Wie man mit einem Alka umgeht...
Verfasst: Montag 1. Mai 2006, 14:02
...und wie besser nicht.
Es war ein ruhiger Abend. Bis auf eine humpelnde Frau und einen etwas älteren Mann war niemand den Weg entlang gekommen. Die beiden Rekruten Adrian Greif und Rayrrak Rasakar war, um es kurz zu sagen, langweilig. Also beschlossen sie etwas sinnvolles zu tun. Ein kleiner Übungskampf war der Plan. Also gingen sie gemeinsam zum Übungsplatz. Der erste Kampf war recht deutlich, Ray zeigte Adrian wo der Hammer hängt. Einige Minuten schwelgte er also in seiner Bewusstlosigkeit. Einige weitere brauchte er um wieder auf die Beine zu kommen. Jetzt war Helebardenkampf angesagt. Und wieder war Ray derjenige der der die Nase vorne hatte. Diesmal gelang es Adrian aber den finalen Schlag zu blocken und aus Rays Reichweite zu gelangen. Gerade als die beiden dabei waren ihre Rüstungen auf Schäden abzuklopfen füllte sich der Übungsplatz. Zuerst kam eine Menekanerin, die Adrian früher schon liebevoll als "Wüstenmäuschen" bezeichnete, und dann zwei Personen die dem heutigen Abend erst seine Würze geben würden.
Die eine war Sol Kevlaris, Adrian kannte sie nur unter "Sol", und auch das nur weil Selissa den Namen kurz erwähnte. In seinen Augen war sie das Flittchen in Rahal. Er war sich 100%ig sicher dass sie sich quer durch die ganze Garde geschlafen haben musste um aus dem Gefängniss so schnell wieder heraus zu kommen. Und dann erwähnte sie noch sie würde mit Tugor Crain verkehren. Na wenn das kein Beweis war... Natürlich sagte er ihr das bei jeder Gelegenheit ins Gesicht. Zeigte ihr bei jeder Gelegenheit was er von er hielt und wie er jemanden ihres Standes behandelte.
Der zweite war ein maskierter Kerl. Seine Kleidung sah auf den ersten Blick ganz ordentlich aus. Ganz ordentlich war auch seine grosse Klappe. Er forderte den Rekruten zu sprechen der diese arme Frau als Hure und Flittchen bezeichnet hätte. Adrian erklärte ihm, auf die üblich freundliche "Halt's Maul"-Art, dass er ihm hier weder Fragen zu stellen hätte noch Befehle zu geben hätte. Als der fremde dann noch anfing zu spötteln Adrian wäre bestimmt auch einer dieser Feiglinge gewesen wäre der bei der Schlacht zuhause geblieben sei platzte ihm der Kragen. Er trat auf den Mann zu und packte ihn, brüllte ihm ins Gesicht dass jeder ordentliche Gardist auf dem Schlachtfeld war und er solle sein Maul nicht so weit aufreissen. Aber der Kerl gab keine Ruhe. Er fragte Sol ob sie Anzeige gegen ihn erstatten wolle. Trotz seiner Einschüchterungsversuche, die diese kleine Schlampe am ganzen Leib erzittern liessen, presste sie ein "Ja" hervor. Dieses kleine Miststück. Der Kerl fing sogleich an Ray den Befehl zu geben Adrian abzuführen. Was glaubte der eigentlich wer er ist? Aufgebracht fragte Adrian den Mann nach seinem Namen und seinem Gesicht. Die Maske löste er tatsächlich Und was nannte er als seinen Namen? Er sei das Oberhaupt Rahals, der König Alathairs. Das war genug. Jetzt war sein Aufenthalt in einer Zelle auf jeden Fall gesichert. Niemand verspottet so einfach den Namen des Alkas.
Er drehte sich zu Ray herum um ihn zu fragen ob er ihm helfen würde dieses Schandmaul hinter Gitter zu bringen. Und was sah er da? Ray kniete. Ach..du..liebe...Güte.. Ruckartig drehte er sich wieder nach vorne. Da stand nun aber nicht mehr der Kerl in ganz ordentlicher Kleidung. Da stand nun der Alka. Voll gerüstet in der prächtigen schwarzen Ahadrüstung, das runde Schild in der einen und die glänzende Klinge in der anderen. Verfluchter Mist. Dem Befehl er wolle sein Gesicht augenblicklich im Staub sehen kam er umgehend nach. Der Alka! Und du hast ihn gespottet! Dich über ihn lustig gemacht! Verdammt, du hast ihn sogar angepackt! Der Rest ging viel zu schnell. Ray wurde befohlen ihn abzuführen und Adrian gehorchte wortlos..naja..nicht ganz..er murrte auf dem Weg zum Kerker vor sich hin. Die Verhandlung war für morgen angesetzt. Er war wütend. Wütend auf sich, wütend auf den Alka, wütend auf dieses Flittchen. Aber die Wut legte sich bald und wich einem viel schlimmeren Gefühl. Der Angst vor morgen...
Der junge Rekrut stolziert in seiner Zelle auf und ab und sieht sich um. Das Gefängniss war kein neuer Anblick für ihn. Das innere einer Zelle auch nicht. Schon des öfteren stand er in dieser und "kümmerte" sich um die Gefangenen, führte Befehle der Procuratoren aus. Aber jetzt ist niemand hier der ihm Befehle gab. Kein Gefangener den er bewachen soll. Nein, diesmal war er selbst der gefangene. Diesmal geht die Zellentür nicht auf wenn man nach der Wache ruft. Diesmal steckt er wirklich in Schwierigkeiten...
Es war nicht so dass er es nicht erwartet hätte. Er ist ehrlich und direkt genug um sich mit seiner großen Klappe so ziemlich alle Strafdienste aufzubrummen die sich irgendjemand ausdenken kann. Latrinendienst, zig Nachtwachen, Stadt fegen, Liegestüzen. Und jeden dieser Dienste hat er ohne Murren durchgeführt, frei nach dem Motto: Was uns nicht umbringt macht uns hart. Einige seiner Kameraden hatten ihn im Schlafsal schon des öfteren einen Masochisten genannt. Ihn gefragt ob er nicht wisse dass er sich mit seinen Sprüchen immer wieder Ärger einhandelt. Natürlich weiß er das. Entgegen den Vermutungen vieler seiner Kameraden und Vorgesetzten war er nicht dumm. Er provoziert gezielt, liess es immer wieder auf Strafen hinauslaufen. Warum? Den Sinn würden wohl nur wenige begreifen. Er lässt sich auf der Schlafmatte nieder und lehnt sich gegen die harte Felswand. Sein Blick fällt auf die schwarze Garderüstung die in der Ecke liegt. Er erinnert sich noch an die Predigten der Legata. "Trage die Konsequenzen für dein Tun aufrecht." Schmunzelnd nickt er vor sich hin. Ja, das hat er immer getan. Befohlene Dienste von Vorgesetzten wurden immer ausgeführt, egal wie ekelig, egal wie demütigend, egal wie oft er einen Bürger spotten hörte "Oh, guck mal, jetzt fegt die Garde schon die Straße...ob es nicht doch eine Hausfrau ist?" . Er hat also bewiesen dass er das kann. Aber warum dann immer wieder diese Provokation? Um eine weitere Tugend zu lernen. Demut. Bis jetzt waren die Strafen zwar alles mögliche, aber auch alles andere als Respekt einflössend. Wieder muss er schmunzeln. Bei Alatar, das würde sich ändern.
Wenn man ihn nicht sofort hinrichten würde. Und da war es wieder, dieses beklemmende Gefühl dass sich in seinem Magen ausbreitete und seinen ganzen Körper unter Spannung setzte. Verdammt, Adrian, du steckst wirklich tief im Dung...
Es war ein ruhiger Abend. Bis auf eine humpelnde Frau und einen etwas älteren Mann war niemand den Weg entlang gekommen. Die beiden Rekruten Adrian Greif und Rayrrak Rasakar war, um es kurz zu sagen, langweilig. Also beschlossen sie etwas sinnvolles zu tun. Ein kleiner Übungskampf war der Plan. Also gingen sie gemeinsam zum Übungsplatz. Der erste Kampf war recht deutlich, Ray zeigte Adrian wo der Hammer hängt. Einige Minuten schwelgte er also in seiner Bewusstlosigkeit. Einige weitere brauchte er um wieder auf die Beine zu kommen. Jetzt war Helebardenkampf angesagt. Und wieder war Ray derjenige der der die Nase vorne hatte. Diesmal gelang es Adrian aber den finalen Schlag zu blocken und aus Rays Reichweite zu gelangen. Gerade als die beiden dabei waren ihre Rüstungen auf Schäden abzuklopfen füllte sich der Übungsplatz. Zuerst kam eine Menekanerin, die Adrian früher schon liebevoll als "Wüstenmäuschen" bezeichnete, und dann zwei Personen die dem heutigen Abend erst seine Würze geben würden.
Die eine war Sol Kevlaris, Adrian kannte sie nur unter "Sol", und auch das nur weil Selissa den Namen kurz erwähnte. In seinen Augen war sie das Flittchen in Rahal. Er war sich 100%ig sicher dass sie sich quer durch die ganze Garde geschlafen haben musste um aus dem Gefängniss so schnell wieder heraus zu kommen. Und dann erwähnte sie noch sie würde mit Tugor Crain verkehren. Na wenn das kein Beweis war... Natürlich sagte er ihr das bei jeder Gelegenheit ins Gesicht. Zeigte ihr bei jeder Gelegenheit was er von er hielt und wie er jemanden ihres Standes behandelte.
Der zweite war ein maskierter Kerl. Seine Kleidung sah auf den ersten Blick ganz ordentlich aus. Ganz ordentlich war auch seine grosse Klappe. Er forderte den Rekruten zu sprechen der diese arme Frau als Hure und Flittchen bezeichnet hätte. Adrian erklärte ihm, auf die üblich freundliche "Halt's Maul"-Art, dass er ihm hier weder Fragen zu stellen hätte noch Befehle zu geben hätte. Als der fremde dann noch anfing zu spötteln Adrian wäre bestimmt auch einer dieser Feiglinge gewesen wäre der bei der Schlacht zuhause geblieben sei platzte ihm der Kragen. Er trat auf den Mann zu und packte ihn, brüllte ihm ins Gesicht dass jeder ordentliche Gardist auf dem Schlachtfeld war und er solle sein Maul nicht so weit aufreissen. Aber der Kerl gab keine Ruhe. Er fragte Sol ob sie Anzeige gegen ihn erstatten wolle. Trotz seiner Einschüchterungsversuche, die diese kleine Schlampe am ganzen Leib erzittern liessen, presste sie ein "Ja" hervor. Dieses kleine Miststück. Der Kerl fing sogleich an Ray den Befehl zu geben Adrian abzuführen. Was glaubte der eigentlich wer er ist? Aufgebracht fragte Adrian den Mann nach seinem Namen und seinem Gesicht. Die Maske löste er tatsächlich Und was nannte er als seinen Namen? Er sei das Oberhaupt Rahals, der König Alathairs. Das war genug. Jetzt war sein Aufenthalt in einer Zelle auf jeden Fall gesichert. Niemand verspottet so einfach den Namen des Alkas.
Er drehte sich zu Ray herum um ihn zu fragen ob er ihm helfen würde dieses Schandmaul hinter Gitter zu bringen. Und was sah er da? Ray kniete. Ach..du..liebe...Güte.. Ruckartig drehte er sich wieder nach vorne. Da stand nun aber nicht mehr der Kerl in ganz ordentlicher Kleidung. Da stand nun der Alka. Voll gerüstet in der prächtigen schwarzen Ahadrüstung, das runde Schild in der einen und die glänzende Klinge in der anderen. Verfluchter Mist. Dem Befehl er wolle sein Gesicht augenblicklich im Staub sehen kam er umgehend nach. Der Alka! Und du hast ihn gespottet! Dich über ihn lustig gemacht! Verdammt, du hast ihn sogar angepackt! Der Rest ging viel zu schnell. Ray wurde befohlen ihn abzuführen und Adrian gehorchte wortlos..naja..nicht ganz..er murrte auf dem Weg zum Kerker vor sich hin. Die Verhandlung war für morgen angesetzt. Er war wütend. Wütend auf sich, wütend auf den Alka, wütend auf dieses Flittchen. Aber die Wut legte sich bald und wich einem viel schlimmeren Gefühl. Der Angst vor morgen...
Der junge Rekrut stolziert in seiner Zelle auf und ab und sieht sich um. Das Gefängniss war kein neuer Anblick für ihn. Das innere einer Zelle auch nicht. Schon des öfteren stand er in dieser und "kümmerte" sich um die Gefangenen, führte Befehle der Procuratoren aus. Aber jetzt ist niemand hier der ihm Befehle gab. Kein Gefangener den er bewachen soll. Nein, diesmal war er selbst der gefangene. Diesmal geht die Zellentür nicht auf wenn man nach der Wache ruft. Diesmal steckt er wirklich in Schwierigkeiten...
Es war nicht so dass er es nicht erwartet hätte. Er ist ehrlich und direkt genug um sich mit seiner großen Klappe so ziemlich alle Strafdienste aufzubrummen die sich irgendjemand ausdenken kann. Latrinendienst, zig Nachtwachen, Stadt fegen, Liegestüzen. Und jeden dieser Dienste hat er ohne Murren durchgeführt, frei nach dem Motto: Was uns nicht umbringt macht uns hart. Einige seiner Kameraden hatten ihn im Schlafsal schon des öfteren einen Masochisten genannt. Ihn gefragt ob er nicht wisse dass er sich mit seinen Sprüchen immer wieder Ärger einhandelt. Natürlich weiß er das. Entgegen den Vermutungen vieler seiner Kameraden und Vorgesetzten war er nicht dumm. Er provoziert gezielt, liess es immer wieder auf Strafen hinauslaufen. Warum? Den Sinn würden wohl nur wenige begreifen. Er lässt sich auf der Schlafmatte nieder und lehnt sich gegen die harte Felswand. Sein Blick fällt auf die schwarze Garderüstung die in der Ecke liegt. Er erinnert sich noch an die Predigten der Legata. "Trage die Konsequenzen für dein Tun aufrecht." Schmunzelnd nickt er vor sich hin. Ja, das hat er immer getan. Befohlene Dienste von Vorgesetzten wurden immer ausgeführt, egal wie ekelig, egal wie demütigend, egal wie oft er einen Bürger spotten hörte "Oh, guck mal, jetzt fegt die Garde schon die Straße...ob es nicht doch eine Hausfrau ist?" . Er hat also bewiesen dass er das kann. Aber warum dann immer wieder diese Provokation? Um eine weitere Tugend zu lernen. Demut. Bis jetzt waren die Strafen zwar alles mögliche, aber auch alles andere als Respekt einflössend. Wieder muss er schmunzeln. Bei Alatar, das würde sich ändern.
Wenn man ihn nicht sofort hinrichten würde. Und da war es wieder, dieses beklemmende Gefühl dass sich in seinem Magen ausbreitete und seinen ganzen Körper unter Spannung setzte. Verdammt, Adrian, du steckst wirklich tief im Dung...