Seite 1 von 1

Der lange Aufenthalt im Kastell Varunas (Zeit für Gedanken)

Verfasst: Dienstag 2. Mai 2006, 11:47
von Ignatius Soldan
Seit fünf Tagen saß er nun in diesen Zellen zusammen mit diesem stinkenden alten Mann, den hier jeder Gardist zu kennen schien.
Er hatte viele Kommen und Gehen sehen. Eine Frau die als Ritterin Alatars bezeichnet wurde, eine blauhäutige Frau welche wohl eine Auserwählte Alatars gewesen sein soll. Wenn diese ihre Feinde waren, warum durften sie dann vor ihm das Kastell wieder verlassen?

Der jedoch überraschendste Gast in diesem Gebäude war dieser Hüne mit Namen Falk Hinrah. Als er ihn sah, kochte er innerlich vor Wut, aber wusste, dass er sich beruhigen müsste, sonst würde wieder alles in Flammen aufgehen. Flammen.. War das Feuer, dass er erschaffte nun Fluch oder Segen? Eines war zumindest klar, sollte er nicht bald lernen, wie er dies kontrollieren konnte, würde es sein Tod sein. Nach jedem Ausbruch wurde er schwach und musste erst langsam wieder zu Kräften kommen.

Außerdem hatte es ihn in diese Zelle befördert. Oder? Nein! es war die geistige Beschränktheit von Gardisten und Rittern dieser Stadt Varuna, welche ihm diese Lage einbrachte. Zufällig kam er bei der Erkundung der Wälder um Varuna an ein Zelt, ein Heerlager und auf einmal war er umzingelt von bewaffneten Männern, die seinen Namen wissen wollten. Diese geistig Trägen. Was hätten sie davon, wenn er ihnen seinen Namen nennen würde? Oder irgendeinen Namen. Es wüsste doch eh niemand, wie er wirklich hieß, hätte seine Aussage bezeugen oder widerlegen können, es hätte keinen Sinn gemacht. Und was passiert wenn man Leuten, die mit Waffen umgehen können und sonst nichts, versucht etwas zu erklären? Sie werden aggressiv und sperren einen ein.

Was hatten sie davon bisher gehabt? Die ersten Fesseln waren verbrannt, fast hätte das Vorratszelt auch ein wunderbares Feuerchen abgegeben, aber nur die Strohballen davor brannten noch ab.
Er hatte sie gewarnt, hatte ihnen geraten ihn weder wütend noch ängstlich zu machen, es würden Dinge passieren gegen die sie keine Macht hätten. Er spürte es förmlich, dass diese Menschen gegen dieses magische Feuer nichts hätten ausmachen können, aber es waren mehrere begabte Personen anwesend gewesen, welche das Feuer ersticken konnten. Aber verspottet hatten sie ihn, seine Drohungen seien ihnen egal, sagten sie, was könnte so ein schwach gebauter Mann schon ausrichten. Sie hatten es gesehen und gespührt; Angst hatten sie vor ihm bekommen und darum saß er noch hier, immer noch, seit Stunden und Tagen.

Sie hatten schon vor ihm, den sie auch Fuchtler nannten, einem einfachen Jüngling mit einer Begabung, die er nicht kontrollieren konnte, große Angst, was würde erst werden, wenn er all dies unter Kontrolle hätte...



OOC: Wer an dem ganzen Vorgang beteiligt war, darf dies hier gerne schriftlich darlegen ;o)

Verfasst: Dienstag 2. Mai 2006, 15:35
von Malchir K´lashar
Ein Mann recht unscheinbar, eine normale Statur, keine bemerkenswerten Muskeln, keine Waffen und keine Rüstung, so könnte man wohl in groben Zügen Ignatius Soldan an diesem Tag beschreiben. Ein Mann der ihm immer Respekt entgegen gebracht hatte und wusste wie man sich einem Hochgelehrten Magister gegenüber zu verhalten hat und dies obwohl er nie Mitglied der Akademie zu Tirell war. Man hatte ihm nie die Umgangsformen unter den Magiern erklärt doch beherrschte er diese unterbewusst bereits überaus treffend.

Ein Mann der keine Gefahr darstellte, niemandem etwas zu leide tun wollte, von dem keine Aggression ausging, was hatten sie mit ihm getan? Er wurde in Ketten gelegt und das nur weil er den ,nach Nase agierenden, Gardisten nicht seinen Namen nennen wollte! Vielleicht sah er es in diesem Moment wie Malchir, der ein paar Tage zuvor ebenfalls die Bekanntschaft mit diesem respektlosen Pack von Wachen machen musste. Malchir hatte das Glück nicht seine Magie gebrauchen zu müssen denn sein langjähriger Freund der ehrenvolle Ritter de Lore war zugegen klärte die Situation und belehrte die Gardistin in den Tugenden der Ritterschaft.

Am heutigen Tag dann als er wieder am Kastell vorbeiging wollte er seinen Gefühlen nicht glauben, er spürte eine Veränderung im Lied. Es war wohl ein Zauberer in der Nähe der seine Magie in der Stadt wirkte. Das allsehende Auge verriet ihm nach einem Moment der Beschwörung das die varunesiche Garde den jungen Magier immer noch in ihren Fängen festhielt. Das konnte nicht sein! Ein wilder behaarter Mann der am Tod etlicher Menschen schuldig war, an dessen Händen noch immer das Blut klebte und den man für seine Taten hätte hinrichten sollen. Ein solcher Barbar wurde nur einen einzigen Tag ins Verlies geworfen und kam kurz darauf wieder frei um für Varuna in den Krieg zu ziehen. Wohl um seinen Gelüsten nach Mord und Totschlag gegen den Feind weiter folgen zu können und um Varuna die Macht des Bösen zu verleihen und die sie gegen den Feind einsetzen zu konnten.

Was war in diesem Fall das Vergehen eines jungen Magiebegabten der nur seinen Namen nicht verraten wollte? Wohl ein Wassertropfen in die feurige Glut eines Vulkans!

Malchir musste sich diesem jungen Knaben annehmen und sehen inwieweit sein Einfluß noch ausreichen würde um ihn aus dem Kerker zu befreien.
Und selbst wenn sein Einfluß nicht reichen würde, es gab Mittel und Wege in der Magie die eine Mauer nicht aufhalten können würde....