Semra im Wunderland
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Semra Bashir
Semra im Wunderland
Zweimal schlug sie mit ihrem Kopf gegen die Tür ihrer Heilerstube ehe ihr auffiel, dass ein Balken begann sich zu lösen. Seufzend strich sie zunächst über jene Stelle ehe sie sich auch die Stirn rieb. „Verrückt…du bist einfach verrückt geworden Semra“ murmelte sie immer noch fassungslos vor sich hin. Eluive sei gedankt, dass sie ihre Mutter schon zu sich genommen hatte, denn jene würde sonst vor Scham im Boden versinken bei dem Verhalten ihrer Tochter. Sie ließ sich kraftlos auf ihre Bank nieder und legte ihr Gesicht in beide Hände.
Doch sobald sie ihre Augen schloss war da wieder dieses Bild. Das Bild von Kareem wie er sich langsam seiner Cousine nähert, wie er mir seiner starken Hand über ihr Haupt streichelt, ihr dann über das Gesicht fährt…
Übel wurde ihr bei jenem Gedanken, also öffnete sie wieder ihre Augen und versuchte sich wieder auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Der Brenner warf seine helle Flamme stetig gegen das Glas, in dem eine grünliche Flüssigkeit ruhig vor sich köchelte. Sie konnte nichts weiter tun als zu warten, denn noch einige Minuten brauchte der Vorgang ehe sie den Trank abfüllen konnte. Unwillkürlich wanderte ihr Blick gen Süden, hin zum dem Ort, an dem der Mann ihrer Träume lebte. Der Mann dem sie ihr Herz geschenkt hat, der Mann der sie zum glühen brachte, der Mann der sie wahrscheinlich belogen hat.
Nie hätte sie gedacht, dass ausgerechnet sie sich so Hals über Kopf verlieben würde, ohne auch nur etwas über jenen Menekaner zu wissen. Sie konnte sich immerhin mit dem Gedanken trösten geglaubt zu haben Kareem zu kennen. Immer wieder hallten die Worte ihrer Freundin in ihren Ohren nach: „Sie sagte Kareem wäre ihr sehr nahe gekommen.“
Natürlich hat Munaya keine Einzelheiten erzählt. Ob aus dem Grund weil sie nicht mehr wusste oder weil sie ihre Freundin schonen wollte wusste Semra nicht, doch wusste sie ob der Wahrheit ihrer Worte. Oft hatte sie die Zahraa und Kareem Blicke miteinander teilen sehen, Blicke die, wie sie früher dachte, schwer zu deuten waren. Jetzt jedoch, jetzt fügte sich alles zu einem kompletten Bild zusammen. Sie wusste ob Zahraas Gefühlen für Kareem. Aus eben jenem Grund plagten sie seit Tagen bittere Schuldgefühle. Zahraa war nämlich eine edle und ehrenhafte Frau mit einem guten Herzen, welches wohl, wie Semra heute erfuhr, mit dem Tode von Ismaael schon einmal gebrochen wurde.
Und dennoch ist sie sich Kareems Gefühlen so sicher gewesen. Er sagte zwar, dass ihm seine Cousine sehr am Herzen lag, doch nie wäre sie auch nur auf die Idee gekommen er könnte damit Gefühle romantischer Art meinen. Wäre sie gelenkig genug, so hätte sich Semra in diesem Augenblick am liebsten selbst in ihren allerwertesten getreten. Es gab so viele Anzeichen. So viele, mehr oder weniger, subtile Andeutungen noch ehe sie Kareem ihr Herz offenbarte. Schließlich hat er sie einst sogar gefragt was sie von einer Ehe zwischen Verwandten hielt. Sie war wohl die dümmste Menekanerin, die je auf Eluives Erden wandelte.
Nun saß sie da. Alleine mit ihren quälenden Gedanken, zerrissen zwischen dem Gefühl der Wut, der Hilflosigkeit und dem der gewaltigen Sehnsucht nach seiner Nähe.
Im Geiste gab sie sich eine Ohrfeige um wieder zu Sinnen zu kommen. „Reiß dich zusammen“ dachte sie bei sich, „du wirst ihn einfach zur Rede stellen. Und egal was dabei herauskommt, du wirst es überleben.“ Sie war keine Frau, die sich einfach so unterkriegen ließ. Ihr Leben hat sie gelehrt zu kämpfen und vielleicht hat Eluive sie so auf eben jenen Zeitpunkt vorbereiten wollen.
Auch wenn es Semra schließlich gelang für jenen Augenblick alle schmerzlichen Gedanken zu vertreiben, so glühte da fortwährend ein Funke in ihr, der sich der Hoffnung hingab Kareem möge für immer ihr allein gehören.
Das Geräusch der patrolierenden Palastwachen riss sie nun endgültig aus ihrem Grübeln. Es gab wichtigeres zu tun als sich über Herzensdinge den Kopf zu zerbrechen. Schließlich nahte die Niederkunft des von Eluive geküssten Kindes immer näher. Jeden Augenblick konnte eine der Haremsdamen in die Stube stürmen um sie zu der Erhabenen zu rufen. Wie sehr hatte sie diesen Augenblick doch zugleich ersehnt und gefürchtet. Es stand alles bereit. Eine prall gefüllte Tasche mit allerhand Instrumenten, Tränken, und wohl duftenden Salben lag auf dem Tisch neben einem Stapel frisch gekochter Handtücher. Semra hat sich so gut vorbereitet wie es irgend nur erdenklich war. Obwohl sie bei vielen Geburten geholfen hat und noch mehr beigewohnt hat, hat sie alles an Büchern verschlungen, was sie in die Finger bekommen konnte. Sogar Heilkundebücher vom Festland hatte sie gelesen, auch wenn aus diesen nicht wirklich viel Neues zu erfahren war. Sie hatte auch die werdende Mutter so gut es ging aufgeklärt und sie auf jenes denkwürdige Ereignis vorbereitet. Und auch wenn die Esra bei manch einer Erklärung blass um die Nasenspitze wurde, so wusste Semra, dass die Erhabene es schaffen würde. Voller Bewunderung dachte sie an die Frau, die ihr zugleich so stark und schwach erschien in ihrer Situation. Das Kind war schließlich schon eine Woche überfällig wenn Semra alles richtig berechnet hatte, und auch wenn sie die Äußerung der Erhabenen, sie würde jeden Moment platzen oft belächelte, so ertappte sie sich selbst bei dem Gedanken, dass dies tatsächlich passieren könnte, wenn das Kind sich nicht bald entscheiden würde auf die Welt zu kommen. Der Bauch der Esra war gewaltig, was darauf hindeutete, dass das Kind groß und gesund ist, doch auch, dass die Erhabene es nicht leicht haben würde bei der Entbindung.
Unbewusst fasste sie sich an ihre Kette und plötzlich schoss eine glühende Wärme in ihr Gesicht. Wo sich seit Monaten das Geschenk ihres Freundes und Statthalters Fadi befand, lag nun eine Kette aus zierlichen silbernen Perlen um ihren Hals.
Das Geschenk seines Bruders, eines Mannes der sich wie ein bittersüßer Dorn in ihr Herz gebohrt hatte.
Doch sobald sie ihre Augen schloss war da wieder dieses Bild. Das Bild von Kareem wie er sich langsam seiner Cousine nähert, wie er mir seiner starken Hand über ihr Haupt streichelt, ihr dann über das Gesicht fährt…
Übel wurde ihr bei jenem Gedanken, also öffnete sie wieder ihre Augen und versuchte sich wieder auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Der Brenner warf seine helle Flamme stetig gegen das Glas, in dem eine grünliche Flüssigkeit ruhig vor sich köchelte. Sie konnte nichts weiter tun als zu warten, denn noch einige Minuten brauchte der Vorgang ehe sie den Trank abfüllen konnte. Unwillkürlich wanderte ihr Blick gen Süden, hin zum dem Ort, an dem der Mann ihrer Träume lebte. Der Mann dem sie ihr Herz geschenkt hat, der Mann der sie zum glühen brachte, der Mann der sie wahrscheinlich belogen hat.
Nie hätte sie gedacht, dass ausgerechnet sie sich so Hals über Kopf verlieben würde, ohne auch nur etwas über jenen Menekaner zu wissen. Sie konnte sich immerhin mit dem Gedanken trösten geglaubt zu haben Kareem zu kennen. Immer wieder hallten die Worte ihrer Freundin in ihren Ohren nach: „Sie sagte Kareem wäre ihr sehr nahe gekommen.“
Natürlich hat Munaya keine Einzelheiten erzählt. Ob aus dem Grund weil sie nicht mehr wusste oder weil sie ihre Freundin schonen wollte wusste Semra nicht, doch wusste sie ob der Wahrheit ihrer Worte. Oft hatte sie die Zahraa und Kareem Blicke miteinander teilen sehen, Blicke die, wie sie früher dachte, schwer zu deuten waren. Jetzt jedoch, jetzt fügte sich alles zu einem kompletten Bild zusammen. Sie wusste ob Zahraas Gefühlen für Kareem. Aus eben jenem Grund plagten sie seit Tagen bittere Schuldgefühle. Zahraa war nämlich eine edle und ehrenhafte Frau mit einem guten Herzen, welches wohl, wie Semra heute erfuhr, mit dem Tode von Ismaael schon einmal gebrochen wurde.
Und dennoch ist sie sich Kareems Gefühlen so sicher gewesen. Er sagte zwar, dass ihm seine Cousine sehr am Herzen lag, doch nie wäre sie auch nur auf die Idee gekommen er könnte damit Gefühle romantischer Art meinen. Wäre sie gelenkig genug, so hätte sich Semra in diesem Augenblick am liebsten selbst in ihren allerwertesten getreten. Es gab so viele Anzeichen. So viele, mehr oder weniger, subtile Andeutungen noch ehe sie Kareem ihr Herz offenbarte. Schließlich hat er sie einst sogar gefragt was sie von einer Ehe zwischen Verwandten hielt. Sie war wohl die dümmste Menekanerin, die je auf Eluives Erden wandelte.
Nun saß sie da. Alleine mit ihren quälenden Gedanken, zerrissen zwischen dem Gefühl der Wut, der Hilflosigkeit und dem der gewaltigen Sehnsucht nach seiner Nähe.
Im Geiste gab sie sich eine Ohrfeige um wieder zu Sinnen zu kommen. „Reiß dich zusammen“ dachte sie bei sich, „du wirst ihn einfach zur Rede stellen. Und egal was dabei herauskommt, du wirst es überleben.“ Sie war keine Frau, die sich einfach so unterkriegen ließ. Ihr Leben hat sie gelehrt zu kämpfen und vielleicht hat Eluive sie so auf eben jenen Zeitpunkt vorbereiten wollen.
Auch wenn es Semra schließlich gelang für jenen Augenblick alle schmerzlichen Gedanken zu vertreiben, so glühte da fortwährend ein Funke in ihr, der sich der Hoffnung hingab Kareem möge für immer ihr allein gehören.
Das Geräusch der patrolierenden Palastwachen riss sie nun endgültig aus ihrem Grübeln. Es gab wichtigeres zu tun als sich über Herzensdinge den Kopf zu zerbrechen. Schließlich nahte die Niederkunft des von Eluive geküssten Kindes immer näher. Jeden Augenblick konnte eine der Haremsdamen in die Stube stürmen um sie zu der Erhabenen zu rufen. Wie sehr hatte sie diesen Augenblick doch zugleich ersehnt und gefürchtet. Es stand alles bereit. Eine prall gefüllte Tasche mit allerhand Instrumenten, Tränken, und wohl duftenden Salben lag auf dem Tisch neben einem Stapel frisch gekochter Handtücher. Semra hat sich so gut vorbereitet wie es irgend nur erdenklich war. Obwohl sie bei vielen Geburten geholfen hat und noch mehr beigewohnt hat, hat sie alles an Büchern verschlungen, was sie in die Finger bekommen konnte. Sogar Heilkundebücher vom Festland hatte sie gelesen, auch wenn aus diesen nicht wirklich viel Neues zu erfahren war. Sie hatte auch die werdende Mutter so gut es ging aufgeklärt und sie auf jenes denkwürdige Ereignis vorbereitet. Und auch wenn die Esra bei manch einer Erklärung blass um die Nasenspitze wurde, so wusste Semra, dass die Erhabene es schaffen würde. Voller Bewunderung dachte sie an die Frau, die ihr zugleich so stark und schwach erschien in ihrer Situation. Das Kind war schließlich schon eine Woche überfällig wenn Semra alles richtig berechnet hatte, und auch wenn sie die Äußerung der Erhabenen, sie würde jeden Moment platzen oft belächelte, so ertappte sie sich selbst bei dem Gedanken, dass dies tatsächlich passieren könnte, wenn das Kind sich nicht bald entscheiden würde auf die Welt zu kommen. Der Bauch der Esra war gewaltig, was darauf hindeutete, dass das Kind groß und gesund ist, doch auch, dass die Erhabene es nicht leicht haben würde bei der Entbindung.
Unbewusst fasste sie sich an ihre Kette und plötzlich schoss eine glühende Wärme in ihr Gesicht. Wo sich seit Monaten das Geschenk ihres Freundes und Statthalters Fadi befand, lag nun eine Kette aus zierlichen silbernen Perlen um ihren Hals.
Das Geschenk seines Bruders, eines Mannes der sich wie ein bittersüßer Dorn in ihr Herz gebohrt hatte.
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Semra Bashir
Alle dunklen Gedanken waren vergessen. Der neue Tag hat so viel Glück über Semra hereingebracht, dass sie fröhlicher kaum hätte sein können. Sie hatte mit ihrem Liebsten gesprochen, und auch wenn sich ihre anfänglichen Befürchtungen bewahrheitet haben, so hat Kareem ihr alle Ängste genommen. Sanft blickte er ihr in die Augen als er ihr erklärte, dass es zwar etwas zwischen ihm und seiner Cousine gab, dass dies jedoch War und er sie nur für Semra verlassen hätte. Jetzt bestünde nur noch Freundschaft zwischen ihnen. Mit diesen Worten löste er den unsichtbaren Strick, der sich seit Munayas Besuch immer fester um ihren Hals zog.
Sie sprachen viel an jenem Tag. Über die Liebe die sich verband genauso wie über die Ermahnung welche Munaya Semra auf den Weg gab. „ehe Kareem mit Ibraheem gesprochen hat und dieser euch nicht seinen Segen gegeben hat, dürft ihr euch nicht berühren.“ Leicht würde es ihr beileibe nicht fallen, denn der Drang Kareem braungebrannte Haut zu berühren wurde von Tag zu Tag stärker. Ohne Rücksicht bannten sich ungeahnte Gefühle durch Semras Herz und Leib wenn sie nur an ihn dachte. Seine sinnlichen und zugleich starken Hände welche wie so oft ihren Weg an Semras Wange fanden, seine unendlich grünen Augen, die viele Geheimnisse und Verheißungen in sich bargen, Augen in denen man sich verlieren konnte. Seine warme tiefe Stimme, all das ließ Semra die Knie weich werden. Wie sollte sie es nur schaffen sich von ihm noch so lange Zeit fernzuhalten?
Doch sie würde es tun, das wusste sie. Ihre Werte und die gute Erziehung, die ihr zuteil wurde, wogen mehr als alle Sehnsucht der Welt.
Außerdem war Kareem ein Mann, der bis in die Haarspitzen voller Ehre steckte. Nie würde er sie in eine Situation bringen, für die sie sich schämen müsste.
Insgeheim wünschte sie sich Kareem würde ihren Cousin, das Oberhaupt der Familie Bashir so bald wie möglich besuchen, doch sie wusste, dass sie ihn nicht allzu sehr drängen durfte. Noch waren sie nicht verlobt, es gab kein Versprechen, welches ihren Ranim zu irgendetwas verpflichten würde und wie ihre Tante es ihr beibrachte, wusste Semra, dass Männer es nicht gern hatten beengt zu werden. Stets klug und zurückhaltend muss eine Frau sein, sagte sie und auch wenn das Zurückhalten nie Semras Stärke war, so hat sie es bisher immer wieder geschafft diesen Fehler mit ihrem Köpfchen wett zu machen. So würde es auch hier geschehen.
Er liebte sie. Dies hat er ihr in seinem Haus zu ihr gesagt und sie wusste, dass er die Wahrheit sprach. Und dennoch. Dieser eine kaum zu fassende Gedanke spuckte immer wieder durch ihren Kopf. Ein Gedanke der sie warnen wollte, ganz so als würde er Semra sagen wollen, sie solle sich nicht zu sicher sein.
Wenn sie sich seiner doch nur sicher sein könnte.
Sie sprachen viel an jenem Tag. Über die Liebe die sich verband genauso wie über die Ermahnung welche Munaya Semra auf den Weg gab. „ehe Kareem mit Ibraheem gesprochen hat und dieser euch nicht seinen Segen gegeben hat, dürft ihr euch nicht berühren.“ Leicht würde es ihr beileibe nicht fallen, denn der Drang Kareem braungebrannte Haut zu berühren wurde von Tag zu Tag stärker. Ohne Rücksicht bannten sich ungeahnte Gefühle durch Semras Herz und Leib wenn sie nur an ihn dachte. Seine sinnlichen und zugleich starken Hände welche wie so oft ihren Weg an Semras Wange fanden, seine unendlich grünen Augen, die viele Geheimnisse und Verheißungen in sich bargen, Augen in denen man sich verlieren konnte. Seine warme tiefe Stimme, all das ließ Semra die Knie weich werden. Wie sollte sie es nur schaffen sich von ihm noch so lange Zeit fernzuhalten?
Doch sie würde es tun, das wusste sie. Ihre Werte und die gute Erziehung, die ihr zuteil wurde, wogen mehr als alle Sehnsucht der Welt.
Außerdem war Kareem ein Mann, der bis in die Haarspitzen voller Ehre steckte. Nie würde er sie in eine Situation bringen, für die sie sich schämen müsste.
Insgeheim wünschte sie sich Kareem würde ihren Cousin, das Oberhaupt der Familie Bashir so bald wie möglich besuchen, doch sie wusste, dass sie ihn nicht allzu sehr drängen durfte. Noch waren sie nicht verlobt, es gab kein Versprechen, welches ihren Ranim zu irgendetwas verpflichten würde und wie ihre Tante es ihr beibrachte, wusste Semra, dass Männer es nicht gern hatten beengt zu werden. Stets klug und zurückhaltend muss eine Frau sein, sagte sie und auch wenn das Zurückhalten nie Semras Stärke war, so hat sie es bisher immer wieder geschafft diesen Fehler mit ihrem Köpfchen wett zu machen. So würde es auch hier geschehen.
Er liebte sie. Dies hat er ihr in seinem Haus zu ihr gesagt und sie wusste, dass er die Wahrheit sprach. Und dennoch. Dieser eine kaum zu fassende Gedanke spuckte immer wieder durch ihren Kopf. Ein Gedanke der sie warnen wollte, ganz so als würde er Semra sagen wollen, sie solle sich nicht zu sicher sein.
Wenn sie sich seiner doch nur sicher sein könnte.
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Semra Bashir
„Semraaaa..“ Vor Schreck ließ sie die Flasche, welche sie eben zur Hand genommen fallen. Munaya stürmte gänzlich außer Atem und so aufgeregt, wie sie ihre Freundin noch nie gesehen hatte, in ihre Heilerstube.
„Schnell… irgendetwas stimmt mit der Erhabenen nicht.“ Nur den Bruchteil einer Sekunde nahm sie sich um den Schrecken zu verdauen, dann schnappte sie sich kurzerhand die lederne Tasche, welche bereits seit Tagen neben ihrem Arbeitstisch stand und eilte Munaya hinterher.
Die Esra lag mit schmerz verzehrtem Gesicht da und atmete schwer. Sofort war Semra der Ernst der Situation bewusst, denn neben dem Bett auf dem wertvollen Teppich befand sich ein großer Wasserfleck. Sie eilte an das Bett und blickte der Erhabenen in ihr Gesicht. „Wie lange dauern die Schmerzen schon an?“ Unfähig zu antworten krampfte die Esra sich in ihrem Laken fest und so musste Semra sich auf die Ausführungen Munayas verlassen.
Der Prozess war schon recht weit fortgeschritten. Dies mochte wohl an der Tatsache liegen, dass das Kind schon mehrere Tage überfällig war. Sofort wurde jemand losgeschickt um Khalida zu holen, die einzige Freundin und alles an Familie der Erhabenen. Sie musste einfach dabei sein, schließlich war nicht einmal der Emir da, er war einfach nicht aufzufinden gewesen. Nach einer gründlichen Untersuchung war klar dass das Kind nicht mehr lange auf sich warten lassen würde und so machten sich alle Frauen bereit die Esra bei ihrer schwierigen Aufgabe zu unterstützen. Zwischen lauten Flüchen, der Verdammung des Emirs (das hätte Semra am liebsten wieder Vergessen, doch diese Empörenden Worte brannten sich einfach in ihrem Kopf fest) kämpfte die Esra wie eine Löwin.
Ihr Kampf hat sich nun schlussendlich ausgezahlt. Ein neuner Omar war geboren. Ein junge, stark wie sein Vater und schön wie seine Mutter erblickte das Licht der Welt. Und Semra selbst war es, die das Kind als erste berühren durfte. Diese Geschichte würde sie noch ihren Enkeln erzählen und sie würde von jenen weiter an ihre Enkel weiter getragen werden, das wusste Semra.
Eine Welle unendlichen Stolzes und Glücks überkam sie als sie den Jungen nun endlich in die arme seiner Mutter legen konnte. Tränen sammelten sich in ihren Augen bei dem Anblick dieser Erfüllung. Die Esra war so tapfer gewesen, so unendlich geduldig in ihrem Schmerz. Sie hatte nicht einmal geschrieen und es war das erste mal, dass Semra eine Frau gesehen hat die bei einer Entbindung nicht schreit. Der kleine Thronfolger hörte sofort auf zu weinen als er die Nähe seiner Mutter verspürte und so blieb Semra nachdem sie sich um alles andere, was nach einer Entbindung anfällt, gekümmert hatte nichts weiter übrig als die kleine Familie allein zu lassen. Die beiden brauchten Ruhe, Ruhe und vor allem Zeit um sich näher zu kommen.
Welch ein Jammer, dass der Emir dies Wunder verpasst hatte.
„Schnell… irgendetwas stimmt mit der Erhabenen nicht.“ Nur den Bruchteil einer Sekunde nahm sie sich um den Schrecken zu verdauen, dann schnappte sie sich kurzerhand die lederne Tasche, welche bereits seit Tagen neben ihrem Arbeitstisch stand und eilte Munaya hinterher.
Die Esra lag mit schmerz verzehrtem Gesicht da und atmete schwer. Sofort war Semra der Ernst der Situation bewusst, denn neben dem Bett auf dem wertvollen Teppich befand sich ein großer Wasserfleck. Sie eilte an das Bett und blickte der Erhabenen in ihr Gesicht. „Wie lange dauern die Schmerzen schon an?“ Unfähig zu antworten krampfte die Esra sich in ihrem Laken fest und so musste Semra sich auf die Ausführungen Munayas verlassen.
Der Prozess war schon recht weit fortgeschritten. Dies mochte wohl an der Tatsache liegen, dass das Kind schon mehrere Tage überfällig war. Sofort wurde jemand losgeschickt um Khalida zu holen, die einzige Freundin und alles an Familie der Erhabenen. Sie musste einfach dabei sein, schließlich war nicht einmal der Emir da, er war einfach nicht aufzufinden gewesen. Nach einer gründlichen Untersuchung war klar dass das Kind nicht mehr lange auf sich warten lassen würde und so machten sich alle Frauen bereit die Esra bei ihrer schwierigen Aufgabe zu unterstützen. Zwischen lauten Flüchen, der Verdammung des Emirs (das hätte Semra am liebsten wieder Vergessen, doch diese Empörenden Worte brannten sich einfach in ihrem Kopf fest) kämpfte die Esra wie eine Löwin.
Ihr Kampf hat sich nun schlussendlich ausgezahlt. Ein neuner Omar war geboren. Ein junge, stark wie sein Vater und schön wie seine Mutter erblickte das Licht der Welt. Und Semra selbst war es, die das Kind als erste berühren durfte. Diese Geschichte würde sie noch ihren Enkeln erzählen und sie würde von jenen weiter an ihre Enkel weiter getragen werden, das wusste Semra.
Eine Welle unendlichen Stolzes und Glücks überkam sie als sie den Jungen nun endlich in die arme seiner Mutter legen konnte. Tränen sammelten sich in ihren Augen bei dem Anblick dieser Erfüllung. Die Esra war so tapfer gewesen, so unendlich geduldig in ihrem Schmerz. Sie hatte nicht einmal geschrieen und es war das erste mal, dass Semra eine Frau gesehen hat die bei einer Entbindung nicht schreit. Der kleine Thronfolger hörte sofort auf zu weinen als er die Nähe seiner Mutter verspürte und so blieb Semra nachdem sie sich um alles andere, was nach einer Entbindung anfällt, gekümmert hatte nichts weiter übrig als die kleine Familie allein zu lassen. Die beiden brauchten Ruhe, Ruhe und vor allem Zeit um sich näher zu kommen.
Welch ein Jammer, dass der Emir dies Wunder verpasst hatte.
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Kareem Yazir
Als er ihrem Oberhaupt gegenüber stand, versuchte er sich keinerlei Angst oder Unsicherheit anmerken zu lassen. Für den jungen Salzschürfer war es schon immer wichtig gewesen, bei jeglichen Geschäften und jedem Handel eine souveräne Miene aufzusetzen, wie auch sein ganzes Auftreten so darzustellen. Im Grunde ging es bei diesem Gespräch um nichts anderes, als einen Handel, es gabe eine Person, die beiden Geschäftspartner mochten, jeder wollte das Beste für diese Person und es ging darum, welches Angebot Kareem Ibraheem machen würde. Gold konnte er ihm zwar genauso wenig bieten, wie die kostbaren Tränen der Eluive, doch konnte er versuchen, sich selbst sehr gut zu verkaufen. Offenbar war Ibraheem auch mit ihm zufrieden. Wieso auch nicht? Kareem ließ sich niemals etwas zu schulden lassen. Er war stets freundlich und zuvorkommend. Seine Art von Menekaner war gerade bei den Oberhäuptern und Familienvätern sicherlich gerne gesehen. Ein wichtiger Pluspunkt war es sicher auch, dass Kareem Munaya kannte und diese Ibraheems Verlobte darstellt. Anfangs hatten sie somit einen Gesprächspunkt, auf dem sie herumreiten konnten, bis sie dann zum eigentlichen Thema kamen, bei welchem Kareem mehr als direkt war. Er wusste ganz genau, was er wollte und gab dies auch so wieder. Natürlich wieder auf eine Art und Weise, mit der er ohnehin schon sein Gold verdiente.
Er war froh über die Zustimmung des Oberhauptes und musste es auch unbedingt Semra weitergeben. So wartete er bei sich daheim. Sein Blick war auf die Tür gerichtet und mit jeder Minute die verstrich wurde ihm mulmiger. War sie denn überhaupt noch damit einverstanden? Wollte sie diesen Schritt schon wagen? Würde es lange halten? Zweifel kamen auf, die sich in seinen Bauch bohrten und an ihm herumnagten, um ihn wohl einfach nur zu quälen. Niemals war ihm vorher so heiß und kalt auf einmal gewesen. Selbst seine Hände, die offenbar froren bildeten eine leichte Schweissschicht, die ihm richtig unangenehm wurde. Er wusch sich die Hände und das Gesicht und grub wieder und wieder seinen Kopf in den Bottich, dort öffnete er den Mund, als wollte er aufschreien, um seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Kein Geräusch. Er hasste es zu warten und er hasste sich während der Wartezeit die Zeit vertreiben zu müssen, vor allem, da es um so eine wichtige Botschaft ging. Hibbelig saß er da und spielt mit seinen Händen nervös herum.
Endlich, endlich ging die Tür auf! Daraufhin so er sofort in ihr hübsches Gesicht, welches ihm freudestrahlend in die Augen glänzte. Dieser bezaubernde Anblick ließ ihn wieder völlig schwach werden und merklich hörte er sein Herz schneller schlagen. Einige Worte wurden schnell gewechselt, ehe er schlussendlich zum Wesentlichen kommen wollte und sie darauf hinwies, dass er ein Rätsel für sie hätte: "Wer könnte uns noch daran hindern, dass wir uns näherkommen können..?" So in etwa waren die Worte, die er noch im Hinterkopf hatte. Der Name den sie ihm nannte, war der Ibraheems und der Schock in ihrem Gesicht war sofort erkenntlich. Noch spielte er etwas den betrübten Menekaner, als habe er eine Absage erhalten, trotzdem glaubte sie es ihm nicht und stürzte sich in seine Arme. Es wurde wieder warm um sein Herz und ihre Nähe wurde ihm heilig.
Er war froh über die Zustimmung des Oberhauptes und musste es auch unbedingt Semra weitergeben. So wartete er bei sich daheim. Sein Blick war auf die Tür gerichtet und mit jeder Minute die verstrich wurde ihm mulmiger. War sie denn überhaupt noch damit einverstanden? Wollte sie diesen Schritt schon wagen? Würde es lange halten? Zweifel kamen auf, die sich in seinen Bauch bohrten und an ihm herumnagten, um ihn wohl einfach nur zu quälen. Niemals war ihm vorher so heiß und kalt auf einmal gewesen. Selbst seine Hände, die offenbar froren bildeten eine leichte Schweissschicht, die ihm richtig unangenehm wurde. Er wusch sich die Hände und das Gesicht und grub wieder und wieder seinen Kopf in den Bottich, dort öffnete er den Mund, als wollte er aufschreien, um seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Kein Geräusch. Er hasste es zu warten und er hasste sich während der Wartezeit die Zeit vertreiben zu müssen, vor allem, da es um so eine wichtige Botschaft ging. Hibbelig saß er da und spielt mit seinen Händen nervös herum.
Endlich, endlich ging die Tür auf! Daraufhin so er sofort in ihr hübsches Gesicht, welches ihm freudestrahlend in die Augen glänzte. Dieser bezaubernde Anblick ließ ihn wieder völlig schwach werden und merklich hörte er sein Herz schneller schlagen. Einige Worte wurden schnell gewechselt, ehe er schlussendlich zum Wesentlichen kommen wollte und sie darauf hinwies, dass er ein Rätsel für sie hätte: "Wer könnte uns noch daran hindern, dass wir uns näherkommen können..?" So in etwa waren die Worte, die er noch im Hinterkopf hatte. Der Name den sie ihm nannte, war der Ibraheems und der Schock in ihrem Gesicht war sofort erkenntlich. Noch spielte er etwas den betrübten Menekaner, als habe er eine Absage erhalten, trotzdem glaubte sie es ihm nicht und stürzte sich in seine Arme. Es wurde wieder warm um sein Herz und ihre Nähe wurde ihm heilig.
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Munaya Bashir
Die Tage waren Geschäftsreich und sie war ständig unterwegs von einem Kunden zum nächsten. Gerade als sie auf dem Rückweg zum Palast war kam sie an dem Haus von Kareem und Zahraa vorbei und erblickte....Semra dort stehen. Die kluge hübsche Semra die ihre ruhige Art selbst in den brenzligsten Situationen nie fallenlies. Semra stand nun gar nicht ruhig vor der Tür des Hauses und starrte Munaya wie ertappt an. Irgendetwas brannte auf der Seele ihrer Freundin die sie selbst liebte wie eine Schwester die ihr Eluive nie geschenkt hatte.
Und ja wirklich , sich unruhig umblickend bat Semra die junge Schneiderin um ein kleines Zweigespräch am nächsten Abend. das sie ihr nur zu gerne gewährte.
Nachdenklich kehrte sie in den Palast zurück und Erinnerungen wie sie Semra das erste Mal getroffen hatte glitten durch das Wirrwar ihrer Gedanken. Semra die aus dem Nomadenvolk der Wüste in den Palast gerufen wurde um dem Erhabenen als Leibheilerin zur Verfügung zu stehen, sie bat immer nie forderte sie. Sie gab jederzeit bereitwillig von ihren Besitztümern ab wenn es fehlte und gab Munaya immer das Gefühl wertvoll und geliebt zu sein. Ja auch Ibraheem gab ihr dieses Gefühl aber machte Liebe nicht bekanntlich blind?
Am Abend darauf besuchte Munaya die Freundin um ihr den Stein vom Herzen zu nehmen der sie so drückte.
Gespannt und neugierig lauschte sie ihr als sie von einem Mann sprach der ihr Herz so nach und nach erobert hatte.
Doch als sie seinen Namen aussprach kamen ihr Zweifel. Kareem sagte sie brächte ihr Herz zum flattern schaffte es ihr wohlige Wärme in den Bauch zu zaubern.
Kareem...Munaya hatte nichts gegen den jungen Mann der mit seiner manchmal seltsamen Art von Humor ihr tiefe Stiche versetzen konnte. Doch war nicht Zahraa in diesen verliebt?
Und da war auch schon der Stein den es zu heben galt, die Beziehung Zahraas zu Kareem. Semra machte siich schwere Vorwürfe der kleinen wilden Wüstenblüte den Liebsten zu stehlen.
Kareem, so erklärte Semra, meinte er würde Zahraa nur geschwisterlich lieben und doch , so wisste Munaya, war dunkle Röte in Zahraas Gesicht gestiegen als sie sie gefragt hatte ob er ihr nah gekommen wäre.
Zweifel und Angst zogen sich um das Herz der scheuen Schneiderin.
Sicher sie wollte Zahraa nicht verletzt wissen doch auch Semra sollte nicht verletzt werden.
Semra war ihr nahe nur sie wußte alles von ihr...jede Kleinigkeit in Munayas Leben lag vertrauensvoll in Semras großer Kiste im Herzen der Heilerin versteckt.
Leise seufzend bat sie Semra sich zu gedulden, ihren Liebsten zu berühren bis er mit Ibraheem gesprochen habe. Sie verstand wie schwer es war ,ja vor allem sie verstand wie groß die Sehnsucht nach der Nähe war, dennoch war es auch ein Beweis Semra gegenüber , ein Zeichen wie viel sie ihm bedeuten würde.
Und Zahraa? Sie schürzte die Lippen unter dem hauchzarten Schleier. Nun wenn er sie nicht liebte und den Mut aufbringen würde bei Ibraheem um Semra zu bitten war es wohl Eluives Wunsch das er für sie bestimmt war.
Ein weiteres Gesicht schob sich in Munayas Gedankenwelt...Fadi der Wesir des Erhabenen. Erst letztens hatte er sie gebeten aus dem wertvollsten Leder Rüstungsteile zu fertigen die Semras Reize nur spärlich bedecken würden. Er war sogar errötet als er sie bat nichts davon weiterzugeben. Verspührte der kluge weise Mann mehr für die fleissige Heilerin als nur Freundschaft?
Oh Eluive welche verworrenen Prüfungen legst du deinen Kindern auf?
Mit sanften Worten beruhigte sie ihre Schwester und nahm ihr ein paar der Zweifel. Brachte das warme Leuchten in die Augen der gutherzigen Heilerin zurück, das sie so sehr an ihr liebte.
Nachdenklich verliess die kleine zierliche Schneiderin die Heilerstube um...
...ja um sie nur einen Tag später vor Panik weinend wieder zu stürmen.
Sie bemerkte der Esra verzerrtes Gesicht als diese ihren Namen hervorpresste. Sofort eilte sie ihr entgegen und führte sie zum Bett zurück.Löste deren Schleier und rannte laut nach Semra schreiend die Palastgänge entlang.
Tränen liefen ihr über die dunklen Wangen als sie sie zur Erhabenen führte. Semra wußte sofort was es war. Nein keine üble Krankheit auch keine Wunden waren es die die Erhabene leiden liessen...nein ES WAR ENDLICH SOWEIT!
Ja der Erstgebohrene der Safiya Omar wollte endlich hinaus einen Blick auf sein Land und sein Volk werfen.
Semras Ruhe war wieder einmal die einzige die vorhanden war. Sämtliche Pläne eigener Kinder schienen sich bei dem gepeinigten Gesichtsausdruck der Esra aus Munayas Gedächtnis zu streichen.
Hastig rannte Munaya los barfüssig und notdürftig bedeckt mit einer Toga um Khalida zu holen.
Diese folgte ihr auch sogleich ebenfalls grad so wie sie war und eilte an die Seite ihrer Erhabenen deren Hand zu ergreifen.
Munaya war übel vor Angst...was wenn es schief ging wenn der Mutter und dem Kind etwas zustiesse?
Zitternd und bangend nahm sie eine Salbe entgegen die sie der Erhabenen auf den Rücken auftrug. Kurz überlegte sie wegen der Menge entschied sich aber lieber die gesammte Salbe auf die zarte Haut aufzutragen. Je dicker umso besser würden sich sicher die Schmerzen ertragen lassen.
Und schon ging es los.
Atmen ....Ruhen....Atmen...Ruhen...Pressen!
Melonengroß sollte so ein Kind sich den Weg aus der kleinen Öffnung zwischen den Schenkeln bannen.
Etwas Melonengroßes mußte sie auspressen? Oh Eluive wie sollte das funktionoiren?
Erneut betete die zierliche junge Frau für ihre gelibte Erhabene.
Und erneut musste sie Pressen und schon war es da das Kind, das Geschenk des Lebens, der Thronfolger, Rashad Ameer.
Erleichtert sank der Kopf der Esra zurück und auch Munaya wagte aufzuatmen und blickte neugirieg auf den blutbeschmierten kleinen Schatz um gleich darauf erschreckt zu keuchen.
Semra schnappte das Kind an den Beinen und schlug auf dessen erlauchtes Hinterteil.
Entsetzt schrie sie auf"Semra! Du kannst doch nicht!" Doch die Heilrein lachte einfach nur und meinte das es so sein muß damit er atmen könne.
Tatsächlich begann der kleine empört zu Schreien...jedes Kind schrie wenn man es schlug aber was hatte dies mit atmen zu tun?
Khalida durchtennte mit einer Schere die Nabelschnur da sie ja wie sie sagte in ihrer Eile den Säbel daheim vergessen hatte. Und ein weiteres Dankgebet entliess Munayas Lippen das Eluive den Kleinen noch einmal beschützt hatte.
: ihr Blick wanderte erneut zu dem winzigen perfekten Geschöpf und ihr Herz begann liebevoll für ihn zu schlagen. Wie wunderschön er doch war wie zart...wie winzig. Verzaubert haftete ihr Blick auf Rashads Gesichtchen und dies schien selbst der Esra aufzufallen , die ihn dann in Khalidas Arme legte. Eher unbeholfen hielt die große kriegerin das kleine Geschöpf und wusste nicht recht etwas damit anzufangen. Neckend Nahm Safiya ihren Sohn aus den Kampferprobten Händen und gab ihn an Munaya. Atemlos vor Glück hielt sie ihn im Arm und erneut schlich sich der Kinderwunsch in ihre Gedanken, fegte jegliche Bedenken beiseite und schlug tiefe Wurzeln in dem Garten der ihr Herz bedeckte.
Oh ja irgendwann einmal würde sie ein eigenes kleines, perfektes Geschöff in den Armen halten.....
Und ja wirklich , sich unruhig umblickend bat Semra die junge Schneiderin um ein kleines Zweigespräch am nächsten Abend. das sie ihr nur zu gerne gewährte.
Nachdenklich kehrte sie in den Palast zurück und Erinnerungen wie sie Semra das erste Mal getroffen hatte glitten durch das Wirrwar ihrer Gedanken. Semra die aus dem Nomadenvolk der Wüste in den Palast gerufen wurde um dem Erhabenen als Leibheilerin zur Verfügung zu stehen, sie bat immer nie forderte sie. Sie gab jederzeit bereitwillig von ihren Besitztümern ab wenn es fehlte und gab Munaya immer das Gefühl wertvoll und geliebt zu sein. Ja auch Ibraheem gab ihr dieses Gefühl aber machte Liebe nicht bekanntlich blind?
Am Abend darauf besuchte Munaya die Freundin um ihr den Stein vom Herzen zu nehmen der sie so drückte.
Gespannt und neugierig lauschte sie ihr als sie von einem Mann sprach der ihr Herz so nach und nach erobert hatte.
Doch als sie seinen Namen aussprach kamen ihr Zweifel. Kareem sagte sie brächte ihr Herz zum flattern schaffte es ihr wohlige Wärme in den Bauch zu zaubern.
Kareem...Munaya hatte nichts gegen den jungen Mann der mit seiner manchmal seltsamen Art von Humor ihr tiefe Stiche versetzen konnte. Doch war nicht Zahraa in diesen verliebt?
Und da war auch schon der Stein den es zu heben galt, die Beziehung Zahraas zu Kareem. Semra machte siich schwere Vorwürfe der kleinen wilden Wüstenblüte den Liebsten zu stehlen.
Kareem, so erklärte Semra, meinte er würde Zahraa nur geschwisterlich lieben und doch , so wisste Munaya, war dunkle Röte in Zahraas Gesicht gestiegen als sie sie gefragt hatte ob er ihr nah gekommen wäre.
Zweifel und Angst zogen sich um das Herz der scheuen Schneiderin.
Sicher sie wollte Zahraa nicht verletzt wissen doch auch Semra sollte nicht verletzt werden.
Semra war ihr nahe nur sie wußte alles von ihr...jede Kleinigkeit in Munayas Leben lag vertrauensvoll in Semras großer Kiste im Herzen der Heilerin versteckt.
Leise seufzend bat sie Semra sich zu gedulden, ihren Liebsten zu berühren bis er mit Ibraheem gesprochen habe. Sie verstand wie schwer es war ,ja vor allem sie verstand wie groß die Sehnsucht nach der Nähe war, dennoch war es auch ein Beweis Semra gegenüber , ein Zeichen wie viel sie ihm bedeuten würde.
Und Zahraa? Sie schürzte die Lippen unter dem hauchzarten Schleier. Nun wenn er sie nicht liebte und den Mut aufbringen würde bei Ibraheem um Semra zu bitten war es wohl Eluives Wunsch das er für sie bestimmt war.
Ein weiteres Gesicht schob sich in Munayas Gedankenwelt...Fadi der Wesir des Erhabenen. Erst letztens hatte er sie gebeten aus dem wertvollsten Leder Rüstungsteile zu fertigen die Semras Reize nur spärlich bedecken würden. Er war sogar errötet als er sie bat nichts davon weiterzugeben. Verspührte der kluge weise Mann mehr für die fleissige Heilerin als nur Freundschaft?
Oh Eluive welche verworrenen Prüfungen legst du deinen Kindern auf?
Mit sanften Worten beruhigte sie ihre Schwester und nahm ihr ein paar der Zweifel. Brachte das warme Leuchten in die Augen der gutherzigen Heilerin zurück, das sie so sehr an ihr liebte.
Nachdenklich verliess die kleine zierliche Schneiderin die Heilerstube um...
...ja um sie nur einen Tag später vor Panik weinend wieder zu stürmen.
Sie bemerkte der Esra verzerrtes Gesicht als diese ihren Namen hervorpresste. Sofort eilte sie ihr entgegen und führte sie zum Bett zurück.Löste deren Schleier und rannte laut nach Semra schreiend die Palastgänge entlang.
Tränen liefen ihr über die dunklen Wangen als sie sie zur Erhabenen führte. Semra wußte sofort was es war. Nein keine üble Krankheit auch keine Wunden waren es die die Erhabene leiden liessen...nein ES WAR ENDLICH SOWEIT!
Ja der Erstgebohrene der Safiya Omar wollte endlich hinaus einen Blick auf sein Land und sein Volk werfen.
Semras Ruhe war wieder einmal die einzige die vorhanden war. Sämtliche Pläne eigener Kinder schienen sich bei dem gepeinigten Gesichtsausdruck der Esra aus Munayas Gedächtnis zu streichen.
Hastig rannte Munaya los barfüssig und notdürftig bedeckt mit einer Toga um Khalida zu holen.
Diese folgte ihr auch sogleich ebenfalls grad so wie sie war und eilte an die Seite ihrer Erhabenen deren Hand zu ergreifen.
Munaya war übel vor Angst...was wenn es schief ging wenn der Mutter und dem Kind etwas zustiesse?
Zitternd und bangend nahm sie eine Salbe entgegen die sie der Erhabenen auf den Rücken auftrug. Kurz überlegte sie wegen der Menge entschied sich aber lieber die gesammte Salbe auf die zarte Haut aufzutragen. Je dicker umso besser würden sich sicher die Schmerzen ertragen lassen.
Und schon ging es los.
Atmen ....Ruhen....Atmen...Ruhen...Pressen!
Melonengroß sollte so ein Kind sich den Weg aus der kleinen Öffnung zwischen den Schenkeln bannen.
Etwas Melonengroßes mußte sie auspressen? Oh Eluive wie sollte das funktionoiren?
Erneut betete die zierliche junge Frau für ihre gelibte Erhabene.
Und erneut musste sie Pressen und schon war es da das Kind, das Geschenk des Lebens, der Thronfolger, Rashad Ameer.
Erleichtert sank der Kopf der Esra zurück und auch Munaya wagte aufzuatmen und blickte neugirieg auf den blutbeschmierten kleinen Schatz um gleich darauf erschreckt zu keuchen.
Semra schnappte das Kind an den Beinen und schlug auf dessen erlauchtes Hinterteil.
Entsetzt schrie sie auf"Semra! Du kannst doch nicht!" Doch die Heilrein lachte einfach nur und meinte das es so sein muß damit er atmen könne.
Tatsächlich begann der kleine empört zu Schreien...jedes Kind schrie wenn man es schlug aber was hatte dies mit atmen zu tun?
Khalida durchtennte mit einer Schere die Nabelschnur da sie ja wie sie sagte in ihrer Eile den Säbel daheim vergessen hatte. Und ein weiteres Dankgebet entliess Munayas Lippen das Eluive den Kleinen noch einmal beschützt hatte.
: ihr Blick wanderte erneut zu dem winzigen perfekten Geschöpf und ihr Herz begann liebevoll für ihn zu schlagen. Wie wunderschön er doch war wie zart...wie winzig. Verzaubert haftete ihr Blick auf Rashads Gesichtchen und dies schien selbst der Esra aufzufallen , die ihn dann in Khalidas Arme legte. Eher unbeholfen hielt die große kriegerin das kleine Geschöpf und wusste nicht recht etwas damit anzufangen. Neckend Nahm Safiya ihren Sohn aus den Kampferprobten Händen und gab ihn an Munaya. Atemlos vor Glück hielt sie ihn im Arm und erneut schlich sich der Kinderwunsch in ihre Gedanken, fegte jegliche Bedenken beiseite und schlug tiefe Wurzeln in dem Garten der ihr Herz bedeckte.
Oh ja irgendwann einmal würde sie ein eigenes kleines, perfektes Geschöff in den Armen halten.....
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Semra Bashir
Wie auf einer Wolke schwebte Semra seit schon so vielen Wochen und ihre Liebe zu Kareem stieg von Tag zu Tag mehr. Alles entwickelte sich so wie sie es sich schon immer erträumt hatte. Die Hochzeit stand kurz bevor und Semra plante wo auch immer sie Zeit fand, denn viel Zeit blieb ihr bei ihren vielen Pflichten nicht. Ihre Hauptaufgabe und Sorge galt in diesen Zeiten Rashad Ameer. Der kleine Junge war ein kleiner Wirbelwind und hielt tagtäglich den gesamten Palast auf Trab. Immer wieder malte sie sich aus, wie es sein wird ein eigenes Kind zu haben, ein Kind von ihrem Liebsten, das schönste Geschenk Eluives.
Semras Leben verlief in sicheren Bahnen und völlig Reibungslos, und wie immer saß sie am späten Nachmittag in ihrem Labor und rührte irgendwelche neuen Kreationen zusammen. Sie stampfte Kräuter, mischte Asche mit Apfelsaft, versuchte immer wieder neue Verbindungen.
Ein starkes Gift war das Ziel ihrer Bemühungen, eine Waffe die sich der Emir schon seit langem wünschte. Bereits seit Wochen arbeitete sie nun an jenem Rezept, denn unbedingt wollte sie den Emir zufrieden stellen. Sie war sich sicher, dass sie ganz nahe dran war, nur noch eine Kleinigkeit fehlte. Etwas mehr Schwefelasche vielleicht. Ihr Onkel und Lehrmeister hat sie zwar immer wieder davor gewarnt jene Zutat zu freigiebig zu verwenden, doch ein wenig mehr würde sicherlich nicht schaden. Sie würde das Gift an einer Ratte ausprobieren und wenn diese sofort und ohne Verzögerung starb, würde sie am Ziel ihrer Arbeit sein.
So streute sie ein wenig von der Asche direkt in das, vor sich hin köchelnde, Gebräu und sofort konnte sie erkennen wie jene ihre Wirkung entfaltete, denn der Trank begann sich eigenartig dunkel zu färben.
Solch einen Effekt hatte sie noch nie beobachten können und von Neugier getrieben blickte sie direkt in die Öffnung des Kolbens.
Ein bissiger Duft stieg in ihre Nase auf, ehe sich alles um Semra zu drehen begann.
Plötzlich war es ihr nicht mehr möglich Luft zu holen, ihre Kehle war wie zugeschnürt. Sich an den Hals fassend sprang sie auf, warf ihre Bank um und eilte so schnell sie es vermochte zu der Truhe, in der sich das Gegengift befand. Sie öffnete sie, sie musste schnell handeln, denn bald würde sich der Luftmangel bemerkbar machen und sie würde das Bewusstsein verlieren. Als sie in die Truhe blickte überkam sie ein Entsetzen, welches sich kaum in Worte fassen lässt. Leer. Die Truhe war leer. Sie sank auf ihre Knie, hilflos und immer noch nach Luft ringend. Heiße Tränen bedeckten das Gesicht der jungen Menekanerin ehe sie sich daran erinnerte, dass sie erst vor einigen Tagen die Apotheken neu geordnet hatte. In ihrer Panik hatte sie das gänzlich vergessen und nun blieb ihr nichts anderes als auf jene Truhe zu blicken in der sich das Gegengift befand, ganz oben auf einem der Regale.
Sie sank gänzlich in sich zusammen, der Raum um sie herum wurde immer dunkler und inzwischen fehlte ihr gar die Kraft um sich selbst zu verfluchen.
So hatte sie sich ihr Ende nicht vorgestellt. Im hohen Alter und inmitten von Kindern und Enkelkindern wollte sie sterben. Doch Eluive hatte anderes mit ihr vor. Ein langes Leben war ihr wohl nicht vergönnt gewesen. Sie würde niemals heiraten, niemals würde sie das Mutterglück erleben. Ihre letzten Gedanken galten all den Menekanern die ihr das Leben bedeuteten. Ihrem stets zuverlässigen Freund Fadi, ihrer liebsten Freundin Munaya, welche mehr eine Schwester für sie war, ihrem Cousin Ibraheem. Es brach ihr das Herz bei dem Gedanken daran der Esra und dem Emir nicht mehr dienen zu können, und sie würde niemals den kleinen Rashad aufwachsen sehen. Schmerz durchbohrte ihre Brust als ihr bewusst wurde, dass sie niemand von ihnen je wieder sehen würde.
Semra hatte keine Angst vor dem Tode. Sie wusste mit all ihrer Überzeugung, dass Eluive sie in ihre Arme schließen würde.
Mit dem letzten fassbaren Gedanken betete sie inständig zu der Mutter sie möge ihrem Liebsten eine gute Frau schenken, die ihn glücklich machen würde, denn ihr war es nicht vergönnt und er hatte all das Glück und all die Liebe der Welt verdient.
Langsam legte sich völlige Dunkelheit über Semra, nur noch das laute Pochen ihres Herzens konnte sie vernehmen ehe sie ihr Bewusstsein gänzlich verlor.
Semras Leben verlief in sicheren Bahnen und völlig Reibungslos, und wie immer saß sie am späten Nachmittag in ihrem Labor und rührte irgendwelche neuen Kreationen zusammen. Sie stampfte Kräuter, mischte Asche mit Apfelsaft, versuchte immer wieder neue Verbindungen.
Ein starkes Gift war das Ziel ihrer Bemühungen, eine Waffe die sich der Emir schon seit langem wünschte. Bereits seit Wochen arbeitete sie nun an jenem Rezept, denn unbedingt wollte sie den Emir zufrieden stellen. Sie war sich sicher, dass sie ganz nahe dran war, nur noch eine Kleinigkeit fehlte. Etwas mehr Schwefelasche vielleicht. Ihr Onkel und Lehrmeister hat sie zwar immer wieder davor gewarnt jene Zutat zu freigiebig zu verwenden, doch ein wenig mehr würde sicherlich nicht schaden. Sie würde das Gift an einer Ratte ausprobieren und wenn diese sofort und ohne Verzögerung starb, würde sie am Ziel ihrer Arbeit sein.
So streute sie ein wenig von der Asche direkt in das, vor sich hin köchelnde, Gebräu und sofort konnte sie erkennen wie jene ihre Wirkung entfaltete, denn der Trank begann sich eigenartig dunkel zu färben.
Solch einen Effekt hatte sie noch nie beobachten können und von Neugier getrieben blickte sie direkt in die Öffnung des Kolbens.
Ein bissiger Duft stieg in ihre Nase auf, ehe sich alles um Semra zu drehen begann.
Plötzlich war es ihr nicht mehr möglich Luft zu holen, ihre Kehle war wie zugeschnürt. Sich an den Hals fassend sprang sie auf, warf ihre Bank um und eilte so schnell sie es vermochte zu der Truhe, in der sich das Gegengift befand. Sie öffnete sie, sie musste schnell handeln, denn bald würde sich der Luftmangel bemerkbar machen und sie würde das Bewusstsein verlieren. Als sie in die Truhe blickte überkam sie ein Entsetzen, welches sich kaum in Worte fassen lässt. Leer. Die Truhe war leer. Sie sank auf ihre Knie, hilflos und immer noch nach Luft ringend. Heiße Tränen bedeckten das Gesicht der jungen Menekanerin ehe sie sich daran erinnerte, dass sie erst vor einigen Tagen die Apotheken neu geordnet hatte. In ihrer Panik hatte sie das gänzlich vergessen und nun blieb ihr nichts anderes als auf jene Truhe zu blicken in der sich das Gegengift befand, ganz oben auf einem der Regale.
Sie sank gänzlich in sich zusammen, der Raum um sie herum wurde immer dunkler und inzwischen fehlte ihr gar die Kraft um sich selbst zu verfluchen.
So hatte sie sich ihr Ende nicht vorgestellt. Im hohen Alter und inmitten von Kindern und Enkelkindern wollte sie sterben. Doch Eluive hatte anderes mit ihr vor. Ein langes Leben war ihr wohl nicht vergönnt gewesen. Sie würde niemals heiraten, niemals würde sie das Mutterglück erleben. Ihre letzten Gedanken galten all den Menekanern die ihr das Leben bedeuteten. Ihrem stets zuverlässigen Freund Fadi, ihrer liebsten Freundin Munaya, welche mehr eine Schwester für sie war, ihrem Cousin Ibraheem. Es brach ihr das Herz bei dem Gedanken daran der Esra und dem Emir nicht mehr dienen zu können, und sie würde niemals den kleinen Rashad aufwachsen sehen. Schmerz durchbohrte ihre Brust als ihr bewusst wurde, dass sie niemand von ihnen je wieder sehen würde.
Semra hatte keine Angst vor dem Tode. Sie wusste mit all ihrer Überzeugung, dass Eluive sie in ihre Arme schließen würde.
Mit dem letzten fassbaren Gedanken betete sie inständig zu der Mutter sie möge ihrem Liebsten eine gute Frau schenken, die ihn glücklich machen würde, denn ihr war es nicht vergönnt und er hatte all das Glück und all die Liebe der Welt verdient.
Langsam legte sich völlige Dunkelheit über Semra, nur noch das laute Pochen ihres Herzens konnte sie vernehmen ehe sie ihr Bewusstsein gänzlich verlor.
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Kareem Yazir
Dieser Tag fing wieder gut an. Er hatte viel Zeit in der Mine zu verbringen, das wusste er. Er würde wieder viele Stunden ohne seine Liebste verbringen müssen und dafür hasste er seinen Ehrgeiz, wenn es um seine Arbeit ging. Wochenlang war er schon alleine in der Salzmine gestanden. Die Belastung und der Druck wurden nicht weniger und er hoffte sehr, dass es nicht auf seinen größten Schatz abfärbte. Er bemühte sich so sehr ihr keinen Schaden zuzufügen.
Diesen Morgen hatte er sie wieder in seinen Armen liegen und genoß jenen Augenblick intensiv. Es war unwahrscheinlich schön, wenn er ihre Wärme an sich spüren konnte. Manchmal hätte er sich auch gewünscht, dass sie den ganzen Tag einfach so dalagen, aber beide waren sie auch recht pflichtbewusste Menekaner, die mehr arbeiteten, als zu leben. Dementsprechend hatten sie auch ihre Wege gemacht, eine richtige Karriereleiter erklommen. Sie als Heilerin des Emirs - Er als Handelsbeauftragter Menek'Urs.
Wie jeden Tag, erhob er sich aus dem großen Doppelbett, wickelte sie liebevoll in ihre Decke und zog sich dann an, um sich die altgedienten Handschuhe überzustülpen, zu seiner Picke greifend, um dann direkt Richtung Salzmine zu marschieren. Er hasste sich wieder dafür, sie Stunden alleine lassen zu müssen. Natürlich würde der junge Menekaner erst wieder zu den Abendstunden auftauchen und sie wahrscheinlich schlafend im Bett vorfinden. Kareem wünschte sich einfach mehr Zeit, mehr Momente, in denen er auf sie eingehen konnte.
Als er von seiner Arbeit heimkam, wusste er gleich, dass etwas nicht stimmen konnte. Normalerweise hätte sie zu dieser Stunde nicht mehr gearbeitet, allein deswegen, weil er zu dieser Zeit doch sein Essen erwartete und sie deswegen überaus zuverlässig war. Heute nicht. Er sah, dass noch etwas oben in ihrem Gemäuer brodeln und sie ging er die Stufen hoch und mit einem Mal wurden seine Beine unheimlich schwer, das Gefühl in seinem Magen wurde unerträglich, eine böse Vorahnung machte sich breit, bis dann seine Augen das sahen, was seinen Herzschlag zum Erliegen brachte. Er schnappte nach Luft, zog die Luft tief ein, das Herz raste wieder, die Hände griffen in den Türrahmen und hielten sich dabei fest, als die Beine nachgeben wollten. Sofort eilte er zu seiner Liebsten heran und hochte an ihrem Herzen. Er kannte genaustens die Geräusche, wenn ihr sanftes Herz für ihn schlug, ob langsam, oder schnell. Diesmal war gar nichts mehr da. Es war einfach ein hohler Brustkorb. Tränen stiegen in die Augen des Menekaners und er konnte nicht anders. Wie wild schlug er mit den Knöcheln seiner rechten Faust auf den Sandboden ein. Es war für ihn leichter körperlichen Schmerz über den seelischen Schmerz zu stellen - so dachte er sich das zumindest. Als das Blut seine Finger herunterran, hörte er letztendlich auf und sah an sich herunter. Ohne sie war er ein gebrochener Mann. Sie hatte immer noch geöffnete, bernsteinfarbene Augen. Er liebte sie dafür, er liebte sie für alles. Es war an ihm, sie freizulassen, sie gehen zu lassen. So schloss er ihre Augen und legte seine Lippen an die ihren, um sie von sich zu lösen. Das Herz war in tausend Scherben zersprungen. Er ertrug diesen Anblick nicht, aber er konnte ihn auch nicht lösen. Beide Arme legte er um Semra, zog sie mit sich an die Wand zurück, lehnte mit dem Rücken daran, um sie fest zu umschließen. Er blieb einfach nur so sitzen und starrte an die gegenüberliegende Wand.
Er hasste Eluive, er hasste dieses verfluchte Land, aber vor allem, hasste er sich und seine Arbeit, weil er wieder nicht da sein konne, als ihr das Leben ausgehaucht wurde. Zorn wurde im Leid geboren.
Diesen Morgen hatte er sie wieder in seinen Armen liegen und genoß jenen Augenblick intensiv. Es war unwahrscheinlich schön, wenn er ihre Wärme an sich spüren konnte. Manchmal hätte er sich auch gewünscht, dass sie den ganzen Tag einfach so dalagen, aber beide waren sie auch recht pflichtbewusste Menekaner, die mehr arbeiteten, als zu leben. Dementsprechend hatten sie auch ihre Wege gemacht, eine richtige Karriereleiter erklommen. Sie als Heilerin des Emirs - Er als Handelsbeauftragter Menek'Urs.
Wie jeden Tag, erhob er sich aus dem großen Doppelbett, wickelte sie liebevoll in ihre Decke und zog sich dann an, um sich die altgedienten Handschuhe überzustülpen, zu seiner Picke greifend, um dann direkt Richtung Salzmine zu marschieren. Er hasste sich wieder dafür, sie Stunden alleine lassen zu müssen. Natürlich würde der junge Menekaner erst wieder zu den Abendstunden auftauchen und sie wahrscheinlich schlafend im Bett vorfinden. Kareem wünschte sich einfach mehr Zeit, mehr Momente, in denen er auf sie eingehen konnte.
Als er von seiner Arbeit heimkam, wusste er gleich, dass etwas nicht stimmen konnte. Normalerweise hätte sie zu dieser Stunde nicht mehr gearbeitet, allein deswegen, weil er zu dieser Zeit doch sein Essen erwartete und sie deswegen überaus zuverlässig war. Heute nicht. Er sah, dass noch etwas oben in ihrem Gemäuer brodeln und sie ging er die Stufen hoch und mit einem Mal wurden seine Beine unheimlich schwer, das Gefühl in seinem Magen wurde unerträglich, eine böse Vorahnung machte sich breit, bis dann seine Augen das sahen, was seinen Herzschlag zum Erliegen brachte. Er schnappte nach Luft, zog die Luft tief ein, das Herz raste wieder, die Hände griffen in den Türrahmen und hielten sich dabei fest, als die Beine nachgeben wollten. Sofort eilte er zu seiner Liebsten heran und hochte an ihrem Herzen. Er kannte genaustens die Geräusche, wenn ihr sanftes Herz für ihn schlug, ob langsam, oder schnell. Diesmal war gar nichts mehr da. Es war einfach ein hohler Brustkorb. Tränen stiegen in die Augen des Menekaners und er konnte nicht anders. Wie wild schlug er mit den Knöcheln seiner rechten Faust auf den Sandboden ein. Es war für ihn leichter körperlichen Schmerz über den seelischen Schmerz zu stellen - so dachte er sich das zumindest. Als das Blut seine Finger herunterran, hörte er letztendlich auf und sah an sich herunter. Ohne sie war er ein gebrochener Mann. Sie hatte immer noch geöffnete, bernsteinfarbene Augen. Er liebte sie dafür, er liebte sie für alles. Es war an ihm, sie freizulassen, sie gehen zu lassen. So schloss er ihre Augen und legte seine Lippen an die ihren, um sie von sich zu lösen. Das Herz war in tausend Scherben zersprungen. Er ertrug diesen Anblick nicht, aber er konnte ihn auch nicht lösen. Beide Arme legte er um Semra, zog sie mit sich an die Wand zurück, lehnte mit dem Rücken daran, um sie fest zu umschließen. Er blieb einfach nur so sitzen und starrte an die gegenüberliegende Wand.
Er hasste Eluive, er hasste dieses verfluchte Land, aber vor allem, hasste er sich und seine Arbeit, weil er wieder nicht da sein konne, als ihr das Leben ausgehaucht wurde. Zorn wurde im Leid geboren.
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Fadi Yazir
Mit Sorge im Blick betrat er den Keller des Palasts. Normalerweise herrschte hier ein reges Treiben und selbst an ruhigen Tagen war er es gewohnt Semra hier zwischen den verschiedenen Apperaturen umherschwirren zu sehen. Aber heute schienen diese Räumlichkeiten gänzlich verwaist zu sein. Ein ungewohntes, unpassendes Bild bei ihrer pflichtbewussten und aufopfernden Art. Sie würde nie ein Treffen verpassen ohne eine Verlautbarung hierfür. Der Sache wollte er nachgehen und lies sogleich nach ihr suchen. Es würde trifftige Gründe haben, das wusste er. Nachdenklich und gedankenverloren trat er vorerst den Weg nach Hause an.
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Fadi Yazir
Ein Bote bringt ein Schreiben zu Kareem.
Salam Bruder,
zutiefst haben mich die wenigen Worte mit Trauer erfüllt, die wir gestern wechseln konnten. Trotz der Umstände muss ich Dich bitten mich schnellstmöglich aufzusuchen, um von den näheren Umständen zu erfahren, da der Erhabene, wie auch Ibraheem, als Semras Oberhaupt zu benachrichtigen sind und auch die Beisetzung im Kreise der Ahnen allein ob der Hitze nicht zu lange auf sich warten lassen sollte. Suche mich noch heute hierzu auf.
Möge Eluive uns vor weiteren kaum tragbarer Verlusten bewahren.

Salam Bruder,
zutiefst haben mich die wenigen Worte mit Trauer erfüllt, die wir gestern wechseln konnten. Trotz der Umstände muss ich Dich bitten mich schnellstmöglich aufzusuchen, um von den näheren Umständen zu erfahren, da der Erhabene, wie auch Ibraheem, als Semras Oberhaupt zu benachrichtigen sind und auch die Beisetzung im Kreise der Ahnen allein ob der Hitze nicht zu lange auf sich warten lassen sollte. Suche mich noch heute hierzu auf.
Möge Eluive uns vor weiteren kaum tragbarer Verlusten bewahren.
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Fadi Yazir
Ein Bote wartet vor Ibraheems Haus auf sein Eintreffen, um ihm nachfolgendes Schreiben zu überreichen.
Salam Ibraheem aus dem Hause der Bashir,
mein Herz ist von tiefer Trauer erfüllt, da ich dir leider mitteilen muss, dass Semra aus dem Deinigen Hause zu Tode kam. Für genauere Einzelheiten muss ich dich bitten Kareem aus dem Hause der Yazir aufzusuchen, ebenso um die Beisetzung zu regeln.
Möge Eluive dich vor weiterer Trauer und Schmerz verschonen.

Statthalter Menek'Ur
Salam Ibraheem aus dem Hause der Bashir,
mein Herz ist von tiefer Trauer erfüllt, da ich dir leider mitteilen muss, dass Semra aus dem Deinigen Hause zu Tode kam. Für genauere Einzelheiten muss ich dich bitten Kareem aus dem Hause der Yazir aufzusuchen, ebenso um die Beisetzung zu regeln.
Möge Eluive dich vor weiterer Trauer und Schmerz verschonen.
Statthalter Menek'Ur
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Munaya Bashir
Ihr war so schlecht. So unglaublich übel. Hatte er gerade gesagt ihre Schwester sei tot?
Würgend saß sie im Hause des Wesiren. Sie hatte sie alleingelassen. Die einzige Person der sie alles anvertraut hatte, die alles über sie wusste war zu Eluive gegangen.
Tränen durchnässten den Schleier der jungen Schneiderin. Vermengten sich mit kleinen roten Flecken. Sie hatte es wieder getan sich auf die Unterlippe gebissen und die Haut hatte den Zähnen nachgegeben.
Warum? Warum Semra?
Ihre Übelkeit steigerte sich und Schwindel mischte sich mit ein. Es wurde schwarz um sie und sie sank in sich zusammen.
Gnädige Ohnmacht umschattete sie zwar nur für kurze Zeit bis sie ein scharfer Schmerz in die Wirklichkeit zurückholte.
Über sie gebeugt stand er da der Statthalter. Seine Augen blickten sie mit einer Mischung aus Freude und Besorgnis an.
"Munaya!" sagte er wohl froh darüber das sie wieder bei sich war.
"Semra?"fragte sie mit einem flehenden regelrecht bettelndem Ton.
Er sank zurück und schüttelte betroffen den Kopf.
"Gib sie mir zurück!Du kannst das doch du bist doch so stark so mächtig!Gib mir meine Schwester wieder!"forderte sie verzweifelt und ihre Hand umschloss erstaunlich fest das Handgelenk Fadis.
Dieser war wohl das erste Mal seit sie ihn kannte ebenso verzweifelt wie sie und beteuerte ihr gepresst das er es nicht könnte. Keiner konnte Semra zurückholen...keiner würde sie aus Eluives Garten herausreissen können.
Erneut kam die Übelkeit zurück und er hastete ihr Wasser zu bringen.
Hielt den Krug vor ihr gesicht"Trink etwas bitte "bat er sie sanft.
Ihr Blick zeigte Wut und sogar leicht boshafte Züge als sie ihm den Krug aus der Hand schlug.
"Warum tut sie das?"verlangte sie zu wissen.
"Warum lässt sie mich allein? Weiß sie denn was sie mir damit antut? Was wird aus kareem?"
Wie kleine spitze Nadeln schossen die Worte hervor.
Und er? Er lächelte. Nahm sie in den Arm und sagte ihr immer wieder das sie in den schönen Erinnerungen weiterleben würde.
Weiterleben? Und ja saß da nicht Semra ihr gegenüber auf dem Kissen?
Sie löste sich aus der Umarmung die sie trösten sollte.
"Schämt euch mein Wesir warum treibt ihr solche Scherze mit mir?"fragte sie mit wirrem Blick.
Er schien nicht zu verstehen was sie meinte. Sah er sie denn nicht? sie saß doch dort und lächelte sie neckend an.
"Da sitzt sie und ist doch voll bei uns"erwiederte sie fest. Sie deutete auf die leeren Kissen ihnen gegenüber.
"Ein grausamer Scherz den ihr mit mir getrieben habt ihr beiden!"
Und ja er schien zu lächeln und entschuldigte sich für den Scherz.
Ging dann ins Nebenzimmer um Getränke zu holen für alle drei.
"Du hast mir einen furchbaren Schrecken eingejagt liebste Freundin" sagte sie tadelnd gen Semra die noch immer auf dem leeren Kissen saß.
"Tu das nie wieder!"
Als Fadi zurückkehrte reichte er ihr einen weiteren Krug Wasser den sie nun durstig hinabrinnen ließ. Die Erfrischung hielt nur kurz an und sie sank erneut zusammen den Rest des Wassers verschüttend.
Er fing sie auf bettete sie auf den Kissen blieb bei ihr so das sie ruhig schlafen könnte.
Sie schlief geplagt von Träumen die ihr Semra nahmen. Immer und immer wieder.
"Lass mich nie allein "flüsterte sie bittend im Schlaf.
"Ich brauche dich so sehr"
Sie erwachte und blickte erneut in das abwartende Gesicht des Statthalters.
"Wie fühlst du dich Munaya?" fragte er etwas zögernd. Sie nickte und richtete sich hastig auf.
"Wo bin ich denn?"fragte sie verwirrt.
Und er erklärte ihr erneut weswegen sie bei ihm war.
"Semra?"wimmernd fragte sie nach der liebsten Freundin.
Erneut schüttelte er verneinend den Kopf.
Tränen rannen schon wieder aus den vor Trauer Goldfarbenen Augen. Diese waren bereits stark zugeschwollen und gerötet dort wo normal das Weisse klar hervorstach.
Dann bat er sie um sie wohl abzulenken um einige Kleidungsstücke in der Farbe die sie für ihn angemischt hatte.
Fast erleichtert über die Ablenkung machte sie sich daran.
Bis es soweit war zum Emir zu wandeln der heute Abend Hof halten wollte...
Würgend saß sie im Hause des Wesiren. Sie hatte sie alleingelassen. Die einzige Person der sie alles anvertraut hatte, die alles über sie wusste war zu Eluive gegangen.
Tränen durchnässten den Schleier der jungen Schneiderin. Vermengten sich mit kleinen roten Flecken. Sie hatte es wieder getan sich auf die Unterlippe gebissen und die Haut hatte den Zähnen nachgegeben.
Warum? Warum Semra?
Ihre Übelkeit steigerte sich und Schwindel mischte sich mit ein. Es wurde schwarz um sie und sie sank in sich zusammen.
Gnädige Ohnmacht umschattete sie zwar nur für kurze Zeit bis sie ein scharfer Schmerz in die Wirklichkeit zurückholte.
Über sie gebeugt stand er da der Statthalter. Seine Augen blickten sie mit einer Mischung aus Freude und Besorgnis an.
"Munaya!" sagte er wohl froh darüber das sie wieder bei sich war.
"Semra?"fragte sie mit einem flehenden regelrecht bettelndem Ton.
Er sank zurück und schüttelte betroffen den Kopf.
"Gib sie mir zurück!Du kannst das doch du bist doch so stark so mächtig!Gib mir meine Schwester wieder!"forderte sie verzweifelt und ihre Hand umschloss erstaunlich fest das Handgelenk Fadis.
Dieser war wohl das erste Mal seit sie ihn kannte ebenso verzweifelt wie sie und beteuerte ihr gepresst das er es nicht könnte. Keiner konnte Semra zurückholen...keiner würde sie aus Eluives Garten herausreissen können.
Erneut kam die Übelkeit zurück und er hastete ihr Wasser zu bringen.
Hielt den Krug vor ihr gesicht"Trink etwas bitte "bat er sie sanft.
Ihr Blick zeigte Wut und sogar leicht boshafte Züge als sie ihm den Krug aus der Hand schlug.
"Warum tut sie das?"verlangte sie zu wissen.
"Warum lässt sie mich allein? Weiß sie denn was sie mir damit antut? Was wird aus kareem?"
Wie kleine spitze Nadeln schossen die Worte hervor.
Und er? Er lächelte. Nahm sie in den Arm und sagte ihr immer wieder das sie in den schönen Erinnerungen weiterleben würde.
Weiterleben? Und ja saß da nicht Semra ihr gegenüber auf dem Kissen?
Sie löste sich aus der Umarmung die sie trösten sollte.
"Schämt euch mein Wesir warum treibt ihr solche Scherze mit mir?"fragte sie mit wirrem Blick.
Er schien nicht zu verstehen was sie meinte. Sah er sie denn nicht? sie saß doch dort und lächelte sie neckend an.
"Da sitzt sie und ist doch voll bei uns"erwiederte sie fest. Sie deutete auf die leeren Kissen ihnen gegenüber.
"Ein grausamer Scherz den ihr mit mir getrieben habt ihr beiden!"
Und ja er schien zu lächeln und entschuldigte sich für den Scherz.
Ging dann ins Nebenzimmer um Getränke zu holen für alle drei.
"Du hast mir einen furchbaren Schrecken eingejagt liebste Freundin" sagte sie tadelnd gen Semra die noch immer auf dem leeren Kissen saß.
"Tu das nie wieder!"
Als Fadi zurückkehrte reichte er ihr einen weiteren Krug Wasser den sie nun durstig hinabrinnen ließ. Die Erfrischung hielt nur kurz an und sie sank erneut zusammen den Rest des Wassers verschüttend.
Er fing sie auf bettete sie auf den Kissen blieb bei ihr so das sie ruhig schlafen könnte.
Sie schlief geplagt von Träumen die ihr Semra nahmen. Immer und immer wieder.
"Lass mich nie allein "flüsterte sie bittend im Schlaf.
"Ich brauche dich so sehr"
Sie erwachte und blickte erneut in das abwartende Gesicht des Statthalters.
"Wie fühlst du dich Munaya?" fragte er etwas zögernd. Sie nickte und richtete sich hastig auf.
"Wo bin ich denn?"fragte sie verwirrt.
Und er erklärte ihr erneut weswegen sie bei ihm war.
"Semra?"wimmernd fragte sie nach der liebsten Freundin.
Erneut schüttelte er verneinend den Kopf.
Tränen rannen schon wieder aus den vor Trauer Goldfarbenen Augen. Diese waren bereits stark zugeschwollen und gerötet dort wo normal das Weisse klar hervorstach.
Dann bat er sie um sie wohl abzulenken um einige Kleidungsstücke in der Farbe die sie für ihn angemischt hatte.
Fast erleichtert über die Ablenkung machte sie sich daran.
Bis es soweit war zum Emir zu wandeln der heute Abend Hof halten wollte...