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Zu Gast in Nilzadan
Verfasst: Sonntag 30. April 2006, 22:37
von Fadi Yazir
Er blickt sich um - ein kleiner Raum vielleicht 2x5 Schritte groß, ein Tisch, eine Liege. Neben ihm kauert Saalih, vor Ihm Gitter und dahinter ein mürrisch dreinblickender Zwerg, so er sie überhaupt eines Blickes würdigte.
Wie konnte nur alles so schlimm kommen? Nicht, dass er in einem Verließ saß, er saß in einem zwergischen Verließ, tief unter der Erde, wo noch nie ein Sonnenstrahl seinen Weg hingefunden hätte.
In Gedanken ging er die zurückliegenden Ereignisse durch. Kaum das er in Berchgard eingetroffen war, stürmten von allen Seiten Angreifer heran. Ein wildes Durcheinander, Varunesen, Zwerge, Tiefländer und andere rannten von allen Seiten auf sie zu...ein wilder Knäul entstand. Schnell verloren sie sich aus den Augen. Dann sah er einen jungen Mann vor sich, wenige Tage zuvor hatte er ihn in Bajard noch kennengelernt, freundlich schien er ihm und nun feuerte er auf seinen Bruder. Schnell schloß er die Augen und Blitze schossen aus seinen Händen auf den Mann hervor. Als er sie Bruchteile später wieder öffnete, lag der Mann am Boden. Aber nicht nur das... auch drei weitere Angreifer standen nun direkt vor ihm und schlugen auf ihn ein, bis er benommen zu Boden sank.
Als er aufwachte standen schon Saalih und Yamaal vor ihm. Die Schlacht schien geschlagen. Aber wo war Raakin? Er blickte sich um, doch konnte er ihn nirgendwo sehen. Auch die anderen beiden vermochten ihm nicht mehr zu sagen. Ob er ... - nein das konnte nicht sein. Ihm war bestimmt nichts zugestoßen, oder etwa doch?
Während er noch nach ihm Ausschau hielt, kamen um ihn herum Zwerge zusammen. Schnell war er von vielleicht einem Dutzend Personen umstellt. Noch in Gedanken um seinen Bruder vertieft, ließ er alles um sich herum geschehen. Es schien eh sinnlos, sich der sich aufbauenden Übermacht entgegen zu stellen. So ergab er sich und auch die anderen beiden sollten ihr Leben nicht sinnlos vergeuden.
Was hatte er wohl zu erwarten? Varunesischen Kerker. Eine Verhandlung und sicher ein entsprechendes Urteil. Die Gedanken drehten sich in seinem Kopf. Langsam besann er sich wieder auf die Situation. Er war Abgesandter des Emirs. Er würde vorgeben, nur zu Gesprächen in Berchgard gewesen zu sein und von den hereinbrechenden Kämpfen überrascht worden. Die anderen waren sein Geleit. Dies dürfte vielleicht ein akzeptabler Vorwand sein. Zumal gerade erst vor wenigen Tagen die Beziehungen zum Grafen wieder aufgelebt hatten. Saalih sollte gar persönlich gedankt werden.
Aber dann kam es doch anders. Die Zwerge beanspruchten sie als ihre Gefangenen. Kurz schluckte er. Die Zwerge - überall würde er lieber einsitzen als dort. Schnell brachte er seinen Einwand hervor. Es war der Boden der Grafschaft, sollte er nicht in varunesische Kerker? Doch was sollte schon sein Einwand bringen? Umringt von Zwergen und sich vor ihnen verbeugenden Varunesen, er war wohl verloren. So interessierte es die anwesenden Varunesen kaum....eine Abschrift des Urteils wollte einer. Gab es Menschen, die noch größere Bürokraten waren als er? Fassungslos nahm er nur schwach Anteil von den Geschehnissen. Kriegsbeute, verschachert an den Feind. Kein guter Zeitpunkt, um große Reden zu schwingen. So blieb er danach still und versank wieder in Gedanken um Raakin. Sein Bruder musste wohl gefallen sein, er war noch immer nicht hier.
Nach einiger Zeit bemerkte er, dass Yamaal entkommen war. Wenn er sich bis nach Menek'Ur durchschlagen könnte, würde er wenigstens in der Heimat berichten können.
Unendliche Momente reihten sich aneinander. Der Graf und einer dieser kleinen, frechen, Stinker redeten schier endlos. Loblieder auf die Zwerge und diese suhlten sich in den Worten. Sie waren sich ihrer Position bewusst und verhielten sich entsprechend. Sie stellten Forderung nach Forderung und der Graf konnte gar nicht schnell genug nicken, um ihnen mit wohlklingenden Worten all das zu geben wonach sie verlangten. Er hielt einen Moment mit seinen Gedanken inne....Neid war es der in ihm hervortrat, Neid und Mißgunst....streng genommen hätten die Menekaner nicht anders sich feiern lassen an der Stelle der Zwerge. Natürlich mit mehr Stolz und Würde, sie waren ja keine Zwerge.
Schließlich wurden sie abgeführt. Endlose Gänge und Stollen. Nie war er derart tief in die Erde vorgedrungen. Auch wenn er merkte, wie die Verbindung zu seinem Element belebend auf ihn einzuwirken schien, erfreuen konnte er sich daran nicht. Die Luft war drückend und muffig. Es war nur zu sehen, was das Flackern vereinzelt aufgehängter Fackeln freigab. Und die Sorge um seinen Bruder.
Da stand er nun. Eine Zelle, eine Liege, ein Tischlein, Gitter und Saalih noch immer an der Mauer neben ihm kauernd. Wenn Yamaal es nur nach Hause schaffen würde, der Emir würde uns schon helfen.
Verfasst: Sonntag 30. April 2006, 23:25
von Yamaal Muhab
Yamaal schüttelte nur den Kopf, er verstand es einfach nicht. Jedoch folgte er stur seinen Befehlen. Er war es gewohnt Befehlen zu gehorchen. Wer war er schon daß er Befehle von Raakin, Fadi oder gar dem Emir in Frage stellen konnte. Die eigentliche Schlacht war schnell vorbei und plötzlich war Fadi umringt von Zwergen. Von Raakin keine Spur. Als einer der Zwerge Fadi seine Axt in die Seite rammte, legte Yamaal an und schoß einen Warnschuß ab, der vor dem Zwergen in den Boden fuhr. Kurz darauf traf ihn ein Bolzen in der Schulter. Verdammtes Zwergenpack dachte er sich noch und wollte sich auf den Schützen stürzen, ungeachtet der Tatsache daß dies wahrscheinlich seinen Tod bedeutet hätte. Der Mistkerl kam sogar zurück und riß ihm den Bolzen aus der Schulter. Yamaal knickte ein und schrie vor Schmerzen auf. Wutentbrannt hob er seinen Diamant-Wüstenskorpion und wollte dem Zwerg hinterher eilen. Doch eine Frau hielt ihn auf, wollte seine Wunde versorgen. Yamaal schaute kurz perplex zu der Frau, alles in ihm schrie eigentlich danach diesen Mistkerl zu töten, doch dann nickte er nur schwach und ließ zu daß sie sich die Wunde ansah und verband. Dann sah er wie einige Zwerge Fadi fortführen wollten. Er nutzte einen Moment wo die Zwerge alle in eine andere Richtung schauten und dachte bei sich jetzt oder nie. Erst langsam, versuchend kein Aufsehen zu erregen schlenderte er davon und rannte außer Sichtweite los. Er versteckte sich hinter einer Schmiede in einem Haufen Abfall bis Ruhe einkehrte. Erst als es dunkel war und ruhig auf den Straßen riskierte er es. Der einfachste Weg wäre gewesen zu versuchen zum Schiff zu gelangen, doch dort waren sicherlich Wachen postiert. So lief er Richtung Ausgang. Das Tor war ebenfalls mit Wachen besetzt, so lief er zum Wasser, sprang hinein und schwamm ein Stück die Küste entlang. Ausser Sicht verließ er das Wasser wieder, trocknete seine Sachen an einem Feuer und gen Morgen lief er Richtung Bajard. Dort angekommen bestieg er das nächste Schiff. Dieses führte ihn nach Fuachtero. Dort war es eisig kalt und Yamaal war heilfroh als nach nur kurzer Wartezeit ein Schiff anlegte, daß nach Menekur weiter fahren würde. Dort angekommen alarmierte er die Wachen. Diese sollten den Emir über das Geschehen informieren. Er selbst legte sich hin und schlief sofort erschöpft ein..
Verfasst: Montag 1. Mai 2006, 05:03
von Toshgrum Eisenkiefer
Innerlich war der Hauptmann noch lange nicht zufrieden gestellt, dieses Pack. Alatars Schergen, wieder einmal sorgten sie fuer unruhe.. alles was sie konnten, war einzigst und allein den Frieden zu stören.
Nichtmal einen habe ich abbekommen!.. KEINEN EINZIGEN!
Immer wieder machte er sich gedanken, dieser Fuchtler!
Die letzten geschehnisse mit einem Fuchtler kannte er noch genau, nichts davon hatte er vergessen. Keine Ehre besaß dieser Fuchtler, keinen Anstand.. nichts dergleichen.. nein er besudelte sie so mit seiner Dreistigkeiten, das allein der Zorn des Bergvolkes auf sich und seine Fuchtlerkameraden gerichtet wurde.
Er sollte bestraft werden fuer das was er getan hat, auch wenn man ihn nicht fuer einen anderen beschuldigen konnte. Eins sei aber gesagt, hier unten herrschen unsere Gesetze! Unser Volk, die Khaz-Aduir.. Cirmias Söhne und Töchter!
Lange noch saß er unruhig auf seinem Steinthron, ab und an machte er einen abstich zum Kerker der Wüstenbrut. Sicher ist sicher dachte er sich hierbei, dabei die brut immer genau anblickend. Doch kein Wort ließ er von sich, genüßlich trank er dann immer wieder aus einem großen Krug. Tosh´s geruch aber war bemerkenswerter als das dunkelbräuige gesöff was dort aus seinem behältniss kam, sich immer wieder aus der Seite den weg ueber sienen Bart entrinnt.
In seinem Loch angekommen kamen nur ein paar Wörter von ihm
Dieses mal, werde ich nicht Wortlos dem Gericht beiwohnen...
Verfasst: Montag 1. Mai 2006, 14:28
von Karggosch Hammergrund
Durch die Gitterstäbe warf Karggosch den beiden Braunhäutern nochmals einen Blick zu, bevor er mit einem zufriedenem Grummeln die Gefangenen der Dunkelheit der kleinen Zelle überließ, um im oberen Geschoß einen Schlafplatz zu suchen. Die übrigen Wächter würden wohl über die Tage hinweg Wache stehen, und so blieb dem Hammerschwinger genug Freiheit, sich von den Ereignissen des vergangenen Abends zu erholen. Die Zukunft der beiden Braunhäuter war ungewiss, zeigte einer von beiden doch glatt keinerlei Anstand seine Klappe zu halten, auch wenn die Äxte der Khaz-Aduir täglich geschliffen wurden und ein schwungvoller Hieb durchaus auch gerüstete Glieder durchtrennen könnte.
Der Fuchtler, der es wagte seine Schmähungen Cirmias' in Form von Energieentladungen während der Schlacht zu Berchgard den Wächtern des Berges entgegenzuschleudern, schien vom Gemüt her eher besonnen und zurückhaltend. Ertrug er doch den Hieb, der jeden anderen dieser schwächlichen Langbeiner wohl zu Tränen gezwungen hätte, mit Fassung und seinem Schicksal ergeben. Dies beeindruckte Karggosch insgeheim, auch wenn er seinen Feinden dies niemals offen zugestehen würde.
Man würde diesem Wohl, da er es wagte Magie gegen die Khaz-Aduir und deren Verbündeten zu wirken, wahrscheinlich die Hände abhacken oder...
Karggosch verdrang den Gedanken. Es lohnte sich wirklich nicht, sich zu viel mit Langbeinern zu befassen.
Verfasst: Montag 1. Mai 2006, 15:52
von Saalih Ifrey
Zwei Tage nun, oder vielleicht auch erst einer, vielleicht sogar drei Tage sassen sie nun schon in diesem engen Loch. In Berchgard hatte er das letzte mal die Sonne gesehen, die sein Volk so liebte.
Von Ehrlosigkeit sprachen die Zwerge. Selbst einfache Gefangne wurden bei den Menekanern besser behandelt als sie. Das Fleisch was man ihnen reichte war so hart wie die Rüsten der Zwerge. Das Brot war übersät mit Schimmel. Selbst das Wasser stank nach etwas unerklärlichem. Als er diese so genannte Nahrung sah hoffte er insgeheim einmal einen Zwergen im Kerker Menek'Urs begrüßen zu dürfen.
Er fühlte mit den Haenden an seinen Stiefel. Der Dolch im Stiefelschaft war noch immer an Ort und Stelle. Selbst durchsucht hatte man ihn nicht. Sicher, man fragte ihn ob er eine Waffe bei sich hatte. Diese dummen Zwerge. Natürlich gab er ihnen den gut ausbalancierten Dolch den er am Gürtel trug. Der Zwerg blickte mismutig auf die Waffe, nahm sie aber an sich.
Selbst ein Zwerg musste doch so intelligent sein um zu erkenne, das man mit so einer Waffe kaum in eine Schlacht zieht. Und schon gar nicht in einer einfachen Tunika. Aber anscheinend waren sie es nicht. Dieses Volk schien stur zu sein. Und sie schienen von Worten zu reden, von denen sie nichteinmal wußten was sie bedeuteten. Sie redeten von Ehre. Die zwergische Ehre schien daraus zu bestehen die Gefangenen möglichst noch vor der Verhandlung sterben zu lassen und sie in der Zwischenzeit zu schlagen. Wenn die Zwerge etwas konnten, dann war es die Gefangenen zu provizieren. Besonders schlimm war dieser kleine, für einen Zwergen schmächtige Mann. Schien sogar für einen Zwergen noch recht jung zu sein. Aber er besass die selbe Ehre. Zumindest verstand er es mit der Armbrust auf ihn zu schlagen.
Saalih hatte Mühe den Dolch im Stiefel zu lassen. Zumindest diesen Zwergen haette das Gift am Dolch sicher nicht gut getan. Aber das haette dem Haendler sicher nicht weiter geholfen. Ebensowenig wie die Dietriche die man ihm auch lies. Nichteinmal durchsucht hatten sie ihn. Wozu auch, hier unter der Erde würde man nicht weit kommen. Außerhalb der Stadt konnte man nur kriechen. Und die Zwerge hatten so einen Vorteil ob ihrer kurzen Beine. So blieb ihm nichts übrig als zu warten. Irgendwie rechnete er damit, das man ihn nicht gerade gnädig verurteilte. Aber das war die Weitsicht des Emirs. Er hatte sie schließlich an die Seite der Pantherdiener in die Schlacht geschickt. Man würde sehen was die Verhandlung bringt.
Verfasst: Montag 1. Mai 2006, 18:19
von Torgal Hammergrund
Der nächste Morgen… Kopfschmerzen Kater… es brauchte mehr Bier… endlich floss es wieder in Massen durch seine Kehle und ein tag musste nachgeholt werden… die Gefangenen.. ja nach denen musste man sehen sie sollten nicht verhungern und den Tag der Verhandlung erleben. Schon lange hatte man die Braunhäute aufgeklärt das sie sich nicht in das Reich des heiligen Bergvaters zu wagen hatten... und nun wollten sie mit Gewalt einen teil des Reiches die Miene einnehmen? Die Zwerge waren viel zu großzügig in Torgals Auge.. eigentlich hätte man dem Braunhaut Oberhaupt seine Streiter zurückschicken sollen... nur die Köpfe geziert von einer Axt in der Mitte des Schädels. Aber man behandelte sie für das was sie waren besonders gut.. und Torgal wusste das dies nun mal Richtlinien waren... also erbarmte er sich und stapfte zur Taverne, während er einen Humpen leerte fragte er den Bruder nach Resten aus seiner Küche für die gefangenen, bald hatte er einen beutel mit dem er zum ersten Wachhaus stapfte wo die Zelle war..
Der stämmige Zwerg musterte mit dem ihm gebliebenden Auge die Zelle genauestens.. auch in dem Dämmerlicht konnte er alles gut erkennen und so war er innerlich erfreut als er sah das der Hexer schlief. Brummend stopfte er den Beutel durch die Gitterstäbe doch anstelle von Dankbarkeit und Freundlichkeit ob der Hilfe steigerte sich dieser von der Sonne verfluchte die Khaz Aduir ehrlos zu nennen... der dessen Volk an der Seite von Pestpanther stritt und von den Zwergen verschont wurde, Dem ja gar essen und trinken gereicht wurde, dem noch nicht mal eine einzige Gliedmasse fehlte wetterte und fluchte... als er dann noch auf die Rüstung Torgals spuckte gab es für den Zwerg kein halten mehr, die Regeln bei den zwergischen Gefangenschaft waren einfach.. wer ruhig war und ausharrte dem passierte nichts... wer die Staerke der Zwerge mit Worten oder taten erkunden wollte.. der wurde belehrt. Mit dem Zellenschlüssel schloss er die Tür auf trat ein und schlug mit der harten unteren Kante seiner Armbrust nach dem Kinn des noch sitzenden. Dem Genüge getan wollte er wieder aus der Zelle da ereilte ihn ein tritt in die Kniekehle worauf er kurz zusammensackte die Armbrust fallen lies und herumwirbelte und auf den Menekaner zustürmte um ihn auf den Boden festzunageln und 4-5 zwergische Hiebe in den Magen zu geben bis nur noch ein Keuchen zu hören war. Mürrisch knurrend verließ Torgal die Zelle schloss sie ab und verließ das Wachhaus... dieses ehrlose Pack von Sonnenanbeter sollte für ewig dort Schmorren... er würde kein essen mehr bringen
Verfasst: Montag 1. Mai 2006, 21:16
von Grim Hammergrund
Am spaeten Abend seines Arbeitszyklus, stapft der alte Hoehlenvater noch einmal an der Gemeinschaftszelle der beiden menekanischen Insassen vorbei und stemmt seinen metallischen Armaufsatz kraftvoll gegen das Stahlgatter, welches die beiden Gaeste an ihrer Flucht hindert.
"Mrâ'gthol Oberflaechenwesen, eure Verhandlung wird am morgigen Tag zur 15. Stunde stattfinden, bereitet euch vor."
Der alte Mann spitzte noch einmal die trockenen Lippen, als ihm auffiel dass Einer der Gefangenen in der Dunkelheit blind umherstarrte um seine Stimme einordnen zu koennen.
"Das Licht der Oberflaeche bestimmt deinen Lebenswandel, mitleiderregendes Wesen - Ich werde ab der Essensstunde regelmaessig einen Waechter entstenden, der dich ueber den Stand der Zeit informiert."
Ohne eine Antwort abzuwarten, wendete sich der langhaarige, fassfoermige Mann von der Zelle ab und stapfte mit einem leisen Murmeln auf den Lippen in Richtung der Treppenstufen davon.
Verfasst: Dienstag 2. Mai 2006, 10:52
von Aasim Omar
Geplagt von der Niederlage zu Berchgard versuchte Aasim einen Weg zu finden seine Minister aus den Fängen der Zwerge zu holen. Jene die das Wort Ehre nur als Schutz gebrauchen um ihre wilden Rituale zu praktizieren. Aasim war sich sicher das diese wilden schon lang auf solch edle Gefangene gewartet hatten um ihrem Loch das sie Heimat nennen ein wenig mehr Wert zu geben. Welch ein Schandtat war es doch derer sich diese kleinen Erdwühler schuldig machten. Nach einer Schlacht jene Krieger des Gegners als Verbrecher einzusperren und vielleicht sogar noch deren Familien das letzte Gold aus dem Beutel zu pressen.
Kein Menekaner hätte es gewagt einen Gegner vom Schlachtfelde zu zerren, so sie doch im besten Falle würdig Gegner waren. Was würden diese kleinen Wilden wohl für haltlose Anklagepunkte finden? Was würden ihre Gedanken die nicht weiter gingen als bis zum Ende ihrer Axt wohl austüffteln? Sie gelten als unwürdig einen Menekaner überhaupt anzusprechen und nun wagen sie es auch noch Hand an einige zu legen. Ihr Gericht ist einem Menekaner nicht würdig und sie sollten wissen das man ihren Rechtsspruch nicht anerkennt und doch wagen sie es. Ein kläglicher Versuch in der Hoffnung auf Aufmerksamkeit?
Doch was tun? Verhandlungen würde man mit ihnen nicht wieder aufnehmen können. Zutief ist die Wunde die sie rissen, zu unehrenhaft ihre Festnahme der Edlen. Und selbst wenn man einen der Edlen schicken würde zum Verhandeln, war man sich sicher sie würden seine Worte nich einmal ansatzweise Verstehen. Man würde den Gesandten wohl auch gefangennehmen und so würden sie wieder einen der Edlen in ihrer Gewalt haben. Dieses zerrüttete Volk aus wilden Clans wurde zu einem Problem das Menek'ur mit seiner Weitsicht nicht zu endecken vermochte. Wichtigere Dinge als jenes Volk zogen ihre Aufmerksamkeit auf sich. Doch nun gingen sie zu weit. Man sollte sie in ihre Höhlen treiben aus denen sie kamen und jenen Eingang verschütten. Ihre niedere Lebensart lies in Aasims Augen einzig den Schluss zu das einige Völker zum dienen in Ketten geboren seien. Sklavenaufstände fingen immer mit Geiseln an, wie wohl auch diesmal.
Verfasst: Dienstag 2. Mai 2006, 21:36
von Karggosch Hammergrund
Mit einem Stirnrunzeln beobachtete Karggosch vom Tor der Stadt Nilzadan im westlichen Nebengewölbe aus, wie die zwei dunkelhäutigen Langbeiner davonzogen. Er konnte die dritte Braunhaut nicht mehr erspähen, auch wenn seine Augen im Dunkeln das Vermögen hatten bis auf mehrere hundert Schritt jede Einzelheit seiner Umgebung genaustens zu erfassen.
Als er die Gefangenen abholte, bot sich ihm ein Anblick, den er sich vor Tagen kaum noch vorstellen konnte.
Einer von den beiden Gefangenen, der noch tagszuvor sein Mundwerk nicht zügeln konnte, kroch nun vor ihm herum wie ein ausgetrockneter Wurm, der sich auf dem sandigen Boden windete, um doch noch vergeblich eine ausgedörte Pfütze zu erwischen. Bei dem Vergleich musste er zwangsläufig sich die Frage stellen, wie ein so gebrechliches Volk nur in der Wüste überleben konnte, in der sie nach alten Langbeinerüberlieferungen hausten.
Doch Befehl war Befehl, und Karggosch wäre der letzte gewesen der die Weisungen des Sippen und Volksoberhauptes einfach so ignoriert hätte. Zu gern hätte dieser den nun auf dem Boden liegenden Manne verhöhnt, zu stark war das Bedürfnis den Ärger und die Wut der letzten Tage der Besetzung Berchgards Luft zu verschaffen.
Doch das war es nicht wert. Dieser Mann, der zwar äusserst verschlagen, aber doch im gewissen Masse kaum weiser war als ein Milchbart, würde dem Volk der Khaz-Aduir lebend bestimmt vom größerem Nutzen sein als tot.
Nach einer laschen und eiligen Untersuchung hob er diesen auf seine eigene bepanzerte Schulter, um ihn solange er lebte noch zu Grim zu schaffen.
Es war besser ihn ungebehelligt zu lassen. Was hätte Karggosch dafür gegeben zu sehen, wie dieser Mann auf dem Schmähpfahl angebunden mit Steinen beworfen wird... Andererseits verwarf er wieder zügig den Gedanken... Ein Hammergrund sollte trotz der aufgestauten Gefühle Klarheit in seinem Kopf bewahren und sich nicht wie eine Feuerklinge nur von Emotionen leiten lassen...
Es sollte nicht zum Schmähpfahl oder gar das Abschneiden seiner gespaltenen Zunge kommen... diese Braunhäuter erkauften sich scheinbar lieber mit Gold ihre Freiheit, doch dieser Entschluss seines Großonkels behagte ihm diesmal nicht ganz.
Einerseits war es scheinbar ein recht üppiges Lösegeld, anderseits gefiel es ihm nicht, dass diese Braunhäuter, die ihre Hände zum Kampfe gegen die Khaz-Aduir erhoben einfach so ungeschoren davonkamen.
Verfasst: Donnerstag 4. Mai 2006, 11:46
von Fadi Yazir
Die letzten Stunden zogen sich endlos dahin. Kurz tauschte er sich noch etwas mit Saalih aus. Aufregung und Anspannung machten sich in ihm breit. all die Gedanken, über die er die Tage sinierte legte er sich nun im Kopf zurecht. Er war zu keinem Zeitpunkt auf zwergischem Gebiet und hatte keinen Zwergen angegriffen....
Es war wie eine kurze Rede. Satz an Satz reihte er das, was er vor diesem zweifelhaften Gericht vorbringen wollte. Das letzte mal, dass ein Wärter ihm die Stunde anzeigte war schon lange her gewesen.
Er wurde unruhig.
Nach einiger Zeit kamen sie dann. Langsam wurden sie nacheinander aus der Zelle gerufen und durchsucht. Dann wurden sie wieder über endlose Gänge geführt. Mit einer Mischung aus Abscheu und Faszination blickte er sich in der Dunkelheit um, nach den Stellen die das Licht der vereinzelten Fackeln freigab.
Nach einem recht langen Marsch kamen sie dann...es war doch das Stadttor. Er hob seine Brauen und blickte sich verwundert um. Konnte es sein? hatten sie eingesehen, wie haltlos ihre Anschuldigungen waren?
Draussen vor dem Tor zeichnete sich eine bekannte Kontur ab. Raakin? Eluive sei Dank, Raakin war gekommen um sie aus dieser Lage zu befreien. Doch wie hatte er es wohl fertig gebracht sie zu überzeugen.
Auf der Rückfahrt schwieg er. Er war sichtlich erschöpft von seinem Aufenthalt bei den Zwergen. Er würde ihn in den nächsten Tagen sprechen, nicht heute, nicht jetzt.