Was passiert hier?
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Leith Llastobhar
Was passiert hier?
Vergangene Tage
Leith stapfte über die sandige Böschung hinunter zum weiten Meer, welches grau-blau rauschend und behutsam in Bewegung vor ihm lag.
Er starrte Stunden hinaus auf die See, stellte sich vor wie es wäre ein Vogel zu sein, hoch oben bis hinauf in die Wolken zu gleiten.
Er trug noch etwas ausser seinen Klamotten bei sich. Ein kleines Kästchen mit einer Sommerblüte... eine getrocknete Sommerblüte aus ihrem Haar.
Er nahm das Kästchen aus der Innentasche seiner Hose, öffnete sie und betrachtete die Blüte. So schön geformt war Sie. Schön in jedem Detail. Und dennoch verging sie durch die Hand. Sie entschwebte vom Wind, getragen durch die Kräfte einer höheren Macht. Verschwand im Dunkel.
Malon.
Zurück blieb nur die Erinnerung.
Leith stapfte über die sandige Böschung hinunter zum weiten Meer, welches grau-blau rauschend und behutsam in Bewegung vor ihm lag.
Er starrte Stunden hinaus auf die See, stellte sich vor wie es wäre ein Vogel zu sein, hoch oben bis hinauf in die Wolken zu gleiten.
Er trug noch etwas ausser seinen Klamotten bei sich. Ein kleines Kästchen mit einer Sommerblüte... eine getrocknete Sommerblüte aus ihrem Haar.
Er nahm das Kästchen aus der Innentasche seiner Hose, öffnete sie und betrachtete die Blüte. So schön geformt war Sie. Schön in jedem Detail. Und dennoch verging sie durch die Hand. Sie entschwebte vom Wind, getragen durch die Kräfte einer höheren Macht. Verschwand im Dunkel.
Malon.
Zurück blieb nur die Erinnerung.
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Leith Llastobhar
Sommerblüte
*stöhnend taumelte der noch betäubte Körper stolpernd durch den Gang des Gasthauses zu Varuna, während die Hand am linken Arm durch die schneeweißen und inzwischen über schulterlangen Haare strich.*
Wo bin ich? ...
*Ein keckes Lachen, wie aus Kinderhalse höhnte den jungen Burschen, der sich kaum auf den Beinen halten konnte*
Diese kleine, verfluchte mausgraue Ratte ... Ich bring sie um!
*Sie hatte ihm ein Schlafmittel in die Honigmilch getan und war kess davon gesprungen. Mit glimmenden Augen hielt sie der Zimmerdame ein paar Groschen hin und jauchzte fröhlich, als sie dieser den Auftrag gab den jungen Herren zu baden und in ein freies Zimmer zu bringen. Wohl nicht ohne zu erwähnen, dass selbige Zimmerdame auf jeden Wunsch des jungen Herren sofort eingehen möge.*
Leanne...
*Zu spät erst realisierte er, dass der ausgesprochene Name keine Gestalt fand. Es hatte geregnet zu jenem Tag an dem der Brief auf der Türschwelle ihres Hofes lag. Gewusst hatte er es schon zuvor. Aber schmerzlich trafen ihn die Worte trotzdem. Sofort war ihm klar geworden, dass er etwas sehr wertvolles einfach so weggeworfen hatte.*
Malon... warum nur?
*Alles andere war uninteressant. Selbst die Prüfung zum Candidatus war eine Mischung aus Qual und verwirrten Gedanken gewesen. Wo war diese eine Frau, die er vor einem Jahr verlassen musste? Was tat sie? Ging es ihr gut?
Der linke Arm begann wie schon oft zuvor wieder einmal zu schmerzen und zu brennen.
Alles was geschehen war machte das Leben auf Gerimor fast schon unerträglich.
Ohne dass die Zimmerdame etwas bemerken konnte, hatte Leith es geschafft, auf die Straße vor dem Gasthaus zu gelangen und schlurfend bewegte sich die dunkle Gestalt des mageren Burschen durch die Gassen Varunas.
In seinem schweren Kopf spukten Geistergestalten, Familie, Freunde, Lehrer, bekannte und völlig fremde Gesichter.
Die Fußspitze hakte sich in einen Stein.
Schwer sackte der verwirrte Bursche vorn über in eine Matschpfütze und stieß sich den Kopf an einer Wurzel, die schlangenartig aus dem Kopfsteinpflaster herausragte.
Keuchend erhob er sich wieder und stütze sich dabei mit der rechten Hand ab.
Dann drifteten seine Gedanken ab ins schwarze Meer.
Der Körper bewegte sich jedoch.
Aus den Toren hinaus.*
*stöhnend taumelte der noch betäubte Körper stolpernd durch den Gang des Gasthauses zu Varuna, während die Hand am linken Arm durch die schneeweißen und inzwischen über schulterlangen Haare strich.*
Wo bin ich? ...
*Ein keckes Lachen, wie aus Kinderhalse höhnte den jungen Burschen, der sich kaum auf den Beinen halten konnte*
Diese kleine, verfluchte mausgraue Ratte ... Ich bring sie um!
*Sie hatte ihm ein Schlafmittel in die Honigmilch getan und war kess davon gesprungen. Mit glimmenden Augen hielt sie der Zimmerdame ein paar Groschen hin und jauchzte fröhlich, als sie dieser den Auftrag gab den jungen Herren zu baden und in ein freies Zimmer zu bringen. Wohl nicht ohne zu erwähnen, dass selbige Zimmerdame auf jeden Wunsch des jungen Herren sofort eingehen möge.*
Leanne...
*Zu spät erst realisierte er, dass der ausgesprochene Name keine Gestalt fand. Es hatte geregnet zu jenem Tag an dem der Brief auf der Türschwelle ihres Hofes lag. Gewusst hatte er es schon zuvor. Aber schmerzlich trafen ihn die Worte trotzdem. Sofort war ihm klar geworden, dass er etwas sehr wertvolles einfach so weggeworfen hatte.*
Malon... warum nur?
*Alles andere war uninteressant. Selbst die Prüfung zum Candidatus war eine Mischung aus Qual und verwirrten Gedanken gewesen. Wo war diese eine Frau, die er vor einem Jahr verlassen musste? Was tat sie? Ging es ihr gut?
Der linke Arm begann wie schon oft zuvor wieder einmal zu schmerzen und zu brennen.
Alles was geschehen war machte das Leben auf Gerimor fast schon unerträglich.
Ohne dass die Zimmerdame etwas bemerken konnte, hatte Leith es geschafft, auf die Straße vor dem Gasthaus zu gelangen und schlurfend bewegte sich die dunkle Gestalt des mageren Burschen durch die Gassen Varunas.
In seinem schweren Kopf spukten Geistergestalten, Familie, Freunde, Lehrer, bekannte und völlig fremde Gesichter.
Die Fußspitze hakte sich in einen Stein.
Schwer sackte der verwirrte Bursche vorn über in eine Matschpfütze und stieß sich den Kopf an einer Wurzel, die schlangenartig aus dem Kopfsteinpflaster herausragte.
Keuchend erhob er sich wieder und stütze sich dabei mit der rechten Hand ab.
Dann drifteten seine Gedanken ab ins schwarze Meer.
Der Körper bewegte sich jedoch.
Aus den Toren hinaus.*
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Leith Llastobhar
Aus den Toren Hinaus
Junge, bist du wach?
*Der Duft von geräuchertem Fisch und salziger Meeresluft drang an seine Nase*
Hmm?
*Möwen krächzten über seinem Kopf, das Rauschen der Wellen war ruhig und geschmeidig.*
HAHAHA! Du hast ausgesehen wie ein junger Gott, als du ins Wasser gesprungen bist!
Was?
*Die blendend helle Sonne stach ihm in die Augen, kleine wattige Gebilde am Firmament, kreisende Punkte und braungraue Felsen auf denen kleine Pflanzen wuchsen*
HAHAHA! Sag mal bist du immer so lasch, wenn du grade beinahe ersoffen bist?
*Nun war die krächzige und brutal rumträchtige Stimme deutlich einen guten Meter neben ihm zu hören. Sie stammte von einem ungepflegten bärtigen Mann, der wohl etwa um die 45 Jahre alt sein musste.
Er trug ein Paar Sandalen, aus denen die geplagten und dreckigen Zehen herausschauten. Bei der Linken war eine Schnalle durch eine Wachskordel ersetzt worden, da diese anscheinend abgefallen war.
Auf dem Kopf ein Tuch, welches hinter dem Schopf mit einem Knoten verschnürt war.
Zerfranste Hosen und der freie Oberkörper, auf dem diverse Narben erkennbar waren, gaben dem Seemann den letzten Schliff*
Wo bin ich hier?
HAHAHA! Stellst du immer so viele Fragen Bursche?
Du hast doch grade gesagt ich...
HAHAHA! Schon gut, hier... nimm n Schluck!
*Der Mann reichte Leith eine dunkelgebrannte Flasche mit beissendem Geruch und grinste dabei breit, als hätte er gerade seinen jahrzehntelang verlorenen Sohn gefunden*
*Leith setzte die Flasche zum Mund und kippte das stechende Gesöff hinunter. Er musste kräftig husten.*
HAHAHA! Junge... du bist mir einer... Wie ein Held ins Wasser hechten, aber wie ein Mädchen trinken!
*hust* Schon in *hust* Ordnung, Alter
Nenn mich nicht Alter du Grünschnabel! Hier, ich hab was für dich...
*Eine kleine feingliedrige Kette, an der eine seltsam geformte Muschel hing fand sich in der zerklüfteten Hand des Seemannes, welcher Leith selbige in die Hand drückte, aufstand und ohne ein weiteres Wort davon ging*
Hey, Moment mal! Was is das für eine komische Kette? Hey Alter! Hey!
*Doch der Mann, welcher so plötzlich gekommen war, war ebenso plötzlich wieder verschwunden.*
Was zur...
Junge, bist du wach?
*Der Duft von geräuchertem Fisch und salziger Meeresluft drang an seine Nase*
Hmm?
*Möwen krächzten über seinem Kopf, das Rauschen der Wellen war ruhig und geschmeidig.*
HAHAHA! Du hast ausgesehen wie ein junger Gott, als du ins Wasser gesprungen bist!
Was?
*Die blendend helle Sonne stach ihm in die Augen, kleine wattige Gebilde am Firmament, kreisende Punkte und braungraue Felsen auf denen kleine Pflanzen wuchsen*
HAHAHA! Sag mal bist du immer so lasch, wenn du grade beinahe ersoffen bist?
*Nun war die krächzige und brutal rumträchtige Stimme deutlich einen guten Meter neben ihm zu hören. Sie stammte von einem ungepflegten bärtigen Mann, der wohl etwa um die 45 Jahre alt sein musste.
Er trug ein Paar Sandalen, aus denen die geplagten und dreckigen Zehen herausschauten. Bei der Linken war eine Schnalle durch eine Wachskordel ersetzt worden, da diese anscheinend abgefallen war.
Auf dem Kopf ein Tuch, welches hinter dem Schopf mit einem Knoten verschnürt war.
Zerfranste Hosen und der freie Oberkörper, auf dem diverse Narben erkennbar waren, gaben dem Seemann den letzten Schliff*
Wo bin ich hier?
HAHAHA! Stellst du immer so viele Fragen Bursche?
Du hast doch grade gesagt ich...
HAHAHA! Schon gut, hier... nimm n Schluck!
*Der Mann reichte Leith eine dunkelgebrannte Flasche mit beissendem Geruch und grinste dabei breit, als hätte er gerade seinen jahrzehntelang verlorenen Sohn gefunden*
*Leith setzte die Flasche zum Mund und kippte das stechende Gesöff hinunter. Er musste kräftig husten.*
HAHAHA! Junge... du bist mir einer... Wie ein Held ins Wasser hechten, aber wie ein Mädchen trinken!
*hust* Schon in *hust* Ordnung, Alter
Nenn mich nicht Alter du Grünschnabel! Hier, ich hab was für dich...
*Eine kleine feingliedrige Kette, an der eine seltsam geformte Muschel hing fand sich in der zerklüfteten Hand des Seemannes, welcher Leith selbige in die Hand drückte, aufstand und ohne ein weiteres Wort davon ging*
Hey, Moment mal! Was is das für eine komische Kette? Hey Alter! Hey!
*Doch der Mann, welcher so plötzlich gekommen war, war ebenso plötzlich wieder verschwunden.*
Was zur...
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Leith Llastobhar
Wesen deiner Natur
Kummerfreier Glanz,
haarbesetzter Schwanz,
nadelspitz Gehör.
Gelber Strahl saß tief,
bevor er mir entlief,
Doch sah ich ihn Allein.
Die Hände sind ganz still, die Füße ebenso.
Bewegst Dich mit Eleganz und Grazie sowieso.
Doch wer sich nicht so schnell versieht,
Der schwarz wie Pech das Unglück auf sich zieht.
Was schwimmt, das gefällt Dir sehr,
Und kleiner Freund noch umso mehr.
Frau Murner, sag mir, wie heisst du noch?
*Behutsam legte der junge weisshaarige Mann das fein geschöpfte und reich verzierte Buch mit dem ledernen Einband zurück ins Regal.
Auf dem Buchrücken war eine verzierte Schrift zu erkennen: "Wesen deiner Natur - Band I - VV (Varuneser Verlag)"*
*Ein kurzes Lächeln überflog seine verzogenen Mundwinkel. Er packte seine Unterlagen zusammen und machte sich hinaus in die frostkalte und stockfinstere, wolkenbehangene Nacht.*
Kummerfreier Glanz,
haarbesetzter Schwanz,
nadelspitz Gehör.
Gelber Strahl saß tief,
bevor er mir entlief,
Doch sah ich ihn Allein.
Die Hände sind ganz still, die Füße ebenso.
Bewegst Dich mit Eleganz und Grazie sowieso.
Doch wer sich nicht so schnell versieht,
Der schwarz wie Pech das Unglück auf sich zieht.
Was schwimmt, das gefällt Dir sehr,
Und kleiner Freund noch umso mehr.
Frau Murner, sag mir, wie heisst du noch?
*Behutsam legte der junge weisshaarige Mann das fein geschöpfte und reich verzierte Buch mit dem ledernen Einband zurück ins Regal.
Auf dem Buchrücken war eine verzierte Schrift zu erkennen: "Wesen deiner Natur - Band I - VV (Varuneser Verlag)"*
*Ein kurzes Lächeln überflog seine verzogenen Mundwinkel. Er packte seine Unterlagen zusammen und machte sich hinaus in die frostkalte und stockfinstere, wolkenbehangene Nacht.*
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Leith Llastobhar
Fensterspiel
Leise, bedächtig und ohne jedes Geräusch setzte das schwarz-weiße Wesen die Tatzen mit unverstellter Gelassenheit auf den hellbraun mellierten Holzboden. Wie ein Gespenst aus Alter Zeit schlich es um den Türrahmen herum und in den großen Raum mit den unzähligen Regalen voller alter, neuer, großer und kleiner Werke, die nur darauf warteten von jemand neugierigem ersucht, durchsucht oder verschlungen zu werden. Jemand neugierigem wie Ihm.
Die seidenen Pfoten machten Halt und der haarige Kopf drehte sich zu der Gestalt, die dort auf einem Stuhl vor einem kleinen Pult saß, eine Hand hing schlaff hinunter, die andere unter den Kopf geklemmt, auf ein Buch gestützt.
Die seltsam anmutende Gestalt wirkte ruhig und dennoch innerlich aufgewühlt. Sicherlich hätte nur ein Tier so etwas gespürt.
Diese Gestalt, so wie sie auf dem Stuhl saß, schien wohl über einem der großen Werke eingenickt zu sein. Ein seltsamer Gast, wie dem Wesen schien. Er kam schon seit geraumer Zeit hier her, las in Büchern und ging manchmal stundenlang auf und ab, in einer abwartenden Haltung, so als ob jeden Moment etwas passieren müsste. Doch dann plötzlich drehte er sich um, oder ließ das Buch zurück ins Regal gleiten und verschwand. Immer häufiger kam es nun auch vor, dass die Gestalt, dieses bleiche, weisshaarige Etwas mit den langen Gliedmaßen, sich auf ein Buch stürzte, darin den ganzen Abend laß, um schliesslich des Morgens darüber gebeugt oder darauf liegend zu schlafen.
Seltsamer Zeitgenosse... wie er doch manchmal so kess und kühn schien, so neugierig und kindisch... manchmal sprang er auf und ab, wenn ihn etwas freute und dann... war er manchmal traurig, kühl oder gar ängstlich, ja manchmal konnte man ihn sogar zornig sehen.
Aber was tat er da eigentlich?
miiaauuu
Seine Augen öffneten sich langsam und Leith gähnte herzhaft. Die Staubkörner der Bibliothek vollführten in der Luft ihren spielerischen Tanz und das Sonnenlicht durchflutete den Raum, so dass er in seiner Gänze warm und einladend wirkte.
Endlich kommen wieder die wärmeren Tage
dachte er bei sich, bevor sein Blick, zu seiner eigenen Überraschung auf das schwarz-weiß gefleckte Wesen glitt, das zu seinen Füßen ein so seltenes Geräusch für eine Bibliothek abgegeben hatte. Eine Katze.
Frau Murner! Was machst du denn hier?
miiaauuu
Doch was war das nur für eine Antwort auf eine so interessante Frage. Leith wunderte sich über seiner Selbst und kratzte sich am Kinn, um zu bemerken, dass er sich des gestrigen Tages hätte rasieren können.
Aber du sagst doch hoffentlich dem Herrn Eibenbruch nichts, oder?
Diesmal blieb die Katze still, doch neigte sie ihren Kopf nach hinten, in Richtung des Fensters.
Die Kachelgläser gaben aus der Entfernung nur einen schwummrigen Blick nach draußen.
Leith stand auf, klappte das große Buch mit dem ledernen und verzierten Einband zusammen und schob es zurück ins Regal. Die Aufschrift gab zu erkennen "Großmeister der Elementaren Kräfte - Ausgabe V - X-Z"
Dann ging er, gefolgt von den glitzernden gelblichen Augen der Katze zum Fenster.
Mit neugierigen Schritten folgte ihm das Tier, setzte sich auf die Hinterläufe und ließ den Schwanz verspielt umherzucken, bis der blasse Mensch schliesslich am Fenstersims angelangt war.
Sein Blick fiel begeistert nach draussen in den vom Licht durchfluteten Garten und dann zum Boden zur Katze.
Willst du nicht viel lieber draussen Vögel beobachten oder Mäuse jagen?
miiaauuu
Und mit einem Satz war das gefleckte Wesen auf dem Fenstersims gelandet, woraufhin das Fenster knarzend aufschwang.
Nach einem kurzen Blick, der fast schon bohrend war, schwang sich der Körper mitsamt dem buschigen Schweif hinaus und verschwand.
Völlig überfahren und zugleich verwundert reckte Leith seinen Kopf nach vorn um der Katze nachzustarren, nur um im nächsten Moment gegen das geschlossene Fenster zu stoßen.
Mit schmerzverzerrtem Gesicht sah er auf und musste nun bemerken, dass das Fenster selbst niemals offen war.
Doch wo war die Katze dann hin?
War sie garnicht hier?
War alles nur Einbildung?
...
Leith packte seine Tasche und seinen Stab und ging hinaus.
Leise, bedächtig und ohne jedes Geräusch setzte das schwarz-weiße Wesen die Tatzen mit unverstellter Gelassenheit auf den hellbraun mellierten Holzboden. Wie ein Gespenst aus Alter Zeit schlich es um den Türrahmen herum und in den großen Raum mit den unzähligen Regalen voller alter, neuer, großer und kleiner Werke, die nur darauf warteten von jemand neugierigem ersucht, durchsucht oder verschlungen zu werden. Jemand neugierigem wie Ihm.
Die seidenen Pfoten machten Halt und der haarige Kopf drehte sich zu der Gestalt, die dort auf einem Stuhl vor einem kleinen Pult saß, eine Hand hing schlaff hinunter, die andere unter den Kopf geklemmt, auf ein Buch gestützt.
Die seltsam anmutende Gestalt wirkte ruhig und dennoch innerlich aufgewühlt. Sicherlich hätte nur ein Tier so etwas gespürt.
Diese Gestalt, so wie sie auf dem Stuhl saß, schien wohl über einem der großen Werke eingenickt zu sein. Ein seltsamer Gast, wie dem Wesen schien. Er kam schon seit geraumer Zeit hier her, las in Büchern und ging manchmal stundenlang auf und ab, in einer abwartenden Haltung, so als ob jeden Moment etwas passieren müsste. Doch dann plötzlich drehte er sich um, oder ließ das Buch zurück ins Regal gleiten und verschwand. Immer häufiger kam es nun auch vor, dass die Gestalt, dieses bleiche, weisshaarige Etwas mit den langen Gliedmaßen, sich auf ein Buch stürzte, darin den ganzen Abend laß, um schliesslich des Morgens darüber gebeugt oder darauf liegend zu schlafen.
Seltsamer Zeitgenosse... wie er doch manchmal so kess und kühn schien, so neugierig und kindisch... manchmal sprang er auf und ab, wenn ihn etwas freute und dann... war er manchmal traurig, kühl oder gar ängstlich, ja manchmal konnte man ihn sogar zornig sehen.
Aber was tat er da eigentlich?
miiaauuu
Seine Augen öffneten sich langsam und Leith gähnte herzhaft. Die Staubkörner der Bibliothek vollführten in der Luft ihren spielerischen Tanz und das Sonnenlicht durchflutete den Raum, so dass er in seiner Gänze warm und einladend wirkte.
Endlich kommen wieder die wärmeren Tage
dachte er bei sich, bevor sein Blick, zu seiner eigenen Überraschung auf das schwarz-weiß gefleckte Wesen glitt, das zu seinen Füßen ein so seltenes Geräusch für eine Bibliothek abgegeben hatte. Eine Katze.
Frau Murner! Was machst du denn hier?
miiaauuu
Doch was war das nur für eine Antwort auf eine so interessante Frage. Leith wunderte sich über seiner Selbst und kratzte sich am Kinn, um zu bemerken, dass er sich des gestrigen Tages hätte rasieren können.
Aber du sagst doch hoffentlich dem Herrn Eibenbruch nichts, oder?
Diesmal blieb die Katze still, doch neigte sie ihren Kopf nach hinten, in Richtung des Fensters.
Die Kachelgläser gaben aus der Entfernung nur einen schwummrigen Blick nach draußen.
Leith stand auf, klappte das große Buch mit dem ledernen und verzierten Einband zusammen und schob es zurück ins Regal. Die Aufschrift gab zu erkennen "Großmeister der Elementaren Kräfte - Ausgabe V - X-Z"
Dann ging er, gefolgt von den glitzernden gelblichen Augen der Katze zum Fenster.
Mit neugierigen Schritten folgte ihm das Tier, setzte sich auf die Hinterläufe und ließ den Schwanz verspielt umherzucken, bis der blasse Mensch schliesslich am Fenstersims angelangt war.
Sein Blick fiel begeistert nach draussen in den vom Licht durchfluteten Garten und dann zum Boden zur Katze.
Willst du nicht viel lieber draussen Vögel beobachten oder Mäuse jagen?
miiaauuu
Und mit einem Satz war das gefleckte Wesen auf dem Fenstersims gelandet, woraufhin das Fenster knarzend aufschwang.
Nach einem kurzen Blick, der fast schon bohrend war, schwang sich der Körper mitsamt dem buschigen Schweif hinaus und verschwand.
Völlig überfahren und zugleich verwundert reckte Leith seinen Kopf nach vorn um der Katze nachzustarren, nur um im nächsten Moment gegen das geschlossene Fenster zu stoßen.
Mit schmerzverzerrtem Gesicht sah er auf und musste nun bemerken, dass das Fenster selbst niemals offen war.
Doch wo war die Katze dann hin?
War sie garnicht hier?
War alles nur Einbildung?
...
Leith packte seine Tasche und seinen Stab und ging hinaus.
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Leith Llastobhar
Der Seemann, die Katze und die Eule
Mit Kreide an den Fingern schritt der viel zu hell geratene junge Mann den altgewohnten Waldpfad, der sich sehr oft als nützliche Abkürzung erwiesen hatte, entlang und starrte dabei auf seine Füße.
Immerwieder schossen ihm Gedanken an vergangene Tage durch den Kopf. Es war einiges passiert... und viel zu vieles, was ihn verwirrte. Und er las viel... vielleicht zu viel, als dass er sich noch ausreichend von seinem älteren Bruder unterscheiden würde.
Der Seemann mit der Halskette... die Katze auf dem Fenstersims. Was war passiert? Hatte er sich beides nur eingebildet?
Konnte er sich seines eigenen Verstandes noch sicher sein, wenn er denn die Kette nicht in Händen hielt und mit dem Kopf gegen das Fenster gestoßen war.
Hatte er die Kette verloren? War das Fenster nur so plötzlich durch einen scharfen Windzug zugeworfen worden?
Wieso waren alle Gedanken, die er fassen konnte so stürmisch und brausend wie der Raum, in dem er vor einem Tag erst stand?
Würde er antworten finden, wenn er noch einmal dort hingelangen könnte?
Warum sollte ihm denn auch ein Luftstrudel irgendwelche Antworten geben können?
Huuuuuhhh!!
Leith schreckte aus seinen Gedanken auf bei dem uhrigen Geräusch der Eule, die nicht unweit von ihm auf einem dicken Ast saß und ihm den Rücken zugekehrt hatte.
Unruhig hoben sich abwechselnd die Krallen des großen Vogels. Scheinbar störte ihn irgendetwas.
Der Schnabel klackte, während der etwa handgroße und majestätische Kopf sich ohne den Körper nach hinten drehte und die Augen sich scharf auf den ungebetenen Gast des Waldes richteten.
Was willst du hier? Wer bist du?
schallte es in dumpfem Ton durch die Blätter.
Ihm stockte der Atem. Hatte die Eule da gerade mit ihm geredet?
Mit Kreide an den Fingern schritt der viel zu hell geratene junge Mann den altgewohnten Waldpfad, der sich sehr oft als nützliche Abkürzung erwiesen hatte, entlang und starrte dabei auf seine Füße.
Immerwieder schossen ihm Gedanken an vergangene Tage durch den Kopf. Es war einiges passiert... und viel zu vieles, was ihn verwirrte. Und er las viel... vielleicht zu viel, als dass er sich noch ausreichend von seinem älteren Bruder unterscheiden würde.
Der Seemann mit der Halskette... die Katze auf dem Fenstersims. Was war passiert? Hatte er sich beides nur eingebildet?
Konnte er sich seines eigenen Verstandes noch sicher sein, wenn er denn die Kette nicht in Händen hielt und mit dem Kopf gegen das Fenster gestoßen war.
Hatte er die Kette verloren? War das Fenster nur so plötzlich durch einen scharfen Windzug zugeworfen worden?
Wieso waren alle Gedanken, die er fassen konnte so stürmisch und brausend wie der Raum, in dem er vor einem Tag erst stand?
Würde er antworten finden, wenn er noch einmal dort hingelangen könnte?
Warum sollte ihm denn auch ein Luftstrudel irgendwelche Antworten geben können?
Huuuuuhhh!!
Leith schreckte aus seinen Gedanken auf bei dem uhrigen Geräusch der Eule, die nicht unweit von ihm auf einem dicken Ast saß und ihm den Rücken zugekehrt hatte.
Unruhig hoben sich abwechselnd die Krallen des großen Vogels. Scheinbar störte ihn irgendetwas.
Der Schnabel klackte, während der etwa handgroße und majestätische Kopf sich ohne den Körper nach hinten drehte und die Augen sich scharf auf den ungebetenen Gast des Waldes richteten.
Was willst du hier? Wer bist du?
schallte es in dumpfem Ton durch die Blätter.
Ihm stockte der Atem. Hatte die Eule da gerade mit ihm geredet?
Zuletzt geändert von Leith Llastobhar am Mittwoch 21. März 2007, 20:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Leith Llastobhar
Lügner!
So musste es wohl gewesen sein. Denn mit unablässigem und stechendem Blick starrte die holzbraune, gefiederte Eule den Candidatus an.
Was willst du hier? Wer bist du?
ertönte es noch einmal eindeutig aus der Richtung der Eule, deren Schnabel sich dabei gespenstich bewegte, so als ob diese der menschlichen Sprache mächtig wäre.
Ohne zu wissen warum, konnte sich Leith nicht erwähren einfach zu antworten:
Leith Llastobhar... ich ... gehe nach Hause...
Lügner! Was willst du hier? Wer bist du?
schallte es wieder und diesmal klang die Stimme etwas gereizt.
Nun wollte Leith seinen Ohren nicht trauen. Er versuchte zu gehen, doch sein Körper bewegte sich kein Stück. Wie gebannt stand er da und konnte nicht einmal den kleinen Finger krümmen.
Der beeindruckende Vogel hob die Flügel leicht an und senkte sie wieder.
Er musste ihm Antwort geben. Doch was sollte er sagen?
Mein Name ist Leith Llastobhar... und ich bin auf dem Weg nach Hause!
Lügner! Lügner! Lügner!
schnatterte der krächzige Ton ihm entgegen.
Du willst Wissen, du willst Glück, du bist ein suchender Geist, verloren auf weitem Flur
Verschwinde! Mach dich fort! Hier gibt es nichts für dich zu erfahren!
Und damit erhob sich die Eule und schwang sich in die Lüfte.
Zurück blieb ein verwirrter Junge, der an seinem eigenen Verstand zweifelte.
So musste es wohl gewesen sein. Denn mit unablässigem und stechendem Blick starrte die holzbraune, gefiederte Eule den Candidatus an.
Was willst du hier? Wer bist du?
ertönte es noch einmal eindeutig aus der Richtung der Eule, deren Schnabel sich dabei gespenstich bewegte, so als ob diese der menschlichen Sprache mächtig wäre.
Ohne zu wissen warum, konnte sich Leith nicht erwähren einfach zu antworten:
Leith Llastobhar... ich ... gehe nach Hause...
Lügner! Was willst du hier? Wer bist du?
schallte es wieder und diesmal klang die Stimme etwas gereizt.
Nun wollte Leith seinen Ohren nicht trauen. Er versuchte zu gehen, doch sein Körper bewegte sich kein Stück. Wie gebannt stand er da und konnte nicht einmal den kleinen Finger krümmen.
Der beeindruckende Vogel hob die Flügel leicht an und senkte sie wieder.
Er musste ihm Antwort geben. Doch was sollte er sagen?
Mein Name ist Leith Llastobhar... und ich bin auf dem Weg nach Hause!
Lügner! Lügner! Lügner!
schnatterte der krächzige Ton ihm entgegen.
Du willst Wissen, du willst Glück, du bist ein suchender Geist, verloren auf weitem Flur
Verschwinde! Mach dich fort! Hier gibt es nichts für dich zu erfahren!
Und damit erhob sich die Eule und schwang sich in die Lüfte.
Zurück blieb ein verwirrter Junge, der an seinem eigenen Verstand zweifelte.
Zuletzt geändert von Leith Llastobhar am Freitag 9. März 2007, 10:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Leith Llastobhar
Waru Maru
Noch den ganzen Weg bis nach Hause war Leith damit beschäftigt über die vergangenen Ereignisse nachzudenken. Was sich begeben hatte lag ihm mehr als nur schwer im Magen. Eine Katze, ein Seemann, eine Eule... und alle durchgehend Trugbilder, verrückte Einbildung oder sonst etwas.
Was ging nur in seinem Kopf vor?
Warum bildete er sich irgendwelche wilden Dinge ein? Was hatte das zu bedeuten? Und allen Dingen voran: bedeutete es überhaupt etwas und würde er nicht langsam doch verrückt werden?
Endlich an der nun schon lange stehenden Bauhütte des Hauses Llastobhar mit den Holzgerüsten und Steinhaufen, den Mauern und fast fertigen Stockwerken, die sich nicht unweit davon auftürmten. Schon bald würde die Burg fertig sein... bald.
Ohne weiter auf die Leute zu achten, die schwer damit beschäftigt waren, Lehm zu verputzen, Steine aufzutürmen, zu sägen und zu hämmern, schlich sich der weißhaarige Junge zur Haustür, um diese knarzend zu öffnen und sich nun doch schwerfällig ins innere zu schleifen.
Engültig erschöpft ließ er sich auf eine der provisorischen Liegen fallen und schloss schon alsbald die Augen, als er plötzlich ein Knistern unter sich vernahm.
Müde griff er unter sich, um herauszufinden, was das Knistern verursacht hatte und bekam ein Stück Pergament zu fassen. Mit halb offenen Augen betrachtete er das vergilbte und rissige Schriftstück und las darauf einen seltsamen Text, der ihn durchaus erstaunte:
"Da du nun zu Hause bist, schlage ich vor, dass du dich erst einmal ausruhst. Morgen kannst du dann zu mir kommen, ich muss mit dir sprechen. Geh einfach dorthin wo du der Eule begegnet bist und dann immer der Nase nach! Kannst mich nicht verfehlen"

Woher wusste jemand wo er war? Woher wusste jemand von der Eule? Wer war Waru Maru? Wie war der Brief hier her gekommen? Warum? Was? Wie?
Gebannt und geschockt zugleich starrte Leith nach draussen aus dem Fenster und fühlte sich auf eine seltsame Weise beobachtet.
Dieser Brief war echt, keine Einbildung...
Die Eule war also Wirklichkeit... hatte sie auch wirklich gesprochen?
War tatsächlich eine Katze durch ein geschlossenes Fenster gesprungen?
Er fuhr sich mit den Fingern durch die Haare und sank zu Boden.
Nur nicht verrückt werden Leith... nur nicht durchdrehen...
versuchte er sich selbst zu beruhigen, während er die Beine anzog und seine Augen leicht feucht wurden.
Noch den ganzen Weg bis nach Hause war Leith damit beschäftigt über die vergangenen Ereignisse nachzudenken. Was sich begeben hatte lag ihm mehr als nur schwer im Magen. Eine Katze, ein Seemann, eine Eule... und alle durchgehend Trugbilder, verrückte Einbildung oder sonst etwas.
Was ging nur in seinem Kopf vor?
Warum bildete er sich irgendwelche wilden Dinge ein? Was hatte das zu bedeuten? Und allen Dingen voran: bedeutete es überhaupt etwas und würde er nicht langsam doch verrückt werden?
Endlich an der nun schon lange stehenden Bauhütte des Hauses Llastobhar mit den Holzgerüsten und Steinhaufen, den Mauern und fast fertigen Stockwerken, die sich nicht unweit davon auftürmten. Schon bald würde die Burg fertig sein... bald.
Ohne weiter auf die Leute zu achten, die schwer damit beschäftigt waren, Lehm zu verputzen, Steine aufzutürmen, zu sägen und zu hämmern, schlich sich der weißhaarige Junge zur Haustür, um diese knarzend zu öffnen und sich nun doch schwerfällig ins innere zu schleifen.
Engültig erschöpft ließ er sich auf eine der provisorischen Liegen fallen und schloss schon alsbald die Augen, als er plötzlich ein Knistern unter sich vernahm.
Müde griff er unter sich, um herauszufinden, was das Knistern verursacht hatte und bekam ein Stück Pergament zu fassen. Mit halb offenen Augen betrachtete er das vergilbte und rissige Schriftstück und las darauf einen seltsamen Text, der ihn durchaus erstaunte:
"Da du nun zu Hause bist, schlage ich vor, dass du dich erst einmal ausruhst. Morgen kannst du dann zu mir kommen, ich muss mit dir sprechen. Geh einfach dorthin wo du der Eule begegnet bist und dann immer der Nase nach! Kannst mich nicht verfehlen"
Woher wusste jemand wo er war? Woher wusste jemand von der Eule? Wer war Waru Maru? Wie war der Brief hier her gekommen? Warum? Was? Wie?
Gebannt und geschockt zugleich starrte Leith nach draussen aus dem Fenster und fühlte sich auf eine seltsame Weise beobachtet.
Dieser Brief war echt, keine Einbildung...
Die Eule war also Wirklichkeit... hatte sie auch wirklich gesprochen?
War tatsächlich eine Katze durch ein geschlossenes Fenster gesprungen?
Er fuhr sich mit den Fingern durch die Haare und sank zu Boden.
Nur nicht verrückt werden Leith... nur nicht durchdrehen...
versuchte er sich selbst zu beruhigen, während er die Beine anzog und seine Augen leicht feucht wurden.
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Leith Llastobhar
Der Guru
Er konnte einfach kein Auge zumachen. Fand keine Ruhe ob der Nachricht, die er soeben erhalten hatte. Es war schon hell geworden, als der zittrige junge Mann abermals die Tür zur Bauhütte öffnete, um den gleichen Weg wieder einzuschlagen, den er gekommen war. Zu viele unbeantwortete Fragen lagen ihm auf der Seele.
Kurz blieb er vor dem Waldweg stehen, konzentrierte sich und versuchte seinen Geist zu beruhigen. Doch anders als erlernt zeigte der Zauber seine Wirkung mitnichten. Fahrig versuchte er sich an irgendwelche Ratschläge aus dem Unterricht zu erinnern, brachte es jedoch nicht fertig irgendetwas zu wirken.
Was war nur los? War er zu müde um dieses bisschen Magie zu wirken?
Noch einmal versuchte er etwas zu zaubern, doch es wollte einfach nicht funktionieren.
Sollte dieser Waru Maru Antworten für ihn bereithalten, so wäre es ihm wohl am liebsten gewesen, diese schon jetzt zu wissen. Doch so wie es für ihn in dieser Situation aussah, musste er sich einfach auf seine natürlichen Instinkte verlassen und sich beeilen.
Keine Magie… kein Schlaf, keine Antworten.
All dies zwang Leith dazu, mit hastigen Schritten durch den Wald zu laufen um endlich heraus zu finden, was es mit dem Brief und den seltsamen Geschehnissen der letzten Zeit auf sich hatte.
Etwas erschöpft durch den Schlafmangel und den schnellen Stechschritt, kam er schließlich schnaufend und schwitzend an dem Ort an, bei dem er noch vor einigen Stunden die seltsam gesprächige Eule getroffen hatte.
Ohne Mühe fiel ihm auf, dass die Eule diesmal wohl nicht zugegen war und so hielt er sich an das, was er aus dem Brief noch wie eingebrannt vor den Augen hatte. immer der Nase nach!
Noch bevor er sich richtig wundern konnte, was Waru Maru damit gemeint hatte, stieg ihm ein beißender, rauchiger Geruch in die Nase, der ihn zum niesen brachte.
In Windeseile folgte er dem Geruch abseits des Weges durch Gebüsche, Blätter und Sträucher, bis seine Arme von Dornen zerkratzt waren und seine Füße schmerzten. Dass ein Geruch so weit getragen wurde konnte höchstens bedeuten, dass er von einem Feuer rührte. Doch als Leith einen weiteren dicken, verwitterten Ast beiseite schob, erblickte er nicht unweit eines kleinen grasgrünen Feldes einen Felsbrocken, auf dem ein etwa 45 Jahre alter Mann saß, dessen ungepflegtes Äußeres wohl mehr als nur stark an den Seebär erinnerte, den Leith schon zuvor getroffen hatte. Neben ihm stand eine kleine Holzschale mit einer Stange Räucherwerk. Seine Augen waren geschlossen und seine Hände im Schoß ineinander gefaltet.
Nach einem weiteren prüfenden Blick war sich Leith sicher, dass dieser seltsame Kauz der Mann vom Stand sein musste. Ja, er war es.
He, Alterchen... habt ihr hier zufällig jemanden gesehen, der sich Waru Maru nennt?
Was hab ich dir gesagt? Denk erstmal nach, bevor du sprichst
entgegnete der auf dem Stein sitzende Mann, während seine Miene sich keinen Deut verzog.
Leith sagte nichts.
Dann langsam keimte ein unangenehmer Gedanke in ihm auf.
Entschuldigt. Ich wusste nicht, dass Ihr Waru Maru seid… und… tut mir Leid wegen dem Alterchen. Bitte verzeiht mir. Ich würde gerne wissen wie Ihr mir diesen Brief schicken konntet… warum die Eule geredet hat… und weswegen wollt Ihr mit mir sprechen?
Gen Ende verfiel Leith immer mehr einem eher schnellen Gebrabbel und brach letztendlich ab, als ihm der Alte eine seiner zerklüfteten Hände entgegen reckte und mit einer sanften, ungewöhnlich wohlklingenden Stimme antwortete:
Genug jetzt! Ich werde dir keine Antworten geben können, wenn du voller Fragen bist.
Vor Verwunderung starrte Leith nur mit offenem Mund zu dem entspannt wirkenden Kerl, der scheinbar wirklich Waru Maru zu sein schien. Nach einigen Momenten des Schweigens setzte dieser dann wiederum an:
Schon besser Leith.
Woher…?
Nanana, wir wollen doch nicht schonwieder…
Leith, schon viel zu lange warst du nicht du selbst. Tu mir einen Gefallen und setz dich.
Er tat wie ihm geheißen und setzte sich vor dem Stein in das grüne Gras.
Weißt du, es gibt in deinem Körper 7 Punkte, die deine Energie kontrollieren. Durch einen entspannten und offenen Geist fließt diese Energie in den 7 Punkten frei wie ein klarer Bergquell. Doch wenn Bedenken und schlechte Erinnerungen den Geist vernebeln, staut sich diese Energie und macht dich unausgeglichen. Diese Stauung führte auch dazu, dass du keine Magie mehr anwenden konntest.
Du denkst, du wirst es nicht schaffen, deine Energien wieder in Einklang zu bringen…
Aber ich kann dir helfen diese 7 Punkte wieder zu öffnen, so dass sich die Stauung löst. Dazu solltest du allerdings bereit sein. Bist du bereit Leith?
Ich ... weiß nicht so recht... was... muss ich denn tun, damit ich wieder Magie wirken kann? Und… was ist mit meinen Fragen?
Sie werden sich von selbst lösen. Du wirst nur meinen Anweisungen folgen müssen, nicht weiter schlimm. Vertraue auf dich selbst!
Er konnte einfach kein Auge zumachen. Fand keine Ruhe ob der Nachricht, die er soeben erhalten hatte. Es war schon hell geworden, als der zittrige junge Mann abermals die Tür zur Bauhütte öffnete, um den gleichen Weg wieder einzuschlagen, den er gekommen war. Zu viele unbeantwortete Fragen lagen ihm auf der Seele.
Kurz blieb er vor dem Waldweg stehen, konzentrierte sich und versuchte seinen Geist zu beruhigen. Doch anders als erlernt zeigte der Zauber seine Wirkung mitnichten. Fahrig versuchte er sich an irgendwelche Ratschläge aus dem Unterricht zu erinnern, brachte es jedoch nicht fertig irgendetwas zu wirken.
Was war nur los? War er zu müde um dieses bisschen Magie zu wirken?
Noch einmal versuchte er etwas zu zaubern, doch es wollte einfach nicht funktionieren.
Sollte dieser Waru Maru Antworten für ihn bereithalten, so wäre es ihm wohl am liebsten gewesen, diese schon jetzt zu wissen. Doch so wie es für ihn in dieser Situation aussah, musste er sich einfach auf seine natürlichen Instinkte verlassen und sich beeilen.
Keine Magie… kein Schlaf, keine Antworten.
All dies zwang Leith dazu, mit hastigen Schritten durch den Wald zu laufen um endlich heraus zu finden, was es mit dem Brief und den seltsamen Geschehnissen der letzten Zeit auf sich hatte.
Etwas erschöpft durch den Schlafmangel und den schnellen Stechschritt, kam er schließlich schnaufend und schwitzend an dem Ort an, bei dem er noch vor einigen Stunden die seltsam gesprächige Eule getroffen hatte.
Ohne Mühe fiel ihm auf, dass die Eule diesmal wohl nicht zugegen war und so hielt er sich an das, was er aus dem Brief noch wie eingebrannt vor den Augen hatte. immer der Nase nach!
Noch bevor er sich richtig wundern konnte, was Waru Maru damit gemeint hatte, stieg ihm ein beißender, rauchiger Geruch in die Nase, der ihn zum niesen brachte.
In Windeseile folgte er dem Geruch abseits des Weges durch Gebüsche, Blätter und Sträucher, bis seine Arme von Dornen zerkratzt waren und seine Füße schmerzten. Dass ein Geruch so weit getragen wurde konnte höchstens bedeuten, dass er von einem Feuer rührte. Doch als Leith einen weiteren dicken, verwitterten Ast beiseite schob, erblickte er nicht unweit eines kleinen grasgrünen Feldes einen Felsbrocken, auf dem ein etwa 45 Jahre alter Mann saß, dessen ungepflegtes Äußeres wohl mehr als nur stark an den Seebär erinnerte, den Leith schon zuvor getroffen hatte. Neben ihm stand eine kleine Holzschale mit einer Stange Räucherwerk. Seine Augen waren geschlossen und seine Hände im Schoß ineinander gefaltet.
Nach einem weiteren prüfenden Blick war sich Leith sicher, dass dieser seltsame Kauz der Mann vom Stand sein musste. Ja, er war es.
He, Alterchen... habt ihr hier zufällig jemanden gesehen, der sich Waru Maru nennt?
Was hab ich dir gesagt? Denk erstmal nach, bevor du sprichst
entgegnete der auf dem Stein sitzende Mann, während seine Miene sich keinen Deut verzog.
Leith sagte nichts.
Dann langsam keimte ein unangenehmer Gedanke in ihm auf.
Entschuldigt. Ich wusste nicht, dass Ihr Waru Maru seid… und… tut mir Leid wegen dem Alterchen. Bitte verzeiht mir. Ich würde gerne wissen wie Ihr mir diesen Brief schicken konntet… warum die Eule geredet hat… und weswegen wollt Ihr mit mir sprechen?
Gen Ende verfiel Leith immer mehr einem eher schnellen Gebrabbel und brach letztendlich ab, als ihm der Alte eine seiner zerklüfteten Hände entgegen reckte und mit einer sanften, ungewöhnlich wohlklingenden Stimme antwortete:
Genug jetzt! Ich werde dir keine Antworten geben können, wenn du voller Fragen bist.
Vor Verwunderung starrte Leith nur mit offenem Mund zu dem entspannt wirkenden Kerl, der scheinbar wirklich Waru Maru zu sein schien. Nach einigen Momenten des Schweigens setzte dieser dann wiederum an:
Schon besser Leith.
Woher…?
Nanana, wir wollen doch nicht schonwieder…
Leith, schon viel zu lange warst du nicht du selbst. Tu mir einen Gefallen und setz dich.
Er tat wie ihm geheißen und setzte sich vor dem Stein in das grüne Gras.
Weißt du, es gibt in deinem Körper 7 Punkte, die deine Energie kontrollieren. Durch einen entspannten und offenen Geist fließt diese Energie in den 7 Punkten frei wie ein klarer Bergquell. Doch wenn Bedenken und schlechte Erinnerungen den Geist vernebeln, staut sich diese Energie und macht dich unausgeglichen. Diese Stauung führte auch dazu, dass du keine Magie mehr anwenden konntest.
Du denkst, du wirst es nicht schaffen, deine Energien wieder in Einklang zu bringen…
Aber ich kann dir helfen diese 7 Punkte wieder zu öffnen, so dass sich die Stauung löst. Dazu solltest du allerdings bereit sein. Bist du bereit Leith?
Ich ... weiß nicht so recht... was... muss ich denn tun, damit ich wieder Magie wirken kann? Und… was ist mit meinen Fragen?
Sie werden sich von selbst lösen. Du wirst nur meinen Anweisungen folgen müssen, nicht weiter schlimm. Vertraue auf dich selbst!