln waren in diesem Falle zwei ungleiche Gesellen.
Sie zog mühsamm den Sack mit ihrer Habe und eigentlich auch sich selber am Boden entlang, in Richtung naher Bäume.
Wie lange sie so durch das Dickicht kroch, wusste sie nicht.
Sie wurde Bewusstlos und erwachte als es Dunkelte.
Zog sich wieder einige Meter und sackte erneut erschöpft zusammen.
So sollte es immer wieder passieren bis etwas ihre ganze aufmerksammkeit erforderte.
Wasser, sie hörte das plätschern.
Waren es nur die Sinne die ihr einen Streich spielten ?
Das Geräusch kam näher.
Sie konnte es schon fast riechen.
" Kann man Wasser riechen ? " Schoß ihr die Frage durch den Kopf.
" Unwichtig, beschäftige dich nicht mit solchen Unsinn, hauptsache du hast Wasser gefunden ." Schalt sie sich in Gedanken selber.
Da war es, ein kleiner Teich, unweit davon ein Haus, sie kroch gierig zum Wasser und schöpfte sich das erfrischende Nass in den Mund und benetzte die Augen und schlieslich den ganzen Kopf.
Überglücklich erlkannte sie unweit eine Palisade.
Das Söldnerlager, sie war also bereits ausserhalb der grenzen Rahals.
Einige Stunden sollten wiederum vergehen, es musste mitten in der NAcht sein, vielleicht schon kurz vor dem Morgengrauen.
Angestrengt füllte sie ihren Waserschlauch, den sie nach mehreren vergeblichen Versuchen endlich in dem Sack fand den sie die ganze Zeit, mit sich zog.
Dann zog sie sich an einem nahen Baum empor und hielt sich an jenem fest.
Die Knie schmerzten, das Kinn brannte, sie fror und schmerzen vor Hunger im Magen meldeten sich immer öfter.
Kriechend und für wenige schritte aufrecht gehend nur um wieder zusammenzubrechen, setzte sie ihren weg fort.
Ein Grab, nicht irgendeines, erfüllte ihr Blickfeld im fahlen Mondlicht.
" Miki . " Hauchte sie mehr als das sie den Namen aussprach.
Sie lies sich an diesem Grab nieder.
Strich mit den Fingerspitzen über den Stein und über die darauf stehende Statue eines Fuchses.
Tränen waren die diesmal ihr Gesicht erwärmten.
Sie wusste nicht mehr wie lange sie leise vor sich hin weinte und sich den Emotionen hingab die nun auf sie einschlugen.
Schlieslich übermannte sie die Erschöpfung und sie fiel in einen tiefen schlaf.
Torina

Beitrag von Torina »

Unruhig schlief sie in dieser Nacht immer wieder wachte sie schweißgebadet auf, doch wußte sie nicht weswegen. Bilder ihrer Vergangenheit tauchten auf ein früheres Leben in dem sie viele Schwestern verlor und Seite an Seite mit Ronya einst kämpfe, bevor sie in dieses Land kamen.

Sie flohen damals gemeinsam doch verloren sich ihre Wege im Dickicht des Waldes, doch immer war es Torina klar das Ronya lebt, auch wenn sie nicht bei ihr war. Eines Tages als sie das Schiff in Bajard ankam , hörte sie Gerüchte über eine Gemeinschaft von Frauen, sie fragte nach und schließlich wurde ihr der Name Ronya gesagt, erstmals seit Monaten war es so gewesen, das sie den Beweis hatte das es Ronya geschafft hatte, sie machte sich auf der Suche und fand sie schließlich im damals noch kleinem Lager der Gefährtinnen,
so schloß sie sich wieder an und lebte fortan als Schmiedin unter ihnen, doch nur Ronya wußte was Torina früher für eine Kriegerin war und welche Instinkte sich in der Gefahr ihr boten. So war sie mit Ronya ein eingespieltes Team man vertraute sich und vertraute der jeweils anderen ihr Leben an, eine jede wußte wie die andere handelte, selbst mit verbundenen Augen. So schloss sich ein BAnd was die beiden auf ewig verbinden wird.

Als Torina am Morgen schweißgebadet aufwachte, stand sie auf und ging ans Meer, beugte ihren Kopf ins kühle nass und stellte sich dann auf den Steg, lange stand sie dort und schaute aufs offene Meer,
innerlich rief sie nach Ronya um zu spüren wie es ihr ergehen möchte, aber da war etwas, das Gefühl wurde schwach, und auch nun machte sich Torina ersthafte Sorgen, war sie es doch gewesen die in den letzten Tagen den anderen immer wieder Mut gemacht hatte, und gesagt hatte , das Ronya nichts geschehen wird.

Doch nun zweifelte sie, in ihr stieg die Unruhe, so ging sie zum Feuer um sich etwas zu essen zu holen. Dort fand sie einen Brief ihrer Schwester Xinthra vor :

*wieder wurden alle bisherigen Schreiben entfernt und ein neues aufgehangen*

Schwestern!

Ronya wurde aus dem Kerker Rahals gelassen. Ihr Zustand ist ungewiss, doch ist es zu vermuten, dass dieser nach nahezu einer Woche Haft in Rahal eher schlecht sein wird. Sie wird irgendwo auf Gerimor herum irren. Wer sich an der Suche beteiligen will, setzt sich bitte mit der in Tirell stationierten Eingreiftruppe in Kontakt. Tajara weiß schon bescheid, die Suche kann beginnen. Einen Teil von euch möchte ich jedoch hier behalten, sollten wir überraschend angegriffen werden.

Suchen und finden wir unsere Schwester!



Torina mußte den Brief erst zweimal lesen , bevor sie begriff. Ronya frei !!
So schnell sie konnte packte sie zwei warmen Decken ein und essen udn Trinken, nahm ihre Ausrüstung und schwang sich auf ihren schnellen Mustang, sie trat ihm in die Flanken auf das er noch schneller reiten möge als sonst.
Die Schifffahrt kam ihr wie eine Ewigkeite vor, doch nach einigen Stunden hatte sie auch das geschafft und sie stieg in Bajard von Board. Si eblieb einen Augenblick am Steg stehen und überlegte wo sie mit ihrer Suche beginnen sollte. Rahal kam es ihr in den Sinn, so stieg sie auf ihren Mustang und gab ihm die Sporen , nicht unweit von Rahal stieg sie ab und schlich im Dickicht des Waldes in die Nähe des Tores, sie suchte nach Spuren udn sie fand sie .

Ware dort nicht Schleifspuren, sorgsam schaute sie auf diese , beobachtete dabei die Wachen das diese sie nicht entdecken würden. Sie musterte die nähere Umgebung um weitere Spuren zu finden, dort schleifende schwere Fußabdrücke, sie folgte der Spur und sie verlor sie im Wald.
Sie setzte sich einen Moment ins Gras und machte die Augen zu. Ronya wo bist du sagte sie leise, sie versuchte sich in Ronya hinein zu versetzen, wo lang würde sie wohl gegangen sein, wie weit würden ihr Kräfte sie noch getragen haben?

Ein Reh tauchte im Dickicht des Waldes auf und knabberte an einem abgebrochenen Ast, sie schaute und sofort kamen ihre alten Instinkte zurück , sie wird nicht weiter auf dem Boden suchen müßen , sondern genau die Büsche und Bäume begutachten müssen.

So führte sie der Weg weiter und weiter von Rahal weg, sie schaute in den Himmel es war Mittag geworden, wie viel Zeit blieb ihr noch Ronya zu finden? Ohne auf ihren Körper und Hunger und Durst zu achten , suchte sie die Bäume und Büsche ab, dort so manches mal führte der Weg in eine andere Richtung , gen Varuna, dann hielt Torina und dachte nach. Nein dahin wird sie nicht gegangen sein.

Die Zeit verrann und immer schwächer wurde das Gefühl, das sie Ronya noch Lebend finden würde, doch sie suchte weiter....

*fortsetzung folgt*
Ronya Sotan

Beitrag von Ronya Sotan »

Hände griffen nach Ihr.
Sie spürte wie ihr Körper in die Höhe gehoben wurde, wie man sie selbst versuchte Aufrecht hinzusetzen.
Sie hörte Stimmen, hörte Geräusche, spürte die Wärme des Pferdekörpers.
Ihr Blick verschleiert, die Muskeln Schwach und die Kehle noch immer ausgedohrt, wusste sie weder was mit ihr geschah moch wer die Fremden waren die sich ihrer annahmen.
Eine Stimme sprach auf sie ein.
Kannte sie diese nicht vielleicht sogar ?
Ihr Körper fiel vorne über auf den Hals des Pferdes und sie verlor erneut das Bewusstsein.
Als sie die Augen wieder schmerzhaft öffnete fand sie sich umgeben von Holz.
Auf Fellen liegend, zugedeckt und mehrere Augenpaare starrten sie an.
" Ronya " hörte sie wie von ferne eine Stimme.
" Ganz ruhig liegen bleiben " eine weitere Stimme.
" Wie geht es ihr " Jemand fragte.
" Ich hole Wasser " eine neuerliche Stimme.
Sie öffnete die Augen nur halb und erkannte das eine oder andere Gesicht.
Was tat dieses Frau da ?
Sie schob ihr einen Löffel in den Mund mit irgendeinem wiederlich schmeckendem Zeug.
Roch es hier nach Hühnersuppe ?
" Du wirst nun erst mal was essen " Meinte die Stimme, die zu Tajara gehörte.
Tajara natürlich so war der Name.
Lag es an der Medizin ?
Namen der umstehenden fielen ihr ein, sie wolte sprechen doch es kamen nur merkwürdige Laute aus dem Mund, begleitet von einem schmerzhaften Kratzen in der Kehle.
Schon nähere sich ihr eine weiterer Löffel.
" Ich werd dich füttern " meine Tajara.
" Füttern ? MICH ? " Schoss es ihr durch den Kopf, doch die worte fanden keinen Weg über die Lippen bis auf ein merkwürdiges krächzen und Brummen.
Willenlos lies sie jenes passieren, lies sich wie eine Greisin füttern, waschen und zu Bett bringen, wo sie alsbald erneut in tiefen schlaf fiel.



[ OOC : Erreignisse vom 10. 05 ]
Zuletzt geändert von Ronya Sotan am Sonntag 13. Mai 2007, 09:47, insgesamt 1-mal geändert.
Ronya Sotan

Beitrag von Ronya Sotan »

Die Nacht verlief ohne große Probleme.
Am nächsten Morgen als Ronya erwachte fühlte sie sich, gewaltig kräftig.
Als sie jedoch aufstehen wollte wurde sie eines besseren belehrt.
Die beine knickten einfach weg und es gab einen Rums hinter dem Vorhang, der den Schlafbereich vom restlichen Bereich der Hütte trennte.
Sofort steckte Xinthra den Kopf durch die Vorhänge.
" Alles in Ordnung, brauchst du hilfe ? " Fragte jene Besorgt.
Wiederwillig nickte Ronya.
Die Tatsache Hilfe zu brauchen war nicht das schlimme an der Situation, sondern einfach die Gründe für das Hilflos sein.
Die Medizin der Heilerin und die Fürsorge aller Schwestern, lies sie zwar rasch zu kräften kommen und war rührend anzusehen, war aber für jemanden wie Ronya neu und in gewisser Weise auch nervend.
Nicht das sie nicht schon oft darnieder lag mit irgendeiner Kampfverletzung und sich versorgen lies.
Doch hier handelte es sich schlicht um das Versagen des eigenen Körpers, der Tagelang weder Nahrung noch Wasser bekam und in diesem Zustand am Ende durch halb Rahal gezerrt wurde.
Das wurmte sie.
Xinthra brachte ihr frische Kleidung, half ihr aufzustehen und stellte ihr einen Speer bereit als Stütze.
Tajara kam hinzu und zu dritt lies sich Ronya, die Erreignisse seit ihrer Gefangennahme erläutern.
Was sie hörte gefiel ihr nicht.
Die Garde Varunas war hier im Dorf gewesen ebenso Mitglieder der " schwarzen Rose ".
Gegen die Clanskrieger der Tiefländer hatte sie nichts einzuwenden.
Im gegenteil.
Die Gemeinsamme Festnahme und Gefangenschaft mit Falk hatte sie die Clans besser verstehen lassen.
Als sie hörte das Falk noch nicht frei war, zuckte sie einen moment zusammen.
Sie hatte sich fest vorgenommen nicht ohne den Tiefländer diesen Kerker zu verlassen.
Sie war es ihm einfach schuldig.
Sie Runzelte zuhörend ab und an die Stirn.
Eine Weitere niederlage, schäden am Dorf die aber bereits behoben wurden.
Zu guter letzt die Gefangennahme Xin's und Tajara's durch Eisenwart, die dann freigekauft wurde,
Alles Dinge mit denen sie gerechnet hatte, doch die Anwesenheit und sogar der Angriff der Garde aus dem Dorf der Gefährtinnen heraus, bereitete ihr Kopfweh.
Jetzt würde es so aussehen als seien sie endgültig mit dem Reich verbündet.
Sie berichtet Ihrerseits von Syrellias Angebot, aufgrund dessen zustimmung sie und Falk schon nach zwei Tagen hätten frei sein können.
Sie erzählte, das man durchaus bereit war, die Rahaler Truppen von Lameriast fernzuhalten, wenn wir dafür sorgen würden, das die Varunesichen dies Ihrerseits taten.
Fast wäre es glatt gegangen, wenn da nicht diese düstere unheilsverkündende Ahadklinge gewesen wäre, mit der Syrellia diese Absprachen mit Blut besiegeln wollte.
Falk war der erste der sich weigerte dies zu tun und sie hätte es auch nicht.
Nie wieder hätte sie danach den Blutschwur mit einer Schwester eingehen und noch reinen Gewissens dabei sein können.
Den Rest des Tages verbrachte sie mit dem lesen von Briefen an die Gefährtinnen, die bereits beantwortet waren und dem zuhören anderer Schwestern was weitere Neuigkeiten anging.
Die Situation war Schwierig, schwieriger als je zuvor.
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