In schöner gutbürgerlicher Kleidung schritt die Frau, die man auf Burg Eisenwart Loreen Verschoor nannte nach Varuna.
Es war eigentlich normale betriebsamkeit, lediglich ab und an redeten die Leute von Wasser und Gift.. Die Aushänge nochmals lesend schritt sie durch die Stadt.
Zuerst suchte sie sich das Armenviertel aus, wo sie einen ältlichen Manne und eine Gardistin erblickte, die sich darüber unterhielten. Sie gesellte sich schlicht hinzu.
Das Gespräch wurde lang und für Wijay äußerst amüsant. Es war immer interessant wie es die fanatischen Anhänger Temoras scafften, sich in Widersprüche sondergleichen zu erwickeln. Doch sie genoss es förmlich. Keine Wut, kein Hass, nur Amüsiertheit über die Engstirnigkeit mancher Leute.
Dann begann der eigentliche Teil ihres Planes. Zuerst traf sie einen wohl in Varuna fremden. Und er war der erste, dem sie ihre Geschichte einredete.
"Trinkt das Wasser aus dem Brunnen nicht. Es ist vergiftet
Im Kastell wird Wasser fürs Volk ausgegeben, der Graf kümmert sich um sein Volk.
Es geht allerdings das Gerücht, der Graf hat selbst veranlasst, den Brunnen zu vergiften. Ich habe diesen und jenen darüber reden hören.
Das tut er um das Vertrauen seines Volkes zu bekommen. Kein Wunder dass der Täter noch nicht ausgeforscht wurde. Es ist vielleicht gar der Graf selbst, oder einer seiner Lakaien.
Es würde mich nicht wundern, sonst hätte man doch schon längst was unternommen, ihn zu entgiften.
Nachvollziehbar ist es, ein Volk, welches die Güte des Grafen preist erweist sich als willig. Und ein williges Volk heißt, willige Soldaten.
Seid vorsichtig und warnt am besten schon mal alle vor, die Ihr kennt. Ich glaube nicht, dass man jedem hier trauen kann."
Und so marschierte sie durch das Armenviertel, nun ihrerseits (und auf eigene Faust handelnd) Gerüchte aussäend, um die Moral des Volkes zu schwächen, den Versuch zu unternehmen, das Vertrauen zur Herrschaft Varunas zu mindern.
Viel Hoffnung machte sich Loreen gewiss nicht, dass ihr Plan aufgehen würde, doch letzten Endes könnte es auch klappen. Und so sprach sie einen labil wirkenden Bürger nach dem Anderen an.[/i]
Anschlag auf Varuna - Brunnenvergiftung
- Liliana van Drachenfels
- Beiträge: 723
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Lili hörte schon bald die Gerüchte, die aufkamen. Sie wußte daß das natürlich alles vollkommener Blödsinn war. Zumal war es einfach viel zu offensichtlich. Sie wußte selber von ihren Bemühungen und den Bemühungen vieler anderer die Bedrohung von den Bürgern fern zu halten. Der Vorwurf der Graf selber hätte das Wasser vergiften lassen war einfach lachhaft. Sicher hatten die selben, die das Wasser vergiftet hatten oder es vergiften ließen, dieses Gerücht in die Welt gesetzt. Dies war einfach nur offensichtlich und so lief sie durchs Armenviertel und versuchte diesen Gerüchten entgegen zu treten.
"Sie wollen nur daß ihr vom vergifteten Wasser trinkt, vertraut dem Grafen, der Garde und vertraut mir, ich habe das Wasser aus allen Brunnen untersucht", rief sie. So versuchte sie den Bürgern Vertrauen einzuflössen. Im ganzen Armenviertel sprach sie so zu den Bürgern und hielt Ausschau nach Leuten die die Bürger aufstachelten.
"Sie wollen nur daß ihr vom vergifteten Wasser trinkt, vertraut dem Grafen, der Garde und vertraut mir, ich habe das Wasser aus allen Brunnen untersucht", rief sie. So versuchte sie den Bürgern Vertrauen einzuflössen. Im ganzen Armenviertel sprach sie so zu den Bürgern und hielt Ausschau nach Leuten die die Bürger aufstachelten.
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Leana Leador
Nach so langer Zeit legten sich die Gerüchte.
Doch am Umstand änderte sich wenig. Wer war nicht alles bei ihr gewesen und hatte sich beklagt. Eine Anlaufstelle für große und kleine Sorgen war die gemütliche Stube geworden. Als Verlobte eines Ratsmitgliedes war es keinesfalls einfach sich immer zu geben wie es erwartet wurde. Doch was sollte sie den Leuten sagen? Sie selbst war nicht im Bilde. Wusste nicht wer nun für die Sicherheit der Bürger sorgte. In der Stadt vernahm man das gar der Graf selbst seine Hand im Spiel hatte. Politische Hintergründe, ein gebrochenes Volk feiert seinen Erlöser. Doch glauben, glauben konnte sie es nicht. Erst die gütige Lady eine Hexe, nun der Graf ein Giftmischer. Was waren das nur für Zeiten?
Ob die Beiden gar... Nein! Daran durfte sie nicht einmal denken.
Zweifel durchzogen das katzenhafte Gesicht während die grünen Augen besorgt über die Warnschilder glitten. Hier sollte der Markt stattfinden? Ganz sicher würde sie ihre Waren in naher Zukunft nicht her schleppen. Sollten andere sich der Gefahr aussetzen. Entschlossen drehte sie sich um und machte kehrt. Wie so oft die Tage besuchte sie einen alten Freund. Denn dort, war die Welt noch in Ordnung.
Der Graf selbst.. pah!
Noch immer Kopfschüttelnd ging sie weiter und hatte die Stadt bald hinter sich gelassen.
Doch am Umstand änderte sich wenig. Wer war nicht alles bei ihr gewesen und hatte sich beklagt. Eine Anlaufstelle für große und kleine Sorgen war die gemütliche Stube geworden. Als Verlobte eines Ratsmitgliedes war es keinesfalls einfach sich immer zu geben wie es erwartet wurde. Doch was sollte sie den Leuten sagen? Sie selbst war nicht im Bilde. Wusste nicht wer nun für die Sicherheit der Bürger sorgte. In der Stadt vernahm man das gar der Graf selbst seine Hand im Spiel hatte. Politische Hintergründe, ein gebrochenes Volk feiert seinen Erlöser. Doch glauben, glauben konnte sie es nicht. Erst die gütige Lady eine Hexe, nun der Graf ein Giftmischer. Was waren das nur für Zeiten?
Ob die Beiden gar... Nein! Daran durfte sie nicht einmal denken.
Zweifel durchzogen das katzenhafte Gesicht während die grünen Augen besorgt über die Warnschilder glitten. Hier sollte der Markt stattfinden? Ganz sicher würde sie ihre Waren in naher Zukunft nicht her schleppen. Sollten andere sich der Gefahr aussetzen. Entschlossen drehte sie sich um und machte kehrt. Wie so oft die Tage besuchte sie einen alten Freund. Denn dort, war die Welt noch in Ordnung.
Der Graf selbst.. pah!
Noch immer Kopfschüttelnd ging sie weiter und hatte die Stadt bald hinter sich gelassen.
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Wijay Loreen
Immer noch waren die Schilder am Brunnen befestigt, eine entgiftung ging nicht vonstatten.
Sehr gut, auf diese Weise lassen sich Gerüchte noch besser verbreiten.
Die wohlgekleidete Gestalt wanderte durch das Armeniertel, ein paar Bettlern Münzen zuwerfend und mit ihnen redend.
"Mhm - Mhm - ja, der Brunnen ist noch immer nicht entgiftet, ein Jammer. Im Kastell herrscht hochbetrieb und keiner tut etwas gegen die Entgiftung.
Ich habe ja gehört dass einige Gardisten Reden von Wegen, das wäre alles geplant.
Ach, davon habt Ihr gehört? Mhm, und es wurde entkräftet?
Natürlich, die Gardisten erfahren doch auch selbst nichts. Ich glaube bis auf dem Grafen weiß keiner wirklich davon, was hier vonstatten geht.
Also ich weiß nicht was ich glauben soll, doch es wirkt wirklich so auf mich, als ob der Brunnen mit Absicht nicht entgiftet werden soll.
Vielleicht... vielleicht ist der Graf verrückt geworden? Es ist doch sehr seltsam, dass seine Frau nahezu zeitgleich entführt wurde. Vielleicht selbst eine Tarnung?
Macht verblendet so manchen. Es wäre denkbar, dass er nicht weiß, was er tut, doch langsam sollte jemand etwas tun. Der Graf möchte ja scheinbar als der strahlende Retter dastehen. Aber die Leute reden schon.
Könnte jemand denn nur etwas unternehmen, es wäre in der Tat eine gute Sache, Stellung zu beziehen.
Ich hoffe der Brunnen ist bald wieder zugänglich. Wenn niemand etwas tut wird das Wasser wohl bald knapp. Varuna ist ja doch eine große Stadt"
So wurden Worte geheuchelt bei scheinbar einfachen Gesprchen. Bewusst wählte sie die Zeit, die sie in Varuna verbrachte einfache Leute aus, versuchend ihnen Gift einzuhauchen, hoffend, die bürger würden vielleicht einen Aufstand organisieren.
Die Aktion hatte nicht den Zweck den Grafen zu stürzen, doch wenn Varuna mit eigenen Problemen zu kämpfen hatte würde es angreifbar. Die Gelegenheit für Rahal durchaus, und Futter für den Raben.
Sehr gut, auf diese Weise lassen sich Gerüchte noch besser verbreiten.
Die wohlgekleidete Gestalt wanderte durch das Armeniertel, ein paar Bettlern Münzen zuwerfend und mit ihnen redend.
"Mhm - Mhm - ja, der Brunnen ist noch immer nicht entgiftet, ein Jammer. Im Kastell herrscht hochbetrieb und keiner tut etwas gegen die Entgiftung.
Ich habe ja gehört dass einige Gardisten Reden von Wegen, das wäre alles geplant.
Ach, davon habt Ihr gehört? Mhm, und es wurde entkräftet?
Natürlich, die Gardisten erfahren doch auch selbst nichts. Ich glaube bis auf dem Grafen weiß keiner wirklich davon, was hier vonstatten geht.
Also ich weiß nicht was ich glauben soll, doch es wirkt wirklich so auf mich, als ob der Brunnen mit Absicht nicht entgiftet werden soll.
Vielleicht... vielleicht ist der Graf verrückt geworden? Es ist doch sehr seltsam, dass seine Frau nahezu zeitgleich entführt wurde. Vielleicht selbst eine Tarnung?
Macht verblendet so manchen. Es wäre denkbar, dass er nicht weiß, was er tut, doch langsam sollte jemand etwas tun. Der Graf möchte ja scheinbar als der strahlende Retter dastehen. Aber die Leute reden schon.
Könnte jemand denn nur etwas unternehmen, es wäre in der Tat eine gute Sache, Stellung zu beziehen.
Ich hoffe der Brunnen ist bald wieder zugänglich. Wenn niemand etwas tut wird das Wasser wohl bald knapp. Varuna ist ja doch eine große Stadt"
So wurden Worte geheuchelt bei scheinbar einfachen Gesprchen. Bewusst wählte sie die Zeit, die sie in Varuna verbrachte einfache Leute aus, versuchend ihnen Gift einzuhauchen, hoffend, die bürger würden vielleicht einen Aufstand organisieren.
Die Aktion hatte nicht den Zweck den Grafen zu stürzen, doch wenn Varuna mit eigenen Problemen zu kämpfen hatte würde es angreifbar. Die Gelegenheit für Rahal durchaus, und Futter für den Raben.
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Darna von Hohenfels
Etwas verwundert, dann hoffnungsvoll hatten die Wachen geschaut, als mitten in der Nacht zwei Gestalten zielstrebig auf die Brunnen zugesteuert hatten. Noch im vagen Licht der entfernter stehenden Laternen offenbarten Rüstung, weißer Wappenrock und das goldene Glänzen am roten Umhang deutlich die Frau Oberst.
Zusammen mit einer zierlichen Frau in blauen Gewändern und langem blonden Haar trat sie, ein volles Trankfaß zwischen Arm und Hüfte geklemmt, auf die Ummauerung der Wasserstelle zu und fügte dem Wasser am Marktplatz etwa zwei Drittel, dem kleineren Brunnen ein Drittel des Faßinhaltes hinzu.
Der Dame schien es dabei nicht sonderlich gut zu gehen, denn jedesmal musste sie sich abstützend an der Ummauerung verschnaufen und einige Momente die Augen schließen. Am Markt hatte die Frau Oberst noch besorgt gefragt, ob ihr das fettige Essen im Schloß nicht bekommen sei, doch die Nachricht, die sie danach an die Gardisten weitergab, verdiente viel mehr Aufmerksamkeit:
"Mit der Hilfe von Fräulein Nyell hier kann das Wasser ab dem späten Abend des 21. endlich wieder freigegeben werden und wird unbedenklich sein, höchstens noch ein wenig nach Zitrone schmecken - gebt das an die Kollegen weiter! Temora und Reich zur Ehr!"
Auch in der Taverne konnte Frau Rosalind gleich mit als eine der ersten die gute Botschaft vernehmen, die die gutgelaunte Frau Oberst fast schon feierlich ihr, dem anwesenden Gardisten Greif und einem weiteren Gast verkündete.
Ein letzter Tag... und dann wäre der Spuk hoffentlich endlich vorbei.
Zusammen mit einer zierlichen Frau in blauen Gewändern und langem blonden Haar trat sie, ein volles Trankfaß zwischen Arm und Hüfte geklemmt, auf die Ummauerung der Wasserstelle zu und fügte dem Wasser am Marktplatz etwa zwei Drittel, dem kleineren Brunnen ein Drittel des Faßinhaltes hinzu.
Der Dame schien es dabei nicht sonderlich gut zu gehen, denn jedesmal musste sie sich abstützend an der Ummauerung verschnaufen und einige Momente die Augen schließen. Am Markt hatte die Frau Oberst noch besorgt gefragt, ob ihr das fettige Essen im Schloß nicht bekommen sei, doch die Nachricht, die sie danach an die Gardisten weitergab, verdiente viel mehr Aufmerksamkeit:
"Mit der Hilfe von Fräulein Nyell hier kann das Wasser ab dem späten Abend des 21. endlich wieder freigegeben werden und wird unbedenklich sein, höchstens noch ein wenig nach Zitrone schmecken - gebt das an die Kollegen weiter! Temora und Reich zur Ehr!"
Auch in der Taverne konnte Frau Rosalind gleich mit als eine der ersten die gute Botschaft vernehmen, die die gutgelaunte Frau Oberst fast schon feierlich ihr, dem anwesenden Gardisten Greif und einem weiteren Gast verkündete.
Ein letzter Tag... und dann wäre der Spuk hoffentlich endlich vorbei.