Wieder eine Nacht in der Baheera nicht schlafen konnte. Der Sturm war vorüber, das wusste sie
mit einer instinktiven Bestimmtheit, wie es eben nur Nomaden wissen, die ihr Leben in der Wüste Tag täglich verbracht haben.
Lautlos tapste sie im Dunkeln nach ihrer Kleidung.
Ja nicht Amira aufwecken, dass gäbe nur Fragen und Antworten, die sie lieber vermeiden möchte.
Vorsorglich griff sie nach der Öllampe und als Wegzehrung nach einigen Datteln, die in einer großen Schale inmitten der Sitzpölster am Boden lagen.
Wie die Nächte zuvor hat sie es geschafft.
Endlich außerhalb der Stadtmauer. Die Sandalen in der Hand, das Tuch hatte sie von ihrem Gesicht gelöst um die kalte Wüstenluft einzuatmen.
Der Wind spielte mit ihrem langen Haar liebkosend. Solche Nächte liebte sie. Schön war es endlich den Sand unter den Füssen zu fühlen.
Verspielt bedeckt sie die kleinen Zehen mit Sand und lacht vor Freude dabei leise auf. Der funkelnde Sternenhimmel, die Stadt, die sich hinter ihr schemenhaft vom Sand abhob, die Datteln in ihrer Hand und das warme licht der Öllampe, die sie nun angezündet hatte, verursachten in ihr ein Gefühl des Glücks.
Rasch breitet sie das Tuch aus, welches eigentlich für den Kopf bedacht war und nahm darauf platz. Versunken in dem Anblick der Zehen im Sand nahm
sie einige Zeit lang nicht die Gestalt, die regungslos einfach nur dort stand und die Schönheit im Sand betrachtete.
War es eine rasche Bewegung oder einfach nur ein Gefühl, was Baheera veranlasste den Blick von den Zehen der Gestalt zuzuwenden?
Sie wusste es nicht mehr.
Die großen Augen trafen auf den Blick des Fremden, der unbewusst völlig fasziniert von dem zierlichen Wesen mit dem wallendem Haar und
den riesigen Augen, die das liebliche Gesicht beherrschten, näher gekommen war.
"War sie ein Traum, oder die Wirklichkeit?", so schien sein Blick ihr zu deuten.
Und genau in jenem Augenblick, wurde es Baheera bewusst, dass dies ein Mann war, ein Fremder mit hellem schulterlangem Haar. Beinahe gleichzeitig mit jenem Gedanken, erinnerte sie sich an ihren Schleier, der da unter ihr ruhte. Mit einer raubtierhaften Schnelligkeit sprang sie hoch, schnappte sich das Tuch, wickelte es im Laufen um den Kopf und floh in die Sicherheit der Stadt. Sicher in den Mauern angekommen, lehnte sie sich an eine Hauswand und atmete tief auf.
"Ich sollte zurück! Hat nicht Kahlinda gemeint, Fremde hätten alleine in der Wüste, es sei denn mit Genehmigung oder in Begleitung eines Menekaners nichts zu suchen?
"Aber ich will nicht zurück".
Der Fremde hatte sie verwirrt. Sehr sogar und ihr Herz klopfte wie wild alleine bei dem Gedanken dies auch nur in Erwägung zu ziehen.
Dann fiel ihr vor Schreck die Datteln ein, und die Öllampe.
Gut da lagen eben Datteln im Sand, das war nichts Schlimmes. Auch die Öllampe....was wenn Amira sie vermisst? Was wenn der Fremde sie suchte?
Alles Fragen und sie hatte keine so richtig akzeptable Antwort darauf, fand sie.
Insgeheim flehte sie Eluive an, dass jener sie vergessen möge, denken sie wäre nur eine Illusion gewesen. Im Licht der aufgehenden Sonne
eilte Baheera völlig verstört zu ihrer Schlafstätte und nach endlos langer Zeit, die ihr wie eine Ewigkeit vorkam, schlief sie endlich ein.
Datteln im Sand
-
Baheera Ifrey
Ein Seeungeheuer, Ali und ein Käfer
Eigentlich hatte der Tag wie jeder andere für Baheera begonnen. Nichts, rein gar nichts deutet darauf hin, dass er sich so zu entwickeln drohte, wie er es dann tat.
Wie immer war sie aufgestanden, hatte ein Bad genommen, den Körper dann mit dem duftenden Rosenöl einmassiert, bis ihre samtige Haut einen leichten Schimmer aufwies. Danach zog sie rasch die weiche Lederkleidung an, die die Vorzüge ihrer weiblichen Rundungen mehr betonte, als verbarg und machte sich auf zu dem Steg, um einen verträumten Morgen mit dem Blick auf die Weite des Meeres alleine zu verbringen. Nichts und keiner sollte sie stören. Nur die Beine vom Steg herab in das kühlende Wasser baumeln lassen und einfach die frische salzige Luft dort genießen. Aber es kam völlig anders.
Gerade als sie sich ihren Träumereien hingeben wollte, sah sie in der Ferne eine Seeschlange auftauchen. Ein wenig verwundert betrachte sie das Tier eine zeitlang, bis es wieder verschwand. Kurz darauf
hörte sie ein lautes Schreien, dann ein Hilferuf. Rasch sprang sie auf und eilte in Richtung des Rufs.
Bei dem Anblick des wild umher springenden Mannes wollte sie beinahe lachen, so lustig und grotesk sah es aus, als ihr Blick in das verzweifelte Gesicht fiel und der Ansatz des Lachens ihr verging.
„Seeschlange“ schrie er. „
So beruhigt Euch doch, Seeschlangen bleiben im tiefen Wasser, so nahe an den Steg kommen sie nie.“ Beruhigend versuchte sie auf den Mann, namens Ali, wie sich später feststellte, einzuwirkend. Aber er hörte nicht auf voller Panik zu schreien, und inmitten des Lärms, sah sie, wie die Seeschlange die Planken des Stegs zerschlug und auf die beiden zuschlängelte, dazu ohrenbetäubend brüllte.
„Beibt hinter mir und beruhigt Euch ich muss nachdenken“, entsetzt starrte die kleine zu dem riesigen sichtlich zornigen Tier auf.
Weglaufen konnte sie nicht, Ali hinter ihr war voller Panik und es war einfach ihre Pflicht ihm zu zeigen, dass alles nicht so schlimm wäre. Auch wenn sie bei weitem nicht so dachte.
Es war schlimm. Sie hatte keine Waffe bei sich. Dieses Seeungeheuer knapp vor ihr, hinter ihr war Ali. Also was konnte sie in dies prekären Situation tun? Beten. Genau das tat sie. Innig flehte sie Eluive an ihr einen Ausweg zu zeigen und genau in diesem Augenblick kamen sie.
Zwei Männer von der Garde, die auf die Seeschlange losstürmten, bis jene erlag.
Später als sich sozusagen die Wogen der Aufregung etwas geglättet hatten, nach eher wirkungslosen Worten zu Ali in denen sie immer wieder beteuerte, dass nicht sie ihn gerettet hätte, machte sie es sich spät Nachts in der Oase bequem. Nachdem sie noch ein sehr langes Gespräch dort mit dem maskierten Mann geführt hatte.
Aber das war einen ganz andere Geschichte, und darüber musste sie nachdenken.
Leise aufatmend blickt sie zu den hohen Palmen auf und war eigentlich rundum zufrieden. Gerade als sie sich auf den Rücken entspannt zurücklegen wollte erfüllte ein Schrei den stillen Ort.
Hilfe ein Käfer….er verfolgt mich.
Entsetzt richtete Baheera den Blick in die Richtung des Schreies und erkannte Ali. Leise seufzt sie tief auf gleichzeitig sprang sie katzenartig aus auf und eilte zu ihm.
Ali der Käfer ist tot, meinte sie ruhig als ihr Blick das Tier begutachtete.
Nein, er schläft.
Nein, ich bin mir sicher, er ist tot. Glaube es mir bitte.
Ich denke nicht, und wenn dann ist er vor Schreck tot umgefallen.
Das Kann nicht sein, ich sehe da eine tiefe Wunde, die von einer Axt stammen könnte, meint sie leise und ihre Finger glitten über den sehr tiefen Schnitt.
Das war nicht meine Axt, ich habe ihn nur gestreift, er muss vor Schreck tot umgefallen sein.
Verwirrt blickt Baheera zu Ali auf mit großen Augen.
Ali, ich denke du hast ihn getötet. Du alleine.
Nun ein Wort wechselte das andere und nicht wirklich konnte sie ihn davon überzeugen, dass der Käfer durch seine Axt niedergestreckt wurde. Inmitten dem Gespräch wurde es schwarz vor ihren Augen und bevor sie noch weitere Worte an ihn richten konnte, versank sie in eine endlose Schwärze.
Wie immer war sie aufgestanden, hatte ein Bad genommen, den Körper dann mit dem duftenden Rosenöl einmassiert, bis ihre samtige Haut einen leichten Schimmer aufwies. Danach zog sie rasch die weiche Lederkleidung an, die die Vorzüge ihrer weiblichen Rundungen mehr betonte, als verbarg und machte sich auf zu dem Steg, um einen verträumten Morgen mit dem Blick auf die Weite des Meeres alleine zu verbringen. Nichts und keiner sollte sie stören. Nur die Beine vom Steg herab in das kühlende Wasser baumeln lassen und einfach die frische salzige Luft dort genießen. Aber es kam völlig anders.
Gerade als sie sich ihren Träumereien hingeben wollte, sah sie in der Ferne eine Seeschlange auftauchen. Ein wenig verwundert betrachte sie das Tier eine zeitlang, bis es wieder verschwand. Kurz darauf
hörte sie ein lautes Schreien, dann ein Hilferuf. Rasch sprang sie auf und eilte in Richtung des Rufs.
Bei dem Anblick des wild umher springenden Mannes wollte sie beinahe lachen, so lustig und grotesk sah es aus, als ihr Blick in das verzweifelte Gesicht fiel und der Ansatz des Lachens ihr verging.
„Seeschlange“ schrie er. „
So beruhigt Euch doch, Seeschlangen bleiben im tiefen Wasser, so nahe an den Steg kommen sie nie.“ Beruhigend versuchte sie auf den Mann, namens Ali, wie sich später feststellte, einzuwirkend. Aber er hörte nicht auf voller Panik zu schreien, und inmitten des Lärms, sah sie, wie die Seeschlange die Planken des Stegs zerschlug und auf die beiden zuschlängelte, dazu ohrenbetäubend brüllte.
„Beibt hinter mir und beruhigt Euch ich muss nachdenken“, entsetzt starrte die kleine zu dem riesigen sichtlich zornigen Tier auf.
Weglaufen konnte sie nicht, Ali hinter ihr war voller Panik und es war einfach ihre Pflicht ihm zu zeigen, dass alles nicht so schlimm wäre. Auch wenn sie bei weitem nicht so dachte.
Es war schlimm. Sie hatte keine Waffe bei sich. Dieses Seeungeheuer knapp vor ihr, hinter ihr war Ali. Also was konnte sie in dies prekären Situation tun? Beten. Genau das tat sie. Innig flehte sie Eluive an ihr einen Ausweg zu zeigen und genau in diesem Augenblick kamen sie.
Zwei Männer von der Garde, die auf die Seeschlange losstürmten, bis jene erlag.
Später als sich sozusagen die Wogen der Aufregung etwas geglättet hatten, nach eher wirkungslosen Worten zu Ali in denen sie immer wieder beteuerte, dass nicht sie ihn gerettet hätte, machte sie es sich spät Nachts in der Oase bequem. Nachdem sie noch ein sehr langes Gespräch dort mit dem maskierten Mann geführt hatte.
Aber das war einen ganz andere Geschichte, und darüber musste sie nachdenken.
Leise aufatmend blickt sie zu den hohen Palmen auf und war eigentlich rundum zufrieden. Gerade als sie sich auf den Rücken entspannt zurücklegen wollte erfüllte ein Schrei den stillen Ort.
Hilfe ein Käfer….er verfolgt mich.
Entsetzt richtete Baheera den Blick in die Richtung des Schreies und erkannte Ali. Leise seufzt sie tief auf gleichzeitig sprang sie katzenartig aus auf und eilte zu ihm.
Ali der Käfer ist tot, meinte sie ruhig als ihr Blick das Tier begutachtete.
Nein, er schläft.
Nein, ich bin mir sicher, er ist tot. Glaube es mir bitte.
Ich denke nicht, und wenn dann ist er vor Schreck tot umgefallen.
Das Kann nicht sein, ich sehe da eine tiefe Wunde, die von einer Axt stammen könnte, meint sie leise und ihre Finger glitten über den sehr tiefen Schnitt.
Das war nicht meine Axt, ich habe ihn nur gestreift, er muss vor Schreck tot umgefallen sein.
Verwirrt blickt Baheera zu Ali auf mit großen Augen.
Ali, ich denke du hast ihn getötet. Du alleine.
Nun ein Wort wechselte das andere und nicht wirklich konnte sie ihn davon überzeugen, dass der Käfer durch seine Axt niedergestreckt wurde. Inmitten dem Gespräch wurde es schwarz vor ihren Augen und bevor sie noch weitere Worte an ihn richten konnte, versank sie in eine endlose Schwärze.