Ein neues Leben...
-
Florence Stolzenfels
Ein neues Leben...
Es war mitten in der tiefsten Nacht. Sie schlug ihre Augen auf, orientierungslos einmal umher blickend. Was war passiert? Was hatte sie geweckt? Ach ja.. da war dieser Tritt gewesen. Den ganzen Tag schon über wurde sie auf merkwürdige Art in ihren Bewegungen gestört.
Sie rollte ihr Gewicht auf die andere Seite, schob das Kissen wieder zwischen ihre Beine und versuchte erneut einzuschlafen. Das neue Leben in ihrem Leib ließ sie schon eine ganze Weile nicht mehr durchschlafen und man sollte meinen, dass sie sich langsam daran gewöhnt hätte, doch dem war ganz und gar nicht so. Während sie die Augen schloss, wirbelten ihre Gedanken nur so umher. Was war nur los? Irgendetwas war anders. Die Tritte wurden heftiger und sie hatte das Gefühl, von innen her zerrissen zu werden. Vor etwa einem Mondumlauf hatte sie so etwas auch schon einmal erlebt, wurde das kleine Wesen wieder von etwas wach gehalten und gab es ihr mit gleicher Münze zurück? Zu dem Zeitpunkt hatte sie geglaubt, dass es Wehen sein könnten. Die Tritte waren anderer Natur und auch an anderen Stellen. Nicht mehr nur vorne zur Bauchdecke hin, auch in Richtung ihres Kreuzes. Doch das dauerte nur etwa eine Nacht lang und am nächsten Morgen fühlte sie sich zwar unausgeschlafen, aber sie konnte endlich wieder ein bisschen besser atmen. Der Bauch schien sich ein wenig gesenkt zu haben und sie war nicht schon nach Aufstieg einer halben Treppe völlig außer Atem, nun kam sie die kompletten Stufen hinauf und konnte sogar noch weitere 2 oder 3 Schritt hinter sich legen, ehe sie nach Atem ringen musste.
Sie begann langsam ihren Zustand zu hassen, sie wollte, dass es endlich vorbei sein würde. Ihre Hilflosigkeit zerrte an ihren Nerven. Ihr Mann war mehr als verständnisvoll und trug ihr jede kleinste Kleinigkeit hinterher. Eigentlich ein Umstand, der einen zum Lächeln bringen sollte, doch sie wollte nur noch schreien. Musste er ihr doch sagen, ob sie nun die richtigen Socken trug und die passenden Schuhe dazu. Sie fühlte sich wie eine Tonne, über und über gefüllt und kurz vor dem Zerplatzen. Sie wollte nicht mehr. Wollte sich endlich wieder bewegen können und ihr eigen Fleisch und Blut in den Armen halten.
Sie schlug die Augen wieder auf, da war es wieder. Noch einer dieser ‚Tritte’. Nein, da stimmte wirklich etwas ganz und gar nicht. Ihr Bauch zog sich zusammen, wurde ganz hart und der Schmerz im Kreuz war unerträglich. Sie schnappte japsend nach Luft und griff unwillkürlich neben sich, nur um eine Faust machen zu können. Ihr Mann erwachte davon, hatte sie doch seinen Arm zwischen ihren Nägeln und auch er blickte sich orientierungslos um, der erste griff in Richtung seines Schwertknaufes. Er besann sich recht schnell, sein Blick lag nun besorgt auf ihr und die stumme Frage in seinen Augen schien sie Wahnsinnig zu machen. Etwas gereizt schlug ihm ihre Stimme gegen den Kopf „Nein, ich weiß nicht, was los ist!“ Auch Hudgarr kannte diesen Zustand schon, es gab kaum eine Nacht, in der er durchschlafen konnte. Bevor er noch etwas erwidern konnte, keuchte sie wieder und presste die Augen unter Schmerzen zusammen. Es musste ihm merkwürdig erschienen sein, denn er sprang aus dem Bett. Gut, seine Frau schlief schlecht, aber solche Schmerzen waren ihm doch fremd. Er sagte noch etwas zu ihr, als er schon in seine Hose schlüpfte, doch sie konnte sich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern was es war, als er schon zur Tür hinaus stürmte.
Der Schmerz war vorbei und sie lag nun hellwach in ihrem großen Ehebett. Sie betrachtete die düstere Decke und entschloss sich, erst einmal eine Kerze zu entzünden. Doch das war leichter gesagt als getan. Wieder durchzog sie dieser Schmerz als sie sich aufzurichten versuchte und so blieb sie im Dunkeln liegen.
Ihr Zeitgefühl verließ sie, doch sie hätte schwören können, dass eine Ewigkeit verstrichen war, ehe sie Stimmen und Schritte hörte. So etwas wie Erleichterung machte sich in ihr breit, diese schien aus ihr herauszuquellen, ein spitzer Schrei verließ ihre Lippen. Doch klang jener eher nach Qual, denn nach Erleichterung. Die Tür flog auf, sie wurde von einer Laterne etwas geblendet und plötzlich kam Unruhe in ihrem Schafzimmer auf. Wie viele Leute das Zimmer aufnahm und vor allem, wer sie waren, das konnte sie auch nicht mehr wirklich fassen. Sie hörte nur die sich überschlagende Stimme ihres Mannes und verlangte ihn an ihre Seite. So bald seine Hand auch nur in ihrer Nähe war, griff sie nach jener, und ja, sie hatte viel Kraft. Das durfte ihr Mann einmal mehr zu spüren bekommen. Jemand machte sich derweil an den Kerzenständern im Schlafzimmer zu schaffen und es wurde plötzlich hell. Es wurde an ihrer Decke gezogen und sie erhielt Anweisungen von einer fraulichen Stimme, bestimmt aber doch nicht unfreundlich. Sie sollte nicht pressen. „Pressen? Ich presse doch gar nicht!“, schrie es in ihrem Kopf, doch aus ihrer Kehle löste sich nur wieder ein spitzer Schmerzensschrei. Und auch ihr Mann presste die Lippen zusammen, schien sie doch ihre ganze Kraft dazu zu nutzen, seine Hand ein ‚klein wenig’ zu zerquetschen.
Da waren noch mehr Leute in ihrem Zimmer, sie hörte ein Stimmengemurmel wie in einem Bienenstock, doch noch immer konnte sie nicht fassen, wer jene waren. Sie war so konzentriert auf den immer wieder kehrenden Schmerz, dass es ihr in dem Moment auch herzlich egal war. Eine Stimme allerdings kristallisierte sich etwas heraus, sie war ganz nahe an ihrem Ohr, sie sprach sanft, einfühlsam, beruhigend. Doch was sagte ihr diese Stimme? Sie wusste es nicht. Ihre Gedanken wirbelten nur so umher und dann kam die rettende Anweisung: „Pressen!“ Für einen Augenblick schien sie endlich zu verstehen, was da vor sich ging. Sie wurde Mutter. Doch hatte sie sich das aber nicht so vorge… und dann kam der Schmerz, dieser Schmerz der alles andere in den Schatten stellte. Sie dachte, sie würde sterben, es schien nie enden zu wollen. Sie schrie nun aus Leibeskräften, ihr Haar war schweißnass und klebte ihr am Kopf. Die Frau die ihr gegenüber am Bettende stand, schien zu wissen was sie tat. Doch sie tat es nicht schnell genug, zumindest schossen jene Gedanken durch ihren Kopf, als der Schmerz für einen winzigen Augenblick etwas nachließ. Lauthals verlangte sie nach ihrer Armbrust, Hudi sollte ihr nie wieder unter die Augen treten! Wie er ihr denn so etwas antun könne?! Ihr Mann wurde von einigen solchen Aussprüchen getroffen, immer dann, wenn ihr etwas Luft zum Atmen blieb. Ihre Verwünschungen gingen wieder in Schreie über und auch seine Hand wurde erneut in Mitleidenschaft gezogen. Man konnte getrost behaupten, er litt tatsächlich seelisch und körperlich mit oder eher unter ihr.
Dann war es vorbei. Sie sank erschöpft in ihr Kissen zurück und sie schloss die Augen, als wolle sie einfach einschlafen. Doch ein leises, protestierendes Quäken, dass immer mehr anschwoll, ließ sie doch noch einmal aufblicken. Sie sah das wundervollste, was sie jemals gesehen hatte. Dass das kleine Wesen blutverschmiert, völlig durchnässt und doch noch sehr faltig war, nein, dass sah sie nicht. Ihre Augen lagen auf einem winzigen Wesen, wunderschön und die Erfüllung ihrer Träume. Ihre Lippen zogen sich zu einem glücklichen Lächeln, ihr liefen die Tränen aus den Augenwinkeln. „Mein Baby, mein Kind… meine Tochter?“, wieder wirbelten ihre Gedanken durch den Kopf. Sie konnte nichts sagen, sie musste das kleine Wesen immer weiter ansehen. Die rettende Stimme vom Kopfende ließ sie sich nun endlich vollends entspannen. „Eine Tochter und sie scheint gesund!“ Das kleine Bündel Leben wurde nun gewaschen und in eine flauschige Decke gewickelt. Das anfangs noch protestierende Schreien entwickelte sich zu einem leisen Schmatzen, als es ihr auf die Brust gelegt wurde. Sie blickte es an und konnte es doch nicht glauben. Ihr kleines Wunder.
Unendlich vorsichtig strich ihr Zeigefinger über die winzige Wange des Neugeborenen. Zur Belohnung wurde ihr ein herzhaftes Gähnen aus einem kleinen Mündchen beschert. Sie blickte nun zu ihrem Mann auf, in ihren Augen die stumme Frage, ob er je etwas so herrliches gesehen habe. Jener küsste sie auf die Stirn, murmelte leise Liebesworte in ihr Ohr, dabei voller stolz seine Tochter, seine Erstgeborene betrachtend. Das kleine Bündel Leben schloss ihre Augen und schlief selig ein. Sie hob die Kleine etwas an, um ihr einen Kuss auf die Stirn zu hauchen. Sie war sprachlos, sie war so übervoll von Gefühlen, der Schmerz der letzten Stunden vergessen, nur noch eines tanzte in ihren Gedanken „Fleur, ja so sollte sie heißen. Ihr Traum hatte sie nicht in die Irre geleitet“. Ein erstes und auch letztes Lächeln schenkte sie den Anwesenden in ihrem Schlafzimmer, nun empfand sie es als richtig, dass sie hier waren. Doch dann versank sie in einen erschöpften Schlaf.
Sie rollte ihr Gewicht auf die andere Seite, schob das Kissen wieder zwischen ihre Beine und versuchte erneut einzuschlafen. Das neue Leben in ihrem Leib ließ sie schon eine ganze Weile nicht mehr durchschlafen und man sollte meinen, dass sie sich langsam daran gewöhnt hätte, doch dem war ganz und gar nicht so. Während sie die Augen schloss, wirbelten ihre Gedanken nur so umher. Was war nur los? Irgendetwas war anders. Die Tritte wurden heftiger und sie hatte das Gefühl, von innen her zerrissen zu werden. Vor etwa einem Mondumlauf hatte sie so etwas auch schon einmal erlebt, wurde das kleine Wesen wieder von etwas wach gehalten und gab es ihr mit gleicher Münze zurück? Zu dem Zeitpunkt hatte sie geglaubt, dass es Wehen sein könnten. Die Tritte waren anderer Natur und auch an anderen Stellen. Nicht mehr nur vorne zur Bauchdecke hin, auch in Richtung ihres Kreuzes. Doch das dauerte nur etwa eine Nacht lang und am nächsten Morgen fühlte sie sich zwar unausgeschlafen, aber sie konnte endlich wieder ein bisschen besser atmen. Der Bauch schien sich ein wenig gesenkt zu haben und sie war nicht schon nach Aufstieg einer halben Treppe völlig außer Atem, nun kam sie die kompletten Stufen hinauf und konnte sogar noch weitere 2 oder 3 Schritt hinter sich legen, ehe sie nach Atem ringen musste.
Sie begann langsam ihren Zustand zu hassen, sie wollte, dass es endlich vorbei sein würde. Ihre Hilflosigkeit zerrte an ihren Nerven. Ihr Mann war mehr als verständnisvoll und trug ihr jede kleinste Kleinigkeit hinterher. Eigentlich ein Umstand, der einen zum Lächeln bringen sollte, doch sie wollte nur noch schreien. Musste er ihr doch sagen, ob sie nun die richtigen Socken trug und die passenden Schuhe dazu. Sie fühlte sich wie eine Tonne, über und über gefüllt und kurz vor dem Zerplatzen. Sie wollte nicht mehr. Wollte sich endlich wieder bewegen können und ihr eigen Fleisch und Blut in den Armen halten.
Sie schlug die Augen wieder auf, da war es wieder. Noch einer dieser ‚Tritte’. Nein, da stimmte wirklich etwas ganz und gar nicht. Ihr Bauch zog sich zusammen, wurde ganz hart und der Schmerz im Kreuz war unerträglich. Sie schnappte japsend nach Luft und griff unwillkürlich neben sich, nur um eine Faust machen zu können. Ihr Mann erwachte davon, hatte sie doch seinen Arm zwischen ihren Nägeln und auch er blickte sich orientierungslos um, der erste griff in Richtung seines Schwertknaufes. Er besann sich recht schnell, sein Blick lag nun besorgt auf ihr und die stumme Frage in seinen Augen schien sie Wahnsinnig zu machen. Etwas gereizt schlug ihm ihre Stimme gegen den Kopf „Nein, ich weiß nicht, was los ist!“ Auch Hudgarr kannte diesen Zustand schon, es gab kaum eine Nacht, in der er durchschlafen konnte. Bevor er noch etwas erwidern konnte, keuchte sie wieder und presste die Augen unter Schmerzen zusammen. Es musste ihm merkwürdig erschienen sein, denn er sprang aus dem Bett. Gut, seine Frau schlief schlecht, aber solche Schmerzen waren ihm doch fremd. Er sagte noch etwas zu ihr, als er schon in seine Hose schlüpfte, doch sie konnte sich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern was es war, als er schon zur Tür hinaus stürmte.
Der Schmerz war vorbei und sie lag nun hellwach in ihrem großen Ehebett. Sie betrachtete die düstere Decke und entschloss sich, erst einmal eine Kerze zu entzünden. Doch das war leichter gesagt als getan. Wieder durchzog sie dieser Schmerz als sie sich aufzurichten versuchte und so blieb sie im Dunkeln liegen.
Ihr Zeitgefühl verließ sie, doch sie hätte schwören können, dass eine Ewigkeit verstrichen war, ehe sie Stimmen und Schritte hörte. So etwas wie Erleichterung machte sich in ihr breit, diese schien aus ihr herauszuquellen, ein spitzer Schrei verließ ihre Lippen. Doch klang jener eher nach Qual, denn nach Erleichterung. Die Tür flog auf, sie wurde von einer Laterne etwas geblendet und plötzlich kam Unruhe in ihrem Schafzimmer auf. Wie viele Leute das Zimmer aufnahm und vor allem, wer sie waren, das konnte sie auch nicht mehr wirklich fassen. Sie hörte nur die sich überschlagende Stimme ihres Mannes und verlangte ihn an ihre Seite. So bald seine Hand auch nur in ihrer Nähe war, griff sie nach jener, und ja, sie hatte viel Kraft. Das durfte ihr Mann einmal mehr zu spüren bekommen. Jemand machte sich derweil an den Kerzenständern im Schlafzimmer zu schaffen und es wurde plötzlich hell. Es wurde an ihrer Decke gezogen und sie erhielt Anweisungen von einer fraulichen Stimme, bestimmt aber doch nicht unfreundlich. Sie sollte nicht pressen. „Pressen? Ich presse doch gar nicht!“, schrie es in ihrem Kopf, doch aus ihrer Kehle löste sich nur wieder ein spitzer Schmerzensschrei. Und auch ihr Mann presste die Lippen zusammen, schien sie doch ihre ganze Kraft dazu zu nutzen, seine Hand ein ‚klein wenig’ zu zerquetschen.
Da waren noch mehr Leute in ihrem Zimmer, sie hörte ein Stimmengemurmel wie in einem Bienenstock, doch noch immer konnte sie nicht fassen, wer jene waren. Sie war so konzentriert auf den immer wieder kehrenden Schmerz, dass es ihr in dem Moment auch herzlich egal war. Eine Stimme allerdings kristallisierte sich etwas heraus, sie war ganz nahe an ihrem Ohr, sie sprach sanft, einfühlsam, beruhigend. Doch was sagte ihr diese Stimme? Sie wusste es nicht. Ihre Gedanken wirbelten nur so umher und dann kam die rettende Anweisung: „Pressen!“ Für einen Augenblick schien sie endlich zu verstehen, was da vor sich ging. Sie wurde Mutter. Doch hatte sie sich das aber nicht so vorge… und dann kam der Schmerz, dieser Schmerz der alles andere in den Schatten stellte. Sie dachte, sie würde sterben, es schien nie enden zu wollen. Sie schrie nun aus Leibeskräften, ihr Haar war schweißnass und klebte ihr am Kopf. Die Frau die ihr gegenüber am Bettende stand, schien zu wissen was sie tat. Doch sie tat es nicht schnell genug, zumindest schossen jene Gedanken durch ihren Kopf, als der Schmerz für einen winzigen Augenblick etwas nachließ. Lauthals verlangte sie nach ihrer Armbrust, Hudi sollte ihr nie wieder unter die Augen treten! Wie er ihr denn so etwas antun könne?! Ihr Mann wurde von einigen solchen Aussprüchen getroffen, immer dann, wenn ihr etwas Luft zum Atmen blieb. Ihre Verwünschungen gingen wieder in Schreie über und auch seine Hand wurde erneut in Mitleidenschaft gezogen. Man konnte getrost behaupten, er litt tatsächlich seelisch und körperlich mit oder eher unter ihr.
Dann war es vorbei. Sie sank erschöpft in ihr Kissen zurück und sie schloss die Augen, als wolle sie einfach einschlafen. Doch ein leises, protestierendes Quäken, dass immer mehr anschwoll, ließ sie doch noch einmal aufblicken. Sie sah das wundervollste, was sie jemals gesehen hatte. Dass das kleine Wesen blutverschmiert, völlig durchnässt und doch noch sehr faltig war, nein, dass sah sie nicht. Ihre Augen lagen auf einem winzigen Wesen, wunderschön und die Erfüllung ihrer Träume. Ihre Lippen zogen sich zu einem glücklichen Lächeln, ihr liefen die Tränen aus den Augenwinkeln. „Mein Baby, mein Kind… meine Tochter?“, wieder wirbelten ihre Gedanken durch den Kopf. Sie konnte nichts sagen, sie musste das kleine Wesen immer weiter ansehen. Die rettende Stimme vom Kopfende ließ sie sich nun endlich vollends entspannen. „Eine Tochter und sie scheint gesund!“ Das kleine Bündel Leben wurde nun gewaschen und in eine flauschige Decke gewickelt. Das anfangs noch protestierende Schreien entwickelte sich zu einem leisen Schmatzen, als es ihr auf die Brust gelegt wurde. Sie blickte es an und konnte es doch nicht glauben. Ihr kleines Wunder.
Unendlich vorsichtig strich ihr Zeigefinger über die winzige Wange des Neugeborenen. Zur Belohnung wurde ihr ein herzhaftes Gähnen aus einem kleinen Mündchen beschert. Sie blickte nun zu ihrem Mann auf, in ihren Augen die stumme Frage, ob er je etwas so herrliches gesehen habe. Jener küsste sie auf die Stirn, murmelte leise Liebesworte in ihr Ohr, dabei voller stolz seine Tochter, seine Erstgeborene betrachtend. Das kleine Bündel Leben schloss ihre Augen und schlief selig ein. Sie hob die Kleine etwas an, um ihr einen Kuss auf die Stirn zu hauchen. Sie war sprachlos, sie war so übervoll von Gefühlen, der Schmerz der letzten Stunden vergessen, nur noch eines tanzte in ihren Gedanken „Fleur, ja so sollte sie heißen. Ihr Traum hatte sie nicht in die Irre geleitet“. Ein erstes und auch letztes Lächeln schenkte sie den Anwesenden in ihrem Schlafzimmer, nun empfand sie es als richtig, dass sie hier waren. Doch dann versank sie in einen erschöpften Schlaf.
-
Hudgarr Stolzenfels
- Beiträge: 6
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Hudgarr schlummerte sanft und ruhig, träumte vom Jagen mit Flo an seiner Seite, als er plötzlich einen starken Schmerz an seinem rechten Arm spürte. Erschrocken griff er zum Schwert, als er begriff das es seine Frau war die ihm den Arm abdrückte, lies er es wieder los und schaute sie fragend an. Ihr Gesicht war schmerzerfüllt, schweißgebadet und voller Angst. Er wusste nicht was los war, nur das er und vor allem Flo jetzt Hilfe brauchte, also sprang er auf, huschte in seine Hosen und Schuhe und rannte los. Im Stall angekommen schnappte er sich die Taube von Feli, schrieb einen Zettel, auf dem groß HILFE draufstand und schickte sie in den Nachthimmel sowie eine 2te schickte er zu Sharina. Ohne zusatteln schwang er sich auf Blitz, seinen Mustang und preschte Richtung Varuna um einen Heiler aufzutreiben, welchen er auch recht schnell im Heilerhaus zu Varuna fand. Er stammelte zum Heiler nur was von Frau braucht Hilfe und schon zog er die Heilerin hinter sich her. Sie ritten zusammen zurück zum Anwesen in dem Sharina schon vor der Tür wartete, die er dummerweise abgeschlossen hatte. Im selben Augenblick trafen Feli und Rafael ein und alle gingen zu Flo ins Zimmer. Mit einer Laterne leuchtete Hudgarr in den Raum in dem er Flo schon schreien hörte.
Schnell ging er zu ihr und nahm ihre Hand, genau so schnell wie er sie nahm bereute er es, denn sie versuchte seine zu zerquetschen. Er fühlte den schmerz in seiner Hand und hörte ihre Beschimpfungen doch tat es ihm mehr weh das seine Frau so viel Schmerz erleiden musste und fragte sich wie sie es nur aushalten konnte.
Nach einer Ewigkeit, so kam es ihm vor, hielt die Heilerin Flo ein kleinen komisches zerknautschtes etwas hin und meinte es wäre ein Mädchen. Von einer Sekunde zu anderen änderte sich alles, Flo hatte keine Schmerzen mehr und strahlte voller Glück doch sehr erschöpft, seinen Hand bekam wieder blut und erwachte zu neuem Leben und sie hatten eine stimmgewaltige kleine Fleur, die sanft auf der Brust ihrer Mutter ein Nickehrchen begann. Flo lächelte erschöpft in die Runde und sank auch dann in einen seligen Schlaf. Immer wieder schaute er zu den schlafenden Flo und Fleur, erst langsam begann er zu begreifen, dass er nun Vater war und ein unbeschreibliches Glücksgefühl stieg in ihm auf. Am liebsten hätte er vor Freude getanzt und gesungen doch wollte er nicht die beiden wecken. Und so war er ruhig und half beim sauber machen. Als sie oben fertig waren und nach unten gingen schaute er zu Feli und Rafael, strahlte sie an, flüsterte fast zu ihnen das er nun Vater sei von einer wunderschönen Tochter und schnappte sich beiden, knuddelte sie herzlichst und begann singend zutanzen, wobei er die beiden unweigerlich mit sich zog. Wir haben eine Tochter sie ist so wunderschön...............
Sehr viel später ging er zu Flo und Fleur und legte sich neben sie und betrachtete beide wie sie da so selig am schlafen waren und war unendlich stolz und froh neben den schönsten Frauen der Welt zu liegen.
Schnell ging er zu ihr und nahm ihre Hand, genau so schnell wie er sie nahm bereute er es, denn sie versuchte seine zu zerquetschen. Er fühlte den schmerz in seiner Hand und hörte ihre Beschimpfungen doch tat es ihm mehr weh das seine Frau so viel Schmerz erleiden musste und fragte sich wie sie es nur aushalten konnte.
Nach einer Ewigkeit, so kam es ihm vor, hielt die Heilerin Flo ein kleinen komisches zerknautschtes etwas hin und meinte es wäre ein Mädchen. Von einer Sekunde zu anderen änderte sich alles, Flo hatte keine Schmerzen mehr und strahlte voller Glück doch sehr erschöpft, seinen Hand bekam wieder blut und erwachte zu neuem Leben und sie hatten eine stimmgewaltige kleine Fleur, die sanft auf der Brust ihrer Mutter ein Nickehrchen begann. Flo lächelte erschöpft in die Runde und sank auch dann in einen seligen Schlaf. Immer wieder schaute er zu den schlafenden Flo und Fleur, erst langsam begann er zu begreifen, dass er nun Vater war und ein unbeschreibliches Glücksgefühl stieg in ihm auf. Am liebsten hätte er vor Freude getanzt und gesungen doch wollte er nicht die beiden wecken. Und so war er ruhig und half beim sauber machen. Als sie oben fertig waren und nach unten gingen schaute er zu Feli und Rafael, strahlte sie an, flüsterte fast zu ihnen das er nun Vater sei von einer wunderschönen Tochter und schnappte sich beiden, knuddelte sie herzlichst und begann singend zutanzen, wobei er die beiden unweigerlich mit sich zog. Wir haben eine Tochter sie ist so wunderschön...............
Sehr viel später ging er zu Flo und Fleur und legte sich neben sie und betrachtete beide wie sie da so selig am schlafen waren und war unendlich stolz und froh neben den schönsten Frauen der Welt zu liegen.
-
Rafael de Arganta
Rafael wischte sich über das Gesicht, schlaftrunken, sah sich aufrichtend und nach seiner Hose angelnd.
Waren sie doch gerade erst eingeschlafen.
Feli angelte nach einem Kissen und zog es an sich als Rafael sich aus ihren Armen löste und die Treppe hinabtappte um nach zu sehen wer solch Dreistigkeit ... oder Dringrlichkeit entwickelte, um mitten in der Nacht ihn aus dem Schlaf zu reißen.
Der Junge Mann der am Tor stand sah ihm vor Kälte bibbernd entgegen.
„Ich soll nur ausrichten das es losgeht.“
„Wie los?“ fragte Rafael blinzelnd.
„Na bei der Frau von Stolzenfels.“
Rafael sah ihn unverständlich an.
„Die Baronin schläft! Ich verstehe nicht was du willst?!“
Der Junge schüttelte in schierer Verzweifelung den Kopf.
„Nein der Anderen. Der Baroness, das Kind kommt.“
Schlagartig war Rafael wach. „Wir kommen!“ erklärte er.
Ward dem Jungen noch einige Münzen zu und eilte die Treppe hinauf.
Feli blinzelte ihn verschlafen an.... Himmel wie er sie liebte wenn sie so aussah.
„Was wichtiges?“ murmelte sie?
Sich den Schalk verbeißend schüttelte Rafael den Kopf. „Nein nein....“ er machte Anstalten sich wieder hin zu legen. „War nur ein Bote ... Flo bekommt ihr Kind.“
Schlagartig war Feli wach und aus dem Bett.
„Waaaaaas und das sagst du mir erst jetzt?“
Rafael lachte.
Wann denn sonst? Na komm, zieh dich an. Ich kümmere mich schon um die Pferde.
Rafael konnte mit Sicherheit sagen das Felicitas noch niemals so schnell angezogen und zurechtgemacht war wie heute.
Im Rasenden Galopp stob sie zu ihrer Schwester, von Angst... Neugier? Sorge getragen.
Dort angekommen schob sie die Leute zur Seite und hastete bleich ob Flos Schreie die Treppe hinauf, sich nicht einmal mehr versichernd ob Rafael folgte oder nicht.
Er tat es nicht.
Ruhig unten der Dinge harrend, die da kamen, etwas unsicher ob der Schreie.
War das normal?
Es war es wohl, denn irgendwann folgten andre, Schreie. Das klagende Wimmern eines Babys.
Rafael musste lächeln.
Ein neues Kind hatte das Licht der Welt erblickt.
Er Goss aus einem Glas etwas Schnaps ein und ging hinauf um Hudgar zu Gratulieren.
Flo die umringt war von Frauen die ihr halfen, wollte er im Moment nicht stören.
„Hier Schwager, trink das. Meinen Glückwunsch ... Papa Hudgar.“
Waren sie doch gerade erst eingeschlafen.
Feli angelte nach einem Kissen und zog es an sich als Rafael sich aus ihren Armen löste und die Treppe hinabtappte um nach zu sehen wer solch Dreistigkeit ... oder Dringrlichkeit entwickelte, um mitten in der Nacht ihn aus dem Schlaf zu reißen.
Der Junge Mann der am Tor stand sah ihm vor Kälte bibbernd entgegen.
„Ich soll nur ausrichten das es losgeht.“
„Wie los?“ fragte Rafael blinzelnd.
„Na bei der Frau von Stolzenfels.“
Rafael sah ihn unverständlich an.
„Die Baronin schläft! Ich verstehe nicht was du willst?!“
Der Junge schüttelte in schierer Verzweifelung den Kopf.
„Nein der Anderen. Der Baroness, das Kind kommt.“
Schlagartig war Rafael wach. „Wir kommen!“ erklärte er.
Ward dem Jungen noch einige Münzen zu und eilte die Treppe hinauf.
Feli blinzelte ihn verschlafen an.... Himmel wie er sie liebte wenn sie so aussah.
„Was wichtiges?“ murmelte sie?
Sich den Schalk verbeißend schüttelte Rafael den Kopf. „Nein nein....“ er machte Anstalten sich wieder hin zu legen. „War nur ein Bote ... Flo bekommt ihr Kind.“
Schlagartig war Feli wach und aus dem Bett.
„Waaaaaas und das sagst du mir erst jetzt?“
Rafael lachte.
Wann denn sonst? Na komm, zieh dich an. Ich kümmere mich schon um die Pferde.
Rafael konnte mit Sicherheit sagen das Felicitas noch niemals so schnell angezogen und zurechtgemacht war wie heute.
Im Rasenden Galopp stob sie zu ihrer Schwester, von Angst... Neugier? Sorge getragen.
Dort angekommen schob sie die Leute zur Seite und hastete bleich ob Flos Schreie die Treppe hinauf, sich nicht einmal mehr versichernd ob Rafael folgte oder nicht.
Er tat es nicht.
Ruhig unten der Dinge harrend, die da kamen, etwas unsicher ob der Schreie.
War das normal?
Es war es wohl, denn irgendwann folgten andre, Schreie. Das klagende Wimmern eines Babys.
Rafael musste lächeln.
Ein neues Kind hatte das Licht der Welt erblickt.
Er Goss aus einem Glas etwas Schnaps ein und ging hinauf um Hudgar zu Gratulieren.
Flo die umringt war von Frauen die ihr halfen, wollte er im Moment nicht stören.
„Hier Schwager, trink das. Meinen Glückwunsch ... Papa Hudgar.“
-
Felicitas de Arganta
Endlich hatte sie mal ruhig geschlafen. Ihr fiel das dieser Tage ein wenig schwer. Wie eine innere Unruhe die sich in ihr breitgemacht hatte und sie nicht mehr losliess. Vermutlich, so dachte sie, Begleiterscheinungen ihrer Schwangerschaft.
Sie konnte nicht sagen wovon sie geträumt hatte als, sie aufwachte und noch sah wie Rafael die Treppe hinab tapste. Verschlafen blinzelte sie in die Dunkelheit und hörte Draussen leise Stimmen.
Eine davon war Rafaels. Feli`s Gehör trug sie selten. Dann war es wieder ruhig und sie hörte gemäßigte Schritte die wieder hinauf kamen.
Mit einem weiteren Blinzeln und einem darauffolgenden seltsamen Blick von Rafael trat jener wieder ans Bett und schlug die Decke zur Seite wohl um sich wieder hinzulegen.
"Was wichtiges?" nuschelte sie nur und wollte sich schon umdrehen als er antwortete.
"War nur ein Bote...Flo bekommt ihr Kind."
Jene Information brauchte eine Sekunde um vom Gehör zum Verstand zu wandern. In jener Sekunde sah sie Rafael einfach nur Verständnislos an.
Dann war sie plötzlich wach und warf die Decke schon beiseite und sprang aus dem Bett.
"Waaaaas?! Und das sagst du mir erst jetzt?" schrie sie ihn an und war schon am Kleiderschrank.
Wo hatte sie denn nur..?...Ach ja unter dem Bett. Dort fischte sie dann auch ein Stück Kleidung auf ehe sie sich überhastet anzog.
Rafael sagte irgendwas von Pferden während Feli in rekordzeit angekleidet war. Unwirsch zog sie die Goldringe in ihren Zopf damit das Haar sie nicht störte. Mittlerweile ging es ihr schon fast bis zum Oberschenkel.
Dann war sie auch schon Draussen.
Ragnaroek und Rymis standen gesattelt da und trotz ihrer eignen Schwerfälligkeit die sie in den letzten Tagen öfters mal überkam, sprang sie förmlich in den Sattel und war schon zum Tor raus. Sie hatte keine Ahnung ob Rafael überhaupt hinter ihr war.
Aber Feli gewann ja sowieso jedes Wettreiten das sie regelmäßig mit ihm führte.
An dem Anwesen ihrer Schwester und ihres Schwagers angekommen preschte sie durch den Schattengang und war schon vom Pferd als Rafael gerade erst ankam.
Aus dem Haupthaus hörte sie Flo. Schreiend.
Ja...das klang...sehr danach als bekäme sie ihr Kind. Feli verzog das Gesicht.
Hatte Flo ihr nicht heute Nachmittag noch erzählt sie habe so Schmerzen?
Feli hätte es sich eigendlich denken können, hatte sie doch über den Winter einige Bücher und Lektüren über Schwangerschaften gelesen um sich selbst besser auf ihre Geburt und ihre eigene Schwangerschaft vorzubereiten.
Aber das war nun auch unwichtig.
Sie war schon zur Tür rein und die Treppe hoch, garnicht bemerkend, dass Rafael im Esszimmer des Haupthauses stoppte um dort zu warten.
Oben angekommen erblickte sie Hudgarr, die Heilerin aus Varuna und Sharina. Sharina? Was tat sie denn hier?..Naja mehr helfende Hände würden nicht schaden!
Hudgarr bekam nichtmal ein Hallo, stattdessen ging Feli gleich zu ihrer Schwester hin um ihr einige beruhigende Worte ins Ohr zu flüstern.
"Es wird alles gut. Wir sind alle bei dir, Schwesterherz. Die Heilerin ist auch hier. Und dein Mann, dem du das alles zu verdanken hast. Und Rafael..Ruhig Atmen, Liebes..."
Während die Heilerin einige Anweisungen gab was man ihr besorgen solle. Hudgarr unterdess hatte ein seltsames Gesicht aufgesetzt wie Feli feststellen musste. Es zeugte irgendwie von ehrlichem Mitempfinden. Etwas das Feli gewohnt war bei ihren Liedern zu sehen..aber Flo sorgte auch ordentlich dafür das Hudgarr mit litt. Ohja!
Bemüht ihre eigene Sorge zu verbergen ging Feli der Heilerin zur Hand, reichte Handtücher an, Wasser und sprach zu Flo.
"Bald, noch ein bisschen Baroness." hörte Feli die Heilerin wieder.
"Das Köpfchen kann man schon sehen, wir haben es bald geschafft. Pressen!"
Ob Flo das alles so mitbekam?...
- Erst sehr viel später, nach dem Allem wurde Feli bewusst, wie mulmig ihr plötzlich wurde wenn sie daran dachte ihr eigenes Kind zu bekommen.
Sie hatte Flo noch nie in ihrem Leben so gesehen. Und sie kannte ihre Schwester wie kein Zweiter. War es wirklich so überwältigend? So qualvoll?...Der Gedanke daran liess sie ab da an bleich werden... -
"Es ist ein Mädchen!" Verkündete die Heilerin und schnitt die Nabelschnur durch und verlangte nach frischen Lappen und Wasser um das Neugeborene zu waschen.
Dann hatte Flo das Kind im Arm. Ein Anblick der sicher für viel Entschädigte. Das Schlafzimmer sah aus als habe man dort ein Feldlazeret aufgeschlagen. Überall lagen Handtücher herrum, standen Schalen und Eimer mit Wasser.
Der Morgen würde bald Dämmern. Wie lange hatte das alles gedauert?
Feli musste vor einigen Stunden aus dem Bett sein.
Hudgarr schleppte Feli mit nach unten, wehren war zwecklos.
Dort konnte sich Feli nun auch endlich ausgelassen freuen über ihre neue geborene Nichte.
"Sie ist wunderschön, Schwager. Glückwunsch!" Herzlichst wurde Hudgarr umarmt und Rafael und er tranken einige Gläser Schnapps ehe sich Feli und Rafael zur Morgendämmerung wieder aufmachten um Nachhause zu kommen.
Mit Gemischten Gefühlen und in langsamen Trott ritt Feli den Weg zurück.
Rafael neben ihr. Sie war schweigsam. Sie freute sich sehr für ihre kleine Schwester. Es war wahrlich ein Wunder was dort geschehen war, aber jenes mulmige Gefühl liess sie einfach nicht mehr los...
Sie konnte nicht sagen wovon sie geträumt hatte als, sie aufwachte und noch sah wie Rafael die Treppe hinab tapste. Verschlafen blinzelte sie in die Dunkelheit und hörte Draussen leise Stimmen.
Eine davon war Rafaels. Feli`s Gehör trug sie selten. Dann war es wieder ruhig und sie hörte gemäßigte Schritte die wieder hinauf kamen.
Mit einem weiteren Blinzeln und einem darauffolgenden seltsamen Blick von Rafael trat jener wieder ans Bett und schlug die Decke zur Seite wohl um sich wieder hinzulegen.
"Was wichtiges?" nuschelte sie nur und wollte sich schon umdrehen als er antwortete.
"War nur ein Bote...Flo bekommt ihr Kind."
Jene Information brauchte eine Sekunde um vom Gehör zum Verstand zu wandern. In jener Sekunde sah sie Rafael einfach nur Verständnislos an.
Dann war sie plötzlich wach und warf die Decke schon beiseite und sprang aus dem Bett.
"Waaaaas?! Und das sagst du mir erst jetzt?" schrie sie ihn an und war schon am Kleiderschrank.
Wo hatte sie denn nur..?...Ach ja unter dem Bett. Dort fischte sie dann auch ein Stück Kleidung auf ehe sie sich überhastet anzog.
Rafael sagte irgendwas von Pferden während Feli in rekordzeit angekleidet war. Unwirsch zog sie die Goldringe in ihren Zopf damit das Haar sie nicht störte. Mittlerweile ging es ihr schon fast bis zum Oberschenkel.
Dann war sie auch schon Draussen.
Ragnaroek und Rymis standen gesattelt da und trotz ihrer eignen Schwerfälligkeit die sie in den letzten Tagen öfters mal überkam, sprang sie förmlich in den Sattel und war schon zum Tor raus. Sie hatte keine Ahnung ob Rafael überhaupt hinter ihr war.
Aber Feli gewann ja sowieso jedes Wettreiten das sie regelmäßig mit ihm führte.
An dem Anwesen ihrer Schwester und ihres Schwagers angekommen preschte sie durch den Schattengang und war schon vom Pferd als Rafael gerade erst ankam.
Aus dem Haupthaus hörte sie Flo. Schreiend.
Ja...das klang...sehr danach als bekäme sie ihr Kind. Feli verzog das Gesicht.
Hatte Flo ihr nicht heute Nachmittag noch erzählt sie habe so Schmerzen?
Feli hätte es sich eigendlich denken können, hatte sie doch über den Winter einige Bücher und Lektüren über Schwangerschaften gelesen um sich selbst besser auf ihre Geburt und ihre eigene Schwangerschaft vorzubereiten.
Aber das war nun auch unwichtig.
Sie war schon zur Tür rein und die Treppe hoch, garnicht bemerkend, dass Rafael im Esszimmer des Haupthauses stoppte um dort zu warten.
Oben angekommen erblickte sie Hudgarr, die Heilerin aus Varuna und Sharina. Sharina? Was tat sie denn hier?..Naja mehr helfende Hände würden nicht schaden!
Hudgarr bekam nichtmal ein Hallo, stattdessen ging Feli gleich zu ihrer Schwester hin um ihr einige beruhigende Worte ins Ohr zu flüstern.
"Es wird alles gut. Wir sind alle bei dir, Schwesterherz. Die Heilerin ist auch hier. Und dein Mann, dem du das alles zu verdanken hast. Und Rafael..Ruhig Atmen, Liebes..."
Während die Heilerin einige Anweisungen gab was man ihr besorgen solle. Hudgarr unterdess hatte ein seltsames Gesicht aufgesetzt wie Feli feststellen musste. Es zeugte irgendwie von ehrlichem Mitempfinden. Etwas das Feli gewohnt war bei ihren Liedern zu sehen..aber Flo sorgte auch ordentlich dafür das Hudgarr mit litt. Ohja!
Bemüht ihre eigene Sorge zu verbergen ging Feli der Heilerin zur Hand, reichte Handtücher an, Wasser und sprach zu Flo.
"Bald, noch ein bisschen Baroness." hörte Feli die Heilerin wieder.
"Das Köpfchen kann man schon sehen, wir haben es bald geschafft. Pressen!"
Ob Flo das alles so mitbekam?...
- Erst sehr viel später, nach dem Allem wurde Feli bewusst, wie mulmig ihr plötzlich wurde wenn sie daran dachte ihr eigenes Kind zu bekommen.
Sie hatte Flo noch nie in ihrem Leben so gesehen. Und sie kannte ihre Schwester wie kein Zweiter. War es wirklich so überwältigend? So qualvoll?...Der Gedanke daran liess sie ab da an bleich werden... -
"Es ist ein Mädchen!" Verkündete die Heilerin und schnitt die Nabelschnur durch und verlangte nach frischen Lappen und Wasser um das Neugeborene zu waschen.
Dann hatte Flo das Kind im Arm. Ein Anblick der sicher für viel Entschädigte. Das Schlafzimmer sah aus als habe man dort ein Feldlazeret aufgeschlagen. Überall lagen Handtücher herrum, standen Schalen und Eimer mit Wasser.
Der Morgen würde bald Dämmern. Wie lange hatte das alles gedauert?
Feli musste vor einigen Stunden aus dem Bett sein.
Hudgarr schleppte Feli mit nach unten, wehren war zwecklos.
Dort konnte sich Feli nun auch endlich ausgelassen freuen über ihre neue geborene Nichte.
"Sie ist wunderschön, Schwager. Glückwunsch!" Herzlichst wurde Hudgarr umarmt und Rafael und er tranken einige Gläser Schnapps ehe sich Feli und Rafael zur Morgendämmerung wieder aufmachten um Nachhause zu kommen.
Mit Gemischten Gefühlen und in langsamen Trott ritt Feli den Weg zurück.
Rafael neben ihr. Sie war schweigsam. Sie freute sich sehr für ihre kleine Schwester. Es war wahrlich ein Wunder was dort geschehen war, aber jenes mulmige Gefühl liess sie einfach nicht mehr los...
-
Sharina Faris
Sicherlich wäre die Taube in dieser Stunde bis zum Morgengrauen auf einem Baum gesessen, wäre nicht Mia durch den Hunger getrieben, stimmgewaltig auf sich aufmerksam zu machen. Die kleine gestillt und eben wieder ins Bett gelegt, trieb Sharina der eigene Durst hinab in die Küche.... kein Wasser, wunderbar. Jetzt musste sie auch noch zum Brunnen hinaus.
Kaum aus der Tür wurde sie der wartenden, gurrenden Taube gewahr. Ein Zettel an ihrem Beinchen, war deutlich zu erkennen und schnell gegriffen. Schon zog die Taube, sich ihrer späten Aufgabe wohl ohnehin ärgernd, in irgendeinen Baum zurück. Sharina tat es mit einem Schulterzucken ab, sie würde schon wissen wo sie hingehörte und nun auch noch irgendwelchen Tauben in Bäume nachzuklettern, fand kaum ihr Interesse.
Die Augen reibend blickte sie auf den Zettel, welcher nur ein Wort enthielt: Hilfe... wie sinnvoll und vielsagend! Hätte sie nicht die Schrift als die Hudgarrs erkannt, wäre die Nachricht wohl in das Kaminfeuer geflogen. So runzelte sie nachdenklich die Stirn und stapfte hinauf. Im Nachthemd würde sie kaum nachsehen können. Sich anziehend und hastig die kleine warm in die Decke gewickelt, schon wollte sie aufbrechen und hörte Arstein schlaftrunken etwas murmeln. "Ich schau nur kurz bei Hudgarr was geschehen sein könnte, wir sind sicher bald zurück. Ich nehm Mia mit damit du schlafen kannst." Alles was sie erntete war ein weiteres unverständliches Murmeln, das mit viel Fantasie möglicherweise ein "Mach nur", gewesen sein mochte. Es entlockte ihr ein Schmunzeln. Er hatte nicht wirklich etwas mitbekommen. Aber sie war ja sicherlich bald zurück. Dass sie die gesamte weitere Nacht bis zum Morgengrauen weg sein würde und schon bald nicht einmal mehr einen Gedanken fassen würde, es wäre besser gewesen eine Nachricht zu hinterlassen, konnte sie kaum ahnen.
Was sie vorfand war eine abgeschlossene Gartenpforte, irgendwo entferntes Geschrei, doch keine Reaktion auf ihr Klingeln. Sie überaus sinnvoll. Sie wollte sich eben umwenden und gehen, als Hudgarr völlig aufgeregt mit der Heilerin zurückkam. "Mir scheint, ich muss häufiger in diese Region. Sind hier noch weitere Kinder in nächster Zeit zu erwarten? Vielleicht sollte ich umziehen." Begrüsste diese scherzhaft Sharina und erntete nur ein Schmunzeln.
Die kleine Mia war schnell in ein nahes Bettchen verfrachtet, sicherlich bereitstehend für das Kind... das nun kommende Kind von Florence und Hudgarr. Mit einem Schmunzeln stellte Sharina fest, dass Hudgarrs Hand wohl bald ähnlich litt wie vor kurzem die Hand Arsteins. So gut es ging, war sie der Heilerin eine Hilfe und holte dies und jenes herbei, sich dennoch ein wenig fragend, warum man nun grad sie benachrichtigt hatte. Gut sie waren beinah Nachbarn, aber hatte sie das Recht in diesem Hause zu sein und dies ausgerechnet jetzt?
Die Frage stellte sich umso mehr, als die Schwester Felicitas und Ritter de Arganta eingetroffen waren. Der Blick der Baronin war eindeutig und sie hätte sich weit weg gewünscht in diesem Moment. Nun sie war hier, zumindestens warf man sie nicht gleich hinaus, wie es zu erwarten wäre. Dennoch wusste sie im Rest der Nacht, sie hatte hier nichts verloren, schon garnicht jetzt, wenngleich sie möglicherweise ein wenig Hilfe war, war sie doch nur die Gardistin, die Bürgerliche.
Kaum aus der Tür wurde sie der wartenden, gurrenden Taube gewahr. Ein Zettel an ihrem Beinchen, war deutlich zu erkennen und schnell gegriffen. Schon zog die Taube, sich ihrer späten Aufgabe wohl ohnehin ärgernd, in irgendeinen Baum zurück. Sharina tat es mit einem Schulterzucken ab, sie würde schon wissen wo sie hingehörte und nun auch noch irgendwelchen Tauben in Bäume nachzuklettern, fand kaum ihr Interesse.
Die Augen reibend blickte sie auf den Zettel, welcher nur ein Wort enthielt: Hilfe... wie sinnvoll und vielsagend! Hätte sie nicht die Schrift als die Hudgarrs erkannt, wäre die Nachricht wohl in das Kaminfeuer geflogen. So runzelte sie nachdenklich die Stirn und stapfte hinauf. Im Nachthemd würde sie kaum nachsehen können. Sich anziehend und hastig die kleine warm in die Decke gewickelt, schon wollte sie aufbrechen und hörte Arstein schlaftrunken etwas murmeln. "Ich schau nur kurz bei Hudgarr was geschehen sein könnte, wir sind sicher bald zurück. Ich nehm Mia mit damit du schlafen kannst." Alles was sie erntete war ein weiteres unverständliches Murmeln, das mit viel Fantasie möglicherweise ein "Mach nur", gewesen sein mochte. Es entlockte ihr ein Schmunzeln. Er hatte nicht wirklich etwas mitbekommen. Aber sie war ja sicherlich bald zurück. Dass sie die gesamte weitere Nacht bis zum Morgengrauen weg sein würde und schon bald nicht einmal mehr einen Gedanken fassen würde, es wäre besser gewesen eine Nachricht zu hinterlassen, konnte sie kaum ahnen.
Was sie vorfand war eine abgeschlossene Gartenpforte, irgendwo entferntes Geschrei, doch keine Reaktion auf ihr Klingeln. Sie überaus sinnvoll. Sie wollte sich eben umwenden und gehen, als Hudgarr völlig aufgeregt mit der Heilerin zurückkam. "Mir scheint, ich muss häufiger in diese Region. Sind hier noch weitere Kinder in nächster Zeit zu erwarten? Vielleicht sollte ich umziehen." Begrüsste diese scherzhaft Sharina und erntete nur ein Schmunzeln.
Die kleine Mia war schnell in ein nahes Bettchen verfrachtet, sicherlich bereitstehend für das Kind... das nun kommende Kind von Florence und Hudgarr. Mit einem Schmunzeln stellte Sharina fest, dass Hudgarrs Hand wohl bald ähnlich litt wie vor kurzem die Hand Arsteins. So gut es ging, war sie der Heilerin eine Hilfe und holte dies und jenes herbei, sich dennoch ein wenig fragend, warum man nun grad sie benachrichtigt hatte. Gut sie waren beinah Nachbarn, aber hatte sie das Recht in diesem Hause zu sein und dies ausgerechnet jetzt?
Die Frage stellte sich umso mehr, als die Schwester Felicitas und Ritter de Arganta eingetroffen waren. Der Blick der Baronin war eindeutig und sie hätte sich weit weg gewünscht in diesem Moment. Nun sie war hier, zumindestens warf man sie nicht gleich hinaus, wie es zu erwarten wäre. Dennoch wusste sie im Rest der Nacht, sie hatte hier nichts verloren, schon garnicht jetzt, wenngleich sie möglicherweise ein wenig Hilfe war, war sie doch nur die Gardistin, die Bürgerliche.
-
Arstein Faris
Irgendwas hatte ihn Nachts geweckt. Achja....Mia.
Er liebte seine Tochter. Von ganzem Herzen. Jeden Tag dankte er Eluvie von neuem das Mia bei ihnen war. Aber jede Nacht wünschte er, das kleine Mädchen könnte einmal, ein einziges Mal, durchschlafen!
Shari stand auf. Was ein Glück..vielleicht schlief er ja schnell wieder ein.
In ein paar Stunden wollte er schon wieder im Atelier sein. Wie spät es wohl wahr?
Die Schultern zuckend zog er die Decke wieder über sich, schlug sich unwirsch ein paar der viel zu langen Haarsträhnen aus dem Gesicht und schloss die Augen wieder.
Das Weinen der Kleinen erstab. Shari hatte sich wohl um sie gekümmert und nun würde Mia wieder ein paar Stunden schlafen, so hoffte er.
Das Tapsen im Haus nahm er nur im Dämmerschlaf wahr.
Auch wie die Haustür ging. Was Shari mitten in der Nacht draussen machte?...Sie war eine erwachsene Frau, sie würde es schon wissen. Kein Grund sich darüber Gedanken zu machen.
Einfach ein bisschen Schlafen...schlafen...
Shari kam wieder hoch und sagte irgendwas an das er sich kaum eine Sekunde später nicht mehr erinnern konnte.
Damit sie nicht anfing mit ihm zu diskutieren sagte er einfach:
"Mach nur Blume..." irgendwie ins Kissen genuschelt, sie hätte schon eine Linguistikexpertin gewesen sein müssen um es zu verstehen.
Dann wurde es still im Haus.
Stille...Herrlich....schlaf...
Irgendwann wachte er wieder auf. Draussen begann es langsam zu dämmern und etwas sehr essenzielles fehlte!
Shari!
Das Bett war ungewohnt groß wie er feststellen musste, denn seine Frau war nicht da. Wo war sie nur?
Schlaftrunken stand er auf um ins Kinderzimmer zu gehen.
Manchmal schlief sie dort ein. Ja das würde es sicher sein....
Doch als er auch jenes leer vorfand wurde er langsam aber sicher blass und sehr wach.
"Wo ist meine Frau? Wo ist meine Tochter?!" schoss es ihm durch den Kopf und ging hinab. Auch hier war alles ruhig und leer.
Auf dem Tisch lag etwas..eine Notiz.
"Hilfe!"...was hatte das denn zu bedeuten?
Ganz langsam aber bestimmt schlich sich Panik in sein Gemüt und er zog sich an und rannte hinaus. Vielleicht die Garde? Ja, bestimmt! Es würde schon nichts weiter sein.
Warum war Mia nicht zuhause? Er hätte doch auch auf sie aufpassen können. Oder wollte Shari die Kleine nicht bei ihm lassen? Oder ihm etwas Schlaf gönnen?
Er wusste es nicht und diese Ungewissheit lies sein Haar sprichwörtlich ergrauen.
Geschwind sattelte er "Pferd" und sprang auf um zum Kastell zu reiten.
Sie würde dort sein..wo sollte sie sonst auch sein?!
Aber..dort war sie nicht.
Die Diensthabende Wache erklärte ihm nur, er habe Shari schon seid Wochen nicht gesehen, sie sei doch in Mutterschaftsurlaub.
Damit begann Arsteins Odysse durch Gerimor...
Atelier? Nein.
Heiler? Nein.
Schloss? Nein.
Unheilsberg? Nein.
Berchgard? Nein.
Bajard? Nein.
Wo war sie nur?!
Am Rande eines Wutanfalls ritt er erstmal wieder Heim, um seine Frau samt Kind gerade in der Haustür verschwinden zu sehen....
DAS GAB ÄRGER!
Er liebte seine Tochter. Von ganzem Herzen. Jeden Tag dankte er Eluvie von neuem das Mia bei ihnen war. Aber jede Nacht wünschte er, das kleine Mädchen könnte einmal, ein einziges Mal, durchschlafen!
Shari stand auf. Was ein Glück..vielleicht schlief er ja schnell wieder ein.
In ein paar Stunden wollte er schon wieder im Atelier sein. Wie spät es wohl wahr?
Die Schultern zuckend zog er die Decke wieder über sich, schlug sich unwirsch ein paar der viel zu langen Haarsträhnen aus dem Gesicht und schloss die Augen wieder.
Das Weinen der Kleinen erstab. Shari hatte sich wohl um sie gekümmert und nun würde Mia wieder ein paar Stunden schlafen, so hoffte er.
Das Tapsen im Haus nahm er nur im Dämmerschlaf wahr.
Auch wie die Haustür ging. Was Shari mitten in der Nacht draussen machte?...Sie war eine erwachsene Frau, sie würde es schon wissen. Kein Grund sich darüber Gedanken zu machen.
Einfach ein bisschen Schlafen...schlafen...
Shari kam wieder hoch und sagte irgendwas an das er sich kaum eine Sekunde später nicht mehr erinnern konnte.
Damit sie nicht anfing mit ihm zu diskutieren sagte er einfach:
"Mach nur Blume..." irgendwie ins Kissen genuschelt, sie hätte schon eine Linguistikexpertin gewesen sein müssen um es zu verstehen.
Dann wurde es still im Haus.
Stille...Herrlich....schlaf...
Irgendwann wachte er wieder auf. Draussen begann es langsam zu dämmern und etwas sehr essenzielles fehlte!
Shari!
Das Bett war ungewohnt groß wie er feststellen musste, denn seine Frau war nicht da. Wo war sie nur?
Schlaftrunken stand er auf um ins Kinderzimmer zu gehen.
Manchmal schlief sie dort ein. Ja das würde es sicher sein....
Doch als er auch jenes leer vorfand wurde er langsam aber sicher blass und sehr wach.
"Wo ist meine Frau? Wo ist meine Tochter?!" schoss es ihm durch den Kopf und ging hinab. Auch hier war alles ruhig und leer.
Auf dem Tisch lag etwas..eine Notiz.
"Hilfe!"...was hatte das denn zu bedeuten?
Ganz langsam aber bestimmt schlich sich Panik in sein Gemüt und er zog sich an und rannte hinaus. Vielleicht die Garde? Ja, bestimmt! Es würde schon nichts weiter sein.
Warum war Mia nicht zuhause? Er hätte doch auch auf sie aufpassen können. Oder wollte Shari die Kleine nicht bei ihm lassen? Oder ihm etwas Schlaf gönnen?
Er wusste es nicht und diese Ungewissheit lies sein Haar sprichwörtlich ergrauen.
Geschwind sattelte er "Pferd" und sprang auf um zum Kastell zu reiten.
Sie würde dort sein..wo sollte sie sonst auch sein?!
Aber..dort war sie nicht.
Die Diensthabende Wache erklärte ihm nur, er habe Shari schon seid Wochen nicht gesehen, sie sei doch in Mutterschaftsurlaub.
Damit begann Arsteins Odysse durch Gerimor...
Atelier? Nein.
Heiler? Nein.
Schloss? Nein.
Unheilsberg? Nein.
Berchgard? Nein.
Bajard? Nein.
Wo war sie nur?!
Am Rande eines Wutanfalls ritt er erstmal wieder Heim, um seine Frau samt Kind gerade in der Haustür verschwinden zu sehen....
DAS GAB ÄRGER!
-
Sharina Faris
Die Stunden vergingen, die Nacht nahm ihren Lauf. Glücklicherweise hatte Mia erspart, für zu viel zusätzlichen Wirbel zu sorgen. Einmal Stillen und Windelwechseln forderte sie in dieser Nacht zwar noch ein, ansonsten konnte Sharina sich völlig auf die Hilfeleistungen im Hause von Stolzenfels konzentrieren. Wenngleich das Gefühl letztlich zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein, nicht aus ihr weichen wollte. Immerhin hätte sie auch kaum die halbe Garde um sich haben wollen, als sie niedergekommen war, hierzu noch die Standesunterschiede..
Die Dämmerung lag bereits hinter ihnen, als Sharina endlich die kleine Mia nehmen und aufbrechen konnte. Ein jeder würde nun seinen Schlaf brauchen, sie selbst nicht minder. Auf dem kurzen Heimweg schlich ihr zum ersten mal Arstein erneut in die Gedanken. Sie hatte versäumt eine Nachricht zu hinterlassen. Wie hätte sie auch ahnen sollen, dass es so lang dauern würde? Sie konnte nur hoffen, dass er nicht all zu verstimmt war. Sie betrat das Haus, Mia begann schon wieder in ihrem Arm munterer zu werden. Leise rief sie nach Arstein.. und erhielt Antwort durch die eben aufgerissene Tür. Sich umwendend, konnte sie die Wut in seinem Gesicht zu deutlich erkennen. Es mochte Zufall sein, doch als er sich näherte, den Mund öffnend, um offensichtlich zu schimpfen, blickte die kleine Mia ihrem Vater mit einem gradezu herzzerreissenden Babylächeln entgegen und gluckste.
Die Dämmerung lag bereits hinter ihnen, als Sharina endlich die kleine Mia nehmen und aufbrechen konnte. Ein jeder würde nun seinen Schlaf brauchen, sie selbst nicht minder. Auf dem kurzen Heimweg schlich ihr zum ersten mal Arstein erneut in die Gedanken. Sie hatte versäumt eine Nachricht zu hinterlassen. Wie hätte sie auch ahnen sollen, dass es so lang dauern würde? Sie konnte nur hoffen, dass er nicht all zu verstimmt war. Sie betrat das Haus, Mia begann schon wieder in ihrem Arm munterer zu werden. Leise rief sie nach Arstein.. und erhielt Antwort durch die eben aufgerissene Tür. Sich umwendend, konnte sie die Wut in seinem Gesicht zu deutlich erkennen. Es mochte Zufall sein, doch als er sich näherte, den Mund öffnend, um offensichtlich zu schimpfen, blickte die kleine Mia ihrem Vater mit einem gradezu herzzerreissenden Babylächeln entgegen und gluckste.
-
Arstein Faris
Wutschnaubend kam er auf Shari zu die ihn ziemlich unverwand und überrumpelt ansah, die kleine Mia auf dem Arm.
Er öffnete den Mund gerade um sie anzufahren, ob sie denn alle Steine auf der Schleuder habe und er krank vor Sorge gewesen währe als Mia genau jenes...verhängnissvolle...gemeine...und hinterhältige Tat.
Jener Blick. Jener Blick der wirklich keinen Vater kalt lassen konnte.
Seine Wut verrauchte augenblicklich als er in diese wunderschönen Augen seiner Tochter sah. Jenes süsse Lächeln auf ihren kleinen Lippen. Das kleine, faltige Gesichtchen...
Das waren wahrlich die Waffen einer Frau.
Statt zu toben und zu wüten sah er auf seine Tochter, dann auf Shari.
"Weisst du wieviele Sorgen ich mir um euch gemacht habe? Wo warst du? Ich habe ganz Gerimor nach euch zweien abgesucht. Warum hast du keine Nachricht hinterlassen?"
Die Geschichte war zwar schnell erzählt die Shari ihm erläuterte, aber irgendwie verwirrend. Die Baroness hatte also ihr Kind bekommen. Schön und gut. Eluvie geizte wahrlich nicht mit ihrem Segen in diesen Tagen und dafür sollte ein jeder dankbar sein.
Aber warum hatte man Shari dorthin "eingeladen"? War sie so gut mit der Baroness befreundet? Irgendwie war Arstein das neu.
Shari kannte jedoch auch keine Antwort auf jenes Problem und so entschied man sich dann doch lieber dazu, dass sich alle noch etwas Schlaf gönnten auch wenn Mia wohl nicht unbedingt danach war.
Sie hatte ja im Gegensatz zu den Eltern fein geschlafen und wollte nun wohl unterhalten werden.
Sich bereiterklärend die erste "Wache" zu übernehmen nahm Arstein Shari ihre gemeinsame Tochter aus dem Arm und setzte sich mit ihr in den Wintergarten um sich ein wenig mit ihr zu beschäftigen, während Shari hinauf gehen konnte um ihren versäumten Schlaf nachzuholen.
Ja...Kinder sind wahrlich ein Wunder.
Er öffnete den Mund gerade um sie anzufahren, ob sie denn alle Steine auf der Schleuder habe und er krank vor Sorge gewesen währe als Mia genau jenes...verhängnissvolle...gemeine...und hinterhältige Tat.
Jener Blick. Jener Blick der wirklich keinen Vater kalt lassen konnte.
Seine Wut verrauchte augenblicklich als er in diese wunderschönen Augen seiner Tochter sah. Jenes süsse Lächeln auf ihren kleinen Lippen. Das kleine, faltige Gesichtchen...
Das waren wahrlich die Waffen einer Frau.
Statt zu toben und zu wüten sah er auf seine Tochter, dann auf Shari.
"Weisst du wieviele Sorgen ich mir um euch gemacht habe? Wo warst du? Ich habe ganz Gerimor nach euch zweien abgesucht. Warum hast du keine Nachricht hinterlassen?"
Die Geschichte war zwar schnell erzählt die Shari ihm erläuterte, aber irgendwie verwirrend. Die Baroness hatte also ihr Kind bekommen. Schön und gut. Eluvie geizte wahrlich nicht mit ihrem Segen in diesen Tagen und dafür sollte ein jeder dankbar sein.
Aber warum hatte man Shari dorthin "eingeladen"? War sie so gut mit der Baroness befreundet? Irgendwie war Arstein das neu.
Shari kannte jedoch auch keine Antwort auf jenes Problem und so entschied man sich dann doch lieber dazu, dass sich alle noch etwas Schlaf gönnten auch wenn Mia wohl nicht unbedingt danach war.
Sie hatte ja im Gegensatz zu den Eltern fein geschlafen und wollte nun wohl unterhalten werden.
Sich bereiterklärend die erste "Wache" zu übernehmen nahm Arstein Shari ihre gemeinsame Tochter aus dem Arm und setzte sich mit ihr in den Wintergarten um sich ein wenig mit ihr zu beschäftigen, während Shari hinauf gehen konnte um ihren versäumten Schlaf nachzuholen.
Ja...Kinder sind wahrlich ein Wunder.
-
Amelie Toberen
Auch diesen Abend saß Amelie wieder bei ihrer Strickarbeit. Leicht fluchend saß sie da, "Schon wieder eine Masche verloren…" murmelte sie, "und dabei ist es doch schon so eilig!"
So spornte sie sich an noch einige Zeit weiter zu arbeiten.
Sie kannte nun drei werdende Mütter und für alle drei wollte sie etwas fürs Kind fertigen.
Zwei fertige Jäckchen und eine Strampelhose lagen schon vor ihr, aber das reichte für sie noch lange nicht.
Sie verwendet Wolle aus Farben, die jeweils ein Mädchen oder ein Junge tragen konnte.
Denn so konnte sie damit nicht falsch liegen.
Als sie ihre Augen kaum mehr offen halten konnte, legte sie sich endlich schlafen.
Am nächsten Tag, es war sehr früh am Morgen, machte sie ihren gewohnten Spaziergang.
Sie genoss den Sonnenaufgang und die Ruhe, die so früh noch herrschte.
So führte ihr Weg auch an dem Anwesen der Familie von Stolzenfels vorbei.
Und sie glaubte ihren Ohren nicht zu trauen, da war doch die Stimme eines Neugeborenen zu hören. Sofort beendete sie ihren Spaziergang, ging ins Haus und packte ihr Geschenk, das sie dem Kind bringen wollte in ein kleines Täschchen.
"Ich denke ich werde ihr bald mal die Aufwartung machen, und ich hoffe, sie werden sich drüber freuen."
So spornte sie sich an noch einige Zeit weiter zu arbeiten.
Sie kannte nun drei werdende Mütter und für alle drei wollte sie etwas fürs Kind fertigen.
Zwei fertige Jäckchen und eine Strampelhose lagen schon vor ihr, aber das reichte für sie noch lange nicht.
Sie verwendet Wolle aus Farben, die jeweils ein Mädchen oder ein Junge tragen konnte.
Denn so konnte sie damit nicht falsch liegen.
Als sie ihre Augen kaum mehr offen halten konnte, legte sie sich endlich schlafen.
Am nächsten Tag, es war sehr früh am Morgen, machte sie ihren gewohnten Spaziergang.
Sie genoss den Sonnenaufgang und die Ruhe, die so früh noch herrschte.
So führte ihr Weg auch an dem Anwesen der Familie von Stolzenfels vorbei.
Und sie glaubte ihren Ohren nicht zu trauen, da war doch die Stimme eines Neugeborenen zu hören. Sofort beendete sie ihren Spaziergang, ging ins Haus und packte ihr Geschenk, das sie dem Kind bringen wollte in ein kleines Täschchen.
"Ich denke ich werde ihr bald mal die Aufwartung machen, und ich hoffe, sie werden sich drüber freuen."