Waldgeister

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Lamiro Dandreon
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Waldgeister

Beitrag von Lamiro Dandreon »

Seufzend betrachteten sie sich gegenseitig und dann den vor ihnen liegenden Stapel toter Tiere den sie zusammen getragen hatten um sie zu verbrennen. Dies war eine Vorsichtsmaßnahme, damit die Tierleichen keine Krankheiten entwickeln und verbreiten können.

Eigentlich trafen die 4 nur durch Zufall zusammen als sie der Spur von geradezu verstümmelten Bäumen und ermordeten Tieren nachgingen. Anders konnte man es nicht nennen, denn bei den Bäumen wurde kein bisschen geschaut welche Äste der Baum entbehren kann ohne an den Folgen zu sterben. Manche Bäume wurden sogar ganz gefällt, aber genommen wurde von dem Holz nur das allerfrischeste.
Bei den Tieren war es ähnlich. Die Hinrichtung war geradezu grauenvoll und muss einfach qualvoll für das Tier gewesen sein, ein langer qualvoller Tod statt der schnellen Erlösung. Wer konnte so etwas nur tun? Ein Tier gewiss nicht. Raubtiere jagen aus Hunger und dann kann das Opfer nicht schnell genug ohne Leben vor ihnen liegen, sodass sie sich in aller Ruhe satt fressen können.

Scheinbar war es einfach nur der unverständliche Spaß den manche Menschen verspürten wenn sie einem Lebewesen das Leben nahmen. Weder war das Leder des Tieres abgezogen, noch wurde das Hunger stillende Fleisch entnommen, abgesehen davon würde man bei jenem Anblick gewiss keinen Appetit mehr haben.

„Warum tut jemand so etwas“ ging es leise durch die Lüfte und dann kehrte Schweigen ein. Niemand konnte auf diese Frage antworten, es war allen unerklärlich. Nachdem der Berg der Tierkörper auf einem großen Holzstapel der toten Bäume an einer freien Lichtung in loderndem Feuer aufging und der Geruch des toten Tierfleisches durch den Wald zog, hörte man das jaulen der Wölfe, welches durch die bereits einsetzende Abenddämmerung schallte. Es war gewiss kein Ruf des Appetites oder der Jagd. Nein…, sie wussten dass auch ihresgleichen dabei lagen, welche unnötig ihren Tod fanden. Wer ein wenig die Laute des Waldes kannte, ein Freund der Natur oder gar der Natur verbunden war und jene Laute vernahm, spürte wie Gänsehaut und ein kalter Schauer über und sogar durch den ganzen Körper schoss.

Wie aus Reflex machten alle einen Schritt zurück als plötzlich ein lautes „klackendes“ - Geräusch, gefolgt von einem schmerzenden Schrei der durch die dunkle Nacht schallte. Alle blickten sich hastig um was denn geschehen sei, bis auf einen. Jener lang mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden und der weiße Schnee indem er bis zu den Knöcheln steckte färbte sich rot. Schnell eilten die anderen Drei herbei und vorsichtig schoben sie den Schnee zur Seite. Ein unschöner Anblick kam zum Vorschein. Der linke Fuß saß in einer gut versteckten Bärenfalle. Die beiden Flanken mit ihren scharfen und spitzen Zähnen hatte sich tief in das Fleisch des Unterschenkels gepresst. Vorsichtig machte sich einer der drei daran die Falle zu lösen. Er ging sehr behutsam vor um dem Verletzten weitere unnötige Schmerzen zu ersparen. Sehr behutsam und mit viel Geschickt gelang es ihm die Falle zu entschärfen. Doch als er diese vom Bein des Verletzten löste, blutete die Wunde noch bedeutend schlimmer als zuvor. Es musste schnell gehandelt werden. Sofort sprang der nächste zu Hilfe um das Bein abzubinden, während der andere eine Heilende Tinktur darauf schüttete und es mit einer in kräutergetränkte Bandage umwickelte. Missmutig schauten sie auf die kaputte Bärenfalle. Es war bei weitem nicht die erste Falle, die einer von ihnen in letzter Zeit gefunden hatte. Doch zum ersten Mal mit solchen Folgen. Bisher waren sie bedeutend leichter zu erkennen gewesen. Sie sahen sich nur stumm an und wussten, wenn es noch mehr solcher Fallen gibt und es einen allein erwischt, kann das ein übles Ende nehmen. Nicht nur durch die Verletzung und die dauerhafte Kälte, da waren auch noch die tollwütigen oder einfach nur aggressiven Tiere die umher streiften. Aus einigen stabilen Ästen und einem alten Umhang bauten sie schnell eine Trage. So machten sich die 4 auf den Weg zum nahe gelegenen Dorf um dort die Wunde noch mal richtig versorgen zu können. Ihnen allen war klar irgendetwas musste geschehen, so konnte es nicht weiter gehen.

Nachdem der Verletzte gut versorgt war, beratschlagten sich die vier. Was könne man tun um Natur und Tier zu helfen? Es langte bei weitem nicht mehr, wenn jeder allein durch die Wälder streifen und die Augen offen halten würde. Zum einen wäre es zu gefährlich mittlerweile noch allein im Wald umher zu streifen und zum anderen müsste man der Natur gelegentlich helfen. Sei es drum im Winter Futterkrippen zu bauen oder gelegentlich neue Sprösslinge zu setzen, doch dies ist alleine einfach unmöglich.

„Eine Gemeinschaft!“ rief dann einer der vier in den Raum „man sollte sich zu einer Gemeinschaft zusammen schließen!“. Direkt daraus schloss sich der nächste der Aussage an „Es mögen alle willkommen sein welche die Natur achten, sich zu ihr hingezogen fühlen und gewillt sind jene zu schützen und zu fördern!“. Alle nickten bekräftigend und zustimmt. Dann sagte der dritte „Eine Gemeinschaft in der jeder willkommen sei, ganz gleich welcher Berufung jener nach ginge sofern es nicht wider der Natur ist!“. Und zum Schluss meldete sich der Verletzte wenn auch eher etwas leiser zu Wort „Ja, nur so könnte man etwas wirklich sinnvolles und effektives errechen. Wer ist dafür?“. Alle hoben ohne zu zögern ihre rechte Hand, sie waren sich definitiv einig. Jetzt musste nur noch ein gemeinschaftlicher Treffpunkt geschaffen werden und dann wäre es soweit. Die Gemeinschaft die sich nun Waldgeister nannte, wurde ins Leben gerufen.
Rowing Mandelbuche

Beitrag von Rowing Mandelbuche »

{ OOC': was hernach berreits geschah, steht in folgendem Link,
[url=http://www.alathair.de/forum/viewtopic.php?t=17470] Pfade der Wanderer [/url]
Nur weil es auch dazu gehört. OOC }
Zuletzt geändert von Rowing Mandelbuche am Donnerstag 8. März 2007, 01:14, insgesamt 1-mal geändert.
Rowing Mandelbuche

Lagerausbau1

Beitrag von Rowing Mandelbuche »

Seid einiger Zeit ist im Nordwald, jener der zwischen Strand und den Bergen oberhalb des Nebelwaldes liegt, der Klang von Äxten zu hören. Jedoch kein Baum wurde gefällt, aber es ist zu erkennen das nur Bäume welchen den Kräften der Natur in diesem Winter nicht gewachsen waren teilweise verschwanden. An einigen Stellen sind die Spuren der Baumrücker noch zu erkennen in Form von Schleifspuren und Hufabdrücken der Pferde. Jene zogen sich meist gegen Südost, aber verlieren sich immer wieder nach kurzer Wegstrecke.
Auf einer kleinen Lichtung südöstlich der Zweiköpfe unterhalb der Wasserkreise Sind spuren von gruben Holzspäne zu erkennen wie sie beim zurechtschlagen von Balken oder Bretter entstehen, mehr an spuren weist dieser Platz nicht auf. Geübten Holzfällern und Zimmerleute die diese bezeichnete Stelle wohl zufällig Finden mögen könnte sich der Eindruck aufdrängen hier wurde Holz für gute 4 bis 5 Häuser kleiner bis mittlerer Größen zurechtgemacht.
Zuletzt geändert von Rowing Mandelbuche am Freitag 23. März 2007, 14:29, insgesamt 1-mal geändert.
Miriam Mandelbuche

Beitrag von Miriam Mandelbuche »

„Ein Einhorn!“ Rowing flüsterte nur als er zu Miriam ins gemeinsame Haus kam und nahm sich rasch einen Apfel. Schon entschwand er wieder und lies sie verwundert zurück. „Ein Einhorn!“ hämmerte es in ihrem Kopf, immer und immer wieder. „Ein Einhorn!“ Als ihr klar wurde was sie grade gehört hatte legte sie ihre Näharbeit aus ihrem Schoss auf die Bank neben sich und ging leise hinterher.

Direkt hinter dem vor zwei Tagen gebauten Gemeinschaftshaus stand Rowing und wies ihr an leise zu sein. Doch das hätte er ihr gar nicht zu sagen brauchen, sie wollte das Tier um keinen Preis erschrecken. Stumm und sich kaum trauend zu atmen, glitt ihr Blick über das gehörnte Pferd, von dem aus eine solche ruhe ausging das sie vollkommen gebannt dastand. Die Atmosphäre des Elfenwaldes wurde durch die Anwesenheit dieses Einhorn nur noch deutlicher.

Rowing schlug einen etwas größeren Bogen und Schritt um Schritt ging er mit ausgestreckter Hand auf der der Apfel lag auf das Einhorn zu. Immer wieder stockte er und beobachtete das verhalten ehe er sich weiter herantraute. Schlussendlich waren die zwei sich so nahe das das Einhorn mit gestrecktem Hals den Apfel annahm und mit hochgestelltem Schweif wiehernd im Wald verschwand.

Wie fassungslos blieben Miriam und Rowing zurück und waren sich sicher, dass dies ein Zeichen der Mutter war. Ihre Gemeinschaft genoss allem anscheinen nach ihr wohlwollen.
Samwin Foreld

Pfeilhagel über Gerimor

Beitrag von Samwin Foreld »

Als sich Samwin zur Ruhe legte, dachte er noch einmal an den heutigen Abend. Ja er lag wieder fein eingebettet auf einem Bett aus Laub unter einem überhängenden Erdwall, wo er schon so einige Nächte verbracht hatte. Und an morgen dachte er, dann würden wohl einige die Angst zu spüren bekommen die ein eingezäuntes Tier verspürt. Vielerorts würden sich Pfeile an Türen und an sonstigem Mobiliar befinden. Diese waren fein umwickelt von einem Pergament, das mit einem Stück Garn daran befestigt war. Sollte einer der Empfänger das Pergament ausrollen, so würde er, wenn er dann des Lesens mächtig ist, folgende Zeilen zu lesen bekommen

Solltest du deine Tiere nochmals hungern lassen, werde ich sie mir holen! Der Fuchs

Hoffentlich würde dies etwas helfen, man konnte es nie wissen ob diese Städter sich einsichtig zeigen würden, doch wahrscheinlich war es nicht so. Nur, sollten sie sich nicht einsichtig zeigen, so würde der Fuchs kommen und ein knurrendes Rudel von Tieren würde ihm folgen.

Seine Gedanken bewegten sich etwas zurück in der Zeit, an den Beginn dieses Abends. Samwin, war von Rowing zu Kanubios Haus beordert worden. Was ihn etwas verwunderte war weniger die Tatsache, dass er mit Rüstung erscheinen sollte, sondern vielmehr, dass er vermumt erscheinen sollte. So kramte er in seinen Sachen und zog einen Orkhelm hervor, den er vor einigen Wochen bei einer Jagd erbeutet hatte. Diesen stülpte er sich über den Kopf und machte sich so in voller Rüstung mit diesem absurd großen Helm auf den Weg. Der Spott von Kanubio und Rowing ließ nicht lange auf sich warten, hatten die beiden sich doch viel eleganter mit Masken verkleidet. Nach kurzem Gespräch, in denen Rowing ihnen die Situation erklärte machten sich die drei schweigend auf den Weg. Samwin zeigte ihnen noch eine Stelle wo er bereits einen Pfeil hinterlassen hatte. Einen Stall in dem ein gutes Duzend Pferde stand, die nichts zu essen hatten.

Es schüttelte ihn, als die Gedanken an ihm vorbeizogen.

Doch hier war bereits alles erledigt, mehr konnten sie vorerst nicht tun und so machten sich die drei Geister auf nach Bajard. Der Stadt der Menschen, die ihnen wohl am meisten verhasst waren. Und sie lieferten ihnen wieder einmal allen Grund diesen Hass nur noch mehr zu schüren. Alleine am Stadtrand sahen sie fünf Grundstücke, die Tiere unter abscheulichsten Bedingungen hielten. Ohne Nahrung, in der Nähe von Bienen oder sonstigen abstrusen Gegebenheiten. So zückte Rowing Pfeil um Pfeil, die er vorher bereits mit den Pergamenten versehen hatte und ließ sie auf die Häuser niederregnen. Für jedes Haus eine Warnung, denn der Fuchs würde wieder vorbeischauen und wenn die drei selbst bereits vor Wut kochten, so würde es dann wohl eine noch größere Meute sein und diese würden vor Wut brodeln. Den Gipfel aller Absurdität sahen sie dann schlussendlich in der Nähe des Kutschers von Bajard. Ein Garten, in dem nicht nur Tiere ohne Nahrung verweilten, nein nachdem sie Geräusche im Haus gehört hatten und sich durch ein Fenster Einblick verschafft hatten, sahen sie im Inneren des Hauses zwei Wölfe. Gut das Siobhan nicht da war, dachte sich Samwin, es wäre wohl so weit gekommen, dass sie versucht hätte durch das Fenster zu klettern oder die Türe einzuschlagen.
Niemand hätte es für möglich gehalten, doch die Pergamente waren ihnen zur Neige gegangen und so blieb ihnen nichts anderes über, als sich auf den Rückweg zu machen. Wenn auch sie sicher noch weitere Übeltäter gefunden hätten, das wusste wohl jeder von den Dreien.

Samwin drehte sich noch einmal um und blickte schräg in den Himmel hinauf zu den Sternen. Ein letztes stilles Gebet sandte er noch an die Mutter. Sie würde ihnen und den misshandelten Tieren Kraft geben, das wusste er. Mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck, dämmerte er dann in einen ruhigen Schlaf hinüber.
Zuletzt geändert von Samwin Foreld am Montag 12. März 2007, 00:50, insgesamt 1-mal geändert.
Kanubio Bunjam

Beitrag von Kanubio Bunjam »

Als sie zu dritt loszogen, wusste Kanubio nur, dass sie zu einem Stall mit einigen vernachlässigten Schafen wollten, nachsehen, ob diese inzwischen etwas zu fressen bekommen hätten. Je näher sie der Stadt kamen, umso schlimmer wurden die Zustände in den Ställen, die ungepflegt im Schatten der großen Gebäude dahindümpelten. Die Tiere darin waren durchwegs am Verhungern, oft hatten ihre Besitzer es nicht einmal wert gefunden, ihnen einen Futtertrog aufzustellen, und wenn, dann war er leer.

Sie fanden Hühner, die, verletzt durch die in ihrem Gehege zu- und abfliegenden Bienen eines Stocks, große Wunden aufwiesen und an deren halbkahlen Körpern kaum mehr Federn wuchsen. Da waren die Schafe, zusammengepfercht in einem viel zu kleinen Gatter, ohne Heu oder Stroh, ohne Futter, laut blökend vor Hunger.
Am schlimmsten erging es wohl den beiden Wölfen, die in einem Wohnhaus eingesperrt waren, zusammen mit total erschöpften Vögeln, die in Panik immer wieder aufflogen, wenn sich eines der hungrigen Tiere auf sie stürzte.

Zu gerne hätte Kanubio in seiner Wut über so viel Herzlosigkeit in jener Nacht die Zäune der hungernden Tiere mit der Axt zertrümmert und die armen Kreaturen zu sich genommen, um sie wieder aufzupäppeln. Doch ihre Besitzer sollten eine Chance bekommen, sich zu bessern. Die Botschaften - ein Pergament mit einem Pfeil an ihre Türen genagelt - die der Fuchs an ihren Türen hinterließ, enthielten eine Aufforderung dazu.

Als Kanubio spät nachts wieder in seinem Haus war, sah er durchs Fenster in seinen Garten. Wie gut ging es doch seinen Hasen in dem riesigen Gehege, die ihm zwar durch ihre Vielfräßigkeit recht erhebliche Kosten verursachten, die ihm weder Federn noch Wolle noch Milch abgaben, ihn aber mit ihrem lustigen Versteckspiel zwischen den Wildpflanzen, die er in das Gehege gesetzt hatte, oft narrten und die mit ihrer Zutraulichkeit immer wieder sein Herz erfreuten. „Fratz“ schlug sich gerade wieder einmal seinen dicken Bauch voll und der andere Hoppel trank Wasser aus dem kleinen Teich. „Gute Nacht, ihr Hasen!“ rief Kanubio zu ihnen hinüber, wie jeden Abend, bevor er sich ins Bett legte. Die beiden wandten die Köpfe zum Fenster, als hätten sie darauf gewartet, um gleich drauf in ihrem Hasenhaus, einer mit Efeu und Waldpflanzen überwucherten Kiste zu verschwinden.
Alandra Lyval

Beitrag von Alandra Lyval »

bitte löschen
Zuletzt geändert von Alandra Lyval am Montag 12. März 2007, 21:08, insgesamt 1-mal geändert.
Rowing Mandelbuche

Lagerausbau2

Beitrag von Rowing Mandelbuche »

Rafael und Ethuilel verließen gerade das Gildenhaus, als Miriam mit Simon und Kanubio hinzukam. Kurz machten sich alle bekannt. Rafael jedoch umfaste die Sorge um sein geliebtes Pferd welches wohl im Nebelwald graste, die Elfe führte ihn zu seinem Pferd.

Der Fuchs blickte sich kurz um, sah die gut gewachsenen Schösslinge und die bereitgelegten Steine und pflanzbahren Streucher. Dann blickte in die Richtung wo Rafael und die Elfe im Wald verschwanden, ein leises seufzen und ein „später“ gemurmelt machte er sich daran die Sträucher zu pflanzen, alle fasten mit an und schnell war es Geschafft, wusste doch jeder was zu tun war.

Die Tiere wurden untergebracht in ihren neuen Zwischenlagern wo sie in Ruhe gesund gepflegt werden konnten. Nur eines bereitete Rowing Sorgen, der Bienenstock direkt bei der Backstube, aber daran muss er sich wohl nun gewöhnen.
Zuletzt geändert von Rowing Mandelbuche am Freitag 23. März 2007, 14:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Nadua
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Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Ein neuer Jungwelpe

Beitrag von Nadua »

Während der langen Überfahrt nach Bajard hatte Nadua viel Zeit zum Nachdenken. Hatte sie doch recht überstürzt ihr Elternhaus verlassen und war nun dabei ihr eigenes Leben zu leben. Das erste Mal, wo sie konsequent ihren eigenen Weg beschreitet.
Dieser stinkende Koch an Bord, der ihr das Leben zu Hölle gemacht hat; einer der Matrosen, der meinte sie sei Freiwild, den sie jedoch soweit gebracht hat, dass er an seiner Männlichkeit zweifelte.... all dies trug dazu bei, dass sie bestärkt in ihrem Tun von Bord ging.

Endlich dieses Schiff zu verlassen war wie eine Geburt. Die Geburt einer jungen Frau, die zwar wusste was sie will, aber dennoch mit Skepsis im Hafen von Bajard stand. Nadua holte erst einmal tief Luft. Einige Gerüche waren sehr angenehm, einige brachten ihr ein flaues Gefühl in die Magengegend. So stand sie da und wusste gar nicht wohin es jetzt gehen sollte.
Auf dem Weg durch die schmalen Gassen blieb sie vor der Bank stehen und beobachtete zwei Gestalten. Die Farben ihrer Kleidung sprachen sie sofort an, aber sie waren vermummt. Warum laufen die so rum, fragte sie sich und als ob die beiden es gehört hätten, dauerte es nicht lange und Nadua spürte tief in ihr drin, dass Simon und Lamiro es gut mit ihr meinten.
Ja, so stellten sie sich ihr vor. Nadua war beeindruckt, wie viel Zeit sie sich für sie nahmen. Das war auch der Grund, warum sie vertrauen fasste und sich mit verbundenen Augen in das Lager der Waldgeister bringen ließ.

Sie wurde dort mit offenen Armen empfangen. Fuchs, der wie ein Vater zu ihr war. Miri, die gute Seele des Lagers und nicht zu vergessen Kanubio, der zwar streng, aber mit dem Herzen am richtigen Fleck vor ihr stand.

Nadua fühlte, wie ihr Herz aufging. Die Aufgaben der Waldgeister waren nichts neues für sie. Sie selbst ist in der Natur aufgewachsen und so nahm sie gerne das Angebot an, eine Zeit lang hier zu verweilen...
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