Das Ende, oder doch ein neuer Anfang?
Verfasst: Donnerstag 25. Mai 2006, 23:54
Noch immer saß der Schock tief verwurzelt in seinen Knochen.
Die Botschaft des Rates traf ihn schwer und unverhofft. Tirell war vergangen und es würde nie mehr sein. Sicherlich, die nächtliche Explosion, die Una und ihn aus dem Schlaf gerissen hatten, die brennenden Trümmer, die sie in den ersten Stunden nach Überlebenden durchkämmt hatten, die bittere Erkenntnis im Lichte des neuen Tages, das drei Menschen gestorben waren und das aus den noch schwelenden Resten der einstigen Akademie nicht mehr zu bergen war, all dies waren harte, unverrückbare Fakten gewesen.
Aber ein Neuanfang wäre weiterhin möglich gewesen. Man hatte es an Varuna gesehen, auch dort war aus Trümmern und Ruinen eine neue, prächtigere Stadt enstanden. Aber nein, alles wurde aufgegeben, der Rat löste sich auf und alle Mitglieder des ehemaligen Tirells würden von nun an ihre eigenen Wege gehen.
Wie war es nur soweit gekommen, fragte sich Viljo wieder und wieder. Wie hatte sich dieser Verfall in die Hochburg der Magie eingeschlichen. In jenes eherne Bollwerk, das seit unzähligen Generationen die Menschen geschützt und geleitet hatte. Jenes, alte, jenes starke Tirell, die große Heimstätte, die für bereits vier Generationen der Familie Llastobhar Lehr- und Ausbildungsstätte gewesen war, hätte sich aus ihrem eigenem Überbleibseln neu aufgebaut. Aber so war es nicht geschehen.
Woher stammte jene Lethargie, die dazu geführt hatte, das Tirell sich so sehr von jenen Distanzierte, die es einst zu schützen geschworen hatte. Erst kürzlich hatte er mit seinem Vetter hierüber Vertraulich gesprochen. Varuna hatte zwar nicht nach der Unterstützung Tirells im Kampf um Berchgard gefragt, aber eben so wenig kam ein solches Angebot, oder, wie es an sich vollkommen gerechtfertigt gewesen wäre ein sofortiger Aufmarsch des Ordens vor der eingekesselten Stadt.
Man müßte blind sein um zu leugnen, das dies bereits die ersten Anzeichen einer großen Veränderung gewesen waren. Den Untergang Tirells in Rauch und Flammen hatte höchst wahrscheinlich niemand vorhergesehen, außer jene die möglicherweise etwas damit zu tun haben könnten. Es war beunruhigend mit welcher Leichtigkeit die Bemühungen eingestellt waren, die waren Ursachen des Unglücks zu klären. Mochte es daran liegen, das der Rat zu gutmütig war und sich der grausigen Wahrheit nicht stellen wollte, aber er war ein angehender Kampfmagier und wurde so nicht nur in der Magie geschult, sondern auch in den Künsten der Kriegsführung. Eben jene Ausbildung lies ihn nun misstrauisch werden und er versuchte grob das größere Bild zu umreißen. Rahal regte sich, hatte innerhalb eines Jahres bereits zwei Städte des Königreiches dem Schwerte zugetragen, ihr Herrscher hatte es gewagt nach der Krone zu greifen, hatte bislang es nicht geschafft die Getreuen der Königin zu entzweien. Mit Tirell war ohne Zweifel nun ein mächtiger Verbündeter des Reiches gefallen.
Aber es gab noch andere düstere Verdachtsmomente die auf seiner Seele ruhten. Was war an jenen Gerüchten dran die er gewispert in den letzten Wochen vernommen hatte, das es Zeichen gebe die auf Machenschaften der Arkorither hindeuteten. Auf jene Gerüchte hatte er nicht viel gegeben, wurden doch keinerlei stichhaltigen Beweise veröffentlicht oder gar eine Warnung ausgesprochen. Aber nun, in Anbetracht der jüngsten Geschehnisse, gewannen jene flüchtigen Gerüchte eine neue, nicht zu verachtende Tragweite.
Und letztendlich was war mit der Rolle die seine eigene Familie spielte. Hatte nicht auch Kailens erneutes Erscheinen auf Gerimor Sorge unter den Llastobhars verbreite. So wenig er dem jungen Burschen leiden konnte, so hatte Leith doch erzählt das der ungeliebte Oheim auch am Hause seines Vaters für Unfriede gesorgt hatte, er war nie ganz mit der Sprache darüber hinaus gerückt, jedoch fiel das Wort das etwas aus dem Besitz Tuireans , Leiths Vaters, verschwunden war. Ebenso hatte Kailen mehrmals Una heimgesucht. Und nun waren , wenn man den wagen Berichten glauben schenken durfte, einige der Artefakte, die sich im Gewahrsam Tirells befunden haben, nicht in den Trümmern gefunden wurden.
Was nun auch die Wahrheit war, das eine Zeit der Umwälzung und der Prüfungen bevorstand, dies stand ohne Zweifel fest. Und er wolle kein Krieger sein, wenn er sich jenem heraufziehenden Sturm ungewappnet entgegen stellen würde. Die Familie müßte Zusammenhalt finden und sich auf das kommende vorbereiten, was auch immer es war. Er würde nicht müßig sein, sondern sich mit neuem und brennendem Eifer daran machen, seine Beherrschung der Magie und des Kampfes weiter voran zu treiben.
Tirell mochte vergangen sein, aber das Lied Eluives hatte weiter bestand und ebenso die Familie Llastobhar.
Die Botschaft des Rates traf ihn schwer und unverhofft. Tirell war vergangen und es würde nie mehr sein. Sicherlich, die nächtliche Explosion, die Una und ihn aus dem Schlaf gerissen hatten, die brennenden Trümmer, die sie in den ersten Stunden nach Überlebenden durchkämmt hatten, die bittere Erkenntnis im Lichte des neuen Tages, das drei Menschen gestorben waren und das aus den noch schwelenden Resten der einstigen Akademie nicht mehr zu bergen war, all dies waren harte, unverrückbare Fakten gewesen.
Aber ein Neuanfang wäre weiterhin möglich gewesen. Man hatte es an Varuna gesehen, auch dort war aus Trümmern und Ruinen eine neue, prächtigere Stadt enstanden. Aber nein, alles wurde aufgegeben, der Rat löste sich auf und alle Mitglieder des ehemaligen Tirells würden von nun an ihre eigenen Wege gehen.
Wie war es nur soweit gekommen, fragte sich Viljo wieder und wieder. Wie hatte sich dieser Verfall in die Hochburg der Magie eingeschlichen. In jenes eherne Bollwerk, das seit unzähligen Generationen die Menschen geschützt und geleitet hatte. Jenes, alte, jenes starke Tirell, die große Heimstätte, die für bereits vier Generationen der Familie Llastobhar Lehr- und Ausbildungsstätte gewesen war, hätte sich aus ihrem eigenem Überbleibseln neu aufgebaut. Aber so war es nicht geschehen.
Woher stammte jene Lethargie, die dazu geführt hatte, das Tirell sich so sehr von jenen Distanzierte, die es einst zu schützen geschworen hatte. Erst kürzlich hatte er mit seinem Vetter hierüber Vertraulich gesprochen. Varuna hatte zwar nicht nach der Unterstützung Tirells im Kampf um Berchgard gefragt, aber eben so wenig kam ein solches Angebot, oder, wie es an sich vollkommen gerechtfertigt gewesen wäre ein sofortiger Aufmarsch des Ordens vor der eingekesselten Stadt.
Man müßte blind sein um zu leugnen, das dies bereits die ersten Anzeichen einer großen Veränderung gewesen waren. Den Untergang Tirells in Rauch und Flammen hatte höchst wahrscheinlich niemand vorhergesehen, außer jene die möglicherweise etwas damit zu tun haben könnten. Es war beunruhigend mit welcher Leichtigkeit die Bemühungen eingestellt waren, die waren Ursachen des Unglücks zu klären. Mochte es daran liegen, das der Rat zu gutmütig war und sich der grausigen Wahrheit nicht stellen wollte, aber er war ein angehender Kampfmagier und wurde so nicht nur in der Magie geschult, sondern auch in den Künsten der Kriegsführung. Eben jene Ausbildung lies ihn nun misstrauisch werden und er versuchte grob das größere Bild zu umreißen. Rahal regte sich, hatte innerhalb eines Jahres bereits zwei Städte des Königreiches dem Schwerte zugetragen, ihr Herrscher hatte es gewagt nach der Krone zu greifen, hatte bislang es nicht geschafft die Getreuen der Königin zu entzweien. Mit Tirell war ohne Zweifel nun ein mächtiger Verbündeter des Reiches gefallen.
Aber es gab noch andere düstere Verdachtsmomente die auf seiner Seele ruhten. Was war an jenen Gerüchten dran die er gewispert in den letzten Wochen vernommen hatte, das es Zeichen gebe die auf Machenschaften der Arkorither hindeuteten. Auf jene Gerüchte hatte er nicht viel gegeben, wurden doch keinerlei stichhaltigen Beweise veröffentlicht oder gar eine Warnung ausgesprochen. Aber nun, in Anbetracht der jüngsten Geschehnisse, gewannen jene flüchtigen Gerüchte eine neue, nicht zu verachtende Tragweite.
Und letztendlich was war mit der Rolle die seine eigene Familie spielte. Hatte nicht auch Kailens erneutes Erscheinen auf Gerimor Sorge unter den Llastobhars verbreite. So wenig er dem jungen Burschen leiden konnte, so hatte Leith doch erzählt das der ungeliebte Oheim auch am Hause seines Vaters für Unfriede gesorgt hatte, er war nie ganz mit der Sprache darüber hinaus gerückt, jedoch fiel das Wort das etwas aus dem Besitz Tuireans , Leiths Vaters, verschwunden war. Ebenso hatte Kailen mehrmals Una heimgesucht. Und nun waren , wenn man den wagen Berichten glauben schenken durfte, einige der Artefakte, die sich im Gewahrsam Tirells befunden haben, nicht in den Trümmern gefunden wurden.
Was nun auch die Wahrheit war, das eine Zeit der Umwälzung und der Prüfungen bevorstand, dies stand ohne Zweifel fest. Und er wolle kein Krieger sein, wenn er sich jenem heraufziehenden Sturm ungewappnet entgegen stellen würde. Die Familie müßte Zusammenhalt finden und sich auf das kommende vorbereiten, was auch immer es war. Er würde nicht müßig sein, sondern sich mit neuem und brennendem Eifer daran machen, seine Beherrschung der Magie und des Kampfes weiter voran zu treiben.
Tirell mochte vergangen sein, aber das Lied Eluives hatte weiter bestand und ebenso die Familie Llastobhar.