Liebe, Ehe, Familienglück und andere Dinge
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Aalina Yazir
Wochen zogen dahin. Nichts an ihrer Einsamkeit änderte sich, außer die Nähe zu Raakin. Wenn sie an die letzten Wochen dachte, war sie froh in dieser Nacht wieder in seinen Armen zu liegen. Und sie wusste, dass sie etwas ändern sollte. Sie wollte ihrem jetzigen Kind so vieles bieten und nicht in der Erziehung geizen, was sie bei ihren beiden anderen eindeutig verpasst hatte.
Sie waren tot, sie hatten ihren Weg zu Eluive gefunden und sie wusste, Zaina würde gut auf sie aufpassen. Doch ihr Leben ging weiter und für sie als Händlerin war es zum Teil wichtig, zu sprechen.
Und der neue Morgen sollte ihren Willen zurückbringen, ihre Stimme, die so zart und schön war, wie die Sonne am weiten Horizont.
Sie waren tot, sie hatten ihren Weg zu Eluive gefunden und sie wusste, Zaina würde gut auf sie aufpassen. Doch ihr Leben ging weiter und für sie als Händlerin war es zum Teil wichtig, zu sprechen.
Und der neue Morgen sollte ihren Willen zurückbringen, ihre Stimme, die so zart und schön war, wie die Sonne am weiten Horizont.
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Aalina Yazir
Sie zog sich die Kapuze ins Gesicht. Sie wollte nicht erkannt werden, es war schon schlimm genug jedes Mal wieder die Wachen am Hintern kleben zu haben. In ihrem Zustand traute sie sich kaum mehr alleine aus dem Haus. Vielleicht war es genau deshalb besser, sich nicht so zu zeigen, wie sie es sonst tat. Man hätte meinen können, dass sie eine normale Bürgerin Gerimors war, als sie leichtfüssig über das Land schwebte.
Gerade als sie zurückfahren wollte nach Menek'Ur schien hinter ihr ein komplett verhüllter Mann Rast zu machen und vor sich hinzuzischeln. Aalina war genervt, sie hatte keine Lust auf irgendwelche Fragen und deutete den Wachen an, dass sie ihr sämtliche Neugierige vom Hals lassen sollen. Doch schien dieser Mann - nicht sichtbar als Lethar - nicht beirren zu lassen. "Ihr seid doch eine des Wüstenvolkes?" Aalina seufzte. Woher wollte er das denn wissen? Lange stand sie da und erst als Marye ihr zur Seite stand schien der Lethar aufzugeben. Aalina verschwand Marye nochmal dankend unter Deck und fuhr nach Hause.
Zuhause wollte sie aber nicht in ihre eigenen vier Wände. Stundenlang schlich sie durch die Straßen und schlich sich dann auf das Dach der Schneiderei. Ruhe. Endlich Ruhe. Sie sah über die Stadt, über den Brunnen. Und wie aus dem Nichts entpuppte sich dort eine Gestalt. Langsam, mit raschelnden Gewändern trat sie die Treppen hinab, die Person nicht aus den Augen lassend. "So spät noch auf Menek'ur?" Der Fremde erhob sich und lächelte, als er die Stimme von Aalina vernahm. Erst als sie näher trat und er nach einer bezaubernden Schneiderin, der bezauberndsten weit und breit fragte wusste sie, dass es Sarog war, der vor ihr stand.
Sie hatte ihn lange nicht mehr gesehen, fast schon aus ihren Gedanken gestrichen. Was suchte er hier? Vor allem HIER - auf Menek'Ur? Innerlich war sie aufgelöst, nervös. Und ihr nervöses Wesen trat wohl auch nach außen, oder spürte Sarog es durch ihre Haut hindurch, wie sie innerlich zitterte? Sie gingen die Straßen entlang, scherzten. Aalina lachte seit Wochen das erste Mal wieder herzhaft. Und doch war sie bedacht darauf, das sie niemand sah. Nur Munaya eilte an ihr vorbei, als sie den Weg zum Kontor eingeschlagen hatten. Sie musste Sarog von ihrem Haus wegzerren, stand er doch davor und sprach wieder in diesen Worten, die ihr gefährlich wurden. Was hieß schon gefährlich? Aber er war deutlich, er wusste, was er wollte. Und er wollte diese eine junge Menekanerin. Und das, obwohl er wusste, dass sie verheiratet war und kein Weg führte daran vorbei ihm zu sagen, dass es selbst wenn sie nicht verheiratet wäre keinerlei Chancen gab. Aber warum konnte sie ihm das nicht sagen? Warum hatte sie all das vergessen, wenn sie in diese tiefgründigen Augen sah? Aalina bekam Angst, wenn sie in seiner Nähe war. Angst, den Glauben an sich selbst zu verlieren. Sie war nicht sie selbst, wenn sie mit seiner Gestalt in Begegnung trat. Und warum hatte sie jetzt, wo er weg war wieder das Bedürfnis nach Bajard zu fahren und dort auf ihn zu warten? Es war keine Liebe, denn sie war sich noch immer sicher, dass es nur einen Mann in ihrem Herz gab und das war Raakin. Aber irgendwas richtete er mit ihren Gedanken an, was gar nicht nach ihrem Plan ging. Immer dann, wenn er vor ihr stand. Magie?
Sie stand auf ihrer Terrasse, der Wind peitschte ihr die Haare um ihr Gesicht. Sie legte die Arme um sich und starrte in die tiefe Nacht. Wo war Raakin? Sie wollte sich in seine Arme flüchten und geborgen fühlen. Sie wollte das Gefühl abstellen, diesen Drang nach Gerimor zu reisen. Sie atmete schwer durch.
"Wenn du diesen... Bauch... los hast... besuche mich!"
Aalina schlug mit ihrer Faust auf die Ballustraden ein und Blut lief den Knöchel hinab. Was bildete sich dieser Mensch eigentlich ein?
Gerade als sie zurückfahren wollte nach Menek'Ur schien hinter ihr ein komplett verhüllter Mann Rast zu machen und vor sich hinzuzischeln. Aalina war genervt, sie hatte keine Lust auf irgendwelche Fragen und deutete den Wachen an, dass sie ihr sämtliche Neugierige vom Hals lassen sollen. Doch schien dieser Mann - nicht sichtbar als Lethar - nicht beirren zu lassen. "Ihr seid doch eine des Wüstenvolkes?" Aalina seufzte. Woher wollte er das denn wissen? Lange stand sie da und erst als Marye ihr zur Seite stand schien der Lethar aufzugeben. Aalina verschwand Marye nochmal dankend unter Deck und fuhr nach Hause.
Zuhause wollte sie aber nicht in ihre eigenen vier Wände. Stundenlang schlich sie durch die Straßen und schlich sich dann auf das Dach der Schneiderei. Ruhe. Endlich Ruhe. Sie sah über die Stadt, über den Brunnen. Und wie aus dem Nichts entpuppte sich dort eine Gestalt. Langsam, mit raschelnden Gewändern trat sie die Treppen hinab, die Person nicht aus den Augen lassend. "So spät noch auf Menek'ur?" Der Fremde erhob sich und lächelte, als er die Stimme von Aalina vernahm. Erst als sie näher trat und er nach einer bezaubernden Schneiderin, der bezauberndsten weit und breit fragte wusste sie, dass es Sarog war, der vor ihr stand.
Sie hatte ihn lange nicht mehr gesehen, fast schon aus ihren Gedanken gestrichen. Was suchte er hier? Vor allem HIER - auf Menek'Ur? Innerlich war sie aufgelöst, nervös. Und ihr nervöses Wesen trat wohl auch nach außen, oder spürte Sarog es durch ihre Haut hindurch, wie sie innerlich zitterte? Sie gingen die Straßen entlang, scherzten. Aalina lachte seit Wochen das erste Mal wieder herzhaft. Und doch war sie bedacht darauf, das sie niemand sah. Nur Munaya eilte an ihr vorbei, als sie den Weg zum Kontor eingeschlagen hatten. Sie musste Sarog von ihrem Haus wegzerren, stand er doch davor und sprach wieder in diesen Worten, die ihr gefährlich wurden. Was hieß schon gefährlich? Aber er war deutlich, er wusste, was er wollte. Und er wollte diese eine junge Menekanerin. Und das, obwohl er wusste, dass sie verheiratet war und kein Weg führte daran vorbei ihm zu sagen, dass es selbst wenn sie nicht verheiratet wäre keinerlei Chancen gab. Aber warum konnte sie ihm das nicht sagen? Warum hatte sie all das vergessen, wenn sie in diese tiefgründigen Augen sah? Aalina bekam Angst, wenn sie in seiner Nähe war. Angst, den Glauben an sich selbst zu verlieren. Sie war nicht sie selbst, wenn sie mit seiner Gestalt in Begegnung trat. Und warum hatte sie jetzt, wo er weg war wieder das Bedürfnis nach Bajard zu fahren und dort auf ihn zu warten? Es war keine Liebe, denn sie war sich noch immer sicher, dass es nur einen Mann in ihrem Herz gab und das war Raakin. Aber irgendwas richtete er mit ihren Gedanken an, was gar nicht nach ihrem Plan ging. Immer dann, wenn er vor ihr stand. Magie?
Sie stand auf ihrer Terrasse, der Wind peitschte ihr die Haare um ihr Gesicht. Sie legte die Arme um sich und starrte in die tiefe Nacht. Wo war Raakin? Sie wollte sich in seine Arme flüchten und geborgen fühlen. Sie wollte das Gefühl abstellen, diesen Drang nach Gerimor zu reisen. Sie atmete schwer durch.
"Wenn du diesen... Bauch... los hast... besuche mich!"
Aalina schlug mit ihrer Faust auf die Ballustraden ein und Blut lief den Knöchel hinab. Was bildete sich dieser Mensch eigentlich ein?
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Sarog Pilyan
Diese verdammte Hitze, die ihm seine bleiche Haut ankratzte. Er hasste es ohne einen wirklichen Plan durch eine Gegend zu schreiten, die ihm mehr als suspekt war. Trotzdem wusste er um das Ziel. Er hatte sich gerade vom Hause Reikas entfernt, wollte sich nicht länger eingesperrt vorkommen, trotz der Tatsache, der er Gefühle für sie empfand. Sarog war ein Mann, er musste frei sein. Seine Leidenschaft und Freiheit waren ihm das wichtigste Gut, das er besaß und er verteidigte sie, wie er nur konnte.
Seinen Mantel hatte er abgelegt und trotzdem empfand er es mehr als schwer, sich durch die Stadt zu bewegen. Ständig hatte er das Gefühl, als würde ihn jemand hinabdrücken wollen, an seine Schultern auflehnend. Diese Hitze war ungeheuerlich und so schritt er eher langsam durch die Straßen, seinen Blick schweifen lassend. Hier gab es außergewöhnlich viele Wachen, wie er bedauerlicherweise feststellen musste. Ein Taschendieb würde hier sicher wenig Chancen haben, so brauchte sich Sarog wenigstens keine Sorgen machen, dass ihm jemand an den Goldbeutel greift.
Dann wieder diese unbeschreibliche Aura, die zarten, feinfühligen Bewegungen, die dieses Feuer in ihm entfachten. Ihm wurde heiß und kalt, die Finger verkrampften sich, als er nur schwach ihre Töne empfing. Seine Augen fuhren über den Leib und die Nasenflügel hoben sich an, als er den Duft von exotischen Blumen und Früchten aufnahm. Hätte er es nicht besser gewusst, würde er sie selbst für eine Frucht halten, die es zu schälen gilt, um danach das Fruchtfleisch zu vernaschen. Unweigerlich musste er grinsen, als er mit dem Blick über die weiche und gebräunte Haut hinwegschweifte. Die Augen weiteten sich schlagartig. Ihr Bauch war deutlich runder geworden und ganz offensichtlich ging das nicht vom vielen Essen aus. Er war sogar für einen kurzen Augenblick etwas enttäuscht, aber es sollte nicht weiter an seinen Plänen stören. So begann er wieder recht direkt mit ihr zu reden, freundlich aber eindringlich, er offenbarte sie schnell und umschmeichelte sie mit seiner Zunge, wie eine Schlange, die bald in ihr Opfer hineinbeißen würde, um sie zu lähmen und zu verspeisen. Dummerweise hatte er heute kein Gift dabei, um sie lahmzulegen. Er musste Eigeninitiative beweisen und sie dort treffen, wo sie denn empfindlich war. Sie mochte es ganz offensichtlich, wenn man ihr schmeichelte und sie umgarnte. Er musste ihr das Gefühl gebe, dass sie etwas Besonderes war und genau das war sie auch für ihn, ein Wesen, welches Reize hatte, die er bei anderen Frauen nicht fand. War es denn, das Verbotene an ihr? Das Unbekannte und Geheime lockte ihn und trotz der Tatsache, dass sie 'nur' eine Schneiderin war, reichte ihm aus.
Sarog musste zwar durch und durch den Abstand halten, doch vermochte er es, sie trotzdem zu locken, so glaubte er es zumindest von sich, denn selbstsicher war der Magier allemal. Er wollte ihr eine Art Nachricht hinterlassen, dass er doch für sie da ein würde, sollte es zu dem Fall kommen, dass sie sich nach ihm sehnen würde und laut seiner Meinung würde es sogar ganz sicher dazu kommen. Seinem Charme war sie nämlich ganz sicher schon verfallen, denn sonst wäre sie nicht so oft zu ihm auf das Festland gekommen. So viele Zufälle durfte es nicht geben. So sprach er diese Worte zu ihr aus, dass sie sich außerhalb ihrer Schwangerschaft mit ihm treffen sollte. Seine Augen funkelten sie ernst und eindringlich an und sie sollte wissen, was er stets von ihr verlangte - Sie!
Seinen Mantel hatte er abgelegt und trotzdem empfand er es mehr als schwer, sich durch die Stadt zu bewegen. Ständig hatte er das Gefühl, als würde ihn jemand hinabdrücken wollen, an seine Schultern auflehnend. Diese Hitze war ungeheuerlich und so schritt er eher langsam durch die Straßen, seinen Blick schweifen lassend. Hier gab es außergewöhnlich viele Wachen, wie er bedauerlicherweise feststellen musste. Ein Taschendieb würde hier sicher wenig Chancen haben, so brauchte sich Sarog wenigstens keine Sorgen machen, dass ihm jemand an den Goldbeutel greift.
Dann wieder diese unbeschreibliche Aura, die zarten, feinfühligen Bewegungen, die dieses Feuer in ihm entfachten. Ihm wurde heiß und kalt, die Finger verkrampften sich, als er nur schwach ihre Töne empfing. Seine Augen fuhren über den Leib und die Nasenflügel hoben sich an, als er den Duft von exotischen Blumen und Früchten aufnahm. Hätte er es nicht besser gewusst, würde er sie selbst für eine Frucht halten, die es zu schälen gilt, um danach das Fruchtfleisch zu vernaschen. Unweigerlich musste er grinsen, als er mit dem Blick über die weiche und gebräunte Haut hinwegschweifte. Die Augen weiteten sich schlagartig. Ihr Bauch war deutlich runder geworden und ganz offensichtlich ging das nicht vom vielen Essen aus. Er war sogar für einen kurzen Augenblick etwas enttäuscht, aber es sollte nicht weiter an seinen Plänen stören. So begann er wieder recht direkt mit ihr zu reden, freundlich aber eindringlich, er offenbarte sie schnell und umschmeichelte sie mit seiner Zunge, wie eine Schlange, die bald in ihr Opfer hineinbeißen würde, um sie zu lähmen und zu verspeisen. Dummerweise hatte er heute kein Gift dabei, um sie lahmzulegen. Er musste Eigeninitiative beweisen und sie dort treffen, wo sie denn empfindlich war. Sie mochte es ganz offensichtlich, wenn man ihr schmeichelte und sie umgarnte. Er musste ihr das Gefühl gebe, dass sie etwas Besonderes war und genau das war sie auch für ihn, ein Wesen, welches Reize hatte, die er bei anderen Frauen nicht fand. War es denn, das Verbotene an ihr? Das Unbekannte und Geheime lockte ihn und trotz der Tatsache, dass sie 'nur' eine Schneiderin war, reichte ihm aus.
Sarog musste zwar durch und durch den Abstand halten, doch vermochte er es, sie trotzdem zu locken, so glaubte er es zumindest von sich, denn selbstsicher war der Magier allemal. Er wollte ihr eine Art Nachricht hinterlassen, dass er doch für sie da ein würde, sollte es zu dem Fall kommen, dass sie sich nach ihm sehnen würde und laut seiner Meinung würde es sogar ganz sicher dazu kommen. Seinem Charme war sie nämlich ganz sicher schon verfallen, denn sonst wäre sie nicht so oft zu ihm auf das Festland gekommen. So viele Zufälle durfte es nicht geben. So sprach er diese Worte zu ihr aus, dass sie sich außerhalb ihrer Schwangerschaft mit ihm treffen sollte. Seine Augen funkelten sie ernst und eindringlich an und sie sollte wissen, was er stets von ihr verlangte - Sie!
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Aalina Yazir
Sie ging durch die dunklen Gassen Menek'Urs. Sie waren nur durch die Fackeln an den Wänden leicht beleuchtet. Vorsichtig schlich sich ihre Shilouette durch die drückende Hitze, die von den Pflastersteinen Menek'Urs ausging.
Sie war im Badehaus gewesen. Sie hatte einfach einen Moment für sich gebraucht, ihre Kleider ablegen müssen um ihren nackten, gebräunten Körper in das kühle Nass gleiten zu lassen. Die Türen hatte sie hinter sich verriegelt. Sie wollte einfach nur ihre Ruhe. Sie musste nachdenken. Das Wasser zog seine Bahnen um ihren Körper, wie er sich durch das kühle Nass kämpfte. Ihre Haare zog sie schwer hinter sich her. Erst nach einer Weile ließ sie sich am Rand nieder, legte ihr Haupt auf ihre Arme und seufzte laut auf.
Es dauerte etwa eine Stunde, bis sie das Bad wieder verlassen hatte. In der Hand hielt sie ein Pergament. Hörte sie da Schritte hinter sich? Das konnte nicht sein. Hier würde niemand ungesehen einfach so hereinkommen. Ihre Atmung ging nun ein wenig schneller. Sie wandte ihren Kopf zurück - nichts. "Aalina, spinn nicht rum!"
Sie setzte ihren Weg fort und da waren sie wieder - Fußschritte. Erneut drehte sie sich um. Nichts. Sie schüttelte den Kopf, rannte mit ihren nassen Haaren nach Hause.
Dort angekommen trat sie vor ihre Kommode und sah in den dort angebrachten Spiegel. Sie sah ihr Spiegelbild und es war ihr fremd. Vorsichtig nahm sie ihren kleinen Spiegel im untersten Fach der Kommode zur Hand und blickte hinein, während sie sich auf ihr Bett setzte. "Das bin nicht ich, die ich da sehe..!" flüsterte sie leise. Ihre Hand strich über das Bett, über die Stelle, an der sie normalerweise ihren Liebsten fand. Wo war er nur? Sie nahm das weiche Kissen in ihre Hand und roch daran. Es duftete nach ihm und Sehnsucht machte sich in ihr breit. Doch warum sah sie auf? Warum saß die junge Menekanerin da und ihr Blick wurde trüb und leer? Sie nahm eine Schere und kämmte ihr Haar kopfüber nach vorn, packte die unterste Sträne und schnitt sie ab. Wie lange war das Haar? Ein Schritt? Nein, fast schon länger. Sie band ein kleines Bändchen um das obere Ende, verknotete es. Langes, schwarzes Haar. Ihr absolutes Heiligtum. Sie hielt es in ihrer Hand und starrte darauf. Hastig schrieb sie ein paar Zeilen, nahm ein Tuch und tränkte es in den Ölen, nach denen sie duftete und packte alles zusammen in ein kleines Päckchen. Dann eilte sie hinab, schickte eine Wache los, ihr einen Boten zu bringen.
"Bring das nach Tirell und sage, sie sollen es einem Mann namens Sarog aushändigen!"
Schnell drückte sie dem Boten noch einen Sack voller Gold in die Hand. "Und das bitte schnell...!" Und schloss die Tür hinter sich. Ihr Herz pochte bis zum Hals und sie rutschte die Türe hinab. Was tat sie da?
Währenddessen erreichte der Bote Bajard und eilte nach Tirell, gab das kleine Bündel ab. Würde Sarog das Paket erhalten würde er darin eine kleine Kaktusblüte finden, ebenso wie die Sträne ihrer langen, schwarzen Haare, ein in Ölen getränktes Tuch und einen kleinen Zettel. "Wir werden uns wiedersehen, Sarog." Und sollte er kurz anzweifeln, von wem das Paket stammte würde er es wissen, wenn der Duft der jungen Menekanerin zu ihm durchdringen wollte. So rein und unverfälscht schien der Geruch an dem kleinen Stofffetzen zu hängen.
[img]http://img157.imageshack.us/img157/8085/lips0001kr1.jpg[/img]
Sie war im Badehaus gewesen. Sie hatte einfach einen Moment für sich gebraucht, ihre Kleider ablegen müssen um ihren nackten, gebräunten Körper in das kühle Nass gleiten zu lassen. Die Türen hatte sie hinter sich verriegelt. Sie wollte einfach nur ihre Ruhe. Sie musste nachdenken. Das Wasser zog seine Bahnen um ihren Körper, wie er sich durch das kühle Nass kämpfte. Ihre Haare zog sie schwer hinter sich her. Erst nach einer Weile ließ sie sich am Rand nieder, legte ihr Haupt auf ihre Arme und seufzte laut auf.
Es dauerte etwa eine Stunde, bis sie das Bad wieder verlassen hatte. In der Hand hielt sie ein Pergament. Hörte sie da Schritte hinter sich? Das konnte nicht sein. Hier würde niemand ungesehen einfach so hereinkommen. Ihre Atmung ging nun ein wenig schneller. Sie wandte ihren Kopf zurück - nichts. "Aalina, spinn nicht rum!"
Sie setzte ihren Weg fort und da waren sie wieder - Fußschritte. Erneut drehte sie sich um. Nichts. Sie schüttelte den Kopf, rannte mit ihren nassen Haaren nach Hause.
Dort angekommen trat sie vor ihre Kommode und sah in den dort angebrachten Spiegel. Sie sah ihr Spiegelbild und es war ihr fremd. Vorsichtig nahm sie ihren kleinen Spiegel im untersten Fach der Kommode zur Hand und blickte hinein, während sie sich auf ihr Bett setzte. "Das bin nicht ich, die ich da sehe..!" flüsterte sie leise. Ihre Hand strich über das Bett, über die Stelle, an der sie normalerweise ihren Liebsten fand. Wo war er nur? Sie nahm das weiche Kissen in ihre Hand und roch daran. Es duftete nach ihm und Sehnsucht machte sich in ihr breit. Doch warum sah sie auf? Warum saß die junge Menekanerin da und ihr Blick wurde trüb und leer? Sie nahm eine Schere und kämmte ihr Haar kopfüber nach vorn, packte die unterste Sträne und schnitt sie ab. Wie lange war das Haar? Ein Schritt? Nein, fast schon länger. Sie band ein kleines Bändchen um das obere Ende, verknotete es. Langes, schwarzes Haar. Ihr absolutes Heiligtum. Sie hielt es in ihrer Hand und starrte darauf. Hastig schrieb sie ein paar Zeilen, nahm ein Tuch und tränkte es in den Ölen, nach denen sie duftete und packte alles zusammen in ein kleines Päckchen. Dann eilte sie hinab, schickte eine Wache los, ihr einen Boten zu bringen.
"Bring das nach Tirell und sage, sie sollen es einem Mann namens Sarog aushändigen!"
Schnell drückte sie dem Boten noch einen Sack voller Gold in die Hand. "Und das bitte schnell...!" Und schloss die Tür hinter sich. Ihr Herz pochte bis zum Hals und sie rutschte die Türe hinab. Was tat sie da?
Währenddessen erreichte der Bote Bajard und eilte nach Tirell, gab das kleine Bündel ab. Würde Sarog das Paket erhalten würde er darin eine kleine Kaktusblüte finden, ebenso wie die Sträne ihrer langen, schwarzen Haare, ein in Ölen getränktes Tuch und einen kleinen Zettel. "Wir werden uns wiedersehen, Sarog." Und sollte er kurz anzweifeln, von wem das Paket stammte würde er es wissen, wenn der Duft der jungen Menekanerin zu ihm durchdringen wollte. So rein und unverfälscht schien der Geruch an dem kleinen Stofffetzen zu hängen.
[img]http://img157.imageshack.us/img157/8085/lips0001kr1.jpg[/img]
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Aalina Yazir
Menek'Ur. Nacht.
Die nackten Füße trugen sie wieder einmal durch die Straßen. In ihren Fingerspitzen kribbelte es. Sie spürte, dass er sich unmittelbar in ihrer Nähe aufhalten würde. Leise schlich sie sich um die Häuser, zwischen den Marktständen hindurch und versteckte sich in den Schatten, welche die Fackeln warfen. Die Schleppe ihres Kleides raschelte unaufhaltsam auf dem sandigen Boden. Ihre Augen suchten den Weg durch die Dunkelheit.
[img]http://tn3-2.deviantart.com/fs4/300W/i/2004/219/a/0/eyes.jpg[/img]
Menek'Ur. Schattenspiele.
Interessiert verfolgte sie ihn mit ihrem Blick, doch konnte sie seine Nase nicht verwirren. Wohl hatte er ihre Fährte längst in sich aufgenommen und sie erkannt. Aalina starrte ihn an, wie er da stand mit dem Rücken zu ihr. Und auf einmal war er weg? Sie starrte ins Nichts. Aber eben war er doch noch da gewesen? War sie nun schon soweit, dass sie Halluzinationen hatte?
Doch da spürte sie den Atem im Nacken und eine Hand, die sich ihr um den Mund schlang. Sie wollte schreien, doch konnte sie nicht. Stattdessen wurde sie in die dunkelste Gasse Menek'urs gezogen. Keine Wache weit und breit, niemand der sie auch nur hätte sehen, geschweige denn hören können. Ihr Atem ging schneller und doch kannte sie diesen Duft, seinen Duft. Angst durchflutete ihren Körper, Angst vor dem Ungewissen, Angst vor seiner Person.
Er hatte sie fest in seinem Griff. Sie hatte ihm nicht einmal in die Augen gesehen und doch war sie ihm diesen Abend näher als jemals zuvor. Dicht an ihn hatte er sie gepresst, hielt sie, als würde er sie gleich umbringen wollen. Ihre Atmung ging langsamer, vorsichtiger. Was wollte er heute von ihr? Hingabe? Nein, das würde er nicht wagen, erst recht nicht hier.
Ihre Augen starrten direkt auf die dunklen Fliesen vor sich. Egal was er tat, sie konnte sich nicht dagegen wehren und musste es über sich ergehen lassen. All die Nähe, die sie verspürte. Wollte sie das? Wollte sie das nicht? Fakt war: Sie musste gerade wollen.
"Hast du Angst vor mir?" Als ob sie Angst vor ihm hätte, pah. Nein, natürlich hatte sie keine Angst. Wie kam er nur darauf? Nicht jeder packte sie einfach so und verschleppte sie in eine dunkle Ecke. Natürlich hatte sie Angst. So sehr sich langsam ihr Vertrauen aufbaute, so unsicher war sie sich ab und an doch wieder.
[img]http://tn3-1.deviantart.com/fs9/300W/i/2006/073/f/8/dark_kiss_by_prismes.jpg[/img]
Angst. Was war das schon? Was konnte er schon über Angst sagen? Sicherlich hatte er nie in seinem Leben Angst verspürt. Wie auch immer. "Ich habe heute einen besonderen Auftrag für dich!" Balronleder. Einen Mundschutz also. Diesen sollte er bekommen. Sie versuchte die Lagen zusammenzunähen in seinem festen Griff. Manchmal hatte sie das Gefühl, als würde es ihr die Luft abschnüren und sie konzentrierte sich, damit ihr nicht schwarz vor Augen wurde. Spürte er das? Oder zog er förmlich an ihrer Energie? Aalina, bleib bei Sinnen.
Langsam lockerte er seinen Griff und gerade als sie sich umdrehen wollte, war er so schnell, wie er hinter ihr stand, auch schon wieder weg. In Luft aufgelöst. Hatte sie das alles nur geträumt? Sie fasste sich an ihren etwas schmerzenden Hals. Es war kein Traum, keine Illusion gewesen. Sarog war hier gewesen, hatte sie festgehalten um seinen Wunsch zu äußern. Musste sie vor ihm Angst haben? Hätte man ihr einen Spiegel vorgehalten hätte sie sich nicht wiedererkannt. Zwar sah sie genauso aus wie vorher, aber wie sie sich fühlte? Nicht auszudenken.
Sie blickte weiter ins Nichts. Er war weg. Sie stieß ein leises Seufzen aus. Sehnsucht? Nein. Ja. Vielleicht? Nein, das war es nicht. Oder doch? Nein. Nein das durfte es nicht einmal ansatzweise sein. Sie rieb sich über ihren Hals und ging dann eiligen Schrittes nach Hause. Und das in der Hoffnung, dass sie Raakin antreffen würde - den einzigen Mann, der es auf sagenhafte Weise ganz tief in ihr Herz geschafft hatte.
Die nackten Füße trugen sie wieder einmal durch die Straßen. In ihren Fingerspitzen kribbelte es. Sie spürte, dass er sich unmittelbar in ihrer Nähe aufhalten würde. Leise schlich sie sich um die Häuser, zwischen den Marktständen hindurch und versteckte sich in den Schatten, welche die Fackeln warfen. Die Schleppe ihres Kleides raschelte unaufhaltsam auf dem sandigen Boden. Ihre Augen suchten den Weg durch die Dunkelheit.
[img]http://tn3-2.deviantart.com/fs4/300W/i/2004/219/a/0/eyes.jpg[/img]
Menek'Ur. Schattenspiele.
Interessiert verfolgte sie ihn mit ihrem Blick, doch konnte sie seine Nase nicht verwirren. Wohl hatte er ihre Fährte längst in sich aufgenommen und sie erkannt. Aalina starrte ihn an, wie er da stand mit dem Rücken zu ihr. Und auf einmal war er weg? Sie starrte ins Nichts. Aber eben war er doch noch da gewesen? War sie nun schon soweit, dass sie Halluzinationen hatte?
Doch da spürte sie den Atem im Nacken und eine Hand, die sich ihr um den Mund schlang. Sie wollte schreien, doch konnte sie nicht. Stattdessen wurde sie in die dunkelste Gasse Menek'urs gezogen. Keine Wache weit und breit, niemand der sie auch nur hätte sehen, geschweige denn hören können. Ihr Atem ging schneller und doch kannte sie diesen Duft, seinen Duft. Angst durchflutete ihren Körper, Angst vor dem Ungewissen, Angst vor seiner Person.
Er hatte sie fest in seinem Griff. Sie hatte ihm nicht einmal in die Augen gesehen und doch war sie ihm diesen Abend näher als jemals zuvor. Dicht an ihn hatte er sie gepresst, hielt sie, als würde er sie gleich umbringen wollen. Ihre Atmung ging langsamer, vorsichtiger. Was wollte er heute von ihr? Hingabe? Nein, das würde er nicht wagen, erst recht nicht hier.
Ihre Augen starrten direkt auf die dunklen Fliesen vor sich. Egal was er tat, sie konnte sich nicht dagegen wehren und musste es über sich ergehen lassen. All die Nähe, die sie verspürte. Wollte sie das? Wollte sie das nicht? Fakt war: Sie musste gerade wollen.
"Hast du Angst vor mir?" Als ob sie Angst vor ihm hätte, pah. Nein, natürlich hatte sie keine Angst. Wie kam er nur darauf? Nicht jeder packte sie einfach so und verschleppte sie in eine dunkle Ecke. Natürlich hatte sie Angst. So sehr sich langsam ihr Vertrauen aufbaute, so unsicher war sie sich ab und an doch wieder.
[img]http://tn3-1.deviantart.com/fs9/300W/i/2006/073/f/8/dark_kiss_by_prismes.jpg[/img]
Angst. Was war das schon? Was konnte er schon über Angst sagen? Sicherlich hatte er nie in seinem Leben Angst verspürt. Wie auch immer. "Ich habe heute einen besonderen Auftrag für dich!" Balronleder. Einen Mundschutz also. Diesen sollte er bekommen. Sie versuchte die Lagen zusammenzunähen in seinem festen Griff. Manchmal hatte sie das Gefühl, als würde es ihr die Luft abschnüren und sie konzentrierte sich, damit ihr nicht schwarz vor Augen wurde. Spürte er das? Oder zog er förmlich an ihrer Energie? Aalina, bleib bei Sinnen.
Langsam lockerte er seinen Griff und gerade als sie sich umdrehen wollte, war er so schnell, wie er hinter ihr stand, auch schon wieder weg. In Luft aufgelöst. Hatte sie das alles nur geträumt? Sie fasste sich an ihren etwas schmerzenden Hals. Es war kein Traum, keine Illusion gewesen. Sarog war hier gewesen, hatte sie festgehalten um seinen Wunsch zu äußern. Musste sie vor ihm Angst haben? Hätte man ihr einen Spiegel vorgehalten hätte sie sich nicht wiedererkannt. Zwar sah sie genauso aus wie vorher, aber wie sie sich fühlte? Nicht auszudenken.
Sie blickte weiter ins Nichts. Er war weg. Sie stieß ein leises Seufzen aus. Sehnsucht? Nein. Ja. Vielleicht? Nein, das war es nicht. Oder doch? Nein. Nein das durfte es nicht einmal ansatzweise sein. Sie rieb sich über ihren Hals und ging dann eiligen Schrittes nach Hause. Und das in der Hoffnung, dass sie Raakin antreffen würde - den einzigen Mann, der es auf sagenhafte Weise ganz tief in ihr Herz geschafft hatte.
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Sarog Pilyan
Die Schritte waren schnell und majestätisch. Ein dunkler Schatten huscht von einem Gebäude zum nächsten. Er wusste immer, wo er sich im Dunkel der Nacht bewegen konnte, ohne großes Aufsehen zu erregen. Dieser Nacht wurde das Gefühl der Sehnsucht zu groß für ihn und er musste sofort seine Leidenschaft stillen. Es ging nicht darum, dass er sie mit seiner Lust verschlingen wollte, denn eigentlich, wollte er nur ein kleineres Appetithäppchen sozusagen. Dieses kleine Lamm fand er vor und begutachtete sie mit ruhigem Blick. Nun musstge er vorsichtig sein, sie durfte kein Geräusch von sich geben und es durfte auch nicht dazu kommen, dass eine Wache auf irgedwelche Weise aufmerksam wurde. Seine Gestalt verpuffte vor ihren Augen, verschmolz mit dem Schatten, sprang von hinten an ihren Rücken heran und hielt ihr dann die Hand vor den Mund. Er konnte beinahe ihre Lippen durch die Ledermaske spüren und seine Brust bebte unter der intensiven Körpernähe, die zwischen beiden Leibern bestand. Eigentlich wussten beide, dass es mehr um darum ging, als das, was er ihr wirklich erzählte, von wegen etwas aus Balronleder anfertigen, einen dämlichen Mundschutz.
Er freute sich darüber, dass sie offenbar doch noch etwas Angst vor ihm verspürte, es aber doch nicht zeigen wollte, ganz so, als wollte sie ihm ihre eigenen Schwächen nicht offenbaren. Langsam und ruhig streckte er seine Zunge heraus, schob ihr die Ledermaske mit der rechten Hand herunter und liebkoste sie eher zurückhaltend und vorsichtig. Noch wollte er diesen Augenblick nicht abbrechen lassen, trotz der späten Stunde und der enormen Gefahr, der er sich aussetzte. Leise säuselte er ihr beinahe wie eine Schlange auf Verführungsfang in ihr Ohr, er spürte, dass sich beide auf gleichen Niveau verhielten und sich ebenso nur schwer zurückhalten konnten, nicht übereinander herzufallen. Er verschwand genauso schnell, wie er gekommen war.
Daheim angekommen saß er auf seinem Bett, schlüpfte aus seinen Stiefeln und lehnte sich auf die Bettdecke zurück. Die Hände verschränkte er hinter seinem Kopf und starrte die Decke an. Er musste nur hoffen, dass sie sich weiterhin für ihn interessierte und so konnte er es weiter gehen, bis er sie schließlich nur noch an der kurzen Leine hielt. Dann würde sie ihm bedingungslos folgen und alles für ihn tun, was er ihr auftrug. Es würde ein wunderbares Schauspiel werden, weswegen er sich jetzt schon erfreut die Hände rieb. Dann schlossen sich seine Augen und er sah ihr Gesicht vor seinem geistigen Augen, in ihren samtweichen Kleid, wie sie sich grazil bewegte und wie an dem Tag, als sie sich mit den kleinen Füßen tapsend durch den Schnee bewegte und kleine Spuren hinterließ.
Er freute sich darüber, dass sie offenbar doch noch etwas Angst vor ihm verspürte, es aber doch nicht zeigen wollte, ganz so, als wollte sie ihm ihre eigenen Schwächen nicht offenbaren. Langsam und ruhig streckte er seine Zunge heraus, schob ihr die Ledermaske mit der rechten Hand herunter und liebkoste sie eher zurückhaltend und vorsichtig. Noch wollte er diesen Augenblick nicht abbrechen lassen, trotz der späten Stunde und der enormen Gefahr, der er sich aussetzte. Leise säuselte er ihr beinahe wie eine Schlange auf Verführungsfang in ihr Ohr, er spürte, dass sich beide auf gleichen Niveau verhielten und sich ebenso nur schwer zurückhalten konnten, nicht übereinander herzufallen. Er verschwand genauso schnell, wie er gekommen war.
Daheim angekommen saß er auf seinem Bett, schlüpfte aus seinen Stiefeln und lehnte sich auf die Bettdecke zurück. Die Hände verschränkte er hinter seinem Kopf und starrte die Decke an. Er musste nur hoffen, dass sie sich weiterhin für ihn interessierte und so konnte er es weiter gehen, bis er sie schließlich nur noch an der kurzen Leine hielt. Dann würde sie ihm bedingungslos folgen und alles für ihn tun, was er ihr auftrug. Es würde ein wunderbares Schauspiel werden, weswegen er sich jetzt schon erfreut die Hände rieb. Dann schlossen sich seine Augen und er sah ihr Gesicht vor seinem geistigen Augen, in ihren samtweichen Kleid, wie sie sich grazil bewegte und wie an dem Tag, als sie sich mit den kleinen Füßen tapsend durch den Schnee bewegte und kleine Spuren hinterließ.
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Aalina Yazir
Sie hatte die Mütze tief ins Gesicht gezogen, als sie an der Tür klopfte. Stille. Innen hörte sie jemanden wühlen. Und doch trat sie vorsichtig ein paar Schritte zurück. Eigentlich wollte sie weg von hier. Sie wusste nichtmal, warum sie hier war?
"Sarog." sprach sie leise, als sich die Türe öffnete. Sie sah ihn an und ihr war nach Ohnmacht. Nach dieser inneren Kälte, die sie förmlich auffressen sollte. "Aalina..."
Nachdem er sie reingebeten hatte, sah sie sich erneut in dem kleinen Zimmer um. Es hatte sich nicht viel verändert außer die Unordnung auf dem Bett. Bücher lagen darauf verstreut. Sie setzte sich auf die Bettkante des freien Bettes, nachdem Sarog sie darum gebeten hatte.
Viel Zeit war vergangen, als sie dort in dem kleinen Zimmer saß und sich mit Sarog unterhielt. Es war ihr einziges Bedürfnis - mit jemandem reden. Sie blickte ihn an, sah die dunklen, geheimnisvollen Augen. Sie holte tief Luft. "Ich will dich küssen!" Aalina starrte ihn an. Bitte was? Was hatte er da gesagt? Er wollte sie küssen? Darum ging es ihm? Aber sie sollte sich nichts vormachen, sie hätte es spätestens gestern merken sollen, als er sie fest umklammert hatte und mit seinen Lippen ihren Hals, ihr Ohr berührte. Küssen? Er? Eine verheiratete Menekanerin? Hatte er denn gar keinen Anstand? Sie war empört, innerlich. Aber irgendwas hielt sie davon ab zu gehen.
Er kniete halb vor ihr und sah sie an. Aalina wusste nicht, was sie weiter tun sollte, schnitt irgendwelche Themen an und sah in die Ferne. Sie musste langsam wieder nach Hause. Warum war sie überhaupt hergekommen? Aber sie wollte eine Antwort. Warum war er gestern so schnell gegangen?
Er beugte sich schneller zu ihr, als sie schauen konnte und sein Atem wie auch seine Lippen berührten ihre. Sie drehte ihr Haupt zur Seite und schob ihn zurück, während er seine Hand auf ihrem Schoß bettete. Auch diese wollte sie wegschieben, es war längst Zeit aufzubrechen. Doch krallte er sich in ihren Rock. Aalina zitterte innerlich. Warum machte ihr dieser Mensch auf der einen Seite so Angst? Jede Bewegung hielt er in seinem Blick gebannt. Versteckte Blicke zwischen den Beiden blieben unbekannt. "Ich mag es nicht, wenn man mit mir spielt!" Er wandte sich ab von ihr. "Du denkst ich spiele mit dir?" Was sollte sie schon für ein Spiel spielen? Sarog wusste genau, welchen Weg sie gehen musste. Obwohl er es wollte konnte sie nicht bleiben. Wie denn auch? Sie liebte einen anderen Mann, sie hatte ihre Heimat woanders. Und überhaupt: Es war nur ein Mensch.
Sie erinnerte sich kurz daran, wie sie ihm half, als er von einem Wolf angefallen wurde. Sie hatte ihm geholfen und er wollte sich dafür ausreichend bedanken. Sie hatte geglaubt, dass so etwas wie eine Freundschaft zwischen ihnen bestehen konnte, aber sein Verlangen nach ihr schien stärker zu sein. Es war ja nicht so, dass man sich als Frau nicht geschmeichelt fühlen würde.
Sie stand auf und nahm sein Doublet und auch sein Hemd vor sich. Sie sah es sich an. Immerhin konnte sie hier nicht so tatenlos rumsitzen, bevor sie wieder nach Hause fahren würde. Er stand da, mit nacktem Oberkörper. Wäre sie eine junge Frau seines Landes gewesen, wäre sie ihm womöglich schon bei der ersten Begegnung verfallen. Aber sie war nicht eine solche Frau. Sie war eine Menekanerin, jung, verheiratet. Sein Körper war schön anzusehen. Und sie vermutete, dass er das wusste. Und sie vermutete auch, das schon so manche Frauenhände diesen Körper berührt hatten. Sie hatte in ihrem Leben nur einen Mann, der ihren Körper hat berühren dürfen... Und dieser Mann war auch der einzige, der es bis zum heutigen Tage, bis zur heutigen Minute durfte. Sie schmunzelte. Ja, die Sitten waren wirklich unterschiedlich.
Sie zog ihm das Hemd über den Kopf. Sie konnte es gar nicht mit ansehen, wie er da stand, ohne Hemd. Vermutlich war ihm wirklich kalt. Und sie berührte dabei unbewusst seine Haut. Sie hatte schon so oft fremde Haut berührt, das brachte ihr Beruf einfach mit sich. Aber sie hatte es nie so wahrgenommen, wie sie es dieses Mal tat. Weich, zart, jung. Und sie stand ihm gefährlich nahe... und doch hatte sie in diesem Moment keine Angst vor ihm. Und die Antwort auf die Frage, warum er gestern einfach so ging ohne das sie ihm auch nur ein Blick schenken konnte.
"Ich wollte dich nicht in Schwierigkeiten bringen, Aalina. So, wie du es von mir verlangt hast!"
Sie ging den Weg durch den Wald nach Bajard zurück. Sarog Pilyan. Sie hoffte für ihn, er würde eines Tages eine Frau finden, die ihn zügeln und ausbremsen konnte. Die ihn fest im Griff hatte und für die er durchs Feuer gehen würde. Sie konnte es nicht sein und sie war es auch nicht. Sie war eine von vielen. Sie lächelte. Und sie schloss ihre Augen.
Sarog Pilyan. Was sollte sie nur von ihm halten? Sie waren sich so ähnlich und doch so fremd. Wäre einer von beiden in der Nähe des anderen aufgewachsen, wären sie absolut gleich. Absolut ... sie berührte kurz ihre Lippen und blickte den Seeweg zurück.
[img]http://tn3-1.deviantart.com/300W/fs7.deviantart.com/i/2005/180/6/4/Mysterious_II_by_xCrystlxDiamnDx.jpg[/img]
"Sarog." sprach sie leise, als sich die Türe öffnete. Sie sah ihn an und ihr war nach Ohnmacht. Nach dieser inneren Kälte, die sie förmlich auffressen sollte. "Aalina..."
Nachdem er sie reingebeten hatte, sah sie sich erneut in dem kleinen Zimmer um. Es hatte sich nicht viel verändert außer die Unordnung auf dem Bett. Bücher lagen darauf verstreut. Sie setzte sich auf die Bettkante des freien Bettes, nachdem Sarog sie darum gebeten hatte.
Viel Zeit war vergangen, als sie dort in dem kleinen Zimmer saß und sich mit Sarog unterhielt. Es war ihr einziges Bedürfnis - mit jemandem reden. Sie blickte ihn an, sah die dunklen, geheimnisvollen Augen. Sie holte tief Luft. "Ich will dich küssen!" Aalina starrte ihn an. Bitte was? Was hatte er da gesagt? Er wollte sie küssen? Darum ging es ihm? Aber sie sollte sich nichts vormachen, sie hätte es spätestens gestern merken sollen, als er sie fest umklammert hatte und mit seinen Lippen ihren Hals, ihr Ohr berührte. Küssen? Er? Eine verheiratete Menekanerin? Hatte er denn gar keinen Anstand? Sie war empört, innerlich. Aber irgendwas hielt sie davon ab zu gehen.
Er kniete halb vor ihr und sah sie an. Aalina wusste nicht, was sie weiter tun sollte, schnitt irgendwelche Themen an und sah in die Ferne. Sie musste langsam wieder nach Hause. Warum war sie überhaupt hergekommen? Aber sie wollte eine Antwort. Warum war er gestern so schnell gegangen?
Er beugte sich schneller zu ihr, als sie schauen konnte und sein Atem wie auch seine Lippen berührten ihre. Sie drehte ihr Haupt zur Seite und schob ihn zurück, während er seine Hand auf ihrem Schoß bettete. Auch diese wollte sie wegschieben, es war längst Zeit aufzubrechen. Doch krallte er sich in ihren Rock. Aalina zitterte innerlich. Warum machte ihr dieser Mensch auf der einen Seite so Angst? Jede Bewegung hielt er in seinem Blick gebannt. Versteckte Blicke zwischen den Beiden blieben unbekannt. "Ich mag es nicht, wenn man mit mir spielt!" Er wandte sich ab von ihr. "Du denkst ich spiele mit dir?" Was sollte sie schon für ein Spiel spielen? Sarog wusste genau, welchen Weg sie gehen musste. Obwohl er es wollte konnte sie nicht bleiben. Wie denn auch? Sie liebte einen anderen Mann, sie hatte ihre Heimat woanders. Und überhaupt: Es war nur ein Mensch.
Sie erinnerte sich kurz daran, wie sie ihm half, als er von einem Wolf angefallen wurde. Sie hatte ihm geholfen und er wollte sich dafür ausreichend bedanken. Sie hatte geglaubt, dass so etwas wie eine Freundschaft zwischen ihnen bestehen konnte, aber sein Verlangen nach ihr schien stärker zu sein. Es war ja nicht so, dass man sich als Frau nicht geschmeichelt fühlen würde.
Sie stand auf und nahm sein Doublet und auch sein Hemd vor sich. Sie sah es sich an. Immerhin konnte sie hier nicht so tatenlos rumsitzen, bevor sie wieder nach Hause fahren würde. Er stand da, mit nacktem Oberkörper. Wäre sie eine junge Frau seines Landes gewesen, wäre sie ihm womöglich schon bei der ersten Begegnung verfallen. Aber sie war nicht eine solche Frau. Sie war eine Menekanerin, jung, verheiratet. Sein Körper war schön anzusehen. Und sie vermutete, dass er das wusste. Und sie vermutete auch, das schon so manche Frauenhände diesen Körper berührt hatten. Sie hatte in ihrem Leben nur einen Mann, der ihren Körper hat berühren dürfen... Und dieser Mann war auch der einzige, der es bis zum heutigen Tage, bis zur heutigen Minute durfte. Sie schmunzelte. Ja, die Sitten waren wirklich unterschiedlich.
Sie zog ihm das Hemd über den Kopf. Sie konnte es gar nicht mit ansehen, wie er da stand, ohne Hemd. Vermutlich war ihm wirklich kalt. Und sie berührte dabei unbewusst seine Haut. Sie hatte schon so oft fremde Haut berührt, das brachte ihr Beruf einfach mit sich. Aber sie hatte es nie so wahrgenommen, wie sie es dieses Mal tat. Weich, zart, jung. Und sie stand ihm gefährlich nahe... und doch hatte sie in diesem Moment keine Angst vor ihm. Und die Antwort auf die Frage, warum er gestern einfach so ging ohne das sie ihm auch nur ein Blick schenken konnte.
"Ich wollte dich nicht in Schwierigkeiten bringen, Aalina. So, wie du es von mir verlangt hast!"
Sie ging den Weg durch den Wald nach Bajard zurück. Sarog Pilyan. Sie hoffte für ihn, er würde eines Tages eine Frau finden, die ihn zügeln und ausbremsen konnte. Die ihn fest im Griff hatte und für die er durchs Feuer gehen würde. Sie konnte es nicht sein und sie war es auch nicht. Sie war eine von vielen. Sie lächelte. Und sie schloss ihre Augen.
Sarog Pilyan. Was sollte sie nur von ihm halten? Sie waren sich so ähnlich und doch so fremd. Wäre einer von beiden in der Nähe des anderen aufgewachsen, wären sie absolut gleich. Absolut ... sie berührte kurz ihre Lippen und blickte den Seeweg zurück.
[img]http://tn3-1.deviantart.com/300W/fs7.deviantart.com/i/2005/180/6/4/Mysterious_II_by_xCrystlxDiamnDx.jpg[/img]
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Sarog Pilyan
Eigentlich hätte er nur noch seufzen können, nach allem, was sie ihm schon antun durfte. Er verhielt sich wie der letzte Narr und musste sich früher oder später zugestehen, dass es so nicht weitergehen konnte. Normalerweise hätte er sie im nächstbesten Augenblick fallen lassen, aber irgendwie, war sie nicht so, dass man sie hätte einfach loswerden können. Trotzdem, musste er wieder seinen Verstand aktivieren und sich vornehmen, sich zurückzuziehen. Sie hatten zwar ausgemacht, dass sie sich wiedersehen würden, aber eigentlich wollte das Sarog auch gar nicht mehr haben. Er würde versuchen, nicht an sie zu denken, die Haarsträhne würde trotzdem weiterhin ihren Platz unter seinem Kopfkissen haben, sicher vor fremden Finger und nahe an seinem Leib, wenn er einsam in sein Bett stieg.
Hin und her gerissen von seinen Gedanken an sie lag er auf seinem Bett, der Kopf ruhte auf den aufgemauerten Büchern und der Blick war immernoch gen Decke gerichtet. Sein Herz hatte sich beruhigt, nachdem er ihren Duft nicht mehr roch, ihren Leib nicht mehr sah und ihre angenehme Stimme nicht mehr hörte. Seine Sinne mussten sich langsam wieder sammeln und sich auf Anderes um ihn herum konzentrieren, bevor er sich nur selbst betrog. Leider hatte sie trotzdem mehr von sich zurückgelassen, als er es für möglich hielt und mit einem Mal schlug er sich das Kissen ins Gesicht, biss verbittert hinein und wollte nur noch frei lassen. Wenige Augenblicke später schlief er etwas unruhig, seine Hände waren in den Stoff des Bettlakens gekrallt. Ein wildes Durcheinander schien unter seinen Augenlidern fortzulaufen. Würde man es nicht besser wissn, könnte man glauben, dass sie ihn bis in seine Träume verfolgt hätte, um ihn zu quälen, weiterhin mit ihm zu spielen, oder auch sogar auf ihn eintretend, als hätte sie diesen kleinen Kampf gewonnen.
Am nächsten Morgen leckte sich das Raubtier die Wunden, die es von der kleinen Wüstenmaus erhalten hat. Er verband sich seine Unterarme mit dicken Bandagen, und doch, floß das Blut durch den weißen Stoff und zeigte Flecken aufkommen, an der Oberfläche der Verbände. Wie lange lag es zurück, dass er sich aus Wut seine eigenen Unterarme aufschnitt? Er konnte sich erinnern, dass es damals wegen Lythiana war, als sie sich jemand anderem hingab, als sie ihm sein Kind nahm. Bei dem Gedanken schlug er mit der Faust auf den Tisch. Das Blut schoss wieder aus seinen frischen Wunden heraus und rann durch das Weiß zu seinen Händen, wo es sich bildete und feine Flüsschen entlangzog. Nichts war ihm wichtiger, als den Orden zu stärken, neue Kinder in die Welt zu setzen, die er unterrichten konnte und nach seinem perfekten Ebenbild zu formen. Danach diese Sache mit Reika. Sie war deutlich harmonischer. Mit ihr konnte er reden und seine Unterarme ließ er auch in Ruhe. Dennoch hatte sie zu viele Männer in ihrem Leben, die sich für sie interessierten. Sarog war kein Mann, der gerne teilte, oder auch nur in Betracht hielt, dass sich seine Liebste jemand anderem hingeben konnte. Dafür war seiner Eifersucht zu enorm, die ihn in rasende Wut versetzen konnte.
Als das dumpfe und schwere Gefühl in seinen Armen nachgelassen hatte, schon er seine Finger in die Haare und saß zum Fenst hin, wo er einfach nach unten hindurchschaute. Sein Blick war konzentriert und nachdenklich und irgendwie kam es ihm vor, als wäre er plötzlich sehr einsam. Heute musste er etwas unternehmen, mal wieder seine Konzentration auf anderes lenken. Er würde sicherlich jagen gehen, seine Kreaturen gegen Monster aus den Tiefen jagen und ihnen beim Kampf zusehen. Er würde Wesen unter seinen Blitzen verenden sehen und sich die verkohlten Leichen anschauen. Er würde alles dafür geben, andere Menschen zu sehen, denen es schlechter ging, als ihm. Im Notfall musste er es selbst in die Hand nehmen, dass es dazu kam.
Hin und her gerissen von seinen Gedanken an sie lag er auf seinem Bett, der Kopf ruhte auf den aufgemauerten Büchern und der Blick war immernoch gen Decke gerichtet. Sein Herz hatte sich beruhigt, nachdem er ihren Duft nicht mehr roch, ihren Leib nicht mehr sah und ihre angenehme Stimme nicht mehr hörte. Seine Sinne mussten sich langsam wieder sammeln und sich auf Anderes um ihn herum konzentrieren, bevor er sich nur selbst betrog. Leider hatte sie trotzdem mehr von sich zurückgelassen, als er es für möglich hielt und mit einem Mal schlug er sich das Kissen ins Gesicht, biss verbittert hinein und wollte nur noch frei lassen. Wenige Augenblicke später schlief er etwas unruhig, seine Hände waren in den Stoff des Bettlakens gekrallt. Ein wildes Durcheinander schien unter seinen Augenlidern fortzulaufen. Würde man es nicht besser wissn, könnte man glauben, dass sie ihn bis in seine Träume verfolgt hätte, um ihn zu quälen, weiterhin mit ihm zu spielen, oder auch sogar auf ihn eintretend, als hätte sie diesen kleinen Kampf gewonnen.
Am nächsten Morgen leckte sich das Raubtier die Wunden, die es von der kleinen Wüstenmaus erhalten hat. Er verband sich seine Unterarme mit dicken Bandagen, und doch, floß das Blut durch den weißen Stoff und zeigte Flecken aufkommen, an der Oberfläche der Verbände. Wie lange lag es zurück, dass er sich aus Wut seine eigenen Unterarme aufschnitt? Er konnte sich erinnern, dass es damals wegen Lythiana war, als sie sich jemand anderem hingab, als sie ihm sein Kind nahm. Bei dem Gedanken schlug er mit der Faust auf den Tisch. Das Blut schoss wieder aus seinen frischen Wunden heraus und rann durch das Weiß zu seinen Händen, wo es sich bildete und feine Flüsschen entlangzog. Nichts war ihm wichtiger, als den Orden zu stärken, neue Kinder in die Welt zu setzen, die er unterrichten konnte und nach seinem perfekten Ebenbild zu formen. Danach diese Sache mit Reika. Sie war deutlich harmonischer. Mit ihr konnte er reden und seine Unterarme ließ er auch in Ruhe. Dennoch hatte sie zu viele Männer in ihrem Leben, die sich für sie interessierten. Sarog war kein Mann, der gerne teilte, oder auch nur in Betracht hielt, dass sich seine Liebste jemand anderem hingeben konnte. Dafür war seiner Eifersucht zu enorm, die ihn in rasende Wut versetzen konnte.
Als das dumpfe und schwere Gefühl in seinen Armen nachgelassen hatte, schon er seine Finger in die Haare und saß zum Fenst hin, wo er einfach nach unten hindurchschaute. Sein Blick war konzentriert und nachdenklich und irgendwie kam es ihm vor, als wäre er plötzlich sehr einsam. Heute musste er etwas unternehmen, mal wieder seine Konzentration auf anderes lenken. Er würde sicherlich jagen gehen, seine Kreaturen gegen Monster aus den Tiefen jagen und ihnen beim Kampf zusehen. Er würde Wesen unter seinen Blitzen verenden sehen und sich die verkohlten Leichen anschauen. Er würde alles dafür geben, andere Menschen zu sehen, denen es schlechter ging, als ihm. Im Notfall musste er es selbst in die Hand nehmen, dass es dazu kam.
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Aalina Yazir
Falsch. Falsch. Falsch. Es war einfach falsch noch einen weiteren Gedanken zu verschwenden. Sie schlug die Hände vor ihr Gesicht, schloss die Augen und sie drohte nahe der Ohnmacht zu sein. Schnell kletterte sie die Treppen hinauf und ließ sich auf das ungemachte Bett fallen. Ihr Haar war um sie herum verteilt, die Hände über ihrem Kopf verkreuzt. Lichtblitze durchzuckten das Bild vor ihren Augen, den schwarzen Hintergrund dieser geschlossenen Augen. Immer wieder sah sie diese schwarzen, unergründlichen Augen vor sich aufblitzen. Sie wusste, dass er irgendwann ihr Tod war. Sie öffnete die Augen, starrte an die Decke.
Sie wusste, er würde sie vielleicht erst dann in Ruhe lassen, wenn er das hatte, was er wollte. Aber was wollte er? Und vor allem: Was wollte sie? Sie war eine junge, verheiratete Menekanerin. Was trieb sie immer wieder zurück? Vermutlich würde Aalina nie erraten, dass eine dunkle Macht ihn vorantrieb. Das letzte wäre das, woran sie denken würde.
Was war sein Plan? Was hatte er mit ihr vor? AALINA. Reiß dich zusammen. Sie stand auf und rieb sich den Kopf. Diese entsetzlichen Kopfschmerzen. Sie fühlte sich, als wäre sie nicht sie selbst. Wie konnte sie auch sie selbst sein?
Sie erinnerte sich an ihre Hochzeit ... es war ein so schöner Tag. Alles war so wunderschön. Und sie war so froh, endlich das zu haben, was sie wollte. Und sie wollte es auch jetzt noch.
Und seit wann hatte Aalina überhaupt diesen Drang zum rebellischen? War sie so geworden, weil sie all ihre geliebten Menekaner um sich herum verloren hatte? Sie seufzte, während sie diese Blume in der Hand hielt und sich an ihren spitzen Dornen in die Finger stach.
... Vielleicht war es ein Zeichen ...?
Hastig riss sie sich ihre silberne Kette vom Hals, an welchem ein kleiner Anhänger hing, wickelte ihn um diese eine Blume und legte sie auf die Ablage. Sie ging nach oben, durchwühlte ihre Schubladen und fand das, was sie finden wollte. Sauber gefaltet sollte es in der kleinen Schatulle liegen. Ein kleiner Zettel wird dazwischen liegen auf dem folgendes stehen mag:

Nicht mehr, nicht weniger. Und das Paket brachte sie selbst weg. Sie fuhr nach Gerimor und legte es vor diese eine Holztür, mit der Blume, mit der Kette. Die schwarze Seide und die rote Spitze waren ein hübscher Einklang miteinander, der Duft war wohlig warm und rein wie immer. Der Duft allein stieg schon durch das verschlossene Paket, so dass es für jeden Wissenden keinerlei Absender benötigte.
[img]http://fc01.deviantart.com/fs7/i/2005/201/e/2/All_your_lies_by_littlemewhatever.png[/img]
Sie atmete gleichmässig und ruhig. Sie schlief wie ein Engel. Und selbst in ihren Träumen wurde sie verfolgt. Ob er ihr Leben wollte oder nicht wusste sie nicht. Sie konnte es nicht einmal erahnen. Und sie wünschte, sie hätte eine Erklärung dafür, warum sie sich so leer fühlte.
Sie wusste, er würde sie vielleicht erst dann in Ruhe lassen, wenn er das hatte, was er wollte. Aber was wollte er? Und vor allem: Was wollte sie? Sie war eine junge, verheiratete Menekanerin. Was trieb sie immer wieder zurück? Vermutlich würde Aalina nie erraten, dass eine dunkle Macht ihn vorantrieb. Das letzte wäre das, woran sie denken würde.
Was war sein Plan? Was hatte er mit ihr vor? AALINA. Reiß dich zusammen. Sie stand auf und rieb sich den Kopf. Diese entsetzlichen Kopfschmerzen. Sie fühlte sich, als wäre sie nicht sie selbst. Wie konnte sie auch sie selbst sein?
Sie erinnerte sich an ihre Hochzeit ... es war ein so schöner Tag. Alles war so wunderschön. Und sie war so froh, endlich das zu haben, was sie wollte. Und sie wollte es auch jetzt noch.
Und seit wann hatte Aalina überhaupt diesen Drang zum rebellischen? War sie so geworden, weil sie all ihre geliebten Menekaner um sich herum verloren hatte? Sie seufzte, während sie diese Blume in der Hand hielt und sich an ihren spitzen Dornen in die Finger stach.
... Vielleicht war es ein Zeichen ...?
Hastig riss sie sich ihre silberne Kette vom Hals, an welchem ein kleiner Anhänger hing, wickelte ihn um diese eine Blume und legte sie auf die Ablage. Sie ging nach oben, durchwühlte ihre Schubladen und fand das, was sie finden wollte. Sauber gefaltet sollte es in der kleinen Schatulle liegen. Ein kleiner Zettel wird dazwischen liegen auf dem folgendes stehen mag:
Nicht mehr, nicht weniger. Und das Paket brachte sie selbst weg. Sie fuhr nach Gerimor und legte es vor diese eine Holztür, mit der Blume, mit der Kette. Die schwarze Seide und die rote Spitze waren ein hübscher Einklang miteinander, der Duft war wohlig warm und rein wie immer. Der Duft allein stieg schon durch das verschlossene Paket, so dass es für jeden Wissenden keinerlei Absender benötigte.
[img]http://fc01.deviantart.com/fs7/i/2005/201/e/2/All_your_lies_by_littlemewhatever.png[/img]
Sie atmete gleichmässig und ruhig. Sie schlief wie ein Engel. Und selbst in ihren Träumen wurde sie verfolgt. Ob er ihr Leben wollte oder nicht wusste sie nicht. Sie konnte es nicht einmal erahnen. Und sie wünschte, sie hätte eine Erklärung dafür, warum sie sich so leer fühlte.
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Aalina Yazir
Schmerzen durchzogen ihren Unterleib. Höllische Schmerzen. "Maaahhh, verdammt!" keuchte Aalina leise vor sich hin, hielt die Hand an die Wand gepresst und atmete schwer durch. "Ich bin doch noch gar nicht soweit!" Sie schnappte nach Luft, als die Schmerzen wieder nachließen. Warum hatte sie es nur soweit kommen lassen nochmal schwanger zu werden? Nochmal durch all diese Qualen, sie konnte nicht mehr. ARRRR.
Hoffentlich war diese Schwangerschaft bald vorbei, es wurde immer unerträglicher. Vorsichtig ging sie aus dem Haus. Sie war zwar schwanger, aber nicht krank. Sie durfte nur nicht mehr gegen irgendwelche Untoten antreten, auch wenn sie noch so unter ihrer Bewegungseinschränkung litt. Sie ging die Straße zur Bank entlang, traf auf diesen Reiter, ein Mitglied der Burg Eisenwart, zumindest zeichnete ihn die Kleidung als solchen aus. Er suchte nach einer Schneiderin, schön, dass er auf eine hochschwangere Schneiderin traf. Aber sie fertigte ihm seinen Wunsch und setzte sich dann auf die Bank, ehe Tenaya sie nach Hause brachte. Voller Schmerzen legte sie sich in ihr Bett. "Ich... ich suche... Semra! Ich hab das noch nie gemacht!"
Aalina nickte. Diese höllischen Schmerzen. Atmen, Fräulein, Atmen! Noch ist es nicht soweit... NOCH nicht.
Hoffentlich war diese Schwangerschaft bald vorbei, es wurde immer unerträglicher. Vorsichtig ging sie aus dem Haus. Sie war zwar schwanger, aber nicht krank. Sie durfte nur nicht mehr gegen irgendwelche Untoten antreten, auch wenn sie noch so unter ihrer Bewegungseinschränkung litt. Sie ging die Straße zur Bank entlang, traf auf diesen Reiter, ein Mitglied der Burg Eisenwart, zumindest zeichnete ihn die Kleidung als solchen aus. Er suchte nach einer Schneiderin, schön, dass er auf eine hochschwangere Schneiderin traf. Aber sie fertigte ihm seinen Wunsch und setzte sich dann auf die Bank, ehe Tenaya sie nach Hause brachte. Voller Schmerzen legte sie sich in ihr Bett. "Ich... ich suche... Semra! Ich hab das noch nie gemacht!"
Aalina nickte. Diese höllischen Schmerzen. Atmen, Fräulein, Atmen! Noch ist es nicht soweit... NOCH nicht.
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Aalina Yazir
Die Schmerzen der jungen Menekanerin wurden mit der Zeit immer unerträglicher. Und Tenaya schien Semra auch nicht zu finden. Langsam stand sie auf, mühevoll und voller Schmerzen. Laut schrie sie auf und eilte zum Fenster, die Treppen würde sie nicht mehr hinunterkommen und Raakin würde sie bis in den Keller auch nicht hören. Sie winkte der Wache auf der Straße, er solle eine junge, fähige Menekanerin suchen und sie zu ihr bringen und das schnell. "Wie ihr wünscht, Erste der Yazir!" Und schon war er verschwunden.
Vorsichtig schlich sie sich in ihr Bett zurück, langsam, wieder Schritt für Schritt. Auf dem Weg merkte sie dann, dass es unter ihr auf einmal nass wurde. Sie blickte langsam nach unten zwischen ihre Beine. "RAAAAAAKIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN!" Sie schrie halb Menek'Ur zusammen, bis ihr Mann endlich die Treppen hinaufgeeilt kam. Er sah sie mit fragendem Blick an, als auch schon eine Hebamme und eine weitere Menekanerin die Treppen hochgestürmt kamen. Die Schmerzen wurden immer schlimmer. "Mhh..ahhhh!" Aalina japste nach Luft und Raakin sah sie mehr oder weniger etwas hilflos an. Es war seine erste Geburt, bei der er dabei sein konnte, die vorige bei Zaina hatte er verpasst. Die Hebamme trat auf Aalina zu und wollte sie etwas fragen, doch hatte sich auch diese Frage erledigt, als sie selbst in dem kleinen, nassen Fleck stand.
Die junge Menekanerin wurde auf dem Bett gebettet. Sie hatte Angst, obwohl sie das alles doch schon einmal durchgemacht hatte. Sie blickte zu Raakin, der noch immer mehr oder weniger hilflos neben ihrem Bett stand. Irgendwie war er ja schon süss anzusehen, wie er da stand und nicht wusste, was er tun sollte. Aber zu weiteren Gedanken kam sie gar nicht, da sich die nächste Wehe längst angekündigt hatte. "Hol warmes Wasser und Tücher!" Die Hebamme schickte die weitere Menekanerin, die bei ihr war, fort und blickte zu Raakin. Sie brauchte nicht fragen, ob sie verheiratet waren, das war auf Menek'Ur bekannt. Sie deutete ihm, was er zu tun habe und Raakin setzte sich hinter seine Frau aufs Bett, nahm ihren Oberkörper in seine Arme und half, so gut es ging. Schmerzverzerrt legte sie einen ihrer Arme um Raakins Arm, hielt sich daran. Die Haare klebten an dem verschwitzten Körper der jungen Menek. Sie konnte nicht mehr, wie hatte fast keine Kraft mehr und ihr Kind war noch immer nicht auf der Welt. Es fühlte sich an als würde sie jeden Moment bewusstlos werden, weil sie keine Kraft mehr hatte sich bei Bewusstsein zu halten. Raakin streichelte ihr über die Wangen und flüsterte ihr immer wieder zu, dass sie es bald geschafft hätte. Sie wollte gerade etwas sagen, als die nächste Wehe eintrat und sie erneut presste, sich in Raakins Arm festkrallte, sein Hemd zerriss. Geschwächt lies sie sich in die Laken sinken, bekam für einen Moment gar nicht mit das alles längst vorbei war. Raakin streichelte weiter zärtlich ihren Kopf, hielt tapfer ihre Hand. Auch wenn man deutlich merkte, dass auch er blasser geworden war. "Was.. ist es?" Die Hebamme lächelte auf und legte Aalina das kleine Baby in die Arme, eingewickelt in einem kleinen Tuch. Aalina lächelte sofort auf, als sie es in der Hand hielt. "Es ist ein Mädchen!"
Mit diesen Worten ließen die zwei Menekanerinnen Raakin und Aalina alleine. Sie waren soweit versorgt und hatten momentan eh nichts anderes zu tun als das Kind und sich selbst. Aalina lächelte und schmiegte sich mit dem Kind in Raakins Arme. "Eine wunderschöne Tochter...!" flüsterte Raakin Aalina ins Ohr, gab ihr einen Kuss auf die Schläfe und streichelte dem Baby über die Wange. Wie friedlich es da lag und die Augen geschlossen hatte. Jetzt waren sie wieder eine kleine Familie und es gab nichts, was Aalina gerade aus ihrem wunderschönen Moment reissen konnte, in dem sie in den Armen ihres Liebsten lag mit dem Geschenk ihrer Liebe. Aalina hatte sich für Raakin gewünscht, dass es ein Junge geworden wäre, aber allein die hübschen Gesichtszüge des Mädchens ließen sie all ihre "Sorgen" vergessen. "Wie werden wir sie nennen?" Raakin streichelte über Aalinas Schultern. Sie lächelte nur: "Nach meiner Mutter, Yasemeen." Voller Stolz sah Raakin zu seiner Frau und zu seinem Kind. "Ich kann dir gar nicht sagen wie glücklich ich bin und wie sehr ich dir danke, dass du mich erneut so glücklich machst!" Aalina lächelte und kuschelte sich erneut in seine Arme. Erst als Aalina eingeschlafen war, nahm er ihr das Kind aus der Hand und bettete es in den dafür hergerichteten Fellen direkt neben dem Bett, deckte seine Frau mit den frisch bezogenen Laken zu. Den Wachen verkündete er stolz, dass er Vater wurde und es im Hause Yazir erneut Nachwuchs gegeben hatte und trug ihnen auf, es jedem stolzen Menekaner voller Stolz zu verkünden. Erst dann stieg er lächelnd zu seiner Frau ins Bett, küsste sie kurz auf die Nasenspitze, schlang ihren Arm um sie und schlief gemeinsam mit ihr in seinen Armen ein.
Vorsichtig schlich sie sich in ihr Bett zurück, langsam, wieder Schritt für Schritt. Auf dem Weg merkte sie dann, dass es unter ihr auf einmal nass wurde. Sie blickte langsam nach unten zwischen ihre Beine. "RAAAAAAKIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN!" Sie schrie halb Menek'Ur zusammen, bis ihr Mann endlich die Treppen hinaufgeeilt kam. Er sah sie mit fragendem Blick an, als auch schon eine Hebamme und eine weitere Menekanerin die Treppen hochgestürmt kamen. Die Schmerzen wurden immer schlimmer. "Mhh..ahhhh!" Aalina japste nach Luft und Raakin sah sie mehr oder weniger etwas hilflos an. Es war seine erste Geburt, bei der er dabei sein konnte, die vorige bei Zaina hatte er verpasst. Die Hebamme trat auf Aalina zu und wollte sie etwas fragen, doch hatte sich auch diese Frage erledigt, als sie selbst in dem kleinen, nassen Fleck stand.
Die junge Menekanerin wurde auf dem Bett gebettet. Sie hatte Angst, obwohl sie das alles doch schon einmal durchgemacht hatte. Sie blickte zu Raakin, der noch immer mehr oder weniger hilflos neben ihrem Bett stand. Irgendwie war er ja schon süss anzusehen, wie er da stand und nicht wusste, was er tun sollte. Aber zu weiteren Gedanken kam sie gar nicht, da sich die nächste Wehe längst angekündigt hatte. "Hol warmes Wasser und Tücher!" Die Hebamme schickte die weitere Menekanerin, die bei ihr war, fort und blickte zu Raakin. Sie brauchte nicht fragen, ob sie verheiratet waren, das war auf Menek'Ur bekannt. Sie deutete ihm, was er zu tun habe und Raakin setzte sich hinter seine Frau aufs Bett, nahm ihren Oberkörper in seine Arme und half, so gut es ging. Schmerzverzerrt legte sie einen ihrer Arme um Raakins Arm, hielt sich daran. Die Haare klebten an dem verschwitzten Körper der jungen Menek. Sie konnte nicht mehr, wie hatte fast keine Kraft mehr und ihr Kind war noch immer nicht auf der Welt. Es fühlte sich an als würde sie jeden Moment bewusstlos werden, weil sie keine Kraft mehr hatte sich bei Bewusstsein zu halten. Raakin streichelte ihr über die Wangen und flüsterte ihr immer wieder zu, dass sie es bald geschafft hätte. Sie wollte gerade etwas sagen, als die nächste Wehe eintrat und sie erneut presste, sich in Raakins Arm festkrallte, sein Hemd zerriss. Geschwächt lies sie sich in die Laken sinken, bekam für einen Moment gar nicht mit das alles längst vorbei war. Raakin streichelte weiter zärtlich ihren Kopf, hielt tapfer ihre Hand. Auch wenn man deutlich merkte, dass auch er blasser geworden war. "Was.. ist es?" Die Hebamme lächelte auf und legte Aalina das kleine Baby in die Arme, eingewickelt in einem kleinen Tuch. Aalina lächelte sofort auf, als sie es in der Hand hielt. "Es ist ein Mädchen!"
Mit diesen Worten ließen die zwei Menekanerinnen Raakin und Aalina alleine. Sie waren soweit versorgt und hatten momentan eh nichts anderes zu tun als das Kind und sich selbst. Aalina lächelte und schmiegte sich mit dem Kind in Raakins Arme. "Eine wunderschöne Tochter...!" flüsterte Raakin Aalina ins Ohr, gab ihr einen Kuss auf die Schläfe und streichelte dem Baby über die Wange. Wie friedlich es da lag und die Augen geschlossen hatte. Jetzt waren sie wieder eine kleine Familie und es gab nichts, was Aalina gerade aus ihrem wunderschönen Moment reissen konnte, in dem sie in den Armen ihres Liebsten lag mit dem Geschenk ihrer Liebe. Aalina hatte sich für Raakin gewünscht, dass es ein Junge geworden wäre, aber allein die hübschen Gesichtszüge des Mädchens ließen sie all ihre "Sorgen" vergessen. "Wie werden wir sie nennen?" Raakin streichelte über Aalinas Schultern. Sie lächelte nur: "Nach meiner Mutter, Yasemeen." Voller Stolz sah Raakin zu seiner Frau und zu seinem Kind. "Ich kann dir gar nicht sagen wie glücklich ich bin und wie sehr ich dir danke, dass du mich erneut so glücklich machst!" Aalina lächelte und kuschelte sich erneut in seine Arme. Erst als Aalina eingeschlafen war, nahm er ihr das Kind aus der Hand und bettete es in den dafür hergerichteten Fellen direkt neben dem Bett, deckte seine Frau mit den frisch bezogenen Laken zu. Den Wachen verkündete er stolz, dass er Vater wurde und es im Hause Yazir erneut Nachwuchs gegeben hatte und trug ihnen auf, es jedem stolzen Menekaner voller Stolz zu verkünden. Erst dann stieg er lächelnd zu seiner Frau ins Bett, küsste sie kurz auf die Nasenspitze, schlang ihren Arm um sie und schlief gemeinsam mit ihr in seinen Armen ein.
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Aalina Yazir
Sie stand in Bajard. Sie kannte diese Kleidung, diese Figur, alles. Sogar das Gefühl, dass sie in genau dieser Anwesenheit von genau dieser Person hatte. Sie sah ihn an, lange, ruhig. Doch schien er sie nicht einmal zu beachten. Sonst spürte er auch, roch er, dass sie in der Nähe war. Aber heute?
Eigentlich wollte sie nur Früchte kaufen gehen, auf diese Art von Begegnung war sie nicht gefasst. Verwirrt sah sie dem Magier nach und runzelte die Stirn. So war es also, also sollte es so sein. Womöglich war es besser für sie. Sie war jung, sie war schön, sie war gerade frisch Mutter geworden und hatte nun noch viel mehr Verantwortung zu tragen. Seufzend ging sie den Weg zum Hafen entlang, die Früchte waren ihr mittlerweile egal geworden. Einzig allein ein paar Fragen huschten ihr durch den hübschen, menekanischen Kopf. Sie wusste, dass es schwer werden würde, sich von ihm fernzuhalten, aber wenn es so erwünscht wurde, würde es so geschehen.
Sie blickte noch einmal den Steg entlang und flüsterte ein leises: "Lebe wohl, Sarog!"
Eigentlich wollte sie nur Früchte kaufen gehen, auf diese Art von Begegnung war sie nicht gefasst. Verwirrt sah sie dem Magier nach und runzelte die Stirn. So war es also, also sollte es so sein. Womöglich war es besser für sie. Sie war jung, sie war schön, sie war gerade frisch Mutter geworden und hatte nun noch viel mehr Verantwortung zu tragen. Seufzend ging sie den Weg zum Hafen entlang, die Früchte waren ihr mittlerweile egal geworden. Einzig allein ein paar Fragen huschten ihr durch den hübschen, menekanischen Kopf. Sie wusste, dass es schwer werden würde, sich von ihm fernzuhalten, aber wenn es so erwünscht wurde, würde es so geschehen.
Sie blickte noch einmal den Steg entlang und flüsterte ein leises: "Lebe wohl, Sarog!"
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Sarog Pilyan
Als hätte man ihm alle Ehre und Stolz abgenommen. Der Magier war gebrochen und verletzt, fühlte sich momentan wie ein Häufchen Elend, das nur darauf wartete wieder von irgendjemandem zusammengetreten zu werden. Die Zeit in Varuna war eine Situation, die ihm im Gedächtnis blieb. Er hatte sich gerade an einigen Kreaturen abreagiert, hatte sie mit seinen Kettenblitzen bearbeitet, bis von ihnen nur noch ein qualmendes Hügelchen Asche geblieben war, das er mit einem Pusten in die Welt hinausblasen konnte. Dort kam sie dann wieder an. Er konnte sie schon spüren, bevor seine Augen ihren Körper erblickten. Geschmeidig, verdeckt und exotisch: Man hätte sie auch mit deutlich mehr Worten beschreiben können, aber jeder Mann, und manche Frau, wusste, welchen Effekt diese Frau hatte, die einfach nur unbeschreiblich in ihrem Auftreten war. Doch durfte sie ihn so nicht sehen - NICHT HEUTE! Er wusste, dass er es sich mit ihr nicht verscherzen durfte, sonst würde sie ihn loslassen, von ihm ablassen, sie dürfte nict das Gefühl haben, als sei sie ihm endlich entglitten, in gewisser Weise musste er sie am Haken behalten und weiterhin Interesse zeigen.
Er versuchte in aller Schnelle an ihr vorbeizurennen, so dass sie ihn nach Möglichkeit gar nicht erst erkennen konnte. Dabei wurde er jedoch enttäushcht, denn er wusste, dass ihre Augen auf ihm lagen. So nahm er allen Mut zusammen und schob sich an ihr vorbei, als wäre er ein anderer Mensch, als würde er sie nicht kennen, sie niemals kennengelernt haben. Eines war er sich bewusst. Er konnte es sich nicht leisten, sie zu verlieren. Er musste hoffen, dass sie es nicht missverstand...
Er versuchte in aller Schnelle an ihr vorbeizurennen, so dass sie ihn nach Möglichkeit gar nicht erst erkennen konnte. Dabei wurde er jedoch enttäushcht, denn er wusste, dass ihre Augen auf ihm lagen. So nahm er allen Mut zusammen und schob sich an ihr vorbei, als wäre er ein anderer Mensch, als würde er sie nicht kennen, sie niemals kennengelernt haben. Eines war er sich bewusst. Er konnte es sich nicht leisten, sie zu verlieren. Er musste hoffen, dass sie es nicht missverstand...
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Aalina Yazir
Mutterglück
Ihre Augen brannten. War es schon so lange her das sie ein Baby gehabt hatte? Sie war diese Anstrengung gar nicht mehr gewohnt. Ihre Augenringe saßen tief, es war nun schon die zweite Nacht in der sie nicht schlafen konnte. Das schöne Gefühl Mutter zu sein wurde doch hin und wieder von solchen Momenten getrübt, an denen sie sich nichts sehnlicher wünschte als ein paar Stunden Schlaf zu bekommen. Sie schaukelte die Kleine in den Schlaf und endlich sollte es auch ihr gegönnt sein ein paar Stunden zu schlafen.
[...] ... Ihre Haare klebten an ihrem Körper, an dem Schweiss, der ihren Körper umgab und sie rannte. Sie rannte durch dunkle Wälder und blickte immer wieder hinter sich, die Kleider wehten im Wind, ihre Haare ebenso ... hinter sich selbst blickte sie in Augen, die sie zu verfolgen schienen. Hände, die nach ihr greifen wollten ... [...]
Aalina schreckte auf. Sie hatte lange geschlafen, ihr Kind lag auch nicht mehr dort, wo es einmal war. Hastig warf sie sich ihr Nachthemd über und eilte die Treppen hinab, aber auf halbem Weg sah sie schon ihren Liebsten mit dem kleinen Kind auf dem Schoß dasitzen und spielen. Sie lehnte sich an die Wand, legte ihr Kinn auf die auf das Steingeländer gelegten Hände und sah schmunzelnd zu den beiden. Sie war froh, dass sie Raakin in ihrem Leben getroffen hatte. Er war so ein guter Mann... ihr ein und alles. Es war fast so, als habe sie noch immer diese Schmetterlinge im Bauch, die sie damals beim ersten Kuss gehabt hatte. Sie musste schmunzeln. Der erste Kuss...
Sie wusste nicht wie lange sie da gestanden hatte, auf jeden Fall spielte Raakin noch immer mit seiner kleinen Tochter. Sie hatte strahlend blaue Augen, die kleine Prinzessin. Wer konnte es ihr auch verübeln, dass sie so strahlte? Aalina hoffte ja, dass die Augen so bleiben würden, strahlend blau, wie die ihren. Vielleicht mit einem leichten Grünschimmer von Raakins Augen. Seine Augen, wie sehr sie diese liebte. Es war eine Seltenheit unter den Menekanern, dass es blaue Augen gab. Aalina liebte ihre. Und wenn sie an die Konstellation von Raakins Augen und ihren Augen dachte fing sie an zu schmunzeln. So bildhübsch würde ihre Tochter werden... wenn sie erst einmal ein wenig älter war.
Kurz verschwand der strahlende Blick aus Aalinas Augen, ihre Gedanken verfinsterten sich als sie an ihn dachte. Warum verfolgte er ihre Gedanken noch? Sie strich sich über die Stirn, die langen Gewänder hingen an ihr wie ein Sack. Sie sollte sich schleunigst figurbetontere Kleidung tragen, diese Klamotten aus der Schwangerschaft waren einfach nicht das Wahre. Seufzend ging sie leise die Treppen hinauf und wühlte in ihren Kleidern. Und wieder schweiften ihre Gedanken ab. Sie atmete tief durch und flüsterte: "Es ist Vergangenheit! Sei nicht dumm, Aalina!"
Und sie wusste nicht, dass er sich trotzdem versuchte jede Nacht zu ihr zu schleichen - in ihren dunkelsten Träumen.
Ihre Augen brannten. War es schon so lange her das sie ein Baby gehabt hatte? Sie war diese Anstrengung gar nicht mehr gewohnt. Ihre Augenringe saßen tief, es war nun schon die zweite Nacht in der sie nicht schlafen konnte. Das schöne Gefühl Mutter zu sein wurde doch hin und wieder von solchen Momenten getrübt, an denen sie sich nichts sehnlicher wünschte als ein paar Stunden Schlaf zu bekommen. Sie schaukelte die Kleine in den Schlaf und endlich sollte es auch ihr gegönnt sein ein paar Stunden zu schlafen.
[...] ... Ihre Haare klebten an ihrem Körper, an dem Schweiss, der ihren Körper umgab und sie rannte. Sie rannte durch dunkle Wälder und blickte immer wieder hinter sich, die Kleider wehten im Wind, ihre Haare ebenso ... hinter sich selbst blickte sie in Augen, die sie zu verfolgen schienen. Hände, die nach ihr greifen wollten ... [...]
Aalina schreckte auf. Sie hatte lange geschlafen, ihr Kind lag auch nicht mehr dort, wo es einmal war. Hastig warf sie sich ihr Nachthemd über und eilte die Treppen hinab, aber auf halbem Weg sah sie schon ihren Liebsten mit dem kleinen Kind auf dem Schoß dasitzen und spielen. Sie lehnte sich an die Wand, legte ihr Kinn auf die auf das Steingeländer gelegten Hände und sah schmunzelnd zu den beiden. Sie war froh, dass sie Raakin in ihrem Leben getroffen hatte. Er war so ein guter Mann... ihr ein und alles. Es war fast so, als habe sie noch immer diese Schmetterlinge im Bauch, die sie damals beim ersten Kuss gehabt hatte. Sie musste schmunzeln. Der erste Kuss...
Sie wusste nicht wie lange sie da gestanden hatte, auf jeden Fall spielte Raakin noch immer mit seiner kleinen Tochter. Sie hatte strahlend blaue Augen, die kleine Prinzessin. Wer konnte es ihr auch verübeln, dass sie so strahlte? Aalina hoffte ja, dass die Augen so bleiben würden, strahlend blau, wie die ihren. Vielleicht mit einem leichten Grünschimmer von Raakins Augen. Seine Augen, wie sehr sie diese liebte. Es war eine Seltenheit unter den Menekanern, dass es blaue Augen gab. Aalina liebte ihre. Und wenn sie an die Konstellation von Raakins Augen und ihren Augen dachte fing sie an zu schmunzeln. So bildhübsch würde ihre Tochter werden... wenn sie erst einmal ein wenig älter war.
Kurz verschwand der strahlende Blick aus Aalinas Augen, ihre Gedanken verfinsterten sich als sie an ihn dachte. Warum verfolgte er ihre Gedanken noch? Sie strich sich über die Stirn, die langen Gewänder hingen an ihr wie ein Sack. Sie sollte sich schleunigst figurbetontere Kleidung tragen, diese Klamotten aus der Schwangerschaft waren einfach nicht das Wahre. Seufzend ging sie leise die Treppen hinauf und wühlte in ihren Kleidern. Und wieder schweiften ihre Gedanken ab. Sie atmete tief durch und flüsterte: "Es ist Vergangenheit! Sei nicht dumm, Aalina!"
Und sie wusste nicht, dass er sich trotzdem versuchte jede Nacht zu ihr zu schleichen - in ihren dunkelsten Träumen.
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Sarog Pilyan
Die Kopfschmerzen dauerten Tage an. Er hatte noch immer keinen klaren Plan vor Augen. Aus irgendeinem Grund war er auch noch nicht dazu gekommen, sich genaustens mit seinen Ordensmitgliedern zu unterhalten. Er brauchte seine Ruhe, einige Momente, in denen er sich auch einfach nur an Kreaturen abreagieren konnte. Ob dies nun durch seine Hand geschah, oder durch die rasiermesserscharfen Zähne seiner beiden Dämonenhunde "Shir" und "Ash", war ihm gleich, denn zwischen den drei Wesen bestand eine solche Bindung, die es kein zweites Mal auf Gerimor und den Zwischenwelten geben sollte. Er genoß es, das Blut spritzen zu sehen, rohe Gewalt und das Bersten von Knochen. Er war zwar sicherlich nicht als Psychopath der dergleichen zu bezeichnen, aber doch mochte er es schon immer zu sehen, wenn die Macht ihre Wirkung ausübte. Als er diesen Abend in sein Bett fiel, roch er selbst nach Eisen und Blut, Asche hatte er auch an den Unterarmen hängen und dicke Augenringe hatten ihm ebenso das Gesicht verunstaltet. Dennoch war es dem sonst so eitlen Magier völlig egal. Er sank einfach nur in die Federn und schloss seine Augen. Seine Gedanken schickte er diesmal direkt in das Land der Sonne...
[...hastig, schnell, unaufhaltsam...der Atem des Wesens raste und strich über den Rücken der zierlichen, kleinen Frau, die versuchte dem Wesen zu entkommen, in dessen Augen die Gier deutlich vorherrschte. Immer wieder das schnappen der scharfen Zähne nach ihrer braungebräunten und weichen Haut, würde er sie zu fassen bekommen, wäre es vorbei für das kleine Lamm Menek'Urs und das Ungeheuer hätte einen Brocken Fleisch mehr zwischen den Zähnen, an denen er sich austoben konnte, speisen konnte, bis doch wieder der Hunger kam, von Neuem geweckt. Die kleinen Füßen würden irgendwann schwerer werden, sie wusste, dass er sie einholen würde. Es war nur eine Frage der Zeit, es würde nur etwas dauern - er würde verdammt nochmal bekommen, was er IMMER bekam. Der Blick der blauen Augen wirkte panisch und voller Angst und so sie nach vorne sah, konnte sie sehen, wie außer dem ganzen, tiefen Schwarz um sie herum, sich in der Ferne ein Licht befand. Sie wusste genau, dass sie darauf zulaufen musste, sie durfte nur nicht aufgeben, denn sonst würde sie der "Schatten" einholen und sich auf sie stürzen. In dem Licht standen zwei Gestalten. Eine größere Person, wahrscheinlich ein Mann, an der Hand führte er ein kleines Mädchen in einem Kleid. Sie beiden schienen auf die Frau zu warten, streckte ihre Hände nach ihr aus und wollte ihr helfen, konnten es aber nicht. Sie schreckten zurück. Scheinbar war ihnen die Gefahr zu groß, selbst durch die Kreatur umzukommen. Die Menekanerin hatte keine Chance mehr und scheinbar wusste das die kleine Familie. Das Licht in der Ferne erlosch, als sich der Mann herumdrehte, das Kind langsam durch eine Tür schob und selbst über die eigene Schulter sah. Zeitgleich setzte die Bestie zum Sprung an, innerhalb Bruchteile von Sekunden hatte sich die Tür gänzlich geschlossen und es war diese endlose Leere überall. Einfach nur Schwarz um sie herum, wo sie denn nur hinblickte. Dann der Biss in ihren Nacken. Warm wurde es an ihrem Rücken. War es das Blut, das ihren Rücken runterlief? War es seine Wärme, die über sie kam? Sie konnte sich bestimmt nicht sicher sein, was es war, aber es sollte ihr gut tun. Als sie ihren Kopf drehte, sah sie in die schwarzen Augen des Magiers, welche beinahe pupillenlos erschienen. Sein Blick war deutlich herrisch und besitzergreifend. Zischend kamen die Worte über seine Lippen und die weißen Zähne blitzten in der Dunkel seiner im Gesicht hängenden Haare auf: "Nun, bist du mein...Aalina". Dann fuhr die Zunge über ihre Wange und seine Hände griffen zu. Sie hatte sich ergeben...]
[...hastig, schnell, unaufhaltsam...der Atem des Wesens raste und strich über den Rücken der zierlichen, kleinen Frau, die versuchte dem Wesen zu entkommen, in dessen Augen die Gier deutlich vorherrschte. Immer wieder das schnappen der scharfen Zähne nach ihrer braungebräunten und weichen Haut, würde er sie zu fassen bekommen, wäre es vorbei für das kleine Lamm Menek'Urs und das Ungeheuer hätte einen Brocken Fleisch mehr zwischen den Zähnen, an denen er sich austoben konnte, speisen konnte, bis doch wieder der Hunger kam, von Neuem geweckt. Die kleinen Füßen würden irgendwann schwerer werden, sie wusste, dass er sie einholen würde. Es war nur eine Frage der Zeit, es würde nur etwas dauern - er würde verdammt nochmal bekommen, was er IMMER bekam. Der Blick der blauen Augen wirkte panisch und voller Angst und so sie nach vorne sah, konnte sie sehen, wie außer dem ganzen, tiefen Schwarz um sie herum, sich in der Ferne ein Licht befand. Sie wusste genau, dass sie darauf zulaufen musste, sie durfte nur nicht aufgeben, denn sonst würde sie der "Schatten" einholen und sich auf sie stürzen. In dem Licht standen zwei Gestalten. Eine größere Person, wahrscheinlich ein Mann, an der Hand führte er ein kleines Mädchen in einem Kleid. Sie beiden schienen auf die Frau zu warten, streckte ihre Hände nach ihr aus und wollte ihr helfen, konnten es aber nicht. Sie schreckten zurück. Scheinbar war ihnen die Gefahr zu groß, selbst durch die Kreatur umzukommen. Die Menekanerin hatte keine Chance mehr und scheinbar wusste das die kleine Familie. Das Licht in der Ferne erlosch, als sich der Mann herumdrehte, das Kind langsam durch eine Tür schob und selbst über die eigene Schulter sah. Zeitgleich setzte die Bestie zum Sprung an, innerhalb Bruchteile von Sekunden hatte sich die Tür gänzlich geschlossen und es war diese endlose Leere überall. Einfach nur Schwarz um sie herum, wo sie denn nur hinblickte. Dann der Biss in ihren Nacken. Warm wurde es an ihrem Rücken. War es das Blut, das ihren Rücken runterlief? War es seine Wärme, die über sie kam? Sie konnte sich bestimmt nicht sicher sein, was es war, aber es sollte ihr gut tun. Als sie ihren Kopf drehte, sah sie in die schwarzen Augen des Magiers, welche beinahe pupillenlos erschienen. Sein Blick war deutlich herrisch und besitzergreifend. Zischend kamen die Worte über seine Lippen und die weißen Zähne blitzten in der Dunkel seiner im Gesicht hängenden Haare auf: "Nun, bist du mein...Aalina". Dann fuhr die Zunge über ihre Wange und seine Hände griffen zu. Sie hatte sich ergeben...]