Der Klang des Holzes

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Richard Tarid

Der Klang des Holzes

Beitrag von Richard Tarid »

Es ist Nacht, der Mond lässt die Gebäude der Akademie in einem hellen Licht erstrahlen. Alles scheint ruhig zu sein, als man hin und wieder einen dumpfen Schlag einer Holzwaffe auf eine andere Holzwaffe oder einem Schild vernahm, was bis in die letzte Ecken und Winkel von Neuhaven zu hören waren. Wenn man sich der Grund der Akademie nähern würde, da würde man deutlich im Licht des Mondes die Schatten einiger Personen erkennen die dort förmlich einen Art Tanz vollführen. Der ständige Windhauch lässt hin und wieder eine Windrose um die Gestalten dort erscheinen, als seinen sie selber wie der Wind. Die Schweißtropfen die von den schmerzverzehrten Gesichtern fallen, glänzen wie Sterne als jene zu Boden fallen. Das stöhnen und die Klänge des Kämpfe vereinen das ganze zu einer harmonischen Melodie, die man dort Tag ein Tag aus vernehmen kann…
Rinijar

Beitrag von Rinijar »

Rinijar, der eher zufällig anwesend war, als zwei Nahkämpfer sich in einem Probekampf befanden, musterte die beiden Krieger eine Weile.
An den Waffenhaken, die sich an der Hauswand befanden, hing ein letztes Holzschwert, sowie ein Drachenschild aus gutem Holz.
Rinijar, eigentlich ein Fernkämpfer, griff zu den Waffen und machte sich kampfbereit.
Nach kurzer Zeit wurde er in den Probekampf mit einbezogen. eher unbeholfen, aber kämpferisch, versuchte er, die Schläge zu parieren, und dann und wann einen Hieb selber auszuteilen.
Oftmals kamen die Schwerter durch seine schlechte Deckung, und schlugen in seine Lederrüstung ein. Kurz zuckte er zusammen, jedoch war die Wucht der Holzschwerter nie allzu heftig, wodurch sich einige Hiebe aushalten ließen.

Nach einer Weile des Kampfes, und nach häufig getropften Schweißperlen, wurde ihm sein Schildarm zu schwer, und er unterbrach den Kampf.

Zwar würde ihm diese Lektion außer einigen blauen Flecken wenig einbringen, jedoch konnte er erfahren, wie sich Nahkämpfer in der Deckung verhalten, und dieses Wissen vielleicht gegen sie verwenden, wenn es drauf ankam.
"Hauptsache ich befinde mich zu der Zeit im Fernkampf", hoffte er...
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Selina Talmar
Beiträge: 457
Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Beitrag von Selina Talmar »

Rums, dumpf klang es durch die Nacht und die geöffneten Fenster des Hauses. Immer und immer wieder erklangen die dumpfen Schläge der Holzwaffen auf die Schilder. Hin und wieder mischte sich ein Aufschrei, sei es aus Wut oder aus Schmerz, das ließ sich nicht ausmachen, durch das Klopfen der Waffen. Die junge Frau blickte von den Blättern, in denen sie las auf und ging zum Fenster. Ruhig glitten ihre Augen durch die Nacht und ohne große Überraschung blickte sie zu den Kämpfenden.
Mittlerweile hatte sie sich an die Geräusche gewöhnt, doch es störte sie, dass Richard seine Nächte damit verbrachte, wenn er keine Ruhe fand. In letzter Zeit geschah dies häufiger, weswegen sie sich angewohnt hatte, die Fenster im Haus zu schließen, doch heute Nacht hatte sie sich eingeengt gefühlt und der Wind der durch die Fenster blies, war ihr ein willkommener Gast. Nur hatte sie leider nicht daran gedacht, dass Richard es liebte in der Nähe ihrer Fenster die jungen Leute zu schleifen.
Sie seufzte leise auf. In dem Moment legte sich eine Hand auf ihre Schulter und als sie den Kopf wandte blickte sie in die Augen ihres Verlobten.
„ Na quält Richard wieder die Anwärter?“ Sie nickte nur und schweigend standen sie am offenen Fenster und beobachteten, mit welcher Ausdauer Richard die jungen Leute schliff.
„ Es wird Zeit das wir den Übungsplatz fertig bekommen“, sagte sie nach einer Weile, „ dann haben wir etwas mehr Ruhe. Wobei ich habe mich langsam daran gewöhnt, dass Hier immer die Übungswaffen klingen, dazu sind wir ja auch schließlich hier.“ Sie spürte sein Nicken.
„ Aber wir sollten ihnen auch etwas anderes als Kämpfen beibringen. Ich denke sie sollten auch verstehen, dass es nicht verkehrt ist sich einmal zurück zu ziehen. Und auch andere Arten zu Kämpfen“ Sie blickt zu ihm und in seinen Augen las sie, was sie ebenfalls dachte und nicht aussprach. Es gab andere Arten zu Kämpfen nicht offen nicht ehrenhaft, aber beide wussten sie, dass sie von Ehre nicht viel hielten. Nun sie würden sehen, wie sich das machen ließ, denn hin und wieder war es nützlich so zu Kämpfen, das wussten beide aus Erfahrung. Aber das brauchte viel Feingefühl. Nicht jeder verstand es sofort und sah nicht die Notwendigkeit dazu. Aber das würde die Zeit bringen, bis dahin ließen sie sich die Anderen austoben und genossen, den Frieden in ihrem Heim.
Mit einem langen Blick schlossen sie das Fenster und kehrten dem Schauspiel den Rücken und gingen leise sprechend zum Kamin zurück und überlegten, wie sie ihre Ideen umsetzen konnten.
Trutta van Drachenfels

Beitrag von Trutta van Drachenfels »

Die Tiere waren versorgt. Nun noch Unkraut hacken. Im Trippelschritt bewegte sie sich vorwärts. Die Hacke schnellte in kurzen Abständen in die Erde, lockerte den Boden, dass die Sonne am nächsten Morgen das Wasser nicht gleich wieder aufschlecken konnte und dass die Kräuter, die dort nicht wachsen sollten, ihren festen Stand verloren und verdorrten. Reihe um Reihe kam sie Ende immer näher. Fast an den Bäumen am hinteren Zaun angelangt, vernahm sie das merkwürdige Schlagen von Holz auf Holz. Neugierig lugte sie durch das Blattwerk. Widriger Weise war der Hof der Akademie von hier aus nicht einzusehen.
Sie beeilte sich fertig zu werden. Gewöhnlich nahm sie nach der Arbeit ihr Angelzeug um den Fischlein nachzustellen, heute aber packe sie einen Korb mit Ost ging hinüber.

Über den Zaun gelehnt schaute sie zu, wie die Ausbilder ihren Schützlingen alles für den Kampf beizubringen suchten. Nach der unliebsamen Begegnung mit dem Schurken, wollte sie nicht mehr so wehrlos sein. Vielleicht könnte sie sich etwas abgucken. Als sie aber sah, wie die Schwerter auf die Schilde und Körper knallten, verwarf sie diesen Gedanken und war froh darüber, das nicht lerne zu müssen, begnügte sich mit dem Zusehen.
Andreana Steinschmelz

Beitrag von Andreana Steinschmelz »

Viel bemerkte sie von dem nächtlichen Treiben nicht. In diesen recht turbulenten Zeiten ging sie lieber noch bei Tageslicht zurück in ihre Hütte. Auch wenn sie es nicht weit hatte - es war nur einmal quer durch Neuhaven - aber man wusste nie, wer sich des Nachts in den Straßen herumtreibt.

Nur gelegentlich, immer wenn sie nicht schlafen konnte, sei es weil ihr Worte ihrer Lehrmeisterin durch den Kopf geisterten oder weil sie eine Idee hatte, dann hörte sie dumpf die Schläge. Und sie mischten sich mit den Schlägen, die sie selbst verursachte. Sie stand am Amboss und schmiedete. Ihr Schmiedehammer machte ein helles pling und die Holzschwerter in der Ferne ein dumpfes plock. Immer abwechselnd. Wie eine Unterhaltung, ein Wechselgesang. Es gehörte zusammen. Denn wer weiß, vielleicht würden eines Tages metallene Waffen klingen. Sie mussten sich alle vorbereiten. Und sie persönlich ebenso, damit die Krieger im Ernstfall gerüstet sind.

Aber auch andere sollten vorbereitet werden. Schon bald. Dann würde sie ihr Wissen weitergeben an Interessierte, die die Schmiedekunst erlernen möchten und bei der Akademie Rat suchen.

Aber bis sie sich selbst mit Recht einen Meister des Faches nennen konnte, war es noch ein ganzes Stück Arbeit. Eine Arbeit, die sie nicht nur mit Hilfe von Büchern leisten wollte. Glücklicherweise hatte sie eine wahrliche fähige Meisterin gefunden. Diese wird sie mit Sicherheit ein ganzes Stück weiterbringen.
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