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Ein neuer Stab wird geboren *oder doch nicht so neu*

Verfasst: Freitag 13. Januar 2017, 00:03
von Xsereal
Ein neuer Stab wird geboren.

Die Idee
Lemo war fest entschlossen. Der erst kürzlich zum Magus ernannte Mann scheint akribisch seinem Stande gerecht werden zu wollen. Nach Lemo Manier muss es natürlich wieder etwas Besonderes sein. Ein einfacher Stab hat doch jeder. Es muss der Stab sein mit dem er sich identifizieren kann.
Nicht lange dauert es und er machte sich sofort auf den Weg in die Burg der Schatten. Am Hintereingang betätigt er einen Schalter. Ein leises Klicken ist zu hören. Die Mauer gibt seinem Händedruck nach und er schiebt diese beiseite.

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Sogleich beginnt er dann auch schon den ersten Stock aufzusuchen. Den dort befand sich das Buch mit den Informationen zur Herstellung von Artefakten.
Und wie immer es auch bei den Schatten nicht fehlen darf. Der Wink mit dem Zaunpfahl darf nicht fehlen. Ein Spassvogel hatte sich wohl einen eher schlechten Scherz erlaubt.

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Ein Schmunzeln beim erblicken des Schweines konnte er sich dennoch nicht verkneifen.

Er hat nun endlich das Buch im Bücherregal entdeckt. Es scheint wohl schon recht abgegriffen zu sein. Auf dem Bucheinband ist deutlich das Wort Artefakt zu erkennen. Gleich schlägt er es auf und blättert zu der Seite des Stabes hin.

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Sofort greift er nach einem Stück Papier und Kohle. Sorgsam werden die Zeilen übertragen. Jetzt müssen nur noch die Materialien besorgt werden. Lemo scheint etwas ins Grübeln zu geraten. Das kann doch nicht alles sein. Nein selbst solch einen seltenen Stab hat er bereits schon einige Male gesehen. Es muss noch prägnanter sein.
Sogleich kommt ihm eine Idee. Er verstaut wieder das Buch am alten Platze und stiefelt herunter in Richtung Keller.


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Dort angelangt lässt er sich an dem Alchemietisch nieder. Er scheint in diversen Truhen und Kisten herumzuwühlen. Es muss doch etwas geben um die Farbe des Stabes deutlich zu verändern. Er sucht nach diversen Reagenzien. An manchen wird gerochen, manche werden argwöhnisch betastet. Andere wieder werden eher emotionslos wieder weggepackt. Da bleibt er nun bei den Gesteinen hängen. Er greift nach einem Brocken von diesem Stein und verfrachtet ihn auch sogleich in den Mörser.

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Er zermahlt diesen solange bis feines Pulver entsteht. Ja das wäre doch ein guter Grundstoff. Die Farbe ist jetzt nicht diese die er sich erhofft, aber es ist eine gute Basis für die Mixtur aus Steinstaub und Kleber, welche später an dem Stab haften bleiben sollte.




Die Materialbeschaffung
Nur wo findet er den richtigen Stoff um den Stein mit dem Stab zu verbinden. Sogleich greift er ins Liedgefüge ein. Ein Spalt in die Sphäre wird gerissen. Ein Schritt und er hat den Portalraum betreten. Er scheint geradlinig in Richtung Rahal-Ausgang zu schreiten. Sein Ziel ist klar vor Augen. Die Werft von Rahal soll es sein. Dort wird ja auch Holz mit einer Art Lasur bestrichen, um den Rumpf widerstandsfähiger gegen Wasser zu machen.
Langsam schreitet er durch den Eingang der Stadtmauer hindurch. Die Gardisten betrachten ihn kurz.

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Nachdem der übliche Gruss vollzogen ist schreitet er sofort in Richtung des Hafenviertels.
Dort angekommen sucht er nach der Hafenmeisterei. Angekommen erblickt er einen fleißigen Arbeiter der gerade ein Holzbrett bearbeitet. Er fragt ihn über das Thema des Konservierens von Holz aus.

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Es stellt sich heraus dass es wirklich eine Lasur gibt. Diese brodelt sogar derzeit beim Hafen im Kessel. Auf der Frage hin etwas von diesem Gut mitnehmen zu dürfen wurde bejaht. Wenn es erkaltet wird ist es steinhart. „Ich habe sogar noch einen alten Kessel mit erkalteter Masse. Ihr müsst es halt über dem Feuer erhitzen, dann wird’s wieder flüssig.“, sagte er dann. Sogleich packt Lemo sein Goldbeutel heraus und reicht ihm dann eine Krone.
Den kleinen Kessel streicht er auch sogleich ein und verschwindet nach einer Verabschiedung und einem Dank wieder in der Innenstadt.
Am Haus angelangt hatte er schon eine Truhe vorbereitet. Dort wird er dann den kleinen Kessel deponieren. Der erste Schritt in die richtige Richtung. Nun überlegt er sich, welches Gestein er am besten für die Farbe wählen würde. Ein Stück von den Gemäuern der Arkoritherburg. Er schien sich etwas unschlüssig zu sein. Zumal die Farbe doch schon bei allen Arkorithern zugegen ist. Den grauen Stein, nein das ist es einfach nicht. Nach weiterem Denken überkommt ihn ein grinsen. Das wäre eine Schmach und doch zu schön. Marmor, nur wo soll er Marmor herbekommen. Es gibt nur einen Ort an dem er es beschaffen kann. Ered Luin.
Und schon überlege er wie er am besten an diesen Ort kommen kann. Klar die Reiseebene würde ihn in die richtige Richtung bringen. Er darf einfach nicht erkannt werden. Das wäre fatal und würde sein Ende bedeuten. Stund um Stund sass er in seinem Haus und starrt die Wand an. Er weitet die Augen.
Das ist es. Das ist der Plan. Er weiss genau was nun zu tun ist. Klar ein gewisses Risiko besteht dabei sicherlich. Aber das ist es ihm wert. Wenn er noch einen Brocken von dem Gestein erhaschen kann, würde sein Plan funktionieren. Natürlich lebend Ered Luin verlassen, das sollte man nicht Außen vor lassen.

Er erhebt sich von dem Stuhl, sogleich entledigt er sich seiner Kleidung.


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Er muss leicht sein, agil und schnell. Nur so würde der Plan funktionieren. Also das lästige Rüstwerk weg. Er zieht sich nur das nötigste an um seinen Ansprüchen gerecht zu werden.

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Sogleich verschwindet er im Hinterzimmer und sucht in der Truhe mit Schatzkistenkram nach dem benötigten Werkzeug. Eine Spitzhacke, genau das ist das richtige um ein Stück herauszubrechen.
Er begutachtet kurz die Spitzhacke und nickt dann mehrere Male. Er betrat wieder den Laden und fühlt seine Kleidung ab. Ein Blick in den Rucksack und ein festes Nicken.
Sofort greift er Brachial ins Liedgefüge ein. Er muss sich so gut es geht tarnen, also wählt er die Katze aus. Dieses kleine Biest wird ihm ein Stück näher an den Stab bringen.

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Der Weg des kleinsten Widerstandes. Unnötige Konfrontationen vermeiden. Ab durch die Reiseebene, das Ziel ist nicht mehr sehr weit. Dort wird er die richtige Stelle finden.

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Am Ziel angekommen blickt er sich argwöhnisch in Katzengestalt umher. Es gibt doch diese Baumgeister, die Wachen, gar die Irrlichter. Ruhig bleiben. Durchatmen und rein in den Kampf. Und so tritt er dann den gefährlichen Weg durch den Elfenwald an.

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Es scheint so als ob sie ihn noch nicht bemerkt hätten. Nun es ist eine Katze die durch den Wald streift. Aber besser die Vorsicht, als wenn es nach hinten losgeht. Es scheint wohl nicht mehr weit.

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Er sah die Stadtmauern und die Wachen von weiter Entfernung. Jetzt ist der kritische Moment. Betreten und ganz natürlich verhalten. Eine Katze ist nur eine Katze, nicht viel mehr. Trotz dessem schleicht sie sich an der Mauer der Stadt entlang.

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Es ist vollbracht. Er hat die Stadt sicher erreicht. Elfen über Elfen soweit das Auge reicht. Besser unauffällig etwas im Gras herumstreunen als später entdeckt werden. Und so verhält er sich dann auch. Er streift durch die hohen Gräser am Marktplatz entlang.

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Jetzt war er auf der Suche nach einer perfekten Gelegenheit. Wo treibt sich niemand rum. Wo kann er das kostbare Gut erstehen. Es ist alles übersäht mit Marmor. Aber wie soll er im Morph den einfach so das harte Gestein bergen. Weiter geht es, er erblickt eine Taverne. Wohl zu dieser Stund niemand anwesend. Er betritt vorsichtig das Gebäude und blickt sich um.

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Verlassen und leer. Das war perfekt. Der Krach den die Bergung anrichtet sollte wohl jeden Elfen in der Umgebung aufschrecken. So tapst die kleine Katze dann die Treppe hoch. Auch dort war niemand zu erblicken. Er fühlt sich sicher. Nutz die Chance. Nun ist die Zeit gekommen.
Sogleich begann er wieder seine ursprüngliche Gestalt wieder herzustellen.

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Nun stand er da. In der leichten Kleidung in der Stadt der Elfen. Bevor die Arbeiten losgehen muss ein Hindernis erschaffen werden. Wenn der erste Schlag der Picke vernommen wird werden sie ihn holen kommen.

Er zögert also nicht lang. Alles muss sehr schnell gehen. Wieder wird er brachial ins Liedgefüge eingreifen. Es dauert einen kurzen Moment. Vor ihm trennt nun eine Wand zwischen ihm und der Gefahr.

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Sogleich holt er die Picke aus dem Rucksack. Die Bank steht in der Ecke, dort wird es am wenigsten auffallen wenn ein Stück weggebrochen ist. So hebt er dann die Picke und holt weit aus. Ein lautes Krachen und Knacksen ist zu vernehmen.

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Beim Einschlag der Picke wird ein Stück von dem Marmor herausgebrochen. Es fliegt quer durch den kleinen Raum und rollt unter den Tisch.

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Schnell wird die Picke wieder an Ort und Stelle verstaut. Nichts zurücklassen was Aufmerksamkeit auf einen Lenken kann. Sogleich beugt er sich nach vorn. Er krabbelt unter den Tisch. Irgendwo muss doch der Brocken zu finden sein.

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Er hat ihn. Der Brocken wandert schnell in die Tasche. Schnell krabbelt er unter dem Tisch hervor. Er hört schon das laute Geräusch von metallernen Rüstungen. Sie kommen. Er blickt kurz zur Mauer hin. Noch steht das Gebilde. Die Frage ist nur wie lang.

Und sogleich wird er sich wieder ins Liedgefüge einstimmen und eine weitere Applikation wirken.
Vor ihm wird er einen Spalt in die Sphäre reissen. Dieses male weitet er ihn nichtmal so weit bis er mühelos hindurchtreten kann. Nein er wird diesen nur soweit öffnen das er in gebückter und geduckter Haltung hindurchschreiten kann.

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Er sieht in Richtung Mauer, kleine Brocken lösen sich. Die glänzende Rüstung von einem Gardisten ist schon zu sehen. Er schreitet hindurch und rennt über den brüchigen Pfaden in Richtung des rahalischen Tores. Als er hindurchgeht rennt er schon fast panisch in Richtung der rahalischen Wachleute die an den Mauern stehen. Als er dort angekommen ist scheinen die Gardisten etwas verwirrt und fragen was den los ist. Er winkt nur ab, erklärt, dass er das Laufen übe. Ach üben ja, das kannten die Gardisten vom ihm und haben sich nichts weiter gedacht.
Als er in Rahal war atmet er mehrfach tief durch. Die Richtung war klar, ins Haus und den Brocken verarbeiten. So betritt er dann seine Räumlichkeiten und holt aus einer Truhe einen Mörser und einen Stössel heraus. Akribisch und mit erheblichem Kraftaufwand zerkleinert er dann den Brocken zu feinem Staub. Das sollte ausreichen um dem Stab die nötige Farbe zu geben. Er sammelt den Staub in einem Einmachglas, dieser wird dann in die Truhe gestellt mit dem bereits vorhandenen kleinen Kessel. Das Pergament wird entrollt. Er schaut auf die Zutatenliste. Jetzt geht es darum Holzstämme zu besorgen. Zum Glück war die Zunft nicht sehr weit weg gewesen.
Dort trifft er Eri Grünstein ein. Nach einem freundlichen Gespräch und der Übergabe einiger Münzen erhielt er dann dort zehn, gerade gewachsene Stämme aus dem besagten Mahagoniholz.
Auch dieser wird er dann vorsichtig in die Truhe in seinem Hause postieren. Das Pergament wird überarbeitet. Der Kohlestift wird angesetzt und die Hölzer durchgestrichen.

Jetzt geht’s ans Eingemachte.
Der Weg bringt ihn zur Bank. Das ist sein nächstes Ziel. An der Bank angelangt wird der Magus freundlich begrüßt. Er fordert sein Bankfach. Alles an Ersparten und erarbeiteten Goldes holt er aus der Truhe. Er legt es Säckeweise neben die Truhe. Der Bänker staunt nicht schlecht und schaut ihn nur etwas erstaunt entgegen.

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Er schiebt die Truhe zurück, er packt all sein Gold in den Rucksack und verschwindet ohne jeglichen Gruss. Es bereitet ihn umbehagen mit so viel Gold herum zu laufen. Nächstes Ziel. Bajard. Nördlich der Akademie Arcana befindet sich der mysteriöse Händler.
Dort angelangt verlangt er die gefangenen Seelen und Insektenschuppen die er für sein Projekt benötigt.

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Die mysteriöse Gestalt überreicht ihm ohne das Gesicht zu verändern die gewünschten Waren. Doch halt. Das ganze Gold hat nicht gereicht. Einige Schuppen scheinen noch zu fehlen.
Er zieht sich wieder zurück ins sein Haus. Dort wird er die Waren in die Kiste legen und das Pergament anpassen.

Jetzt geht es an die Goldbeschaffung, viel fehlt nicht mehr. Dann ist alles beisammen.
Die nächsten Wochen sah man den jungen Magus an diversen Orten. Er wirkte Applikationen, er kämpfe sich durch den alten Tunnel. Immer und immer wieder.

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Die Gestalten kamen einfach nicht genügend nach. Es war nicht effektiv genug. Bis die Kreaturen aus den Löchern erneut sich blicken lassen, darauf kann er nicht warten.
So suchte er weitere Gewölbe auf. Tage vergingen, das Ziel immer näher rückend glänzen seine Augen bei jeder Kreatur die niedergestreckt wurde. Selbst vor eisigen Wesen macht Lemo keinen Halt. Er ist im Blutrausch, oder besser gesagt im Goldrausch.

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Ein Mondumlauf dauerte es wohl. Müde ist er. Die Jagten haben an ihm gezehrt. Er will nur dass es endlich vorbei ist und verdient auf den neuen Stab blicken darf. Jeden Tag bringt Lemo immer und immer wieder Goldsäcke auf die Bank. Der Bankier wundert sich über seine Taten. Hat er doch erst vor kurzem All sein Hab und Gut abgehoben.

Dann ist der Tag gekommen. Er hat genug Gold beiseite geschafft. Der Artefakthändler, diese zwielichtige Gestalt wird erneut aufgesucht. Die restlichen Reagenzien werden von ihm beschafft.
Er bringt den Rest in die Truhe in seinem Haus. Leuchtend und strahlend erblickt er die einzelnen Elemente des zukünftigen Stabes.

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Nun war es Zeit den richtigen Schreiner zu finden um das Werk zu vollenden.
Er kannte zwei Schreiner die solche Stäbe anfertigen. Hoffentlich auch nach seinen Wünschen.




Die Herstellung
Die Materialien aus der Kiste wird er sorgsam in seinem Rucksack verstauen. An einer Schlaufe hängt der kleine Kessel. Die Mahagonihölzer ragen aus dem Rucksack heraus. Vollbepackt mit dem kostbaren Gut macht er sich auf den Weg nach Bajard ins Handwerkerhaus.
Dort trifft er dann einen Schreiner. Der Mann stellte sich unter dem Namen Eckbert der Holzquirl vor. Er erzählt ihm von seinem Vorhaben. Selbst das Anfertigen von einem Kristallstab ist schon ein schwieriges Unterfangen, meinte der erfahrene Schreiner dann. Das was ihm Sorgen bereitet ist wohl die Lasur. Er kennt das Verfahren Hölzer haltbarer zu machen. Gar diese zu beizen. Aber solch ein Unterfangen hat er bisher noch nicht vollbracht. Trotz dessen der Unsicherheit der Beiden beginnen sie das Projekt.

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Schlussendlich aber überreicht er ihm dann das kostbare Gut. „Und sei ja vorsichtig damit“, meinte Lemo dann etwas nervös. Wohl von den Worten Lemos konnte der Holzarbeiter die Schwierigkeit und Kostbarkeit des Stückes vernehmen. Daher nimmt er vorsichtig die einzelnen Zutaten entgegen. Er stellt den Topf und die Hölzer auf den Boden, das Einmachglas und die Artefaktreagenzien auf den Tisch vor sich.

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Langsam beginnt dann der Holzarbeiter mit seinen Arbeiten. Argwöhnisch und nah bei ihm begutachtet er genau sein Tun. Der Holzarbeiter beginnt dann erst die Mahagonistäbe zu bearbeiten. Nachdem er diese passend zurechtgeschnitten hat und die Unebenheiten abgeschliffen hat setzt er diese zusammen.

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Nachdem der einfache Teil geschehen ist scheint Lemo doch eine gewisse Art der Angst zu packen. Kann dieser Schreiner, den er vorher noch niemals gesehen hatte solch ein Werk vollbringen. Fakt ist jedoch, sollte er versagen, wird dies das letzte Werk sein was er verschandelt hat.

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Dann greift Eckbert auch schon nach den Artefaktreagenzien. Vorsichtig nimmt er Maß an den Reagenzien und begutachtet sie dann auf Größe und Form hin. Er holt ein Kerbmesser heraus und beginnt auch schon Einbuchtungen in den Stab zu schnitzen. Jede einzelne Einbuchtung wird genau abgemessen. Auf einem Pergament schreibt er zu einer einzelnen Einbuchtung eine Zahl. Auf jenes legt er dann die Reagenzie. Ebenfalls wird die Einbuchtung mit einem Kohlestift markiert. Da nicht alle Reagenzien aufs Mass hin identisch sind, kann er so jede einzelne Einbuchtung zuordnen.

Nachdem er die ganzen Einkerbungen gemacht hat, dreht er den unvollständigen Stab hin und her. Dabei mustert er den Tisch. Viele verschiedene Pergamente, ebenso viele verschiedene Zahlen.
Dann beginnt er vorsichtig die Artefaktreagenzien in den Stab einzusetzen.

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Er prüft nach seiner Arbeit den Sitz der Reagenzien und nickt zufrieden. Dann legt er den Stab auf den Tresen und erhebt sich langsam. „Klebe einen Teil ab. Es soll die Form einer sich windenden Schlange haben.“, meinte Lemo dann in Richtung des Holzarbeiters. Er nickt und greift nach dem Kessel, fragend blickt er in Richtung des Magus. Es soll erhitzt werden, dann trage es auf den Stab auf. Das wird die Lasur damit der Marmorstaub haftet. Eckbert nickt mehrfach verstehend und wandert dann mit dem Kessel in Richtung Küche. Das Feuer wird angestocht, er holt einen Holzlöffel hervor. Langsam erhitzt er die Masse bis diese wieder Flüssig wird. Mit einem Leinentuch nimmt er dann den Kessel vom Herd und stellt ihn neben die Werkbank ab.
Dann beginnt er Vorsichtig die klebrige Masse auf den Stab aufzutragen.

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Am oberen Ende des Stabes wird er ein Tuch ansetzen, so dass er beim Pinseln nicht mit der Masse in Berührung kommt.
Nachdem er alles bepinselt hat lehnt er vorsichtig den Stab an die Werkbank. Nun greift er auch schon zum Einmachglas und öffnet es. Er holt ein Schale heraus und ein Sieb. Vorsichtig wird er den Inhalt des Einmachglases in das Sieb schütten. Mit langsamen Kreisbewegungen rieselt der feine Staub durch das Sieb auf die Schale. Dann greift er nach dem leeren Einmachglas. Er hebt den Stab etwas an, und stellt das Fussende in das Glas. Sogleich beginnt er dann die komplette Oberfläche mit dem feinen Marmorstaub zu bestäuben.

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Diese Prozedur wiederholt er dann mehrere Male. Der überschüssige Staub, der in das Einmachglas reinrieselt, wird ebenfalls verwendet um die Prozedur so oft wie nur möglich zu wiederholen. Als die Arbeit dann getan ist, nimmt er ein Leinentuch und fasst den Stab an der Spitze an. Er dreht diesen dann mehrfach und begutachtet eventuell fehlende Marmorsteinteilchen. Mit der noch freien Hand greift er zu seinem Rucksack und holt einen Fächer heraus. Mit diesem wird er dann die bestäubte Masse zusätzlich abkühlen.

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Nachdem dieser dann abgekühlt ist beobachtet nicht nur der Schreiner, nein Lemo selbst wirft ein genaues Auge auf den Stab. Er konnte es nicht fassen. Es ist tatsächlich ein schneeweisser Kristallstab. Wenn man hören könnte, wie ein Stein vom Herzen fällt, dann würde sicher die Erde beben. So sichtlich Glücklich und Froh ist Lemo das die Arbeiten zu seiner Zufriedenheit erledigt wurden.

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So wird der Kristallstab in Marmorfarben dann Lemo überreicht. Sorgsam mustert er das gute Stück. Er blickt zu dem Bereich, an dem das Mahagoniholz zu erkennen ist mit dem Symbol der Schlange. Lemo bedankt sich mehrfach bei dem Schreiner und wird ihn fürstlich entlohnen. Weiterhin wird er in jedem Belang, die er einmal haben wird, ein gutes Wort für ihn einlegen.

OOC: Eine ältere Geschichte vom März 2016, ich hoffe es hat gemundet :)