Adrenalon - Geschichte ohne Namen
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Andrey von Greifenbach
Adrenalon - Geschichte ohne Namen
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Zuletzt geändert von Andrey von Greifenbach am Dienstag 29. Mai 2007, 23:21, insgesamt 5-mal geändert.
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Andrey von Greifenbach
Die ersten Tage waren schwer. Schwerer, als ich es mir eingestehen wollte.
Ich konnte den Menschen, die mir während dieser Zeit über den Weg liefen, nicht in die Augen schauen. Die lebhafte Handelsstadt Bajard..ein Alptraum.
Ich hatte mit mir selbst zu kämpfen, Verzweiflung über die vergangenen Tage war mein ständiger Begleiter. Ein freundliches Lächeln der Hafenarbeiter, Kinder, die in den Gassen vergnügt spielten.....Kinder.
Ich musste raus aus der Stadt, weg von den Menschen.
Infolgedessen verbrachte ich meine erste Zeit auf Gerimor in der Wildnis, fernab der Zivilisation und Menschen, die mich an das erinnerten, was ich nahm. Es war nicht einfach...Meine Herkunft mochte mir ein gewisses politisches Geschick veräussern, Überleben im Wald gehörte jedoch nicht dazu.
Ich stiess an meine Grenzen. Es dauerte lange, bis ich mein erstes Wild erlegen konnte, und noch länger, bis ich jenes auch geniessbar machen konnte.
Jetzt, im Nachhinein, sehe ich diese Zeit wie ein aussenstehender Beobachter. Die Tat ist zu sehen, jedoch nicht das Innere. Ich war so beschäftigt damit, zu überleben, dass alles andere versunken ward in den tiefsten Abgründen des menschlichen Seins.
Keine Emotionen, Gedanken, Gefühle. Ich war eine leblose Hülle, von Tag zu Tag vegetierend, nicht mehr als ein Tier....
Ich konnte den Menschen, die mir während dieser Zeit über den Weg liefen, nicht in die Augen schauen. Die lebhafte Handelsstadt Bajard..ein Alptraum.
Ich hatte mit mir selbst zu kämpfen, Verzweiflung über die vergangenen Tage war mein ständiger Begleiter. Ein freundliches Lächeln der Hafenarbeiter, Kinder, die in den Gassen vergnügt spielten.....Kinder.
Ich musste raus aus der Stadt, weg von den Menschen.
Infolgedessen verbrachte ich meine erste Zeit auf Gerimor in der Wildnis, fernab der Zivilisation und Menschen, die mich an das erinnerten, was ich nahm. Es war nicht einfach...Meine Herkunft mochte mir ein gewisses politisches Geschick veräussern, Überleben im Wald gehörte jedoch nicht dazu.
Ich stiess an meine Grenzen. Es dauerte lange, bis ich mein erstes Wild erlegen konnte, und noch länger, bis ich jenes auch geniessbar machen konnte.
Jetzt, im Nachhinein, sehe ich diese Zeit wie ein aussenstehender Beobachter. Die Tat ist zu sehen, jedoch nicht das Innere. Ich war so beschäftigt damit, zu überleben, dass alles andere versunken ward in den tiefsten Abgründen des menschlichen Seins.
Keine Emotionen, Gedanken, Gefühle. Ich war eine leblose Hülle, von Tag zu Tag vegetierend, nicht mehr als ein Tier....
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Andrey von Greifenbach
Im Nachhinein betrachte ich diese Zeit als Läuterung. Fernab von Luxus, von einem Leben umgeben von Bediensteten, ja, Sklaven, nur auf sich allein gestellt; es ist wie ein Schritt in eine andere Welt.
Kein Gott konnte mir helfen. Ich war auf mich allein angewiesen.
In jener Zeit war es ein Mann namens Letast, der mich davor bewahrte, vollkommen zu einer Marionette meines Schicksals zu werden.
Der Erste Mensch, der mich bewusst wahrnahm, der Worte an mich richtete, die über das irrelevante "Zum Gruss" hinausgingen. Zum ersten Male in meinem Leben geriet ich in die Situation, auf die Warmherzigkeit anderer angewiesen zu sein. Er war es, der mich aus dem Wald heraus und in die Zivilisation einbrachte. Er klärte mich auf über die Götter dieser Welt, er erklärte mir das Sein auf dieser Insel.
Damals war ich nicht imstande, dies nachvollziehen zu können. Zu tief sass der Schmerz über das, was ich getan, und folglich auch zu tief die Abneigung gegen alles, was einen Kodex vorgab.
In seiner Person sah ich die Göttin des Lichtes, Temora ward sie genannt. Er huldigte sie, sie war sein Lebensmittelpunkt. Dies war auch wohl der Grund, warum wir uns auseinander lebten.
Kein Gott der Welt sollte meinen Weg jemals wieder leiten, dies war mein Wille damals. Zuviel ward geschehen durch Verblendung, durch sinnverkehrte Interpretierung irgendwelcher Regeln.
Regeln, die das Leben einem niemals geben würde....
Kein Gott konnte mir helfen. Ich war auf mich allein angewiesen.
In jener Zeit war es ein Mann namens Letast, der mich davor bewahrte, vollkommen zu einer Marionette meines Schicksals zu werden.
Der Erste Mensch, der mich bewusst wahrnahm, der Worte an mich richtete, die über das irrelevante "Zum Gruss" hinausgingen. Zum ersten Male in meinem Leben geriet ich in die Situation, auf die Warmherzigkeit anderer angewiesen zu sein. Er war es, der mich aus dem Wald heraus und in die Zivilisation einbrachte. Er klärte mich auf über die Götter dieser Welt, er erklärte mir das Sein auf dieser Insel.
Damals war ich nicht imstande, dies nachvollziehen zu können. Zu tief sass der Schmerz über das, was ich getan, und folglich auch zu tief die Abneigung gegen alles, was einen Kodex vorgab.
In seiner Person sah ich die Göttin des Lichtes, Temora ward sie genannt. Er huldigte sie, sie war sein Lebensmittelpunkt. Dies war auch wohl der Grund, warum wir uns auseinander lebten.
Kein Gott der Welt sollte meinen Weg jemals wieder leiten, dies war mein Wille damals. Zuviel ward geschehen durch Verblendung, durch sinnverkehrte Interpretierung irgendwelcher Regeln.
Regeln, die das Leben einem niemals geben würde....
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Andrey von Greifenbach
Dieser Weg führte mich in die königliche Garde zu Varuna.
Ich glaube, unterbewusst wollte ich dadurch meine Reue zum Ausdruck bringen. Es war der Gedanke "Geh zur Garde, tu was Gutes, Irgendwas... und alles wird gut", der letztendlich den eigentlichen Anstoss gab. Heute weiss ich das, damals wusste ich es nicht. Wenn ich den Menschen, die mich nun umgaben, Helfen konnte, wo es nur ging, dann würden meine Taten ihren Schrecken verlieren und irgendwann hätte ich es geschafft und die Waagschale mit Kindermord und Meuchelei wäre der Hauch eines Nichts im Gegensatz zu jener mit den "guten" Taten.
So stürzte ich mich in die Arbeit.
Es war ein hartes Stück. Insbesondere meine Kadettenzeit war alles andere als ein Zuckerschlecken. Sehr früh schon kristallisierte sich heraus, dass nicht jeder dazu berufen war, ein guter Gardist zu sein. Um mich herum kamen und gingen Mitstreiter, und es bildete sich bald ein Stamm von Menschen, den ich auch jetzt noch als meine wahren Freunde bezeichen kann. Endurael, Ian, Leonora...
Eine Person jedoch stellte alle in den Schatten.
Darna von Elbenau zog mich bereits zu Beginn meines Gardedienstes in ihren Bann. Sie war irgendwie...anders. Fragt man mich, ob ich es benennen könnte, ich müsste verneinen.
Wir waren beide Arbeitstiere, wenn auch aus verschiedenen Gründen. Ich musste mich ablenken, musste verdrängen, und sie war letztendlich diejenige, die mich überraschte, indem sie meine Arbeitswut teilte, einfach, weil -Sie- es war. Unser Werdegang in der Garde war eng miteinander verknüpft, und es entwickelte sich ein eingespieltes Team, welches sich auch ohne Worte aufeinander verlassen konnte.
Was sich jetzt, heute, allerdings als viel wichtiger herausstellt, ist die logische Konsequenz, sich auch auf persönlicher Ebene nähergekommen zu sein. Der Glaube an Temora war ihr höchstes Gut, jedenfalls aus meiner Sicht, und ich kam nicht daherum, einen grösseren Einblick in das Leben des Glaubens zu erlangen. Es waren Momente, in denen sie einem der heiligen Schreine unbedingt einen Besuch abstatten wollte, oder wenn sie zum Gebet die Kirche aufsuchte, in denen ich mich zwangsläufig mit mir selbst auseinandersetzen musste.
Es war jedesmal ein neuer Kampf. Die Taktik der Verdrängung hatte sich als trügerisch herausgestellt, wurde ich doch öfter, als mir je lieb sein konnte, mit Geboten und Tugenden konfrontiert, die doch prinzipiell Schuld an allem hatten, was meine Seele so belastete.
In gleichem Maße, in dem wir uns näher kamen, kehrten auch die Erinnerungen zurück. Die Schuld, scheinbar verdrängt und "weggearbeitet", hatte sich nur in den tiefen, dunklen Abgründen meines Gewissens versteckt, auf den richtigen Moment wartend, um mit voller Macht zuzuschlagen und meine mühsam aufgebaute Konstruktion aus Lüge-vor-mir-selbst zu zerschlagen....
Es ist soweit. Ich kann, und will, nicht mehr wegrennen.
Ich glaube, unterbewusst wollte ich dadurch meine Reue zum Ausdruck bringen. Es war der Gedanke "Geh zur Garde, tu was Gutes, Irgendwas... und alles wird gut", der letztendlich den eigentlichen Anstoss gab. Heute weiss ich das, damals wusste ich es nicht. Wenn ich den Menschen, die mich nun umgaben, Helfen konnte, wo es nur ging, dann würden meine Taten ihren Schrecken verlieren und irgendwann hätte ich es geschafft und die Waagschale mit Kindermord und Meuchelei wäre der Hauch eines Nichts im Gegensatz zu jener mit den "guten" Taten.
So stürzte ich mich in die Arbeit.
Es war ein hartes Stück. Insbesondere meine Kadettenzeit war alles andere als ein Zuckerschlecken. Sehr früh schon kristallisierte sich heraus, dass nicht jeder dazu berufen war, ein guter Gardist zu sein. Um mich herum kamen und gingen Mitstreiter, und es bildete sich bald ein Stamm von Menschen, den ich auch jetzt noch als meine wahren Freunde bezeichen kann. Endurael, Ian, Leonora...
Eine Person jedoch stellte alle in den Schatten.
Darna von Elbenau zog mich bereits zu Beginn meines Gardedienstes in ihren Bann. Sie war irgendwie...anders. Fragt man mich, ob ich es benennen könnte, ich müsste verneinen.
Wir waren beide Arbeitstiere, wenn auch aus verschiedenen Gründen. Ich musste mich ablenken, musste verdrängen, und sie war letztendlich diejenige, die mich überraschte, indem sie meine Arbeitswut teilte, einfach, weil -Sie- es war. Unser Werdegang in der Garde war eng miteinander verknüpft, und es entwickelte sich ein eingespieltes Team, welches sich auch ohne Worte aufeinander verlassen konnte.
Was sich jetzt, heute, allerdings als viel wichtiger herausstellt, ist die logische Konsequenz, sich auch auf persönlicher Ebene nähergekommen zu sein. Der Glaube an Temora war ihr höchstes Gut, jedenfalls aus meiner Sicht, und ich kam nicht daherum, einen grösseren Einblick in das Leben des Glaubens zu erlangen. Es waren Momente, in denen sie einem der heiligen Schreine unbedingt einen Besuch abstatten wollte, oder wenn sie zum Gebet die Kirche aufsuchte, in denen ich mich zwangsläufig mit mir selbst auseinandersetzen musste.
Es war jedesmal ein neuer Kampf. Die Taktik der Verdrängung hatte sich als trügerisch herausgestellt, wurde ich doch öfter, als mir je lieb sein konnte, mit Geboten und Tugenden konfrontiert, die doch prinzipiell Schuld an allem hatten, was meine Seele so belastete.
In gleichem Maße, in dem wir uns näher kamen, kehrten auch die Erinnerungen zurück. Die Schuld, scheinbar verdrängt und "weggearbeitet", hatte sich nur in den tiefen, dunklen Abgründen meines Gewissens versteckt, auf den richtigen Moment wartend, um mit voller Macht zuzuschlagen und meine mühsam aufgebaute Konstruktion aus Lüge-vor-mir-selbst zu zerschlagen....
Es ist soweit. Ich kann, und will, nicht mehr wegrennen.
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Andrey von Greifenbach
Hoffnung, oder Verzweiflung, diese Wahl muss ich treffen.
Viel ist passiert, in den letzten Wochen und Monaten. Nie bin ich dazu gekommen, niederzuschreiben, was mich bewegte und bewegen ließ. Jetzt, hier im Kloster, habe ich genügend Zeit dazu.
Luzcilla hat mir einen Dolch in den Rücken gerammt, und es ist noch ungewiss, ob ich jemals wieder laufen kann. Ich habe noch niemanden vom Kloster gesehen, der einzigste Mensch, der immer da zu sein scheint, ist Darna.
Darna pflegt mich, reicht mir das Essen an, wechselt die oberen Verbände. Hält meine Hand. Ohne sie... ich weiss nicht, was ich tun würde.
Sie ist es jedoch auch, die mich hier, an einem Ort, den ich bis jetzt gemieden habe, mit meiner Selbst konfrontiert. Ja, auf irgendeine Weise nutzt sie die Situation, um mir ins Gewissen zu reden.
Dieses ist belastet... Und der Tod meiner Kameraden, er hat in mir etwas geweckt. Etwas, das noch stärker ist als "nur" Gewissen. Ich habe mir die Schuld gegeben am Tod der Gardisten, standen sie doch unter meinem Kommando. Niemals wäre ich auf die Idee gekommen, dass ein jeder mir versucht zu erklären, es sei nicht so. Die Konsequenz daraus ist, dass ich an mir selbst zweifele und nicht mehr weiss, wie mein Weg aussieht.
Ich liege in einem Bett, in Temoras Kloster. Ich kann mich nicht bewegen, geschweige denn aufstehen, und habe ein..Loch im Rücken.
Andere würden jetzt wohl zu Temora beten, dass ihre Wunden heilen und Sie sie behütend unter ihre Fittiche nimmt, um nicht vom wahren Weg abzuweichen.
Darna sagte, es gibt Hoffnung für mich. Ich kann diese Hoffnung nicht sehen, denn die Schuld, die auf mir lastet, ist weitab jeder Hoffnung. Ich ersticke in meiner eigenen Verzweiflung, und der Weg, der daraus resultiert, ist kein guter.
Ich habe eine Familie gemeuchelt, und auch wenn es keiner wahrhaben will, ich fühle mich auch für den Tod der Gardisten verantwortlich. Wo, frage ich mich, ist da die Hoffnung? Ich kann niemanden von ihnen wieder lebendig machen, auch wenn ich alles dafür geben würde. Und doch, es verfolgt mich. Ich erzähle es ihr nicht, aber seit ich hier in diesem Bett liege, träume ich wieder ..von damals. Die Bilder, sind sie mir doch immer präsent, erscheinen in diesen Träumen und es wirkt, als würden sie mein inneres Auge damit erschlagen wollen. Sie strömen auf mich ein und schlagen mit aller Macht zu.
Keiner wird es verstehen, auch Darna nicht. Ich sehe keine Hoffnung für mich, für die Toten. Und doch will ich nicht verzweiflen, dank Darna. Sie steht wie in Fels in meiner Brandung und will mich nicht aufgeben, mich nicht loslassen. Vielleicht ist dies der einzige Grund, warum ich diese Worte jetzt schreiben kann, ohne daran zu vergehen.
Werde ich jemals in den Spiegel sehen können, ohne das Gesicht eines Mörders zu sehen? Jemals die Erinnerungen für mich als Teil meines Lebens erkennen, ohne daran zu zerbrechen?
Darna will mir den Mut dazu geben, den Mut, mich auf das Unbekannte einzulassen. Sie hat der Heiligkeit alles erzählt...nun wissen sie es. Sie kennt meine Geschichte, und ich werde nicht umherum kommen, sie zu sehen und mit ihr zu reden.
Ich bin so weit gekommen und doch, meine Prinzipien lösen sich in Rauch auf. Temora hat mich längst erkannt, mich aufgenommen und mich akzeptiert, doch ich wehre mich dagegen. Sagt Darna. Die Zeit, wo ich davor davonlaufen kann, ist jedoch jetzt vorbei.
Hoffnung oder Verzweiflung? Ich kann diese Frage nicht beantworten und sehe nicht, wohin mich mein Weg führen wird. Und vielleicht... helfen mir nun Menschen dabei, die als Glaubenspersonen in einer gewissen Form auch verantwortlich sind für das, was geschehen. Und vielleicht...sind diese Menschen die einzigen, die mir helfen können.
Ich weiss es nicht.
Viel ist passiert, in den letzten Wochen und Monaten. Nie bin ich dazu gekommen, niederzuschreiben, was mich bewegte und bewegen ließ. Jetzt, hier im Kloster, habe ich genügend Zeit dazu.
Luzcilla hat mir einen Dolch in den Rücken gerammt, und es ist noch ungewiss, ob ich jemals wieder laufen kann. Ich habe noch niemanden vom Kloster gesehen, der einzigste Mensch, der immer da zu sein scheint, ist Darna.
Darna pflegt mich, reicht mir das Essen an, wechselt die oberen Verbände. Hält meine Hand. Ohne sie... ich weiss nicht, was ich tun würde.
Sie ist es jedoch auch, die mich hier, an einem Ort, den ich bis jetzt gemieden habe, mit meiner Selbst konfrontiert. Ja, auf irgendeine Weise nutzt sie die Situation, um mir ins Gewissen zu reden.
Dieses ist belastet... Und der Tod meiner Kameraden, er hat in mir etwas geweckt. Etwas, das noch stärker ist als "nur" Gewissen. Ich habe mir die Schuld gegeben am Tod der Gardisten, standen sie doch unter meinem Kommando. Niemals wäre ich auf die Idee gekommen, dass ein jeder mir versucht zu erklären, es sei nicht so. Die Konsequenz daraus ist, dass ich an mir selbst zweifele und nicht mehr weiss, wie mein Weg aussieht.
Ich liege in einem Bett, in Temoras Kloster. Ich kann mich nicht bewegen, geschweige denn aufstehen, und habe ein..Loch im Rücken.
Andere würden jetzt wohl zu Temora beten, dass ihre Wunden heilen und Sie sie behütend unter ihre Fittiche nimmt, um nicht vom wahren Weg abzuweichen.
Darna sagte, es gibt Hoffnung für mich. Ich kann diese Hoffnung nicht sehen, denn die Schuld, die auf mir lastet, ist weitab jeder Hoffnung. Ich ersticke in meiner eigenen Verzweiflung, und der Weg, der daraus resultiert, ist kein guter.
Ich habe eine Familie gemeuchelt, und auch wenn es keiner wahrhaben will, ich fühle mich auch für den Tod der Gardisten verantwortlich. Wo, frage ich mich, ist da die Hoffnung? Ich kann niemanden von ihnen wieder lebendig machen, auch wenn ich alles dafür geben würde. Und doch, es verfolgt mich. Ich erzähle es ihr nicht, aber seit ich hier in diesem Bett liege, träume ich wieder ..von damals. Die Bilder, sind sie mir doch immer präsent, erscheinen in diesen Träumen und es wirkt, als würden sie mein inneres Auge damit erschlagen wollen. Sie strömen auf mich ein und schlagen mit aller Macht zu.
Keiner wird es verstehen, auch Darna nicht. Ich sehe keine Hoffnung für mich, für die Toten. Und doch will ich nicht verzweiflen, dank Darna. Sie steht wie in Fels in meiner Brandung und will mich nicht aufgeben, mich nicht loslassen. Vielleicht ist dies der einzige Grund, warum ich diese Worte jetzt schreiben kann, ohne daran zu vergehen.
Werde ich jemals in den Spiegel sehen können, ohne das Gesicht eines Mörders zu sehen? Jemals die Erinnerungen für mich als Teil meines Lebens erkennen, ohne daran zu zerbrechen?
Darna will mir den Mut dazu geben, den Mut, mich auf das Unbekannte einzulassen. Sie hat der Heiligkeit alles erzählt...nun wissen sie es. Sie kennt meine Geschichte, und ich werde nicht umherum kommen, sie zu sehen und mit ihr zu reden.
Ich bin so weit gekommen und doch, meine Prinzipien lösen sich in Rauch auf. Temora hat mich längst erkannt, mich aufgenommen und mich akzeptiert, doch ich wehre mich dagegen. Sagt Darna. Die Zeit, wo ich davor davonlaufen kann, ist jedoch jetzt vorbei.
Hoffnung oder Verzweiflung? Ich kann diese Frage nicht beantworten und sehe nicht, wohin mich mein Weg führen wird. Und vielleicht... helfen mir nun Menschen dabei, die als Glaubenspersonen in einer gewissen Form auch verantwortlich sind für das, was geschehen. Und vielleicht...sind diese Menschen die einzigen, die mir helfen können.
Ich weiss es nicht.
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Andrey von Greifenbach
Die Frage ist immer, wie weit man gehen möchte für das, was man erreichen will.
Weiss man allerdings nicht, was man möchte, dann passiert es leicht, dass man die Grenzen überschreitet und hinter sich nichts mehr als einen bodenlosen Abgrund findet.
An diesem Punkt befinde ich mich.
Ich weiss nun, dass es keinen Sinn hat, sich hinter Selbstmitleid, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit zu verstecken. Was ich allerdings nicht kenne, ist der Weg, der mir nun bevorsteht. Die Grenzen, die meine Prinzipien mir vorlegten, habe ich schon längst überschritten. Darna sagte, es gibt immer Hoffnung, und der Weg sei nie zuende.
Was nun? Sie hat es geschafft, mich zu befreien und mir die Richtung zu zeigen. Und sie wird mir beistehen. Und doch, die Angst vor einem Fehlschlag und dem damit verbundenen unwiderruflichen Fall ist groß.
Irgendwann einmal soll ich mit meiner Vergangenheit im Reinen sein und damit leben können, ohne daran zu zerbrechen, jedesmal ein weiteres kleines Stück. Keine tote Familie, keine toten Kameraden mehr jede Nacht.
Ein Spiegel, der zeigt, was ich bin, und nicht, was ich getan habe. Wird das möglich sein? Darna sagt Ja, und ich glaube ihr.
Die Konsequenz wird sein, dass ich meine Prinzipien über Bord werfen muss. Ich muss mich wieder auf das einlassen, was ich im Tiefsten verabscheue, denn es ist nicht unschuldig an dem, was ich getan habe.
Glauben.
Temora soll mir helfen, mit mir ins Reine zu kommen. Temora, die Gütige. Wie weit kann ihre Güte gehen? Das gilt es herauszufinden. Denke ich jetzt daran, sind meine Zweifel so beharrlich und verschlossen in mir verankert, dass ich in das Dunkel vor mir blicke und doch kein Licht sehe.
***
Die Heiligkeit weiss nun Bescheid. Sie weiss es und spricht mir doch Hoffnung zu, genau, wie Darna. Alle um mich herum glauben an mich, helfen mir, soweit ich es zulasse. Habe ich das verdient? Und haben sie es verdient, das ich diese Hilfe nur langsam und spärlich an mich ranlasse? Ist es nicht nur purer Hohn, den sie empfinden müssen, wenn sie spüren, wie sehr ich mich dagegen wehre?
Ich habe lange darüber nachdenken müssen, und ich glaube, es ist Hoffnung, die sie dazu antreibt. Hoffnung für mich. Selbst der Hauptmann will mich nicht in Ruhe lassen und treibt mich an.
Ich kann froh sein, dass ich solche Menschen um mich herum habe. Menschen, die meine Freunde sind. Die nicht aufgeben wollen.
Vielleicht sollte ich aufhören, mich selbst zu zermarten, und einfach mal hoffen. Hoffen, das diese Menschen mir zeigen, was das Leben für mich vorgesehen hat.
Weiss man allerdings nicht, was man möchte, dann passiert es leicht, dass man die Grenzen überschreitet und hinter sich nichts mehr als einen bodenlosen Abgrund findet.
An diesem Punkt befinde ich mich.
Ich weiss nun, dass es keinen Sinn hat, sich hinter Selbstmitleid, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit zu verstecken. Was ich allerdings nicht kenne, ist der Weg, der mir nun bevorsteht. Die Grenzen, die meine Prinzipien mir vorlegten, habe ich schon längst überschritten. Darna sagte, es gibt immer Hoffnung, und der Weg sei nie zuende.
Was nun? Sie hat es geschafft, mich zu befreien und mir die Richtung zu zeigen. Und sie wird mir beistehen. Und doch, die Angst vor einem Fehlschlag und dem damit verbundenen unwiderruflichen Fall ist groß.
Irgendwann einmal soll ich mit meiner Vergangenheit im Reinen sein und damit leben können, ohne daran zu zerbrechen, jedesmal ein weiteres kleines Stück. Keine tote Familie, keine toten Kameraden mehr jede Nacht.
Ein Spiegel, der zeigt, was ich bin, und nicht, was ich getan habe. Wird das möglich sein? Darna sagt Ja, und ich glaube ihr.
Die Konsequenz wird sein, dass ich meine Prinzipien über Bord werfen muss. Ich muss mich wieder auf das einlassen, was ich im Tiefsten verabscheue, denn es ist nicht unschuldig an dem, was ich getan habe.
Glauben.
Temora soll mir helfen, mit mir ins Reine zu kommen. Temora, die Gütige. Wie weit kann ihre Güte gehen? Das gilt es herauszufinden. Denke ich jetzt daran, sind meine Zweifel so beharrlich und verschlossen in mir verankert, dass ich in das Dunkel vor mir blicke und doch kein Licht sehe.
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Die Heiligkeit weiss nun Bescheid. Sie weiss es und spricht mir doch Hoffnung zu, genau, wie Darna. Alle um mich herum glauben an mich, helfen mir, soweit ich es zulasse. Habe ich das verdient? Und haben sie es verdient, das ich diese Hilfe nur langsam und spärlich an mich ranlasse? Ist es nicht nur purer Hohn, den sie empfinden müssen, wenn sie spüren, wie sehr ich mich dagegen wehre?
Ich habe lange darüber nachdenken müssen, und ich glaube, es ist Hoffnung, die sie dazu antreibt. Hoffnung für mich. Selbst der Hauptmann will mich nicht in Ruhe lassen und treibt mich an.
Ich kann froh sein, dass ich solche Menschen um mich herum habe. Menschen, die meine Freunde sind. Die nicht aufgeben wollen.
Vielleicht sollte ich aufhören, mich selbst zu zermarten, und einfach mal hoffen. Hoffen, das diese Menschen mir zeigen, was das Leben für mich vorgesehen hat.
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Andrey von Greifenbach
Mit vorsichtigen, langsamen Bewegungen erhob ich mich vom Bett, stütze mich an der Kante ab. Jenes Bett, welches mir 3 Wochen lang...ein Heim? war.
Ich kann wieder laufen. Meine Verletzung ist sogut wie abgeheilt, nur eine kleine Narbe dort, wo der Dolch sich in meine Eingeweide bohrte, wird bleiben.
Was ist schon eine kleine Narbe am Rücken, wenn man sich mit viel größeren, tieferen Wunden beschäftigen muss...welche zudem noch nicht geheilt sind?
Dies stand mir bevor... der Weg zu meinem ersten Gespräch mit jener, die oft einfach nur Heiligkeit genannt wird. Darna war bei mir..und dennoch, das Glück, dieses Gefühl bei den ersten Schritten, wie Neugeboren.... und es verflog, als mir bewusst wurde, wohin mich diese ersten Schritte führen würden. Die Wunden, die es jetzt zu heilen gilt.. Mein Weg führte darauf zu, und doch, auch ein Stück weg von mir selbst, wie es mir schien. Was würde mich erwarten? Wo würde es mich hinführen? Dieselben Fragen, die ich mir stelle, seit ich in diesem Kloster verweile.
***
Keine Heiligkeit. Aber ein Baum.
Der Baum des Lichtes... ein Zuhause. Darnas Zuhause, die Seelen der Kinder Temoras.. das Licht, Temora selbst... was ist der Baum? Er kann vieles sein und doch, es liegt bei jedem selbst, die Erklärung zu finden. Der Baum ist vieles...
Ich kann es noch nicht sagen. Aber das Gefühl, vor diesem Baum zu stehen, ich .. kannte es auf eine Art, und auf eine andere Art wieder nicht. Es erinnerte mich an den fanatischen Glauben meines Vaters, an die Atmosphäre, das Gefühl, wenn er mich lehrte. Und doch, an diesem Baum zu stehen hatte nichts Beklemmendes, Fremdes oder gar Abstoßendes an sich. Es war nicht Zwanghaft.. ich fühlte einfach nur. Und dieses Gefühl war unbeschreiblich. Es war, als fielen die Lasten, dich ich nun schon so lange mit mir trage, von mir ab als wären sie niemals da gewesen.
Der Baum hat die Kraft des Heilens, und ich spürte, dass er meine Wunden zumindest zu einem Teil... geheilt hat. Jetzt, wie ich diese Worte schreibe, erkenne ich dies und dennoch ist es mir fern, zu sagen, ich sei auf dem richtigen Weg. Ein Baum alleine kann nicht erreichen, was ich selbst nie geschafft habe. Trotzdem gab er mir eine Hoffnung, die ich mir selbst verweigerte.
Ich werde gewiss nicht das letzte Mal an diesem Baum gestanden haben. Aber es gehört mehr dazu. Komischerweise...habe ich jetzt keine Angst mehr davor.
Ich kann wieder laufen. Meine Verletzung ist sogut wie abgeheilt, nur eine kleine Narbe dort, wo der Dolch sich in meine Eingeweide bohrte, wird bleiben.
Was ist schon eine kleine Narbe am Rücken, wenn man sich mit viel größeren, tieferen Wunden beschäftigen muss...welche zudem noch nicht geheilt sind?
Dies stand mir bevor... der Weg zu meinem ersten Gespräch mit jener, die oft einfach nur Heiligkeit genannt wird. Darna war bei mir..und dennoch, das Glück, dieses Gefühl bei den ersten Schritten, wie Neugeboren.... und es verflog, als mir bewusst wurde, wohin mich diese ersten Schritte führen würden. Die Wunden, die es jetzt zu heilen gilt.. Mein Weg führte darauf zu, und doch, auch ein Stück weg von mir selbst, wie es mir schien. Was würde mich erwarten? Wo würde es mich hinführen? Dieselben Fragen, die ich mir stelle, seit ich in diesem Kloster verweile.
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Keine Heiligkeit. Aber ein Baum.
Der Baum des Lichtes... ein Zuhause. Darnas Zuhause, die Seelen der Kinder Temoras.. das Licht, Temora selbst... was ist der Baum? Er kann vieles sein und doch, es liegt bei jedem selbst, die Erklärung zu finden. Der Baum ist vieles...
Ich kann es noch nicht sagen. Aber das Gefühl, vor diesem Baum zu stehen, ich .. kannte es auf eine Art, und auf eine andere Art wieder nicht. Es erinnerte mich an den fanatischen Glauben meines Vaters, an die Atmosphäre, das Gefühl, wenn er mich lehrte. Und doch, an diesem Baum zu stehen hatte nichts Beklemmendes, Fremdes oder gar Abstoßendes an sich. Es war nicht Zwanghaft.. ich fühlte einfach nur. Und dieses Gefühl war unbeschreiblich. Es war, als fielen die Lasten, dich ich nun schon so lange mit mir trage, von mir ab als wären sie niemals da gewesen.
Der Baum hat die Kraft des Heilens, und ich spürte, dass er meine Wunden zumindest zu einem Teil... geheilt hat. Jetzt, wie ich diese Worte schreibe, erkenne ich dies und dennoch ist es mir fern, zu sagen, ich sei auf dem richtigen Weg. Ein Baum alleine kann nicht erreichen, was ich selbst nie geschafft habe. Trotzdem gab er mir eine Hoffnung, die ich mir selbst verweigerte.
Ich werde gewiss nicht das letzte Mal an diesem Baum gestanden haben. Aber es gehört mehr dazu. Komischerweise...habe ich jetzt keine Angst mehr davor.
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Andrey von Greifenbach
Ein Mann verließ die Klosterpforte. Ein Mann, mit einem sanften, die Lippen umspielenden Lächeln. Er schaute sich um..Links, rechts, links. Dann stellte er seinen Kragen zum Schutze vor dem unpässlichen Wetter hoch, stemmte die Hände in die Taschen und stapfte los. Er lächelte immernoch.
***
Das Gespräch mit der Heiligkeit.. Ich weiss nicht genau, wie ich beschreiben soll. Vielleicht kann ich das auch garnicht. Wir saßen unter diesem Baum. Und wir redeten. Das ist.. eigentlich alles. Das klingt sicher nicht sehr originell, aber.. das gesprochene Wort verliert sein Gewicht, wenn ich es hier festhalte. Ein jeder, der mein Leiden in sich erkennt, muss sich einer Aufgabe stellen, die in keinem Regelwerk steht.
Ich konte frei reden. Ich bin sicher, die Kraft, das Leben, welches in diesem Baum verwirklicht wird, hat mich bestärkt und nahm mir den Ballast, der es mir so schwer macht, das Geschehene zu akzeptieren und der Zukunft ins Auge zu sehen. Ein Auge ist es auch, was über uns wacht, das ist mir klar geworden, als ich meine Wanderung beendet habe, um diese Worte niederzuschreiben und für die Nachwelt festzuhalten, in der Hoffnung, daß der, welcher sie lesen mag, den entscheidenden Schritt mit erhobenem Haupt zu gehen wagt.
"Temora hat dich längst gefunden, und wartet nur darauf, daß du es ebenso tust."
Der Schrein der Demut
Demut - vor wem? Vor seinem Hauptmann? Seinem König? Seiner Mutter? Demut bedeutet nicht, den Kopf zu neigen vor allem, was groß ist. Demut bedeutet, im entscheidenden Moment zu wissen, wo man hingehört und wer man ist. Der Mensch redet von Demut in allem, was er als heilig und wertvoll betrachtet. Nur wenige jedoch nehmen das Wort bedacht in den Mund. Demut ist nicht immer Respekt und Unterwürfigkeit.
Im richtigen Moment zu wissen, ob man siegreich aus dem Kampfe gehen kann... Im richtigen Moment zu wissen, wo die Menschen sind, welche wichtig sind...
Verlieren oder gewinnen, Lieben oder hassen, richtig oder falsch... Alles Dinge, welche durch Demut erst zu dem werden, als was der Mensch sie erachtet. Ein jeder Mensch ist demütig, wenn auch auf verschiedenste Weise. Man zeigt, was man ist, oder man lässt es bleiben.
Ich zeige Demut vor denen, die durch meine Hand fielen. Sie sind jetzt an einem Ort, wo sie mich sehen können, und warten, darauf, was ich bin, was ich sein will. Durch Demut weiss ich, das es falsch war. Und durch meine Sicht der Demut bin ich bereit, dies zu akzeptieren und zu ändern.
Schrein der Gerechtigkeit
Gerechtigkeit... ein hohles Wort in vielen Ohren. Was Gerechtigkeit ist, vermag niemand zu sagen, denn jeder hat eine andere Sicht. Gerechtigkeit wird begründet von Gesetzen, richtet man sich nach dem Königreich, oder durch eigenes, subjektives Empfinden, wenn man nicht gewillt ist, sich an Gesezten zu orientieren. Dabei gilt ein moralischer Kodex, der in den verschiedenen Regionen dieser Welt individuell ausgelegt wird. Fühlt der Eine sich gerecht behandelt, kann der Andere in der gleichen Sache ein tiefes Gefühl der Ungerechtigkeit empfinden.
Es wird niemals absolute Gerechtigkeit herrschen. Was des einen Gerechtigkeit, ist des anderen Strafe.
Auch ich spreche mich nicht von meiner eigenen Gerechtigkeit frei. Ich verlasse mich darauf, dass das, was ich tue gerecht ist. Sollte dies nicht der Fall sein, so muss ich mich verbessern. Darin liegt das Streben eines jeden Menschens, und ich glaube, ich bin auf einem gutem Weg.
Schrein des Mitgefühls
Mitgefühl und Gerechtigkeit liegen oft nah beieinander. Wer "gerecht" lebt, der kennt die Bedeutung von Mitgefühl. Jedoch, auch hier, gilt, entweder man fühlt mit, oder man tut es nicht.
Mitgefühl muss, und ist es meist, ein Begleiter sein. Wer nicht mitfühlen kann, ist auch zu keiner sonstigen Emfindung fähig. Mitgefühl lenkt das Leben der "Guten", und das der "Schlechten". Der eine hat es. Der andere nicht. Mitgefühl kann ausgenutzt werden, wodurch es bei jedem selbst liegt, wie weit er es zulässt.
Wer rechtens lebt, besitzt dieses Mitgefühl. Ich versuche, rechtens zu leben, weil es richtig für mich ist. Und es richtig für die, die vielleicht nie Mitgefühl bekommen haben.
Fortsetzung folgt.
***
Das Gespräch mit der Heiligkeit.. Ich weiss nicht genau, wie ich beschreiben soll. Vielleicht kann ich das auch garnicht. Wir saßen unter diesem Baum. Und wir redeten. Das ist.. eigentlich alles. Das klingt sicher nicht sehr originell, aber.. das gesprochene Wort verliert sein Gewicht, wenn ich es hier festhalte. Ein jeder, der mein Leiden in sich erkennt, muss sich einer Aufgabe stellen, die in keinem Regelwerk steht.
Ich konte frei reden. Ich bin sicher, die Kraft, das Leben, welches in diesem Baum verwirklicht wird, hat mich bestärkt und nahm mir den Ballast, der es mir so schwer macht, das Geschehene zu akzeptieren und der Zukunft ins Auge zu sehen. Ein Auge ist es auch, was über uns wacht, das ist mir klar geworden, als ich meine Wanderung beendet habe, um diese Worte niederzuschreiben und für die Nachwelt festzuhalten, in der Hoffnung, daß der, welcher sie lesen mag, den entscheidenden Schritt mit erhobenem Haupt zu gehen wagt.
"Temora hat dich längst gefunden, und wartet nur darauf, daß du es ebenso tust."
Der Schrein der Demut
Demut - vor wem? Vor seinem Hauptmann? Seinem König? Seiner Mutter? Demut bedeutet nicht, den Kopf zu neigen vor allem, was groß ist. Demut bedeutet, im entscheidenden Moment zu wissen, wo man hingehört und wer man ist. Der Mensch redet von Demut in allem, was er als heilig und wertvoll betrachtet. Nur wenige jedoch nehmen das Wort bedacht in den Mund. Demut ist nicht immer Respekt und Unterwürfigkeit.
Im richtigen Moment zu wissen, ob man siegreich aus dem Kampfe gehen kann... Im richtigen Moment zu wissen, wo die Menschen sind, welche wichtig sind...
Verlieren oder gewinnen, Lieben oder hassen, richtig oder falsch... Alles Dinge, welche durch Demut erst zu dem werden, als was der Mensch sie erachtet. Ein jeder Mensch ist demütig, wenn auch auf verschiedenste Weise. Man zeigt, was man ist, oder man lässt es bleiben.
Ich zeige Demut vor denen, die durch meine Hand fielen. Sie sind jetzt an einem Ort, wo sie mich sehen können, und warten, darauf, was ich bin, was ich sein will. Durch Demut weiss ich, das es falsch war. Und durch meine Sicht der Demut bin ich bereit, dies zu akzeptieren und zu ändern.
Schrein der Gerechtigkeit
Gerechtigkeit... ein hohles Wort in vielen Ohren. Was Gerechtigkeit ist, vermag niemand zu sagen, denn jeder hat eine andere Sicht. Gerechtigkeit wird begründet von Gesetzen, richtet man sich nach dem Königreich, oder durch eigenes, subjektives Empfinden, wenn man nicht gewillt ist, sich an Gesezten zu orientieren. Dabei gilt ein moralischer Kodex, der in den verschiedenen Regionen dieser Welt individuell ausgelegt wird. Fühlt der Eine sich gerecht behandelt, kann der Andere in der gleichen Sache ein tiefes Gefühl der Ungerechtigkeit empfinden.
Es wird niemals absolute Gerechtigkeit herrschen. Was des einen Gerechtigkeit, ist des anderen Strafe.
Auch ich spreche mich nicht von meiner eigenen Gerechtigkeit frei. Ich verlasse mich darauf, dass das, was ich tue gerecht ist. Sollte dies nicht der Fall sein, so muss ich mich verbessern. Darin liegt das Streben eines jeden Menschens, und ich glaube, ich bin auf einem gutem Weg.
Schrein des Mitgefühls
Mitgefühl und Gerechtigkeit liegen oft nah beieinander. Wer "gerecht" lebt, der kennt die Bedeutung von Mitgefühl. Jedoch, auch hier, gilt, entweder man fühlt mit, oder man tut es nicht.
Mitgefühl muss, und ist es meist, ein Begleiter sein. Wer nicht mitfühlen kann, ist auch zu keiner sonstigen Emfindung fähig. Mitgefühl lenkt das Leben der "Guten", und das der "Schlechten". Der eine hat es. Der andere nicht. Mitgefühl kann ausgenutzt werden, wodurch es bei jedem selbst liegt, wie weit er es zulässt.
Wer rechtens lebt, besitzt dieses Mitgefühl. Ich versuche, rechtens zu leben, weil es richtig für mich ist. Und es richtig für die, die vielleicht nie Mitgefühl bekommen haben.
Fortsetzung folgt.
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Andrey von Greifenbach
Schrein der Tapferkeit
Tapferkeit ist ein großes Wort. Tapferkeit findet seinen Weg in die Geschichtsbücher der Gelehrten, in die Lieder der Wanderbarden und ist nur zu oft ein missbrauchtes Wort an den abendlichen Lagerfeuern der Abenteurer.
Jedoch, wer weiss schon, welche Werte dahinterstecken? Ist es tapfer, dass ein stolzer Recke den alles vernichtenden Dämon zur Strecke bringt? Oder ist es vielleicht bereits ein Zeichen der Tapferkeit, wenn ein schüchterner Bauersjunge sich überwindet, der Dame seines Herzens seine Liebe zu gestehen...
Ich denke, ich kann immer dann von Tapferkeit sprechen, wenn die Menschen es schaffen, über ihren eigenen Horizont hinauszusehen. Wenn sie es fertigbringen, ihre Ängste zu überwinden und Wege einzuschlagen, deren Gang trotz aller "Gefahren" für sie selbst und alle anderen eine neue Hoffnung bringt. So ist es tapfer von mir zu vetrauen auf die, die mir helfen. Es ist tapfer, wenn ich mit aller Macht versuche, zu akzeptieren. Zu Lernen aus den Fehlern der Vergangenheit. Letztendlich... ist Tapferkeit nichts anderes, als den rechten Weg zu suchen, zu finden.. aber vor allem, diesen letztendlich zu beschreiten.
Schrein der Opferbereitschaft
Opferbereitschaft ist ein Prinzip, welches seit Anbeginn der Zeit ein seltenes Gut darstellt. Kaum einer ist bereit, einen Teil seiner Selbst, seines Besitzes zu geben, um damit etwas zu erreichen, was im subjektiven Sinne weniger "Wert" besitzt als das Gegebene. Ein Großteil ist zu sehr materialistisch orientiert, um für andere ein Opfer zu bringen, welches das eigene Selbst in irgendeiner Form einschränkt.
Man sagt, die Reichen werden immer reicher, während die Armen immer ärmer werden. Dies sei auf weltlicher Ebene das Ergebnis mangelnder Opferbereitschaft.
Wenn die Menschen, die einem am meissten bedeuten, bereit sind, ihr eigenes Wohl zurückzustellen und Hindernisse bewusst in Kauf zu nehmen, um damit einem selbst auf seinem Weg zu helfen, beharrlich, dann ist das wahre Opferbereitschaft.
Seine eigenen Bedürfnisse für Freundschaft, und Ehre.. zurückstellen, das ist Opferbereitschaft.
Schrein der Ehre
Vieler Bestreben ist es, ihren Namen im gleichen Atemzug mit Ehre zu hören. Große Heldentaten gehen einher mit Ehre, große Kämpfer behaupten von sich selbst ehrhaft zu sein, und doch ist Ehre eine Tugend, welcher sich nur wenige bewusst sein dürften.
Ehre ergibt sich in meinem Sinne aus demütigem, gerechtem und mitfühlendem Handeln. Erst wenn diese 3 Tugenden ihre Einigkeit in einer Person finden, kann diese ehrhaftes Handeln bewirken und sie verdient dieses Prädikat. So kann es sein, dass der umherschweifende, verdreckte und verpönte Landstreicher ein ehrbarer Mensch ist, wogegen der Gardist, welcher ihn möglicherweise grob der Stadt verweist, sicherlich kein gutes Beispiel ist. Ehre definiert sich nicht durch die Person und den Status selbst, sondern durch die _Beweggründe_ ihrer Taten.
Sie soll der Antrieb, und zugleich der Lohn des Guten sein, denn durch sie erfährt das Licht seine Daseinsberechtigung und der Mann seinen Namen...
Schrein der Geistigkeit
Der Geist ist das Zentrum unseres Denkens, Handelns, und Fühlens. Geht alles verloren, verliert der Körper seine Existenzberechtigung und die weltliche Frist ist an ihrem Ende angelagt, ist der Geist das, was übrig bleibt. Er ist die Essenz unseres Seins. Vielleicht kann ich den Geist als Band betrachten, Band zwischen unserer Seele und Temora selbst. Dieses Band zu beschreiben.. zu erfassen in seiner ganzen Vielfalt und Individualität.. es ist sicherlich keinem Sterblichen möglich. Spreche ich oft über einen Weg, den es zu finden und zu beschreiten gilt, ist der Geist demzufolge wohl an allem Anfang, und allem Ende gestellt. Er ist allgegenwärtig und letztenendes unser Schlüssel.
Der Schlüssel, welcher uns den Weg der Tugenden beschreiten lassen kann, wenn wir es möchten. Aber auch das Werkzeug, welches uns diesen Weg versperrt, benutzen wir es nicht richtig.
Entweder wir öffnen damit die Türe und finden alles umfassende Erfüllung, oder wir werfen ihn weg. Und somit auch die einzigste Möglichkeit, ein tugendhaftes Leben zu führen und das wahre Ziel der Unsterblichkeit zu erreichen.
Tapferkeit ist ein großes Wort. Tapferkeit findet seinen Weg in die Geschichtsbücher der Gelehrten, in die Lieder der Wanderbarden und ist nur zu oft ein missbrauchtes Wort an den abendlichen Lagerfeuern der Abenteurer.
Jedoch, wer weiss schon, welche Werte dahinterstecken? Ist es tapfer, dass ein stolzer Recke den alles vernichtenden Dämon zur Strecke bringt? Oder ist es vielleicht bereits ein Zeichen der Tapferkeit, wenn ein schüchterner Bauersjunge sich überwindet, der Dame seines Herzens seine Liebe zu gestehen...
Ich denke, ich kann immer dann von Tapferkeit sprechen, wenn die Menschen es schaffen, über ihren eigenen Horizont hinauszusehen. Wenn sie es fertigbringen, ihre Ängste zu überwinden und Wege einzuschlagen, deren Gang trotz aller "Gefahren" für sie selbst und alle anderen eine neue Hoffnung bringt. So ist es tapfer von mir zu vetrauen auf die, die mir helfen. Es ist tapfer, wenn ich mit aller Macht versuche, zu akzeptieren. Zu Lernen aus den Fehlern der Vergangenheit. Letztendlich... ist Tapferkeit nichts anderes, als den rechten Weg zu suchen, zu finden.. aber vor allem, diesen letztendlich zu beschreiten.
Schrein der Opferbereitschaft
Opferbereitschaft ist ein Prinzip, welches seit Anbeginn der Zeit ein seltenes Gut darstellt. Kaum einer ist bereit, einen Teil seiner Selbst, seines Besitzes zu geben, um damit etwas zu erreichen, was im subjektiven Sinne weniger "Wert" besitzt als das Gegebene. Ein Großteil ist zu sehr materialistisch orientiert, um für andere ein Opfer zu bringen, welches das eigene Selbst in irgendeiner Form einschränkt.
Man sagt, die Reichen werden immer reicher, während die Armen immer ärmer werden. Dies sei auf weltlicher Ebene das Ergebnis mangelnder Opferbereitschaft.
Wenn die Menschen, die einem am meissten bedeuten, bereit sind, ihr eigenes Wohl zurückzustellen und Hindernisse bewusst in Kauf zu nehmen, um damit einem selbst auf seinem Weg zu helfen, beharrlich, dann ist das wahre Opferbereitschaft.
Seine eigenen Bedürfnisse für Freundschaft, und Ehre.. zurückstellen, das ist Opferbereitschaft.
Schrein der Ehre
Vieler Bestreben ist es, ihren Namen im gleichen Atemzug mit Ehre zu hören. Große Heldentaten gehen einher mit Ehre, große Kämpfer behaupten von sich selbst ehrhaft zu sein, und doch ist Ehre eine Tugend, welcher sich nur wenige bewusst sein dürften.
Ehre ergibt sich in meinem Sinne aus demütigem, gerechtem und mitfühlendem Handeln. Erst wenn diese 3 Tugenden ihre Einigkeit in einer Person finden, kann diese ehrhaftes Handeln bewirken und sie verdient dieses Prädikat. So kann es sein, dass der umherschweifende, verdreckte und verpönte Landstreicher ein ehrbarer Mensch ist, wogegen der Gardist, welcher ihn möglicherweise grob der Stadt verweist, sicherlich kein gutes Beispiel ist. Ehre definiert sich nicht durch die Person und den Status selbst, sondern durch die _Beweggründe_ ihrer Taten.
Sie soll der Antrieb, und zugleich der Lohn des Guten sein, denn durch sie erfährt das Licht seine Daseinsberechtigung und der Mann seinen Namen...
Schrein der Geistigkeit
Der Geist ist das Zentrum unseres Denkens, Handelns, und Fühlens. Geht alles verloren, verliert der Körper seine Existenzberechtigung und die weltliche Frist ist an ihrem Ende angelagt, ist der Geist das, was übrig bleibt. Er ist die Essenz unseres Seins. Vielleicht kann ich den Geist als Band betrachten, Band zwischen unserer Seele und Temora selbst. Dieses Band zu beschreiben.. zu erfassen in seiner ganzen Vielfalt und Individualität.. es ist sicherlich keinem Sterblichen möglich. Spreche ich oft über einen Weg, den es zu finden und zu beschreiten gilt, ist der Geist demzufolge wohl an allem Anfang, und allem Ende gestellt. Er ist allgegenwärtig und letztenendes unser Schlüssel.
Der Schlüssel, welcher uns den Weg der Tugenden beschreiten lassen kann, wenn wir es möchten. Aber auch das Werkzeug, welches uns diesen Weg versperrt, benutzen wir es nicht richtig.
Entweder wir öffnen damit die Türe und finden alles umfassende Erfüllung, oder wir werfen ihn weg. Und somit auch die einzigste Möglichkeit, ein tugendhaftes Leben zu führen und das wahre Ziel der Unsterblichkeit zu erreichen.
Zuletzt geändert von Andrey von Greifenbach am Sonntag 15. April 2007, 00:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Andrey von Greifenbach
Bereits auf ihrer ersten Reise auf den Pfaden der alten Hüter hatte er eine tiefe innere Ruhe gespürt, welche er zuvor selbst am heiligen Baum im Kloster nur vielleicht im Ansatz in sich erkannte.
Die zweite Reise der kleinen Gruppe sollte noch viel mehr für ihn bereitstellen.
Diese Gruppe.. für den Aussenstehenden vermutlich ein wilder Haufen von Charakteren unterschiedlichsten Ursprungs, ja, nichteinmal eine gemeinsame Rasse konnte als Basis für ihr Unternehmen stehen, hatte doch etwas gemeinsam, was das Verstehen.. das Empfinden der meissten wohl übersteigt. Den aus tiefstem Herzen kommenden Willen, die Aufgabe der alten Hüter erneut aufzunehmen, Caprines Erbe fortzuführen und wenn man es so will.. das Band der Gedanken, welche sich nur darum drehten, diese Welt zukünftig vor Unheil zu schützen. Es verband diese Gruppe untrennbar miteinander und es würde sich zeigen, dass jene Verbindung nun für die Ewigkeit galt.
Ein zweites Mal folgten sie dem Pfad der Tugenden.. der viel mehr war als ein Hürdenlauf zur Erlangung des Schwertes.. für ihn war es ein Weg des Herzens. Ein steiniger Pfad, der jene, welche das Band zusammenhielt, prüfte.
Ist dein Herz rein...weisst du um die Bedeutung der Tugenden? Gehen wir den Pfad der Tugenden, folgen wir vielleicht nicht einmal nur Temora. Wir dienen ihr und sind ihr Arm, aber vielleicht ist es viel mehr als das. Elfen, Geschöpfe, welche ihre Bestimmung viel mehr bei der Mutter und ihrem Werk sehen... es zeigt sich, dass ihre Herzen und ihr Geist ebenso tugendhaft sein können, obwohl sie nicht im Namen der Lichtbringerin handeln.. leben.
Dass gerade er, der nichts vorweisen konnte ausser seine Person und seine Gedankenwelt, gewählt wurde für die schwere Aufgabe eines der 7 Hüter, nahm ihm alle Zweifel. Zu siebend reinigten sie das Schwert zeremoniell von dem unreinen Blut Kryndlagor`s, und zu siebend würde es in alle Ewigkeit ihre Aufgabe sein, das Schwert wie eh und je zu behüten. Temora selbst wählte sie, ungeachtet dessen, was sie waren, sondern viel mehr darum, wie ihr Herz bestimmt war. Was konnte bedeutsamer, bestimmter sein als ihr Urteil selbst?
Ich weiss nun, dass sie mich in ihre Arme geschlossen hat. Trotz allem, was geschehen ist, was ich zu verantworten habe, weiss ich durch sie, dass mein Herz rein ist. Lange hat es gedauert, bis ich dies von mir sagen darf, und noch viel länger, bis ich es akzeptiert habe. Sie hat es mir gezeigt, und ich fühle mich geborgen.
Es geht nicht darum, ihren Namen sooft wie möglich zu huldigen, sondern viel mehr darum, die Werte, die hinter ihrem Geiste stehen, zu leben.
*******
Zu siebend verließen sie den Pfad der Hüter. Vier Menschen und Drei Elfen, welche auserwählt wurden für den Pfad des Adlerritters.
Vier Menschen und Drei Elfen, die die generationenalte Aufgabe der Hüter, dass Erbe Caprines, wiederaufnehmen würden und mit Geist, Seele, und Körper dafür einstehen werden.
Bis in alle Ewigkeit.
Die zweite Reise der kleinen Gruppe sollte noch viel mehr für ihn bereitstellen.
Diese Gruppe.. für den Aussenstehenden vermutlich ein wilder Haufen von Charakteren unterschiedlichsten Ursprungs, ja, nichteinmal eine gemeinsame Rasse konnte als Basis für ihr Unternehmen stehen, hatte doch etwas gemeinsam, was das Verstehen.. das Empfinden der meissten wohl übersteigt. Den aus tiefstem Herzen kommenden Willen, die Aufgabe der alten Hüter erneut aufzunehmen, Caprines Erbe fortzuführen und wenn man es so will.. das Band der Gedanken, welche sich nur darum drehten, diese Welt zukünftig vor Unheil zu schützen. Es verband diese Gruppe untrennbar miteinander und es würde sich zeigen, dass jene Verbindung nun für die Ewigkeit galt.
Ein zweites Mal folgten sie dem Pfad der Tugenden.. der viel mehr war als ein Hürdenlauf zur Erlangung des Schwertes.. für ihn war es ein Weg des Herzens. Ein steiniger Pfad, der jene, welche das Band zusammenhielt, prüfte.
Ist dein Herz rein...weisst du um die Bedeutung der Tugenden? Gehen wir den Pfad der Tugenden, folgen wir vielleicht nicht einmal nur Temora. Wir dienen ihr und sind ihr Arm, aber vielleicht ist es viel mehr als das. Elfen, Geschöpfe, welche ihre Bestimmung viel mehr bei der Mutter und ihrem Werk sehen... es zeigt sich, dass ihre Herzen und ihr Geist ebenso tugendhaft sein können, obwohl sie nicht im Namen der Lichtbringerin handeln.. leben.
Dass gerade er, der nichts vorweisen konnte ausser seine Person und seine Gedankenwelt, gewählt wurde für die schwere Aufgabe eines der 7 Hüter, nahm ihm alle Zweifel. Zu siebend reinigten sie das Schwert zeremoniell von dem unreinen Blut Kryndlagor`s, und zu siebend würde es in alle Ewigkeit ihre Aufgabe sein, das Schwert wie eh und je zu behüten. Temora selbst wählte sie, ungeachtet dessen, was sie waren, sondern viel mehr darum, wie ihr Herz bestimmt war. Was konnte bedeutsamer, bestimmter sein als ihr Urteil selbst?
Ich weiss nun, dass sie mich in ihre Arme geschlossen hat. Trotz allem, was geschehen ist, was ich zu verantworten habe, weiss ich durch sie, dass mein Herz rein ist. Lange hat es gedauert, bis ich dies von mir sagen darf, und noch viel länger, bis ich es akzeptiert habe. Sie hat es mir gezeigt, und ich fühle mich geborgen.
Es geht nicht darum, ihren Namen sooft wie möglich zu huldigen, sondern viel mehr darum, die Werte, die hinter ihrem Geiste stehen, zu leben.
*******
Zu siebend verließen sie den Pfad der Hüter. Vier Menschen und Drei Elfen, welche auserwählt wurden für den Pfad des Adlerritters.
Vier Menschen und Drei Elfen, die die generationenalte Aufgabe der Hüter, dass Erbe Caprines, wiederaufnehmen würden und mit Geist, Seele, und Körper dafür einstehen werden.
Bis in alle Ewigkeit.
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Andrey von Greifenbach