Die Beerdigung der Irmenlind Auenfeld

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Ian Vondran

Die Beerdigung der Irmenlind Auenfeld

Beitrag von Ian Vondran »

Gefasst trat der Gläubige auf das Ordensgelände, auf dem ihn Farion und Minumial schon erwartet hatten. Seine Rüstung hatte er noch kurzfristig poliert, den Ordensumhang, das Doublet gereinigt. Voller Mitgefühl trat er dort an, so überkam ihm die Trauer gleich nochmals als er in die trauernden Gesichter seiner Ordensbrüder und Schwestern blickte. Mirian, sie hatte sich dezent in eine weite Robe gehüllt und ihre Weiblichkeit unter den Ordensfarben verborgen. Und dennoch, sie konnte seiner ernsten Mine ein kurzes Lächeln entlocken.

Zum letzten Geleid war er dort angetreten, zum letzten Beisamensein, ehe sie zu Temora aufsteigen würde. Er gedachte seiner Ordensschwester, so wie es alle anderen des Ordens in diesen Tagen auch taten. Und doch war die Kirche erfüllt von einem angenehmen Gefühl, dass ein jeder der Brüder und Schwestern spühren konnte; >>Der Geist unserer geliebten Schwester...?<<

Ergreifend waren die Worte Farions, mitreißend doch diesmal zugleich traurig, entlockten sie doch selbst dem Paladin eine Träne in diesen Augenblicken. Ian sah gefasst, noch, durch die Reihen seiner Ordensgläubigen und erkannte in deren Gesichtern wahrhaftes Mitgefühl, Züge geprägt von Trauer und Mitleid. Er spührte die unendliche Liebe Seiner, die Irmenlind erfahren durfte, auf dem letzten gemeinsamen Weg, war sie doch nun bald Temora am Nächsten von allen. In Gedenken und Gedanken an jene Schwester überkam ihm ein schwerer Seuftzer, welchem ihm Tränen in die Augen zwangen,derer er sich jedoch nicht zu wehren vermochte. Und das wollte er auch nicht, waren die Worte seines Mentors doch zu ergreifend in diesem Moment, die Trauer zu schmerzend, der Verlust doch so groß.

(ein Teil des Textes entfernt)

Es war nun auch Zeit für seine letzten Worte an die Ordensschwester nachdem Farion seine Phrasen vor den Anwesenden gesprochen hatte und jene sich gebührend verabschiedet hatten. Alleine beinahe, stand er nun dort vor dem Sarg und beugte sich vor, jenem nahe. Schwer fielen ihm die Worte, war doch sein Hals und Mund ausgetrocknet und seine Trauer vorerst zu groß um auch nur ein Wort zu sprechen. Seine Rechte postierte er etwa auf der Mitte des Sages, das Netz aus Tränen auf seinen Zügen dem Reißen nahe...

>>Irmenlind, geliebte Schwester, mitfühlend, kümmernde Seele Temoras, so sollen meine letzten Worte dein Gehör erreichen, deine Seele berühren, auf dass ich dir in Erinnerung bleibe, auf das Versprechen hin, dass ich dich niemals vergessen werde. Ich danke dir für deine liebevolle Art, deine aufmunternden Phrasen in Tagen der Trauer und Verzweiflung. Meine Liebe möchte ich dir auf deinem Weg mitgeben, die Liebe zu einer Schwester, die Liebe zu einer Freundin.
Eine letzte Bitte habe ich an dich, ein letztes Mal stehe mir bei im Angesicht der Temora unser beider, ja unser aller Hoffnungsträgerin... halte wachsam dein Aug' auf meinen Brüdern und Schwestern, sei ihnen Nahe in der Not, lass sie deine ewige Liebe, Temoras Liebe spühren, auf dass ihnen ein Heil wiederfahren wird, welches ihren Weg ebnet. So sei dies ein Wort des Abschieds, wenn gleich ein Wiedersehen gar nicht fern liegen will.... so werden wir uns wiedersehen, geliebte Schwester. Möge Temora mit dir sein... allezeit...<<
Zuletzt geändert von Ian Vondran am Sonntag 11. Februar 2007, 19:35, insgesamt 1-mal geändert.
Ian Vondran

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