Ankunft eines alten Mannes..
Verfasst: Samstag 20. Mai 2006, 15:55
Schwer gegen den eisigen Wind stemmend, lief er durch den tiefen Schnee. Er stützte sich an einen knorrigen Stab. Die Kapuze zog er sich tiefer ins Gesicht und die Felle um seine Schultern enger. Doch die Kälte ließ sich nicht wirklich fernhalten. Der vierbeinige Begleiter wich nicht von seiner Seite. Mit schweren Schritten lief er auf eine sehr alt wirkende Holzhütte zu und öffnete die alte Holztüre.
*
Gerade eben hatte er einen Wilderer entdeckt der einen Bären erjagen wollte. Einen weißen Bären.
Er wunderte sich immer wieder, dass es Personen gab, die das Gleichgewicht der Natur nicht zu schätzen wissen. Jagen, nur um der feinen Felle wegen.
Er stand hinter einer dicken Tanne und konzentrierte sich auf die Wurzeln des kleinen Strauches, welches unmittelbar vor dem Wilderer stand. Er erhob die Arme leicht, kaum sichtbar. Nach kürzester Zeit begannen die Wurzeln sich um den Fuß des Mannes zu schlingen. Ein Entkommen war nun nicht möglich.
Der alte Mann trat hervor und kniete sich zu dem Bären. Beruhigend sprach er zu ihm. Der Wilderer hatte ihm eine leichte Verletzung zugefügt. Kurz strich er mit einer Hand beruhigend über das Tier. Sodann legte er eine Hand Millimeter über die Wunde und schloss die Augen. Fast schien es, als ob er irgendetwas hören würde, und einige Minuten später schon, hörte die Wunde auf zu bluten.
Der Bär schaute ihn an und lief dann eiligen Schrittes zurück ins Dickicht.
Der Wildere versuchte mit aller Kraft das Geäst von seinen Beinen zu reißen, doch bewegten sie sich keinen Millimeter.
„Du Rüpel!“ schallte der Alte „Wie kannst du es wagen, die Geschenke der Natur rücksichtslos zu vernichten, nur ob des eigenen Vorteiles!!“ seine Stimme wurde lauter, und hallte zwischen den Bäumen wieder.
Der Wildere stand bleich vor ihm und brachte kein Wort über die Lippen.
„ Seh ich dich noch einmal, wirst du den Zorn der Ahnen zu spüren bekommen!“ er legte den Stab auf die Wurzeln und schloss kurz die Augen, auf das sie sich vom Fuß lösten.
„Geh, nimm die Beine in die Hand und lass dich nie wieder in unserem Wald sehen!“
Der Wildere drehte sich herum und lief davon, so schnell, das er beinahe über seine eigenen Füße fiel.
Kopfschüttelnd und Missmutig schaute er ihm hinterher.
Einen Blick gen Himmel verriet ihm, dass ein Unwetter aufzog. Zu seinem vierbeinigen Gefährten gewand sagte er „Londarim.. Ich denke auch wir sollten uns eilen.“ Und schon kurze Zeit später setzte heftiger Wind ein begleitet mit Schnee .
*
Er legte den verschlissenen Fellumhang ab und zog sich die Kapuze vom Kopf. Mit einem leichten Seufzer ließ sich der alte Mann in seinen Sessel fallen. Der treue Gefährte Londarim lag ihm zu Füssen und schaute ihn erwartungsvoll an.
„Jetzt nicht, mein Guter. Lass mir ein paar Augenblicke Zeit, mich zu erholen. Es scheint als würde die Kälte auch die letzte Faser meines Körpers aufsuchen.“
Er legte seinen knorrigen Stab neben sich und schloss die Augen und lauschte dem prasseln des Feuer, welches in der bescheidenen Feuerstelle loderte, doch nur wenig Wärme von sich gab.
Londarim rollte sich zu Füssen des Mannes und schaute umher, als er plötzlich die Ohren Spitzte. Der Wind heulte auf und der Schnee fegte gegen die undichten Fenster.
Gylderas öffnete die Augen und zog sich das dicke Bärenfell über die Knie, um die Kälte fernzuhalten.
„Ach, Londarim. Lang ist es her, dass wir die Einsamkeit hier in den Schneeebenen suchten. Zu lange schon sind wir alleine.“
Leise seufzte Gylderas und streichelte seinen treuen Begleiter hinter die aufrecht gestellten Ohren. Aufmerksam schien er zuzuhören und sogar jedes Wort zu verstehen.
Lange starrte Gylderas in die Flammen und lauschte aufmerksam dem Rufen und Flüstern des Windes.
„Sollte nicht langsam diese Eiseskälte von uns weichen? Beltane ist verstrichen... Schon einige Zeit!“
Er schaute auf die Eisblumen, die sich langsam an den Fenstern bildeten.
Grübelnd erhob sich Gylderas und schritt langsam zu seinem kleinen Tisch an dem eine kleine Kerze und ein Stößel ordentlich postiert waren.
Einige schwarze Perlen lagen in einer geschnitzten Schale und ein wenig totes Holz und etwas Knoblauch daneben, sorgfältig angerichtet.
Er nahm einige Knoblauchzehen und seinen Stößel und zermalte diese mit äußerster Sorgfalt, bis eine Flüssigkeit deutlich sichtbar wurde. Diese ließ er in ein Gefäß tropfen, welches er kurz über die offene Flamme schwenkte.
Sorgfältig wischte er die Schale aus und zerrieb die trockenen Wurzeln bis nur noch feiner Staub sichtbar war. Diesem füllte er Wasser hinzu und füllte es ebenso in die Flasche. Noch einmal schwenkte er die Flasche über die Flamme und stellte sie auf den Tisch.
Nach einer kurzen weile füllte Gylderas sein Gebräu in einen Becher. Er schaute sich den Trank an und verzog leicht das Gesicht. Er holte vom Tisch einen Topf mit einem Rest Honig und ließ ein wenig davon in den Becher gleiten.
„In meinem Alter darf ich mir wohl ein wenig mehr Genuss meiner Tränke erlauben“ sagte er fast lachend zu sich selber.
Er schwenkte den Becher abermals und trank diesen dann mit bedächtigen Schlücken. Er ließ sich sodann wohlig wieder in den Sessel sinken, als die Wärme sich in ihm ausbreitete. Schmerzen in den Gliedern hatte er schon seit langem, doch, nachdem der Winter nie zu enden schien, wurde es scheinbar schlimmer.
„Ich denke, langsam ist es Zeit weiter zu ziehen. Meine alten Knochen scheinen das eisige Wetter nicht mehr auf Dauer zu überstehen.“ sagte Gylderas seufzend und tätschelte dem Hund den Kopf.
Londarim ließ nun einen bellenden Laut von sich, wohl ob der Worte seines alten Herrn.
Gylderas lächelte seinen Gefährten an legte einen Holzscheitel nach, zog das Fell bis ans Kinn und lauschte erneut der Stimme des Windes. Er nickte kurz, als würde er den Stimmen des Windes beipflichten.
Einige Tage später ließ der Wind ein wenig nach. Gylderas nahm nur das wenige, das er am Leibe trug und ein wenig Proviant. Viel mehr vermochte er auch gar nicht tragen zu können.
Er deckte seine Möbel mit einigen löchrigen Leinen zu und verließ das Haus.
Beschwerlich war der Weg durch den hohen Schnee. Selbst die abendlichen kleinen Feuer, die er entzündete, gaben zu wenig der Wärme an ihm weiter.
Erschöpft und müde sah er, das die Schneedecke dünner wurde und es zeigten sich am 4. Tag sogar einige grüne Grashalme, die sich durch den Schnee reckten. Viel wärmer war es hier wirklich nicht, durchlief ihm ein Gedanke.
Irgendetwas hier verlief völlig aus der Bahn, doch darum würde er sich zu einer anderen Zeit Gedanken machen.
Er lief weiter und stand vor einem alten ziemlich heruntergekommenen Fischerhäuschen.
Gylderas schaute Londarim an. „Nur gut, dass wir nicht wählerisch sind“ sagte er lachend und zog vorsichtig die Türe auf.
Die Hütte stand leer. Sie stand scheinbar schon länger leer, denn der Hund hinterließ deutliche Spuren im Staub.
„Ich denke, hier können wir erst einmal Quartier beziehen.“
Erleichtert zog er die Türe knarrend hinter sich zu.
*
Gerade eben hatte er einen Wilderer entdeckt der einen Bären erjagen wollte. Einen weißen Bären.
Er wunderte sich immer wieder, dass es Personen gab, die das Gleichgewicht der Natur nicht zu schätzen wissen. Jagen, nur um der feinen Felle wegen.
Er stand hinter einer dicken Tanne und konzentrierte sich auf die Wurzeln des kleinen Strauches, welches unmittelbar vor dem Wilderer stand. Er erhob die Arme leicht, kaum sichtbar. Nach kürzester Zeit begannen die Wurzeln sich um den Fuß des Mannes zu schlingen. Ein Entkommen war nun nicht möglich.
Der alte Mann trat hervor und kniete sich zu dem Bären. Beruhigend sprach er zu ihm. Der Wilderer hatte ihm eine leichte Verletzung zugefügt. Kurz strich er mit einer Hand beruhigend über das Tier. Sodann legte er eine Hand Millimeter über die Wunde und schloss die Augen. Fast schien es, als ob er irgendetwas hören würde, und einige Minuten später schon, hörte die Wunde auf zu bluten.
Der Bär schaute ihn an und lief dann eiligen Schrittes zurück ins Dickicht.
Der Wildere versuchte mit aller Kraft das Geäst von seinen Beinen zu reißen, doch bewegten sie sich keinen Millimeter.
„Du Rüpel!“ schallte der Alte „Wie kannst du es wagen, die Geschenke der Natur rücksichtslos zu vernichten, nur ob des eigenen Vorteiles!!“ seine Stimme wurde lauter, und hallte zwischen den Bäumen wieder.
Der Wildere stand bleich vor ihm und brachte kein Wort über die Lippen.
„ Seh ich dich noch einmal, wirst du den Zorn der Ahnen zu spüren bekommen!“ er legte den Stab auf die Wurzeln und schloss kurz die Augen, auf das sie sich vom Fuß lösten.
„Geh, nimm die Beine in die Hand und lass dich nie wieder in unserem Wald sehen!“
Der Wildere drehte sich herum und lief davon, so schnell, das er beinahe über seine eigenen Füße fiel.
Kopfschüttelnd und Missmutig schaute er ihm hinterher.
Einen Blick gen Himmel verriet ihm, dass ein Unwetter aufzog. Zu seinem vierbeinigen Gefährten gewand sagte er „Londarim.. Ich denke auch wir sollten uns eilen.“ Und schon kurze Zeit später setzte heftiger Wind ein begleitet mit Schnee .
*
Er legte den verschlissenen Fellumhang ab und zog sich die Kapuze vom Kopf. Mit einem leichten Seufzer ließ sich der alte Mann in seinen Sessel fallen. Der treue Gefährte Londarim lag ihm zu Füssen und schaute ihn erwartungsvoll an.
„Jetzt nicht, mein Guter. Lass mir ein paar Augenblicke Zeit, mich zu erholen. Es scheint als würde die Kälte auch die letzte Faser meines Körpers aufsuchen.“
Er legte seinen knorrigen Stab neben sich und schloss die Augen und lauschte dem prasseln des Feuer, welches in der bescheidenen Feuerstelle loderte, doch nur wenig Wärme von sich gab.
Londarim rollte sich zu Füssen des Mannes und schaute umher, als er plötzlich die Ohren Spitzte. Der Wind heulte auf und der Schnee fegte gegen die undichten Fenster.
Gylderas öffnete die Augen und zog sich das dicke Bärenfell über die Knie, um die Kälte fernzuhalten.
„Ach, Londarim. Lang ist es her, dass wir die Einsamkeit hier in den Schneeebenen suchten. Zu lange schon sind wir alleine.“
Leise seufzte Gylderas und streichelte seinen treuen Begleiter hinter die aufrecht gestellten Ohren. Aufmerksam schien er zuzuhören und sogar jedes Wort zu verstehen.
Lange starrte Gylderas in die Flammen und lauschte aufmerksam dem Rufen und Flüstern des Windes.
„Sollte nicht langsam diese Eiseskälte von uns weichen? Beltane ist verstrichen... Schon einige Zeit!“
Er schaute auf die Eisblumen, die sich langsam an den Fenstern bildeten.
Grübelnd erhob sich Gylderas und schritt langsam zu seinem kleinen Tisch an dem eine kleine Kerze und ein Stößel ordentlich postiert waren.
Einige schwarze Perlen lagen in einer geschnitzten Schale und ein wenig totes Holz und etwas Knoblauch daneben, sorgfältig angerichtet.
Er nahm einige Knoblauchzehen und seinen Stößel und zermalte diese mit äußerster Sorgfalt, bis eine Flüssigkeit deutlich sichtbar wurde. Diese ließ er in ein Gefäß tropfen, welches er kurz über die offene Flamme schwenkte.
Sorgfältig wischte er die Schale aus und zerrieb die trockenen Wurzeln bis nur noch feiner Staub sichtbar war. Diesem füllte er Wasser hinzu und füllte es ebenso in die Flasche. Noch einmal schwenkte er die Flasche über die Flamme und stellte sie auf den Tisch.
Nach einer kurzen weile füllte Gylderas sein Gebräu in einen Becher. Er schaute sich den Trank an und verzog leicht das Gesicht. Er holte vom Tisch einen Topf mit einem Rest Honig und ließ ein wenig davon in den Becher gleiten.
„In meinem Alter darf ich mir wohl ein wenig mehr Genuss meiner Tränke erlauben“ sagte er fast lachend zu sich selber.
Er schwenkte den Becher abermals und trank diesen dann mit bedächtigen Schlücken. Er ließ sich sodann wohlig wieder in den Sessel sinken, als die Wärme sich in ihm ausbreitete. Schmerzen in den Gliedern hatte er schon seit langem, doch, nachdem der Winter nie zu enden schien, wurde es scheinbar schlimmer.
„Ich denke, langsam ist es Zeit weiter zu ziehen. Meine alten Knochen scheinen das eisige Wetter nicht mehr auf Dauer zu überstehen.“ sagte Gylderas seufzend und tätschelte dem Hund den Kopf.
Londarim ließ nun einen bellenden Laut von sich, wohl ob der Worte seines alten Herrn.
Gylderas lächelte seinen Gefährten an legte einen Holzscheitel nach, zog das Fell bis ans Kinn und lauschte erneut der Stimme des Windes. Er nickte kurz, als würde er den Stimmen des Windes beipflichten.
Einige Tage später ließ der Wind ein wenig nach. Gylderas nahm nur das wenige, das er am Leibe trug und ein wenig Proviant. Viel mehr vermochte er auch gar nicht tragen zu können.
Er deckte seine Möbel mit einigen löchrigen Leinen zu und verließ das Haus.
Beschwerlich war der Weg durch den hohen Schnee. Selbst die abendlichen kleinen Feuer, die er entzündete, gaben zu wenig der Wärme an ihm weiter.
Erschöpft und müde sah er, das die Schneedecke dünner wurde und es zeigten sich am 4. Tag sogar einige grüne Grashalme, die sich durch den Schnee reckten. Viel wärmer war es hier wirklich nicht, durchlief ihm ein Gedanke.
Irgendetwas hier verlief völlig aus der Bahn, doch darum würde er sich zu einer anderen Zeit Gedanken machen.
Er lief weiter und stand vor einem alten ziemlich heruntergekommenen Fischerhäuschen.
Gylderas schaute Londarim an. „Nur gut, dass wir nicht wählerisch sind“ sagte er lachend und zog vorsichtig die Türe auf.
Die Hütte stand leer. Sie stand scheinbar schon länger leer, denn der Hund hinterließ deutliche Spuren im Staub.
„Ich denke, hier können wir erst einmal Quartier beziehen.“
Erleichtert zog er die Türe knarrend hinter sich zu.