Verwirrung und besondere Wünsche

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Leana Leador

Verwirrung und besondere Wünsche

Beitrag von Leana Leador »

Wo hatte sie nur ihren Kopf?! Den ganzen Mittag war sie stummer als ein Fisch im Wasser. Abgelenkt drangen die Worte immer nur bruchstückhaft und unzusammenhängend an ihre Ohren. Krieg... ja Krieg... die Augen aufreißend nahmen bislang unsinnige Begebenheiten einen Sinn an. Na zumindest wusste sie nun um den Verbleib gewisser Dinge die sie in ihrem Haus vermisst hatte. Viel mehr allerdings konnte ihr die Information nicht anhaben. Längst schon interessierte sie sich nicht mehr wirklich für die Belange der Stadt. Schon wieder schweifte sie ab, herrje... was würden die Beiden nur denken? Mit einem Kopfschütteln wurden die unliebsamen Ablenkungen fürs erste verbannt und sie konzentrierte sich Tatsächlich auf das Anliegen.

Hochzeitsroben, 6 Paare... öhm ja.. 6 Robenpaare oder 6 Paare die heirateten? Prommt hakte sie nach und die überaus erklärende Antwort brachte sie in die Verwirrung zurück. Himmelblau mit Umhang... ahja .. hm hm und wie nun? Seufzend wurde das dunkelrote Haar aus dem Gesicht gestrichen und sie sah den alten Freund nahezu verzweifelt an. Warum bei den Göttern konnten sich Druiden nicht klar ausdrücken? Jetzt sprach er von 4 die Interesse daran bekundet hatten sich vermählen zu lassen. Waren es nicht gerade noch 6 Paare gewesen? Ach du Schande, das war heute wirklich nicht ihr Tag. Aber letztendlich kannte sie das ja schon und nach einigem weiteren nachhaken beschloss sie es kurzerhand so zu deuten. Mit Paar sei heute sicherlich die Verbindung von Robe und Umhang gemeint womit es 12 Stücke je 6 an der Zahl sein müssten. Zufrieden in dem ganzen Durcheinander einen klaren Gedanken gefasst zu haben hakte sie auf die folgenden Wünsche lediglich die Farbe nach. Das hier war vertraut, letztendlich schaffte es der Gute immer wieder sich seine Tuniken abbrennen zu lassen. Sehr schön, ohne sich Notizen zu machen lehnte sie sich zurück.

Was nun folgte war wesentlich interessanter. Eine Robe nicht von gewöhnlichem Schnitt sollte folgen. Lange war es her seit sie eine solche gefertigt hatte und die Arbeit war immens. Es reizte sie tatsächlich und demnach war rasch zugestimmt. Eine Weile drehte sich das Gespräch noch um die unsinnigsten Dinge dann jedoch geleitete sie die Beiden hinaus. Bereits nach dem Abschied wusste sie nicht mehr wieviele Paare von was nun für wen hergestellt werden sollten. Es vollkommen falsch wiederholend tappte sie angemessen die Treppen hinauf nur um Oben die richtigen Schnitte vorzubereiten. Für heute jedoch würde es bei der Vorbereitung bleiben. Bereits mehr als müde wurden die Tiere versorgt, Mora gedroht und letztendlich überall abgeschlossen.

Am nächsten Morgen schlug sie die Augen auf und schwang nur wenige Liedschläge später die Beine über die Bettkannte. Gähnend warf sie einen Blick aus dem Fenster. Wie immer war wenig in ihrer Abwesenheit verändert worden. Hier am Ende der Welt dauerte es lange ehe Veränderungen ihre Spuren hinterließen. Allerdings hatte sie sich fortlocken lassen. Ein Versprechen das sie wieder näher an die Stadt trieb. Alles in ihr Sträubte sich dagegen und dennoch, sie würde es halten. Sobald die Dinge jedoch ihren Lauf nahmen würde sie sich wieder davon distanzieren. Vermutlich verlor sie dabei mehr als einen Freund. Nun denn, er war vorgewarnt und würde es tragen müssen. Schließlich traf sie ihre eigenen Entscheidungen und nur selten konnte man sie dabei leiten. Mit Karacho wurde der eben gefüllte Krug an die Wand geschleudert und sie musste über den Ausbruch tatsächlich lachen. Wo war der alte Kauz mit dem Hut und der Pfeife wenn sie seine dummen Ratschläge hören wollte? Vermutlich weilte er nicht einmal mehr in den Landen. Energisch machte sie kehrt ohne auch nur daran zu denken die Scherben zu beseitigen.


Oben angekommen setzte sie sich an den Tisch. Einige Stunden brachte sie damit zu die richtigen Stoffe auszuwählen wobei das Läuten der Hausglocke gewissenpflichtig ignoriert wurde. Ganz sicher würde sie sich jetzt nicht stören lassen. Nachdem die Stoffe bereitlagen schloss sie die Augen und stellte sich vor wie alles in einigen Wochen aussehen würde. Etliche, kleine Beutel würden ihren Platz am Kordel finden. Kräutersichel und Tasche mussten später ebenfalls von diesem getragen werden. Entschlossen Griff sie nach den Bändern und begann damit den Hüftkordel zu flechten. Geschickt arbeiteten die Finger fast alleine wodurch sie ihre Anspannung langsam aber sicher verlor. Als der Kordel endlich fertig vor ihr lag wandte sie sich den Hochzeitsroben zu. Diese würde man wohl eher benötigen und somit ging sie es an.
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