Simon erscheint rechtzeitig zu dem Treffen am alten Elfendorf. Als er dort eintrifft ist Nevyn Silberhand schon anwesend. Langsam geht er näher und schaut etwas unsicher zu Nevyn. Dieser erhebt sich und lächelt dem Jüngeren zu. Gemächlichen Schrittes geht Simon zu ihm und begrüßt ihn zurückhaltend. Dann nimmt er etwas entfernt von ihm Platz auf einem Baumstamm.
Er schaut ihn an und spricht: „Verzeiht den Ton meines Briefes“ kommt er ohne Umschweife zum Thema, „doch ich bin unerfahren im verfassen von Briefen.“ Nevyn lächelt ihm freundlich zu und antwortet: „Nun es ist eurer Jugend zuzuschreiben. Als ich so Alt wie ihr war, bin ich nicht anders gewesen. Ich habe euch nichts zu verzeihen, also vergessen wir es.“ Simon nickt und schaut sich dabei unauffällig um. Der Stand der Sonne sagt ihm, dass die Zeit, zu der das Treffen stattfinden sollte, leicht überschritten ist. Immer wieder schaut er zum Wald ob sich jemand annähert. Geraume Zeit vergeht doch niemand kommt zum Treffpunkt.
So nimmt er sich ein Herz und spricht alleine mit Nevyn Silberhand über die Ereignisse am Kloster. Er legt ihm seinen Standpunkt dar und wartet auf seine Antwort. Nevyn betrachtet ihn kurz bevor er spricht: „Nun wie hättet ihr an meiner Stelle gehandelt wenn ein Fremder vor der Tür steht und euch erst die eine Geschichte erzählt und dann eine Andere, in der er einen Fremden sucht. Dieser Fremde war wie ihr wisst im Kloster und hatte mir kurz vorher erzählt das er verfolgt wird. Ich kannte Euch und Eure Absichten nicht. Hätte ihr gleich die Wahrheit gesagt, so hätte ich ihn gefragt ob er euch empfangen will und er hätte entschieden. Da ich aber Euch nicht kannte war es meine Pflicht euch davon abzuhalten ihm zu folgen. So tat ich es.“ Offen schaut er Simon bei seinen Worten an. Kein Tadel, keine Feindschaft waren darin zu sehen. Simon überlegte eine Weile: „Also bin ich selbst Schuld das es so gelaufen ist?“ Nevyn nickt nur. Beschämt schaut Simon zu Boden.
„Nun so muss ich feststellen, dass wir beide nur das Beste wollten für den Alten. Jeder war von der Richtigkeit seiner Absicht überzeugt. Also stehen wir beide auf derselben Seite!“ Dabei schaut er sein Gegenüber an, dieser nickt mit einem Lächeln auf den Lippen. Simon erhebt sich und streckt Nevyn Silberhand die Hand hin. Dann verzeiht dass ich euch misstraute, lasst uns Freunde werden und noch einmal von Vorn beginnen. Nevyn erhebt sich und drückt die ihm dargebotene jugendliche Hand mit festem Griff. „So sei es!“
Nach dieser Aussprache verabschieden sie sich mit dem Versprechen, wenn jemand des anderen Hilfe bedarf, für diesen da zu sein.
Das Treffen im alten Elfendorf
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Simon
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