Baheera war erschüttert. Das Urteil hatte sie verwirrt und setzte ihr zutiefst zu. Sicherlich die beiden hatten sich an den Früchten ihres Volkes vergangen aus Hunger, wie sie zugaben. Sie waren alleine in der Wüste unterwegs gewesen, und hatten Kakteen gesammelt um den Durst zu stillen. Und vielleicht hatten sie sogar einige der Schlangen, die die Wüste bevölkerten erledigt. Vielleicht war es aber einfach nur Notwehr gewesen, vielleicht wurden sie auch einfach nur angegriffen von ihnen und wehrten sich.
Baheera und die Wachen erleben diese Angriffe täglich. Die Aggressivität dieser Biester scheint sich zu mehren. Oder aber die beiden hatten in der für Wilde beschränkten Sichtweise doch alles in voller Absicht getan? Fragen über Fragen. Aber sie wusste keine Antworten darauf. Wie Vater ihr immer gesagt hatte, es gab immer mehrer Sichtweisen wie man Dinge betrachten konnte. Nur welche war hier nun angesagt?
Durfte sie das Urteil des Emirs anzweifeln? Mitnichten.
Das würde ihr nie in den Sinn kommen. Der Erhabene wusste alle, kannte sicherlich bereits die Antworten, bevor Baheera sich der Fragen bewusst war. Er war eben unfehlbar. Genau so war es!
Vielleicht aber wurden nicht alle Aspekte berücksichtigt? Vielleicht hat der Erhabene einfach nur aufgrund der vielen Angriffe der Festländer auf die Wüste auch nur ein Exempel statuieren wollen und müssen? Vielleicht aber an den falschen und vielleicht war die Strafe ein wenig zu grausam dann ausgefallen?
Hör endlich auf, Baheera! Hör auf dir Fragen zu stellen, die wie unendliche Kreise in deine Gedanken herumschwirren.
Sicher war, und das zweifelte Baheera nicht an, dass der Erhabene und sein Wesir für Recht und Ordnung sorgen mussten, und das ohne Rücksicht auf irgendwelche Gefühle.
Die beiden Wilden hatten unrecht getan. Aber sie kamen ihr so hilflos vor. Sie hatten keine Anzeichen von agressivem Verhalten gezeigt. Im Gegenteil, der Mann schien sogar froh darüber zu sein, dass jemand mit ihm sprach und beide gehorchten den Befehlen der Wachen ohne Murren. Willenlos eigentlich, so kamen sie ihr vor. Schwach eben und sehr verletzlich.
Wäre sie nur in der Stadt gewesen, dann wäre sicherlich alles anders verlaufen. Sie hätte mit ihnen gesprochen, ihre Fragen beantwortet und auch auf die Gesetze hingewiesen. Aber es war eben alles anders gekommen. Irgendwie fühlte sich Baheera schuldig und daraus ergab sie notgedrungener Weise eine gewisse Verantwortlichkeit für die beiden. Sie konnte nicht genau erklären in welchem Zusammenhang ihre Verantwortung gegenüber den beiden Wilden stand, aber in ihrem Herzen fühlte sie es. Sie konnte an dem Urteil nichts ändern, aber hoffen.
Der Erhabene war unfehlbar, wie ein Vater, der über seine Kinder, sein Volk wachte und sie beschützte. Baheera liebte ihn aus ganzem Herzen, so wie alle Frauen ihres Volkes. Er war das Unerreichbare, ein Vorbild und einfach vollkommen. Wie erhaben und schön waren er und seine Schwester gewesen.
Zum ersten Male hatte sie die sprichwörtliche Vollkommenheit einer Frau gesehen. Den süßen, wenn auch in diesem Augenblick ein wenig schärferen Klang ihre Stimme. So hatte Baheera sich immer in den Geschichten ihres Volkes eine Prinzessin vorgestellt. Genau so. Sie hatte kaum gewagt zu den beiden aufzublicken nur unter dem Schutz der dichten Wimpern hatte sie ein oder zwei Blicke unauffällig gewagt, um dann den Blick sogleich erneut zu senken. Vor Ehrfurcht und dem Glanz des Erhabenen und seiner Schwester hatte Baheeras Stimme versagt, was ein äußerst seltener Fall war. Sie hatte in ihrem Staunen und der atemlosen Bewunderung nicht einmal Munaya, die sie bewunderte, bemerkt. So gefesselt war sie von dem Anblick, der sich ihr bot.
Nach dem Urteil lief alles schnell ab. Die Gefangenen wurden in die Zellen gebracht. Dann verteile sich noch einige Datteln und Wasserkrüge in den Zellen und ging. Ihr Dienst war beendet aber sie war mit dieser Angelegenheit noch nicht fertig.
Baheeras Hoffnung war Eluive. Sie war sich sicher, dass sie all die vielen Fragen, vielleichts und keine Antworten der Kleinen bereits wusste. Hatte sie nicht jedes Mal Baheera auf irgendeine sonderbare nicht erklärbare Weise geholfen? Ihr Antworten gegeben? Vielleicht würde sie es auch diesmal tun.
Ihr Fragen waren aber in diesem Augenblick nicht wichtig. Es ging um die beiden Wilden…..die Gefangenen.
Baheera wollte Eluive um Milde anflehen, denn sie waren schwach.
Und das tat sie auch. Baheera stieg den heiligen Berge empor, in der schützenden Mulde beider Händen trug sie das Kostbarste, was sie hatte…..Salz. Auch trug sie genau das Kleid, welches sie zu Ehren Eluives erstanden hatte, und der zarte Duft des Rosenöls von ihrer Mutter umgab den zierlichen Körper.
Vor dem Altar sank sie auf die Knie. Dann zündete sie die Kerzen darauf an und streute das kostbare Salz darüber.
Zischend verbrannte es in den Flammen und leise erhob die kleine, zierliche Gestalt dann ihre Stimme an, flehend zu der einen, die Leben nahm und Leben schenkte…….Eluive.
„Sie sind deine Geschöpfe so wie ich es bin. Ich flehe für die beiden um Gnade. Der Erhabene würde sie gewähren, doch sind seine Hände gebunden, er darf keine Schwäche zeigen, sonst sind wir, sein Volk den Eindringlingen in Zukunft hilflos ausgeliefert.
Nun liegt es an dir. Hilf ihnen, so wie du es bei mir getan hast. Lasse Liebe walten. Ich habe die Angst der Frau verspürt, sicherlich sie war, wie es eben die Festländer gewohnt sind unzüchtig gekleidet, doch sehe darüber hinweg bitte. Sie wissen es nicht anders, ihre Seelen sind nicht so rein, wie die unseren. Sie verstehen nicht ihr Vergehen, und sollte man nicht eher diese Unwissendheit mit geduldigen Belehrungen und Gnade begegnen, sodass sie ihre Fehler einsehen können und sie nicht mehr wiederholen? Ich mache auch Fehler, doch zeigst du mir jeden Tag aufs Neue deine Liebe und Güte. Tue es diesmal auch für die beiden Wilden. Bitte! „
Kniend vor dem Altar fühlte Baheera tief in ihrem reinen Herzen, dass Eluive ihr auf unerklärbare Art und Weise nahe war. Als das letzte Salzkorn in dem Flammen verglühte erhob sie sich voller Hoffnung und Zuversicht. Eluive würde einen Weg finden.
Zwei Gefangene, ein Urteil und ein Gebet zu Eluive
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Baheera Ifrey
Zwei Gefangene, ein Urteil und ein Gebet zu Eluive
Zuletzt geändert von Baheera Ifrey am Samstag 24. März 2007, 12:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Sarafina Drugar
Sie sass zusammengekauert in der Ecke der Zelle und starrte auf den Krug mit Wasser und die Datteln die man ihr gebracht hatte. Sie konnte nichts essen. Ihr war kalt, trotz der Hitze die in diesem Land vorherrschte. Mit zittrigen Händen griff sie nach dem Krug und trank einige Schlucke. Ihr Blick fiel dabei auf den Boden, welcher mit stachligen Abschnitten der Kakteen übersäht war. Sie drehte ihren Kopf und versuchte einen Blick in die gegenüberliegende Zelle zu werfen, in der ihr Begleiter gefangen war. Sogar eine gemeinsame Zelle hatte man ihnen verwehrt. Still war es. Ihre Gedanken kehrten zum Vortag zurück.
Zusammen war sie mit ihrem Begleiter aufgebrochen in dieses Land, von dem sie gehört hatten, dass man Salz erwerben konnte, welches sie zum gerben des Leders verwenden wollte. Da sie nicht wusste, wie hoch dieses Gut gehandelt wurde, hatte sie ihre ganzen Ersparnisse mit sich genommen, es war nicht viel was sie sich in den wenigen Tagen seit ihrer Ankunft im Hafen von Bajard erarbeitet hatte, doch würde es vielleicht ausreichend sein.
Die Überfahrt nach Menek’Ur’’ verlief ruhig. Schnell wurden sie gefangen genommen von dem fremdartigen Flair der Stadt, so dass sie der Tafel mit den Gesetzen keine grosse Beachtung schenkten, warum auch, sie wollten lediglich etwas Salz erwerben. So durchstreiften sie die Stadt auf der Suche nach einem Händler. Doch dies erschien ein schwierigeres Unterfangen als gedacht. Nach erfolglosen Wegen gelangten sie an die Tore der Stadt und beschlossen sich zur Salzmine aufzumachen, in der Hoffnung auf einen Schürfer oder Händler zu treffen. Doch der Gang in die Wüste erwies sich als zunehmend anstrengender. Die Sonne brannte heiss und ungnädig auf sie herab und ihre Zunge begann am Gaumen zu kleben. Mehr durch Zufall oder Verzweiflung, wer vermag das zu sagen, trennten sie einem Kaktus einen Austrieb ab und labten sich an dessen Saft. Sie setzen ihren Weg fort, nicht wissend wohin sie ihre Schritte lenkten und kamen an ein Zeltlager. Die Leute dort machten keinen freundlichen Eindruck und rasch zogen sie weiter. Umso erleichtert waren sie, als sie auf eine Oase stiessen. Früchte wuchsen dort und sie nahmen von diesen. Nicht wissend wie lange sie für den Rückweg zur Stadt brauchen würden, füllten sie ihre Taschen mit Obst und Kakteentrieben.
In der Ferne flimmerte ein Berg und sie gingen darauf zu. Der Eingang einer Mine war zu erkennen. Wachen mit schweren Waffen schritten davor auf und ab und bald war auch der Grund hierfür unübersehbar. Überall lagen Tierkadaver von riesigen Schlangen und Skorpionen. Ihr Begleiter näherte sich einem der toten Kadaver und trennte einige Schuppen der Schlange ab, als sich ein dunkler Schatten auf sie zu bewegte. Ein Skorpion hatte sie erspäht, doch auch der Wache war dieser nicht entgangen, schnellen Schrittes war der Mann bei dem Tier und streckte es mit geübter Klinge nieder. Sie bedankte sich für das Eingreifen des Wachmanns und stellte sich unter eine Palme, um sich etwas zu erholen, während ihr Begleiter ein Stück um den Berg herum ging. Trübsinnigen Gedanken nachhängend, wurde sie sich des Mannes erst gar nicht gewahr, der wie aus dem Nichts plötzlich unweit von ihr auftauchte. Sie erschrak. Harsch wies er sie auf ihre fehlende Kopfbedeckung hin und rasch kramte sie nach ihrem Tuch, um sich jenes eilig umzubinden. Binnen nur weniger Augenblicke, war sie von Wachen umringt und auch ihr Begleiter wurde unter Bewachung zu ihr geführt. Sie gaben Antwort, leistet keinen Widerstand und liessen sich ohne Gegenworte durchsuchen und schliesslich in die Stadt zurück vor dem Emir führen. Jeder Anweisung waren sie gefolgt, um nur nicht weiter das Missfallen auf sich zu ziehen.
Hier standen sie nun und starrten unaufhörlich auf den roten Teppich unter ihren Füssen und ertrugen geduldig all die Anschuldigungen die gegen sie vorgebracht wurden. Sie hatte nicht gewagt aufzusehen, doch die Zornesröte stieg ihr ins Gesicht, bei all den Lügen die der Wesir dem Emir vortrug. Diebstahl, nun gut, sie hatten sich an den Früchten bedient, jedoch ohne böse Hintergedanken. Versuchter Diebstahl von Salz, Tötung der Geschöpfe der Wüste und was ihnen nicht noch alles vorgeworfen wurde. Als sie endlich das Wort erhielten, um sich rechtfertigen zu können, wurde jedes vorgetragene Wort vom Wesir umgedreht und gegen sie verwendet. Selbst die vorgebrachte Entschuldigung stiess auf taube Ohren. Als das Urteil fiel erstarrte sie und für den Bruchteil eines Wimpernschlages wurde ihr schwarz vor Augen. Das Wort „auspeitschen“ dröhnte ihr im Kopf und sie dachte an ihren Begleiter. Unter Schock hob sie die Hand, um wenigstens für ihn um Milde zu bitten, doch auch dies wurde ihr als Vergehen angerechnet, da sie doch wagte am Urteil des Erhabenen zu zweifeln. Ihr versagten die Worte und immer weiter dröhnte das Wort „auspeitschen“ in ihrem Kopf.
Nun sassen sie hier in den Zellen und warteten auf die Vollstreckung des Urteils. Dies war kein freundliches Volk. Es war hartherzig und grausam. Worte wurden hier lügnerisch verdreht. Diese Göttin „Eluive“, die dieses Volk so hervorgehoben hatte, musste ebenso sein.
Ihr war wohl bewusst, dass die Auspeitschung ihr Todesurteil sein konnte. Erneut blickte sie hinüber zur anderen Zelle. Er würde es überstehen. Dieser Gedanke hatte etwas Tröstliches an sich. Ihr Kopf sank zurück an die Zellenwand. Es war an der Zeit zu beten. Sie schloss die Lieder und vor ihrem inneren Auge entstand das Bild einer Raubkatze, schwarz und kraftvoll.
Zusammen war sie mit ihrem Begleiter aufgebrochen in dieses Land, von dem sie gehört hatten, dass man Salz erwerben konnte, welches sie zum gerben des Leders verwenden wollte. Da sie nicht wusste, wie hoch dieses Gut gehandelt wurde, hatte sie ihre ganzen Ersparnisse mit sich genommen, es war nicht viel was sie sich in den wenigen Tagen seit ihrer Ankunft im Hafen von Bajard erarbeitet hatte, doch würde es vielleicht ausreichend sein.
Die Überfahrt nach Menek’Ur’’ verlief ruhig. Schnell wurden sie gefangen genommen von dem fremdartigen Flair der Stadt, so dass sie der Tafel mit den Gesetzen keine grosse Beachtung schenkten, warum auch, sie wollten lediglich etwas Salz erwerben. So durchstreiften sie die Stadt auf der Suche nach einem Händler. Doch dies erschien ein schwierigeres Unterfangen als gedacht. Nach erfolglosen Wegen gelangten sie an die Tore der Stadt und beschlossen sich zur Salzmine aufzumachen, in der Hoffnung auf einen Schürfer oder Händler zu treffen. Doch der Gang in die Wüste erwies sich als zunehmend anstrengender. Die Sonne brannte heiss und ungnädig auf sie herab und ihre Zunge begann am Gaumen zu kleben. Mehr durch Zufall oder Verzweiflung, wer vermag das zu sagen, trennten sie einem Kaktus einen Austrieb ab und labten sich an dessen Saft. Sie setzen ihren Weg fort, nicht wissend wohin sie ihre Schritte lenkten und kamen an ein Zeltlager. Die Leute dort machten keinen freundlichen Eindruck und rasch zogen sie weiter. Umso erleichtert waren sie, als sie auf eine Oase stiessen. Früchte wuchsen dort und sie nahmen von diesen. Nicht wissend wie lange sie für den Rückweg zur Stadt brauchen würden, füllten sie ihre Taschen mit Obst und Kakteentrieben.
In der Ferne flimmerte ein Berg und sie gingen darauf zu. Der Eingang einer Mine war zu erkennen. Wachen mit schweren Waffen schritten davor auf und ab und bald war auch der Grund hierfür unübersehbar. Überall lagen Tierkadaver von riesigen Schlangen und Skorpionen. Ihr Begleiter näherte sich einem der toten Kadaver und trennte einige Schuppen der Schlange ab, als sich ein dunkler Schatten auf sie zu bewegte. Ein Skorpion hatte sie erspäht, doch auch der Wache war dieser nicht entgangen, schnellen Schrittes war der Mann bei dem Tier und streckte es mit geübter Klinge nieder. Sie bedankte sich für das Eingreifen des Wachmanns und stellte sich unter eine Palme, um sich etwas zu erholen, während ihr Begleiter ein Stück um den Berg herum ging. Trübsinnigen Gedanken nachhängend, wurde sie sich des Mannes erst gar nicht gewahr, der wie aus dem Nichts plötzlich unweit von ihr auftauchte. Sie erschrak. Harsch wies er sie auf ihre fehlende Kopfbedeckung hin und rasch kramte sie nach ihrem Tuch, um sich jenes eilig umzubinden. Binnen nur weniger Augenblicke, war sie von Wachen umringt und auch ihr Begleiter wurde unter Bewachung zu ihr geführt. Sie gaben Antwort, leistet keinen Widerstand und liessen sich ohne Gegenworte durchsuchen und schliesslich in die Stadt zurück vor dem Emir führen. Jeder Anweisung waren sie gefolgt, um nur nicht weiter das Missfallen auf sich zu ziehen.
Hier standen sie nun und starrten unaufhörlich auf den roten Teppich unter ihren Füssen und ertrugen geduldig all die Anschuldigungen die gegen sie vorgebracht wurden. Sie hatte nicht gewagt aufzusehen, doch die Zornesröte stieg ihr ins Gesicht, bei all den Lügen die der Wesir dem Emir vortrug. Diebstahl, nun gut, sie hatten sich an den Früchten bedient, jedoch ohne böse Hintergedanken. Versuchter Diebstahl von Salz, Tötung der Geschöpfe der Wüste und was ihnen nicht noch alles vorgeworfen wurde. Als sie endlich das Wort erhielten, um sich rechtfertigen zu können, wurde jedes vorgetragene Wort vom Wesir umgedreht und gegen sie verwendet. Selbst die vorgebrachte Entschuldigung stiess auf taube Ohren. Als das Urteil fiel erstarrte sie und für den Bruchteil eines Wimpernschlages wurde ihr schwarz vor Augen. Das Wort „auspeitschen“ dröhnte ihr im Kopf und sie dachte an ihren Begleiter. Unter Schock hob sie die Hand, um wenigstens für ihn um Milde zu bitten, doch auch dies wurde ihr als Vergehen angerechnet, da sie doch wagte am Urteil des Erhabenen zu zweifeln. Ihr versagten die Worte und immer weiter dröhnte das Wort „auspeitschen“ in ihrem Kopf.
Nun sassen sie hier in den Zellen und warteten auf die Vollstreckung des Urteils. Dies war kein freundliches Volk. Es war hartherzig und grausam. Worte wurden hier lügnerisch verdreht. Diese Göttin „Eluive“, die dieses Volk so hervorgehoben hatte, musste ebenso sein.
Ihr war wohl bewusst, dass die Auspeitschung ihr Todesurteil sein konnte. Erneut blickte sie hinüber zur anderen Zelle. Er würde es überstehen. Dieser Gedanke hatte etwas Tröstliches an sich. Ihr Kopf sank zurück an die Zellenwand. Es war an der Zeit zu beten. Sie schloss die Lieder und vor ihrem inneren Auge entstand das Bild einer Raubkatze, schwarz und kraftvoll.
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Aalina Yazir
Für Recht und Ordnung war auf Menek'Ur zu sorgen. Wer sich nciht an die Gesetze hielt, hatte sich an die Konsequenzen zu halten. Lesen konnte jeder, wenn nicht, die Wachen würden weiterhelfen.
Aalina hatte von einer der Wachen gehört, daß sich Volksfremde wieder einmal auf in die Wüste gemacht hatten. Was bei Eluive dachten sie sich dabei, immer und immer wieder in die Wüste zu ziehen? Es war ihr klar, dass sie sich irgendwann vor lauter Durst an den Früchten und den Schätzen des Erhabenen vergreifen mussten und sich somit dem Diebstahl bezichtigten. Aalina stand an dem Stadttor. Sie hatte keine Lust, die ganze Wüste zu durchforsten. Irgendwann würden sie hier wieder entlang kommen, es war der einzige Durchgang, und so würde sie hier verharren.
Nach einiger Zeit kamen Azad, wie auch Fuad und diese Baheera vorbei, die es wieder nicht schaffte mehr als ein "Salam" zu sagen. Aalina würde es aufgeben, der einzige Schritt, der ihr noch blieb, war das Oberhaupt der Masari. Und jetzt wünschte sie sich das Saheeb noch leben würde. Er hätte sich ihrer angenommen. Sie verstand es nicht als Menekanerin, wie man anderen gegenüber so unaufgeschlossen und stur sein konnte. Aalina war zweimal auf die Menekanerin zugetreten und nun würde sie es mit Sicherheit nicht mehr tun. Arroganz am falschen Platz war tödlich. Manche mussten wirklich noch lernen, wie man sie einzusetzen hatte. Eine Wache riss sie aus den Gedanken.
"Frau Yazir, der Erhabene und euer Gatte erwarten euch im Palast!"
Aalina drehte sich um und spazierte zum Palast. Warum auch weiterhin über etwas belangloses nachdenken. Sie würde dem Oberhaupt ihrer Familie, ihrer Blutsfamilie den Masari, einen Brief zukommen lassen. Die Festländer würden durch Fadis Hand, der auch noch entlang ritt, gefangen werden.
Aalina hatte von einer der Wachen gehört, daß sich Volksfremde wieder einmal auf in die Wüste gemacht hatten. Was bei Eluive dachten sie sich dabei, immer und immer wieder in die Wüste zu ziehen? Es war ihr klar, dass sie sich irgendwann vor lauter Durst an den Früchten und den Schätzen des Erhabenen vergreifen mussten und sich somit dem Diebstahl bezichtigten. Aalina stand an dem Stadttor. Sie hatte keine Lust, die ganze Wüste zu durchforsten. Irgendwann würden sie hier wieder entlang kommen, es war der einzige Durchgang, und so würde sie hier verharren.
Nach einiger Zeit kamen Azad, wie auch Fuad und diese Baheera vorbei, die es wieder nicht schaffte mehr als ein "Salam" zu sagen. Aalina würde es aufgeben, der einzige Schritt, der ihr noch blieb, war das Oberhaupt der Masari. Und jetzt wünschte sie sich das Saheeb noch leben würde. Er hätte sich ihrer angenommen. Sie verstand es nicht als Menekanerin, wie man anderen gegenüber so unaufgeschlossen und stur sein konnte. Aalina war zweimal auf die Menekanerin zugetreten und nun würde sie es mit Sicherheit nicht mehr tun. Arroganz am falschen Platz war tödlich. Manche mussten wirklich noch lernen, wie man sie einzusetzen hatte. Eine Wache riss sie aus den Gedanken.
"Frau Yazir, der Erhabene und euer Gatte erwarten euch im Palast!"
Aalina drehte sich um und spazierte zum Palast. Warum auch weiterhin über etwas belangloses nachdenken. Sie würde dem Oberhaupt ihrer Familie, ihrer Blutsfamilie den Masari, einen Brief zukommen lassen. Die Festländer würden durch Fadis Hand, der auch noch entlang ritt, gefangen werden.
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Rhanez Drugar
Rhanez, der sich bei den Menekanern als Josephus ausgegeben hatte, saß im Schneidersitz mit dem Rücken zur Wand der Zelle. Seine Ellenbogen auf den Knien abstützend und die Fingerspitzen beider Hände aneinander gelegt. Den Kopf leicht angehoben, wie als würde er zur Decke aufblicken - die Augen jedoch verschlossen. Er atmete relativ ruhig, jedoch innerlich zerriss es ihn fast vor Wut und Hass.
Dutzende von Gedanken schossen ihm durch den Kopf, allesamt drehten sie sich um die vergangenen Tage:
Mein Herr, mein Gott, Alatar! Wie konnte ich es auch nur wagen an euch und an Rahal zu zweifeln? In meiner Naivität begab ich mich doch tatsächlich mit Sarafina mit auf eine Reise in das Land, in der das Volk Eluvie fanatisch zu verehren scheint.
Einige dumme Salzbeutel wollten wir erstehen - mehr nicht. Und fanden wir welche? Nein... stattdessen kamen wir in den Genuss der "Gastfreundschaft" dieser sonnenverbrannten Wüstenratten.
Welch verblendetes, rückständiges Volk. Schon alleine die Aussage eines der ihren "wer auf den heiligen Berg steigt hat auch vor Salz zu stehlen" sagt einiges über deren Verstand aus. Ist es denn derart schwer zu verstehen, dass jemand einen Hügel erklimmt, um etwas besseren Überblick über das Land zu gewinnen, weil er sich in dem Land verlaufen zu haben glaubt?
Wenn ein Mann einer Frau kurz einen Blick zuwirft, heißt das dort wohl auch, dass man sie gleich zur Gattin nehmen will?! Genau solch stupide Gedankengänge machen diesen Abschaum wohl aus: "Wenn dies ist, so muss auf jeden Fall auch jenes sein".
Wirf einen Blick auf diese von Eluvie verblendeten Wesen! Sie sind sogar zu feige ihren ganzen Kopf zu zeigen. Sie vermümmeln sich wie irgendein schäbiger Straßenräuber. Was sagt das bloß über sie aus? Dass sie etwas zu verbergen haben, oder, dass sie sich ihrer Köpfe schämen!? Ihre Köpfe müssen gar winzig sein - oder vielleicht übersäht mit Gewülsten - oder deren Haar so schütter, wie das eines Greises? Wie missgebildet müssen denn dann erst deren Frauen sein? Ganz und gar erschrocken waren sie, als sie ein Stück freie Haut von Sarafina erblickten….
Ich möchte es mir nicht einmal für einen Moment vorstellen, welch Abscheulichkeiten sie unter deren Kleidern verstecken.
So tragen sie doch schon genug Abscheulichkeiten als Rüstung – nämlich Knochen! Wohl die Knochen derer, die die Strafarbeiten in der sengenden Hitze nicht aushielten und starben. Ich glaubte fast schon selbst beim Graben nach Quarzsand zu verrecken. Aber ihr, Herr, ihr gabt mir die Kraft die Schufterei durchzustehen! Ein jeder Schweißtropfen, der an meinem Körper herunter rannte, möge mit einem toten vermümmelten Männlein oder Weiblein abgegolten sein!
Mein Gott! Es gab dutzende Momente, in denen mich das in meinem Stiefelschaft versteckte Messer zu rufen schien. Der Narr, der mich durchsuchte, hatte es nicht bemerkt…
Es flehte förmlich danach gezogen zu werden, um zumindest eine dieser Wüstenratten mit ins Grab zu nehmen. Doch hätten die restlichen Gestalten nicht nur mich getötet, sondern auch Sarafina. Anstatt einen aussichtslosen Kampf gegen eine Übermacht von schwer bewaffneten Feinden zu führen und damit auch noch eine weitere deiner Gläubigen mitzunehmen, sparte ich mir jedes Bisschen Hass und Zorn auf. Jeden Befehl dieser Tölpel befolgte ich wortlos und bei jedem Befehl mehrte sich auch mein Zorn.
Mein Gebieter! Mein Hass auf diese Missgeburten wird so lange nicht erlöschen, bis das Haus Drugar stark genug ist um in deinem Sinne zu handeln und deren verdienten Tod herbeizuführen. Spätestens, wenn sie mit dem Gesicht im Dreck liegen und sich vor Schmerzen winden, werden sie erkennen, dass nur ihr der wahre Gott seid!
Dutzende von Gedanken schossen ihm durch den Kopf, allesamt drehten sie sich um die vergangenen Tage:
Mein Herr, mein Gott, Alatar! Wie konnte ich es auch nur wagen an euch und an Rahal zu zweifeln? In meiner Naivität begab ich mich doch tatsächlich mit Sarafina mit auf eine Reise in das Land, in der das Volk Eluvie fanatisch zu verehren scheint.
Einige dumme Salzbeutel wollten wir erstehen - mehr nicht. Und fanden wir welche? Nein... stattdessen kamen wir in den Genuss der "Gastfreundschaft" dieser sonnenverbrannten Wüstenratten.
Welch verblendetes, rückständiges Volk. Schon alleine die Aussage eines der ihren "wer auf den heiligen Berg steigt hat auch vor Salz zu stehlen" sagt einiges über deren Verstand aus. Ist es denn derart schwer zu verstehen, dass jemand einen Hügel erklimmt, um etwas besseren Überblick über das Land zu gewinnen, weil er sich in dem Land verlaufen zu haben glaubt?
Wenn ein Mann einer Frau kurz einen Blick zuwirft, heißt das dort wohl auch, dass man sie gleich zur Gattin nehmen will?! Genau solch stupide Gedankengänge machen diesen Abschaum wohl aus: "Wenn dies ist, so muss auf jeden Fall auch jenes sein".
Wirf einen Blick auf diese von Eluvie verblendeten Wesen! Sie sind sogar zu feige ihren ganzen Kopf zu zeigen. Sie vermümmeln sich wie irgendein schäbiger Straßenräuber. Was sagt das bloß über sie aus? Dass sie etwas zu verbergen haben, oder, dass sie sich ihrer Köpfe schämen!? Ihre Köpfe müssen gar winzig sein - oder vielleicht übersäht mit Gewülsten - oder deren Haar so schütter, wie das eines Greises? Wie missgebildet müssen denn dann erst deren Frauen sein? Ganz und gar erschrocken waren sie, als sie ein Stück freie Haut von Sarafina erblickten….
Ich möchte es mir nicht einmal für einen Moment vorstellen, welch Abscheulichkeiten sie unter deren Kleidern verstecken.
So tragen sie doch schon genug Abscheulichkeiten als Rüstung – nämlich Knochen! Wohl die Knochen derer, die die Strafarbeiten in der sengenden Hitze nicht aushielten und starben. Ich glaubte fast schon selbst beim Graben nach Quarzsand zu verrecken. Aber ihr, Herr, ihr gabt mir die Kraft die Schufterei durchzustehen! Ein jeder Schweißtropfen, der an meinem Körper herunter rannte, möge mit einem toten vermümmelten Männlein oder Weiblein abgegolten sein!
Mein Gott! Es gab dutzende Momente, in denen mich das in meinem Stiefelschaft versteckte Messer zu rufen schien. Der Narr, der mich durchsuchte, hatte es nicht bemerkt…
Es flehte förmlich danach gezogen zu werden, um zumindest eine dieser Wüstenratten mit ins Grab zu nehmen. Doch hätten die restlichen Gestalten nicht nur mich getötet, sondern auch Sarafina. Anstatt einen aussichtslosen Kampf gegen eine Übermacht von schwer bewaffneten Feinden zu führen und damit auch noch eine weitere deiner Gläubigen mitzunehmen, sparte ich mir jedes Bisschen Hass und Zorn auf. Jeden Befehl dieser Tölpel befolgte ich wortlos und bei jedem Befehl mehrte sich auch mein Zorn.
Mein Gebieter! Mein Hass auf diese Missgeburten wird so lange nicht erlöschen, bis das Haus Drugar stark genug ist um in deinem Sinne zu handeln und deren verdienten Tod herbeizuführen. Spätestens, wenn sie mit dem Gesicht im Dreck liegen und sich vor Schmerzen winden, werden sie erkennen, dass nur ihr der wahre Gott seid!
Zuletzt geändert von Rhanez Drugar am Samstag 24. März 2007, 22:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Aalina Yazir
Sie stattete den Gefangenen einen Besuch ab. Fuad war längst bei ihnen und forderte sie auf, ihm zu folgen. In die Wüste sollten sie ziehen, Sand buddeln. Eine gerechte Strafe. Wer nicht lesen konnte, hatte es wirklich nicht anders verdient.
Sie hatte ihnen eine Weile zugesehen. Man, wie konnte man sich nur so ungeschickt anstellen? Allzu schwer war es nicht, Sand zu schürfen. Sie stand da und die Sonne brandte auf ihr rotes Kleid. "Sorgt dafür das sie genug zu trinken haben!"
Aalina würde die Handtücher noch bereit legen und dann hatte sie erstmal die Schnauze voll von diesen Gefangenen. Nächstes Mal würden sie schlauer sein. Und sollte ihnen einfallen, nochmal was verbrechen zu wollen auf Menek'Ur würde die Schlangengrube warten. Lange hatten die Schlangen dort nichts lebendiges mehr zu essen gehabt. Und Menekaner vergaßen nie. NIE.
Sie hatte ihnen eine Weile zugesehen. Man, wie konnte man sich nur so ungeschickt anstellen? Allzu schwer war es nicht, Sand zu schürfen. Sie stand da und die Sonne brandte auf ihr rotes Kleid. "Sorgt dafür das sie genug zu trinken haben!"
Aalina würde die Handtücher noch bereit legen und dann hatte sie erstmal die Schnauze voll von diesen Gefangenen. Nächstes Mal würden sie schlauer sein. Und sollte ihnen einfallen, nochmal was verbrechen zu wollen auf Menek'Ur würde die Schlangengrube warten. Lange hatten die Schlangen dort nichts lebendiges mehr zu essen gehabt. Und Menekaner vergaßen nie. NIE.
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Fadi Yazir
Lange saß er am Abend am schweren Sandsteintisch und gedachte der Ereignisse. Als Statthalter wurden ihm desöfteren Menschen vorgeführt und über jene galt es dann zu richten. Unzählige Male hatte er in den Zellen oder vor seinem Tisch Festländer befragt, ihre Vergehen aufgezählt, ihre mangelnde Einsicht bedauert und verärgert die Gleichgültigkeit und die Respektlosigkeit vor den niedergeschrieben Worten des Erhabenen zur Kenntnis nehmen müssen.
Doch diese Beiden, er schüttelte kurz den Kopf, diese Beiden....
wie eine Plage mussten sie durch das Land gezogen sein. Als er sie aufgreifen ließ wirken sie überaus erschöpft und leisteten kaum Widerstand in Worten oder Taten. Andererseits schien das nicht verwunderlich, trugen sie doch Früchte bei sich, um damit eine menekanische Großfamilie über Wochen zu versorgen. Kurz schnaubte er auf. Es wog schwer die kargen Gaben der Wüste, die kaum reichten das Volk zu nähren, durch Plünderei und Raub gefährdet zu sehen. Jedoch kam hier mehr hinzu. Alles was ihrem Volk heilig schien, wurde von Beiden mit Füssen getreten. Sie betraten die heilige Oase, suchten den heiligen Berg Cantar auf, nur Eluive weiß was sie dort suchten, wo sie schon plündernd durch den Rest des Landes gezogen waren und nicht zuletzt das ungebürliche Verhalten vor dem Erhabenen.
Ihm schien es nur Recht, dass Jene eine harte Strafe ereilen sollten, um den von Ihnen angerichteten Schaden am menekanischen Volk wieder zu beheben und zugleich auch weitere Festländer davon abzuhalten, ebenso in die Wüste vorzudringen und sich der wenigen Habe Menek'Urs zu bedienen. Lange Zeit war es friedlich gewesen. Man glaubte bekannt dafür zu sein, Fremde gastfreundschaftlich bei sich aufzunehmen, so sie sich ehrbar zeigten aber entschlossen zu handeln, wenn Jemand Emir, Reich und Volk Schaden zufügen wollte. Er selbst nahm sich jedes Fremden an und bewirtete ihn so gut er konnte, wie es die Traditionen und sein Glaube an Eluive erforderte. Doch vermutlich waren die Zeiten, in denen die Friedensbringer auszogen, um Frieden, Respekt und Ehrbarkeit bei den anderen Völkern einzufordern zu lange her. Die Zeit würde zeigen, ob sie gezwungen sein würden wieder auszuziehen, um das Reich zu verteidigen.
Doch diese Beiden, er schüttelte kurz den Kopf, diese Beiden....
wie eine Plage mussten sie durch das Land gezogen sein. Als er sie aufgreifen ließ wirken sie überaus erschöpft und leisteten kaum Widerstand in Worten oder Taten. Andererseits schien das nicht verwunderlich, trugen sie doch Früchte bei sich, um damit eine menekanische Großfamilie über Wochen zu versorgen. Kurz schnaubte er auf. Es wog schwer die kargen Gaben der Wüste, die kaum reichten das Volk zu nähren, durch Plünderei und Raub gefährdet zu sehen. Jedoch kam hier mehr hinzu. Alles was ihrem Volk heilig schien, wurde von Beiden mit Füssen getreten. Sie betraten die heilige Oase, suchten den heiligen Berg Cantar auf, nur Eluive weiß was sie dort suchten, wo sie schon plündernd durch den Rest des Landes gezogen waren und nicht zuletzt das ungebürliche Verhalten vor dem Erhabenen.
Ihm schien es nur Recht, dass Jene eine harte Strafe ereilen sollten, um den von Ihnen angerichteten Schaden am menekanischen Volk wieder zu beheben und zugleich auch weitere Festländer davon abzuhalten, ebenso in die Wüste vorzudringen und sich der wenigen Habe Menek'Urs zu bedienen. Lange Zeit war es friedlich gewesen. Man glaubte bekannt dafür zu sein, Fremde gastfreundschaftlich bei sich aufzunehmen, so sie sich ehrbar zeigten aber entschlossen zu handeln, wenn Jemand Emir, Reich und Volk Schaden zufügen wollte. Er selbst nahm sich jedes Fremden an und bewirtete ihn so gut er konnte, wie es die Traditionen und sein Glaube an Eluive erforderte. Doch vermutlich waren die Zeiten, in denen die Friedensbringer auszogen, um Frieden, Respekt und Ehrbarkeit bei den anderen Völkern einzufordern zu lange her. Die Zeit würde zeigen, ob sie gezwungen sein würden wieder auszuziehen, um das Reich zu verteidigen.
Zuletzt geändert von Fadi Yazir am Montag 26. März 2007, 14:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Fadi Yazir
Als ihn dann am Abend ein Bote des Palastes ereilte mit einer Notiz des Erhabenen, traf ihn seltene Sprachlosigkeit. Wirre Gedanken gingen ihm durch den Kopf, bevor er sich wieder darauf besann, dass es ihm doch an der Weitsicht und Güte des Erhabenen mangelte, bevor er tat wie ihm in der Notiz aufgetragen. So fertigte er ein Pergament an, welches sogleich zur Stadtwache gebracht wurde.
Salam den ehrbaren und tapferen Verteidigern des Reiches,
es sei hiermit verkündet, dass der Erhabene, in seiner unübertroffenen Güte und Nachsicht, entschieden hat, das Urteil über die beiden ehrlosen Plünderer abzuwandeln. Die öffentliche Auspeitschung solle ausgesetzt werden und an ihrer Statt wird beiden auferlegt, weiter wie bisher zum Wohle des Volkes in der Wüste ihre Arbeit zu verrichten. So sie sich keiner weiteren Vergehen schuldig machen, so sind sie am dritten Tage der Woche in den Abendstunden zum Hafen zu bringen, wo sie Menek'Ur ohne die Aussicht auf Wiederkehr zu verlassen haben.
Der Inhalt des Schreibens sei ihnen, in für sie verständlichen Worten, zu vermitteln.
Eluive behüte Menek'Ur

Statthalter Menek'Urs
Salam den ehrbaren und tapferen Verteidigern des Reiches,
es sei hiermit verkündet, dass der Erhabene, in seiner unübertroffenen Güte und Nachsicht, entschieden hat, das Urteil über die beiden ehrlosen Plünderer abzuwandeln. Die öffentliche Auspeitschung solle ausgesetzt werden und an ihrer Statt wird beiden auferlegt, weiter wie bisher zum Wohle des Volkes in der Wüste ihre Arbeit zu verrichten. So sie sich keiner weiteren Vergehen schuldig machen, so sind sie am dritten Tage der Woche in den Abendstunden zum Hafen zu bringen, wo sie Menek'Ur ohne die Aussicht auf Wiederkehr zu verlassen haben.
Der Inhalt des Schreibens sei ihnen, in für sie verständlichen Worten, zu vermitteln.
Eluive behüte Menek'Ur
Statthalter Menek'Urs
Zuletzt geändert von Fadi Yazir am Montag 26. März 2007, 14:34, insgesamt 2-mal geändert.
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Fuad Ifrey
Ein NIcken erging als er jenen Erlass vernommen hat.
Bereits in der frühen morgenstunden machte sich der Jemaat wieder auf zu den Zellen um die Gefangenen wieder in die Wüste zu führen.
Wo sie, bereits wie in den letzten Tagen, nach Quarzsand gruben sollten, um ihr vergehen abzuarbeiten.
Fuad brachte es ihnen immer wieder nahe, wie glücklich sie sich schätzen durften, nach ihren ganzen Vergehen ein solch mildes Urteil des Erhabenen zu erhalten.
In schweigen hüllten sich jene Gefangenen. Und gingen wie die letzten Tage brav und ohne aufmüpfiges Verhalten ihrer Arbeit nach.
Wurden sie stets nach ihrem Arbeitstag mit einem erfrischenden Bad im Meer belohnt.
Auch an Speiß und Trank sollte es ihnen nciht fehlen. So wie es der Erhabene gewünscht hatte.
Bereits in der frühen morgenstunden machte sich der Jemaat wieder auf zu den Zellen um die Gefangenen wieder in die Wüste zu führen.
Wo sie, bereits wie in den letzten Tagen, nach Quarzsand gruben sollten, um ihr vergehen abzuarbeiten.
Fuad brachte es ihnen immer wieder nahe, wie glücklich sie sich schätzen durften, nach ihren ganzen Vergehen ein solch mildes Urteil des Erhabenen zu erhalten.
In schweigen hüllten sich jene Gefangenen. Und gingen wie die letzten Tage brav und ohne aufmüpfiges Verhalten ihrer Arbeit nach.
Wurden sie stets nach ihrem Arbeitstag mit einem erfrischenden Bad im Meer belohnt.
Auch an Speiß und Trank sollte es ihnen nciht fehlen. So wie es der Erhabene gewünscht hatte.